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Full text of "Ueber die formelle Unterscheidung der Redetheile im Griechischen und Lateinischen, mit besonderer Berücksichtigung der Nominalcomposita"

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Ueber 

die formelle Unterscheidung der 

Redetl^eile 

■M i. 

im ftriecMschen uad LatemisolieE 

mit besonderer Berücksichtigung der 

Nominalcomposita. 



X^eopold iSolu*oedei*. 



Von der historisch -philoIogiecheQ Fttcnltät der Kaiserlichen 
Univeidt&t za Dorpat am IS. Decembei' 1β73 gekrönte und auf Kosten 

dieser UiuTersitlit gedinckte Preisschrift. 



Leipzig, 1874. 

In Commission bei E. F. EChler. 



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Ueber 

die formelle Unterscheidung der 

Redetlieile 

im ftrieehischeE imd LateinisclieE 

mit besonderer Berücksichtigang der 

Nominaleompojsita. 



X^ieopold Schroedei-. 



Ton der hietoiisch- philologischen Facoltät der EtüseilicheD 

UniTerritfit m Dorpat tun 13. December 1872 gekrönte und anf Kosten 

dieser UniveTsit&t gedrackte Pieisechrift. 



Leipzig, 1874. 

In Commission bei E. F. Köhler. 



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Gednickt καΐ Yerfagimg des UmTereitäts-ConeeUs. 

Bector fl. V. Oettingen. 
Dorpat, d. 23. April 1874. 
Μ 172. 



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Seinem geliebten Vater 

Julius von Schroeder 

dimitL GonTeratmcnts-ScIinUndirictor in Dorpit 
seinem thenren Onkel 

Leopold von Schrenck 

Hit^itd der Ak»dm{e der WisscDscIiftrten in St Petersburg 

in Liebe und Dankbarkeit 

gewidmet 



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b,GoogIc 



Torfeemerkung. 

Da die ÜBiversitilt Dorpat durch ihr neues Statat 
vom 21. (9.) Januar 1865 eine selbstetändige Professur 
für vergleichende Sprachwissenschaft, die aller- 
dings auch die deutsche Sprache insbesondere mit umfassen 
soll und daher die officielle Benennung ^Professur der 
deutschen und vergleichenden Sprachkunde" fühii, erhalten 
hat, so tag es mir als ihrem Vertreter bereits im Jahre 
1867 ob, aus ihrem Gebiete auch eine Preieaufgabe zu 
beantragen. Die historisch -philologische Facultät stellte 
aaf meinen Antrag die Frage 

^jBildung und Gebrauch des Locativs im 
Griechischen und Lateinischen mit Berücksich- 
tigung des Sanskrit'^. 

Von zwei darauf eingegangenen Arbeiten konnte die 
eine, als deren Verfasser sich der Studiosus der russischen 
Sprache und Litteratur, Herr Arcadius Sokolow, er- 
gab-, mit der silbernen Medaille gekrönt werden ; der 
andern, weit vorzüglicheren, aber wurde der volle Preis 
mit der goldenen Medaille zuerkannt. Als ihr Verfasser 
ergab sich der Studirende der Philologie, Herr Wilhelm 
Hoerschelmann aus Estland, der jetzige Dr. phil. und 
Adjunct des Herrn Professor Ritschi bei dem russischen 
philologischen Seminar in Leipzig. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Ausser in den benannten beiden Arbeiten trat das 
zunehmende Interesse für die vergleichenden und histori- 
schen Sprachstudien an unserer Universität auch sonst 
noch in erfreulichster Weise hervor, so dass ich schon seit 
dem ersten Semester des Jahres 1869 regelmässig wöchent- 
lich ,,8prachwissen8chaftliche TJebungen", für die 
auch eine Reihe von selbstständigen Arbeiten eingereicht 
vrorden ist, veranstalten konnte, und das Universitiltsper- 
sonalverzeichniss fUr dieses Semester bereits echt Studi• 
rende als speciell für „vergleichende Sprachwissenschaft*' 
immatriculirt aufweist. 

Gegen Ende des Jahres 1871 traf michs wieder eine 
Preisaufgabe beantragen zu müssen, und auf meinen An- 
trag stellte die historisch-philologische Facultät die Frage 

„in wie weit ist int Griechischen und Lateini- 
schen eine formelle Unterscheidung der verschie- 
denen Redetheile ausgebildet?" 

Bei dem der vergleichenden Sprachwissenschaft oft 
in so sinnloser Weise gemachten Vorwurf, dass sie mehr 
vermenge und verwirre, als die einzelnen Sprachen scharf 
in ihrer Sonderstellung auffasse und so der ciassiechen 
Philologie im Grunde mehr Schaden als Nutzen bringe, 
V/&T es von Werth, der studirenden Jugend zur Freie- 
bewerbung eine Aufgabe vorzulegen , bei der es grade 
vornehmlich darauf ankam, sprachliche Eigenthümlich- 
keiten scharf ins Auge zu fassen, die in den beiden clas- 
sischen Sprachen sich besonders fein ausgebildet haben, 
durchaus aber noch nicht in die urindogermanische Zeit 
zurück reichen. Die sogenannten Redetheile, wie Sub- 
stantiv, Ädjectiv, Zahlwort, Pronomen, Adverb, Verb, Prfir 
Position, Conjunction, von deren Betrachtung gleichwie 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



YOQ festen sicheren Grundlagen manche Grammatiken 
gradesu auszugehen pflegen, lassen sich in ihrer formellen 
Gesoudertheit durchaus nicht bis in die älteeterreichbare 
Geschichte der indogermanischen Sprachen zurackver- 
folgen, vielmehr sind sie eo erst nach nnd nach weiter 
entwickelt und ausgebildet. Für die jüngere und, wenn 
man will, höhere Ausbildung und Entwicklung der Sprache 
aber sind sie von höchster Bedeutung, was auch von 
Seiten der vergleichenden Sprachwisseoschaft durchaus 
nicht verkannt werden kann. 

Die einzige Bearbeitung, die auf die genannte Präge 
ttber die formelle Ausbildung der Redetheile einging, war 
die historisch-philologische Facultät wieder in der glack- 
lichen Lage, mit dem vollen Preise der goldenen Medaille 
kröoen zu können. Als ihr Verfasser ergab sich Herr 
Leopold Schroeder aus Dorpat, einer der ersten speciell 
fiir vergleichende Sprachwissenschaft an unserer Univer- 
sität immatriculirten Studirenden. 

Leider ist für die hier gekrönten Preisschriften der 
Druck auf Universitätskosten nicht gesetzlich verlangt, er 
hat vielmehr nur in wenigen Aasnahmefällen auf beson- 
dere Anträge Statt gefunden. So wurde auch för die 
Schroedersche Arbeit bei ihren sehr grossen Vorzügen, 
ihrem grossen Reichthum nicht bloss und ihrer gediegenen 
Gründlichkeit, sondern namentlich auch dem anerkennens- 
werthesten selbstständigen wissenschaftlichen Urtheil ihres 
Verfassers, und zwar auf meinen Antrag von dor hieto- 
riscb -philologischen Facultät der Druck aus Universitäts- 
mittel» beim Conseil beantragt und beschlossen. Sie liegt 
in der vorliegenden Arbeit, die weniger auf Verlangen 
der Facultät als aus eignem Antrieb ihres Verfassers vor 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



dem Druck noch eine gründliche Durch- ond ümarbeituug 
erfahren hat, nunmehr fertig vor. Als Erstlingeschrift 
ihres an reichen HofFnungen berechtigenden Verfassere 
bildet sie, wenn auch von Mängeln durchHue nicht frei, 
doch einen sehr werthvollen Beitrag auf dem Gebiete der 
vergleichenden Sprachwissenschaft, nicht bloss als einfache 
Antwort auf die ihr zu. Grunde liegende Frage, sondern 
Insbeeondere noch durch die aueeerordentlich eingehende 
Behandlung speciell der griechischen und lateinischen Zu- 
sammensetzungen nach der hier so wichtigen Unterschei- 
dung von substantivischen und adjectivisch gewordenen 
Bildungen. In reichster Weise ist das Material ausge- 
breüei und kritisch gesichtet, manche wichtige Frage ist 
gelöst oder ihrer Lösung näher gebracht, und vieles Andre 
ist Ziu weiterer Forschung neu angeregt und vorbereitet, 
80 daes man auch im grösseren wiseenechaftlichen Publicum 
eine gUnetige Aufnahme der Schroederschen Schrift er- 
warten darf. 

Hieo IMeyei*. 

Dorpat, An&ng Hai 1874. 



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Vorwort des Autors. 

Mit Freaden ergreife ich die hier gebotene Gelegen- 
heit, um meinem hochverehrten Lehrer, Hei-m Pnrfeeeor 
Leo Meyer, öffentlich den wärmsten Dank abzustatten 
fttr alle Anregung und Belehrung, die er mir gew&hrt, 
für alle Theilnahme und Freundlichkeit, deren er mich 
gewürdigt. Wie sein Einfluss von Anbeginn meiner 
spraehwisseDSChaftlichen Studien mich nachhaltig gefördert 
hat, Θ0 verdankt ihm auch die vorliegende Slrstlingesohrift 
mehr, als ich im Einzelnen nachzuweisen und abzugrfin- 
zen im Stande bin. Seiner freundlichen Belehrung and 
der liberalen Weise, mit der er mich durch literarische 
Hülfsmittel beständig unterstützt hat, werde ich mich stets 
im höchsten Grade verpflichtet fühlen. 

Der vorliegenden Arbeit aber vermag ich nur den 
Wunsch auf den Weg zu geben, sie möge Leser und 
Beurtheiler finden, welche den Irrthümern und Mängeln 
keine Schonung gewähren, aber über dem Allem nicht 
verkennen, dass der Autor sich redlich gemüht hat, dem 
Ziele näher zu gelangen *). 

Leopold Schroeder. 



*) Fflr die Tranascnptioii des Sanskrit-Alphabets mag bemerlct »ein, iktu 
i^ die IKphtboi^e dorch ai, an, äi, au wiedergebe. 



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HSrH-ÄuLT. 



Einleitung 

I. Capitel. Die formelle Unteracheidnng tou Nomen und Yerbom 

n CapiteL Die Scheidong von Nomenund Partikel (Adverb, Prae- 

poeition, Conjanctjon) . . . ' 

III. Capitel. Die Scheidong von Nomen und Zahlwort ..... 

IV. Capitel. Die Scheidimg des Pronomens von den übrigen No- 

minibns 

V. Capitel. Die fonnelle Untetscheidong von Substantiv und Ad- 

jectiv (Paiticip mitebgerechnet) 

I. Abschnitt. Die fonnelle Unterscheidmig von Sabetantiv 
und Adjectiv im nnzusammengesetsten Zustande . . . 

A. Die Unterscheidung von SubstantiT und Adjectiv 

durch die wortbildenden Snffiie 

B. Die Unterscheidung von Sabstantir und Adjectiv durch 

verschiedene Flexion ein nnd desselben Snf- 

fiiea 

II. Abschnitt Die fonnelle Scheidnng von Substantiv and Ad- 
jectiv im zusammengesetzten Zustande . . . 

A. CompOBita immutata 

1. Immntirte Zusammonaetzungen von i -j- Substantiv . . 

2, Immutirte Znaammensetzungen von i -+■ Adjectiv . . . 

B. Composita mutata 

1. Mutata von i ■+• Substantiv 

Erste Qrnppe. Mutata von χ + Substantiv, deren 

Eweites Glied keine Formveränderong erlitten . . . 

Zweite Grnppe. Mutata von χ + Subst. mit Modi- 
fication des SnfSxes 

Dritte Gruppe. Mutata von i + Subst. mit Wech- 
sel des Suffixes 1 

Vierte Gruppe. Mnfata von i -|- Snbst. mit Zutritt 
eines neuen SufBxes 

2. Mutata von i -h Adjectiv 



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Einleitung. 



Durch die vergleichende Sprachforschung hat die 
EiDsicbt in Form und Wesen der Redetheile einen 
bedeutendea Fortschritt gemacht im Vergleich zu den An- 
sichten der klassischen Grammatik, wie sie im AUerthum 
vorzüglich in Atexandria zur Blüthe und Reife gekommen 
und von dort durch die Vermittelung der lateinischen Ge- 
lehrten sich traditionell durchs Mittelalter ohne erhebliche 
Veränderung bis auf die neuere Zeit fortgepflanzt hat. 
Diese traditionelle klassische Grammatik bietet uns ein 
fest geschlossenes System mehr oder minder scharf gegen- 
einander abgegränzter Redetheile dar, an welchem die 
vergleichende Sprachforschung ohne Schonung ihre zer- 
setzende Kritik geübt hat; gestützt auf eine methodisch 
vorgeschrittene Etymologie hat sie vor allem die 
Form der Wörter eingehend untersucht und ist 7.u dem 
Resultat gelangt, dass zwischen all den früher als grund- 
verschieden betrachteten Redetbeilen, ausgenommen den 
Gegensatz von Nomen und Verbum, ursprünglich kein 
Unterschied besteht^ mit Schleicher zu reden ^geht 
die indogermanische Sprache in Nomen und Ver- 
bum ohne Rest auf^ '). 



1) Aug. Sehleleher, die Dnterachoidung von Bomeu und 
Verbom in der UutlicIieD Forin, des 4- Bde. der Abbalgen der pliil.- 
hiet. Claeae der königl. S&clie. OeeelUchaft der Wiea. Ho. V; Lelpiig bei S. 
Binel 1865, S. S09. Schleicher macht dabei eine unweaentliche Einschrftn- 



DigitzrrlbyGOOglC 



Der grosse Fortschritt in dem Standpunkt der neueren 
Sprachforschung beruht hauptsächlich auf einer weit tie- 
feren Einsicht in die Form, als sie den alten Gramma- 
tikern zu Gebote stand. Vor allem die alten Philosophen, 
aber auch die eigentlichen Grammatiker hatten in die Form 
der Wörter wenig Einblick, meist war auch ihre Ansicht 
von der Form sehr geringschätzig, während sie die Be- 
deutung der Wörter, ihre grammatische Function 
mit scharfem und klarem Blick erkannten '). 

Das Aufsuchen der Redetheile beginnt bei den Alten 
mit Aristoteles 2), welcher δνομα, β^μα und σύνόεσμος 
unterscheidet. Die ältere Stoa kannte vier Redetheile 
[δνομα, ^'^μ'Χ, σύνδεσμος und äpApov),, während Chrysipp 



kniig: nUit AuBBcbluea der echten Interjectionen , die eaeserhalb der 
Sprache stehn u. ala Laatgebärden zu betrachten Bind, die die Form von 
Inteijectionen angeDOmmen haben." Pott aimmt auch UrpräpoBitionen an, 
welche nicht nrepriinglich Nominal formen aind; über diese Ansicht des gros- 
sen Sprach fors eil ere werden wir nnten handeln. 

1) Meines Wissens bat anter den Alten nnr Tarro die Redetheile 
streng vom formellen Gesichtepnncte aus einiutheilen versucht: „oratio se- 
canda ut natara in quatuor partie: in eam quae habet casus et qnae ha- 
bet tempora et quae habet neutrum et in qna est utrumqiie", eine Defini- 
tion, die vielfach geladelt worden ist, auch gewiss unaeren Anfordernngen 
nicht genügen kann, aber doch mit Schärfe und Klarheit vom formellen 
Gesteh tspuncte aus scheidet und dadurch in interessanter Weise eich mit 
aoeerer Zeit berührt, (cf. Schoemann, Lehre von den Redetbeilen, 
Berlin 1862; S. 12.) 

3) Steinthal, Qeachicbte der Sprachwissenschaft bei 
den Griechen und Rdmern, mit besondrer Rücksicht auf die Logik, Bertin 
1863; S. 179: „So beginnt nnn anch eigentlich erst Aristoteles das 
Aufsuchen der Sprachkategorien, derRedetheile n. Abwandlungs- 
formen." Vgl. auch S. 186. Andere ateht ea noch mit Plato, vgl. S. 
IM: „Die Oeachichte der Sprachwissenschaft, der Grammatik, würde 
streng genommen kanm Veranlassung habed von Piatone ίνομα u. ^μα zu 
reden, da sie in die Oeachichte der Logik gehören" u. a. w. Vgl. auch, 
wae Stelnthal anf derselben Seite bemerkt gegen „Deuachle, d. platoni- 
sche Sprachphil 080 ρ hie, 1852." — Steinthals „Geschichte der Sprochw." 
ist ein vortreffliches Werk dieses scharfainnigen Denkers, dessen Ansichten 
ich mich bei der Beurtheiinng der griech.-rom. Spracbwiaa. in den meisten ^ 
Punkten ansehliesse. Auch Schoemann (die Lehre von den Redetbei- 
len nach den Allen dargestellt α. benrtheilt, Berlin 1863), der manches 
Treuliche bietet, mit dem ich aber sehr oft nicht Übereinsliiiime , ist be- 
nutzt worden. 



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durch Scheidung des ϋνομα in 1) ϋνομα xaj^ ^ζοχήν, ά. h. 
Nomen proprium und 2) δνομα ιψοσψορνίίόν ^ wozu alle 
übrigen Nomina gehören, schon auf die Zahl 5 gelangt 
ist (vgl. Steinth. Oeech. S. 290 u. 291, auch 569). 

Wie wenig bei den Stoikern die Form berücksich- 
tigt wurde, läBst sich schon z. B. daran ermessen, dass 
das Adverb von ihnen zum Verbum gerechnet wird'). 
Erst Autipater schied das Adv. als besonderen Redetheil 
unter dem Namen μεσότης aus. 

Die eigeotlichen Grammatiker, welche bereits acht 
Redetheile unterscheiden, siud schon viel weiter gelangt, 
indem sie die Flexion (also die Form) viel mehr berück- 
sichtigen, während früher bei den Philosophen eine «^in- 
seitig dialektische Betrachtungsweise" vorherrscht (vgl. 
Steinth. Gesch. S. 570). Aber auch bei den Grammati- 
kern wird, von unserem Standpunkt betrachtet, die Form 
nur dürftig behandelt. Auch bei den Definitionen des Dio- 
nysius Thrax spielt die Hauptrolle stets die gramma- 
tische- Function, d.h. die Bedeutung, welche dem Wort 
als Satztheil zukommt^). Doch ist immerhin die 
Beachtung der Form eine anerkennenswerthe. Z. B. de- 
finirt Dionysius das Ονομα als „μίρος λόγου πτωτιχόν 
σώμα ^ τΐραγμα σημαίνον"• und das /Ä^/iot als ^,λέξις απτω- 
Γος, έπιάεχηχ^ χρόνων τε χαΐ προσώπων χαΐ όρι&μ&ν. 



1) steinth. Geech. S. 5Τ1 u. S72: „Die Stoiker, weniger d. 
Form berückeiclitigend, als die Rolle, die das Wort im Urtheil spielt, 
scheinen zunBchat die Stellung des Adverbium nnr verecboben za haben: 
«ie etellten es znra Verbum, oder vielmehr, genauer auagedriiekt, zum 
Ρ r a d i c a t." 

2) Uan Tgl. die DeSnit. des Dionysius bei Steinth. Gesch. S. 570; die 
άι-τωιιαμία wird deflnirt als „ϋξις άιτί Ονόματος παραλαμβανομίνη , ηροσώ- 
τιααι ΰφιαμέ-τιον α^λαηαπ]," Die πρό&βσις β,Ιβ „λίξις κρατιαίμέκη πάντων τώκ 
το5 iaforj ßsp&t L• τε m /νΜσει xiü βυντάξει,^^ Das ί-πίρρημα als ,φ,ίρος 
lAfou S.xktxov, xom (ιήματος kt/apMvfiv ^ Ιπιλίγάμίνον ρήματι." Unter «ιίν- 
Λισμοζ versteht er „λέξις omdiouaa diavowy μηά τάξΐίος χαί τύ τ^ς ίρμψ 
νίΐας ιαχηνος πΙηροΰαα." Unter äp&pov ,φϊρος λόγου κταταώιι ΐίρσταασόμνον 
χαί Imoramoßsvoii τ^ς χλίοΐως τών ό'-ομάτωΐ'," Unter μ*τοχή „ϋζΐί μΐτίχουσα 
της τ&ν Ρημάτων χαΐ της των ονομάτων Ιδιότητος." 



nigiUrrlbyGOOgIC 



έν&ργειαν ^ πά^ς τζαριατώσα.^ Er hebt also hervor, dass 
das Nomen Casus hat, daß Verbum keine; ja er er- 
kennt neben anderen forniellen Momenten auch, dase dem 
Verb die Personalbezeichnung [πρόσωΐΐο) zukommt, ohne 
freilich der Brkenntniss fähig zu sein, das hierin das ein- 
zige charakteristische formelle Merkmal des βηβΐΐ. 
besteht ts. S. 569) ')• 

Äpollonius Dyscolus, mit dem die BlUthezeit der 
alten Grammatik schliesst, befolgt bei der Eintbeilung der 
Redetbeile „mit wenigen Ausnahmen streng den wieder- 
holt ausgesprochenen Grundsatz, dass nicht die Laut- 
form, sondern der Begriff entscheide, mit welchem die 
σόνταξις des Wortes in engem Zusammenhange steht* ^). 
Ich fahre am besten fort mit Steinthals Worten (S. 582, 
583): „Bei solcher Ansicht müssen die Fl exions Verhält- 
nisse sehr geringfügig erscheinen; sie werden gewiss im- 
mer nur gelegentlich beachtet, So findet sich wohl der 
Gegensatz der τΓτωτιχά . . . und αττΐΐστα . . . , wo aber 
Worte Tryphons citirt werden; und es wird wohl einmal 
das Verbum . . . ατττωτον genannt. Aber zu den äxXcra 
μόρια . . . wird nicht etwa der Gegensatz χλιτιχά gestellt'^ 
u. s. w, 

Im Gegensatz nun zu der traditionellen Grammatik 
hat die neuere Sprachforschung ihr Augenmerk gerade 
hauptsächlich auf die Form gerichtet und ist zu dem oben 
erwähnten Resultate gekommen. 

Jetzt aber entsteht für uns eine neue Frage. 

Wenn uns die vergleich. Sprachwiss. zeigt, dass wir 
ausser den Verbalformen nur Nominalformen in der 



1} Auch ist er dabei natürlich Dicht fElhig, die Verbelform soweit 

(α antklyBirea, dass er une eftgCD könnte: dies formelle Element bezeichnet 
die Person, z. B. η in έατ/ bezeichnet dio 3te Person; diese Erkennt• 
niss blieb der vgl. Sprachf. vorbehalten. Damit ist aber auch zagteich 
gesagt, daSB er dae formell unterscheidende Element des Verbums gar- 
nicht zu zeigen im Stande war. 

3) a. Steinth. Gesch. S. 580, Anm. " d. Citat: de pron. p. Θ5 a „ού 
γάρ φωνιΰι μεμέρισται τα τοΰ λόγοϋ μίρη, στιμαινομένοις ϋ." 



b,GoogIc 



Sprache finden, dass z. B. auch Adv., Gonj. u. a. eigent- 
lich nur Nommalformen sind, so müssen wir nothweodig 
weiter fragen ; sind denn nicht im Laufe der sprachlichen 
EntwickeluDg so bedeutende formelle Besonderheiten aa 
Ädv., Conj. u. a. anfgetreten, dass wir diese Redetheile 
mit vollem Recht auch als formell (nicht nur der Be- 
deutung, der grammat. Function nach) von dem No- 
men geschieden ansehen dürfen? Ist nicht mit der schon 
von den Alten erkannten BedeutungsverSbhtedenheit der 
einzelnen Redetheile von einander auch eine secundäre 
formelle Differenzirung derselben verbunden und worin 
läge dieselbe? 

Unsre Frage ist durchaus zeitgemäss. Wir versuchen 
das grossartige Resultat der vergleich. Sprachwiss. zu er- 
gänzen, indem wir nachforschen, welche Wege die 
Sprache eingeschlagen, welche Mittel sie angewandt, 
um die einzelnen Redetheile von einander abzusondern. 
Diese Wege und Mittel der Sprache können aber nur hei 
genauer Betrachtung der Form erkannt werden ; mit Prü- 
fung der Form muss begonnen werden. Dies und nur 
dies allein will die vorliegende Arbeit unternehmen, indem 
sie sich noch aus mehr wie einer Rücksicht auf das 
Latein, und Griech. beschränkt. Sie hat nicht die Ab- 
sicht, von höheren psychologischen Gesichtspunkten aus 
das Wesen der Redetheile in ihrer Entstehung und Ent- 
wicklung zu betrachten. Wenn auch eine solche Betrach- 
tung allein die Untersuchung unseres Gegenstandes zum 
Abschluss zu bringen, ihr so zu sagen die höhere Weihe 
ZD verleihen vermag, so ist es doch vorerst nothwendig, 
die Frage zu begränzeu und innerhalb dieser Gränzen 
nun gewissenhaft alles zu prüfen. Wir beschränken uns 
also auf die formelle Unterscheidung der Redetheile und 
zwar im Griechischen und Lateinischen. 

Es wird dem Kundigen deutlich sein, dass diese Un- 
tersuchung ein Beitrag sein muss zur Entscheidung der 
Frage, wie klar die Griechen und Römer die Unter- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



schiede der einzelDen Redetheile gefaeßt haben, and 
weiter für die Auffassung des YerhäUnisses tod sprach- 
lichem Inhalt und Form überhaupt. Es steht fest, dase 
der Uebergang aus einem Redetheil in den andern mög- 
lich ist; jetzt aber kommt es darauf an, wieweit sich be- 
stätigt, was ausser Ändern auch Benfey') ausspricht: 
^Wo die Sprache zum vollen Bewusstsein dieses 
Uebergangs gelangt ist, giebt er sich auch durch laut- 
liche Spaltung der Form sinnlich kiind.'^ 
Unsere Arbeit- hat noch eine andere Seite, 
Wir begegnen dem Vorwurf, der noch immer von 
Seiten klass. Philologen erhoben wird, als löse die ver- 
gleich. Sprachforschung das System der Litera- 
tursprache auf2), indem unsre Untersuchung vom ver- 
gleichenden Standpunkt aus die Würdigung gerade der 
ausgebildeten griech. und lat. Literatursprache in 
einer bestimmten Beziehung versucht. Eingehende 
Prüfung der Form wird gerade der Eintheilung der Rede- 
theile, wie sie durch scharfsinnige Beobachtung der gram- 
mat. Function im Wesentlichen schon von den Alten ge- 
wonnen ist, nun auch von einer neuen Seite in der Haupt- 
sache Anerkennung verschaffen. In diesem Sinne ist 
meine Arbeit eine Vermitteln ngsschrift zwischen Sprach- 
vergleichung und klass. Philologie. Und sie berührt eine 



1) Beufey, Oeachichte der Sprachwiee. S. 161. 

2} Han vergleiche Herzog, welcher übrigem die Bedeatnug der 
vergl. Sprachforechang dnrchatis nicht misskennt, ndag Recht der traditio' 
nelten Schul grammatik gegenüber den Reeultaten der vergleich. Sprechfor- 
«oliang, 1867." 0ie Änaichten Herzoge werden ia guter Weise beeprochen 
TOQ Stier in der Zeitschr. für d. Gymnaeialweeen 1669, S. S7— 134, nOeber 
Recht u. Unrecht der traditionellen Scbulgrammatik gegenüber der sprach- 
T ergleich enden Richtung, besondere für das Griechische." Nach Stier'e 
Anafährang lautet nun Herzogs Vorwurf gegen die vergl. Sprachforechang 
etwa BO: „Ihr Stoff sei der ganze überhaupt vorhandene SprachstOlT, dabei 
in erster Linie die ältesten Formen; man reducire (mit Ausnahme der 
Interjection) altes auf Nomen u. Verbnm, bez. erstarrte Flezioneformeo 

beider; kurz sie löse durch aolchen Apparat das System der 

Literatursprache auf." Ich entnehme dies alles Pott S. Xlll im Vor- 
wort ZQ Et, F. II, 3. C2. Ausg.). 



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der TcichtigBten eprachwise. Errungenschaften der Alten; 
denn wohl hat Benfey nicht ganz Unrecht, wenn er 
(Geech. der Spracbwiss. S. 121) in dem ^Aufsuchen tmd 
Eindringen in das Wesen der Redetheile'^ ^den eigent- 
lichen Glanzpunkt der griech. Grammatik'^ Bieht. 

Es ist mir leider unmöglich, die aufgeworfene Frage 
hei ihrem grossen Umfange genügend zu beantworten, ich 
werde mich daher darauf beschränken müssen, ein spe- 
cielleres Gebiet genauer zu durchforschen, die anderen 
weniger eingehend zu behandeln. Als besonders inter- 
essante Frage bietet sich mir die nach der formellen 
Unterscheidung von Substantiv und Adjectiv dar, 
wobei natürlich das Particip nicht unberücksichtigt blei- 
ben darf. Auf diesem Sondergebiete aber fesselt mich 
wieder besonders die Rolle, welche die Zusammen- 
setzung der Wörter dabei spielt; die Kraft der Zu- 
sammensetzung ist es, durch die ohne Weiteres ein Rede- 
theil seinen Character verlieren kann, um völlig in einen 
anderen überzugehen (cf. ϋομύς und μεγάθυμος). Diese 
Frage denke ich zur Hauptfrage meiner Untersuchung zu 
machen und ihr die meiste Arbeit zu widmen, indem ich 
es vorziehe, wenigstens an einem Punkte mich eingehend 
zu vertiefen, als alle verhältnissmässig allgemein zu be- 
handeln. 

Der Gang meiner Untersuchung soll folgender sein. 
Zuerst will ich die Frage nach der formellen Scheidung 
von Komen und Verbum, Nomen und Partikel, Nomen 
und Zahlwort, Pronomen und den übrigen Nominibus 
behandeln. Sodann wende ich mich zur Hauptfrage, der 
Scheidung von Subst. und Adj. (u. Particip) und unter- 
suche zuerst, wieweit im unzusammengesetzten Zustande 
eine solche vorhanden, sei es durch besondere Safflxe 
und Suffixcombinationen, sei es durch Unterschiede in der 
flexionalen Behandlung ein und desselben Suffixes. Zu- 
letzt will ich mit besondrer Ausführlichkeit mich darüber 
zu Orientiren suchen, bis zu welchem Grade durch die 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Zusammensetzang ein Uebertritt aus einem Bedetheil in 
den andern stattändet, ob und wieweit dies ohne Ver- 
änderung oder doch nur mit einer Modification des SufSxes, 
oder aber unter Hinziitritt neuer Elemente zu den alten 
oder völligem Wechsel derselben geschieht u. s. w. Die 
einzelnen so gewonnenen Klassen von Zusammensetzungen 
werden wir mit einander vei^leichen, aus ihrem numeri- 
schen VerhältnisB u. a. Schlüsse zu ziehen suchen u. s. w. 
Zum Schluss überbticlieu wir die Resultate und knüp- 
fen daran einige allgemeine Bemerkungen über sprach- 
liche Entwicklung überhaupt. 



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Ι. Capitel. 

Sie foimdle Unterscheidung von ITomen und Terbmn. 



Der Gegensatz von Nomen and Verbum ist von der vgl. 
Spracbforechung nicht angetastet worden ; er hat eich vielmehr 
erst durch sie zu der nbthigen Schärfe zugespitzt, denn sie erst 
bat aufs Allerklarste gezeigt, worin wir das characteristi- 
sche formelle Merkmal des einen Redetheile gegenüber 
dem andern zu suchen haben. Mit Recht wohl sagt Steiathal 
(Zeitschr. für Völkerpeych. α. Spr. V, S. 351), alle Sprach- 
forscher theilten die Ansicht, „dass, wie das Verbnm 
sein Wesen in der Personalflezioa hat, so das Nomen 
das seinige in der Casusbildung." 

Wir sahen, dass nach Schleicher a. a. 0. die iudogerman. 
Spr. in Nomen und Verbum ohne Rest aa%eht; er fährt fort 
(S. 509): „Nomina sind im Indogerman. die Worte, welche ein 
Casus- Suffix haben oder hatten ; Υ er b a sind die Worte, 
welche eine Personalendnng haben oder hatten" ')• Dies 
Bind die einzigen scharfscheideDden Merkmale, indem ein 
jedes derselben jeder sichern Form des einen Redetheile 
zukommt, während es jeder sichern Form des andern 



I] Humboldt, „Verecbiedeoh. des meoecbl. Spraehb. u. 8. w. 3. 376," 
sagt bereits, daes .in der wahren Verbalform die formale Andeutung der 
Personeo der weeentlictiate Funkt ist." — Schleicher fahrt noch sieben 
Pankte an ala wichtig für d. UnterBcheidoiig, die von Steiathal, Zeit- 
echrift für Völh. D. Spr. 111. S. Ö03, liemlieh hart, aber aach liemlicb rich- 
tig beurlheilt worden sind. 



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10 

Redetfaeils abgeht')- ^o durchgreifend ist. keine der son- 
stigen Eigenthämlichkeiten von Nomen und Verbum, welche 
wir unten näher ins Auge faesen. 

Allein durch die Pereonalendung kommt dem Verb 
die Kraft des synthetischen Setzens, der Satzbtldung zu. ^) 

Den Alten fehlte diese Erkenntniee. 

ApoUonius will durchaus den Infin. nicht vom Verbum 
trennen i eo kommt er dazu, gerade das eigentliche Characteri- 
stikum des Verbs, die Personalbezeichnnng, als nicht 
wesentlichen Bestandtheil desselben anzusehen'). Das ei- 
gentliche Wesen des Verbums findet er schliesslich blos in 
der Bezeichnung eines πράγμα (d. h. des Begriffs einer Thätig- 



1) ITeber die strittigen Bildange», nsmeDtllch den Infln., handeln 
wir anten. 

2) Sehr richtig fugt Pott, Parti cipiQm, io Ersch und Gruber β 
Allg. Encjclop. S. «2: „Diese Kraft des Bynthetiechen Setzens oder der 
SstibilduDg, welche, wie Prag- n. HeiBcheform zur Genüge lehren, 
keiueewega immer mit den logiecheo Urtbeilen zusammeQ^llt, wohnt aue- 
Bchlieealicli dem Terbum finitum, keinem andere Redetheile 
Bonet bei, sodaee dies den alleinigen und wahrhaften Gattung b- 
unterechied des Verbnm auBmacht." 

3) Nach ApolloniuB iat d. Verb, „die durch besondere Flezions- 
formen unterechiedene Angabe eines Handeloa oder Leidens eammt einer 
gewissen Zeitbezeichnnng" ; cf. de gynt p. 330, 3: idwv «9 ji^fiortS; ίστα έν 
iiioci μετααχημιττισμιχ'; άιάψορος χρόνος διά&^σίΐ re ij ένεργτμιχή ή KoSifrot^ xai 
ϊη ij μίση. cf. Steinthal, Gesch. S. 624. Handeln und Leiden (sowie 
Zeitbei.) macht noch kein Verb, wenn eben nicht dies Handeln od. Leiden 
besonders ausgesagt wird und dies geschiebt nur durch die Personal- 
BDfGze. So Übersieht Apoll, gerade das , wae die Angabe eines Handelns 
od. Leidens erst zar verbalen Aussage macht. Die Zeitbezeichnung kommt 
nicht jeder Verbalform zo ; ein griech. &έ-ς (Imper. Aor, II) bat nichtB Tem- 
poratee an eich. Auch streicht Apoll, nicht nur Personalverhäl tniss, 
tlumeruB, Modus als παραχολουβήματα (Consequenzen) oder -παρΐχόμΐνα 
(Accidenzen) des Verbalbegriffs; er erklltrt auch Handeln und Leiden 
sowie Zei t ve r bäl tnisB nur für πΐ^εμ^Όεΐΐ- (Nebenbedeutungen). So 
bleibt ihm schlieBalich nur das πράγμα^ der Begriff einer Thätigkeit übrig; 
als wenn nicht ein Subst., z. B., die Todtung, ebenrnlls den Begriff einer 
Thätigkeit enthalten könne; eB sagt ihn nnr nicht aus. Han vgl. hier- 
über Schoemann, der sich Im Wesentlichen Apoll. aDBchliesst u. also 
zeigt, dass dieser Standpunkt noch immer kein ganz überwundener ist Han 
beachte namentlich, wie Schoemann durch sein totales Vernachlässigen der 
Form von diesem Standpunkt aus die Vorziige der Scheidung von Nomen 
nnd Verhorn im Indogerman. gegenüber andern Sprechen (z. B. dem Chinas.) 
durchaus nicht zu würdigen im Stande ist. 



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11 

keit). Allee Uebrige ist nicht wesentlich nothweodig (β. d. 
Anni.)- So bleibt dem Apollonins kein einziges for- 
melles Merkmal des Verbs als wesentlich Übrig (s. Steinth. 
Gesch. δ. 624 u. 641). 

Dem entsprechend kann denn auch die Form des No- 
mons nicht richtig gewürd^t werden. 

Dionysius Thraz weiss (wie wir oben gesehen) die 
Form viel besser zu schätzen. Sr betont, dass das ϋνομα πτω- 
τιχόν sei, Casus habe; das ^μα dagegen ist eine ,Μζις απτωτος 
έχιδεχτίχ^ι χρύνων re χαί προσώπων χάΐ άρι&ρων, Ivipyttav ^ πά&ος 
παριστώσα." ^) Aber dass die πτώσεις das einzige scharf- 
charakteristische Merkmal des Nomons, die πρόσ- 
ωπα des Verb ums seien, τοα dieser Brkenntniss mneste er 
weit entfernt bleiben. Wie wenig er im Urunde den herror- 
ragenden Werth der πρόσωπα erkannt hat, sieht man ans seiner 
Zusammenstellung der das Verb begleitenden Verhältnisse ; es 
sind acht : εγκλίσεις, βιαί^έαεις, εί3η, σχήματα, αριθμοί, χρόνοι, πρόσ- 
ωπα^ συζυγίαι (Steinthal, Gesch. S. 627). Aehnlich werden die 
πτίάσεις als παρεπόμενα des Nomons bezeichnet und in eine Linie 
mit γένη, εΧ^η, σχήματα, άρι^μόι gestellt '). Er hat also den 
Werth auch der πτώσεις nicht begriffen, wenn sie auch in seiner 
Definition eine Rolle spielen. 

Die Wurzel ist an und für sich weder nominal noch 
verbal; sie wird erst Nomen durch die Casus, Verbnm 
dnrch die Personalsuffixe*). 



1) Es iet interessant, diise der SehoUaat das .,iväpytcav ij πά9ος napia- 
τωοα* für daa eigentliche X3iov des /iij/ia in der Definilion dea Dion^eiae 
hält; er meint, daee die Zeicen auch dem Adverb, die Personen aach dem 
Pronomen zakommen. Ein anderer ist derselben Aneicbt und hält die De- 
finition schon darum nicht für gnt, weil der lufin. auegeechloeeeu ist (dareb 
Anfnabme der Personen u Numeri). 

2) DionreiuB eagt nach der Definition: „τΐορέκΐτσι dk τψ Ονόματι nivrt: 
γένη, efiJi;, σχήματα, άρι&μοί, πτώικις, β. Sleinlhal, Qeseh. S. 601. 

3) Geiger, „Ursprung u. Entwickelung der meoecblichen Sprache 
u. Veronnft, I. 8d. Stuttgart 1868, S. 191" befindet eich ganz im Irrlhum, 
wenn er meint, es sei „vermittelst der durchgängigen Analogieen aller beug- 
baren Sprachen anseer Zweifel gestellt, dass der den Wurzeln zunächst o. 
an sich Bukommende Sinn stete u. überall der eines Zeitworte ist.' ~ Viel- 



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12 

Änf den Streit über die Priorität von Nomen and Verbum 
können wir uns hier nicht einlassen. Es liegen zu seiner Ent- 
scheidung unseres Erachtens keine irgend deutlichen Anhalts- 
punkte vor. Daes Überhaupt eines früher als das andere ent- 
standen sei, ist eine bisher noch nicht begründete Annahme, 
vielmehr hat die Vermuthung grosse Wahrscheinlichkeit, dasa 
Nom. und Verb, gleichzeitig, als Zwillingsgeburt, weil 
eben im Gegensatz zu einander, entsprungen seien'). 
Man rechnet, wenn man sich mit seinen Vermuthungen in jene 
Urzeit begeben will, wo Nom. und Verb, entstanden, nur zu 
leicht mit unbekannten Grössen. 

Personal- und Casussnffixe, die sich schon in der 
Ursprache eicher festgesetzt, sind auf der Stufe der class. Spra- 
chen noch mehr wie früher geeignet, die grammatischen Cate- 
gorien von Nom. und Verb, zu bezeichnen. Denn während sie in 
der ältesten Zeit noch eher ία ihrem ursprünglich pronominalen 
Charakter erkennbar waren und eine selbständigere Stellung 
einnahmen, hat die phonetische Corruption im GrJecb. und Lat. 
sie bereits so stark verflüchtigt (ohne sie darum unkenntlich 



mehr sagt Ρ ο 1 1 mit Recbt Et. F. (3. Aufl.) II 1. S. 196 von der Wurzel, daee 
sie „ate Allgemeines sich dem nominalen eo gat ale dem verba- 
len Pole der Sprache zuwenden n. gelegentlich ale Wort der einen oder 
andern Oatlong äxiren kann." Pott hält f^r ganz „treffend u. wahr", was 
Seh mi 1 1 he nn e Γ, deutsche Etymol. Cap. 3 sagt: „Die Wurzel in der 
Spreche ist das Indifferente." Boller, Analyse des Magyar. Verb. 
8.5: „Indem der Geist den durch die unmittelbare sinnliche Anregung her- 
vorgerufenen Eindruck feslziihallen strebte, um sie dem Geiste wieder vorzn• 
stellen, schuf er ein Lautbild, das Erscheinendes u. Erscheinung, 
Substanz u. Accidens gleiehmässig bezeichnete — die Wurzel u. s. w." 
Ich entnehme dies Pott, Et. F. 11, 1. ä. 199, der den Ausspruch für „eehr 
wahr" erachtet. 

1) Curtius sucht in seiner „Chronologie der Indogerni. Spracb- 
forschang' nacbzuneiaen, dasa die Casus sehr spät, sogar erst nach der 
Periode der zusammengesetzten Verbalformen entstanden seien, wogegen 
Steinthal in seiner Beurtheilung, Zeitschr. für Volk. u. Spr. V S. 349 ΔΙ. 
gegründeten Einspruch erhebt. Immerbin aber meint Steiotlial (S. 350), es 
lägen „Gründe genug zu der Annahme vor, dasa in der That ursprünglich 
nur das Verb als solches laallich bezeichnet war." Sehr hart äussert sich 
Pott in der 3. Aufl. der Et. F. 111, S. 33 über die Curtiusscben Priorilälefra- 
gen, die ibm zum Tbeil vorkommen, wie die Fragen nach dem „Früher 
des Eies oder der Henne". 



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18 

zu machen), dnse sie eich in dieser Oeatalt zur rein formel- 
len Andentang der grammatischen Categorieen tod 
Nom. ond Verb, vorzüglich eignen. — Wir wenden uns nun za 
anderen, nicht so charakteristisch durchgreifenden, aber immer- 
hin wichtigen Eigeuthflmlichkeiten von Nom. und Verb., die zum 
Theil erst in den cless. Sprachen gehörig durchgerührt sind. 

Zunächst der Modus '). Wir finden ihn nur beim Ver- 
b u m , er ist ein Sondereigenthum desselben und darum wich- 
tig far seinen Gegensatz zum Nomen j aber nicht jede Verbal- 
form braucht ein Moduszeichen zu haben, ja die wichtigste 
Verbalform, der Indic, ist eigentlich gar kein Modus. Hier 
können wir besonders klar den Fortschritt sehen, den die clas- 
eiscben Sprachen seit der Urperiode gemacht haben, den Vor- 
zug, den sie vor ihren Verwandten (auch dem Sansk.) voraus 
haben. Schon W. τοπ Humboldt (Verschiedenheit des menschl. 
Sprachbans u. s. w. S. 93) erkannte das: „Vei^leicht man... 
das Ssk. mit dem Oriech., eo ist es auffallend, daes in dem 
ersteren der Begriff des Modus nicht allein offenbar noentwik- 
kelt geblieben, sondern auch in der Erzeugung der Sprache 
selbst nicht wahrhaft gefühlt und nicht rein τοη dem des Tem- 
pus unterschieden worden ist. Er ist daher nicht mit dem der 
Zeit gehörig verknUpft und gar nicht Tolletäodig durch densel- 
ben durchgeführt worden." *) 

Darauf aber kommt es gerade an, daes Modus und Tempus 
nicht mit einander vermengt werden und dass die Modi durch 
die verschiedenen Tempora consequent durchgeführt werden. 
Denn sehr richtig sagt Curtius (Tempora und Modi S. 334): 
„dass das Bewusstsein des Modus erst dann in einer Sprache 
erwacht, wenn die Modi neben den Temporibue und im 
Anechluss an die Tempora bestehen." 



1) Ich behsDdle den Uodne vor dem Tempna, w«il er dem Nomea 
Töllig abgeht, also nasschlieaelich verbal ist, während das Tempos doch 
aacb einer Reibe von Nominal -Formen Eokommt. 

3) Anch Gnrtiua sagt, das Sek. sei „eigentlich zum Begriffe des 
Hodiis gar nicht gekommen," cf. die Bildung der Tempora und Uodi 
im Griech. nnd Ut. τοπ Georg Curtius, Berlia 1346, S, 334. 



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14 

Wenn auch die Sprache der Veden Versuche zu einer 
coDsequenteren Durchführung des Modus durch die rerschie- 
denen Tempora darbietet, so sind diese Versuche doch nicht 
scharf und kräftig genug ; sie bleiben nnentwiclielt und das class. 
Sek. hat eigentlich nnr im Praesens Modi (den Potential-Op- 
tat. und den Imperativ; ausserdem existirt der Precativ, welcher 
ein Optat. Aor.). Die consequente und enei^sche Verschmelzung 
Tou Modus und Tempus und somit auch erst das deutliche Her- 
Tortreteolasseu des Modus war hiernach der Ursprache gewiss 
noch nicht eigen : sie bot höchstens Ansätze dar, welche in den 
übrigen Sprachen unentwickelt blieben oder ganz verloren gin- 
gen und nur in den clase. Sprachen, hauptsächlich im Qriech., 
reich und klar entwickelt wnrden. ') 

Das Oriech. ist die einzige Sprache, die einen klar 
ansgebildeten Conjunctiv gegenüber dem Optat. zeigt. Das 
klass. Ssk. hat keinen Conj. (Ueberreste desselben sind unter 
die Formen des Imperat. geflüchtet). Der Letmodus im Vedi- 
schen hat bald die Bedeutung eines Conj. [bei Conjunctionen 
und relat. Proun.), bald eines Optat. und Imperat. In der 
Ursprache waren Conj. und Ο ρ t. gewiss noch nicht 
deutlich geschieden (cf. auch Curtius, Temp. und Modi 
Θ. 266). Daher konnte das Lat. seinen sogenannten Conj. aus 
Formen theils des alten Opt., theils des Conj. zusammenschweis- 
seu.^] Das Ssk. verlor seinen Conj. und begnügte sich mit dem 



1) Cnrtiae, T. n. H. S. 234: „Die eigentliche Peetetellang der 
Hodaerormea und eines förmlich gegliederten SygtemB derselben ist dae 
Verdienst der Griechen. In ihrem «iel bewegten und biegsamen Geiste 
entsprang wohl diese Idee und manifestirte sich in uneracböpflieher Fülle. 
Hittelst ihrea reichen Lautscliatzee war es ilineQ möglieb, die ganze Hasse 
der Modi dareh Anwendung derselben einfachen Lautraittel zu eneugen. Die 
Römer vermochten es ihneu hierin nicht gleich κα tbiin, doch wusstenanch 
sie in viel höherem Grade als die starren Inder eine Reihe von Uodis, 
wenn auch auf Umwegen zu gewinnen, deren ihr scharfer, gerade für das 
Feinere der Terh&ltnisse des Lebeas besonders empfindlicher Sinn gar 
sehr bedarfte." 

2) Der Lat. sog. Conj. in der 1. ConjugaL ist ein Opt., In der 2., 
3. and 4. ein Conj., cf. Schleicher, Compeud. der vgl. Grammat. 8. 
290 D. 289. Ein deotlicher Opt. Ist sim aus si-Sm = griech. ΐϊψ aus 
ία}ψ, ssk. S7&m. 



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16 

Optat (Potent, and PrecaÜT); nur der Orieohe bildete seinen 
Gonj. gegenüber dem Opt. deutlich ans. I^ie Spreche der Hel- 
lenen hat aber nicht nur einen ganzen Modus mehr, wie die 
der Lateiner; sie führte auch ihre Modi durch eine gröeeere 
Anzahl Tempora durch. Dem Sek. g^enttber ist aber das 
Lat. noch sehr im Vortfaeil, denn es hat seinen Conj.-Opt. deut- 
lich für Praesens, Imperf., Perf. und Plasquampf. ausgebildet, 
dem gegenüber das Ssk. mit Potential und Precatir dürftig 
dasteht. 

Die Art, wie die Modi im Griech. und Lat. gebildet 
werden, ist durchaus verschieden. Dem Griechen treten die 
Moduszeicben einfach an den Tempusstamm au, der Lat. schatR 
ganz neue Gomposita, um den Modus zu bezeichnen; nur der 
CoDJ. Praes. ist einfach aus dem Tempusstamm gebildet. Da- 
gegen sind Gonj. Imperf., Perf. und Plusqpf. nengescbaffene 
Zusammensetzungen (ama-rem aus ama-sem neben ama-bamj 
amave-rim ans amave-sim neb. amavi; amavie-sem neb. amav- 
eram). Hiezu Tgl. Gurtius, Temp. und M. S. 344—349; 
auch Schleicher, Comp. S. 300 und 301. 

Durch die höhere Ausbildung und Gonsequeuz des Mo- 
dus in den class. Sprachen ist natürlich das Verb um in 
seiner Eigenart noch klarer vom Nomen geschieden. 

Die Tempus bezeichnung hat für das Verb grosse Wichtig- 
keit, die auch durch unsere deutsche Benennung „Zeitwort' 
betont wird. Freilich, nicht jede Form des Verbs hat ein 
Tempuszeichen, wie z. B. die Modi des 2. Aor. im Qriech., die 
darum nicht minder echte Verbalformen sind. Ferner aber 
sehen wir auch , dass die Tempusunterschiede nicht dem Verb 
ausschliesslich zukommen ; auch bei einigen Μ ο m i η i b α s 
(z. B. d. Particip) können wir sie finden. 



1) „Es miieite sich daher wobi mit einiger Wnhreeheinlicbkeit be- 
hBDpten laseen, duB zur Zeit der Spraehtrenitang der Let-modua sich noch 
nicht völlig coneolidirt habe, wodarcb ee kam, daes ibn die epäteru Inder 
wieder faet gaui aafgebeu konnten. Die feste AuBprägong des 
Conjunctive echeint ein eatachiedenes Verdienet der Oriechen 
IQ sein" α. β. w. Cartius, Temp. u, Hod. S. 313. 



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16 

Aber trotzdem legen wir auf diesen Pnnkt Gewicht. Die 
Verbalformen ohne Tempuszeichen verschwinden ganz hinter 
der Menge derer, die deutlich damit versehen sind. Im Lat. 
giebt es keinen 2. Aor. und im uriech. ist es höchst be- 
achteoBwerth , dase die Verba jüngeren Datums, die 
abgeleiteten Verba, einen 2. Aor. nicht kennen. Ja 
gerade die Zeitbedeatung ist im Sprachbe w usstsein 
mit dem Begriff des V e r b u m β aufs Engste rerschmol- 
zen. Dies ist auch der hauptsächlichste Gruud, warum viele 
Grammatiker das Particip zum Verbum zählen wollen 'J. 

Abgesehen quo davon, dass fast alle Verbalformen die 
Tempusunterschiede kennen, dagegen verhältnissmässig sehr we- 
nige Nomina, ist die Zeitbezeichnung beim Verbum bis in die 
feinsten Schattirungen ausgebildet, während sie beim Particip 
in dieser Feinheit sich nicht findet. Im Lat. giebt es kein 
Part. Praeter. Act.''), geschweige dass wir die Unterschiede 
des Perf. , Imperf. und Plusquamperf. daran bezeichnet 
finden. Auch ein Part. Fut. exacti giebt es nicht. Eben- 
sowenig im Passiv ein Part. Praes. und das sog. Part. Put. 
PasB. drückt nur die Nothwendigkeit, nicht die Zukunft aus ^). 
Im Griech. ist das Particip viel reicher an Tempaeuoterschieden. 

Die klass, Sprachen haben ihr Verbum auch was das 
Tempus anbetriEFt kräftig fortgebildet. Der Perfectstamm 
wird mit Formen des Verbum substant. zusammeogesetzt , um 
ein Ρ r a e t e r i t. und ein Futur, der vollendeten Hand- 
lung zu schaffen, d. h. Plusquamperf und Fut. exact. Die 
UebereinstimmuDg zwischen Griech. und Lat. zeigt uns, dass 
die Entstehung dieser Tempora in die gräco-ital. Periode zu 
setzen ist. Das Plusquampf. wird gebildet durch Zusammen- 
setzung des Perf.-Stamms mit dem Praet. des verb. subst. Die 
homerische Endung der 1. Pere. Sg. εα ist aus εαα entstanden 



1) Uan Tgl. die Gründe Priaoians. 

2) Einige Bildungen auf to mit activer Bedeutung etwa ausgenommen. 
3] UreprUnglich nicht einmal die Noihwendigkeit, wie oriundne, se- 
ile u. s, lehren. 



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17 

{ίπκπο19-ί α) und eotepricbt dem e r a m aus eaaminlegeram; 
eofi CG, εα/ιεν, εαττ, εααν entsprechen lat. erae, erat, eramue, 
eratis, eraot. — Das Fut. ezact. entsteht ans dem Perf.-Stamm, 
wie das einfache Put. aas dem Praes.-St. Im Griech. haben 
wir vorwiegend mediale Bildungen der Art, wie ^ελάσομαι 
υ. a.; im Lat. gerade actire wie dedero, amarero; aach amasso, 
capso, fazo, die Madrig fUschlich fttr einfache Fut. hält. 
— Weitere Nenbildangen sind im Oriech. das Ρ e r f. Act. 
mittelst k ; der Α ο r. I u. II Ρ a s β. ; Fat. I n. II Ρ a s s. Im 
Lat. d. Ρ e Γ f. Act. auf ui, vi (ob anch dos auf ei , halte ich 
für zweifelhaft); das Imperf. Act. auf bam; Fat. I Act^ 
aaf bo (das Nähere s. bei Schleicher, Comp. § 300 α. 301). 

So ist denn auch das Tempus in den class. Sprachen viel 
reicher und feiner entwickelt als bei den verwandten. 

Wichtig ist es, dass dem Verb der class. Sprachen durch- 
aus die OcBchl echte bezeichnung abgeht, die wir beim Nomen 
durchgängig finden (eine Ausnahme macht nnr das persönl. 
Pronomen). Nun beachte mau Folgendes. Dasjenige Nomen, 
welches die Tempusunterschiede mit dem Verbum ge- 
mein hat (d. Particip) unterscheidet stets die Geschlech- 
ter; dagegen dasjenige Nomen, welches mit dem Verb die 
Geschlechtslosigkeit theilt (d. persönl. Pron.), kann 
nie Tempusunterschiede haben. Also die Combination von 
Tempusunterschied -f- Geschlechtslosigkeit 
ist dem Verb ansschliesslich charakteristisch. Ja noch mehr: 
überhaupt die Combination von Β e g r i f f s wurzel -|- Ge- 
schlechtslosigkeit ist dem Verb charakteristisch. Diese 
letztere Combination ist sogar jeder klass. Verbalform eigen, 
dagegen keinem einzigen Nomen ')• So ist das Verb auch 
hiedurch scharf gegen das Nomen abgegränzt'). 



1) Der Inf, bei dem wir dieee CombinatioD gleichf»lle flnde», ge- 
hört, wie wir gleich dttretellen werden, auf der Stafe der klctse. Spraclien 
bereite nicht mehr sam Nomen. 

3} In andern Sprachen ist das nicht ganz ebenes. Du elavische 
Praeter, natereeheidet i. B. die Oeecblechter ; ruee. Cuiii = er war, 6uja 
^ sie war, 6u40 = es war. Es sind dies im Slav. ureprünglieh partici- 

•i 



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18 

Endlich hebe ich Doch hervor, dass der Unterschied von 
Α c Η 7 und Passir (Medium) nur im Verbnm sich con- 
geqneot beobachteo läest ; ein Unterecfaied, der auch den Nominal- 
•affixen gar nicht ganz abgeht, aber doch nicht so deutlich 
und durchgreifend hervortritt. Es lieese sich auch hier be- 
merken, dass die Combination der Unterscheidung von 
Activ und Passiv -|-Gescblechtelosigkeit aas- 
sohliesslich dem Verbum zukommt Denn die 
pereünl. Pron. unterscheiden Activ and Passiv nicht. 

Nach alledem können . wir den klass. Sprachen naeh- 
rOhmen, dass der formelle Gegensatz von Nomen und Verbum 
bei ihnen eine äusserst feine und klare Durchbildung er- 
lebt hat. 

Dabei ist hervorzuheben, dass auch diejenigen Merkmale, 
welche nicht (wie Personal- und Casusbezeichnnng) durch alle 
Formen des einen Redetheils consequent durchgeführt sind, 
durch eigenartige Combination unter einander aufs Schärfste 
zeigen, ob das Wort zu diesem oder jenem Redetheil gehört. 
Der Totaleindruck, den das Wort mit all seinen einzelnen for- 
mellen Elementen im Geiste des Hörenden hervorruft, kann 
diesem nicht den leisesten Zweifel übrig lassen, zu welchem 
Redetheil das Wort zu rechnen sei; (selbst wenn man von 
Personal- und CasussufSxen absieht.) Die Modi des2. Aor. 
haben kein Tempuszeiehen, aber dafür die Modus- 
bezeichnung, die jedem Nomen fehlt; der Indicat. des 
2. Aor. hat wiederum kein Modnezeichen, dafür wird 
er aufs Schärfste durch das Augment gekennzeichnet u. dgl. 
Die Combination von Begriffswurzel -^ Geschlechts- 
losigkeit findet sich bei jeder Verbalform, bei keinem Nomen 



pi&le Bildungen mit SuS. lo (dae nach Bopp, vgl. Gramm. S 823 aus Suff. 
to entetonden eein eoll, wofür ich gar keine Wahradieinlichkeit aehe.) Das 
ΙΛΙ. hat auch eine Terbalform, die eigeotlicli Particip. ist, ntlml. die 2te 
Ργβ. PI. Pss. auf mint (Nom. PInr. masc, eines Partie, mit Suff. nreprUngl. 
mtma). Aber hier let consequentermaBsea auch Oeechlechteloeigbeit einge- 
treten; mini steht für alle drei Geschlechter, obgleich es eigentlich nur 
roaec. ist. 



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19 

Β. dgl. Auf diese Weise wird jedes Wort durch mehr wie ein 
formellee Element deutlich zum Nomen oder Verbum ge- 
stempelt 'J. 

Es bleibt uns noch übrig, einige Bildungen zu unler- 
sucheo, die bald zum Verb, bald zum Nomen gerechnet, bald 
selbständig hingestellt worden sind und daher unsre besondere 
Aufmerksamkeit verdienen; tot allem der InfinitiT, der für die 
Syntax gerade der closs. Sprachen τοη höchster Bedeutung ist. 

Der Infinitiv ist von den Alten sehr verschieden be- 
handelt worden. Meist wurde er wegen seines nahen Zu- 
sammenhangs mit dem Verb auch ganz zu diesem gerechnet 
(z. B. von Apollonius, der alles was dem Infin. abgeht nur 
für παραχολου&ήματα des Verbs erklärt; nach ihm bezeichnet 
der Infin., wie überhaupt das Verb, em πράγμα, wenn auch ohne 
personale und modale Bestimmung, cf. Steinthal Gesch S. 626 
Q. 641 ■) Andere Grammatiker schieden den Inf. als besonderen 
Redetbeil ab, noch andere erklären ihn für ein Adverbium, 
nirgends aber, und das ist sehr entscheidend 
für das Sprachgefühl, sehen wir ihn zum Nomen 
gezogen ; und gerade nominaler Ursprung wird ihm 
TOD der vergl. Sprachforschung durchaus zugesprochen. Es 
war der enge Anschluss an die Tempora des Verbnms, sowie 
der Umstand, dass er die Rection des Verbs besitzt, was ihn 
von vornherein als diesem nahe stehend erscheinen Hess (das Par- 
ticip, das dieselben Eigenschaften besitzt, war zugleich durch 
seine Deklinirbarkeit dem Nomen nahe gerückt). Was aber 
nach Scboemanns Darlegung vor allem die Alten dazu bestimmte, 
dem Inf. noch weit mehr als dem Particip verbalen Character 



1) Bei der klaren formellen Scbeidung von N. u. V., die im Weeent- 
liebeQ in ellea mdagerm. Spr. vorhanden ist, darf man es nur aU Phrase 
od. Onklarheit bezeichnen, πβηη neuerdinge F. Uis teil ia seinen „eyntakti- 
Bchen Leeefrächten aus dem blase. Altind.," Zeitechr. f. Volk. u. Spr. VII, 394, 
deutsche Compoeita wie „die Nich (Wiederwahl , d, laangriffnahme" q. dgl. 
„ganz eigentliche Zwitterdinge zwischen Nomen α. Verbum" nennt. Ee 
aind dies reine Nomina, SubeC, die von Verben abgeleitet sind. „Inan- 
griffnahme'' kommt von „in Angriff nehmen" ganz ebenso wie ,^"''' 
nähme" von „aufnehmen*, „Abnahme" von „abnehmen" u. dgl. 



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so 

znzosprechen, ist der Umstand, dass der InQn. in beiden alten 
Spracben mit dem Verbum die synttietische Kraft gemein hat, 
d. h. dass er die Verbindung eines Prädikatbegriffes mit einem 
Snbjectebegriff andeutet, wenn auch die Bezeichnung des letztem 
nur ganz nnbestimmt und allgemein bleibt und meistens der 
Ergänzung durch ein Nomen oder Pronomen bedarf '). 

Den Infin. als Nomen aufzufassen lag erst vom Neuhoch- 
dentschen aus näher, wo er ja 1) nicht die Rection des Ver- 
bums hat (die ihm z. B. im Mittelhochd. noch zukommt); 
2) die Zeitbedeutung nicht besonders hervortritt ; 3) der Inf. 
in seiner Form ganz übereinstimmt mit einem neutralen Ver- 
balnomen actionis. Dieser Character wird ihm denn auch vin- 
dicirt von M. Schmidt (de infinitivo, Programm, Ratibor 
1826); aber auch im Deutschen hat sich der Indn. in seiner 
eigenartigen syutactischen Function so weit vom Nomen entfernt, 
dass z. B. Humboldt (in seinem Antwortschreiben an 
M. Schmidt, abgedruckt in Kuhns Zeitschr. Bd. II, S. 245) 
erklärt, es sträube sich sein Gefühl dagegen, in den Worten: 
«ich will essen" das letztere als Substanz anzusehen, wie 
z. B. „das Gehen" in Sätzen wie „ich sehe das Gehen des 
Menschen". Nach Humboldt enthält der Infin. eigentlich 
nichts anderes, als die „speciflsche Kraftäueserung des Yerbum, 
verbunden mit der Richtung derselben und ihrer Bestimmung 
auf einen Zeitpunkt oder Zeitraum." 

Wir wenden uns zunächst, um über den Character des 
Infin. ine Klare zu kommen, zu einer Untersuchung der ein- 
zelnen Formen. Durch die vergleichende Sprachforschung sind 
wir über den nominalen Ursprung des Infin. ausser 
Zweifel gesetzt, wenn auch die schwierigen Formen gerade 
der clasB. Sprachen zum Theil sehr abweichend erklärt werden. 

Zunächst fallen uns im Homer die zahlreichen Infinitive 
auf /ΐ£ΐ/αί ins Auge, die von Leo Meyer in seiner Schrift , der 
Infinitiv der homerischen Sprache, Gottingen 1856" besprochen 



1) DaSB Scboemann hier xa viel bebaoptet, wird λ 
Darlegung berrorgeben. 



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21 

werden. Es findet eich dies Suffix bei allen InfinitiTen des Ac- 
tive (ausser dem sogen. 1. Aor.l sowie such denen der pass. 
Aoriste u. tritt im späteren Griechisch nur auf mannigfache 
Weise verstttmmelt wieder auf. Benfey hat bereits in diesem 
Sufßx den alten Dativ eines Abstracts auf man za erkennen 
geglaubt und indische Bildungen wie dänianai (^3όμεναι), vid- 
manai iFί^μεva(j verglichen. Das Suff, hat sich einfach sowie 
mit Zusatz des Suffixes to auch im Latein, als AbEtractsufßx 
erhalten und so kann Leo Meyer Dative wie tegimini, regiminl 
mit grieeii. laGit. wie στεγέμεναι, όρειτμεναι vergleichen. Schlei- 
cher (Comp. S. 416 Anm.) wendet gegen diese Erklärung ein, 
es mangelten die Belege dafür, dass im Griech. at als Dativ- 
suff, consonantischer Stämme vorkommen könne. Es ist aber 
sehr wahrscheinlich (bes. auch durch die Analogie andrer 
Sprachen, wie des Sek., wohl auch des Celtischen), dass diese 
InSnitivbildungen frUfa erstarrten und die Sprache auf diese 
Weise formeUe Differenzirung zu Stande brachte (indem der 
nominale Dativ bei consonant. Stämmen durch den Locat. ver- 
treten wurde). Das eu der Inf. -Endung entspricht noch dem ssk. ai 
(fi), wie auch z. B. in der med. Endung der 3. Prs. Sg. ται 
dem ssk. tai, aai dem sek. sai u.a. Viel weniger hat Schlei- 
chers Versuch für sich, die Formen auf ysvai als Locat. Sg. ei- 
nes theoretisch angesetzten femininen nomen actionis mit dem Suff, 
mana zu fassen, das sonst im Griech. als pass. ParticipialsufSx auf- 
tritt, da ]) das partic. μενο durchaus paeB.-med. ist, während 
das infin. uevai gerade im Activ auftritt, 3} da wir für die 
Annahme solcher Abstr. gar keinen sichern Halt haben, wäh- 
rend die neutralen Abstr. auf man seit uralter Zeit existiren, 
ja wohl schon vor der Sprachtrennung sich einem inäoitiviecheu 
Gebrauch zuneigen, wie das Ssk. wahrscheinlich macht. Auch 
die irländ. Abstr. auf mhain oder mbuin entsprechen diesen 
auf altes man; ja sogar 2 InÖnitivformen auf mhuin führt Ste- 
wart aus dem Schottisch- Oälisehen an. Letztere Notiz ent- 
nehme ich aus § 883 der vgl. Grmm. von Bopp, welcher frü- 
her (Conjugationssyetem S.8&), /tefat mit dem participialen/rGvo 
vermitteln wollte, aber In der vgl. Gramm, g 883 andrer Ansicht 



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Μ _ 

ist nud lieber das Soff, man in dieser Inf.-Endnng snoht. — 
Während nun Leo Meyer aach die spateren Ini-Soff. μεν, evm, 
ναι, ειν eiabeillich auf μεναι zurflckftlhrt, das eich im Homer 
überall dort findet, wo sich später diese kürzeren (wohl dar- 
aus verstümmelten) Formen zeigen , erklärt Scbleicher (Comp. 
ξ 221, S. 426) die Inf. an( εναι fär Loc. Sg. τοο Stämmen mit Suff, 
ana; ein λελοιπέναι weist ihm zurück auf einen St. riraikaaa ')• 
Für Annahme einer solchen Bildung haben wir aber noch 
weniger Halt; dagegen ist die andre Erklärung ungezwungen 
und einheitlich und etimmt anfe Beete zu der Thatsache, daes 
an der Stelle dieser verstümmelten Formen im Homer überall 
μεναι auftritt. Schon Hopp vergl. Gramm, § Θ82 sagt: „Was 
die Formentwickelung oder allmäblige Entstellung anbelangt, 
80 müssen wir dem Inf. auf «f, die Form auf εμεναχ (ζ. Β. 
άχουέμεναι, είπέμεναι, άζέμει /at) und den Formen mit vat (wie 
5iSovut, TtMvat) die auf //εν«! als Ausgangspunkt voranstellen." 
Im Α r. I tritt einfach at an den Tempusstamm. Auch 
dieses at ist wohl erstarrtes Dativ-Suff. u. entspricht ssk. ai 
(6), Dies wird um so wahrscheinlicher, als wir im Ssk. Infi- 
nitive finden, welche sich diesen griech. an die Seite zn stellen 
scheinen. leb meine Bildungen wie vakshai fahren (vah), 
jishai siegen (ji), maishai niederwerfen (mi). Auf diese 
Formen weist bereits Bopp vgl. Gramm. § 853 hin α. con- 
struirt 7.U griech. τύπ-σαι ein dem entsprechendes eek. (nicht exi- 
stirendes) tnp-eai, was eine ganz regelrechte ssk. Form w&re. ^) 



1} Pott, in B. Artik. Purticip. in Erech and Orubere Allgem. Ency- 
ctopKdie 8. 1S7 sagt: „Hamaker (io Akad. Voorleziagea p. B3) h&lt die 
griech. Inf. wie τυπτίμνιιαι, Ttrutpii/at, riMvat fllr Dat, in welcher Ansicht 
(«. Bopp Gr. crit. p. 253} er nicht ganz Unrecht haben möchte. Die Casus- 
Endang würde dann dem DeatecheD: zu thun. Engl, tn do, i, u. de faire 
entsprechen. Vielleicht reth man aber noch richtiger auf eine alte femi- 
naie Locativ-Form πϊβ ζ. Β. χαμαί, Romae, da die Ind. Grammat. die Wur- 
zeln im Wurzelverzeichnisse durch den Loc. t. B. gam durch gat&n (im 
Geben) commentiren." Pott entecbeidet eicJ» also nicht mit Bestimmtheit 
für eine der beiden Ansichten. 

2) Schleicher Comp. S. 315 fasst Inf. Aor. wie ^üm«, ^e^ als Locttt. 
von Stämmen λΰαα-, ϋζα-, (schwerlich Dat. von Stämmen ίι/σ-, isi-). Für 
ihre Erklärung als Dat. sprechen aber 1) die eek. Bildnngen 3} die Inf. auf 



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88 

Der Aor.-Stamm erscheint hier als Stamm einee Nom. actionie 
ebenso wie die einfache Wurzel als Stamm eines Nom. aot. in Inf. 
wie dr^i (zQ sehen von V drq) auftritt;. 

Aach der mediopassive griech. Inf. auf a^at zeigt 
am Schlüsse seines Suffixes dasselbe ai, was uns auch hier eine 
DatiT-Bildung vermuthen läset. Nicht unmj^lich ist es, dass 
mit diesen Formen indische wie spibadhyfti zu trinken" zu 
vei^leichen wären; hier könnte vor dem dh der Zischlaut ver- 
loren gegangen sein (vgl. grieiih, a&e und a&ov gegenüber ssk. 
dbrai, dhyam). 

Die Jat. Inf. aufseund re (urspiflngl. se) werden 
meist für Dative von Äbstr. auf as erklärt. Diese Annahme 
hat viel Wahrscheinlichkeit und ind. Bildungen wie Jtv^isai 
zum Leben" werden ganz ähnlich gebrauchL So wäre das lat. 
rehere zurückzuführen auf altes vehese, Urform wohl 
raghaaai u. s. w. Bei denjenigen Verben, deren Praesens 
ohne a gebildet ist, zeigt sich das Suff, as ohne a, d. h. die 
Endung se tritt einfach an den Verbal-Stamm , z. B. es-se, 
fer-re (aus theor. fer-se), velle (vel-se). Diese Formen lassen 
sich nach den lat. Lautgesetzen nicht auf fer-es-e, vel-es-e zu- 
rückführen, aus denen fer-er-e, vel-er-e werden musste. So 
wird der Verdacht rege, dasa auch In Bildnngen wie vehere 
u. dgl. nur re (se) ursprünglich Endung ist, die an den Praes.- 
Stamm vehe getreten wäre. Noch wahrscheinlicher endlich 
wird die Vermuthung, dass bloss s e im Lat. als Inf.-Endnng 
fnngirt durch die Inf. Perf. wie fecis-se u. a., wo das se ein- 
fach an den Perfect-Stamm getreten ist. Ebenso tritt re als 
Iuf.-Endang in einigen fut. Bildnngen auf wie impetraesere, 
levassere (von einem Fut. impetraaso, levaeBO). Sueben wir 
nun eine einheitliche ungezwungene Erklärung für all diese 
lat. Inf., die doch entschieden nicht von einander zu trennen 



ßtvat. gJedeD feile", sagt Schleicher mit Recht, Henthalten eie den Stamm 
des mit der Υ nrepriingl. ae (seiu) zueammengeeetiten Aor. (z, B. iXuaa, 
α*ξα) bIs Stamm eines Nomen aetlonie, das nur iD einem beetimmten Co- 



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_ 24 

sind, βο wird die Zaräckfübrnng auf Abetr. mit Suff, ae durch 
Formen wie esse, ferre, velle schwierig gemacht and gerade 
diese gehören zu den ältesten Bildungen. Es liegt bei diesen 
InÖn. vielmehr nahe an sek. Aor.-lDf. wie ν a k s h a i zu den- 
ken , die auch nur aus Verbalstamm 4* βκί bestehen. Einem 
)at, esse für ed-se (neben edere) entspräche ssk. theor. a t - s a i ; 
einem ferre theor. ssk. bharshai; ebenso vgl. ire mit ssk. mai- 
ehai iV mi) n. dgl. Auf diese frappante Analogie weist 
schon Β ρ ρ vgl. Gramm. § 854. Auch beachtet er bereits 
die Thatsache, dass nur Verba der 2. esk. Classe im Lat. die 
Endung se direct an den Verbal-Stamm echlieesen, während 
alle tibrigen den Classenvocal beibehalten (d. h. sc tritt 
an den Praee.-Stamm) und er yermuthet mit viel Wahrschein- 
lichkeit, dase auch das a der ssk. Inf. auf asai als ClassenTOcal 
anzusehen sei; dann entspräche wieder esk. jlvaeai dem lat. 
rivere. Die lat. Inf.-Endnng scheint sonach arsprfinglich 
aoristisch zu sein und erst später ist wohl das se (aus sai) 
als Inf.-Endung auch in andere Tempora übertragen worden 
(Fraes., Perf., Fut.)- So hätten wir eine einheitliche Erklä- 
rung, die auch zum Ssk. und Griech. vortrefflich stimmt Ganz 
eicher werden wir aber diese lat. Inf. wohl erst urtheilen kön- 
nen, wenn wir über das Verhältniss dee Aor. -Stammes «u den 
Abetr. auf as (die wohl beide das verb. sahst, enthalten) besser 
aufgeklärt sind. Als gewiss dürfen wir annehmen, dass die 
lat. Inf. ursprünglich Dat. sind, dass ihre Endung se (aus 
altem sai) ist und dass das s derselben als Rest des verb. 
sahst, angesehen werden darf. 

Eine schwieriger zu erklärende Form ist der Inf. des 
Medio-Pass, auf i, das nach Bopp aus dem älteren ier ver- 
stümmelt ist. Es würde mich zn weit führen, wenn ich die 
vielen verschiedenen Deutungen dieses Inf. besprechen wollte, 
namentlich da die Frage noch nicht zum endgültigen Abschluss 
gelangt ist. Nur so viel will ich hervorheben, dass es durch 
die Analogie des ganzen übrigen Medio-Pass. wahrscheinlich 
wird, dass wir in dem r von ier einen Rest des reflexiven 



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26 

Ββ ZU Buchen haben, wie dies vod Bopp'), Pott und Leo 
Meyer behauptet wordeu ist gegenttber der Aosicbt von 
Lange'), welcher Zusemmensetzung mit fiere, fieri und gar 
theoret. eiere Cl^ ea) rermuthet. 

Ueberblicken wir die Tbatsacben, so sind fUr alle uns 
TeretändlicheD Infin. der klass. Sprachen Dativ-Bildungen 
anzunehmen. Da liegt die Frage nah: müssen wir nun nicht 
die klass. InSn. vom Verbnm trennen und einfach zum Nomen 
rechnen ? Dies ist in Bezug auf ihren Ursprung richtig, 
sonst gewiss nicht. Wir finden vielmehr eine deutliche 
formelle Scheidung des Infin. vom Nomen, die der begrifflichen 
Unterscheidung als Basis dient, fievm ist nicht mehr Dativ und 
wird nicht mehr als solcher empfunden (geringe Reminiscenzen 
der alten Sprache abgerechnet.) Weder ist 1) das Suff, μβν 
im Griecb. sonst noch Äbstracta bildend anztitreffen, noch 
kann 2) die Endung ai als Dativ-Endung angesehen werden, 
da sie eben nicht mehr als solche im Griech. fungirt; dass sie 
aber auch wirklich nicht mehr verstanden wurde, dafür zeugen 
die Verstümmelungen auf ^sv, ew, während andere wie εναι, ναι 
wieder beweisen, dass μεν nicht mehr in seiner Function klar 
war. Zum Ueberfluss zeigt uns der Gebrauch des Inf., der 
bald als S u b j e c t bald als b j e c t auftritt, dass die ur- 
sprüngliche Bedeutung des Suff, aus dem Sprachbewussteein 
geschwanden ist. Die Endung a^t ist total versteinert und 
unkenntlich geworden , so dass im Gebiet des Griech. nichts 
dazu verleiten könnte, nominalen Character in der Form zu 
spüren. Es liegt also in den griech. Infinitiven 
eine deutliche formelle Diff er enzir u ng vom 
Nomen vor. 

Nicht minder ist dies im Lat. der Fall. Wenn das tat 
re and se alte Dativbildung ist, so bat es sich doch bereits 



1) Bopp, Tgl. Qrainm. S. 655. Pott in der „Doppelung" S. 2ββ 
fll. Leo Ueyer, vgl. Orarain. II, 134. 

a) L. Lange, „Ueber die Bildung dee Istein. Infinit. Prae- 
■ entis PaseiTi", DenkBchriften der pliil.-blst. Clasee der Kaie. Äkad. der 
Wies, in Wieo, Bd. S ; Sonderabdrack Wien ieS9, S. 19 fll. 



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deoHiob TOD dem Dat. der Nomina geschieden. Von genas 
ist der Dat. nicht genere sondern generij ea hat sich also aas 
dem alten ei (nreprttDgl. ai) in dem einen Fall e, in dem an- 
dern i entwickelt. Auch müesen wir als wichtigen Zeugen 
dafür, dass nur noch se (re) als lDf.-Endung empfunden wurde, 
den Inf. Perf. Act. anftthren, wo dies se einfach an den Tempus- 
stamm tritt. Wie im Oriech. fungtrt auch hier endlich der Inf. 
bald als Snbject, bald als Object, wozu ihn sein ursprünglicher 
Casus nicht berechtigen wurde. Wir haben also auch 
im Lat. deutliche formelleDifferenzirung des 
Infinitivs rom Nomen. 

Mit der rüLligen Brstarrting des Casnssaff. 
ist dem Infio. zugleich natürlich die Qeschlechtebe- 
zeichnung verloren gegangen, die jedem Begiiffs- 
n m e η zukommt und die aach er vor Erstarrnng seines Casus 
besessen. So trägt er nichts Nominales mehr an eich. 
Dagegen bat er eine ganze Reihe wichtiger Eigen- 
thümlichkeiten mit dem Verb gemein. Vor allem 
die Tempusbezeichnung. Wir finden bei ihm, wie bei 
allen Verbalfornten (aber bei keinem Nomen) die C ο m - 
bination von Begriffs wurzel + Geschlechts- 
losigkeit; ja (mit Ausnahme des Aor. II Act.) auch die 
Combination ron Tempus -\- Geschlechtslosigkeit. 
Ebenso die Combination von Unterscheidung des Actir und 
Passir + Geschlechtslosigkeit, was keinem 
einzigen Nomen, aber allen Verbalformen zukommt. 
Auf diese Weise nahe ans Verbum herangerückt, hat er mit 
diesem auch noch die Rection gemein ']■ Im Griech. ist er 
auch im Stande (ebenso wie das Partie] bei hinzutretendem 
Sv Potentiale Bedeutung anzanehmen '). 



1) Wie der Inf, obgleich er doch Nomen war, zur Verbftlreetion kom- 
men konnte, läeet eich daran zeigen, daas in alter Zeit ganz dentliche Ab- 
Btraeta die Rection annehmen können; z.B. Flau tue: quid tibi hanc taclio 
est? quid tibi hane rem oaratio est? womit eich ancb vergleichen Tcdieche 
Verbindungen nie euryam dr^ai s= d. Sonne zu eehen (cf. Curt. T. u. U. S. 14). 

2) Der Inf. mit äy enlepricbt dem Opt. mit äv in S&tzen wie „μάΧιβτΛ 



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2 7 

Aber trofxdem dürfea wir den Infin. nicht zum Verbnm 
recbneQ, denn es fehlt ihm gerade dasjenige poeitire formelle 
Merkmal, das einzig und allein durchgängig allen eichern Ver• 
baiformen zukommt;, nämlich die Pereonalbezeichnnag. Wollten 
wir den Inf. trotzdem dem Verbum zuzählen, so mttseten wir 
TÖUig darauf Terzichten , ein poBitives Merkmal aufzustellen, 
das den Verbalformen durchgängig charakteristisch wäre. 

Um die Stellung des Inf. noch eigenartiger zu machen, 
muse man erwähnen, dass ihm auch die Numerasbezeicbnnng 
fehlt, die sonst sowohl dem Verbum als dem Nomen (mit 
Aaenahme des Reflexivs, sowie auch griech. μα/, va>) dorcli^ftngig 
zukommt. 

So bietet denn Ursprung and Entwickelung des griech.- 
lat. Inf. ein interessantes sprachlichee Phänomen dar. 
Eine Nominalform sondert sich durch den Gebrauch vom übri- 
gen Komen ab'), erstarrt, wird unkenntlich in ihrem Casne 
nnd geschlechtsloe , und streift auf diese Weise alles Kominale 
von sich ab. Zugleich aber hat sie im Laufe der Zeit eine 
ganze Reihe wichtiger Verbaleigentbümlichkeiten angenommen 
und sich auf diese Weise dem Verbum eng genähert, ohne 
Jedoch das allein durchgängig charakteristische Merkmal aller 
Verbalformen (d. Personalbez.) zu erlangen. Dabei ist ihr 
auch der Numerus verloren gegangen, den sowohl Nomen 
als Verb besitzen. Durch diesen Process ist der Infin. zwischen 
die Gebiete von N. u. V, geratben ; er gehört keinem von bei- 
den an, sondern nimmt eine ganz selbständige, eigenartige 
Stellung ein^), durch die er dazu befähigt ist, im Satze eine 



oT/iat Ihi αοΰ τηϋίσβαι (= Sri πυΜμψ äy") = ich glaube, daae ich das am be- 
aten wohl von dir erfahren möchte.' cf. Cnrtine Sehulgrammal. 
S 575 α. 57β. 

1) Wie der besondere Gebrauch Mb, noch ehe die Form irgend 
verstammelt war, die Erinnerang an den uraprBnglichen Charakter des Inf. 
verdunkelte. Beben wir auch deren, dass d. tiefsinnigen ind. Gramm, nicht 
auf den Gedanken kamen, ihre Inf. auf tnm, tans, tavai, tav&i (0er. tfft) 
als Casus eines Subst. auf Cn zu erkennen, ob^eioh die Form ganz klar ist 
— Aehnlicbes Hesse sich vom lat. Sapinnm sagen. 

3) Wegen dieser iwlschen Verb u. Nomen, den Polen der Sprache, 



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Μ 

guu eigenartige (weder nominale noch verbale) Rolle tn spielen. 
Bei dem Bllem steht er dem Verbum doch ntkher als dem No- 
men, mit welchem er nichts mehr theilt, wenn auch gerade 
hier sein Ursprung zn suchen ist. 

Die Form ist die Basis für die Function. Der formel- 
len X^onstttution eines Wortes muss auch seine Bedeu- 
tung als Glied der Rede, alsSatztheil entsprechen. 
Seiner Form gemäss nähert sich die Function des 
Infioitirs der des Verbs, ohne sie doch zu erreichen ')■ Die 
satzbildende, prädicatire Kraft, welche gerade das 
Wesen des Verbums bildet und f ο rme 11 auf der Ρ e t- 
sonalflexion beruht, muss dem Inf. abgehen. Sehr richtig 
sagt Pott in der 2. Aufl. d. Et. F. II. 1, S. 199: „Nimmt man 
die Ausdrücke einigermassen genau, so ist, was jenseit des 
Verbum finitnm liegt, d. h. alle Infinit. -Formen , wie Infin. 
(Supinnm), Particip., G-ernndium, eben wegen Erlöechena der 
eatzbUdenden Copulaia ihnen, durchaos nicht mehr Verbum." 

Dem Infin. mangelt die Personelendung and daher 
die eigentlich satzbildende Kraft. Seine Function ist eine 
eigenartige. Am wichtigsten für die Syntax ist der sogen. 
Acc. cum Inf., der noch am ehesten beanspruchen könnte, 
ein Satz zu sein. Aber auch er ist eigentlich nnr eine Con- 
struction von doppeltem Accus., wie schon Pott a.a.O. schön 
auseinandersetzt. Aehnlich wie doceo aliquem aliquid 



ichwebenden Natnr br&ocben wir den jDQn. auch zur Uebereetinog der 
Wnneln. 

1) Diese Anniheruog bdb Verbum erklärt es, dase der Inf. so oft mm 
Verb gerechaet worden ist. Die Ansicbt zweier Heister der modernen 
Sprachwiss., welche den Inf. zum Terb ziehen (Humboldt u. Stein- 
thftl), werden wir unten besprechen. Pott, Particip. in Erscb n. Gru- 
bers Eacfcl. S. 423 sagt nachdem er den , wesentlichen Unterschied'' des 
Part. Q. Inf. vom Verb. dn. belencbtet bat; „Nichtedesloweniger war das 
Oefiihl nicht ganz irrig, welches die abendländischen Grammatiker daza 
verleitete, diese Verbalableitongen unter die Flexionen des Ve rhu ras 
einzuordnen." ,Die unleugbare Thatseche, dass etymologiaeb u. begrifflich 
ebendieselben, wie keine andere sonst, dem Verbum am nächsten stehen, 
orkl&rt wenigstens die ftbendl&ndiecbe Zuordnung derselben zum Verbnm 
und macht sie verieihlicb." 



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ist auch jubeo enm abire gebildet. In dem ereteo Bei- 
spiel ist die ,Doppelbe Ziehung der Objecte zam Verbum" eine 
Munabhftngigere, freiere, als beim Aco. cum Inf.", wo sie Däm- 
lich glnniger unter sieb verbunden u. gleioheam zu einem 
einzigen Objecte rerschmolzen erecheinen.' Ebenso 
wie ich ferner sage doceor rem kann ich dann auch d ο - 
ceor Deum esse sagen j hier entspricht dem rem der 
ganze Acc. cum Inf. In doceor Deum esse, ist der ganze Acc. 
c. Inf. Object; nan wird aber dieser noch selbständig lo^e- 
löst u. wie ein Wort, ein Indeclinabile bebandelt α. 
auch als S u b j e c t hingestellt, etwa : nantiatum est Deum 
esse. Sehr richtig s^ Pott weiter S. 424 in gaudeo, quod 
amicus mens ralet ist der .abhängige Satz im- 
mer noch Satz", .während von der im Uebrigeo gleich- 
bedeutenden Construction gaudeo amicum meam ra- 
lere die Sa tz f or m aufge ge ben ist." „Würde man 
sagen : gaudeo de valetudine amieiniei,eo w&rde 
nicht bestimmt genug die Freude eber das in der Gegen- 
wart andaaernde Wohlsein des Freundes, sondern viel- 
mehr über den Gesandbeitsznstend desselben im Allgemeinen 
ausgedrückt sein. Dies vermag aber die, zwischen beiden 
Ausdrucke weisen gleichsam in der Mitte stehende 
Cooetruction des Inf. mit dem Acc, indem der Inf. 
nicht völlig znr Starrheit des Substantivs herabsinkt, sondern noch 
die energische, dem Zeitverflusse hingegebene 
Natur des Finit. -verbums tbeilt." So kann man 
denn auch gerne zugeben, dass Constnict. mit dem Inf. die 
Stelle eines abhängigen Satzes vertreten, aber doch 
wie auch Pott S. 424 aufs klarste sagt, „bleibt zwischen bei- 
derlei Α usdrucksweiseu grammatischerseits ein an- 
T ertilgbarer Unterschied". 

Wir halten es schliesslich noch fflr nothwendig, näher auf 
die Ansichten Humboldts u. Steinthals einzugehen, 
welche beide, wenn auch in verschiedener Weise, den I η f i n. 
zum Verbum rechnen wollen. Humboldt erklärt in dem 
schon erwähnten Schreiben (Kuhn II S. 245) an M. Schmidt, 



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e• Btr&abe eich sein GefUbl dag^en, in den WcH-teo: ,ich will 
eeeeo" dae letztere als Substaaz anzueehen, wie z. B. das G-e- 
iien in Sätzen wie „ic^ sehe das Gehen des Meuechen". Unsre 
UatereachaDg hat gezeigt, daes auch die Form des lufia. 
der claee. Sprachen bierin das Sprachgefühl des groesen For- 
schers rechtfertigt. Der Inf. ist kein Nomen mehr'}• 
Widersprechen aber müssen wir Humboldt auf Grund unserer 
obigen Entwicklang, wenn er behauptet, dass der Inf. „die 
ganze Verbelnatur beibehält," folglich „streng zum Ver- 
bum za rechnen iet." Nach Hamboldt soll der Inf. nichts 
weiter enthalten, als »die specifische Kraftäusserung des Verbum, 
verbanden mit der Richtung derselben und ihrer Bestimmung auf 
einen Zeitpunkt odei Zeitraum." Er soll an Werth der Wurzel 
gleich sein u. seine Endung nur die Bedeutung haben, jede an- 
dre Endung auszuschliessen. 

Die Schwäche dieser Ansicht hat Steinthal richtig er- 
kannt (β. Steinthal, Grammatik, Logik u. Psy- 
chologie, ihre Principlen und ihr Verhältniss zu einander, 
Berlin 1855), Er hebt ee scharf hervor (S. 370), dass „in 
der Wurzel an sich' auch nicht im Mindesten „etwas von ver- 
baler Natur" liege. Die Wurzel von laufen ist „die I η - 
differenz von laufen, Lauf, Läufer, laufend, läuft, läufig." 
„Der Unterschied zwischen Nomen und Verbum 
aber ist ein rein formaler und ist mit der Wurzel noch gar 
nicht gegeben. Die Wurzel wird also blos durch die 
Form zum Nomen oderVerbu m." Dies ist vollstAndig 
unsre Ansicht. Die Infin. aber sollen „Verbalforme n" 
sein. Zur Verbalnatur gehört vor allem die Personalbe- 
ziehung und nun behauptet Steinthal (S. 371) „dass 
ihnen diePersonalbeziehung nicht fehlt. Sie liegt in 
ihnen nur versteckt, weil in einer anderen Form als im 
Verbnm finitum : in diesem nämlich liegt sie in finiter, bestimmter 

1) Ebenso sagt Steintbal, OramiDatik, Logik uad Pe]rcbologie 
S. 369: „Etnaa Nominalee ist geoaa genommen ganz und gar nicht im 
Inf. Nietnand, denke ich, πβηη er eagt: ich will easen; ich sehe blitien; 
fühlt hier im Inf. auch nnr eine Spar von nominalem Wesen." 



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81 

Weise, d. h. beetimmt als 1., 2. oder 3. Persoa, im Inf. aber 
und den Participien and eerandien in infitiiter, uabeetimmter 
Weise" n. s. w. Aber welches ist denn hier die Form, durch 
welche die Personslbeziebang bezeichnet wird ? 
Die Form des Inf. erweist eich nur als alter, erstarrter Casus. 
Ein formelles Element, das die Person bezeichnet, wenn 
auch noch so allgemein, ist im Inf. nicht rorhanden und daher 
können wir ihn auch nicht Verbalform nennen. In Betreff 
der Function des Inf. heisst es S. 372, dass derselbe ,zwar 
nicht satzbildende, aber dennoch prädicatire 
Kraft" habe. Dies ist aber nach der gewöhulichen Termi- 
nologie ein und dasselbe und hätte Steinthal den Unterschied, 
welchen er macht, jedenfalls entwickeln mllssen. Er (&hrt fort: 
,Er (d. Inf.) ist mithin durchaus verbal und vorzüglich 
geeignet , abhängige unselbständige Sätze zu bilden, 
Zwitterdiuge zwischen Sätzen und Satzrer- 
bältnissen.* Aber wie? „Zwitterdinge zwischen Sätzen 
und Satz Verhältnissen" bilden, heisst das gprädicative 
Kraft" und „volle verbale Energie"? ~ Was 
Steinthal unter der „rein verbalen Natur" des Inf. 
versteht, erkennen wir besser, wenn wir bedenken, daes auch 
die Participia (373) „nicht minder rein verbal* 
sein sollen, ot^Ieich sie doch durch ihre Casas deutlich no- 
minalen Character zeigen, S. 373 beiset es von dem Partioip, 
dass es „nicht prädicative, sondern nur noch attributive 
Kraft hat" und doch soll es ^rein verbal" sein. Nur „attri- 
butiv" und doch „rein verbal"! Das Partie, sollte „infinite 
Pereonalbeziehung" (s. oben) haben und dann doch nicht 
prädioativ sein können? — Auch sagt Steinthal selbst 
(Zeitscbr. f. Volk. α. Spr. V, S. 95), alle Sprachforscher theilten 
die Ansicht, „dass, wie das Verbum sein Wesen in der Per• 
Bonulflexion hat, so das Nomen das seinige in der Casus- 
bilduag." Sonach würde also das Particip an dem „Wesen" 
des Nomens theilbaben and doch dabei „rein verbal" seini 
Diesen Widerspruch vermag ich nicht zu lösen. Noch Zeitechr. 
f. Volk. n. Spr. III, S. 503 sagt Steinthal bei der Beorthei- 



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83 

Inng Schleichere: „dase endUcb die iDfioitire and Participien 
keine Verbalformen sind, wird wiederum etillschwei- 
gend Toraue^eeetzt, obgleich das Qeffenthdl länget er- 
wietm itt.' Auch nach Steintbal liegt gdas Wesen des 
Verbams" in der gPereonalflezios", wo aber finden wir 
bei Inf, und Partie. Personal_^ftFiony 

So müseen wir denn bekennen, dass wir trotz aller Hoch- 
achtung, die dem echarfsinuigen Kritiker gebührt, seine Ansicht 
vom Infio. nicht zn der unsrigen machen können. 

Die Schwäche von dem, was Humboldt positiv über deo 
elase. Inf. aussät, haben wir oben mit Steinthala Worten 
aufdeckt. Darin aber steht Humboldt doch der Wahrheit 
näher als Steinthal, dass er nicht (wie dieser) gewagt hat, 
dem Inf. Pereonalbeziehung zuzusprechen; ihm ist er =: Wurzel. 
Die Schwierigkeiten und Unklarheiten, in welche Humboldt 
gei^th, sind nicht gering. In seiner ,Verecbiedenheit des 
menschl. Sprachbaus u. s. w.* S. 275 erklärt er, dass bei der 
aWahren Verbalform* ,die formale Andeutung der 
Personen" „an wesentlichste Punkt' sei. So muss denn der 
Inf. ,die ffome Verbalnatur' beibehalten und doch soll ihm 
zur ^wahren Verbalform" „der wesentlichste Punkt" abgehen? 
Die folgenden Worte ze^n deutlicher, was er meint: „Alle 

übrigen Uodificationen des Verbums können auch den 

mehr dem Nomen gleichenden, erst durch die Verbal- 
fuuction in Bewegui^ zn setzenden Theil des Verbums 
oharakterisiren.* Es giebt also nach H, einen ,Theil des 
Verbams', der doch nicht „wahre Verbalform" istl 

Sehr anders urtbeilt Pott (Et. F. II 1. J99), dass die Inf. 
(wie die Part.) ,eben wegen Erlöschens der aatzbildenden 
Copula", durchaus nicht mehr Verbum seien, ,weiin schon 
dieserlei Nomen (Subst^ od. Adj.) noch eine temporal 
flüssigere Natur zeigt als andre in gedachter Rücksicht 
schon erstarrte Bildungen und darum — der formellen Kluft, 
welche zwischen ihnen liegt, ungeachtet — sich noch enger 
an das Finitverbum begrifflich anschliesst.* Tem- 
poral flüssiger dürfen wir den Inf. gewiss nennen, ja nach 



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nnsrer ÄnfTaesnng steht er im Griech. und Lat. dem Verb noch 
durch manche andre Eigenschaften näher, während er eich vom 
Nomen ganz losgelöst hat. 

Dafis der Infi in vielen Sprachen nur ein Nomen eei, hat 
Humboldt sehr genau gewuset. „Entstehung der gramm. Form" 
S. 405 fli. spricht er davon, dass man den fremden Sprachen 
leicht die Formen der eigenen unterscbtebe. Der Begriff des 
Inf., wie ihn die Griechen und Römer kannten, werde den mei- 
sten, wenn nicht allen Ämerikan. Sprachen nur durch Verwechs- 
lung mit anderen Formen zugeschrieben [sehr richtig!]. „Der 
Inönitivus der braeilian. Sprache ist ein Tollkommenee Substan- 
tivam; iuca ist morden u. Mord; caru essen und Speise." Ich 
will essen ist = mein Essen ich will α. s. w. Auch den ssk. 
Inf. hält Humboldt bloss für ein Ν ο m e n. In der „Verschie- 
denheit des menscbl. Spr." S. 93. äussert er über das Ssk., dass 
dort der Inf. „mit gänzlicher Verkennung seiner Ver- 
baluatur zu dem Nomen herübergezogen worden ist"; 
als wäre der Inf. eigentlich Verbalform und im Ssk. nur fälsch- 
licherweise (mit Verkennung seiner eigeuti, Natur) in das Gebiet 
des Nomena , gezogen". Ebenso beisst es S. 254 a. a. O., 
daes im Ssk. „der Inf. nicht verbaler Natur" sei, sondern 
ein deutlich »aus der Wurzel selbst abgeleitetes Nomen." 
— Nach H. wäre im Ssk. der Inf. bloss Nomen, im Griech. 
u. Itat. aber durchaus Verbum und doch unterscheidet sich der 
klass. Inf. von dem ssk. nur dadurch, dass seine Endung er- 
starrt nnd unkenntlich ist. Wie ist da eine Vermittelung möglich 
zwischen beiden, die doch offenbar verwandt sind, gleiche Aus- 
gangspunkte haben? Wo ist die Brücke bei dieser principiellen 
Kluft? 

Nach nnsrer Auffassung gestaltet sich das Verhältnies 
beider ganz anders. Der Inf. im Ssk. ist nicht in seiner eigent- 
lichen Natur n^erkannt", sondern nur noch nicht so weit vom 
Nomen entfernt wie im Griech. und Lat. Aber auch schon im 
Sek. löst sich der Inf. durch den Gebrauch vom Nomen los 
(ähnlich wie eich auch das Adv. allmählich vom Nom. entfernt). 
In den klass. Sprachen ist diese Ablösung weit vorgeschritten 

3 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



34 

und endlich ToUsUkndig geworden, iDdem eich ihr eine entspre- 
chende DifferenziruDg der B'Orm hinzageselUe. Die Differenzi- 
ruDg im Gebrauch ist hierbei das Prius der Diff. in der Form. 
Der Inf. ist nan 

1) nicht Qiehr als Casue erkennbar; 

2) gescblechtelos. 

Dem VerbuQi hat er sich durch manche EigeatbOmlichkeit 
genähert : 

1) Tempusbezeichnung; 

2) Combination von Begriffswurzel + Öeechleehts- 
losigkeit; 

3) Combin.Von Tempusbezeichnung -j- Geschlechts- 
losigkeit (mit Auen, des Inf. Aor. II Act.); 

4) Comb, von Unterscheidang des Act. u. Pass. + Ge- 
ecblecbtslosigkeit; 

5) Die R e c t i η des Verbs ; 

6) im Griech. kann er mit äv potentiale (also eine 
Art modaler) Bedeutung annehmen. 

Aber trotzdem ist er nicht Verbalform, denn hiezu 
fehlt ihm die PersonalflezioD, die das Wesen des 
Verb ums ausmacht. 

Der Verlust des Numerus sondert ihn in gleicherweise 
vom Nomen wie vom Verbum ab. 

Dem entsprechend ist seine syntakt. Function eine 
ganz eigenartige (weder nominale, noch verbale). 

Wir veranschaulichen uns seine Entstehung und Bedeutung 
in nebenstehender Figur. Bis zur Fähigkeit satz ähnlicher 
Construction gelangt er, aber nicht zur satzbildendea 
Kraft des Verbums, die nur bei Personalflexion möglich ist. ') 



1) Ueber das Participium werden wir unten hftndela. 



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U. Capitel. 



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und endlich vollettndig geworden, indem sich ihr eine entspre- 
chende DifferenziruDg der Form hinzageeelUe. Die DllTerenzi- 



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U. Capitel. 

Die Scheidung von lomen und Partikel (Adv., Praep., Conj.). 

Partikel ist ein Name, mit dem bisher noch nirgends ein 
klar gefasster Begriff verbunden worden ist. Nach G. T. A. 
Krüger (Gramm, der lat. Spr. 8. 62) begreift man auter die- 
sem Namen ,^Πβ Wörter, welche weder Verba noch Nomina 
sind, indem man diese vorzugsweise partee orationis (Redetheile) 
nennt." Es wird aber nicht klar, was denn all diese Bildungen 
unter einander gemeinsam haben und was sie den übrigen Rede• 
tbeileu gegenüber abgränzt. Die Unklarheit des Begriffs zeigt 
sich z. B. euch darin, dass (wie Krüger S. 63 anführt) auch 
die Interjectionen insgemein zu den Partikeln gerechnet werden. 

Sehr richtig sagt Dr. Härtung („Partikel", in Ersch 
u. Grubers AUg. Encjclop. S. 431): „Diesen höchst unbestimm- 
ten Namen [Partikeln] ertheilte man einer Wörterklasse, bei der 
man sich vergeblich bemüht hatte, einen klaren Begriff von ih- 
rem Wesen zu gewinnen. Der Name, so wie er von der 
Verlegenheit erzeugt war, so konnte er auch nur dazu dienen, 
Verlegenheit fortzupflanzen, dergestalt, dasa noch heutzutage 
Niemand genau anzugeben weiss, was alles für Wörter unter 
demselben begriffen seien und was nicht.'' Richtig ist es ferner, 
dass man nur der Theorie nach alle Adverbia herrechnet, „in 
der Anwendung fällt es Keinem ein, Wörter wie vehementer, 
oecopinato, Partikeln zu nennen." 

Wir halten es nicht für nothwendig, einen Namen (sammt 
Definition) zu suchen, unter dem wir Adv., Praep. und Conj. 
passender vereinigen könnten, als unter dem der Partikel; eine 
solche Zusammenfassung der 3 Redetheile anter einem Begriff 
undNamen scheint uns überhaupt erlässtich und wir glauben genug 
zu thun, wenn wir jeden als bcsondern Redetheil hinstellen. ') 



1) Praep. n. Conj. Bind in ihrer eigenarrigen Knnction hinlänglich 
Die eretere dient lur genaaeren Aaeprägong der Casaebedea- 
3• 

nigiUrrlbyGOOglC 



Nur ein Moment rereinigt eigentlicli all die auter dem 
Namen Partikel begriffenen Bildungen; sie sind indeklinabel, 
erstarrte Caeue (faet durchgängig), theiU noch deutlich erkenn- 
bar, theils nicht mehr. Das Ä d v. vor allem iet von dem No- 
men gar nicht ecbarf zu scheiden, da klare Casus dieses Rede- 
theils ganz aU Adv. gebraucht werden können; allerdings ste- 
hen auch eine ganze Menge specifisch adrerMaler Sufßxe dem 
gegenüber, die sich durchans nicht mehr als Casus zu erkennen 
geben wollen. Dass aber auch in Betreff dieser epecif. adver- 
bialen Suff., wo naher etymologischer Zusammenhang vorlag, 
schon bei den Alten der Qedanke aufblitzte, dass sie Casus sein 
konnten, zeigt z. B. die Notiz, /reiche Frohwein 'J aus dem 
Aristoteles giebt (Top. VI, 10): „formas quales sunt ώφελψως 
et ποιητιχώς esse dicit ονόματα aut πτώοεις ονομάτων.^ Die 
Alten bemOhen eich weniger, Adv., Praep. und Conj. unter einen 
allgemeinen Gesichtspunkt zn bringen, als für jede Classe eine 
ausreichende Definition zu finden. Dabei waltet aber auch keine 
geringe Meinungsverschiedenheit ob. Die Stoiker rechneten 
das Adverb meist zwn ^μα, Aristoteles dagegen zum ^νομα. 
Priscian sagt von den Stoikern: nominibus vel verbis con- 
namerabant et qnasi adjectiva verborum ea nominabant. Ein 
späterer Anhänger der Stoa, Antipater aas Tarsos, sondert 
das Adv. als selbständigen Redetheil ab, den er μίσότης nennt. 
Diese Absonderung des Adverbs gefiel auch anderen späteren 



tang; die letztere spielt rUr den Sati eine tLhpliehe Rolle wie die Flexion 
beim Worte, eie ist Formwort für die Sätze. Das Adv. aber lieeee eich 
vfelleicbt am ehesten bczeichaen ale Eigenechafts- od. VerhAltnies- 
wort fUr Terb u. Adj. (eowie auch Adv. selbat), die Stoiker nannten nach 
Prieclan d. Adverb, „adjecti va verbomm*. Bernhardi iae.nAnfangB• 
gründe der Spschwise," (nach Pott, Et. F. I, S. 27) nnterseheidet 3 Arten 
Partikeln, a) eine für die Verb&ltaiaee des Substantivs ~ Praep. b) 
eine fUr d. Verhältnisse des Attribativs — Adverb a. eine far das 
Sein, d. Copula — Conj. Diese Anffaesang stimmt im Wesentlichen zn 
der uiisrigeD. Üebrigens liegt d. nähere Betrasbtung der grammat. Function 
der Redetheile ausserbnib der Grenzen unsrer Arbeit. 

1) Frohwein, de adverbiie Graecia , in Curtiue, Studien, Heft I, 



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37 

Stoikern, die der Claeee des Adv. dann den Nomen παοιδέχτηζ 
(sc. μερια/ιός^ d. h. die allumfasBende Ciasee) geben, da sie, wie 
Charis sicti auedraclct gODmia in se capit qaaBi collata per 
saturam, concesea sibi rerum varia potestate." Auch d. Etym. 
M. sagt: ,ix ποιων μέρων τοΰ ^όγου γίνονται τά έπφρήματα; έχ πάν- 
των." Es wird also das Entstehen, die γένεαις dieses Redetbetle 
ans andern dentlich empfunden, wenn auch so nud so viel For- 
men nicht verständlich sein konnten. Doch wird das Adverb 
in seiner Function entschieden von den Übrigen Redetbeilen 
abgesondert. Dionysius Thrax giebt eine Defin-, die eigentlich 
schon der Name επίρρημα in sich trägt; ^χατά ρήματος Ιεγόμενον 
f/ Ιπίλεγόμενον ^ήματι.' Die Interjectionen werden von den latein. 
Grammatikern nach Schoemann vom Adv, getrennt; dagegen 
rechnen einige den Inf. zum Adverb. 

Conjnnctionen (σύνδεσμος) und Praepositionen 
{πρό9εσις) sind schärfer von den abrigen Redetbeilen gesondert 
als das Ädv., ihr etyraologiseher Ursprung fast nie mehr ver- 
standen. 

Bewegen wir uns nun so zu sagen von der Peripherie zum 
Centrum, d. h. fassen wir zunächst diejenigen Bildungen ine Auge, 
wo sich das Adverb mit andern Redetbeilen berührt, so treten 
uns zuerst: 

I. die adverbialen Nominalformen entgegen. Sehen wir 
von vorn berein ab von den adverbialischen Verbindungen eines 
Nomeos mit andern Redeth. (bes. Praep.), so zeigen sich noch 
eine Reihe einzeln stehender Casus, die ganz adverbial gebraucht 
werden. So z. B. griech. Äcc. wie τέλ»ϊ endlich, αρχήν gänzlich, 
μαχράν weit u. viele a. Dat. wie mzoudf eifrig, τψ Svrt in 
Wahrheit, ISia privatim, δψοαίψ publice u. v. a. Dem steht im 
Lat. nam. der sog. Abi. modi gegenüber, z. B. jure, injuria, 
ordine, modo υ. τ. a. Auch Zeitbestimmungen im Abi. wie die, 
nocte, hello u. v. a. Solcher adverbialer Casus giebt es noch 
viele, doch müssen wir nnsrem eigentlichen Thema näher rücken. 

II. Mehr schon nähern wir nns dem Centrum mit den- 
jenigen Ausdrücken, die allerdings noch dentlich als Casus er- 
kennbar sind, die sich aber in ihrem eigenartigen Qe- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



braach bereite selbständiger vom Nomen losgelöst haben and 
in den Grammat. darum schon den Namen Adv. erhalten. Der- 
art ist nam. der Äcc. Sg• und PI. neutr. von Ädj. Im Griech. 
werden vom positiven Adj. Acc. Sg. u. PI. so gebraucht, z. B. 
μΙγα, μεγάλα, μιχρόν, μιχρά, ^du η. a. Der Compar. hat den 
Äcc. Sg. (meist auf zepov), der Superl. den Acc. PI. (meist auf 
τατα). Der Gen. findet sich bei den griech. Gorrelat. auf die 
Frage «wo'? z. B, που, οό u, a., auch äUou, oiaoü, αότοΰ. — Im 
Lat. steht dem vor allem der Acc. Sg. neutr. der Adj. 3. Dekl. 
auf is, e u. er, is, e gegenüber,- der auf e auegeht, z. ß. facile, 
difScile; den Acc. Sg. finden wir noch bei den Comparat. wie 
melius; femer bei einigen Adj. der 2. Decl. wie primum, se- 
enndum, parum, minimum u. a. Endlich haben wir noch im 
Lat. den Abi. Sg. 2.- Dekl. von Adj. wie z. B. raro, primo u. a. 
All diese Bildungen werden bereits durchgängig Adv. genannt, 
obscbon ihre Casas nnverstümmelt sind. Ifur der Gebrauch 
sondert sie vom Nomen ab. 

III. Noch einen Schritt vorwärts thun wir mit denjenigen 
Bildungen, deren Suffixe nur noch in sehr beschränktem Maaese 
als CasussufT. fungiren ; z. B. die griech. Adv. auf Ssv, das im 
Homer noch deutlich Α b 1 a t. bildet und nicht selten das Genit.- 
Suff. vertritt. Diese Ablat.-Formen findet man ziemlich voll- 
zählig bei Leo Meyer, „Gedrängte Vergleichung der griech. 
und lat. Deklin., Berlin 1862," S. 37 fll., z. Β.'/λιό»εν, οάρανό&εν, 
ίμέαΐν u. β. w. Adv. mit diesem Suff, sind nicht selten (s. Meyer 
a. a. 0.)) z. B. 3Ssv, δφό&εν, άπόπροαειι, ϊνϋοΆεν, l)Sev u. manche a. 'J. 



1) Nacli Meyer steht dem ^εν ein lat. tus (peDi'tae, fuDdi'tas, radici- 
tus u. a.) gegenüber, dem ind. tae in vi^vätae „von allen Seiten" u. dgl. 
entspricht. Die Bedeutung etimrat vortrefQich. Für den Schluaa des Saff. 
vergleicht man paseend das Verhältniee von φίρο-μκν zu feri-mue. üie Ab- 
pirlruDg des T-lanU im Griech. hat, wie L. Meyer meiat, in dem ursprüng- 
lich fcilgenden Ziechlaut ihren Grund. Doch ist dies unsicher, Nahe liegt 
es den Reflex von iat. tua in griech. τ<ΐζ lu Buchen, in Bildungen wie 
ίντύς, ίχτύς, wobei ζ. Β. intus gana xu έντύς Blimmen würde. Zweifelhal't 
ist die Vermittlung von ι9εν mit sek. dbaa in adhae, da wir es hier mit 
einer vereinzelten Bildung zu thun heben und nicht wiesen, ob das dh 
wirklich zum Suff, gehurt oder nicht. 



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ΔΙβ liOcativ-Suff. haben wir im Homer noch In maa- 
chen Bildungen it (s. L. Meyer S. 52 fll), z. B. οΰρανόΘι (πρό) 
τοΓ dem Himmel, KopaSoSt u. a. Dies fti finden wir denn 
noch deutlich in einer Reihe Adv., z. B, τηλό^ι^ hSodi, ixroSi, 
39i, xsWi u. m. a. 

Unter dem Δ c c. S g. bespricht Leo Meyer noch einige 
Suff., die hierher gehören, δο ζ. Β. σε, das in χυχλόαε „im 
Kreise, ringe herum" mehr den Eindruck eines Gasuseuff., in 
χέΐαε, δφόαε, πόσε wohin u. a. mehr den eines adverb. Suff, 
macht. — Ebense steht dem δις in χαμάδί^ „zur Erde' ein 
4uoi/9)j5if wecheelsweiee, ^^u^c andere wohin, αμαδις „znsammen" 
gegenüber. 

fe in θηβαζε^ ϊραζε η. a. zerlegte Buttmann in Äcc PI. 
auf a-\- δε, was aber nnr fiir θ^βαζε, Άοήναζε passen würde, bei 
andern, wie ϊραζε, χιψΆζε ganz unpassend wäre. Antenrieth 
(Terminus in quem p. 25) nennt es „forma dialectica" für ie; 
aber δε tritt an Accus., ζε an den Stamm. Dies alles bemerkt 
Curtins (Etym. S. 576) ganz richtig, nur befriedigt seine 
eigne Erklärung ebensowenig (stammerweiterndes j). 

Ganz vereinzelte Bildungen sind voatpw und anbvoaftM, die 
Leo Meyer wohl mit Recht (S. 59) mit den zahlreichen Casus 
auf ^fu zusammenstellt. Dasselbe Suff. (ursprOngl. bhyam) steckt 
rermuthlich auch in den wichtigen lat. Adr. ibi, ubi (älter 
ibei, ubei), die keineswegs mehr nominal empfunden werden, 
da dies Suff, beim Nomen eich nur in ganz wenigen Formen 
erhalten hat, nämlich den pron. Dat. tibi, sibi (in mihi 
ist das Suff, zu h i gestallet, vgl. unten die Adv. auf im, in, die 
nach Gorssen dasselbe Suff, enthalten.) 

IV. Wir kommen endlich zu denjenigen Bildungen, die 
wir als das Gentrum der Adv. bezeichnen können, die also 
auch formell scharf vom Nomen geschieden sind. Diese 
Scheidung wird bewirkt theils durch formelle Differenzirung 
des zu Grunde liegenden Casussuff., das sich beim Nomen ent- 
weder gar nicht mehr oder doch anders gestaltet 
TOrfindetj theils formelle Diff. des zu Grunde liegenden No- 
minal-Stamms ; endlich tritt völlige Unkenntlichkeit ein durch 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



maocherlei Ursachen wie Aaesterben des Stammes, Tölligen 
Verlust des Saif., gänzliches Zusammenecbrumpfea der Bildung 
0. dgl. 

Dae grlecb. oa;, fiber das wir oben das Urtheil des Aristo- 
teles angeführt haben, führt schon Bopp in seiner vgl- Gramm, 
auf ωτ zurUck nnd stellt es zusammen mit ssk. Formen wie 
paQcät nachher von eioem Stamme pa^ca, ochirät »echleunig" 
von äcbira ,nicht lange" u. el Diese Formen sind Abi. und 
so wohl auch die grlecb. auf ως. — Das Abl.-Suff. ist ur- 
sprünglich at oder t, wie die Vergleichung. lehrt; daher ist 
es auflUllig,. dass wir im Griech. ως (aus ät) auch bei conso- 
nant. Stämmen finden, nicht nur bei solchen auf a (wo es aus 
a-at entstanden nnd also berechtigt ist). Doch muss man sehr 
beachten, dass anch das Altbaktr. manchmal ät für at an cons. 
Stämme treten läest (cf. Schleicher, Comp. % Aufl. § 251, 
S. 551 u. 552); vielleicht ist dies durch Analogie der a-Slämme 
zu erklären. 

Neben diesen Bildungen auf ως treffen wir euch solche auf 
ω, wie das häufige οΖτω neben οΰτακ. αψνω , plötzlich" neben 
α^νως. Ferner die Compar. 'J auf τ«ρω und τατω; auch die 
Positive mancher adverbial gebrauchter Praep., wie awo, χάτω, 
ϊξω υ. dgl. Dies ω, das in ο^τω u. a. neben Formen auf 
ως einhergeht, könnte auf dasselbe alte ät zurückkommen mit 
Verlust des t. 

Auch die dor. Adv. auf ώ wie τώ, α^τώ, τοντώ sind von 
Ahrens (de dial. Dor. p. 376) als Abi. erklärt, deren ω auf 
ωτ zurückkommt. Diese Deutung pesst ench begrifflich eus- 
gezeichnet, da das dor. ω durchaus eblat, Sinn giebt und Suff. 
δεν vertritt. Da nun das besprochene Ablat.-Suff. in der 
Declin. nicht mehr existirt, vielmehr nnr auf die adverbiale 



1) Es ist ein entschieden es Verdienst der Froh weinseben Arbeit 
(de advei'b. Graec), nacbgewiesen zd haben, daae auch die cotnpar. Adv. 
auf αις (ζΒΓ nicht so selten sind und eich bei den besten Scriploren finden, 
Snperlat. Adv. auf αις- sind aus der beeten Zeit nnr vereinzelt vorhanden, 
ip&ler aber aneh nicht selten. 



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FunctioD beschränkt ist, so liegt hier deutliche formelle 
Diff. des Adv, vom Nomen vor. 

Dass auch die lat. Adv. auf β ') von Adj. der 2. DekL 
eigentlich Abi. sind, iet durch alte Formen wie facilumSd (.sc 
de Baccb.), auch dae oskische amprufid (improbe), klar geworden. 
Die Boppecbe Deutung, nach der wir hier Locat. auf altee 
ai haben sollten (lat. novS gegenüber ssk. navai), ist durch 
facilumSd nnhaltbar geworden, Was die Abweichung dieser 
Bildung von dem regulären AM. auf 6 betrifft, so hat Schlei- 
cher (Comp. S. 553) Stammerweiterung durch i oder j ange- 
nommen; so entsteht oit, eit, @d und mit Abfall des d— δ. 
Dem gegenüber bat Corssen*) hervorgehoben (II, 864), dass 
für die altlat. Sprache die Trübung von ai zu έ noch nicht 
erwiesen sei. Er läset |II, 469) facilamSd aus faciluma-at ent- 
steheo; das δ würde altem & entsprechen, wie z. B. in dem 
Acc. me gegenfiber altem mäm. Hiebe! wäre Tür die beson- 
dere Färbnng des alten ä zu έ gegenüber nominalem ö ein 
deutlicher Grund nicht vorhanden; das alte äd hätte sich in 
Öd and Μ gespalten. Diese Bypotbese bat auch noch den 
Vorzug der grösseren Einfachheit. Wir brauchen für die Ur- 
form von facilumSd kein anderes lautliches Element anzunehmen, 
als wir auch in den verwandten Sprachen beim Abi. der a-Stämme 
finden. Das & konnte ebenso zu 6 wie zu δ werden ; die eine 
Form verblieb dem Nomen, die andere wurde rein adverbial. 
Also deutliche formelle Differenzirung von Adverb 
und Nomen. 

Das tim (sim) ist ein sehr hänfiges und wichtiges lat. 
Adv,- Suff.; die Bildungen mit diesem Suff, wie partim, rap- 
tim α. y. a. werden meist und gewiss mit Recht als ursprüngliche 



i male, w&s durch das bSnege Torkommen 

a> W. Coreeen, Oeber Aneepracbe, Tokaliemne nnd Beto- 
niiDg der lat. Sprache, 2. Aall, I. Bd. 1868; IL Bd. 1870. Aaf dies vor- 
Eüglicbe VTerk nerdeo wir uns noch oft berafen. 



b, Google 



4a 

Accne. roo Abstr. auf ti erklärt.') Diese Abetr. sind im Lat. anfs 
Stärkste verdrängt worden darcb die eebr zahlreichen erweiter- 
teo Bildungeo auf tidn, wie raptiön-, certatidn- n. a. So lie- 
gen den Adv. auf tim sehr häufig Abetr. auf tiÖD, dagegen sel- 
ten solche auf ti gegenüber. Aber auch da, wo den Adv. auf 
tim noch Abetr. auf ti zur Seite stehen, finden wir formelle Dif- 
ferenzirung, da der Accas. dieser Abstr. (mit einigen Aasnah- 
men, die aicht in Betracht kommen) auf tem ausgeht; so liegt 
partim als Adr. gegenüber partem, dem Acc. von pars 
(St. parti-). Es hat sich also die Endung tim vom Nomen 
losgelöst und entschieden adverbial ausgebildet. Ale Bei- 
spiele seien noch angeführt cautim (neben cantio), contemptim 
(neben contemptio),junctim (neben junctio) u.dgl. mehr. (Sehr zahl- 
reiche Zusammenstellungen dieser Bildungen β, bei Corssen, 
kritische Beiträge, S. 280 fll.)- 

Die Differenzirung ist deutlich. 

Unter den specifisch adverbialen Bildungen begegnen uns 
mehrere Reihen alter Locative. Die 2, (wie auch die 1,] Dekl, 
des Griech. hat ihren Loc. verloren (während in der 3. gerade 
der Locat. den alten Dativ ersetzt) a. die alten locat. Bildungen 
dieser Declin. sind zu Adv. umgestempelt worden. Aus der 1. 
Decl. haben wir nur vereinzelt χαμαΐ (cf. unten xarcd, παραί π. 
dgl.). Aus der 2. aber sind die Formen zahlreicher, z. B. solche 
auf Ol wie ohot, rot, das aeschyleische πέδοι (zu Boden) n. a. 



1) Aach Leo Ueyer war früher (Euhns ZeitBchr. VI, 3. 361) dieser 
Aneiclit. hält aber jelit die Adv. auf tim (vgl. Gramm. II, S. 392 3.) für 
das getreue Abbild der griech, auf διψ , was schon lautlich achwer 
möglich ist (let. t gegenüber griech. d); die griech. Adv. echlicBsen eich 
aufs deutlichste en AdJ. auf äio, während die lat. auf tim au Abelr. auf ti. 
Hejer sagt: „Bei der gar aicht sehr groeeeu Zahl lat. Abstr. auf ti im 
Verb&llniss zu den zablieichen Adv. auf tim, sowie auch bei der deutlieh 
auegeprägten Verschiedenheit z. B. des adverb. partim theile von partem, 
dem eigentl. Ace. von parti- Theii, halten wir jene Erklärung nicht für die 
richtige," Hierin aber können wir nur wieder das Streben der Sprache 
flnden , die adverb. Form vom Nomen abzueonderu, wie wir dies achon 
häufig beobachtet haben nnd noch sehr oft beobachten werden. Waltere 
Erklärung eines partim aae parto-emin iet von Corssen genügend widerlegt. 



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48 

Ferner eolche auf ει, wo das alte a nicht eq o, Boadern zu • 
geworden. Schon im Homer finden wir z. B. ddeei ohne OoU 
(von einem Ädj. Μεος). Attisch ist z. B. άμαχεί, aar. τουτεϊ α, 
dgl. Auch ixei ist ein solcher Loc. u. dgl. Ganz genau ent- 
spricht dem grieoh. et lat. ei z. B. im alten sei-c, das dann zu 
si-G (bo) wird, während sei, si Conjunct. ist; der Mangel des rer- 
stärkenden c scheidet st in feiner Weise rom adverb. elc; os- 
kiscb entspricht svai und diesem lat sei, osk. svai liegt ganz 
deatlich im Oriech. ei, cd (aus üFei, aFai) gegenüber; formell 
wie begrifflich völlige Uehereinstimmung ; es ist dies wohl der 
Locat. des reflex. Stammes sva. Das ei finden wir ferner in 
lat. alten hei-c, bei-ce, woraus hl-c; utei, woraus 
litt (Pron.-St. to im 2. Theile; dies tl steckt euch in istlc) 
und Comp, wie sicuti (sicut), veluti (velut), utique u. a. Kaoh 
Goresen I. 844 steckt dasselbe tei zu te al^eschwächt auch in 
tu-te u. β. 

Von ganz ähnlicher Function und wohl aus ei entstanden ist 
im Griecb. t, in Nebenformen manchmal direct gegenüber £(, z. B. 
άυαχί, Nbf. von άμαχέι, πανοιχΐ, Nbf. von πανοιχέι u. a. Schon 
im Homer finde ich άσπαυόί ,ohne Mühe", αότοναχί, μΒταστοηζΙ, 
τριατοιχί. 

Die Bildungen auf rt erklären sich am einfachsten als 
Locat. von Stämmen auf τ ο, wie die auf t Locat. von St. auf ο 
sind; afm^^i: αμάχητος = άμαχΐ zu ^αχος u. άαπουδί; äarouSoc. 
Cartiue faest (mit KissHng) das τι in Bildungen wie νεωστϊ, 
^YPVT^P^' &1β Loc. verschollener Stämme auf rt. Dagegen spre- 
chen i) die oft den Bildungen auf τι deutlich gegenüberliegen- 
den Stämme auf το, während solche auf τι gaaz fern liegen; 
2) die Analogie zu den Bildungen auf t, die von St. auf ο kom- 
men. Schon im Homer finden wir <ίμο;^ΐ'/ (gegenüber άμόρ^τοζ)', 
άνιαρωτί ohne Schweiss, Mühe; άνοατήτί ohne zn verwunden, 
dveoüari nnvermuthet (von όνωΊστος)^ 8ιαμε^ϊατί. Merkwürdig ist 
bei all diesen Bildungen der Accent, der im Gegensatz zum 
Nomen auf der S<dilusBsylbe roht. Immerhin führt uns die Form 
der Adv. auf ει (oft auch die Bed., z. B. het u. aO zur Annahme 
von Locat. Von diesen aber glauben wir d. Adv. anf t (Wj 



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44 

nicht trennen zu kOnnen, die 1) in der Function ihnen gleich 
sind, 2) oll als Nbf. von et-Formen rOrkommen, 3) auch im eigen- 
thttmlichen Accent ihnen gleichen, äberhaopt in der Form mit 
ihnen noch am ebeeten verwandt sind. Eins steht fest, daes 
all diese verschiedenen locatiy. Bildungen eich ganz und gar vom 
Nomen getrennt haben; all diese Suff, sind durchaus adverbial 
und somit haben wir formelleDifferenzirung. 

Das adverb. (c ist mehrfach erklärt worden als entstanden 
aus οις, wobei es aber auffallen maes, dass das durch Contraotion 
entstandene r k η r ζ ist. Hienach wäre z. B. μάγΐζ zu erklären 
aus μόγοις eigentl. ,mit Mühe, unter Uahen." Das Snff. i; ha- 
ben wir in Verbindung mit einem «-Suff, in Formen wie πολλά- 
χίΐ (_πολλώ(ί), π^οναχις, πλειστάχις α. a., die auch Pott, Et. F. 
II 1. S. Θ74 fUr „Ost. nach Weise von Span, mucbae veces (muU 
tie vicibus) oft" erklärt. Auch hier haben wir formelle Dif- 
ferenz! rang vom Nomen (ις gegenüber wc). 

Nicht unmöglich ist es, dass die Adv. auf a, wie τ(ίχα, &xa 
ursprünglich Acc. PI. neutr. sind, die gegenäber dem nominalen 
ταχέα, ώχέα den Accent zurückgezogen und den Schluss in Folge 
dessen modificirt hätten. Denn läge hier deutliche formelle 
Differenzirung von Adv, und Nomen vor. Diese Ac- 
centzurückziehung hat vielleicht ihr Analogon in αλη&ες ^= 
.wirklich, meinst Du« Cstatt άλη&ές) Ar. Wol. 841 u. Ritt. 89. 
Wir müssen hier ferner der lat. Adr. auf im, in-c gedenken, 
falls Corssen (Krit. Nacbtr. S. 117 fll.) und Aufrecht Recht 
haben, ihr Suff, als ursprüngl. bhyam zu deaten '); bhyam 
wäre im Ital. zu fiem geworden, das f durch die Mittelstufe h 



1} Die Aneicht (Walter), daee die Adv. wie iatitn n. s. nreprilngl. 
Loc, wie ieto-emin u. dgl. gewesen, wird von Coreeen (krit, Beilr, S- 279 ff.) 
mit Reelit mrUckge wiesen. Die Annahme einer derartigen Veretummelaug 
ial lautlich ganz nnbegründet. Ebensowenig kann die Aoeicht Bopps ac- 
ceptirt werden, der die Formen als Abi. mit Stamme r weiterang durch Bna 
erkl&rt; illim aas illoemod, blnc aas hosmodc, taue eas tasmodc 
Die Anuahme solcher Verstümmeluugen isl gani willkährlich und mit 
Recht rnft Corssen aas: bWÜI nian auf solche willkührl, Annahmen hia 
wirklieh glanben, deas tnnc eine andere Bildang vom Prou.-St. to iet als 
hone von ho?" 



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45 

(cf. mihi) geechw<vi(leti ; man vgl. amavi ans sma -fui; anch 
wird der lat. Dat. auf is von Coreeen auf bhyas zurlickgeftthrt, 
dessen bh zu f geworden und durch die Mittelstufe h geschwun- 
den wäre. Das scliOD oben besprochene bhy am findet sich eis 
CaeuesufF. nur noch in der Oestalt Μ und hi in einigen pron. For- 
men (sibi, tibi, mihi). Die Gestaltung im wäre rein adverbial. 
Mehrfach sind noch andere Elemente an die Formen auf im 
getreten, z. B. c, qne; cf. illin-c, istin-c, hin-c mit ihren Compoe. 
(debinc, abhiuc n. a.); atrim-que, intrin-eecue, altrin-secus u. a. 
Crain hält diese Ädv. fjlr Acc, wogegen freilich za bemerken 
ist, dass ho, ilio, isto o-St. sind, also die Formen auf um auA- 
gehn mäseten; doch wäre ee immerhin nicht ganz uumögiich, 
dase früher Nbf. auf i ezietirtea, so daee Acc. auf um und auf im 
neben einander laufen konnten (wie dies z. B, in quo und qui 
der Fall u. auch unteu fUr num, nam gegenüber e-nim, nem-pe, 
tnv angenommen werden muss). 

Jedenfalls liegt formelle Differenzirung vor. 

Die wichtigen Adv. bü-c, illA-c, istu-c sind ursprünglich 
Äblet, die ebenso wie eo, quo das Ziel der Bewegung (wo- 
hin?) angeben. Das & ist hier zu ύ verdunkelt (cf. Suff. tAro 
neben tör). Im AUlat. haben wir noch oft hoc statt hUc; die 
Hdscbr. des Plautue bieten sogar h&ufiger hoc als huc; vgl. auch 
die alUat. Abi. [nef] aelud, [ob] latud (β. Coresen II, 107). Die 
Differenzirung ist deutlich. 

Eine Reihe comparat. lat. Adv. endigt auf is, das wobi 
sicher aus dem neutr. accnsativ. ins abgestumpft ist. So wird die 
adv. Form deutlich von der nominalen geschieden; magis ist 
Adv. gegenüber mäjus (aus mag-jue) acc. neutr. Aebnlich wie 
magis : mäjus verhält sich wohl satis : satius (s. Pott, Et. 
F. II 1. 853); nimis lässt sich auch der Bedeutung nach scbdn 
als Compar. erkläreu. Dies compar. is sucht Corssen noch in 
vielen andern Formen wie tantie-per, paulis-per, aliquantis- 
per u. a. (Corssen II 601 ill.) Auch die Zahladv. auf iens, ies 
sind nach ihm und Aufrecht Compar. Pott vergleicht sehr pas- 
send solche Bildungen wie seziens, sexies, totiene, to- 



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ties u.a. mit ssk. πΐβ iyant (tantam), kiyant; vielleicht aber 
ist das Snff. dieser Formen rern-andt mit compar. lyams und 
nur ,Qnter diesem Vorbehalte" r&nmt Pott ein, dass iens 
weeentUch eine ist mit ioe der Compar." (Et F. III. S. 878.) 
In manchen Formen ist nach Corssen das is zu s verstümmelt 
(ci-e, ul-s; for-8, dae wohl richtiger Ton Pott ale verknöcher- 
ter Kom. gefasBt wird; auch bis = griech. ΰΐς, ter ans theor. 
ters aas tris = τρΙς, quater sollen Compar. sein; II, 601 o. 
602). Von andern Adv., in denen er früher auch Comp, suchte, 
stellt Corssen jetzt nicht in Abrede, dass auch andere Erklä- 
rungsweisen möglich; dies sind vis, mox, abs-, ex-, trans-, 
OS-, ue-que, us-quam, nus-quam, us-piam. Wir halten 
diese Bildungen für viel zu unklar, um ein entschiedenes Ur- 
theil zu fftllen. Vielleicht stehen auch manche dieser lat. Adv. 
anf is in Verwandtschaft mit den oben besprochenen griech. 
auf ί f wie μάγις, πσλίάχκ. — Sicher ist, dass wir auch bei den 
besprochenen compar. Formen deutliehe Differenzirung 
finden. 

Die Adv. auf Sr^v, Sow, Sa geben sich in ihren Ausgängen 
als Casus zu erkennen, {βψ = Acc. Sg, fem., 3ον = Acc, Sg, 
n., δα = Acc. PI. n.); aber wir finden keine entsprechenden 
Nominal-8tämme auf ίο und so sind diese Suff, rein adverbial. 
Was das zu Grunde liegende Nominal-Suff. betrifft, schwanken 
die Ansichten der Gelehrten beträchtlich. Leo Meyer, der 
froher (Kuhns Zeitschr. VI, S. 287 fil.) das Sufif. auf ssk. tva 
zurückfähren wollte, zieht es jetzt (vgl. Gramm. II 8.365) vor, 
besonders da die Formen mit Snff. δω in dem t ein älteres 
Element vermuthen lassen, das ssk. tya darin zu suchen. Cur- 
tiuB bemerkt dem gegenüber richtig, dasa die Erweichung von 
altem t zu griech. ί nicht genügend bewiesen sei. Auch stimmt die 
Bedeutung des ssk. tya gar nicht zu ^m. Curtius ') sucht nun nach- 
zuweisen, dass όω aus jo durch Vorschlag eines d entstanden; 
die grosse Allgemeinheit des Suff, jo begünstigt diese Annahme. 

1) Curtius, GrundzUge der griecli, Etymologie, 3. Aufl., 1S69, 



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47 

Aber mit Recht bemerkt Corseen (II, 306), es sei ohne Ana- 
logie, daes nach Consonanten j durch ^j au 3 werde, wae aber 
in γράβίην, αγδψ angenommen werden müBste; das Soff, der 
verwandten Adr. anf Sojv, Sta läset sieb aus So + νη. So -\- ω 
erklären. Vor allem aber erscheint ans Corssene Verlangen ge- 
rechtfertigt, man solle die griech. Adv, „nicht ohne den Nach- 
weis einer zwiDgenden Nothwendigkeit" τοη den Ist. Adj. auf 
do trennen; die Entstehung eines d aus j ist aber „im ganzen 
Bereich der älteren und der klass. lat. Sprache unerhOrt." Ob 
Corsseo Recht hat in dem grieoh.-lat. do die Würz, da (geben) 
zu suchen (Beitr. S. 105) bleibt fraglich; richtig aber ist, dass 
wir nur durch bestimmte Grande bewogen werden dürfen, 
das griech. Suff. So vom lat. do (in Adj. wie timidus, ralidus 
u. a.) zu trennen, solche Gründe liegen aber nicht vor. 

Jedeufalls — und das ist für unsre Untersuchung das 
Wichtigste — stehen die Adv. auf 5ψ, Sov, Sa keinen Nom. 
anf $0 zur Seite und diese Formen sind daher ganz adver- 
bial geworden. Das Suff. Si^v tritt (wie Frohwein a. a. 0. 
zeigt) namentlich an Yerbal-St,, doch auch an Nomiu.-St. (im 
Hom. im Ganzen c. 18 Adv. auf diyi'); Sov häufig sowohl bei 
Nom.-St. als bei Verb.-St. (Hom. c. 27); Sa ist nicht so häufig. 
Dass manche dieser Bildungen nur auf Analogie andrer Adv. 
beruhen, zeigen auch xpufav-Sov, στοχαν-δόν, die wohl nach Anal, 
von αναφανδόν gebildet sind; das α ν lässt sich sonst schwer 
erklären '}. 

Hieher gehören auch noch die adverb. Spielbezeichnungen 
auf ivSa und tvS^v, denen lat. Bildungen auf endo, undo zu ent- 
sprechen scheinen; ψυγΙν3α r= fügienda, ψρι/γίνΒα ^ Mgenda u. 
dgl. Diese Parallele zieht auch Curtius Etym. S. 595, 
An Snbst. ist das Soff, getreten in ßaaiXivSa, όστραχίνδα, π^υτίνδψ 
α. a., mit denen Corssen lat. Bildungen wie Lar-unda, rot-undus 
vei^Ieicht (Beitr. S. 140 u. 141). 



J) Den Adv bdC Αψ, dta stehen freilieb Ä<]J. «atdio zur Seite. Han 
bemerke aber, b) d&ee oft keine eotsprech. Adj. Torb&ndeu; b) diese Bil- 
duDgeo an Zahl gttni Terschvrinden gegenüber denen auf δψ, äoi•, da. 



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48 

Wir haben hier ebenso wie - bei den früheren Sulf. 
deutliche formelle Differenz! rung vom Ad τ. und 
Nomen. 

Ein wichtigee adv. Suff, des Lat, ist ter; vermuthlich 
haben wir in demselben einen abgestumpften Casus des Su£f. 
tero zu suchen, das sich auch in dem Adr. i-'ternm (cf. 
πρ6-τερον, ύστερον) und Adj. wie dexter^ sinister, equester o. a. 
Torändet. Der fem. Abi. desselben Suff, tritt in exträ, Inträ, 
der mase. Abi, in cltrö, ultrö, retrö auf. Coresen (II, 30UJ 
meint, dass ter aus t e r ο m abgestumpft sei, ebenso wie im 
Nom. Sing, ter (dex-ter) aus theor. teros (dex-teroe). Auch 
vergleicht er das Schwinden von um, om in anim-advertere, 
ven-dere (.venum dare); auch das osk. pruter soll abgestumpll 
sein aus theor. pruterom (cf πρό-τερον). Ebenso wäre dann 
lat. praeter aus praeterom entsprossen (cf. inter, subter u. a-) 
und d u r i t e Γ aus theor. duroterom. — Was nun auch 
hier ursprünglich für ein Casus drin steckt, jedenfalls ist sein 
6uf6x ganz und gar verflüchtigt und daher haben wir 
formelle Differenzirung. 

Einige von den ursprttngl. ablat. Adv. auf δ kommen im 
Laufe der Zeit dazu, ihren Ursprung auch durch Veränderung 
der Form abzuleugnen, indem ö zu ο wird. So findet eich 
(nach Corss. II 480) modo schon bei Plautus 'J (Comp, dnm- 
modo, postmodo, quomodo); auch cito (neben cito) seit Plaatue 
gekürzt; illico (für in loco), immo bei Dichtern der Kaiser- 
zeit nach Seneca; ergo seit Ovidj sero, postremo, pro- 
fecto, porro, vero nach der Augusteischen Zeit, Inho-die 



1) „Doch findet sieb das auelauleade ο von 'modo noch laug geiDeeaen 
bei Plsntue, Lucilius, Lucretius und Cicero . . . und nachdem ia der klaas. Zeit 
der Röra. Litteratiir modo ausschlieeelich in Gebrauch geweaen ist, kehrt 
bei SeneoB und ep&ter bei chrieilicliea Dichtern modo wieder." — Die Wich- 
tigkeit der besprochenea Unterscheidnng wird zum Theil abgeschwächt da- 
durch, dasB 1) Plautus auch die jambischen Wortformeii viro, domo, bono, 
mala zeigt (S. 480) ; 2) seit Seiieca u. Calpurnius der dbl. der tierund. auch 
ο zeigt, z. B. viacendo, lugendo u, a. (8. 481). 



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ist das ο schon bei Plautns kurz and diee ist später allein ge- 
br&uchlicb (wie in der Conj. quo-quej. — Dies ο bringt gegen- 
über dem der nomin. Abi. formelle Differenzirung 
hervor. 

Eine Reibe von selbständigen Adr. und veretärkeaden 
Zusätzen an andre Adr. werden von Pott, Corssen u. a. 
(znm Theil gewiss richtig) als Casus von Nomin. erklärt, die 
die Υ div enthalten, z. B. diu, woneben altlat. dius = lange 
(eig. = den Tag über; cf. Sijv = lange, eig. wohl auch = „den 
T^"), Tgl. auch interdifls, perdiüa, dinr-nus. Corssen 
(Beitr. S. 499 nnd 500) vergleicht sek. dyns in purraidyus (ge- 
stern) u. a., was ein nentr. Acc. aus diras ist. „Aber die 
Länge des u in di-us, perdius, interdius zeigt, daes diese Bil- 
dungen TOD der starken Form diväs ausgegangen siDd." Nun 
ist aber doch im Lat, nur Suff. ureprUngl. as neutr. Geschlechts 
undnichtäe (auf das z. B. das masc. dr zurückkommt) '); daher 
ziehe ich vor, eine neutr. Form dyavas anzunehmen (diav-ae, 
woraus diov-os) von der zu dyav gesteigerten Wurzel; aus 
dieser Form (dioros) konnte dius werden, wie aus theor. joros 
ein jus, ροτοβ-ρύθ u. dgl. Dass diu, interdiu nicht Abi. 
(wie Pott will), zeigen die älteren Nbf. dius, interdins (aus 
denen diu durch Abfall des s entstand; s. Corss. I, S. 235 Anm.) 

dum wahrscbeinlieh ans theqr. dium, das der Acc. 
wäre TOD dem masc. Nomin. -dius in Verbindungen wie 
nn-dins tertius eig. = nunc dius t. ^ es ist nun der 3. Tag, 
d. h. vorgestern u. dgl. .(dius = dies). In dum ist i hinter 
dem d geschwunden (cf. minus ans minius); dum eig. =^ „den 
Tag, derweil," dann = für jetzt, noch (als Conj. = während] 
in Verbinduagen wie nedum, rixdum, dudum u. a. 

iam viell, aus theor. diam (cf. lovis ans pjovis n. a.). 



1) Coresen I, S33, nachdem er den neutr. H. divss beeprochen, fährt 
fort: „daeii von div-as eine slarkeForm div-ae lauten konnte, ergiebt eich aus 
safc. uehas in nehaia, I.al. aarora (vg). odorue, sonorae, ianöriie).' Aber 
dabei macht CoFsaen die onberechtigte Vorauseetzung, dass d. Form fte aach 
beim Neutr. vorkommen könne, wenn sie eich beim Fem. (usbae-) u. Uaai. 
(edör-os) zeigt. 



nigiUrrlb/GOOgIC 



50 _ 

dae auf dir am zarückkäme (cf. esk. divä- in diTä-karas u. 
a.) eig. auch = „den Tag",, dann = »nun, schon" (Compos. wie 
et-iam, quon-iam, usp-iam u. a.)- Bopp und Curtins 
suchen in iam den Relat-St. ja, der sonst im Lat. fehlt; höchst 
wahrscheinlich ist jedenfalls die Verwandtschaft mit griech. 
8ij, T^-djj .nun, schon", sowie goth. j u (schon), littb. jan, alle 
auch in der Bedeutung fibereinstimmend ; in griech. &η ist nach 
Curtius dem j ein 3 Torgeschlagen. Gerade diese offenbar ver- 
wandten Bildungen machen es mir unwahrscheinlich, dass Corssen 
das Rechte getroffen; dürfen wir etwa auch für das goth. ja 
Abfall von anlaut. d annehmen? 

-dam in quon-dam, qui-dam hat Corssen wohl richtig 
gedeutet (Beitr. 502) „wann eines Tages" u. „ii^end einer ei- 
nes Tages" (dam aus dtam aus dtväm), was auch Bopp für 
quondam wenigstens zugiebt. 

-dem in pri-dem, ibi-dem, tan-dem, indi-dem u. a. aus 
diem eig. ,den Tag", dann ganz verblasst Just, eben*. Vgl. 
das griech. S-^v = lange, dessen Bedeutung trefflich zu der 
Aunabme stimmt, dass es eigentl. „den Tag" bedeute (cf. 
diu), während lat. dem ganz blass ist. Das griech. Se, wel- 
ches wie in S-8e, olxMe nur verstärkt [wie lat. dem), könnte 
vielleicht auch damit verwandt sein? Jedenfalls ist es ganz 
verstfimnieU. 

-do in quando, aliquando wohl aus dio, cf. esk. adya „heute, 
jetzt"; auch i-da, yada (da erklärt schon Bopp ans diva; Mit- 
telstufe wäre wohl dya, woraus auch dya in adya gekürzt sein 
könnte); cf. d. Conj. do-ai-cum, do-uec. 

-de in inde, unde wage ich nicht sicher zn beartheilen, 
da mir in und un noch nicht ganz aufgeklärt scheinen ; mit inde 
vergleicht Corssen ϊν&εν (β = Λ wie in ξαν&ός neben cand-ere); 
aber soll auch das griech. ^εν denselben Stamm haben wie ΔιΡός, 
3ψ und doch & haben? Es liegt sehr nah εν für die Praep. iv 
zu halten und in der Endung &εν das bekannte ablat. Suff, ('/itu- 
ifev) zu suchen; das de in inde könnte der lat. Refiex dieses 
AbL-Suff. sein. Diese Erklärung stimmt nach Form und Be- 
deutung besser als die Gorssensche. All diese Formen sind 



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51 __ 

nnkeuntlich geworden und werden nur noch mflhsam entziffert, 
was nicht einmal immer möglich; darin liegt die Differen- 
ziran g. 

Wir fassen hier noch eine Gruppe von Adr. zusammen, 
die wahrscheinlich wohlerhaltene Accus, τοη Prou. sind, deren 
Stämme aber bereits ganz erstorben, Bildungen von unschein- 
barer Gestalt, deren Ursprung jedenfalls total aus dem Sprach- 
bewuBstsein geschwunden ist; sie gerade sind wichtige und 
vielgebrauchte Adv. geworden, zu deren Entzifferung mancherlei 
yerschiedene Meinungen vorgebracht worden sind. Von dem 
erstorbenen Pron.-8t. to kommt vermuthlich tarn (auch in 
tan -dem) als Acc. Sg. fem. Die Annahme, dass tam aus 
tam-en durch Abfall des en entstanden, lassen die lat, Laut- 
gesetze ') nicht zu. 

tum (t u η - c) ist Acc. Sg. maec. desselben Stammes ; 
vielleicht gab es zu to eine Nbf. ti, deren Acc. in an-tem, 
i-tem zu suchen wäre; π am (nam-qae, quia-nam) erklärt 
ecboD Bopp als Acc. Sg. fem. von dems. Pron.-St., der in ssk. 
ai-na- , lat. nem-pe, e-nim, num zu suchen '). Von demselben 
St. wäre num Acc. Sg. masc. ; nunc: num ^ tunc: tum; νάν 
gehört zu num, doch scheint der St. hier die Form vu ange- 
nommen zu haben, da von vo ein νάν zu erwarten wäre. Die 
Form vt findet sich im Fron, wv (Acc.) ; der Acc. Sg. des Stam- 
mes ni liegt dann wohl weiter in e-nim, nem-pe. (Diesen 
Formen stehen vom ßel.-St. quam und die Conj. quum, cum, 
quod gegenüber.) 

Hier liegt die Differenzirung darin, dass 4er Stamm 
verschwanden und die Bildung daher gar nicht mehr erkannt wird. 



1) β. CoraaeD Beitr. S. 276. Das en in tarnen iet wahre cbeinl ich die 
demODstrativB Partikel. 

2) nam hängt mit dem etk. n&ma nicht itiBemmen, to groee dio Har- 
monie der Bedeutung u. der Zueammenklttog der Form ist. Abfall des en 
(Ddmen) auf iUl. Boden (Pott) will sich nicht mit den lat. Lautge- 
setzen vertragen (cf. tarn nicht aus tarnen); d. Form nAma ist aber sek. 
u. wir dürren d. eek. Caausform dock nicht (Kuhn) ohne Weiteres auf ital. 
Boden verpllaiiien. Die Bopp'sche Erklärung hat keine solche Scbnierig- 
keiten. 



n,g,*rrlb/GOOgIC 



62 

Ausser all diesea Glaseea tou Adv. giebt es noch eine 
ganze Reihe mehr vereinzelter Bildungen, die meist total 
unkenntlich geworden, so dass sie vom Nomen durchaus 
formell unterschieden sind. Auf die oft vagen Con- 
jecluren über dieselben könneu wir hier nur kurz eingehen. 
Derart sind im Griech.: μάλα, vielleicht ΆΟΒμεγάλα^ das wenig- 
stens mit Wörtern des Rufens ähnlich verbunden wird (s. Pott, 
Et. F. II 1. 852.); SufF. χας in ίχάς, dvSpaxdc (cf. secus, 
mordicus u. a.); Suff. Sa ia ίν&α (wohl mit &εν, &t ver- 
wandt); τ ε in τ ό τ ΐ , ä λ λ ο τ e n, a.; να Ι wahrech. Loc. fem. und 
V7j wohl vom pron. St. na; τζμος (viell. ,an dem Tage"; 
^μοΐ wäre eine Nbf. von ^μαρ; το•\•ψος wire ähnlich gebildet 
wie άατ^μαρ u. dgl.); λίαν, άγαν, μην, &ήν sind wohl Acc. 
Endlich die dunkeln χ^έΐ, τήλ£, εϊτα, ίνα, ^, μη, od , 
α&, α5&ΐΐ, αν, χέν, γ t; auch παράν,αΑ manche andre 
Praepp., die adverbial gebraucht werden. — Im Lat. einige 
Bildungen auf e wie dae enklit. te (tute^u, a.), ce {auch c i, 
c; cf. hi-ce u. a.), ne (enkl. in ne-cesse, nec-ne, num-ne ; me-n, 
tti-Q u. a.), q u e (us-que, nndi-que u. a.) ; c α s in secue , mor- 
dicus u. a. Vereinzelt qui = irgendwie (qui-dem eig. = vrie 
gerade, dann gso gerade" ; d. Coaj. atqui eig. ,al>er wie", dann 
„aber so", Corss. II 839 ill.); itä, aliutä enthalten wohl 
den Abi, Sg. fem. des Pron.-St. to; saepe, cras, non, 
band, paene, fere u. a., auch adverbial gebrauchte 
Praepp. Intereesant ist endlich das vereinzelte ν e I , da es 
ursprünglich Verbalform, nicht, wie fast alle Adv., Casus ist; 
Tel kommt auf die Grundform von vis = ^du willst" zurück; 
diese lautete wohl ver-si, später vers. Die Verbalform Hess 
r vor 8 ausfallen (cf. prosa ans prorsa), das Adv. verlor das 
auslautende β und wandelte r in 1; aus der Bedeutung ^dn 
willst" entwickelte sich „oder", „zumal, besonders." 

Es sei hier zum Scbluss, namentlich färs Lat., noch her- 
voi^ehobeu, daes die Adv., wie schon das letzte Beispiel lehrt, 
keineswegs principiell nothwendig ursprünglich Ca- 
susformen sind, wenn dies auch mit Recht fUr weitaas die mei- 
sten gilt, namentlich alle, die sich za festen Classen mit 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



53 

bestimmten, nur adverbialen Suffixen susAmmenord- 
Den; vielmehr könneii auch noch mancherlei Verbindungen ver- 
Bcbiedener Redeth. verschmelzen und zum Ädv. erstarren; aus 
Praep. + Nomen besteben z. B. postea, antea, 
posthac, adeo, imprimis, admodum u. a.; dnm- 
t a X a t besteht aus Gonj. 4- Verb.; forsitau aus S u b β t. 
+ Verb + Partikel; forean aus Subst. + Parti- 
kel, nimirum aus Partik. + Adj. u. dgl. mehr. Man 
siebt also, dass hier eine sehr gemischte Gesellschaft zusam- 
menströmt, wohl geeignet die klase. Bezeichnung des Adverbs 
als πανδέχτης zu rechtfertigen. 

Eine formelle Scheidung der Praepositionen 
von den Adverbien ist eigentlich gar nicht vorhanden; 
vielmehr entscheidet nur der Usus, ob eine Form Adv. oder 
Praep. sei ') und wir begegnen einer Menge von Bildungen, die 
bald adverbial, bald praepositional gebraucht werden. Interes- 
sant ist das Factum, dass anch die später sogen, echten Praepp. 
in der älteren Sprache noch häufig als Adv. fungiren, wofür 
der Homer belehrende Beispiele bietet. — Schon Bernhardi hat 
es klar gesagt: „Die Praeposition ist ein Adverbium 
loci, aber energisch, Abhängigkeit bewirkend gedacht. 
Jede Praep., welche ihre Energie verliert, wird, was sie war, 
ein Adverbium" (in den „Anfangsgründen der SpracbwiGS.') 

Gehen wir hier ebenso vor wie bei den Adv., so haben 
wir zuerst diejenigen Praepp. zu erwähnen, welche ganz deut- 
lich Casus von Nominibus sind. Z. B. im Griech. Six-^v, 
χάριν, δέμας, ίότητι, άντίον, εναντίον, πλησίον u. einige a- 

Lat. secundum, instar, seoreum, adversum und ad- 
vereuB, versum und vereue, loco, nomine, causa, gra- 
tiä, ancb contra, extra, intra, citra, ultra, infra; wohl 
aach juxta, circa, erga, ergo u. a. 



1) Den AdskIz, Versuch zu einer formellen Scheidung kennte man 
TJelleicbt x. B. in Bildungen wie dtd gegenüber änu, χατά-χάτοι u. 8. w. su- 
cheo, obgleich ja keine der beiden PormeD ausBCbliesslich ale Adv. oder 
Praep. gebranobt wird. 



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54 

Bildungen mit nicht mehr recht lebendigem Cuuseuff. sind 
im Griech. die mit ^ev wie ίγγύ9εν, ävtu&eu, πράβ^εν, 
ΰπερ&εν α. a.; mit &i wie ijyodi, τηΛό9ι, δφ&Ηι η. a.; mit φι 
νόαψι, άπόνοσψζ. 

Ferner werden noch eine Reihe andrer Praepp. mit einiger 
Wahrecbelnlichkeit sich als diese oder jene Caens deuten laesen 
und zwar: 
Äcc Sg. maee. circum 

fem. clam, coram, palam 
nentr. πίλας, πΧήν (aas πϋον'ί) , t e η α a , 
t r a η s (ssk. cf. tiras , goth. thairh) , auch vielleicht 
die Fraep. auf ter (aus terom? s. oben) wie s np te r , 
praeter, inter (esk. antar), ρ r ο ρ t e r (griech. 
viell, ätep). 
L c. S g. fem. ύπάι, παραΐ^ χαταί η. a. ζ,αί. χafaiι)^ 
prae (cf. Romae) neutr. άμψί, viell. αγχι^ πβρί, 
ivi u. a. 
Abi. Sg. prod, red, poetid, solid; griech. tu in ävm, 

εξω , οπίσω η. a. 
β e □. S g. άγχοϋ, τηλοΰ, 
Acc. PI. n. xpußSa, viell. Sid. 

Endlich kommen wir zu ganz veretUmmeUen nnd unkennt- 
lichen Bildungen, wie άπά und ab (ssk. apa); αύν, ζόν und 
cum (Bopp. vergl. esk. sam, sa); πρύ und pro; οπό und 
sab; iv und in; αντί und ante; υπέρ und super; έξ 
und e ζ ; bei all diesen Praepp. ist die Uebereinstimmung zwi- 
schen Griech. und Lat. bis in die V ο c alf ärb uiig ') hinein 
als wichtig zu beachten; ferner προτΐ nnd προς (ssk. prati), 
dvä, äveu^ xard, μετά, παρά, ob, de, per, eis, apud, prope, post u. a. 
Man sieht , dass die Praepp. durchschnittlich 
viel nnkenntlicher gewordenund daher schär- 
fer vom Nomen differenzirt sind als die Adv. 



1) Anch d. Sek. hat epeciell mit dem Orieeh. mobrere Praepp. ge• 
inein, ^pi — int, ptLri — π{/>ί', präti ~ τζροτΐ, parft " παρά, bei denen aber 
die Ue berein Blimmnng meist nicht bia in die Voe&Kärbuiig bineia reicbt. 



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55 _ 

Es Iftsst sich noch ein formelleB Moment hervorheben, 
wodurcli die Praepp. (wemgetens zum Theil) ihre eigenartige 
Function, die Bedeutung der Casus entschiedener auszuprägen, 
auch lautlich kundgeben; indem sie sich nämlich eng an ihren 
CasuB anschmiegen , verlieren sie allmählich von ihrer Selb- 
ständigkeit und dies zeigt sich dann auch in der Tieftonigkeit 
ihres Äccents ; sie werden enklitisch. Im Griech. finden wir 
das z. B. bei έν, εΙς, ix- Auch das Verstummen des auslauten- 
den Vocals zweisilbiger Praepp. vor vokalischem Anlaut (wie 
έπ οδρανόν u. dgl.) bat darin seinen Grund; diese Erscheinung 
haben wir im Homer (sowie Der. und Aeol.) auch vor conson. 
Anlaut (z. B. hom, xäx χεφαάην η. dgl.) 

Im Lat. nimmt die Tieftonigkeit der Praepp. im Laufe 
der Zeit bedeutend zu; auch schon frtlh konnten Praepp. ganz 
mit dem folgenden Nomen verschmelzen (cf. Compos. wie 
illico, interdine u. τ. a.). In den ältesten Urkunden (Scipionen- 
grabscbr. ; sc. de Bacch.) wird die Praep. getrennt vom Nomen 
geschrieben, im Zeitalter der Gracchen kommt schon die ver- 
bundene Schreibwelse vor {ist aber viel seltner), nimmt dann 
allmählich mehr zu und findet sich in der Kaiserzeit bereits 
maesenweis (cf. Corssen II, 862 fil.}. Selbst mehrsilbige Praepp. 
wurden tieftonig gesprochen > wie seit Verrius Flaccus 
und Quintilian alle Gramm, lehren (ebd. S. 868). 

Dass über den Ursprung, welchen die Wurzeln der sogen. 
echten Praepp. haben sollen, die Ansichten unter den Gelehrten 
schwanken, ist uns nur wieder ein Zengniss dafür, wie sie 
bereits unkenntlich geworden. Β ο ρ ρ und Steinthal su- 
chen ihren Ursprung im Pron. Es ist bekannt, dass in späterer 
Zeit sich gerade häufig aus Begrifiswurzeln neue Praepp. bil- 
den (β. oben). Dass aber alle Praepp. aus solchen Wurzeln 
stammen, darf darum nicht behauptet werden. Solcher Ansicht 
ist Fri ts ch 'Ji er wird aber wohl Wenige damit überzeugen• 
wenn er (a. a. O. II, S. 3) sagt: „Am natürlichsten und rich- 



1) Dr. Brnet Aug. Fritsoh, Vergleicb. Bearbeitung der griech. ■ 
Ut. PuUkelD, Giessen, 1856. 



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tigsteo werden sie (näml. die eigtl. Praepp., ron deoeo er 
S. 2 spricht}) «'ie ftoch vielfach geschieht, ihrer aDgegebenen 
Qrnndbedetituag gemäes (näml. der räumlichen) als Begrifie- 
wörter und zwar als Participialia angesehen: denn die Bezeich- 
nuDg einer objecliven räumlichen Richtung kommt nur dem 
Verbum zu, indem dieses den Begriff einer Thätigkeit angiebt, 
keine Thätigkeit aber ohne Bewegung und Richtung gedacht 
werden kann." (Soviel aber muee man doch zugeben, daes 
die meisten uns verständlichen Präpp. BegriETswurzeln enthalten.) 
Mehr im Rechte schon ist Pott (Et. F. I, S. 62), wenn 
er Β ρ ρ den Vorwurf macht, es sei wenig damit gesagt, wenn 
dieser das so häufige Änfangs-a der ssk. Praepp. wie api, apa 
n. a. auf das pronom. a zurückführe, da ja hier die Hauptbedeu- 
tnng in der mehr charakteristischen 2. Silbe liegt (wie gerade 
der Vergleich von api und apa zeigt). Pott muss jede Ver- 
ständigung aufgeben, wenn ihm jemand für die Praepp. api, 
apa, u ρ a mit einem etwaigen Pron. kommt. Nach einem 
solchen Pron. mit ρ könne man im Indogerm. «mit der La- 
terne suchen' (Et. F. III, S. 37) '). Ja Pott ist nicht 
einmal der Ansicht, dass alle Praepp. arsprünglich Casus seien. 
Von den 21 Upasargas der Inder sind nach ihm nur 7—8 mit 
CasussafT. versehen (parä, pra und prati, puras, pari, tirae, 
antar, nis); „die übrigen Va, mithin weitaus die Mehrheit, werden 
mit reiner Wülkübr und ohne irgend glaubhafte Wahrschein- 
lichkeit als casuell auslaufend — geheischt." (ati, adhi, api, 
abhi, ni, vi, ava, apa, upa, ut, sam). ,Und was ist denn nun 
der primitive KOrper sulcher etwa auf i und a endender Praepp.? 
daröber wird geschwiegen.' (Et. F. III, S. 26). So kommt 
Pott zur Annahme von Urpräposi tion e n, die ebenso 
alt, wenn nicht älter als die Casus sind'). Wir müssen es 



1) Et F. III 8. 37: „Daee llberb&upt Boppe Zorückfubrung τοη 
Praepp. &at Pron., vielleicht einige besondre Fälle abgezogeo, aller ern- 
Rleren Wahrheit ermangelt, obecboD noch Steintbal Charakt ä. 383 diese 
Ansicht kümmerlich aufrecht su halten vergebene eich abmüht, dae glaube 
ich QDwiderleglich dargethan zu haben. " 

3} Et.F.UI S.40 polemisirt Pott gegen Curtius, der die Praepp. 



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ft7 

dem grossen Forscher gewiss zugestehen, dass man nicht be- 
rechtigt ist, mit Sicherheit solche dunkle Bildnngen als Casus 
zu „beischeD." Aber immerhin hat man zu bedenken, dass die 
indogerm. Sprachen, so weit wir sie wenigstens durchschauen, 
bloss geformte (d. h. mit F 1 e χ i ο η s endungen versehene) 
Elemente (Wörter) enthalten, nach Pott aber mflesten wir in 
manchen Präpp. nngeformte Bildungen suchen, was doch schwie- 
rig wäre. Können wir nun auch nicht die Möglichkeit der 
Pott'scben Hypothese ohne Weiteres leugnen, so müssen wir 
uns doch vor einer so bedenklichen Annahme hüten, ehe nicht 
jede anderweitige Möglichkeit sich als unhaltbar erwiesen. 

Auch die Conjunctionen sind fost durchgängig vom 
Adverb nur durch den Usus geschieden '); &<ich hier ist die 
Unkenntlichkeit der Bildungen durchschnittlich viel grösser, 
als beim Adv. 

Als deutliche Casus erweisen sich z. B. πόπρον und utrum 
(aus cutrum); 3rt, hom. auch einfach δ'), quod. Als Beispiel 
einer Conj., die eine Begriffewurzel enthält, führe ich verum 
au (unten folgt τ e 1). 

An dem Beispiel von δτι, quod aeben wir, dass es 
keine unbedingte Nothwendigkeit für die Conj. ist, aus dem 
Adv. zu entstehn, wenn auch unleugbar der Ursprung der mei- 
sten, ja fast aller dort zu suchen ist. 

Femer haben wir wahrscheinlich: 
Α c c. S g. m a Β c. in num (i/tii' ist in der Funcllou verschieden); 



in eiiie ap&tere Periode als die Ouiubildang eetxt, d& sie eigU. Caaua eeien 
(in der η Chronologie der iodog. Spracbf."); umgekehrt will Polt »regel- 
recfat" folgern, weil die obliquen Ceane Praepoelt, eothiellea, raUeeten diese 
Prttpp. mindeBleiia gleichzeitig, wo nicht vor jenen C&eaa entstanden aein. 

1) Nor in wenigen Fällen scheidet aich die Conj. aneh in der 
FoTm von dem zu Grande liegenden Adv., BO i. B. in b1 gegenüber al-c, 
da* DQr darcb hlnia getretenes demonalr. e von dieeem nnterachieden, also 
eigtl. nor veral&rkte Form von sl iet; die eine Form iet aber gani dem 
Adv., die aadere der Conj. lagefallen. 

3) X. B. II. XIX, 421: i3 FatSa . . , 3 μΜ μόρος iy&df όΙίβΛχι, et. 11. 
ΣΙΧ, 141 η. ΣΧ, 182. 



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enitn, dum, i-tem, ao-t e m (of. tidrc) , c η m 

(q nom , vom Rel.)- 
fem. aam, tam-en (b. oben); quam in antequam, 

prinequam n. a. 
η e u t r, viell. τημος-^μος (ecbon nach Buttmann ^fioc = Nbf, 

von ^μαρ; ττ^μος aus το + ημος eig, := an dem Tage^ 

cf. αάτημαρ η. dgl.) 
Loc. Sg. ei, ei (ans oFat^ al^i) = sei, gl und Compo8.j 

utei, utl, ut und Compos. 
Abi. Sg. ώς (88k. jät), Sir ω ς; 8ed (eigtl. = »für eich", cf. 

d. pron. Abi. se). 
Instr. S g. viell. das do- (aas divä) in do-ni-cam, d onec 

(Gores. =^ an dem Tage nicht wann). 
Acc. PI. Q. άλλα, durch be8ondre BetoniiDg τοπ dem Aco. 

PI. n. von £Uoc geschieden. 

Dunkler sind folgende Formen: 
tt = que (cf. Bsk. ca); et (In, ssk. ati); ne (vi; in 
Compos., cf. eek. na); an = £v (viell- eigtl. = ein anderes); 
αδτε und a u t e m (nur ist das Suff, des pron. to verechieden); 
tfa, di (ob verwandt mit V^ dlv7), καί, μέν, Ιδέ,οδν, ή, 
Sre, q ui a (nach Coree. aus qui-iam = wodurch nun, dadurch 
nun, Beitr. 503), cnr (plautin. quor, viell. aus quare). 
Urepr angliche Verbal form ist vel (β. oben.) 
Endlieh führen wir noch einige Zaeammenriickungen an: 
oSv£xa, 3iOTt, χα&ότι, χα^ό, χα&ά^ παρό^ ήμέν^ 
ijSi^ χάρ, γοΰν, εϊτε, ideo, propterea, qno- 
qu e u. a. 

Wie auch manche der verständlichsten unter diesen Bil- 
dungen ganz zuConjnnctionen, d. h. satzverbindenden Par- 
tikeln, geworden sind, ganz ohne Rücksicht auf ihren urspräng- 
lichen Sinn, zeigt das Beispiel von propterea, auf welches 
q u d folgt ; das eigentlich logische Verhältnlss konnte wohl 
ursprünglich nur id , quod sein {oder propterea, quae), 
aber propterea und quod sind nur noch Gaueal-conjunct. uad an 
den Umstand, dass der Plural der einen eigtL nicht zum Singalar 



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59 

der andern stimmt, wird nicht mehr gedacht. — Ehe noch die 
Form Terstümmelt ist, kann echou durch die reränderte 
grammat. Function die Erionerung an den urspraogli• 
cheD GbEU-akter der Bildung ganz aus dem Sprachbewuesligein 
verschwunden sein. So wird z. B. die Conj. Stc in der Or- 
thographie von dem neutr. Fron, δ, τι geschieden, ol^leich beide 
eigentlich dasselbe Wort sind, ganz ebenso wie wir im Deut- 
schen die Conj. dass vom pron. das trennen, die ebenfalls 
uTBprfinglich identisch sind, ein Zeugniss, daes sie im Sprach- 
bewussteein als rerschiedene Wörter empfunden werden, ob- 
gleich in der Form noch keine Differenz eingetreten ist. Die 
dann bei andern Bildungen noch hinzutretende formelle Diffe- 
renzirung müssen wir als Folge dieser im Sprachbewnsstsein 
bereite vorgenommenen Scheidung betrachten ; sie ist ein 
Zeugniss für die Kraft, mit der das Sprachbewusetsein 
diese Scheidung gemacht hat und wirkt wiederum anf das Be- 
wusstseiu schärfer scheidend zurück. Nicht in der Ab- 
sicht, die Redetheile zu scheiden, wird die Form diffe- 
r e η ζ i r t ; sondern weil zuerst ein und dasselbe Wort bald 
diese, bald jene Function erhält, gewöhnt sich das 
Sprachbewussteein, beide als 2 verschiedene Wörter anzusehen 
und zu empfinden, und demgemäSB geht auch die formelle Wei- 
terentwicklung jedes derselben ihren eigenen Gang, da- 
her die Differenz (cf. sM gegenüber se u. dgl.)- Diese 
auf solche Weise unabsichtlich entstandene Differenz auch 
in der Form schärft in dem Geiste das Gefdhl des Unter- 
schiedes und gewbhnt ihn mit immer stärkerer Macht daran, die 
einzelnen (urspi^l. gleichen od. ähnlichen) Bildungen als etwa« 
total Verschiedenes anzusehen. Apollonius betont es be- 
reits, dass ein Adj. wie εήού, wenn es z. B. mit ^w verbunden 
wird, gar nicht mehr Neutrum eines Adj., sondern 
schon Adv. ist, ebenso wie μεταξύ. Aber doch ist es sehr wich- 
tig, dass andre Adv. auch in der Form bereits eigenartig ge- 
staltet sind. — Denselben Procese haben wir beim Inf. beob- 
achten können, der auch zuerst noch unverstümmelt (wie im 
I η d.) schon eigenartige Function gewinnt und sich vom Nomen 



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loslöst; aber eret, wo auch die formelle Differenz hinzDgetreten 
ist (wie im Griech. und Lat.), vermag er sich in seiner Eigenart 
Bufs Feinste auszubilden. 

Gerade dase die GonjuDCtionen auf diese Weise, 
zuerst in der Function und denn auch in der Form, sich roU- 
etändig 7om Nomen entfernt haben (was vor der Sprachtren- 
nuBg nur sehr theilweise der Fall war, cf. ca -τε -que u. a.) '), 
ist ein anenneselictier Fortschritt, den die Sprachen seit jener 
Zeit gemacht haben, ein nnberechenbarer Tortheil, den sie ge- 
wonnen. Denn die Bedeutung der Gonjunction für den aus- 
gebildeten Satz ist nngef&hr dieselbe, wie die der Flexion 
fflr das einzelne Wort. Sehr mit Recht hebt Humboldt 
die ÄusbilduDg der Conj. als einen Hauptpunkt hervor, durch 
den die hochstehende Sprache sich von der niedrigeren anter- 
scheidet^). „Die weniger gebildeten Sprachen haben gewöhn- 
lich Mangel an Conjunct., oder bedienen sich dazu nur mittel- 
bar zu diesem Gebrauch passender, ihm nicht ausschliess- 
lich gewidmeter Wörter." Das gerade ist wichtig, dase 
die klasB. Sprachen eine ganze Reihe von Wörtern, die meist 
formell unkenntlich geworden (indeclin.), ausschliesslich 
diesem hervorragend wichtigen Qehranche widmen. 

Je wichtiger nun aber die Conj. ist und je mehr sie erst in 
einem hfthereu Entwicklungsstadium der Sprachen sich aoebit- 



1) Das verbindende und haben die Sprachen, \tie es scheint, vor der 
TrennuDg gebildet (ca-qae -re; cf. anch et -In ati), was gewiss von hoher 
Wichtigkeit i vgl. such Geiger („Ursprung u. Entwicklung der menschl. Spr. 
n. VernuDft"). S. 207: ,Εβ ist eine des Nachdenkens gewiss würdige Frage, 
anf welchem Wege der Mensch zu dem Begriffe des Und gelangt sei, einer 
Verbindung zwischen zwei Gegenslanden, die nar eein Gedanke erseagt und 
die doch in Wirklichkeit nicht, wie der Sprachlaot sie darstellt, ein Drittes 
»wischen dem Verbundenen ist." Mit ότι IftBSt eich sek. yat vergleichen 
(vor direct. Rede), das aber erst später anftrilt, was schon Bopp bemerkt 
(cf. auch Histeli, Sjntakt. Leaefrüchte aus dem klaee. Altind., Zeitechr. 
f. Volk. n. Spr. VII, S. 401). 

2) Er zfthlt solcher Haaptpuskte 3 (Verb., Conj., Pron. rel.}, an de- 
ren Ausbildung in den einzelnen Sprachen sich beobachten läset, wie stark 
in ihnen „der Act des selbettbätigen Setzens durch ZuiammenfassuDg (Syn• 
thesis)", wie H, sich ausdrückt, vorgenommen ist (s. Verschiedenh. des 
menschl. Sprachb. S. asO fll.). 



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ei 

det, um 80 bedeutsamer ist es auch iüt den näheren Zusammen- 
hang des Griech. und Lat , dass diese Sprachen, abgesehen von 
den schon in der Urperiode geschaffenen, noch in mehreren 
Conj. sich näher berühren; so in der wichtigen Gonj. der Be- 
dingung αί, £Ϊ = sei, sf; auch an ^ äv (dessen Function nur 
nicht dieselbe); das fragende πότερον = üttam (aus cutrumj; 
αϊίτε entspricht in der Hauptsache aatem; rielleicht hängt 
anch δέ := „aber" mit V^ div zusammen und därfte dann ver- 
wandt sein mit lat. dum n. dgl. ; η u m entspricht νύν (dessen 
Function aber eine andre). 

Zum Schluss des Capitels vergegenwärtigen wir uns noch 
einmal in der Hauptsache die Resultate: 

1) Aus den Nomin. bilden sich durch Erstarrung eines Ca- 
sus Α d T. ; formelle Scheidung ist in hohem Grade in 
sehr vielen adv. Classen vorhanden, wobei die lautliche 
Corruption besonders wichtig ist. 

Α η m. Doch brauchen nicht alle Adv. nrsprfingl. 
Casus zu sein (cf. dumtaxat u, dgl.l. 

2) Aue dem grossen Gebiet der Α d τ. krystallisiren sich 
Conj. und Ρ r a e p, heraus. 

Α η m. Nicht jede Conj. braucht ein Adv. zu 
sein (cf. δτι); die Annahme von Ürpraepp.') ist 
nicht durchaus unmöglich. 
S) Dabei ist sehr zu beachten, dass die meisten uns ver- 
ständlichen Praepp. Begriffswurzeln enthal- 
ten, die meisten verständlichen Conj. Pron.- Wurzeln. 

4) Unter Conj. and Praep. faaben wir mit die un- 
kenntlichsten Formen, also die gross te Schei- 
dung vom Nomen. 

5) Die Absonderung der C ο η j. und Praep. vom Adv. 
geschieht so gut wie nur durch den Gebrauch. 



1) Doch ist ee natürlich, dass solclie l'rpraepoe. , weno sie vor den 
CasuB ezietirten, damale Doch nicht eigentl. Praep. waren, da zu dem Wesen 
der Praep. das Regieren einee Caena geliärt. Sie konnten damaU wohl 
uur Adverbia loci seio. 



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β) Für den Zaeammenhäng des 6 r i e c h. nnd L a t. ist die 
UebereinetimmaDg wichtig in man eben Α d τ. (Abi. Sg. 
ως = ed; Loc. Sg. e«, ( = ei, 1); Praep. (άπό -ab; 
σόν^ ζΰν -cum; πρό -pro; ΰπό -aub; iv -in; αντί -ante; 
ίπήο -enper; If -ex; die üebereinstimmung gebt Her 
meist bis in die YokalfUrbiing). Conj. (αϊ, εΐ -sei, sl, 
osk. svai; an -äv) πότερον ntrum; αϋτε- aatem). 

Die nebenstehende Zeichnung versinnlicht vielleicht das 
entwickelte Verh&ltaies. 



in. Capitel. 

Die Scheidung von Nomen und Zahlvort. 



Die Zahlwörter sind in ihrem etymologischen Ursprung 
sehr unklar und haben daher seit lange ein reiches E'eld ffir gute 
und schlechte Conjecturen geboten. Pott, der doch aufs Gründ- 
lichste danach geforscht, gesteht zu: ,dass ihren nrepränglichen 
etymologischen Wertb .... wieder aufzufinden, schwer, in den 
meisten Fällen geradezu unmöglich sein wird." Selbst ob wir 
Begriffswnrzeln oder pronominale in ihnen zn suchen haben 
ist nicht gewiss. Allerdings spricht die Entstehung jtlngerer 
Zahlbezeichnungen aus Begriffewurzeln , wie Pott ') deren 
eine Reihe auffährt, für den Ursprung der Numeralia aus 
solchen Wurzeln. Die niedriger steheoden Sprachen fuhren uns 
auf dieselbe Vermuthung, denn in ibren Zahlwörtern lassen sich 
noch oft bestimmte Begriffe erkennen; so sagt man z. B. im 
Mar^ (s. „die metanesischen Sprachen" von v. d. Ga- 



1) Pott, die qain&re und Tigeeimale Zählmetbode u, g. w. an vi 
«ehieden«n Stellen. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



beUntz, 1860, S. 258) statl; 20 «ein Menecb', d. h. Fioger 
und Zehen zneammengerecbnet u. dgl. Auch a priori ist es wahr- 



(jiaeseaworter |.umne8., Uarman., Siamee., Mexican.J. Zr, B. s^t 
man im Malayischen statt einfach „fünf Knaben" — „Knabe 
fünf Mann" ; statt „ein Haus" — „Hans — eine Frncht" (s, 
Geiger, a. a. 0. S. 384). Humboldt sagt darüber Ver- 
schied. S. 414: „Indem mehrere der generischen Begriffe 
durch Wörter ausgedrückt werden, bei welchen mau gar keine 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



β) Für den Zusammenhang des G r i e c b. nnd L a t. ist die 
Uebereinstimmung wichtig in man eben Λ d v. [Abi. Sg. 



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belentz, 1860, S. 258> etsU 20 ,eiu Menscb", d. h. Finger 
und Zehen zosammengerechaet u. dgl. Auch a priori ist es wahr- 
scheinlicher , dass concrete Dinge (wie die Hand u. a,) zu 
Grunde Hegen j die begriffliebe £ntetehiing wäre veretändlicb, 
während aue ziemlich synonymen pronominalen (demonstratO 
Wurzeln nicht so leicht die Terschiedenen Zahlen entspringen 
dürften. Jedenfalls ist Bopps Argumentation nicht beweisend, 
wenn er sagt: „da die Zahlbenennungen aller Yermittelung mit 
den Verbalwurzeln widerstreben, eo bleiben zu ihrer Erklärung 
die Fronominalwurzeln das einzige Auekunitsmittel." Eine posi• 
tive Wahrscheinliclunachung dieeee Ursprungs giebt er aber 
nicht. 

Dieser Stand der etymologiechen Frage ist für aus wich- 
tig, da er beweist, wie die Zahlbezeichnnngen eben schon ganz 
und gar Zahlwörter geworden sind und einer Vermittelang mit 
andern Wörtern sich widersetzen. Damit diese Wörter nichts 
weiter als nur die Zahl bezeichneten, war das Vergessen der 
etymol. Bedeutung gerade nothwendig, wie dies Humboldt 
(Eawispracbe S. 22] bereite hervoi^ehoben hat: ^Nationen von 
tiefem Sprachsinn musete es auch, wenngleich das Gefühl eich 
Tietleicht nicht zum deutlichen Bewusstsein erhob, vorschweben, 
dass , um die Reinheit des Zahlenbegriffe zu erhalten , die 
Erionerang an einen bestimmten Gegenstand besser entfernt 
wurde." 

Es scheint auch, dass die Sprachen gar nicht so leicht dazu 
kamen, das Zahlwort mit jedem beliebigen Hauptwort verbinden 
zu können. Aus diesem Grunde treten wohl in vielen Sprachen 
die Zahlwörter erst in Verbindung mit gewissen 
generellen Bezeichnungen (Snbet.) an die übrigen 
Substantiva. Es sind das die von Humboldt sogenannten 
Classenwörter (Chines., Barman., Siames., Mexioan.)- Z. B. sagt 
man im Malayischen statt einfach „fünf Knaben" — „Knabe 
fünf Mann"; statt „ein Haus" — ^Haus — eine Frucht" (s. 
Geiger, a. a. 0. S. 3841. Humboldt sagt darüber Ver- 
schied. S. 414: „Indem mehrere der generischen Begriffe 
durch Wörter ausgedrückt werden, bei welchen man gar keine 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



64 

Beziebnng auf die eoncreten Oegeustäiide errathen kaon [also 
wenn die Claesenwörter schon ganz abgeblaset sind] oder die 
aucti wohl ausser diesem Gebrauche ganz bedeutungslos ge- 
worden sind, so werden die Zahlwörter in der G r a m m a t. 
auch Partikeln genannt, ursprdnglicb aber sind sie 
allemal Substantiva.' Die Fidschi-Insulaner bilden für gewisse 
Gegenstände in einer bestimmten Anzahl lieber ganz neue Wör- 
ter, als dass sie ein einfaches Zahlwort hinzufügen: a bukn 
Diu =^ 2 Cocosnüese, a bnru = JO Coc, a koro = 100 Coc, 
a selavo 1000 Coc. u. dgl. (β. Oabelentz a. a. O. 23); a ist 
dabei der Artikel. Geiger (S. 384) bemerkt richtig dazu: „Es 
scheint also eines Läuterangsprocesses bedurft zu haben, bis die 
zur Zählung der Finger entstandenen Zahlwörter auf alle Ge- 
genstände gleich anwendbar gefunden wurden." Der Stand- 
punkt der indogerm. Sprachen darf als ein sehr geläuterter be- 
trachtet werden; hier dienen die Numeralia der reinen Zabl- 
bezeicbnang und sind im Gebrauch streng von den übrigen Re- 
detheilen gesondert. 

Die traditionelle Grammatik faest die Zahlwörter ') meist 
als Adjectiva^). Auch haben beide gemein, dass sie das 
Hauptwort näher bestimmen; aber es besteht nicht nur 
in der Bedeutung beider ein Unterschied, auchdie Form 
zieht eine Gränze, denn der Kern der Zahl- 
wörter, die ältesten undwichtigsten, sind t h e i I β 
indeclinabel, tbeils in ihrer Deciinat. dem Nomen 
gegenüber eig e nartig gestaltet (wenn auch nicht durch- 
g^gig•) 

'Wir beginnen anch hier mit den mehr verständlichen 
Bildungen. Solche sind die Zahlen eins, sowie 1000 und 



1) Ich epreclie hier nur von den sog. Cardinnlien, da die Ordi- 
nalien, DietributivEi, Uuiliplieativa deutlich Ad], sind, vod den 
Card, abgeleitet. Die QuotientiTs sind Adv. 

2) er. K. W. Krüger, Griech. Sprachlehre, Tb. I, Heft 1, S. 
76, 4. Aufl., BerliQ 1661 i O. T. A. Krüger, Gramm, der lat. Sprache, 
Hannover 1313, ü. 273. 



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10000, in iereo BezeichnuDg die indog. Sprachen nur zum 
Theil fibereinstimmen, die also Jüngeren Datums. 

Dem griech. είς^μία, Iw liegt der Stamm αεμ ') zu Grunde, 
eo dass iv auB αεμ, μία aus αμια geworden. Dies σεμ stimmt 
eberein mit goth. eam in sama „derselbe", eowie auch ssk, 
eama „^nlich" (auch mit dem 1. Tb. von sim-plex, sin-gnli, 
semel) und bat also eigtl. die Bedeutung ,ein und derselbe." 

Hier finden wir also ein Pronominal- Adj. als Zahlwort 
verwendet. Die Flexion stimmt im Wesentlichen mit der der 
übrigen Nomina tiberein. — Das lat. unns, alt oinos, 
kommt auf den Pron.-St. aina zuräek, der sich auch im Ssk. 
noch findet iof. Acc. ainam n. a.}. Vgl. auch das griech. ^wi; 
(die Eins auf dem Würfel). Auch unus ist Pron.-Adj. nnd 
bekundet z. B. dies auch im 6en. und Dat. Sg. m. und o., wo 
es ins, ΐ bat, wie uter, neuter u. s. w. '). 

Die Bezeichnung für 1000 bat das Gtrieeb. Termathlich 
mit dem Indischen gemein; für die ursprüngliche Identität von 
χϋίοί und eahasra spricht namentlich die lesbiscbe Form 
χέλλιοι (wohl ans Λϋον.χεσ-λιοι); dies χίλιοι ist adject., ebenso 
wie μόμακ 10000 (cf. mul-tue, eig. nur = sehr viele). — 
200-900 sind im Griech. mit Suff, lo gebildet und offenbar 
adjectiv. ioiaxoatot, zptaxoaioi n. 8. w.). Im Lat. finden wir diese 
Zahlen ohne neues Suff, mit centum zusammengesetzt, z. B. 
ducenti, trecenti u. s. w. In beiden Sprachen sind es Bahn- 
vrihi-Adj., die aus den Zahlen 2 — 9 mit 100 componirt werden. 

Dagegen zeigt sich das lat. mille noch in den meisten 
Verbindungen als flecLirtes Substantiv. 

So erkennen wir denn Pron.-Adj. (εΓς•, nnus), Adj. {μύρι/Λ 
ο. a.) und in einem Falle ein Subst. (mille) in den uns ver- 
ständlichen Zahlwörtern. Das Numerale rekrutirt sich also, 
ebenso wie das Adv., aus ganz verschiedenen Redetheilen. 



1) B. Leo Heyer, Kahne Zlechr. V, 8. 164 fli. 

2) Die untergeordneten Beieichnungen der Einzahl, 
lo•, abergehen wir (β. L. Me;er vgl. Qramm. II, 8. 413). 



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Deo eigenüicheu Kern der Zahlwörter, die auch io 
der Form ihre eigenartige Stellung bekunden, 
bUden die von 2—100. 

3ύω ist eine Dnalform, die aber auch za αύο rerkürzt 
wird und in dieser Oestalt nicht mehr als Dual erkannt werden 
kann; sehr hervorzuheben bleibt es, daee das Wort bei Homer 
gar nicht flectirt wird und aach sp&ter sieh h&ofig ohne 
Flexion ändet (cf. K. W. Kr üger, a. a. O. S. 78, Anm. 3). 
Doch haben wir später auch far Oen. nnd Dat. die Form 
duoä/'y selten ist Suelv und soll nur als den. gelten. Aach haben 
wir einen Dat. ävalv^ der nnr nicht attisch ist (Thnc 8, 
101? und spät Kom., K. W. Krüger, a. a. O.]. In all diesen 
Momenten: 1) dem häufigen Gebrauch der indeclin. Qestalt; 
3) der Form δύο\ 3) der abweichenden Form &fea/ erkennen 
wir Anzeichen der Redetheildifferenzirung. 

Das lat. duo (masc. and n.) unterscheidet sich schon da• 
dnrch formell τοη den übrigen Nomin., dass es mit ambo 
nnd ο c 1 die einzige übriggebliebene Dualform des Lat. ist. 
Auch betone ich, dass gerade bei den Schriftstellern des gol- 
denen Zeitalters fast häufiger ein Accus, duo, als duos sich findet. 

Es mag aach bemerkt werden, dass in Zusammensetzungen 
wie duodeviginti , duodecim, duoetvicesimus dae dno nit^t de- 
clinirt wird Cef. Ö. T. A. Krüger, a. a. O. S. 277). — Endlich 
ist für die Form noch zu bemerken, dass der Dat. und Abi. 
anf obue ') (ausser noch in ambobas) sonst nicht vorkommL 
Der Dat. und AbL fem. auf a b α s tritt im Nomen nur ία ver- 
einzelten archaischen Formen anf, während er für daae der 
auBschliessliche ist. 

r/?£ic, rpia wird regelmässig pluraliscb wie von einem 
Stamme rpt ilectirt; ebenso hat tree, tria nichts AuSälliges. 

τέσσαρεςΤίοιη. masc. und fem-, τέσααρας Aco, m. u. f, τέσ- 
σαρα Ν. nnd Aoc. n.; τεσσάρων Gen. und τέσσαρσιν Dat. aller 



1) baa Ändet sich noch in archaischen Formen der 2. Deel, bei Gramm, 
n. Inechr., aber nicht ate obue, sondern ibna, z. B. parvibue, amiciboe, 
fillbae, a. 0. T. A. KrUger, S. 373. 



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β? 

Oescfal. Diese Formen sind mit den regelrnKsaigen Endangen 
der 3. Decl. von einem Stamme τεασιφ — gebildet; wir be- 
merken nur, dass das Suff, α ρ sonst nur neutral ist. Es 
läset sich noch anführen, dass τέαοαρες in der Zusammensetzung 
(wie oben duo) hie und ds schon als indecUnabel behandelt 
zu werden scheint; so z. B. kommt nach K. W. Krüger 
(a. a. 0. S. 76, Änm. 6) remapecxalSsxa ϊτη (für τεοανφα-'^ bei 
Herodot und Späteren vor. 

({uatuor ist bereits indeclinabel. 

Weiter stehen sich im Orlech. und Lat. als indecl. and 
in ihrer ursprünglichen Casusform nicht mehr erkennbar ge- 
genüber: 

πέντε (äol. πέμπε) — quinque ') 

ίξ — sex 

kitra — Septem 

Schon das Sek. deolinirt die entsprechenden Zahlen eigen- 
Ihttmlich and lückenhaft; in den klaas. Sprachen sind sie bei 
Tolletänd^er Flexionslosigkeit angelangt, wo sie blos als reine 
Zahibezeichnnng fangiren. 

&χτώ — octo, cf. ssk. asbtäu, wahrsch. Dualformen. 

ivvia^ — novem indeclin. and unentzifferbar; 

8έχα — decem desgleichen; 

tXxoat aus Fsixari — riginti ist vielleicht Nom. Daal. 
nentr. mit der alten Endung i (cf. ssk. hrd-! u. dgl.); vi-ginti 
wohl aas theor. dvt-dacanti = 2 Zehner (cf. Gorssen, krit, 
Nachtr.S.96; ebenso Benfey , über die Entstehung des indog. 
Vocativ, Göttingen 1872, S. 9 Anm.). 

τριάκοντα — triginta, τεασαράχοντα — quadra- 
ginta, πεντ-ήχοντα — quinquaginta, ίξ•^χσντα — sexa- 
ginta, ίβόομήχοντα — septuaginta, όγδοήχοντα — oc- 
toginta, ένενήχοντα — nonaginta scheinen alle, wie Bopp 
a. a. O. § 320 bereits gemeint, Neutra im Flur, zu sein von 



1) Dies Wort, sowie imsFa — novent (ask. navan) u. ftixn ~- μ 
dsf an) ist wobi mit dem nomin. SulT. an gebildet (s. Leo Meyer vgl. Gram 
II, S. 137 QL). 



nigVrrlb/GOOgIC 



einer Qrundf. auf χοντο-, giato. Die Formea sind aber bcIiod 
ganz indeclinabel und die ärdf. sonst nictit vorlianden. 

έχατόν — centam ureprOngl. Neutr. Sg. ist ebenfalle 
indeolin. 

Als Beispiel wie auch jüngere Bildungen, die sich noch 
ganz deatlich als Nomina zeigen, Indeclinabel werden können, 
sei noch nüUe erwähnt. Für gewöhnlich steht nnr der decli- 
nirbare Plur. milia in Verbindung mit den Cardinal- oder 
Die t ri bn ti r- Zahlen. Dichter aber and spätere Prosaiker 
multipliciren das indecl. mille mit vorgesetztem Zahladr.: ter 
mille equitee statt tria milia equitum; ter mille equitibas 
statt tribue milibus equitum n. dgl. (s. G. T. Λ. Ert^er, 
a. ft. O. S. 278, B). 

So finden wir denn, dass die Zahlwörter, wenn sie auch 
urspränglicb aus Nominibus entstanden sind, im Laufe der Zeit 
theils durch Beeonderbeiteo in der Flexion, theils (und zwar 
meisl;) durch völlige Undeclinirbarkeit sich mehr und mehr 
auch in der Form vom Nomen entfernen, am der reinen Zahl- 
bezeiohnuDg zu dienen. 



IT. CapiteL 

Die Scheidung des Pronomens von den &l)ngenNominil)iis, 

Das Pronomen wurde schon von den griech, Urammatikem 
als besonderer Redetbetl {άντωναμία) von dem übrigen Nomen 
losgelöst. Man begriff unter demselben zunächst das persönL 
Fron., dem sieb Reflexiv und Possessiv eng anschlössen; 
ferner auch das Demonstrativ als Fron, der 3. Pers. Da- 
gegen wurden Indefin. und Interrog. zum Nomen gerech- 
net, das Relativ zum Artikel als poetpositiver Artikel {jSp^pov). 
Diese Anschauung fasste^ also unter der αντωνυμία nur den 
Kern dessen zusammen , was wir Pron. nennen. — Die 
Stoiker erkannten die Absonderung des Pron. vom Nomen als 



b,GoogIc 



richte an, wollten aber alle Pron. zum Sf^pm rechnen. Besser 
nannten andre Stoiker die ganze Ciasee dinatmph. und nnter- 
ecbieden dann 1) pereönl. Pron. a) <ivr. άρ^ρώ5ψ (Tgl. Stein- 
thal, Geech. S. 573 und 574). 

Lateinische Grammatiker erklärten die pereönl. für die 
eigentlichen Pronom. und nannten die übrigen PrOTOca- 
bnla. Ueberhanpt finden wir darin viel verschiedene An- 
schauungen, was alles zum Pron. gerechnet werden soll; aber 
die persOnl. Pron. stehen immer unangetastet als Kern nnd 
Gentrnm da. 

Der nreprüngliche Unterschied der Fron, vom Nomen li^t 
in der Besonderheit ihrer Wurzeln. Diese bezeichnen 
keinen Begriff, keine Qualität, sondern denten blos hin. 
Steinthals Benennungen qualitative und demonstrative 
Wurzeln drücken diesen Gegensatz deutlich ans. Weil aber 
diese alten Deuteworzelo sich varberrBCbend in den Pron. 
zeigen, nannte sie Bopp „pronominal." In späteren Sprach- 
perioden verwischt sieb hie nnd da die Grenze; auch andre 
Wurzeln kfinnen pronom. Character annehmen -, ich erinnere nur 
an das deutsche jeder, in dem bekanntlich das goth. aivs (die 
Zeit) darin steckt (während z. B. das gleichbedeutende quis- 
gne im Lat. bloss pron. Wurzel enth&lt). Auch in jemand 
(cf. lat. qaidam) und niemand liegt aivs verboten, sowie 
das Wort „Mann". Wie nahe liegen sich nullns und nemo 
und doch enthält das 1. pron., das 2. (ne -|- homo) begriffliche 
Wurzel. — Diese Tbatsache kann uns aber nicht davon ab- 
halten, den echten alten Pron. ganz besondre und qualitativ 
TOD den begrifflichen verschiedene Wurzeln zuzusprechen. 
Ebenso können ja auch in späterer Zeit pronominale Wurzeln 
zum Ausdruck der feinsten Begriffe dienen. Man denke nur 
an den sabtilen philosophischen Begriff des nlch" und Aefan- 
licbes. — Zeichneten sich nun auch die Pron. zuerst nur durch 
besondere Wurzeln aus, so traten doch im Laufe der Zeit alle 
möglichen Unterschiede in der Flexion ein, welche die Pron. 
auch formell immer mehr und mehr von den übrigen Nomi- 
nibus trennen. Komina bleiben sie dabei noch immer, da 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



70 

sie znr Bexeichnong^ tob Dingen und Bigene^aiten dienen '), 
wenn auch nicht in begrifflicher, eondem nur demon- 
etratirer, deutender Weise. Daher eollte man sie füg- 
lich als Deutenomina neben die Begriffsnomina (Subet 
nnd Adj.) stellen and beide coordinirte Claeeen dem Haaptbegriff 
„Nomen" unterordnen '). 

Da nun die Pro o. doch Nomina bleiben , so geht das 
Streben der Sprache bei der formellen Differenzirnng nicht dar- 
auf hin, sie gänzlich der Flexion zu berauben (wie z. B, Adr., 
Präp., Conj.), sondern ihre Flexion nur in bestimmter Weise 
zu kennzeicbnen. 

Beobachten wir nun auch hier denselben 6ang, wie in den 
früheren Capiteln, so müssen wir bei denjenigen Pron. begin- 
nen, die eich formell noch nicht vom äbrigen Nomen unterschei- 
den. Dass dies namentlich jüngere Bildungen sind, ist natür- 
lich (cf. Adv. und Num.)• Ferner sind diese Pron. durchgängig 
adjectirisch. Zunächst treten uns die abgeleiteten Poseess. ent- 
gegen, wie ίμός, αός, ί/μέτερος, ομέτερος, αψίτερος, mens, tuus, sona, 
noster, vester. Diese pron. Adj. werden ganz wie die andern 
Adj. declioirt, nnterscfaeideu sich also von den Begriffsadj. le- 
diglich dadurch , dass sie eich auf ein Deutewort beziehen. 

Ferner haben wir die sog. Correlativa , die nichts weiter 
sind, als Adj., welche sich mit gewissen Suff, aus bestimmten 
Pron.-St. bilden (aus το, πο, ό und to, quo). Derart sind: 



1] Wae bei Aiv., Pr&p., Conj. nicht mehr der Fall Ut, obgleich sie 
aneh nreprünglich Hom. eiDd. 

2) Die CategorieeD „Begriffeii. — Deaten.', „Sabet. — Adj.' verechlin- 
gen Bicb eigentlich unter einander^ wir haben daher 

begriffl. Subat. und begriff]. Adj.; 

deutende Subat. nnd deutende Adj.; oder wenn man ea anders 
faaeea will: 

Bubet. Begriffen, und subeC. Deuten.; 

adj. Begriffen, und adj. Deuten. 

Der Bequemlichkeit halber bleiben wir jedoch bei der alten Termi- 
nologie, nach der man unter Snbat die begriffl. SubeL, unter Adj. die be- 
griffl. Adj. versteht. Die denteodea Snbet. heisaen pereönl. Pron.; die 
deutenden Adj, Proo.-Adj. 



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71 

τοϊος, πσϊοΐ, ποιος, οίος, talie, qnalie 

τόβος, πόαος, ποσός, δαος taDtne, quantus nebet ihren Com• 

τη)ίάιος ΐΐηϋχος ^Μχος ρΟΒ. ') 

Alle diese WOrter nnterscfaeiden sich formell gar nicht von 
den BegrifFsadj. und zwischen tälie und einem regäljs ist 
keine andere Differenz, als daes das eine die Besohaffenheit 
nnr in allgemein hindeutender Weise bezeichnet, während das 
andre einen beetimmten Begriff hineinbringt. 

Vereinzelt stehen έχεϊνος (hom. oft xenvO, οΰτος (ans 
Ä+ü+ro-), αύτόζ, das eigtl. nur ein Teret&rktes Demonetr. ist; 
^^^o; ist die Negation des demonetr. ndieser"; ϊτερος — al- 
ter=0; ίχάτερος, ίχαστος (von ίχάς, das wohl vom Reflex-St. 
8Ta herkommt), wozn man bemerke, daes das deutsche je- 
der, wobl auch lat. omnie eine Begrifiswurzel enthält, ebenso 
laL cunoti = alle (aus co-nncti, cojnocti für conjancti). Diese 
Ausdrücke stellen wohl die Brücke zwischen den beiden Haapt* 
Dominalklassen her. Dazu m^ noch άμψότΐρος genannt sein, 
in das der Zahlbegriff hinein kommt. 

Als Uebergangsstufe zu schärfer ausgeprS^t pronom. 
Bildungen haben wir im Lat. mehrere Pron.-Adj., die fast ganz 
wie die Begriffs-Adj. mit Suff, o' declinirt werden, nur im Oen. 
and Dat. Sg. abweichende Form zeigen. Dies sind ullus, 
nnllus, nter", neuter, totus, alius, alter, unns, solus. 
Statt des genitiv. i zeigen sie die Endung ins und statt des 
dativ. ein ΐ, die wir ^nch beim demonstr., rel., indef. und 
interrog. Pron. wiederfinden; uUlus, utrlus u. s. w. wie 
isttus, hujus, cujus aus quoiue; ull!, utri wie hui-e, cut 
ans quoiei. Es ist vielfach hin und her gestritten worden, wie 



1) Aach totue = der eo»ielete, quolus = der wievielete, Formen, die 
nuh G. T. Ä. RrUger a. a. 0. S, 239 nur in den Pandekten vorkommen. 

2) Indem dies Wort= Αλλος unter zweien iat, gehört es hierher; da• 
darch aber, daee das Zah Werhältnias C^) hinein kommt, spielt es ine 
Nomer. hinüber; vgl. anthar im Goth., des gani für aecundne gilt; e« 
tritt, sobald die Zahlb.edeutnng (die ursprünglich nicht drin liegt) hinein- 
komnat, aus der Reihe der Fron, hinaus und wird Adj. nom. Das einfach 
Pronominale ist hier aber da» Ursprüngliche. 



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72 

diese 7om übrigen Nomen durchaus abweichenden, speciell pro- 
nominellen Formen zd erklären seien. Bopp meinte, dase die 
aus quo-ius auegescbiedene Endung ί u s durch Umstellung aas 
8 j a enUtanden sei; eine solche Umstellung wäre aber ganz 
beispielloe. Nimmt man an, dass jn aus sja entstanden und 
dann noch einmal genitiv. s angetreten, so wird (ausser andern 
Schwierigkeiten) der Wegfall des β vor j unerklärt bleiben. 
Nach Corssen (Beitr. 544) soll an den Stamm quo die de- 
monstr. Partikel ΐ und dann erst das Casuszeichnen as ange- 
treten sein. Aber eine Partikel zwischen Stamm nnd Caeus- 
8 uff. bringen zu wollen, widerstrebt doch ganz den sonstigen 
Bildungsgesetzen das Indogerm. — Aufrecht hält qnoius, 
hujus, ejus für possess. Pron.-Adj. mit Saff. ursprüngl. iya; 
nnd ein cuiue, a, um existirt wirklich. Aber das offenbar ver- 
wandte dstiv. t bleibt dabei freilidi unerklärt. — Schleicher 
(Comp. § 264) setzt zur Erklärung von isttus theor. an istoi- 

ietei-ius, istt-ius, woraus ietius; in istoi-tus wäre St. 
Isto durch ί erweitert und Endung ius angetreten. In diesem 
:u6 wäre genitir. s zu sncben , im Uebrigen aber bliebe die 
Bildung dunkel. — Formen wie isttus könnte man erklären aus 
isto-)-i4-us (stammerweiternd. i), ietei-us, istt-us; aber quoius 
hat m der alten Sprache i (β. Corssen Beitr. S. 544) und nach 
dieser Analogie müssen wir ein älteres istohis rermuthen. 
Vielleicht habe ich Recht eine ähnliche Bildung im dor. Gen. 
έμέοζ, έμίΰς (aus έμέ-ϊος) anzunehmen, -r Jedenfalls ist ius eine 
rein pronominale Endung. 

Der Datir, zu dessen Erklärung qnoi-ei wichtig ist, soll 
nach Schleicher (a. a. O. § 264) durch Zutritt der herror- 
hebenden Partikel ei (ΐ) an die alten, theoretisch von ihm an- 
gesetzten Dat. quöi, höi, istoi entstanden sein. Corssen (a. 
a. O. 544) theilt quoiei in quo + demonstr. 1 + dativ. Suff, 
ei. Biegegen spricht derselbe Grund wie gegen Gorssens Er- 
klärung des Gen. Nach der Analogie von quoiei i-ichteten sich 
dann iete, ipse; ferner nullus, alter u. s. w. Dass letztere wirk- 
lich erst später zu diesen speclell pronom. Endungen gekommen 
sind, wird schon dadurch bewiesen, dass in der vorklass. Zeit 



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78 

(seltener ία der klasa.) nooh die gewuhnl. Formen fflr Oen. and 
Dat. üoh vorfinden (cf. Q. T. A. Krüger, a. a. O. S. 3ββ 
Anm.). Auch diese Endung I iet pronominal. 

Koch viel mehr speciell Pronominales finden wir bei den 
Demooetr. {6, f/, τό\ ie, ea, id; idem, hie, iste, iUe, ipee), dem relat 
und indef. qni, Bowie dem interrog. und iodet qme[aliqnie),^irfT(Ci 

Das eben besprochene genitir. las nnd dat. ! ist hier za 
Hanse (cnjus, ejus, hnjns; cni, ei n. b. w.)• 

Die demonstrat Partikel !, die sich auoh im griech. οδ• 
τοαί α. dgl. findet, bat gleichfalls bie und da dentliohe Schei- 
dung bewirkt. Schon im Nom. Sg. maec. qni, hJc aus qao-{-i, 
ho+i+c, worin quo, bo sich als Sttoime ohne nomin. s er- 
weisen {cf. &); dasselbe i haben wir auch in quae, haec ans 
qna+i, ha+i+c, sowohl Nom. Sg. f., als N. nnd Ace. PI. n. Daee 
hier wirklich nur eine Verstärkung des r^;al&ren qua, ha vor- 
liegt, wird durch Formen wie aliqua, qua bewiesen. — Koch 
wichtiger für die formelle Scheidung sind diejenigen 
Suff., die nicht erst durch sekundäre Vorgänge specifisch pro- 
nominal geworden, sondern dies, soweit wir die Sprache ver- 
folgen können, immer gewesen sind. Derart ist das d in 
id, quod, quid, illud, istiid; wahrscheinlich hoc aas hod-c; 
ja B(^r aliud. Dies Suff. Mr N. und Acc. Sg. des Neutr. 
finden wir in allen indog. Sprachen blos beim Pron. (cf. ssk. 
tat, goth. thata α. β. w.). Nach griech. Lautgesetzen musste der 
Dental abiallen ίτό wohl aus τόά, τι aus τίδ). 

Ferner characterietiscb pronom. seit ältester Zeit ist 
der Mangel des nom. s im maac. i, ebenso quo, ho (in 
qni, hie aus quo + i, ho + i + c); ferner ille, iste.') Ganz 
entsprechend ist ja ssk. sa ohne s gebildet. 

Der Dental im N. Acc. Sg. n. nnd der Mangel des 
s im N. Sg. masc. sind von grösster Wichtigkeit ale 
□ ralte Charakteristika des Pron. 



1) ipee ist aus ie + pse (eig.pte) compoDirC nnd daher ein β nicht wei- 
ter EU erwarten; da iste wehrech. aua ia + pron. -St. to (cf. talie) entetan- 
den ist, BO gehOrt es wobl hierher. 



b,GoogIc 



74 

Dae in alter Zeit (ef. Sek.) dem Kom. PI. m. einiger Pron. 
eigne SafF. i ist aach auf Snbit. und Adj. (sowie Fem.) Qbertragen; 
o!, oi nebeo hrmt, χωραι, ei neben eqni, eae -equae (β. Β ο ρ ρ 
S. a. Ο. S 238). 

Die letzte and wichtigste Classe der Pron. sind 
die persönl. angesoblechtigen. Hiemit ist das beden- 
tandate anterscheidende Merkmal bereits angegeben; es fetilt 
ihnen, und diese Thateache kann nicht genug betont werden, 
die Oescblechtsbezeichnung. Die Uebereinetimmang, 
in der eich in diesem Punkte die isdog. Sprachen befinden, 
macht es gewiss, dass hier ein uralter Unterschied vor- 
liegt. Diese Pron. haben entschieden die Geschlechtsbezeicfannng 
nie gekannt; nnwillkOhrlich wird man dabei an die ebenfalle ge- 
schlechtslosen Personalsoff. der Verba erinnert. Dies ist also 
die am Schärfsten vom BegrifFsnomen gesonderte Classe det 
Pron., so zu sagen ihr Kern und G e η t r α m. 

Es gehören hierher das Pron. der 1. und 2. P., das Refle- 
xir, sowie die griech. Α c c. fav, vcv. 

Die Formen dieser Pron. sind so vielfach verstfimmelt und 
so individuell ausgebildet, dass es wohl das Beste ist, die Ca- 
sns alle einzeln zu besprechen und ihre Eigenthümlichkeiten 
hervorzuheben. 

Ν ο m. Sing, ίγώ , homer. ijwv. Es wird nicht klar, 
warum der Vocal gedehnt ist (cf. ssk. aham); vielleicht als 
Ersatz fiir den Verlust des alten m; dann müsste das ν von 
έγών jüngeres ephelkystisches n sein. Ob die Form jemals ein 
Nominativzeichen gehabt hat, iet zweifelhaft. 

σύ, alter dor. rii. Das ν von böot. τοόν, dor. und ep. τόν-η, 
lakon. τοόν•^, entspricht vermuthlich dem m von sek. tvam. 
Bei τόνη, τοόνη haben wir zum Schluss noch eine hervorhebende 
Partikel (cf. auch don Dat. Sg. Ιμία-η). 

Lat. egö stimmt durchaus zu ίγώ; ta ist vermuthlich zom 
Ersatz fOr den verlorenen Nasal gedehnt. 

Bei all diesen Formen ist es fraglich, ob sie je ein Nom,- 
Zeichen gebebt. Es lag vielleicht schon so viel demonstrative 
Kraft in den Wurzeln dieser Bildungen, dass der Zutritt eines 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



78 

ηβαβα demoosbr. Elemente annttthig eehien (of. esk. s &). Hau 
beachte auch, wie ganz dem uitepreohend in der epäteren 
Sprache der Artikel sich vor einer Verhindnng; mit dem 
persönL Pron. strftnbt. 

Äcc. Sg. ίμέ, μέ hat gar kein Casaszeichen mehr; dae m 
Ton altem mam ist verloren gegangen (ma ist Gdf.)- Dasselbe 
gilt von αέ, dor. τέ, das anftram (οΓ. ssk. tväm) zurückkommt. 
Ebenso vom reAex. ϊ (bom. iFi, wohl aus αεΈί). Für diese 
Formen, die bei Verlust des accus, m noch das alte α zu c 
verändert haben, bieten sich unter den übrigen Nomin. keine 
Analogieen; hmov, das auch Gdf. auf arsprttngUchee a ist, 
hat den Nasal erhalten, in πόδα dagegen ist zwar der Nasal 
TCrloren, aber dafür das a rein erhalten. Aach lat. mS, t^, 
8 6 haben unter den Nomin. keine Analogieen. Die griech.-lat 
Gdf. war vielteicht me, te, sve (eere). Die Länge von mfi, 
t έ , s 6 wäre dann durch Uischung mit den AbL-Formen zu 
erklären. Dass eine solche jedentalls stattgefunden, beweisen 
die alten Accus, med, ted, sed (Plaut.). Man könnte sonst 
anch versucht sein, das έ von m έ dem ä von ssk. m ä m gleich- 
zusetzen. Dann wäre die griech.-lat. Gdf. m& und das grieoh. 
με erst daraus gekürzt. 

Jedenfalls sind auch diese Acc. ganz eigenartig gestaltet; 
μαι und vtv := „ihn, sie, es' stehen als vereinzelte Casus von 
den Stämmen /jt, w da; auch sie sind geschlechtslos; ferner 
werden sie aach plnral. gebraocht, wie wir unten hervorheben. 

Dat. Sing. Als solcher fnngirt im Griech. der alte Loc. 
in den Formen ΙμοΙ, μοί, σοΙ, ot nnd kFdl. Aber wir müssen 
durchaus hervorben, dass die Begriffsnom. mit Suff, ο den alten 
Dat. als Dat. erhalten haben, der Loc df^egen nur in einigen 
adverb. Bildungen übrig geblieben ist, nie aber den Dativ ver- 
tritt (was bei den conson. Stämmen der Fall ist). Noch schär- 
fer sondern sich im Lat. mihi, tibi, sibi (altlat mihei, tibei, 
sibei) ab, deren SufT. bi (alt bhyam, cf. ssk. tnbhyam, ma- 
hyam) sich sonst in keinem Nomen vorfindet (vgl. die Adv. 
ibi, ubi). Dasselbe Suff, sucht Schleicher wohl mit Kecht im 
dor. έμίν, homer. retv, dor, τίν, im ttv der Korinna and 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



7β 

d&raas coob^irten ΐν des Heeiod. Dieee Fonnen kommen 
wohl anf tbeor. ifaftv, »fw, ifcv zorück, aas denen ψ ansge- 
Btoseen wurde (vgL anch ^füv, ^üv mit sek. aemabhyam, yaeh- 
mabhyam); φιν wäre aus φιεν^ bhyam entstaDden. Also aach in 
diesem Casus dentliche formelle Differenzirnng. 

G-e n. Sing, ίμεϊο (woraus ίμέσ, ίμεϋ, μεϋ)^ ist aus 
masya entetanden, nur beachte man, dase (ebenso wie im Äcc. 
Sg.) das a von ma nicht zu o, sondern zu e geworden ist. Sa 
ist also durch die Vocalf^bung eine Differenz zwischen Formen 
wie ΐτηΐοιο und έμβιο eingetreten j έμοϋ, μοΰ haben dieselbe 
nicht an sich. 

ctio i<do, <KÜ) aus theor. rFsto stimmt hinsichtlich der 
VobaUiurbung zu Ιμεω, σοΰ zu μοΰ; ebenso elo, lo zu έμεϊο, οδ 
ζα μοΰ. Das dor. έμέοί, ίμΒος, τέος α. β. w. ist vielleicht mit 
istins π. a. im Suff, verwandt (έμέ-ΐος). 

mei und tui sind Oen. des Possess. (cf. plnr. Dostmm 
n. s. w.). 

Abi. Sg. m£d, t6d,e£d könnten als Abi. eines i-Stam- 
mes gefasst werden, wie Schleicher will ; oder aber sie kommen 
von Stämmen anf ο ebenso wie die Adv. auf έ (Sd) von o-St. 
Letzteres ist wahrscheinlicher, denn ein i-Stamm läset sich sonst 
nicht eicher nachweisen; in mi-hi, ti-bi ist der Stammvocal nur 
zn i geschwächt, wahrscheinlich durch Einfluss des i in der 
folgenden Sylbe. 

Dann hätten wir anch hier formelle Unterscheidung. 

Nom. und Acc. Dual, νώ kann regelrechte Form von ei- 
nem St vo sein (cf. sek. näu). Aber abweichend und eigenar- 
t^ ist vmi. Ebenso Terhalteu sich σφώ nnd σφώι (wohl ans 
tjPcü); σψωέ hat die gewöhnliche Endung e, St. σφο». Also 
vmt und σφωι sind eigenartig gestaltet. 

Dat. und Oen. Dual, v&tv^ νψυ^ βψώιν, σφψν zeigen als 
Stämme νω und σψω^ was nicht zu νώ und αψώ (von vo und σφο) 
stimmen will, σψωίν passt zu αψαιέ. Die Endung ist wohl aas 
ψιν entstanden (s. Schleicher Comp. § 267). Beim Begriffenomen 
findet sich nirgends der Ausgang (uiv. Die Stämme anf o>, die 
nach der 3. Decl. gehen, lassen im Oen. Dual, oiv an das ω 



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77 

treten (ζ. Β. ifpa-oty, iki-otv). Bei den Summen auf ta in der 
2. sog. att. Decl. finden wir die Endung ψν, ζ. Β. νίψ» (also 
wie in νψν, σψψν\ totv auch hier nicht). Λίβο zum Theil we- 
nigstene Differenz. 

Nom. Plar. i/i«'C, £>μ('ϊς, σφεί•: sind regelm&esige For- 
men von St&mmen auf c (^μ(- aue aemi-, cf. sek. ssmaj δ/α- ans 
yosmi-, cf. esk. ynshma-; αφι- wohl aus aFt-, alt sva). Aber 
der Acoent unterscheidet eie doch von SubsL• wie noittt (die 
Sttbst. auf t sind nicht Ozyt.). Die dor. Formen άμές^ ΰμίί 
haben Eürznng von εε?, εις zn ες erlitten, ein Vorgang, den 
Abrens nachgewiesen de dial. D. § 21, 3. In den äol. Formen 
^^ucc, δμμες (Qdf. α/ψι-,, ΰμμι- auch aus aemi-, yusmi-) liegt es 
nahe, mit Schleicher dasselbe zu vermuthen, wenn auch diese 
Kflrznng sonst fürs Aeol. nicht erwiesen ist. Dieser Voi^ang 
wäre dann hier aufs Pron. beschränkt. 

nOs und TOB sind nicht klar; das Ssk. zeigt nas, vas, das 
Altbaktr. nd, τα. Wahrscheinlich sind n6, τδ im Lat. als Odf. 
anzusehen. Da^lr sprechen nd-bis, τβ -bis, ferner auch die 
grieeh. t^w, σψώα; dann wäre nde, tob aus nß-es, vö-ea ent- 
standen. Die Schleicberschen Gtdf. nos, tob finden sich in 
nos-ter, ves-ter; wie aber dann der gedehnte Acc nös, tös zq 
erklären, bleibt anklar. (Vgl. auch altbaktr. nao, rao := ur- 
spi^. nas, Tas). 

Hier hatten wir mancherlei Differenz. 

Der Acc. Plur. ist im Lat. dem Nom, gleichlautend. Im 
Grieeh. weichen die Accus, ^μέας, ΰμέαί, σφίας (nentr. of^aj, 
^ΐμας, &μας^ αφας gerade durch ihre grttesere Regelmäesigkeit 
von den Accus. PL der Begriffen, auf ι ab, bei welchen be- 
kanntlich der Acc. dem Mom. gleich ist, z. B. πόλεις (aus πο- 
^jaO• Bei Bewahrung des accus, w: erhält sich entweder das 
1, z.B. hom. άχάιτιας oder das ( wird zu i^ gesteigert und j 
ßÜlt aus, s. B. hom. πόληας (aus ηόΐτ^ας). Viel eigenthümlicher 
sind die äol. αμμε^ ^μμ^•> '^ψ^^ die ganz singularisch aussehen 
und in der Form sich nicht unterscheiden von έμέ, σέ, !. 

Also auch in diesem Casne durchaus formelle Diffe- 
renzirung. 



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Dat Plur. Nor aplattümmi in seiner Bildung mit dem 
Begriffsnom. ttberein; dagegen zeigen ^μϊν, ^μϊν, sowie die 
&oL Formen δμμιΐν), ΰμμιίν), a^lCv) ofFenbar dieselbe En- 
dung wie ίμίν, rscv α. a,, also wohl ψιν aus φιεν (bhyam). Mög- 
lich wäre es, daes an diesem φη früher noch plur. β gestanden, 
das aber späterhin verloren gegangen ist Auf diese Vermu- 
thung bringen die Dat. nöbis, röbis, in deren Soff, nur eine 
plur. Form des bi von tibi zu liegen scheint. Kam dieses bi 
anf bbyam zurück, so lag dem bis wohl bhyams zu Grunde, 
wie dies schon von Schleicher (β. a. O.) angenommen ist 
Durch das Lei. wird es wahrscheinlich, dass die griech.-lat. 
Formen ein plur. β hatten. 

Dieser Caeoe bietet (wenn wir von aiflm absehen, das übri- 
gens nach der gewttfanliehen Regel σφκή betont sein müsste) 
wieder lauter ganz vom Dat PI. der Begriffen, unterschie- 
dene Formen. 

Gen. Fl. Die ältesten Bildungen sind die altepischen 
^μείωιι, δμείω», σψείων, welche offenbar die Gdf. auf (in (zu et) 
gesteigerter Form dubieten- Es ist sehr zu beachten, dass die 
BegriffsDom. entweder die Wurzel gar nicht steuern {πο-ϋ-ων\ 
oder wenn sie dies tbun, zugleich des t Halbvocal wird und 
amfUIlt (naisaiv aas πόΛ^ων). Ein πολείων von noit wäre nicht 
möglich. Das l ist ganz verloren in den jüngeren Formen wie 
ήμέων, δμέων, σψέων und &ol. άμμέων, όμμέαιν, die eich von πόΛεων 
nur im Accent unterscheiden. Dc^^en sondern sich die später 
herrschenden Formen ήμων, δμών, σφω» deutlich von dem 
nn Contrahirten πόλεων ab. Wir finden hier also darch sehr 
feine Besonderheiten eine formelle Scheidung be- 
wirkt. — Im Lat. vertritt der Gen. Sg. des Poesese. (nostri, 
vestri) den eigentl. Gen. von nds, vos. Auch der Gen. PI. 
des PoBS. (nostrum, vestrum) kann diesen Casus vertreten; 
bei den letzteren Formen sei noch bemerkt, dEiee sie in späterer 
Zeit als archaische Formen gegenüber nostrorum, vestromm 
eine Art formeller Scheidung bieten. Dass sie aber faktisch 
Gen. PI. des Poesees, sind, wird durch die plautin. nostrorum, 
vestrarnm bewiesen. 



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79 

Wir sehen also hier bei den persOnl. Pron. der 1. 
and 3. Per s., eo wie beim Hefiexir fast iojeder Form 
durch feine Besoaderheiten eine klare Differenzi- 
rung bewirkt. 

Koch aaf eine will ich aufmerksam machen. Auch der 
Untersohied des Namerns fehlt in einigen Formen und 
zwar Tor allem in dem ganzen Reflexiv, dann aber auch in 
den vereinzelten Accus, fuv, tm Im Beflexir fehlt also Genus 
und Numerus und die Casusendangen sind von denen des 
Begriffen, meist formell unterschieden. 

Auch das eigenthümliche ßsiva = gilbend einer" bat 
keine formelle Geeohlechtsbezeichnong. ΝΌτ der Artikel ver- 
leiht ihm dies oder jenes Oenos. Der Nomin. scheint kein Suff. 
BU haben i auch wird dae Wort oft indeclin, gebraucht: Adeaia 
^ irgend einer, ^ dstva, rd detua. Gen. roS άεΐνος, τ^ αιϊνος 
oder indecl. τοΰ dtti/a, τ^ Mva u, s. w ')■ 

Auch in ihrer Zusammenrflckung nnd Zusammensetzung 
zeigen die Dentenom. mancherlei Besonderheiten. Sie treten 
so gat wie nur mit Partikeln, nnd andern Pron. zusammen, 



1) Wenn wir eo in der bocb gebildeten griecL•. und Ittl. Sprache ge- 
rade die wIchtigBten Fron, faet echemenartig leicht gebildet finden, nenn 
hier Dur der Caene, nicht einmal das Ο cd ob, ja anm Theil auch üitbt der 
NnmernB bezeichnet vvird, eo rauBe ee um bo intereseanter sein, wenn 
wir bei ganz tiefetehenden Sprachen (wie denea der AuBtralneger) eine 
fibermäasig reiclie EctTrieklung dee Pron. antreffen, r, d, Gabelenti (d. 
melanca. Sprachen, IBGO, S. Θ0) berichtet τοη der Ineel Ännatom, 
einer der Neu-Hebriden: „die pereänl. Pron. Bind bei weitem der aiie- 
gebildetBte Redetheil in der ganzen Sprache. Sie haben beBondere Formen 
für den Sabjecle-, ObjectB- und Poaaeselv-C&auB (Momin., Acc. und 
Gen.) neben lOBseesiTsiißisen, einen vierfachen Numerne (Sing., Dual., 
Tri alle n. Plur.) und an ihnen allein kommen die Tein pora und Modi 
des Vflrbnm zum Auedmck. Aueeerdem unterscheidet oooh das Prou. der 
1. Per«, im Dual , Trial. und Plur., ob der Angeredete mit ge- 
meint iet oder nicht und hat etso iUr dieBe 3 Numeri doppelte For- 
men, einen Ineluslvns und einen ExcIubitub. Wir haben daher 
tieben Pron. der 1., 4 der 2, und 1 der 3, Pere., zueammen 15 Pron., 
deren jedes wieder folgende Formen hat: Nomin,, Acc., Poseees., 
PoBseseivsaffix, PraeseuB, Praeteritum, Futurum, Optativ, 
Conjunctiv.HypotheticuBuudConcesslv." 



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dagegen fast nie mit Subgt, Adj. and Num. Ein Com- 
positum, in welchem ein Snbst., Adj. oder Nam. aullriU, 
ist damit als Nicht-Pron. gekennzeichnet. Ferner finden wir 
dae Verb in ein Paar ZasammenräckangeD in eigenartiger 
Weise. Eine nähere Betraclitung wird uns mancherlei Ei- 
genthUmlicbes zeigen. Wir können folgende Classeu un- 
terscheiden : 

I. Znsammenrflckang mit Partikeln. 

a) Die Partikel steht am Schluss des Wortes. 

Gerade diese Art der Composition ist beim Pron. beson- 
ders beliebt und sie ist beim Begriffsnom. nur vereinzelt anzu- 
treffen. So z. B. tritt ye an die persönl. Pron. ίγαητ u. s. w. 
Häufig finden wir de, z. B, Sds, ^de, τόδε,^ τοιόςδί, τοσόςαε, 
τηλιχόΐίδε α. a. Mehr wie einmal sind wir schon dem de• 
mOQstr. ( begegnet, z, B. in οΰτοαί u. a. Beim persttaL Pron. 
lernten wir aaeh rj kennen, z. B. in έμίνη α. a. Auch die 
Combination mehrerer Partikeln ist mOglich, z. B. in oJtt 
n. a. Im Lat. haben wir diese Art der Zusammenräckung noch 
häufiger; cunque rerallgemeinert in quicunque, qaalis- 
-cunque, quantuScunque; que in quisque; quam in 
qnisquam; p-iam in quispiam. 

Demonstrat. verstärkend ist ce, c in manchen Formen, 
wie hie u. a. ; dem in idem aus is-dem; met tritt verstärkend 
an die persönl. Pron-, z, B, egomet, mihimet u. s. w.; te 
verstärkt tu in tutej pte namentlich bei Abi. wie nosträpte, 
in älterer Zeit auch m§pte = mich selbst, mihipte mir selbst 
(b. L. Meyer, a. a. 0. II, S. 420). Diese Art der Zueammen- 
rückung finden wir häufig beim Deuten, and zwar sehr ge- 
wöhnlich durch alle Casus hindurch. Höchst lehrreich dafür, 
wie fest so eine Parlikel-Zusammenrackung werden konnte, 
ist ipse (aus ie 4~ pec, alt pte), wo die Partikel ganz in 
die Flexion hineingezogen ist. 

Dagegen hat das Begriffsnom. nur wenige vereinzeltere 
Casus, die mit Partikeln am Ende verschmolzen sind (.βουλυτόνδε 
α. dgl. liesse sich vielleicht anführen). 



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81 

b) Die Partikel steht am Anfang des Wortes. 
Dies ist nichts für das Pron. Charakteristisches; es sind 
auch nicht viele Bildungen vorhanden, die noch in andre TLedetheile 
hinüberneigen: odSel^, μηδείς, μτ^αέτερος,οόαέτερος, nul- 
lus, neuter. Doch können wir als specifisch pronominal 
ein Paar Composita mit demonstrat. Partikel am An- 
fang aufführen, denn solche finden sich bei den Begriffsnom. 
nicht. Ich meine die Bildungen mit ecce und en im 1. 61., 
wie die alten eccilla, ecclllum, ecoletam (O. T. A. Krü- 
ger, a. a. O. S. 263, Anm. 4); in der Umgangssprache und 
bei Komikern eccum aus ecce eam, eocam, eccoe, ee- 
cas, ecca (a. a. 0. S. 261, 3. Note unter dem Text). Ver- 
altet sind die Znsammenrilckungen von en + ille, wie z. B. 
ellum, ellam, ellos, ellas. 

II. Zusammensetzung und Zusammenrückung von 
Pron. + Pron. 

Diese Classe unterscheidet sich von der Composilion der 
Begriffsnom. vor allem durch das Verhältniss der Glieder zu 
einander. Casuell ist dies Verbftltniss fast nie, dagegen 
vielfach ein pleonas tisch es, was beim Begriffsnom. 
gerade sehr selten ist. Interessant durch sein pleonastisches 
Verhältniss ist ούτος „dieser* aus demonstr. 6 + demonstr. Partik. 
u -+- demonstr. το. Ebenso besteht αότός aus dem. ava, au (cf. 
im Altbaktr. ava = demonstr. St.) + dem. το (s. L. Meyer a. a. 
O. ir, S. 431). 

Pteonastiech ist entschieden iste aus is -\- te (dem. St. 
to). Ferner pleonastisch sind die Composita mit bic, wie 
istic, istaec, istunc, istanc u. a. Ebenso iltic, illaec, 
illöc. alteruter findet sich auch in getrennter Oestalt, Gen. 
alterius utrius u. s. w., woraus man wieder das Verhält- 
niss der beiden Glieder zu einander sehen kann. Ebenso 
wahrscheinlich ali-quia, all-quantus; quis hat allein 
schon in gewissen Fällen indef. Bedeutung und das ali (aus 
alius) verstärkt diese nur noch. 

Als Uebergang zu diesen pleonastischen Zusammensetzungen 
könuen wir einige Zusammeurilckuugen anführen, in denen noch 



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beide Theüe eelbetäncU; Qectirt werden, wie z. B. quisquie, 
UDueqnisqae α. dgl.; auch VerdoppelungeD wie eese u. dgl. 
mOgen erwähnt werden. 

Ebeneowenig caeuell iet τοιοΰτος, dae man als ein durch 
dae DemoDstr. verstärktee τοΊος oder ein durch τοΊος begrenztes 
ofrocausehen darf; ähnlich sind nj^oroöroc, όποιος, όπόαοζ^ 
oxOTtpoi; Ιμαυτόν^ αεαντόν, kaurov u. s. w. sind Zusam• 
menrttckangen aus έμέ α&τόν u. s. w. Das Yerbältniss der 
Glieder lehren auch die unzusammeogeeetzten ^μών αϋτ&ν, 
ίΐμϊν a^TOiC u. s. w. Am ehesten dürfte casuelles Verhältniea 
noch in αλλήλων vorliegen, was aber dabei eine ganz merk- 
würdige Bildung ist (wahrscheinlich aus άλλος άλλου, dann Zu- 
sammenrückung und Veränderung des Numerus, ebenso άλλος 
αλλψ^ ϋλλος άλλον.} 

III. Ein Paar eigenthümliche ZueammenrQckuDgen sind 
die Terallgemeinerndea mit vis und libet (z. B. quivis, qui- 
libet) im 2. Ol. Hier sehen wir finite Verbalformen nach 
Art der vorhin besprochenen Partikeln Terallgemeinemd an 
die Pron. gesetzt. 

Was wir Eigenthttmlichee in der Composition der 
Pron. fanden, war: 

1) Ein Compositum, in welchem Subst,, Ädj. od. Nom. 
auftritt, ist als Nicht-Pron. gekennzeichnet. 

2) Zusammenrückung mit Partikeln am Ende ist 
häufig und fast nur pronominal. 

8) Znsammensetzung und -rüekung von Pron. + 
Pron. ist meist pleonastisch ("der doch beige- 
ordnet), ein Verhältniss, wie wir es beim Begriffsnom. 
gerade selten finden. 

4) Zusammenriickung mit fin. Verbalformen. 

Fassen wir die Resultate dieses Capitele zusammen, 
so sind es etwa folgende: 

1) Die Differenz von Deutenom. und Begriffen, lag 
zuerst nur in der differenten Natur ihrer Wur- 
zeln; im Laufe der Zeit treten aber eine Menge 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



8S 



formeller Besonderheiten auf, die die beiden 
RedeCb. von einander scheiden. 
2) Einige formelle Unterschiede τοη höchster Be- 
deutung gehen bis in die Urzeit zurtick; sie beschrän- 
ken sich nur auf einen Tbeil der Pron., aber gerade 
den wichtigsten: 
a) Der Mangel eines NominatiTzeicheas im Masc. bei 
•3, auch ί}-ώ,, ^go, σά^ tu; iste; in ille ist die- 
ser Unterschied jünger, wie das alte ollus wahr- 
scheinlich macht. In ipse hat der Mangel des 
Nom.-s seinen Grund darin, daes das Wort aaa 
is -|~ Part, pse componirt ist. 
. b) Ein uralt pronominales Gasuszeicben ist der Den- 
tal im Nom. Acc. Sg. neutr. (id, quod. quid, 
illud, istud, aliud; theor. τόδ, τί^. 
c) Der Mangel der Oeschleohtsbezeichnung 
beim persdnl. Pron. und Reflexiv. Diesen Unter- 
schied führe ich nach den speciSscbeD Casus- 
endungen an, da die Geschlechtsbezeichnung über- 
haupt jünger als die Casus bezeichnung ist und 
nur in sekundärer Weise aus dieser sich gebildet 
hat (cf. auch Steinthal, die Genera des Nomen, 
in den Beitr. z. vgl. Spr. von Kuhn und Schlei- 
cher I, S. 292 fll.)- Während das Begriffsnomen 
diese Unterschiede auf solche Weise bei sich aus- 
bildete, blieb das Deutenomen auf dem alten Stand- 
punkt der Nichtbezeichnung des Genus stehen. 
Es ist auch, zu beachten, dass die Geschlechtsbe- 
zeichnung beim Begriffsoomen sich zuerst gerade 
beim Subst. ausgebildet haben muss , nur hier 
eigentlich qualitativen und stofflichen Sinn 
hat (wie dies auch Steinthal a. a. 0. entwickelt), 
während sie beim Adj. lediglich von formaler, 
syntaktischer Bedeutung ist. Die eigentlich q ua- 
litatire und stoffliehe Geschlechts bezeich- 
nung beschränkt sich also blos aufs Begriffs- 



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84 

DOmea. Die weDigea SubsL der DeateDom. 
(perettnl. Pron.) kennen die Oeschlechtsbezeich- 
nimg gar nicht. 
Die nnter a, b und e gehörigen Bildnogen müssen wir fdr 
den Kern des Pron. achten. 

8) Als secandäre formelle Besonderheiten mögen 
noch folgende aufgeführt werden: 
aD Besondere Gestaltung des Suff.' (Geu. Ins, Dat. tj. 
b) Suffiiverlnst (έ /ji, <ti gegenüber &rffOw). 
o) Verschmelznng mit andern, nicht zur Flexion ge- 
hörigen Elementen (qui, hio, quae u. a.)- 

d) Besondere Färbung des Stammvocals vor dem 
Suff. ίέ/<£(0, oEfO, ecQ gegenüber hmoto•^ ^μέιων gegen- 
über ηολί-ων, πάλε-ων'). 

e) EigentbUmlicbkeiten der Compoeition. 

α) Ein Compos-, wo Subat., Adj. oder Num. auf- 
treten, ist nie ein Fron. 

j9) Zusammenrttckung mit Partikeln am Ende. 

;■) Pleonastische (und beigeordnete) Gomposila. 

3) Zusammenrückung mit fin. Verbalformen. 
Die übrigen formellen Besonderheiten sind zu individuel- 
ler Natur, als dass wir sie zu classiöciren brauchten. 

Auch hier (wie bei den früher besprochenen Redeth.) sind 
wir entschieden der Ansicht, dass die formellen Besonderheiten 
des Pron, von der Sprache nicht geschaffen worden sind, mit 
der Absicht, Deutenom. und Begriffsn. zu scheiden. Es musste 
vielmehr bereite vor irgend welcher formeller Scheidung der 
Unterschi ed beider allein durch die DifferenzderBedeutung 
(Verschiedenheit der Wurzeln) klar im Spracbbewusst- 
sein empfunden werden} die Folge davon war, dass beide 
auch in ihrer formellen Entwickelung ihren eignen 
Gang gingen and dadurch vielfach von einander un- 
terechiedeu wurden. 



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τ. €api(el. 

Die formelle TJnterscheidung von Sul)stantiv und Adjecüv 
(Farticip miteingerechnet). 

Wir habeo das Particip obDe Weiteres in dies Capitel uiüiituf. 
bineingezogeo. Die Recbtfertignng dafür liegt io der Haupt- 
eache BchoD im 1. Cap. enthalten; denn das Partie, bat das 
cbsrakteristiecbe Merkmal des Nomene (Casne) anfzuweieen, 
w&hrend ibm das charakteristische Merkmal des Yerbs (Per- 
sonalenfT.) durchaus abgebt. Priscian, welcher das Particip 
zum Verbum rechnen will, legt auf die Zejtbedentnng Gewicht. 
Wir haben aber bereits gesehen, daes dies kein die Verbal- 
form begründendes Element sein kann, da manche unzweifel- 
haft echte Verbalformen (Aor. II) dasselbe rermiseen lassen. 
Ebensowenig kann uns der Umstand irre machen, dase das 
Partie, die Reotion des Verbums hat; denn diese fanden wir 
ja auch bei andern Komin. Cef- bei Plantue curatio banc rem 
u. dgL). Auch eine Sonderstellung als eigner Redetheil, wie 
sie ihm von vielen Grammatikern zugetheilt worden ist, kön- 
nen wir dem Partie, nicht einräumen. Der Ιηβη., der dae 
charakteristische Merkmal des Nomene eingebflset hat, ohne 
das des Verbums zu erlangen, mueste eine eolche Sooderstel- 
lang erhalten, beim Partie, aber, welches deutliche CasussuET. auf- 
weist, darf eine Abtreonung vom Nomen nicht erlaubt sein. 

Das Particip iet die verjüngende Quelle für Adj. und 
Subst, wie wir dies unten bei Besprechung der Su£F. hinreichend 
beobachten wAden. Zunächst ist dasselbe adjectir. Natur; 
es wird ganz zum eigentl. Adj., indem es die Rection des 
Verbs aufgiebt und dafür die Comparation annimmt (wie 
dies schon Priscian erkeuinte). Der Unterschied zwischen 
Partie, und Adj. liegt, wie auch meist ganz richtig angegeben 
wird, darin, „dase letzteres blos eine fixe und gewisser- 
maesen ruhende Eigenschaft, ersteres aber einen als rer- 
änderlioh in der Zeit au^efassten Zustand oder eine 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ββ 

solche Th&tigkeit angiebt.' ^Όμ H&aptunterschied liegt also 
iD der dem Partie, mit dem Verb βη. gemeinechaftlich zukom- 
menden Beweglichkeit in der Zeit." (cf. Pott, Parttcip 
S. 423; vgl. auch ähnlich Pott, Et. F. II. 1. S. 203). Weil 
in dieser Weise das Part, dem Verbam fin. noch näher steht, 
konnte dasselbe in einigen Fällen (durch Ellipee der Copula) 
ganz fär das Verbam Qn. eintreten (of. ssk. fut. data = dklA 
aeti; lat. legimini ')> ruee. fiburb, Guia, 6buo). Wir müssen also 
das Partie, definiren als ein Adj., das mit dem Verb die 
Zeitbedeutnng C>&ewegUchkeit in der Zeit") and die 
BectioD gemein bat. 

Wir wenden ans non zn den Unterschieden des Sahst, and 
Adj., deren Betrachtoi^ den eingehendsten Theil nnerer Arbeit 
bilden sollte. Dabei mtiesen wir natürlich zanäehst die allge- 
meineren, durchgehenden Unterst^iede ins Auge ftueen, um 
dann erst an die Besprechung der specielteren Punkte zu gehen. 
Hiebei würde zu unterscheiden sein: 1) die Betrachtung der 
formellen Unterschiede von Snbst. und Adj. (auch Part.) im 
UDZueammengeeetsten Zustande, wie sie theils durch be- 
sondre Suff., theils durch abweichende Flexion desselben Suff, 
bewirkt wirdj 2) die Betrachtung der Ueberginge und Unter- 
schiede beider R«detheile in der ZnsammeneetKung. 
'" Doch zunachet das Allgemeine. 

Das Erste, was wir als allgemein unterscheidend für Snbst- 
und Adj. anzuführen haben, ist mancherlei Verschiedenheit 
iD der Oeschlechtsbezeichnung. 
" Es ist hierauf schon oben hingewiesen worden. Der mate- 

'- riale (stoffliche) Geschlechtsunterecbied ist dem Adj. total fremd. 
Ein Verhältnies wie pater — mater, μ^φαξ — πάρΆενος, frater — 
soror u. dgl., wo nicht das Snff. durch irgend ein formales 
Element den Gennsuntersehied schafft, sondern dieser durch 
Besonderheit der Wurzel bezeichnet wird, ist bei dem Adj. 



1) Daae mini volUtändig Personslsuff. geworden iet, beobachte d 
namentlich daran, dase ea aucb an den Couj.-Opt.-Stsmm antritt, z. 



b, Google 



87 

nicht zu finden. Dagegen ist die formale Oeschlechtabezeich- 
nung vermittelst des SnSl beim Subet. ebenfalls zu Hanse (wie 
filias, filia u. a.), nur hat ihn das Adj. in huherem Grade «od 
kennt den andern tlberhaupl nicht. Der Qrnnd fdr diese Er- 
scheinung ist offenbar darin zq suchen, dase nur die Dinge 
ein natärlicbes Geschlecht haben {auch diese lange nicht alle). 
Dem Adj. kann somit kein natürliches, sondern höcbetens ein 
grammatisches, formelles Geschlecht zukommen, welches eich 
ganz nach dem Worte richtet, auf das eich dos Adj. bezieht. 
Dem Verbom fehlt im Indogerm. die Geschleobtsunterecbeidnng 
und dadurch w&re also das prfidicai Verbältniss Tom attribnti- 
ren in feiner Weise geschieden. Im Semitischen, wo auch daa 
Präd. den Geschlechtsunterschied kennt, ist diese Feinheit nicht 
vorhanden (cf. auch russ. CAijiaj«, cstjaia, cxtiaio, das aber 
ursprünglich ein Partie, ist). 

Der formale Geechlechtsanterscbied ist entschieden ein 
gewaltiger Vorzug, den die indogerm., eemit. nnd &gYpt. Völker 
vor allen übrigen voraus haben (cf. namentlich „Pott, Geschlecht, 
grammat." in Erscb und Ornbers Encyclop,, sowie Steinthals 
citirten Aufsatz). Die materiale Geschlecfatsbezeichnung ist an 
eich ihr untergeordnet, hier aber wird sie von Werth, da sie 
einen beachtenswerthen Unterschied zwischen Sahst, nnd Adj. 
cODStituirt. Das Subst. zeichnet sieb durch grössere Indtvi- 
daalisirung der Wörter aus; pater nnd mater sind ganz an- 
ders individuell geschieden, als etwa bonus und bona. 

Die Fö.higkeit eines Nomens, bloss durch Suffixverände- 
ruDg die verschiedenen Geschlechter zn bezeichnen, wird Mo- 
tion genannt und diese also ist es, die wir vor allem dem 
Adj. zuzusprechen haben. Nicht nur, dass das Subst. auch 
eine andre (die materiale] Geschlecbtsbezeichnung kennt, es 
braucht auch in den meisten Fällen der Begriff nur in einem 
Geschlecht aufzutreten; fornax, panis und unzählige andre ver- 
langen durchaus kein entsprechendes Fem., ebensowenig wie 
lex, domuB, virtus cet. ein Masc. Dies ist der häufigste Fall 
and nur in beschränkterem Maasse verlangt die Katar der 
einzelnen Begriffe mehrere Geschlechter {μχψαξ und iri^ei/oc, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



fllius und filia). Ganz im Oegensatz dazu ist es ein nothwen- 
diges PoBtnlat der adjectir. Natar, die sich in ihrem Geschlecht 
naeh einem aoderu Wort za richten hat, eben auch alle Ge- 
schlechter bezeichnen zu können. Nur wenige Adj., die nur 
in Verbindung mit Wörtern eines Geschlecht« vorkommen 
und zum Theil in das subst. Gebiet hinilberepielen, haben bloss 
ein Geschlecht eafzuweisen, z. B. έαελοντίις, oü freiwillig; 
γίννάδας^ ου edel; άν&οαμίας blumenduftig. 

Auch diese Thatsache hat ihren Grand in der weit grös- 
seren Individnalisirtheit des Subst. 

Abgesehen nun davon, dass die Motion dem Sahst, in weit 
geringerem Grade zukommt als dem Adj., erstreckt sie sich bei 
ersterem, wo sie TOrhanden ist, so gut wie nur auf Maec. 
und Fem., während sie das Neutr. vollständig bei Seite läset. 
Schon dies ist zu beachten. Weiter aber mnse man hervor- 
heben, dass diese Motion, was Ort und Anordnnngder Sufßze 
betrifft, bei dem Snbsl. durchaus nicht dieselbe ist, wie bei 
dem Adj. (dies föllt eigtl. unter die Sonderbetrachtung der, 
Suff., ist hier aber nicht wohl zu umgehen). Wenn auch die 
meisten Subst mobilia der 1. und 2. Decl. angehören, also das 
Maec. auf Suff, ο , das Fem. auf a auegeben lassen , so haben 
wir hier doch auch Verhältnisse, denen man aus dem Gebiet 
der Adj. keine Analoga beibringen kann. Wenn z. B. ein 
Subst. reg- einem regina; gallo• einem gallina; tedn- 
einem leaena oder lea; hospet- einem hospita, antistet- 
einem antistita, dient- einem diente; nepöt- einem 
nepti-, ύίόζ einem ϋέαινα u. dgl. gegenüberstehen, so weist 
die adjectiv, Motion keine entsprechenden Verhältnisse auf. 

Wir finden es beim Subst. wie auch beim Adj., dass die 
Form des einen Geschlechts für die des andern eintritt, die- 
selbe vertritt, so dass es Masc. giebt mit fem. Form, Fem. mit 
maec. Form u. a. Doch ist die Art dieser Vertretung eines 
Geschlechts durch das andre keineswegs bei Snbst. und Adj. 
dieselbe. Viele Subst., die der Form nach ganz zn dem 
einen GeEchlecht gehören, haben der Bedeutung nach bloss 
dae andre, Dieee Art der Genusvertretnng ist nur dem Subet. 



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eigen. Sie findet sich vor allem da, wo ein bestimmter Gat- 
tungsbegriff gebieterisch verschiedenen Formen aller Gesohlecbter 
sein Oeschlecht so zu sagen octroyirt. Mascalin ist bekanntlich 
in den klass. Sprachen alles, was zur Gattung der M&nner, 
Vttlker, Flüsse, Winde (und Monate) gehört, feniin. alles, 
was man zur Gattung der Weiber, Bäume, Städte, Län- 
der und Inseln rechnen kann. Vum Suffix wird hiebei ganz 
abgesehen. Doch ist es sehr natärlicb, dose in manchen Fällen 
die Kegel durchbrochen wird und das Genus des Worts sich 
nicht nach dem GattungsbegrifiF, sondern nach der Endung 
richtet, wie z. B. Δελφοί masc, Άργκ neutr., Allia fem. ist; 
bei Σ7)στύς haben wir Schwanken zwischen Masc. und Fem. 
u. 6. w. Sehen wir von solchen Ausnahmefällen ab, so .bleibt 
die grosse Regel doch in der Hauptsache bestehen und ist 
aueserordentltcb beachtenewerth. Namentlich bemerke man, 
dass wir hinsichtlich der Gattungen eine auffallende 
Uebereinstimmung in den beiden klassischen Spra- 
chen roränden, so dass wir dies Gesetz fClr die gräcoital. 
Grundsprache ansetzen können. Kach diesem Gesetz kann 
z. B. ein Neutrum, wie die Eigennamen Αεόνηον, Γλαχέριον weib- 
lichen Geschlechts sein '). Verbindungen , wie altus Oeta, 
altas Pelion sind mOglich und noch vieles andre, worauf ein- 
zugehen der Raum verbietet. Ueber die Vertretung milnnlicber 
durch weibliche Namensformen hat bekanntlich J. Grimm ein- 
gehend gehandelt (s. Klein. Schrieen Bd. ΙΠ, S. 349). Wenn 
wir Namen so deutlichen Ursprungs wie Aquila, Alauda, Ca- 
lignla, Capra u. v. a. ansehen, so muss es uns klar sein, dass 
nnr das männl. Subst. , dem sie als Beiname zugefügt werden, 
die Ursache ist, wenn uns Verbindungen wie Caligula vanns 
u. dgl. möglich werden^}. 

1) Die griech. Demin. auf lov Bind nur, wenn sie als Eigeno. gebraucht 
werden, nicbl Neutra; nie Appell, haben sie neutr. Geechl., %. B. τό μιψά- 
Ηομ, ;-(!wiH)t u. a., cf. K. W. Kruger a. a. 0. 8. 63. 

2) ef. rnae. ro40Ba fem.=^ Haapt, dae auch einen Anführer beieioh- 
nen kann and dann als Uaec. behandelt wird (die elav., german. und rom&n. 
Sprachen bieten ebenralle Γύτ diese Aneeinandereetzungen auarelnhende Be- 
lege, β. Orimm a, ». 0.). 



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9 

Aach andere, mehr rereinzette AQBdrttcke kenote man 
anfllhreD, wo offenbar der Gattui^ebegriff dem Worte ein an- 
deres Oeechlecht gegeben hat, als seine Form bezeichnet. Der- 
art Bind im Lat. z. B. die Namen der Schiffe, wie Centaurns 
magna (weil navis); ebeneo Namen dramat. Spiele, wie 
haec Eunachus (weil fabnlaj; auch Namen von Buchstaben, 
wie haec alpha Cweil littera). Meist auch Namen von Edeletei- 
nen, wie sapphirae (weil gemma; dagegen meeo. beryllaa, opaliu, 
carbnnculne) β. G. T. A. Krüger a. a. O. 8. 174 unter dem Text. 
Andere ist die Vertretung eines Geschlechts durchs andre 
dort, wo das Wort der Form nach dem einen Geschlecht 
angehört, der Bedeutung nach aber beide in sich tr&gt (bald 
das eine, bald das andre zeigt). Dies ist der Fall bei den 
sogen. Communibns; τύραννος, άν&ρωτιος, auch ^<k, elephantne, 
thynous, auctor, incola u. dgl. haben dem Suffix und der Flezicm 
nach nur ein Gesehlecbt, im satzlicben Zusammenhange aber 
erkennt man, dass sie bald das eine, bald das andre Genus an 
sich tragen. Nicht nur elephantus m^pius, sondeni auch magna 
ist sehr gut möglich, wie thynnus bona oder incola niger und 
nigra u. dgl. Dies ist namentlich dort anEßkllig, wo die Form 
des andern Geschlechts so nahe liegt und so leicht nach leben- 
diger Analogie zu bilden w&re, wie dies bei den angeführten 
Wörtern der Fall ist, wo wir dem elephantus leicht ein ele- 
phanta u. s. w. an die Seite stellen könnten. 

Hiemit läset sich aus dem Gebiet des Adj. Tor allem die 
grosse Grupppe der sog. Adj. zweier Endung (or, ov} im Griech. 
vei^leichen, bei denen die masc. Form auch für das Fem. ein- 
tritt. Diese Tbatsache ist noch durchaus nicht hinreichend er- 
klärt und wäre eine Specialuntersucbung darüber sehr zu wün- 
schen. Vor allem finden wir diese Erscheinung bei den za- 
sammengesetzten Adj. ']. Sehr auffallend ist es, dass im Lat. 



1) Bopp, vgl. Gr. g 914 sagt, doe Griech. fibertraga „ntiaBbrlinch- 
Ueh" das m&nnl.-neQtr. ο Auch ios Fem., „indeni die Belaetnng dnrch di* 
Compoeition der freien Bewegung und Veränderlichkeit des Wortganien 
ein HemmitiBe in den Weg legt, weshalb tein Scblnssbeatandtbeil anf die 
genaue DnterBcheidang der Oescbl, vettichtet" 



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9 1 

in der 3. Decl. das Neatr. von Adj. ceneonAnt. QAt. ein no- 
minativ. β zeigt, das dann auch im Äcc. Sg. beibehalten wird 
(Nom. Sg. fflr alle 3 Geecfal. z. B. diligene). Wir beben hier 
nar eine ganz vereinzelte Erscheinang, wo eine maee, und fem. 
Form filr eine neutrale eintritt, ein Fall, der beim Snbet. gerade 
nicht zu finden war ')• 

Specifiecfa eubatant. bleibt also doch auf jeden Fall: 

1) die Vertretung des Maec. durch fem. Form; 

Sl Die Vertretung des Masc. durch oeutr. Form; 

8} die Vertretung des Fem. dnrch nentr. Form; 

Nur vereinzelt adjeet. scheint dagegen die Vertretung des 
Nentr. durch maec. oder fem. Form zu sein. Die Vertretung 
der Fem. durch maec. Form ist im Lat. gleichfolli nur subst. 
Im Griech. ist sie auch beim Adj. zu ändeo, aber beechrlknkt 
aof das allerdings sehr ausgedehnte Snff. o, und zwar nament- 
lich in Compos. Es scheint also doch die gegenseitige Ver- 
tretung von Maec. und Fem. sowie die Vertretung beidef dorehe 
Neatr. (wenn wir von dem einen Ausnahmefall im Griech. ab- 
eehen) apec. subst. zu sein; im Lat. ist sie es gewies. Die 
Vertretung des Neutrume durch eine anders geschlechtige Form 
ist ganz vereinzelt und gehört dem Adj. 

Ueberbliokeo wir des anf dem Gebiet des Genus Oefun- 
dene, so zeigt sich: 

1) Die materiale Geschlechtebezeichnung kommt 
nnr dem Subst. zu, eicht dem Adj. 

2) Die Motion, die allen Adj. eigen ist, findet eich beim 
Subst. nnr in einer beschränkten Zahl von Bildungen 
und zwar nur auf Masc. nnd Fem. ausgedehnt. 



1) Pott sagt über diese merkwürdige Brecheiuimg in seinem Artikel 
„Gesclileeht, grammat. in Erscti und Gröbere Eneycl. S. 403"; „Sogar 
entblödete sich der röm. Sprechgeniue nicht, iwar weniger dem PriBcian 
bIb eich selber eine derbe Ohrfeige zu TerabreicheD, indem maa das sODSt 
dem Heutr. nie eingeräumt« β bei conson. aiiBlaufendeii Adj. nicht nur, was 
noch eher erträglich, in den Nom. 8g., sondern Eogar (tnirabile diota) ia 
deasen Acc. (audax animal gewiseermassen als Sprüche ich teutsch: Ich habe 
ein kühner, statt kühnes Thier erlegt) — gegen alle Geeetie einer ver- 
nAnftigen Congruenz einechwilrste.'' 



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8) Die Art and Weise dieser Uotion seigt maochei 
Abweichende. 

4) Die Vertretung eines Geschlechte durch das an- 
dere findet sich beim Sahst, sehr mannifiirach and zwar 
nur in einer Art und Weise, wie sie das Adj., bei 
dem sie überhaupt beschrtknkt ist, gar nicht Iteunt. 

Nach Betrachtung des Genus haben wir als ein zweites 
allgemeines, Subst. und Adj. scheidendes Merkmal die Gradation 
(Comparation) zu bezeichnen, welche ausschliesslicb dem Adj. 
eigen ist und diesem fast durchgängig. Auch das Partieip 
kennt die Gradation nicht and wo es dieselbe annimmt, ist es 
sobon zum Adj. im engeren Sinne geworden. Man könnte 
diese Eigenthttmlichkeit des Adj, aus seiner Bedeutung her- 
leiten wollen, aber wenn es auch gewiss ist, dass diese gans 
besonders zu einer Gradation auffordert, so könnte man a priori 
eigentlich auch fürs Subst. sehr gut sich eine solche constrairen; 
wenn wir ein stark, stärker, am stärksten haben, so liesse sich 
doch auch sehr gut neben dem Subst. Stärke eine Bezeiohnuiig 
grösserer Stärke und eine der grössten Stärke denken. Ja 
bei Dichtern finden wir sogar vereinzelte Beispiele τοη Subst. 
in der Steigerungsform , ofi'enbar zum Scherz gebildet , aber 
doch wichtig, da sie die Möglichkeit zeigen, auch ein Subst. 
in dieser Weise sich zu denken; z.B. salve oculissime homo 
(mein Augapfel) Plaut, ünrc. 1, 2, 28; nullus me est hodie 
FoenuB punior, Poen. 5, 2, 31; patrne mi patruissime 
Poen. 6, 4, 24 (angeführt bereits von G. T. A. Erüger a. a, 
0. S, 254, unter dem Text 1). 

Die Gradation ist also entschieden ein von der Sprache 
zur deutlichen Absonderung von Adj. und Sahst, (und Part, 
das mit Annahme der Gradation Adj. im engeren Sinne wird) 
wirksam verwandtes Moment '> 



1) Das» das Adj. darch Beioe ganie Nalur beeondere für Gradbeatlm• 
niDDgen geeignet ist, liegt auf der Haod und eben darin findet Tobler 
such mit Recht deo Grund dafür, das« das 2. Glied der sogen, veratärtcea- 
den ZaaammenB, im Deuteeben meist ein Adj. iet (a, Ludwig Tobler, 



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Auf eine Ersoheinang, die ich ale vrichtig and allgemein B>iwi<>kiaii 
onterscbeidend hier hervorheben will, ist meines Wissens noch R«de(h>u 
nie hingewiesen worden. Es ist dies o&mlich die ganz vet- i,^ 
Bchiedene Art nnd Weise, wie der eine Redetheil ans dem an- 
dern sich entwickelt; ich meine nicht durch irgend welche 
AbteitnngssafBxe, sondern eine Entwicklung des einen ans dem 
andern ohne weitere Formveränderung , wie z. B. das Adj. 
diligene nnd das Subst. serpens aus dem Part. Prs. entstanden 
sind ohne ii^end eine Veränderung des Snff. ~ Ein Adj. kann 
im einfachen, unzusammengesetzten Zustande zum ToUständigen 
Sahst, werden, oft sogar in allea 3 Cieschl. mit besondrer Be- 
deutung. So kommen von dem Adj. argentärius „zum Silber 
oder Geld gehörig" die Subst. 1) maac. argentärius ein Silber- 
arbeiter oder Wechsler, Banquier; 2J fem. argentäria Silbe> 
grobe oder Wechslerbude, Wechelergeschäft ; 3) nentr. argen- 
tärium der SUberschrank. Diese Entwicklung des Adj. zum 
Snbst. ist änsserst häufig und braucht nicht mehr belegt zu 
werden. Aue dem einfachen Subst. kann aber nicht in gleicher 
Weise ein Adj. sich entwickeln; dazu bedarf es besondrer 
Sn£F. Wohl aber vermag das Subst. im zueammengesetzten 
Zustande zum Adj. zu werden, ohne dass im Suff, irgend was 
geändert wird, lediglich durch die Kraft der Synthese; &υμός 
wird durch die Zasammeneetzung mit /ιέγας ζα dem Adj. 
μεγά&υμος. Ja dieee Entstehung der Adj. aus Subst. ohne 
SufQxveränderung, blos durch die Znsammensetzung, ist in der 
alten Sprache so sehr beliebt, dass weitaus der grösste Theil 
aller Zusammensetzungen mit einem Subst. im Schlussgliede 
Adj. sind. — Auch das ZQSBmmengesetzte Adj. kann Subst. 
werden, es wird dies aber nicht durch die Kraft der Synthese '), 
sondern muss zuerst eben zusammenges. Adj. sein und aus 



über die W'ortiaB&mmenee 
• tHrkeaden ZaeaminenBe 
nuten Öfter citiren werden). 

1) Die wenigen Fälle, m denea ein Adj. erat dQrah die S^ntheae 
Snbet, wird, iolleo nnteo besprochen werden; eie tragen aber nicht gans 
denielbeu Charakter wie die Adj., deren 2. Ol. eig. Sabat. ist, 



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9* 

dieeem kann Bodann, wie aus dem einfaolieu Adj., ein Subst. 
werden. Da» Subet. ist aber nicht zaerst zusammeDgeeetztee 
Subst. and wird dann Adj. (nicht μχγά&υμος erst = groeeer 
Math und dann erst ggroesmüthig"), sondern durch die Zu- 
sammeneetzung entsteht aus dem Subst., ohne dase SuilQxzutritt 
notbwendig wäre, das Adj. Dies ist also eine total andre 
Art und Welse der Entwicklung des einen Redetheils aus dem 
andern. 

Das Adj. mit seiner allgemeinen, sich überall bequem 
aecommodir enden Bedeutung läset ohne Schwierigkeit seinen 
Begriff specialisiren and individualieiren und wird so (zuerst 
mit einem Subst. verbunden, das einen Gattungsbegriff enthält, 
dann ohne dieses^ zum SuUet. Im Gegensatz dazu läest es die 
individuelle und speciell gewordene Bedeutung des Subst. nicht 
zu, dass es so ohne Weiteres zur allgemeinen, .abgeblassten, 
accommodationsfkhigen Bedeutung des Adj. herabsinkt. Es 
bedarf gewissermassen eines besondem Kraftaufwandes, 
damit das Subet. so seinen Redetheilcharakter rerändert und 
dieser Kraftaufwand bethäügt sich in der Synthese , durch die 
wie mit einem Schlage die schwierige Grenze überschritten ist. 

Da wir im 2. Abschnitt dieses Cap. auf die Compos. 
mit besondrer Ausführlichkeit einzugehen gedenken, können 
wir an diesem Ort ans mit dem Angedeuteten begnügen. 
Notbwendig aber war es, schon hier darauf hinzuweisen, da 
in dieser verschiedenartigen Entwicklung des einen Redetheils 
ans dem andern ein darcbgreifender, allgemeiner Unterschied 
beider zn constatiren ist. Bevor wir an die Untersuchung der 
Wortbildungs- and Casnssuff. gehen, fassen wir noch einmal 
die allgemeiner unterscheidenden Merkmale In Kürze zusammen. 

Es sind nach unsrer Untersuchung im Wesentlichen fol- 
gende : 

I, Die Oenusbezeichnung ist in manchen Punkten ver- 
schieden. 

a) Mangel der materialen Gesehlechtsbez. beim Adj. 
bj Verschiedener Umfang und Charakter der 
Motion. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



95_ 

c) Verechiedeaer Uiuf&Dg und Charakter der Ver- 
tretung eines QeBchlechte durch das andre. 

II. Die Gradation ist nar dem Adj. eigen. 

III. Die Art und Weise, wie das Adj. zum Subst. wird, 
onterecheidet eich wesentlich von der des umgekehrten Proceeses : 

a) das Adj. kann eich im uDzuBammenges. Zustande 
zum Sahst, entwickeln. 

b) Das Subst. vermag zum Adj. nur durch die Kraft 
der Synthese zu werden. 



I. Abschnitt. 

Die formell« Unterscheidnng von Sahst and A^. (Part.) im 
anzasammengesetzten Zostande. 

Dase wir Grand dazu haben, die Betrachtung der Unter- 
schiede von Subst. und Adj. im tinzusammenges. Zustande zu 
sondern von der Untersuchung der Composita, geht schon ans 
der Einleitung des Cap. hinlänglich hervor. Wenn durch die 
Zusammensetzung ohne Formveränderung aus einem Subst. ein 
Adj. werden kann, so ist es ja möglich, dass die Bildungssuff,, 
Flexionselemente u. β. w., die sonst nur dem Subst. eigen sind, 
auf diesem Wege auch ins Gebiet der Adj. kommen. Es kann 
z. B. im Lat. ein einfaches Adj. überhaupt nicht nach der 
4. Decl. gehen, d. h. nicht mit Suff, u gebildet sein; in dem 
Compos. centimanus ghundertarmig", das nach Priscian im 
Gen. ÜB hat, ist dies aber wohl der Fall. Ebenso haben wir 
im einfachen Adj. die Ausgänge or, örie und us, oris nicht; 
dagegen finden wir sie in Zusammensetz. wie tricolor, örie 
nnd semicorpns, oris. Im Griech. werden die Adj. mit Suff, 
υ von den Sahst, mit demselben Suff, durch abweichende Decl. 
geschieden; ^δύς hat ήδέος, ΐχίίικ aber ϊχίίαος im Gen. In der 
Zosammensetzung muse dieser Unterschied fallen, ίτολύιχ&υς bat 
im Oen. ποίυίχαυος^ ποίάβοτρυς Gen. πολυβύτρυος u. dgl. Der 
2. Abechnitt wird uns hierüber reichliche Belehrong bieten., 



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hier genügt diese AndeutuDg zur Rechtfertigung unserer Ein- 
theiluDg des Stoffes. 

Die Fragen, die wir uns in diesem Abschnitt zu stellen 
haben, sind hauptsächlich: 1) sind die Suff., welche Sabst, 
und Ädj. bilden, dieselben oder wenigstens zum Theil dieselben? 
in welchen Suff, stimmen die beiden Redeth. überein, in wel- 
chen unterscheiden sie sich? 2) werden die Suff., welche Subst. 
nnd Adj. mit einander gemein haben, in der Flexion abweichend 
oder doch zum Theil abweichend behandelt? wo liegen da die 
BerUhrunge- und Scheidungspunkte? 

Α priori können wir nicht erwarten, daee die class. Spra- 
chen gerade durch abweichende Decl. Subst. nnd Adj. zu schei- 
den suchen. Nachdem die Schaffung der Personal• und Caeus- 
suff. Verbum und Nomen gehörig gesondert hatten, nachdem 
die Partikeln (und theilweise die Zahlen) vom Nomen vor 
allem durch Verlust und Erstarrung der Casusendung sich ab- 
getrennt, war die Abweichung in der Declin. TorzOgllch 
bei der Scheidung der Deutenom. (auch der Zahlen} von den 
Β θ g r if f β η m. angewandt worden. Für die Scheidung von 
Subst. und Adj., wenn dieselbe wirksam sein sollte, müssen 
wir doch vor allem ein neues Moment, ein noch nicht stark 
verbrauchtes Mittel erwarten, wobei ja selbstverständlich nicht 
ausgeschlossen ist, dass auch die alten Mittel zum Theil wieder 
in Anwendung kommen. Dies neue, wirksame Mittel finde 
ich nun in der Abweichung, völligen Ungleichheit oder doch 
theilweise durchgeführten Differenzirung der 8 u f f. , welcbe | 
Subst. und Adj. (Part.) bilden. — Die Natur der Sache ver- 
langt die Besprechung der wortbildenden Suff, vor der der , 
CasuBsuff. ; wir fassen also gleich die ersteren ins Auge. 



Di« ronnelle Onttrscheidniig. Fon SabsL und Adj. darch dit wertbtldeiidcn hi 

Die früheren Capitel zeichnen uns die Reihenfolge, in 
der wir diese Suff, zu betrachten haben, im Wesentlichen vi>r. 



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Der Ausgang moss genommea werdes von denjenigen, wo eich 
am meisten Berührungspunkte der beiden Redetheile zeigen und 
dann allmählig vorgeschritten werden bis zu denjenigen, die 
blos diesem oder jenem Redetheil eigen sind. Wir halten uns 
hiebei vor allem an Leo Meyer ( Vergl. Gramm. Bd. II. 
δ. 78 ill.), der alle in Frage kommenden Sulf. einer eingehenden 
und gründlichen Untersuchung unterwirft. Wenn wir auch, 
namentlich was Ursprung und Zusammenhang der einzelnen 
SuiT. betrifft, mit dem Verfasser durchaus nicht immer einver- 
standen sein können, so zeichnet sich doch seine Arbeit vor 
allem durch grosse Vollständigkeit aus, so dass sie ans hier 
meist als Grundlage dienen kann. 

Wir haben Ursache genug, ebenso wie Leo Meyer, die 
Besprechung der Wurzelnomina ganz von der der abgeleiteten 
Nomina zu sondern, denn gerade für diese Untersuchung bieten 
diese Classen sehr wichtige, unterscheidende Momente. Die 
Wurzelnom., was schon ihr Name sagt, entsteheo ja nur durch 
Zutritt eines Snff. an eine Verbalwurzel oder -Stamm, vr|Lb- 
rend bei den abgeleiteten Nomin. sich die Entwicklung eines 
Nomens zum andern durch Sufäxzutritt beobachten lässt. In 
jeder der beiden Classen schlagen wir den angegebenen Weg ein. 

/. Wu rzelnofnina. 

Am Consequen testen verfahren wir, wenn wir zuerst die- 
jenigen Suff, besprechen, in denen sich nicht nnr Subst. und 
Ädj. im engeren Sinn , sondern auch das Part, berühren. So- 
dann fassen wir die ins Auge, welche im Gebiet der Subsl 
und Adj. (wenn auch mit manchen Modißcationen und secundären 
Scheidtingsmerkmalen] ziemlich gleichmäesig vertreten sind und 
schreiten immer mehr zu denjenigen vor, wo sich sehr bedeu' 
tende, oder endlich vollständige Differenzirung Torfindet. 

α) Suff., in denen sich Subst., Adj. und Part berühren. 

Vor allen Dingen bildet dies Suff, in verschiedenen Ge- » 
stalten Part. Act. (auch der griech. Aor. Paes, ist eigentlich 
activer Natur). Im Lat. tritt es nur an den Stamm des Praes. 
als ent, nt (legent-, monent-, audieat-, amant- wohl aus amaent-] ; 



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unt aur in ennt-. Im Qriech. hat dae Soff, meist die Oestalt 
οντ (Praes. iww-, τώτΓοιτ-; Aor. II τι/πόντ-\ Fut. τόφοντ-'). Der 
1. Aor. Act. hat αντ {παιδεοααί/τ-')•, der Äor. Pass. evr inacdetf&evr-); 
mehrfach ist ganz deutlich nur ντ als Suff, an den Tempus- 
ttamm getreten ίτι&έ-ντ-, StSa-vr-, ααχνό-ντ-, Ιστά-ι/τ- u. a.). 

Dies ursprünglich partic. Suff, haben wir Dun in einer 
Reibe τοη adj. und subst. Bildungen (besonders im Lat.j. Ver- 
schiedene secundäre Momente verhüten dabei eine Vermischung 
mit dem eigentlichen Partic. Namentlich haben viele von diesen 
ganz Adj. oder Subst. gewordenen Partic. gar kein lebendiges 
Verb mehr zur Seite, z. B. die Adj. recent-, repent-, praegaant-, 
incient- (cf. χυεΐν) schwanger; im Griech. sind sie nicht zahl- 
reich: FsxovT- (cf. ssk. τβς ^= wollen), ΰχοντ- aus aFixoyr- a. 
einige a. Ferner bilden einige der zugehörigen Verba keine 
Partie, wie z. B. libent- willig neben dem impersonalen Übet; 
ebenso impudent- neben dem impers. pudet; sent- in prae- 
sent-, absent- ist etgentl. Part. Prs. vom Verbum esse, all 
solches findet es sich aber in der lebendigen Sprache nicht 
mehr. Auch diese und jene formelle Besonderheit liesse sich 
noch bemerken, z. B. die Zusammenziehung in pr&deut- aas 
provident-, die abweichende Vocalf^bung von sont-, insont- u. a. 

Als Subst., die überhaupt nicht sehr zahlreich sind, führen 
wir au dient-, rudent-, torrent- u. a., äpäxovx-, Μοντ-, &Bpai:ovt- 
u. a. , die kein entsprechendes Verb zur Seite haben. Eine 
specialisirte Bedeutung zeigen serpent-, Orient-, occident-, wohl 
auch άαάμαντ- Stahl (eigentlich „unbezwingbar"), 6ρίζοντ- Ge- 
sichtskreis u. a. Sollten mont-, fönt-, front- hergehören 
(s. Meyer II S. 87 und 88), so hätten wir hier ebenso wie bei 
sont- eigenartige Vocalfärbuug. 

So trennen sich Subst. und Adj. durch mancherlei Eigen- 
heiten vom Part. ab. Eine formelle Verschiedenheit zwischen 
dem Ädj. einerseits, Subst. und Part, andrerseits, liegt in der 
grösseren Neigung des Adj. zum Uebertritt in die i-Ded. 
(nt wird zu nti). Wenn sich auch mancherlei Schwanken 
zeigt, 80 dürfen wir doch als R.egel aufstellen: dass die Adj. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



im Abi. Sg, lieber i als e haben, bei den Sabst. und eigentl. 
Partie, aber gerade e erscheint. 

Auch der Gen. PI. der Adj. und Pert. lautet in Proea 
meist auf ium, bei Dichtern haben wir allerdings oft um; 
bei einsilbigen Subst. finden wir gleiohralls ium, sonst um. 
Leo Meyer S. 86 vergleicht dies Verhältniee von nt zu nti 
mit dem des altsächs. partic, and zum adject. andja, wie 
z. B. im Heliand sich gegenüber steht 67, 7 b£landi crist (von 
Gdf. b^liandja} und 70, 4 the h^lago beleand; hier nimmt er 
Zusummensetznng mit dem alten Pron. jas an und denkt im 
Lat. was Entsprechendes zu UDden. Dies scheint mir nicht 
richtig; denn im Lat. wenigstens liegt ein solches Pron. voll- 
ständig fern, es l&est sich sonst nicht in der Sprache blicken, 
w&hrend alle Analogie darauf hinweist, dass wir liier nichts 
weiter vor nns haben, als den Uebertritt einer conson, Gdf. 
unter die Grundformen auf i, was sich ja ancb sonst häufig 
genug findet. 

Das Suff, ant ist durchaus participial und die za Subst. 
und Adj. entwickelten Formen haben sich vielfach durch se- 
cundäre Momente vom Partic. entfefnt; wir haben deutliche 
Differenzirung. 

Schon Bopp hat (vgl. Gramm. § 809) das Suff, der lat. 
sogen. Part. Fut, Pass. für eine Erweiterung des alten ant (zu 
anta) erkl&rt; Leo Meyer, der früher anders dachte (Kuhns 
Ztschr. VI, S. 373 fll.}, ist jetzt derselben Ansicht (vgl. Gr. 
II, S. 9i). Für diese sprechen namentlich einige Formen, wo 
die Bedeutung von uudo = ant ist, z. B. oriundo-, secundo-, 
labundo- fallend; ferner andre, wo ant =^ ndo, wie intolerant- 
unerträglich (Gell, und Tac), nefant- ^ nefando- (Lucil. und 
Varro) ; vgl. auch griech. άχαμαντ- und άχάματο- , άδάμαντ- und 
άΰάματσ-; bundo ist wohl Erweiterung des Suff, durch Wurzel 
bhu (cf. furibundo-, tremebundo-); cundo durch Suff, co (fa- 
cuudo-, jucundo- u. a,). Mit diesem Suff, hängt vielleicht griech. 
ivda u. a. zusammen und ssk. anda in den spätem Bildungen 
jaranda- gebrechlich, bharanda- Herr u. a. Schwierig ist bei 
dieser Ansicht aber die Erweichung von t zu d, die sonst nur 

?* 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



100 

ganz vereinzeU nachweisber ist, wie in qnadraginta (von 
gnatnor), vielleicht meudaT (mentiri) ')• Aue diesem Grande 
verwerfen Corssen, Pott and Cnrtlus dieee Erklärung dea 
ndo. Schleicher (Comp. § 217) findet in dem on den ersten 
Theil von ssk. aniya uod do setzt er mit Corseen gleich dem 
do TOD timido- u. a. Nach Curtins (Or. Et. S. 612 und 613) 
stimmt lat. vehendus zu theor. vahanjas (woraus Bsk. Taha- 
nlyas). Aber dass aUlat. d aus j entstehen konnte, ist eine 
völlig willkübrliche Annahme. Coresen (Beitr. 120 ßl.) hält 
ondo für zosammengesezt ans on (z. B. in geron-, edon-, 
erron- u. dgl.) und do (cf. algido-). Aber die Bildungen auf 
on haben im Lat. wenigstens durohaue eubst. Charakter und 
die lebendige participiale Bedeutung von ndo würde bei 
dieser Erklärung nicht leicht zu verstehen sein. Dass das Suff. 
au (woraus on entstanden) überhaupt je eigentlich partic. Cha- 
rakter gehabt hat, wird sich kaum nachweisen lassen. Die 
Bedeutung wtirde eine Entstehung aus partic. ant viel plausibler 
erscheinen lassen; freilich bemerkt Coresen mit Recht (a. a. 
O.), dass die Leutv erbindun g nto sich sonst im Lat. gut zu 
halten pflegt (cf. cruentus, Tarentum u. dgl.). Aber auch die 
Verbindung tra pflegt sich sonst im Lat. gut zu halten und 
doch ist in qnadraginta aus qualuor in augenfälliger Weise 
tra zu dra geworden. Da nun die Analogieen für Entstehung 
von lat. d aus t eo spärlich sind, halten auch wir die Bopp- 



1) Für den Aiiatansch von τ and S im Griech., der τοιι Benfey nnd 
Ueyer vielfacli angenommen worden ist ond der auch hier angenommen 
werden müsste, wenn man cuda auf das ParL Prs. zurückführt, eind als Bei- 
spiele angeführt worden; dae Xenophontiache ΰάπις neben gewöhnlicheira 
τάπ'ης\ θέμιδοςηαά'Αρτέμκδος neben θέμιτο': und Άρτέμιταΐ; ογίοος und Ιβίομος\ 
diesen mochte ich hinzufügen att. πελιτνύς fllr dae gewohnliche πελιανάς 
(bleifarbig) und vor allem die neben einander laufenden Formen nofSaic 
und iiivTai- = der Hagel, wo bald r bald S auftritt; namentlich letzteres 
Beispiel halte ich für sehr beachtenswerth, da hier dem Dental gerade y 
vorhergeht (wie bei dem Part. Pra.J; »"ch in τιεΜνόί steht der Dental in 
Verbindung mit ί< (das hier nur folgt) und es läset sich doch die Frage 
eufwerfon, ob nicht gerade f den erweichenden EinQuas von r zu ^ aus- 
geübt habe? 



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101 

Heyersobe AnDahme, πβηη auch niobt ftlr unwabrecbeinlicb, 
80 doch für Dicht hinreichend gesichert. 

nto, das wohl aas partic. nt erweitert ist, haben wir in 
einigen Subet. wie carpento- Wagen, flaento- Fluee u. a. 
Cb. Meyer). Falle ndo aaf nto zarttckkommen soUte, so wären 
die Part, auf ndo von den seltenen Subst. auf nto durch for- 
melle Differenzirnng geschieden. Hag aber der Ursprung von 
ndo sein, welcher er wolle, jedenfalls ist es durchaus participiales 
Suff. Nur das Neutr. hat sieb auch sabstantirisch coueolidirt and 
zwar als das sog. Gerundium. Dagegen sind Uasc. und Fem. dieses 
Snff. blos beim Particip za finden; die vorne erweiterten bando 
und cuodo sind blos adjectiv. Natur, nicht substaBtivisch. 

Also deutlicbe formelle Unterscheidung der Re- 
detheile. 

Das Suff, rant verhält sich wohl zu ent wie va zu a. 
Eb iet dies ein durchaus partic. Suff., das im Griech. in der 
Gestalt or, ωτ und älter Fot, Fwt Part. Pf. Act. bildet. In 
dieser Form zeigt sich das Suff, bei keinem andern RedetheiL 
Hier ist also das Partic. deutlich formell vom Subet. und den 
übrigen Adj. unterschieden '). 

Dies Suff, in der Gestalt to bildet vorherrschend Port. 
Pf. PasB. 

Im Griech. ist το nicht in dem Grade lebendiges Part. 
Suff, wie das lat. to. Doch haben wir eine ganze Reihe von 
Formen, wo dieser ursprängliche Charakter noch zu Tage tritt, 
z. B, xuto- aufgeschüttet, τρωτό- verwundet (auch verwundbar) 
u. m. a. (cf. L. Meyer II S. 303 tH.). Häufiger bildet το Adj. 
mit der Bedeutung der MSglichkelt , z. B. άχίστά- beilbar, 
μαχητό- bekämpfbar u. a. In vielen Bildungen sind beide Be- 
deutungen vereinigt, z. B. τρωτό-, άγητό- u. a. 



1) Leo Meyer stellt liierher DOch mehrere iiemlicb_diiDkIe Subet. ftaf 
ßn&o (ipißivuo-) ßtn-äo {τέρμινΰο- nnd τέρβινβο-') , μι&ο, μιϋ (μέρμυίο-, μίρ- 
μ^ΐ-). Sollten diese Bildungen wirklich auf vniit lurüekkominen, fo h&tten 
wir BQch bei ihnen die deatliobete formelle Ülff. 



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103 

Wir finden nun anch noe ganze Reihe Subst. mit diesem 
Suff., ee ist aber sehr beachtenswerUi, daes die Part, und Adj. 
durchweg Oxytona sind, während die Snbet. gerade meist 
eine andre Betonung zeigen, Masc. sind αρχτο- der Bär, χάρτο- 
die Unifriedigung, &ρτο-, πΧοΰτο- α. a. Auch ϊμετο-, &όνατο- (cf. 
9νψ6-)^ ψάρτο- die Ladung. Ozyt. ist ατρατό- dae Heer. Neutra 
sind z. B. βοτά-, φυτό-, οιφλαατο-. Fem. «anj, danj; oxyt. άρΐ^, 
ώίτ^. Das Verb zu diesen Subst existirt sehr oft nicht 
mehr. 

Dieser Umstand sowie die meist eigenartige Betonung 
bringt ziemlich deutlich Diff. zu Stande. 

Lat. Adj. mit Suff, to sind z. B. multo-, gräto-, festo- 
u. a. Doch verschwinden sie an Zahl ganz gegenüber den 
Part. Sehr oft fehlt das zugehörige Verb, wie z. B. bei den 
angeführten, auch laeto-, muto- u. a. Unter den Subst. sind 
die Maec. nicht zahlreich, z. B. horto-, urso-, lecto- u. a., denen 
anch zum Theil das zugehörige Verbum mangelt. Dagegen sind 
die neutr. Subst. noch sehr häufig deutlich als Neutra des Part'. 
Pf. zu erkennen, z. B. fEicto-, acto-, voto- a. a. Doch fehlt 
auch hier mehrfach das Stammrerb, wie bei frusto-, l6to- n. a. 
Dasselbe ist bei Fem. wie noxa, gutta, planta, muUa der Fall, 
während sponea, pacta u. a. in ihrem Ursprung noch ganz 
deutlich sind. Das Suff, ist also participial. Bei den Subst. 
lässt der Verlust des Stammworts oft nicht mehr den Ursprung 
erkennen; darin liegt die Diff. 

Dies uralte Suff, bildet im Lat. Nom. ag. , sowie auch 
Partie. 

™' ζρο' ^" ***'' Gestalt ter finden wir dasselbe in mehreren SubeL, 

τρα,&ρο, namentlich Verwandtschaftsnamen (pater, mater, frater n. a.). 

^''ϋΐοΊ^" ^^*"" •>^"0ε "t tdr als masc. Suff, für Nom. ag., wie 

«Γ, trle, actöp-, scriptor- u. v. a. Das Fem. hiezu ist das erweiterte 

trtc, wie in imperatrlc- u. a. uxor zeigt keinen Snffizzuwachs. 

Von diesen Bildungen auf tor, tric mnss man bemerken, dass 

sie hin und wieder auch in adject. Sinne gebraucht werden. 

Doch tritt dieser Oebraucb so sehr zurück, dass wir die Suff. 

durchaus als subst. bezeichnen müssen; auch lassen sich noch 



Tip, τηρ, 



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im 

in eehr vielen Fällen, wo man ei« adjectivieth übersetzt, die 
Worte auf tor, tric als appositionell stehende Snbst. faeeen. 

Sehr häufig ist dae durch ο erweiterte tro. Maic. mit >—■ 
diesem Suff, sind seltner, z. B. cnltro-, arbitro• α. st. Dagegen 
finden wir eine Menge Neutra, die namentlich oft ein loetm- 
ment bezeichoeD, z. B. arätro-, mulctro-, haustro- u. v. a. tro 
ist ganz eubst,; die Adj. ätro•, taetro- sind zu danfcel, am Aber 
ihre Suff, sicher zu urtheilen. 

tra z. B. in mulctra, fulgStra n. ein. a. mt. 

tra vereinzelt in tonitm. ^**• 

Mit langem und zn t verdumpftem Vocal , sowie Erwei- ****■ 
terung durch ο bildet das Suff. Part. Fut Act. (tAro). Das d 
(von tliro) verhält sich zu langem 6 (von tor) ebenso wie 
hfic zu höc (im Plaut, noch oft für huc) u. dgl Im Ssk. 
finden wir tar ebenfalls als Pert.-Suff. wie bei Subst. Hier 
fehlt aber die im Lat. so klare Scheidung durch e^nartige 
VocalfUrbung (turo neben tör). Dafür zeigt sich im Sek. wenigstane 
eine Diff. in der Betonung. Bei den Snbst. wird das Suff, be- 
tont, data maghänäm = Geber der Reichthttmer^ bei dem 
Partie, die Wurzelsylbe: dätft maghäni = gebend Reichthttmer 
(cf. Bopp, vgl. Accentuationssyetem S. 20 und vgl. Gr. § 614). 
Im Lat. tritt tura auch als fem. Abstr.-Sufi'. auf, pictära, cen- 
BUra, junctllra o. v. a. Die Bedeutung dieser Abstr. macht es 
wahrscbeialich, dase sie direct von tör durch Erweiterung mit 
a abstammen, also nicht eigentl. Part. Fut. sind. Wichtig ist 
es, dass das masc. und neutr. türo jedenfalls bloss partic. Natur 
zeigen und nur das fem. tura sowohl beim Subst. als beim 
Part auftritt. 

Das Lat. zeigt also beim Soff, ursprünglich tar, sehr, 
deutliche formelle Diff. derRedeth.: ter, tör, trtc, tro, 
tra, auch das vereinzelte trn sind ganz subst. Natur; tdro 
bloe partic, nur türa auch snbst. 

Im Griech. sind all die einzelnen Formen dieses Suff, so 
gut wie nur noch snbst.; τερ haben wir auch hier vornehmlich f*p• 
in Verwaadtscbaftewörtern, wie ττατέρ•, f^rep- u. a., doch auch 
γαατέρ-, Mehrfach kommt τορ bei Nom. ag. vor, z. B. ^pjro/j-, τορ. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



rnp. S&Top- α. β. Sehr häufig ist <Jae gedehnte νηρ (cf. tÄr), z. B. 

rttpft. ioT^p-^ ζωατ^ρ-^ iXar^p- α. ν. λ. Das Fem. endigt auf τ$ψα 

. */"'• (aas re/a+(«), z. B. βότεψα, δμήτίίρα η. a. ; oder auf τ/»(ί (τρ-\~ίδ) 
zi Β. disTpiS- MfllleriD α. a. Ancb für Top und ττ^ρ gilt daeeelbe 
wie flir lat tör. Sie kennen manchmal in adject. Weise einem 
Snbet. zngeselU werden (z. B. βώτβρ-^ 9ήρητορ-^ λ^αηορ- mit 
ώήρ verbunden). Doch tritt dieser Gebrauch hinter dem Bubet. 
zorück; auch iet es dabei oft nicht zn entscheiden, ob wir 
nicht die Form auf ro/>, τηρ ale appoeitionell stehendes Sahst, 
fassen dürfen. 
up,tap, τυρ vereinzelt in μάρταρ\ ταρ vielleicht in dem dunklen 

tpo. νέχταρ; τωρ vereinzelt in μήστωρ der Rathgeber. τρο ist bei 

Masc. selten (cfl ϊατρό-^ datrpo- u. a.), bei Neutr. sehr häufig, 

pa, τρ-η. 2, Β. vhnpo-^ σχήτττρο•, Mhtrpo- u, v. a. Fem. sind ιραρίτρ^^ 

^P"• καίάπτρ^, μάχτρα^ ζύατρα η. m. a. &ρο ist vermuthlich dasselbe 
Suff, nur mit Aspiration des Dentals; Maec. δλε&ρο- π. a• 
Neutr. μΙση9ρο- (Hasemittel), στέργη&ρο- (Liebesmittel), (»iz^po- 

fipa. u. m. a. Fem. ßd&pa, χοιμή&ρα u. a. Mit Wandlung des ρ zu 
λο,•»λο. X haben wir Maec. Se9Xo-\ Neutr. χύτ^ο• Flüssigkeit, γένε&λο- 
Abstammung u. a. Fem. έχέτλ•η Pflugsterz, γενέ^λη (s. Meyer II 
S. 358 und 359). 

Adj. wissen wir überhaupt nur ein Paar auf &po [,Ιάλη^ρο- 
geschwätzig, αα9ρό• faul, schwach, σκε&ρό- knapp, axoiu&po- gei- 
Eig), die nicht sehr in Betracht kommen kennen. 

Im Griecb. ist also deutliche Diff., da sich tar ent- 
eehieden subst. ausgeprägt hat (»/>, τορ, τηρ, τεφα, τρύ, 
top, ταρ, τ<ι>ρ, rpo, τρα, &λο, τΐο, &λη, τλη sähet.; &ρο allein auch 
in einigen Adj.) 
■rat. Dies Suff, bildet im Oriecb. in der Gestalt μενο Part, des 

Medio-Pass. (z. B. κεο&όμβυο-, κευσόμενο-, πεπαιδ&ψένο- u. ν. a.) 
Einige Adj. haben vielleicht ursprfinglich dasselbe Suff, gehabt, 
doch tritt es bei ihnen jetzt als μνσ auf, z. B. ίρυμνό• befestigt, 
γομνό: Ebenso haben wir μνο in mehrern Sahst., die aber meist 
etymolc^sch unklar sind. Masc. sind σχόμνο- junges Thier, 
μίδφαο; δμνο- u. a. Neutr. βίλεμνο- Qeeohoss, πρέμνα- Baumstumpf 
u. a. Fem. μέριμνα u. einige a. Nur das Neutr. άρμενο- ,SegeI' 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



106 

zeiget ^evo (cf. Meyer Π S. 2Θ3). Wenn die Abetr. auf μονή 
{χαρυονη die Freude, φίχ^ρονή Entzfindung, πηαύ\ή Leid α. a.) 
aaf dies Suff, zurackkommen und nicht (wie diee von ijjtp»&v^ 
wabrecheinlieh ist) Ableitnogen vonSnff. μον sind, so wäre die 
Vocainirbang zur Scheidung benutzt. Die Verba, welche den 
Subst. zu Grunde liegen, sind oft nicht mehr rorbanden. 

Wir haben hier also deutl. Diff. {μενο ganz partic.,/iv») 
μνα beim Subst. nod vereinzelten Adj,; μονή nur beim Subet.). 

Im Lat. finden wir Soff, mioo erstarrt in der 2. Pers. PI. 
Pass. , s. B, amftmini; auch dem alten praef&imiio ; in den we- 
nigen Subst. ist es wie im Griech. zu mno, mna zosammen- 
gezoges (z. B. alnmno-, columna α. einige a.); termino-, femina 
zeigen dieselbe Form wie das erstarrte Part. Sa weit das 
Safr. noch lebendig ist, gehört es im Lat dem Subst. Also 
aach hier Diff. — - Andre Suff., die vielleicht hiermit zneam- 
menhängen, werden unter den m-Suff. besprochen werden. 

ß) Suffixe, in denen eich Subst, und Adj. berühren. 

Ιΐΐη Suff., das wir bei Adj. und Subst. ziemlich gleich rer- r 
treten finden, ist la mit vorhergehendem kurzen Vocal (ala). i^ 
Es zeigt eich z. B. als αλο in Απαλό-, άταλό- jugendlich zart, ' 
χ^αμαΧό• (humili-) u. a. Als eko in FetKeio-, στοψελό- dicht, 
fest n. a. Als uAo in d^xäL•-, χαμπύΛο- η. a. Als ιλο in noaelXo- 
n. a. Als ολσ vielleicht in eäoio- beweglich. Beim Subst. fin- 
den wir das Suff, in denselben Gestaltnngen, z. B. αλο in den 
Masc. άστριίγαλο•, ομφαλό- u. a. Neutr. πέταλο-, γόαλο- u. a. 
Fem. χεφαλ^, φιάλη u. a. Als ελο in den Maso. σχώηλο-, ,υοιλό-, 
όβελό-; Neutr. αέιχελο- Ebenbild. Fem. αγέλη, νίψέλη η. a. Als 
αλο ia den Masc. δάχτυλο- u a. Neutr. ατέμφαλο- aoegepreeste 
Oliven oder Weintranben ; Fem. άγχύλη der Ellenbi^n, χον^όλη 
Beale, Geschwulst, άρβόλη Stiefel n. a. Als ιλο in den Maso. 
όπτίλα- das Ange; τρόχιλο- der Strandläufer. Als ολο in den 
Hase, όβολά- η. a. Im Griech. ist somit die F&rbung des Vo- 
cale bei Subst. und Adj. ziemlich dieselbe. Bei beiden finden wir 
αλο, ίλο, υλο, ιλο, ολο in ziemlich gleicher Anzahl. Wir können 
hier eine formelle Diff. nicht constatiren. 



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106 

Im Lat. haben wir Ädj. auf ulo wie bibnlo- gern triakend. 
crepnlo- raaschend, tremnlo-, gemnlo-; ilo seltner, z. B. gra* 
oilo- (neben gracili-),8terilo- (neben eterili-)- Nicht selten zeigt 
sich ili, z. B. agili- beweglich, bibiU- trinkbar, fragili-, nobill• 
utili- a. a., die in ihrer Bedeutung alle ziemlich abereinstimmen, 
olo vereinzelt in singolo- (alte Form τοη singulne). 

Subet. aaf alo Masc. scopulo-, Sgnlo- der Töpfer i 
Neutr. Goculo- Eochgeechirr ; Fem. cingula, regula n. a. ilo im 
Nentr. jubilo- u. a. ili in strigili- dee Schabeisen, ineill• 
die Hornspnle. olo vereinzelt in agolo- n. der Hirtenetab. 

Wir treffen Suff, nlo, η la ziemlich gleichmässig bei Snbst. 
nnd Adj. an, worin eine bemerkenewerthe Uebereinetimmnng 
mif dem Griech. liegt. Das seltenere ilo findet sich bei Subst. 
and Ädj. (es liegt dem ili zu Grunde) (cf. Corssen Π 153), 
olo noch seltener (.Vorstufe des ulo) bei Subst. und Adj. Da- 
gegen ist ili fast ausschlieselich adjectiv. Also der Anfang 
einer form. Diff. ist doch gemacht. 

Adj. auf τ^λα ζ. Β. ΈεκηΧο- ruhig, χαταΡρψηλό- schauderhaft 
u. a. ιλο vereinzelt in arpoßiL•- gedreht. Subet. auf ηλο ζ. 6. 
Masc. τράχηλο- η. a. Neutr. πέτηλο-. Fem. ίρττήλη kriechendes 
Thier η.&.αλο in dem Masc. x<i;9a^- Fossenreisser. iL• in dem 
Maso. στρόβιλο- Kreisel, Wirbel. α>λο im Neutr. Μιδωλο-; Fem. 
φίΐαωλή die Schonung, εόχωλ^, τερπωλή Ei^ötzlichkeit η. a. υλα 
vielleicht in σψονδύλη Erdkäfer. 

Es finden sich also -ηλο^ tio beim Subst. und Adj.; das 
etweiB häufigere ωλο, ωλα ist subst. Also haben wir im Griech. 
doch einige Diff. (Uebrigens giebt es überhaupt wen^e Bil- 
dungen der Art und wie man sieht zum Theil nicht sicher primäre.) 

Im Lat. haben wir das SufT. als eia in einer ganzen 
Reihe weiblicher Subst, z. B. fugdla die Flacht, querSla, me- 
dtia Heilmittel, sequ^la Folge (die vielleicht von Verben der 
2. Conj. ausgegangen sind). Im Lat. ist also deutliche 
Diff. 

Dies Soff, ist nicht sehr häufig. In griech. Adj. z. B. 
" ^Xo-^ έσ&λό-^ φαλά• hell, στρεβλό- gedreht. Subst. Masc αόλό-^ 



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107 

KTÜo- der Widder, ίοΰλο- η. s. Neatr. wie φαλο-, foßo~ n. a. 
Fem. αάλή^ αίγίη u. a. Keine Diff. 

Das Lat. zeigt wenig Adj . : amplo- , panio- , rielleioht 
pnllo- jung. Subet. eind häufiger: Masc. m&lo- u. a. Nentr. 
templo-, prSlo-, exemplo- u. a. B''eni. sella (aus aedla) u. a. 
Im Lat. haben wir vielleicht einige Diff. durch die gröseere 
Zahl der Subst. (cf. Meyer II 2M und 205). 

Im Griech. sind namentlich Adj. mit diesem SafT. gebildet. ηΒΐΐτη- 

hargihviidaa 

apo finden wir in στφαρό- fest, σ&εναρό-^ ptap6-. Häufiger i^t knmTo' 
epo, z. B. φανερό•^ ϋαΧερό-, αταγΐρό-, σψαλερό u. a. upn in 
φλεγαρό- brennend, ψΦυρό- α. a. Subet. mit apo sind nicht 
zahlreich, Masc. Μταρο-, τάλαρο~\ Neutr. βλέφαρο• u. a. Fem. 
i^apij der Heerd u. a. epo noch seltner im Masc. ntv^po- 
1K a. Fem. ήμέρτ). Als υρο sehr selten, im Masc. ζέψορο-^ Nentr. 
ä/upo- Spreu , Fem. φιλύρα die Linde. Durch j a erweitert 
scheint dies Suff, in einigen Subst. aufzutreten, z. B. fem. 
xuirttpo- neben χύπερο-^ eine Pflanze; äiyetpo- die Schwarzpappel, 
iitetpa u. a. Zu t ist der Schlussvocal geworden in xiitapt- 
neben xi&dpa. 

Also apo^ u/io, vor allem epo 'beim Adj. häu^er als 
beim Subst. Dafür scheint das Subst. einige beeondre Formen 
zu haben. So hätten wir vielleicht den Anfang einer Diff. 

Das Lat. zeigt in einigen Adj. ero, wie libero-, misero-, 
lecero- u. a. nr.o in satoro-. aro, ari in hilaro-, bilari-. 
Das Subst. hat ero in den Masc. puero-, namero- u. a. 
Nentr. jugero•, Fem. hedera, vtpera d. a, ura in napura Stroh- 
eeil. Bei der Seltenheit dieser Bildungen ist eine Diff, nicht 
zu erwarten. 

Adj. im Griech. ganz vereinzelt; a>pa vielleicht in ΐτέ^μο-, ramuni- 
apo~ in ^^uf^o- (die aber vielleicht secundär sind). Subst. lassen itg^tavi- 
sicb mehr anführen, namentlich mit Suff, ωρα (cf. ωλα und lat. Sla), '^ 
fem. Abstr. wie Ιϊλπωρη die Hoffnung, πληθωρή die ÄDföUnng 
n. a. ωρο im Tntisc. &etopo-•, ηρο viell. im Masc. ^co^joo- Oeisae), 
upo im Nentr. λέιιυρο- Schale, Hülse; Fem. γέφυρα^ äjnopa. 
Hier haben wir vielleicht einige Diff. durch die etwas grös- 
sere Anzahl der Subst. (s. Meyer II, S. 212). Das Lat. kann 



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ιοβ 

ganz bei Seite gelsaseB werden, de dort nar ein Paar isolirte 
Fonnen, wie flgtlra, securi•, galtro- die Mutze, Kappe, her 
geboren könnten, 
'«■''w^ ra ist ein sehr gebrÄuchlicbes Suflf.; po in Adj. wie ^pA-^ 

"•••^• ioforpo-, αΐσχρό -y λεπρό-, ψυδρό- u. m• a. Ganz rereinzelt steht 
pt in Tidpi- kand^. Bei Sabst. ist po. auch häufig z. B. in den 
Maec. νεχρό -y αγρό• u, r. a. Neutr. SStpo-^ Sxpo- u. a. Fem. 
a&pi^ die Luft, Sxpii α. a. Auch pt findet eich vereinzelt, z. B. 
Sxpt^^ d^pl•-. 

Es läset eich der Anfang einer Di ff. darin finden, dass 
das Adj. eine grössere Tendenz zur Oxjtonimng ze^, als das 
Snbst. (cf. Suff, ro; s. Heyer II S. 213 fll). 

Lat. Adj. z. B. gnäro-, el&ro-, sacro- α. a. Subst Maec: 
muro-, Neutr. scalpro- Messer, flagro- Geissel α. a. Fem. capva 
n. a. Im Lat. keine Di ff. (Meyer 8. 214 fil.). 
m-sifixa Diese Suff, sind beim Adj. nur spärlich vertreten. Im Oriech. 

dv ^y haben wir av (a<z, atva, av) in μέλαν^ τάλαν-\ tv in τέρεν-, 
o", ων, ^[pfftiH^ ov («MV, G. ονοζ) in φΐδόν- fltlstemd; <av in &9ων-^ arpaßatv- 
scbielend, Tptßmv- geschickt; ■^v in dem wahrsch. zusammenge- 
zogenen άητήν nicht flügge l.cf. χτψό-) und άστήν- unglücklich 
(daneben αστηνο•). 

Die Snbst. sind bedeutend zahlreicher. 

Hfti«. tuv Mose anf a>v ziemlich häufig ieav G, owoc): φάγων- der 

Fresser, xpauy&v- oder Schreier", der Specht, άγ&ν-^ χ^άδων- 

das W(^en, Sipxmv die Gazelle, χ(ύαο>ν- die Schelle u. v. a. 

0" (s. Meyer II 138 und 140). ov («n- G. owc) ist schon seltner, 

•'•wie Ä$Jk-, «teööv- u. a. ev [ψ G. tvo•:) nicht häufig; αύχέν, 

V*• äSiv die Drüse α. m. a.; ην häufiger {ψ G. ηνος)'. πία&ην der 

'"■ Forsidier, Ιιειχην- die Flechte, "Είλην η. a. (Meyer II 144). Tu 

<"■■ nur in einigen Worten, wie deX^i-:, uv vereinzelt in μόβαυν-^ 

pooDif ein helzerner Tburm. 

r*a. OH Fem. namentlich auf ov, z. B. άχάν- das Bild, οταγύΊ^ der 

Tropfen, tspaov- die Vergnögung, τραγόυ- die Turteltaube o. a. 

»-'■ Benfey und L, Meyer führen die merkwürdigen Fem. wie Αητώ^ 

ήχώ, ntoiho, φκδώ η. a. auf ovt oder tuw zurück (cC Latöna). Aas- 



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109 

teil des V und Erweiterung durch ι wäre also nur dem Subet. 
eigen, tv in γλα/χίν- die Spitze. ~*. 

Neutra hat das Subst. uicht. 

Wir sehen also 1) das Ädj. ist bedeutend seltner, nameatlich 
mit a>y und ην haben wir eine ganze Reihe Subst., nur wenige 
Adj. 2) av ist dem Adj. eigen. 3) tv und vv findet sich nur 
bei einigen Subst.; ebenso o-t ant ovt. 4) Das Subst. hat keine 
Neutra, also alle Neutra sind Adj. 5) Freilich mit εν. ov, am, 
ψ haben wir sowohl Subst wie Adj. 

£s ist also doch einige Diff. vorhanden [s. Meyer II 
S. 138 m.). 

Im Lat. sind gar keine Adj. mit Suff, alt an, an vorhan- 
den, w&hrend die Subst. recht zahlreich sind. Masc. mit Suff. *■- 
ön Co 0. tn is)eehr häufig : bibön-, edön-, mandön-, voldn- u. r. a. 
Anf OD (o O. inis) viel seltner: cardon-, homon- u. wen. a. ■■• 
Fem. graudou-, virgon- (cf. ό/ψίαεΐ) u. a.; aepergon- oder 
aspai^on- das Besprengen, der Tropfen. Maso. anf en selten, «■. 
wie pecten• , sangueo-. Neutr. z. B. glüten- Leim, poUen- 
Stanbmehl u. a. Im Lat. ist also ganz deutL Diff. 

Die Adj sind nicht allzu zahlreich. Im Griech. mit Saff. u bui < 
avo ζ.Β.πι9ανό-, σχεπανό- beschattet, «rre^^iw!- bedeckt, deckend „ατ«ι 
D. a. ivo selten, fioAvo- schlank, beweglich; υνο selten, πίαυνο-, *4- 

D^egen sind die Snbst. mit diesem Suff, in recht grosser soIhl 
Zahl nachzuweisen. Am wenigsten noch Masc: avo in xiJ^tavO-, mms. 
odpauo-, ατέψανο-; tvo in χόφινο• der Korb vereinzelt. 

Viel häufiger sind die Neutra, die namentlich ein Mittel Ν«α. 
bezeichnen, z. B, mit avo; δρέπανο-, τρύπανο-^ γλύφανο' der 
Meissel, ϋηγανο~ Wetzstein, χόπανο- Keule, Beil, /Ιργανο u. r. a. 
ivo vereinzelt in dem dunklen xooxtvo: 

Auch die Fem. sind recht zahlreich, z, B. mit Snff, aua: ram. 
βοτάνη die Weide, 9ρεπάνη die Sichel, ατεφάνη die Umkränzung 
u. T. a. ova in άαόίτη Geschrei, περόνη Spange, ijdo^ α. a. 
Iva vereinzelt in dem dunklen ύίαπίνη Festechmaas, uva ver- 
einzelt in χορύνη die Keule. Mit eva vereinzelt ώίάνη (s. Meyer, II 
S. ISl fll.). 



nigiUrrlb/GOOgIC 



110 

Es liegt also einige form. Diff. vor, indem 1) die Adj. 
an Zahl ganz hinter den Subst. zurücktreten; 2] der Äcceot 
der zahlreichen Subst. fast durchgängig baryton ist (nam. bei 
den Neutr-X während die Adj. fast alle.Oxyt. sind; 3) otnz dem 
Subet. eigen ist. 

Im Lat. kann von Adj. vielleicht das vereinzelte gemioo- 
hei'gezogen werden. Die Subst. sind auch nicht häufig. Uaec, 
mit iuo z. fi. domino-, asino-, acino- (auch neatr.) und einige 
a. Neutra vereinzelt acino-. Fem. earcina, pägina, patina (^πατάνη) 
und einige a. (s. Meyer II S. 181 dl.). 

Das überhaupt seltene Suff, findet eich fast nur beim Subst. 
und darin liegt einige Diff. 

Dies ist kein häufiges Suff. Adj. lassen eich nur einige 

' z. B. in iava- geschmeidig; ηνο in pi- 

i^vo-, πτηνό'. 

Μ»- Subet. sind etwas zahlreicher, doch auch nicht häufig. 

Hase, nur wenige; ψο in dem späten Χάγηνο- (sonst λάγανο-); 

Hintr. (otio in xo^oW- ; ivo ναχαλίνό-•, uiw in xc'f^vo- ; Neutra sind gleich- 

fm. falls selten; (vo in αέίακ)-. Fem. etwas häufiger; ηνα in ε^νψ 

τώ^νη u. a. ; oiva in χοΧώνη, χορώνη α. a. tva in ψο/ηνη Schwarte, 

dicke Haut; ova in άαη^νη η. a. 

Die Bildungen sind oft etymologisch nicht verständlich 
und vielleicht zum Theil secundär. 

Wenn wir hier einige Diff. haben, so liegt sie 1) darin, 
dass tuo , uvo , owo dem Subst. eigen sind ; 2) in der grösseren 
Zahl der Subst. 3) Auch hier tendirt das Adj. zur Oxytoniruug, 
das Subst. zur BarytoDirung (cf. Meyer 11, S. 185 ill.). 

Lat. Adj., die hierher gehören, sind vielleicht arcäno-, se- 
r£no-, necoplno- (egSno- kommt wohl von eg€re mit Suff. na). 
Subst. Masc. nicht häufig, colöuo-; Neutr. vielleicht catlno- 
Fem. sind häufiger, wie vermuthlich catfina, arSna (habSna 
wohl von habere mit Soff, na) u. a. rapina der Korb, fodina 
die Orube, ruina der Fall; öna in den Namen Abedna, Inter- 
cidöna, Adedna. Doch sind die meisten Bildungen nicht genü- 
gend deutlich, um abschliessend zu urtheilen. Es scheint, dass 
wir einige Diff. durch die grössere Zahl der Subst. haben. 



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111 

Manche Wörter der vorigen Äbschaitte gehören vielleicht ut, λι 
euch hierher. Dies Suff, ist ein noch recht häufiges, vor allem ",^μ« 
beim Subst. 

Griech. Ädj. lassen eich manche anfuhren, z. B. άρ/ό-, 
ατυγνό-, στιλπνό- glänzend, φυδνό- lügenhaft, φανό•, τερπνό-, 
σπβρχνό- und eine Reihe a, (cf. Meyer il S. 188). 

Subst. sind ziemlich zahlreich, z. B. die Masc. δπνο-, 
λύχνο- η. a. 

• Neutr. ζ. Β. τέκνο-, στέρνο-^ σπλάγχνο- und einige a. 

Fem. hänfiger, wie z. B. ζώνη, τ^χ^•, χλΐνη, χρήνη u. a. 

Wichtig ist es, daae fast alle Adj. Oxytona sind (ef. το, 
'^1 /">)) während die Subst. durchaus die Barytonlrung vorzie- 
hen (cf. L. Meyer II S. 188 fll.). 

Dadurch wird einige Diff. bewirkt. 

Lat. Adj. mit diesem Suff, sind nicht zahlreich: cftno-, 
ρΐέηο- u. a. ; in l@ni-, eegni- konnte das ni aus no geworden sein. 

Die Snbst. sind auch nicht häufig. Masc, z. B. eomno-, 
pugno- die Faust u. a. Zu ni geschwächt wohl in amni-, igni-, 
päni- u. a. Anch η α hat sich aus no entwickelt: νέηα- der 
Verkauf (daneben die Grundform vftno-); sinn- der Krug (da- 
neben sino-). 

Neutra: regno-, gräno-, döno-; ni in moeni-, müni-; nu 
in cornu-. 

Fem.: cdna, lüna, penna; ni in cläni- der Hinterbacken. 
Höchstens einige Diff., da nu bloe snbet. ist. 

Das Suff, as ist ein sehr schönes Beispiel für die Lehre *■. 
von der Diff. der Redetheile durch Suflizmodification. 

Die griech. Adj. mit diesem Suff, sind meist Zusammen- κ. 
setzangen, die unten zur Besprechung kommen werden {άχ)ίΕές- 
u. dgl.). Es ist sehr wicht^, dass die Adj. so gut wie alle 
das Suff, in der Gestalt ες zeigen (yrährend das Subet. noch 
ganz andre Formen kennt), z. B. νω&ές- faul, πρηνές- vorwärts 
geneigt, φραΜς- verständig, ααφέ<ι-, ^tuMt- und nicht viele a. 
j}i heben wir vielleicht in dem vereinzelten χέρψ' (cf den Acc. ης. 
χέρ-ηα. Dat. χέρηϊ), für das sich aus dem Comp, χέρειον- (aus 
χερεαιον) eine Nebenf. χ^ρκ- erschlieesen lässt. — Auch das 



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110 

Εβ liegt also einige form. Diff. vor, indem 1) die Ädj. 
en Zahl ganz hinter den Subet. zurücktreten; 2] der Acceot 
der zahlreichen Subet, fast durchgängig baryton ist (nam. bei 
den Ifeutr.), während die Adj. fast alle.Oxyt. sind; 3) ovä dem 
Subst. eigen ist. 

Im Lat. kann von Adj. vielleicht das vereinzelte gemino- 
hergezogen werden. Die Subst. sind auch nicht häufig. Masc. 
mit ino z. B. domino-, asino-, acioo- (auch neutr.) und einige 
a. Neutra vereinzelt acino-, Fem. sarcina, pägina, patina Ιπατάνη) 
und einige a. (g. Meyer II S. 181 fli.). 

Das überhaupt seltene Su£F. findet sich fast nur beim Subet. 
und darin liegt einige Diff. 
iii τη- Diee ist kein häufiges Suff. Adj. laesen eich nur einige 

mToui. namhaft machen, avo z. B, in έανό- geschmeidig; ^vo in jvl•• 
ilj«}-, πτηνό-, 
MW. Subst. sind etwas zahlreicher, doch auch nicht häufig. 

Masc. nur wenige; rjvo in dem späten λάι^νο- Ceonst idjvvo•}] 
»•Mr. eavo in χολωνό-^ tvo in^a^wS-; wo in χΐνδυνο-; Neutra sind gleich- 
'"■ falls selten; ivo in σέλα/ο-, Fem. etwas häufiger; ηνα in εΙρήνη, 
τΦήνγ/ u. a.; ωνα in χολώνη, χορώνη u. a. iva in ψσ(Μνη Schwarte, 
dicke Haut; uva in όαη^ν:^ u. a. 

Die Bildungen sind oft etymologisch nicht verständlich 
und vielleicht zum Theil secundär. 

Wenn wir hier einige Diff. haben, so liegt sie 1) darin, 
daes tvo, am^ tovo dem Subst. eigen sind; 2) in der grosseren 
Zahl der Subat. 3) Auch hier tendirt das Adj. zur Oxytonirung, 
das Subst. zur Barytonirung (cf. Ueyer II, S. 185 fll.). 

Lat. Adj., die hierher gehören, sind vielleicht arcäno-, se- 
r£no-, necopino• (eg^nu- kommt wohl von egSre mit Suff. no). 
Subst. Masc. nicht häufig, colöuo-; Neutr. vielleicht cattno- 
Fem. sind häufiger, wie vermutblicb catSna, arSna (habgna 
wohl von habere mit Suff, na) u. a. rapina der Korb, fodtna 
die Grube, ruina der Fall; öna in den Namen Abedna, Inter- 
cidöna, Adedna. Doch sind die meisten Bildungen nicht genü- 
gend deutlich, um abecblleseend zu urtheilen. Es scheint, daes 
wir einige Diff. durch die grössere Ziahl der Subst. haben. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



111 

Manche Wörter der vorigen ÄbBcbnitte gehören vielleicht u, . 
auch hierher. Dies SnfF. ist ein noch recht häufiges, vor allem "'^^ 
beim Subst. 

Griech. Ädj. laeeeo sich manche anfuhren, z. B. άρ/ό-, 
στυγνό-^ artinvo- glänzend, φαδαό- Ifigenhaft, ιραι/ό-^ τερπνό-, 
απΐρχνό- und eine Reihe a. (cf. Meyer II 8. 188). 

Subet. sind ziemlich zahlreich, z. B. die Masc. δπνο-, 
λύχνο- u. a. 

• Neatr. z. B. τέχνο-, στέρνο-^ σπλάγχνο- und einige a. 

Fem. häufiger, wie z. B. ζώνη^ ^^iX^i '^iv^y 'P^^ "■ ^* 

Wichtig ist ee, daas fast alle Adj. Oxytona sind (ef. το, 
«, />o), während die Subst. durchaus die Barytonirung vorzie- 
hen (et: L. Ueyer II S. 188 fll.), 

Dadurch wird einige Diff. bewirkt. 

Lat. Adj. mit diesem Suff, sind nicht zahlreich: cftno-, 
ρΐέηο- u. a. ; in l@ni-, segni- könnte das ni aus no geworden sein. 

Die Subst. sind auch nicht häufig. Masc. z. B. somno-, 
pugno- die Faust u. a. Zu η i geschwächt wohl in amni-, ^i*, 
päni- u. a. Auch nu hat sich aus no entwickelt: τέηη- der 
Verkauf (daneben die Grundform νδηο-); sinn- der Krug (da- 
neben stno-). 

Neutra: regno-, gräno-, döno-; ni in moeni-, muni-; nu 
in cornu-. 

Fem.: cSna, luna, penna; ni in cluni- der Hinterbacken. 
Höchstens einige Diff., da nu blos subst. ist. 

Das Suff, as ist ein sehr schönes Beispiel für die Lehre ■■. 
von der Diff. der Redetheile durch Snfßzmodification. 

Die griech. Adj. mit diesem Suff, sind meist Zusammen- *ς. 
Setzungen, die unten zur Besprechung kommen werden {άκλεές- 
u. dgl.J. Es ist sehr wichtig, dass die Adj. so gut wie alle 
das Suff, in der Gestalt ες zeigen (yvährend das Subst. noch 
ganz andre Formen kennt), z. B. vwi^ic- faul, πρ-^νές- vorwärts 
geneigt, φραδές- verständig, tnz^^c-, ψευΟίς- und nicht viele s. 
ης haben wir vielleicht in dem vereinzelten χέρης- (cf. den Acc. >3f. 
χέρηα. Dat. χέρψ')^ für das sich aus dem Comp, χέρειον- (aus 
χΐρίοιον} eine Nebenf. χέρες- erschliessen lässt. — Auch das 



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112, _ 

■/ΐ, ο. ίος. Sabet. zeigt ες ale Suff., aber es ist buchet be&chtensTCertfa, dass 
diese Snbst. 1) nur Neutra sind; 2) in der Betoaang sich 
vom Adj. uDterscheiden (die AdJ. sind Oxyt., die Sabst. nie); 
3) dass die Subst. im ffom. nod Acc. Sg. nicht ες, sondern ος 
zeigen. Naturlich sehen wir ab von einigen Formen, die ei- 
genllich nur zusammengesetzte Adj. sind (τριήρης u. dgl.). Die 
Neutr. auf nc G. εας eind äusserst zahlreich , z. B. γέικις, αν&ος, 
ας, ο. βος βίν&ος, αχϋος, ίίάμβοί, σΟένος, αχίλος, τέΧος, τεϋχος u. ν. a. Ιο sei- 
ner alten Gestalt ας zeigt sich das Suff, auch in einer Reihe 
neutr. Subet , z, B. δίμας, σέβας, σχέπας, γέρας, γηρα<ζ, αέλας u, a. 
Diese behalten das Suff, als ac auch in den übrigen Casibas, 
wobei nur das σ ansrallen muss, so dass der Gen. γέραος u. s. 
ac, o. »ος. w. lautet. Ein Paar Wörter haben iu den übrigen Caeibus sc als 
^nff. Dies sind οΰδας der Erdboden (G. otSOeoi) und χύας das 
Vliese (PI. χώεα). 

All diese Subst. sind von den Adj. mit Suff, ες sehr dent- 
lioh geschieden durch die abweichende VocaUärbung and 
namentlich die Betonung. Vor allem belehrend ist die Ne- 
beneinandersteliung solcher Subst. und Adj., die von demselben 
Verbal stamm kommen, z. B. Subst. ψέϋαος, G. φεάθεος neben 
dem Adj. φευΰής, ές, G. φευδέος. 

Wenige Subst. sind maec. oder fem., die dann formell noch 

ως. mehr vom Adj. abweichen. Vielleicht geboren hierher ^ρακ, 

ης. SpuK mit SaS. αις; mit χέρης- kauu man "^/njr vergleichen. Fem. 

ος. mit Suff, ος sind αΐάάς- (Nom. Sg. αϊδώς) die Scham und das 

hom. ■^Fός- die Moi^enröthe (Nom. Sg. ^Fώς). Im Griech. ist 

also die Scheidung von Subst. und Adj. beim Suff, alt as 

ganz deutlich. 

Im Lat. ist das as weit überwiegend subst. Suff, ge- 
worden. 
tt.ti. 1) Rein subst. ist das Suff, a) in der Gestalt ös, ör (ös, 

G. öris; ör G. dris; dann er G. orie) z. B. bonos, öris; 
clamör (Enn. Ann. 408, 423. V. a. Corss. II 507); amör, 
G. öris; ebenso algör-, terrör-, suddr- u. v. a. 
na.'mi: '') '"') ^' oris, namentlich viele Neutra, wie corpus, 

oris; oemne, pectus, frigus u. v. a. Auch das masc. 



b,GoogIc 



113 

lepus, orie; dann ur, 6. oris in jecur, orie; femur, 
ebur, robur. 

c) ^8, G. ie. Hier Ut das Suff, imr im Notu. Sg. ge-«s,G. ii. 
wahrt, die fibngen Cas. gehen nach der 3. Decl., z. B. 

die Fem.eedSe, G-. is (cf. sek. eEkdBs)^ Dobes (nablias); 
molSe (cf. moles-tiu). 

d) £b Θ. έΐ. Auch hier f&lU das β in den übrigeo Casae H,a.n. 
aus und wir haben Uebergang in die 6. DecL; di£e 

(cf. ho-dier-nne), pubSe, βρββ (cf. speree, speribus). 

Seltener sind folgende GestaUangen: 

e) US, Q. ärie in telltle, uris. t«, c. sris- 
fj fie, G. oris in arbds, oris und os in arbos, opos, Ve- n, α'ΐηι. 

nÖs (β. Gorseen I 671 and II 87). 
g) 1b vereinzelt in pulvis (Gores. I 571 und Π 278). ti- 

h) er G. i&eris rereinzelt in iter, ineris. «r.o.inBru. 

i) ur G. inoris vereinzelt in jecar, inorie. βτ,ο.ιβοη«. 

k) Stärkere Verstümnielangen : joas, jus (ans Javas, 

jovos) = das Recht, pös, crüe; t&a\ wohl auch 

flÖ8, mos. 

2) Fast rein subst. 

a] Das wichtige Suff, ue, G. eris, z, B. die Nentra foedus, *i, e.'in». 
eris; latus, onue, opus, acelns, genus u. v. a. Subst. 
Dagegen läset sich unter den Ad], nur ganz verein- 
zelt vetus, eris anfahren (s. Gores. II 201 ; Meyer ver- 
gleicht Μτος). 

bj ur, G. uris z. B. ia den Subst. fulgur, guttur, sulfur, ir. a.'aH». 
ai^ar; unter den Adj. vereinzelt cicar. 

c) is G. eris z. B. in den Subst. cinis, eris; vomis, ca- ii.e'erii 
cumis n. a. Unter den Adj. vereinzelt pnbis, eris. 

3) Schwanken zwischen Subst. nnd Adj. 

a) er G. eris z.B. in den Subst. vomer, cacumer, pul- «r, g. ΐτίβ. 
ver, einer Prise. (Gores. II 278); Adj. veter, eris 

(= vetns bei Ena. und Att.), auch puber. 

b) έβ, G. eris vereinzelt im Snbst. Gerds, eris, Adj. pa- fi, q Tru. 
b6s, eris. 



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114 

, ο) ο r Q. ο Γ i 8 in den Subet arbor, oris ; Adj. decor zier- 

lich, Naev. 
Das Reenltat ist, dase alle wichtigen QestaltuDgeD dieaee 
Suflf. {OB und ör; oe G. oris; us G-. eris) rein oder doch fast 
rein subst. sind. Schwaokeo zwischen Subst. und Adj. Sndea 
wir nur bei ein Paar recht unwichtigen Suff. Also: das Suff 
ae ist in den banteeten Gestaltungen im Lat. durch- 
aus subetantiTLSch entwickelt und nur vereinzeltere 
Formen zeigen, dass es auch Adj. bilden konnte. 
Somit auch hier deutliche form. Diff. 
Das SufF. ar hat sich im Lat. ganz mit dem vorigen (as) ge- 
mischt, da das s von as sehr oft zu r geworden. Aus diesem 
Grunde läset sich im Lat. eine Scheidung von urspraugliohem 
as and ureprÜDglichem ar nicht wohl durchführen. Dagegen kenat 
das Oriech. den Uebergang von σ za ρ nicht (ron dialektischen 
Eigenheiten vielleicht abgesehen) und daher sind wir im Stande 
für diese Sprache ein Suff, ursprüngheh ar anzusetzen. 

Kun ist es interessant, dass dies SufF. beim Adj. fast gar 
nicht anzutreffen ist, während eine ganze Reihe Subst. damit 
gebildet sind. Als Adj. lässt sich vielleicht μάχαρ, G. ρος an- 
fahren , d^egen schwerlich πΐα/>, dessen Suff, gewiss ursprüng- 
lich Fap lautete (cf. ssk. plvan, ptvaras fett, l^pi). 

Bei den gar nicht seltenen Subst. treten häufig in den 
meisten Casus Formen mit Suff, ar auf. 

φ ap z. B. in den Neutr. aixap die Schutzwehr (nur N. und 

Acc. Sg.), eUap dasselbe (nur N. und Acc. Sg.), Svap Traom 
(nur N. und AccJ, ΰπαρ die wirkliche Erscheinung (indecL); 
αλειφαρ hat im Gen. άΜψατος^ sl3ap G. τοζ u. m. a. (cf. Meyer 
S. 128 m.) 

). ep in den Masc. άνέρ-^ Saep-; Fem. sind hom. ήΐϊρ-^ cädip- 

(in der späteren Sprache Masc). 

1, op vereinzelt in äo/>, G. ορός neutr. 

1. aip, Q. ωρος in den Blase, ϊχώρ das Götterblut, άχώρ 

der Grind, Schorf; Keutra πέλωρ, kFiXämp, Γέλωρ die 
Beute u. a. 

ωρ G. ατός zeigen die Neutra αχώο, G. αχατος\ ΰδωρ^ ατός. 



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118 

αρτ in dem vereinzelten Fem. 3άμαρ, Qt. aptK. "V»- 

Daeselbe Saff. ar etedct vermnthlich in den Moec. ^/>, G . v- 
ϋηρός^ ψήρ, φήρ α. β. 

Des Saff. ar ist also in allen möglichen Variatioaen 
eo gut wie rein snbstantiTiscli geworden; so haben wir 
deutliche Diff. 

Manche griech. Wörter auf αψ und ar hatten vielleicht ^* 
TirsprUnglich Suff. Fcψ und Fat^ z. B. die Neutra τχφαρ, Q. 
ατός Grunze Cvielleicht aus izipFar-^ cf. aeol. Ώέρρατ-)\ eidap^ G. 
τος (aus e<5Ja/>-3; vielleicht δέίεαρ^ τος und St/siap; auch &έν(φ^ 
das im Gen. &ίναρος zeigt „UandSäche" (cf' sek. dhanvan Fläche). 
Man kann oft nicht sicher sagen, ob das Suff, ursprdnglich 
var oder ar gewesen. Deutliches rat finden wir in xapijFara 
Kopfe; auch in den Casus von γόνυ, 3όρυ, ζ. Β. γοόνατσς, δοΰρα- 
τος tans j^FartK^ 9όρΙίιτος) und vielleicht einigen a. Das Adj. 
zeigt vereinzelt etwa irüz/», das aber möglicherweise etete als 
Subst. anfzufaseen ist (wie Buttmann will, der παψ Μ ο53ας 
liest = Fett ist unter dem Boden, nicht παψ Sji (Μας = fett 
ist nuten der Boden). 

Hier liegt also deutliche Diff. zu Gunsten dea 
Sabet. vor. 

Das Suff, ra ist im Lat. nicht selten. In der Gestalt vo fin- n. 
den wir es in Adj. wie curvo-, falvo-, salvo-, parvo-j ai 
ond vi in tenui-, brevi-, levi- sind nur Erweiterungen von u, 
nicht Schwächungen von va, wie die verwandten Sprachen 
zeigen. Viel häufiger und namentlich in jüngeren Bildungen 
angewandt ist no, z. B. prospicuo-, continuo-, prootiecuo-, di- 
viduo•, assiduo-, contiguo-, relicuo- und sehr v. a. Seltener ist 
Ivo, z. B. nocivo-, cadivo- u. a. 

Das Subst. zeigt vo in einigen älteren, meist dunkeln Wör- 
tern : Masc. eervo-, Neutrum arvo-, Fem. silva, malva α. a. vi 
vielleicht in civi-, pelvi-. 

Wir finden also vo in älteren, undurchsichtigen Bildungen 
sowohl beim Subst., wie beim Adj. Dagegen tritt die Gestalt 
η ο (auch ΐνο) bloss beim Adj. and als ein sehr gebräuchliches 
Suff. auf. Wir haben hier also entschieden deutliche form. Diff. 

8• 

DigitzrrlbyGOOglC 



>-9κκ Ädj. nüt m-SofSzen existirea nur wea^e im Griech. and 

■B. es ist dabei nicht immer eicher, ob sie nicht rielleicht eecnndär 
0^1 */"», Bind (wie z. B, ψύ^μο-), ζ. Β. kroc/io-, δερμό-,, do/uo- qneer, αψό- 
and einige a. Die Sabst. sind dagegen ausserordentlich zahl- 
reich, namentlich Maec, z. B. άνεμο-, thpo-, χεαθμό-,, 9ημό-, ofyio-, 
δρμο- α. τ. a. (Meyer S. 29Θ fll.). Das Soff, bleibt lebendig 
nnd bildet noch in späterer Zeit namentlich Abstr. von abge- 
leiteten Verben z. B. βαπτνψό-, ψαντασμύ-^ χηραγμά-^ δίιψμό• 
α. m, a. 

Neutra sind seltener, z. B. &>&τμο-. 
Fem. häufiger, z. B. &5μή, τψή, ψήμτ}, μνήαη α. a. 
«μο. Nicht selten geht dem subst. μο ein σ vorher, z. B. xia^ia-, 

μερισμό-, δρχψψό-, 3ααμό-, απαομό- α. a. 
^μο. Merkwürdig ist auch das nicht seltene ^μο, ^μα•, das viel- 

leicht mehrfach dem <ψο zu Grunde liegt; Masc. χλαο^μό-, χη- 
λη&μό-, όρχηί^μό-, πορί^μό-, σταθμό-, äpSpo-, und eine Reihe a. 
ΐμο. (Meyer S. 371). Fem. ατά&μη-, εϊαίΆμιη•, τμο und τμα nar ganz 
selten, z. B. Masc. ατμό- Dampf, Hauch; Fem. <iür/4i ίψ^τμ-ή. 
Also μο ist vorwiegend subst., σμο, ^μο., τμο bloss subet. 
Hier haben wir also schon ziemlich bedeutende Diff. 
■•. Im Lat. sind die Adj. (z. B. formo-, firmo-, almo-) ganz 

vereinzelt, die Subst. euch nicbt sehr häufig, wie fAmo-, enimo-, 
rämo- und i^ma, fiamma, pluma, bruma u. a. (Meyer S. 300 fll.) 
Eine Diff. läset sieb bei der geriogeo Zahl der einschlagen 
Bildungen nicht erwarten. 
Bln. Dies Suff, findet sich als μον in einer Reihe griech. Adj., 

μο>. Ζ. Β. δάημον-, έλέτίμον-, μνημον-, ζηλημον-, μά^τημον^ ψράαμαν- U. a. 
Dasselbe SuS'. tritt auch in Subst. auf, z. B. den Masc. Sxpov- 
AmboB, όαψον-, πνεΰμον-, ^γΐμόν- u. a., wenn auch weniger häu- 
M'v. fig wie beim Adj. Das Subst. zeigt ferner die Gestaltung μεν, 
μα. ζ. Β. die Masc. ιζοψέν-, πυ^μέν, λιμέν-, ομέν-. Vereinzelt ist μιν 
in σταμίν- fem. Schiffsbalkeo (s. Leo Meyer II S. 276 Ql.). 

Hier haben wir einige Diff., indem 1) μον häufiger beim 
Adj. ist als beim Subst. ; 2) die Suhst. meist Masc. sind , also 
Fem. und Neutra fast nur adjectivisch sein müssen; 3) das 
Sabet. noch μεν und μιν kennt, die dem Adj. fehlen. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



H7 

Im Lat. ist die Diff. ganz vollständig deutlich, da mm. 
wir das Suff, bloss beim Subst. vorfinden und zwar namentlich 
in neutralen Bildungen auf men, z. B. crimen, nömen, lumen, 
gr&men, semen n. v. a. (δ. Meyer II S. 266 fll., der das Suff, 
auf ment zurückführt, cf. mento und griech. ματ; in jedem Fall 
ist es bloss snbetantivisch). 

Bei der gesteigerten Gestalt des Suff, ist auch im Oriech. «>■• 
vollständige Diff.; ftotu finden wir in den Masc. χίο&μών μιαν. 
der Schlupfwinkel, ϋημών- der Haufen, ^ψών-, χεψών- und 
einigen a. μιν in den Fem. {nffpäi-, δσμν und einigen a. (Meyer μιν. 
S. 276 und 277). 

Im Lat. haben wir nur einige Subst. und zwar auf mön, ■«>. 
z. B. eermön-, pulmön-, t^mön- und wenige a. 

Also deutliche Diff. 

Die Erweiterung mento (nach Meyer ans ment-^-o, nach aeii•. 
Corssen men-|-to) findet sich sehr häufig und zwar nar bei 
Subst., sehr oft neben einer Form auf men. Die Subst. auf 
mento sind Neutra: sedimento- (neben sedimen) Bodensatz, fr^- 
meuto- (neben fragmen), segmento- (neben eegmen), tegimento- 
(oeben tegimen), fundämento-, omamento- und sehr v. a. (s. 
Meyer S. 267 fil,). Fem. existireu nur wenige auf menta, 
z. B. ftilmenta, lämenta. 

Auch die Erweiterung mdnio ist bloss subst., z. B. Ββιΐ*,Β 
alimönio•, querimönia. Doch ist dies Suff, überhaupt selten 
primär, meist secuadär, während mön, men, mento gerade 
primär sind. 

Dieses m-Suff. (vielleicht ans mant, wofür όυομαίνω neben mu. 
ίνοματ-, ävaifMv neben a^r-, auch die gleichbedeutenden lat. 
Bildungen auf mento sprechen wärden) finden wir nur im 
Griech. und zwar als häufiges nentr. Abstr.-Suff. : χτ^ματ-, Ομματ•^ 
δέρματ-, μν^ματ-, απέρματ-, στέμματ-, στράτευματ- und sehr ν. a. 
(Meyer S. 264 fll.). 

Also deutliche Diff. 

Schliesslich Hessen sich noch einige seltnere m-Suff. an- 
fahren, die in einigen Subst,, aber bei keinem Adj. auftreten, 



b,GoogIc 



■«r. MW. I. Β. μαρ in grieeh. τίχμχφ neben τέψαφ^ ίΖμιφ neben ίίφαχ- 

Vemnreini^nng. 
■Μ, UB m&t Tiell. in l&t romii, oncnmie α. a. 

m&e vielL in clämfle, epftter clamör, rdmöe, -später 
rAraör α. a. 

Bei den m.-SnfF. finden wir im Oanzen sehr dentliche 
Diff. and zwar meist za Gunsten des Subst. Speciü eabsL 
waren: men, mento, menta, //ar, mönio, mönia, utuv^ 
μιμ, μ^ν^ μιν, σμο, #/ιο, r/jo, μαρ, mis, m&s, mör, von 
welchen Saff. einige in sehr zablreioben Bildnogen aaftreten, 
wie men, mento, ματ; Berührung beider Redetheile lag vor in 
μον und μο^ doch waren bei pßv die Adj., bei /lO die SnbsL 
euteehieden überwiegend, was aucb schon der Anfang einer 
Diff. ist. Speciell adj. Suff, existirten hier nicht (rei^I. ähnlich as). 
'^ Das Suff, ti ist meiner Ansicht nach im Oriech. in keinem 

*>■ einzigen Adj. nachweisbar; )^<ni- nflchtern, dae Leo Meyer an- 
führt, erklärt sich am einfachsten als Bahuvribi aus νη -f theur. 
Ιστ(- = das Essen von Würz. £^, also eigentlich =: kein Essen 
habend, noch ohne Elsaen, d. h. nüchtern. Leo Meyer findet 
Adj. mit Suff, ti ferner in dem 1. Oliede von Gompos. wie 
kixtaken)^ nnd im 2. Gl. von Μοκάταξις Ohrenzerschläger, , 
βορβοροτάραξ(ς Schlammauf Wühler. Wäe ich über die 1. and 
2. Gl. dieser Composita denke, wird unten eingehend besprochen 
werden (ich glanbe Abstr. auf tn in denselben erkennen zu 
müssen). Einfache grieeh. Adj. (die uns hier allein beschäftigen) 
mit Suff, ti sind jedenfalls schwerlich nachweisbar. Dagegen 
sehr viele Subst. Nicht häufig sind die Masc, wie μώ^ι-, n6m- \ 
sehr zahlreich aber die Fem., wie /ί^«-, (wirc, πώτί-, 36<κ-, 
ψ6αι~^ γένεβι-, πρ^ζί- und sehr ν, a. 

Eier liegt also deutliche Diff. vor, 

Adj. auf ti sind im Lat. nur ganz vereinzelt vorhanden, 
wie miti-, tristi-, forti-; Subst. sind hänfiger. Masc. z. B. hosti-, 
testi-, senti-, posti- und wenige a. (Meyer S. 329). Fem. menti-, 
genti-, sorti-, morti', parti-, vestl-, pesti-, siti- a. a. Schon die 
grössere Zahl der Subst. würde hier einige Diff. zu Wege 
bringen, vor allem aber ist dem Subst allein und zwar sehr 



b, Google 



118 

h&aflg die Erweiterung zn tiön ei^n, z. B. actidn-, οβΒΒΪβη-, tita. 
captidn-, lectiftn-, retiön-, monitiOB- α. τ. a. 

Hier liegt deutliche Diff. vor. 

Dies Suff, zeigt sich in einer ganzen Reibe masc. Nomina **■ 
agentium im Griech., z. B. χριτήί, ίχέτηζ, χίέτττ^ς^ αλήτης Landstrei- 
cher, μαχψής^ τοξίυτής η. τ. a. Auch einige Adj. mit diesem Suff, 
sind vorhanden, z. B. έτττιτής verständig, ώμηστής rohes Fleisch 
frcBsend. Doch lassen sich diese Adj. zum Theil auch aU 
appositionelle Suhst. fassen, z. B. bom. aivnji räuberisch (mit ihi 
verbunden etwa = den Räuber Löwe), θηρευτής (mit xoai 
verbunden) α. a. 

Jedenfalls Überwiegen die Subst. bedeutend and darin 
Uegt einige Diff. (Meyer S. 345 Ql). 

tu ist eebr häufig, findet sich aber nur beim Snbst. und ti. 
zwar fast immer in abstracter Bedeutun,- ImLat. sind es meist 
Masc, z. B. metn-, actu-, adventu-, captn-, cultu-, motu-, eeoeu-, 
spparäta- und sehr v. a. (Meyer II S. 375 QL)- Es ist für die 
Lebendigkeit des Suff, charakteristisch, dass viele Formen auf 
ätu kein Verb auf äre zur Seite haben. Sie sind offenbar nach 
Analogie andrer direct von Nom.-Stämmen mit Suff, ätu ge- 
bildet (z. B. consulätn-, senätu- u. m. a.). Auch die Supina auf 
tum, tu sind Casus eines Abstr. auf in. 

Das Griech. hat viele Abstr. auf ru, doch sind sie meist 
fem,, z. B. βρωτύ'^ »ϊαίτύ-, έ^Γίί-, όρχηστύ•, γελαστό- u. ν. a. 
Neutra vereinzelt Fama-, φΐτυ-. 

Wir haben also deutliche Diff. 

Einem alten tavya (cf. das Ssk.) entspricht im Griech. reo, ta*i». 
welches Nothwendigkeitsadj. bildet; sie können die Rection des 
Verbnms haben und streifen daher an participialen Charakter; λα- 
rio-^ nacäeaTio- α. a. Dem τέο entspricht vielleicht (?) lat. tivo, das 
recht h&nfig ist und in vielen jüngeren Bildungen auftritt, z, B. 
activo-, eatlvo-, fugitivo-, imperative-, stillatlvo- trftufelnd 
n. V. a. 

Jedenfalls haben wir deutliche' Diff., denn die Snff. 
sind bloss adjectiriech. 



b,GoogIc 



120 

et haben wir in einer Reihe lat. Snbet., z. B. milet-, 

. leget-, eeget-, garget- n. a. Wenige Adj. wie dtvet-, hebet-, 
teret-. Eine Diff. kann bei der geringen Anz^l der Bildangen 
nicht erwartet werden (β. Meyer S. 99). 

ψ scheint ßut nur in einer kleinen Zahl Snbet. vorza- 
kommen: Ηβψ-^ τάπητ~^ d^- Lohnarbeiter, ίρτημ- Hau^e- 
schwfir, K&v^• und einige a. χέλψ•^ das Leo Meyer durch ,reD- 
nend, schnell* übersetzt (S. 100), lässt sich aU appositionelles 
Snbet. faseeii. Es steht neben hmoz und bedeutet „der Renner^ 
Rennpferd" lOd. 5, 371). α(>γητ• ist ein vereinzeltes AdJ. 

ωτ findet eich auch nur in ein. Subst., γέλαη-, χρατ-^ πΛώτ- 
ein Fisch α. wen. a. 

CT in χάρΐΐ- 1- wen. a. 

\ er in dem vereinzelten Adj. άργίτ-. 

Seltne subst. Snff. mit » sind a&o^ e9o^ (#o, T9o, z. B. 

■ ψάμα&ο-, χύα&ο-, λάπα^ο-^ απέλί&ο•^ <αγ^ο• ein Vogel, ΐρΦο- der 
Lohnarbeiter. 

Wir haben also bei den t-Saff. deutliche Diff. Speciell 
BubstantiriBCh sind griech. rt (<τ(), lat. tiön, tu und ru, sowie die 
vereinzelten tor, ir, ado, £#o, t^o^ i9o, Speciell adjectiviech sind 
reo, tivo. Berührung beider Redetbeile in griech. τα, lat. 
nicht allzuhäuBgem ti und seltenem et, ητ. 

f. Ueber Ursprung and Verwandtschaft dieser d-SufT., die 

von den Gelehrten sehr verschieden erklärt werden, wäre es 
hier zu zeitraubend zu handeln ; uns kommt es nur darauf an, 
welchen Redetheilen die einzelnen Suff, augehören. 

t. Saff. aS finden wir in einigen A<i\j., z. B. νομάί- weidend, 

μψίδ- vermischt, δρομάδ- laufend, ψυγά5- Qüchtig. Es ist aber 
sehr beachtenswerth , dase die meisten Adj. auf aS bloss fem. 
Geschlecht zeigen (nur etwa ein Dutzend hat beide Geschlechter) 
μηχάδ -y τοχάδ -y ψ&ινάδ-^ φορά5 u. a. Dies ist noch mehr bei den 
Snbst. der Fall: Χαμπάα-^ δορκάδ-^' μψάό-^ bhcad- η. a. (s. Meyer 
S. 103 und 104). Eine Diff. können wir nicht finden; oder 
läge der Anfang einer solchen in dem noch stärkeren Vorherr- 
schen des Fem. beim Subst.? 



b, Google 



121 

Dae Soff. Sto findet eiob in einer Reihe griech. Ädj., z. B. A0. 
ardSio- feststehend, ίχτάδω- anegedehttt, άμψαδιο-^ φ^3ιο- α. ein. 
a. (β. Meyer S. 386 Ol.)- Subst. ist σχεδίη Flose. Die grössere 
Zahl der Adj. bringt einige Diff. zu Wege. 

£in ganz subst. Soff, ist tS geworden, z. B. im hom. nf. 
liMd-, γ^ψί&- die Kerbe am Pfeilachaft, δαίίδ-^ ίρι9-, XijFld- 
die Beate, ihriS- Strafanreicht und eine ganze Reihe b. (s, Meyer 
8. 105). Alle diese Bildongen sind substantivisch, also liegt 
deutliche Diff. vor. 

Im Lat. findet sich id nar vielleicht in einigen Subst-, wie u. 
lapid-, vielleicht cassid-, cnspid• α. wen. a. 

Bedeutend seltner im Griech. als iS ist das ebenfalls nur "ΰ. 
subst. 18, z. B. in σφραγίδ- das Siegel, χηϋ&- Fleck, Schmutz 
(Soph. Aesch.]; x/npt^ Halbschuh uDd wenige a. 

Aach hier deutl. Diff. 

Das Suff. Sov ist rein subst. nnd bildet meist fem. Abstr., iw, Ί 
z. B. hom. -njusBov^ κλΐΡηδόν- Gerücht, Vorbedentting; nachhom. 
μεληδόν- die Sorge, λ^εδόν- das Vei^essen, χαψηδόν- die Freude 
lAristophO o. a. (s. Meyer S. 366 und 367). 

Im Lat. ist don durchaus fem. Abstr. Suff., z. B. cspldon-, 
libldon-; namentlich τοπ Verben der 2. Conj. wie Mgedon- 
(frigdre), rub^don- (rubere), mulc^don- u. m. a, (s. Meyer S. 
368 und 369). 

Hier liegt deutliche Diff. Tor. Es ist für den Zusam- 
menhang des Griech. und Lat. wichtig, dass dies Suff, in beiden 
Sprachen sowohl in gleicher Form (don) als Function (fem. 
Abstr.) auftritt. 

Ein seltnes Suff, ist nd, das sich nur in einigen lat. Subst. •«. 
finden l&set, z. B. gland- Eichel, frond-, lend-. 

οίο vereinzelt in den Sahst. tiXado* Geräusch und χρόμαδο- αΛο. 
das Knirschen. 

ido ist ein sehr häufiges und zwar specifisch adj. Suff, des i«•- 
Lat. und daher äueserst wichtig; z. B. in capido-, valido-, 
horrido-, timido-, rapide- u. vielen a. 

Im Ganzen haben wir bei den d-Saff. deutliche Diff. 
Specif. subst. sind das häufige don, äov•^ tS\ das seltnere iJ, 



b, Google 



ΐ22 

nd, ado. Spec a^. ist du häufige ido im Lat. Berabrong 
beider RedetfaeUe in ad^ Sio. 
kr^Biir. bro im Lat. ist durchaus enbst. Suff, geworden. Masc. 

kr*- giebt es nicht viele, wie fhbro-. Neutra sind h&nöger, wie z. B. 
deläbro-, crlbro- n. einige a. Fem. z. B. latebra Schlupfwinkel, 
tenebra, vertebra Gelenk, illeeebr» u. a. (Meyer S. 235), Adj. 
W- nur ganz vereinzelt cr£bro- icrescere). bri in einigen Adj. wie 
I^;ubri- traurig (lugÄreJ, fellebri- saugend. 
Also deutliche Diff. 
M•, kik. Uit bro entschieden verwandt sind bulo, bula, bili. Das Suff, 

balo findet sich in vielen neutralen Su'bst., aber nie bei Adj., 
z. B. stabulo-, rocabulo-, mandibulo•, natlLbulo-, medic&bulo- 
u. T. 8. (s. Meyer S. 240). Viel seltner sind die Fem., z. B. 
fäbula, fibula Schnalle (Ggere), subula (suere) Pfriemen, 
ui). Adj. mit bulo sind nicht vorhanden, wohl aber mit bili, 

das offenbar nur durch die Vocalfärbung von bulo unterschieden 
ist. Die Adj. auf bili sind äusserst zahlreich, z. B. stabili- 
(of. dagegen das Sahst. stabulo-X vincibili-, flebili-, nobili-, 
mobili-, accusabili-, credibiii- u. v. a. (s. Meyer S. 237). 

Das Verhältniss von bulo und bili ist höchst interessant. 
Beide sind offenbar verwandt, beide noch sehr lebendige, viel 
gebrauchte Suff, und nur durch die Vocalfärbung in ihren 
Gebieten aufs Strengste geschieden. 
tn, enu. cro findet sich bloss bei einigen Subet., z. B, lucro-, sepalcro-, 

simulacro- Abbild, Schein, lavacro- Bad u. a. (Meyer S. 356), 
Hit diesem cro ist culo gewiss ebenso verwandt wie bulo 
mit bro; aach culo ist Mos subst. Suff, und zwar sehr häufig, 
z, B. cubiculo-, vehicnlo-, pertculo- (alt perlclo-), oräculo-, 
tabernacnlo- n. v. a. (Meyer S. 357). 

Da nun cro und culo, so wie bro und bulo Mos enbst. 
sind, so haben wir dentl. Diff. 
TMai-siir. Das Suff, ursprünglich a ist ein sehr verbreitetes. Dasselbe 

*' findet sich bei einfachen Adj. im Griech. nicht allzu häufig 
αρωγό-, &οό-, λευχό-, αργό-, ζαν&ό-^ ζωό• π. einige a. (Meyer S. 152), 
Die Sahst, sind ausserordentlich viel zahlreicher, besondere Maec. 
wie γόνο', 3όμο-, δρόμο-^ olxo-^ χόμιτο-^ χάρο-, χτύπο-^ πό&ο-, πάχσ -y 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



128 

ffcW-, άρχό-^ όγό-^ Aotio- and sehr riel &. (Meyer S. 154). 
Nestr. seltner: Fipyo-^ iivo-^ h- n. ein. a. Fem. sehr faänflg, 
z. B. ά)χή^ ßoi^i βοϋλή^ ^βη, χόμη, αποοδή, τομή u. sehr τ. a. 
(Heyer S..1K8). Die Zalil der einfachen Snbst. mit Suff. 0, 
α ist also weit überwiegend und schon das bewirkt eine 
Diff- Dazu kommt, dass die AdJ. mit Suff, ο entschieden znr 
Oxytonirung neigen (etwa % oder % sind Oxytona). Df^gen 
sind die Mehrzahl der Subst. gerade Barytona; von den be- 
sonders sahlreichen Masc. sind mehr wie doppelt soviel Bary- 
tona als Oxytona (beBouders die Abstr., z. B, Sp6ua-^ κόμπο- π, 
dgl. gegenUber χομπ6- u. a.)- Die seltneren Neutra sind faat alle 
Barytona (cf. ζωσν gegenüber dem Adj. iWr), Bei den Fem. sind 
allerdings mehr wie doppelt soviel Oxytona. Jedenfalls ist beim 
Subst. im Ganzen die Betonung mehr zur Barytonirung geneigt, 
während die meisten Adj. Oxytona sind. Sowohl durch diese 
Neigung des Accents als auch durch die weit fiberwiegende 
Zahl der Sahst, ist einige Diff. bewirkt. 

Lat. Adj. sind z, B. blande-, fldo-, pio-, vago-, vivo- u. eine 
Reihe a, (S. 1533. Die Subst. sind auch hier zahlreicher; 
Masc wie coquo-, condo-, ludo-, mergo-, modo-, sono-, viro- 
u. a. (S. 1551. Neutra auro-, foro- u. a. (S. 156). Fem. coqua, 
tra, toga, via, terra u. a. (S. 159). 

Doch sind gerade unter den von Leo Meyer zu Suff, ο 
gerechneten Wörtern besonders viele etymologisch unklar und 
bei einer ziemlichen Anzahl kennte der dem ο vorhergehende 
Consonant ursprünglich zum Suff, gehören. Die Scheidung hat 
hier noch nicht so deutlich begonnen wie im Griech. , doch 
scheint in der grosseren Anzahl der einfachen Subst. auf 
ο der Anfang zu einiger Diff. zu liegen. 

Adj. mit Suff, t sind im Griech. nur ganz vereinzelt vor- 1. 
banden, z. B. φιϋδί•, τρόφι- gross η. a. (Meyer S. 168). Dagegen 
sind die Subst. viel zahlreicher, namentlich Fem. Wir haben die 
Masc. τρΑχι- Läufer, στράφι- schlauer Mensch n. ein. a. Fem, 
häufiger z. B. /^vi- (cf. daneben μι;»^), πόλι-, τράπι- und einige 
a. (S. 167). Nentra &Χφι- Gerstenmebl (Nbf. von SX^ko•) und 
einige a. (S. 168.). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



IM 

Die überwiegende Anzahl der Snbet. bewirkt einige 
Diff. (Diese wird, wie wir unten sehen werden, noch durch 
besondere Art der Flexion Terstarkt). 

Lat. Adj. sind z. B. dulci-, molli-, jugi-, grant}!-, brevi-, 
leri- und einige a. (S. 168). 

Subst. Maec. elvi-, pieci- und einige a. Fem. häu0ger: 
navi-, svi-, rati-, viti- und einige a. Kentra reti-, msri- and 
einige a. Anch hier ist es bei der Unklarheit vieler Bildungen 
nicht Bicher, ob nicht der vorbeigehende Consonant mit zum 
Suff, gehört. Wir können keine Diff. anden. 
>■ Als primäres Suff, ist lo nicht häufig. Adj. z. B. Sfw-, ndjuh 

{eetyapdjm- schlachtend, <p/»l]w dürr u. ein. a. (s. auch Aly, 
de nominibns ω suffixi ope formatis, diss. inang. Berol. 1873, 
S, 2 fll). Als CO in χα/εό-, ^Χεό- u. ein. a. Maec. Sahst, z. B. 
ulo-, ψΐοώ- u. ein. a. Ifeutr. χνίο-, f(o- u. ein. a. Fem. μοίρα-, 
οφαφα-, γοΰα- η. ein. a. (s. Meyer 401 fll.). Doch ist unter 
diesen Bildungen vielleicht manche secundäre drunter. Dieser 
Unklarheit, sowie der gewiss nicht allzu grossen Anzahl wegen 
dürfen wir keine Diff. erwarten. Einen Ansatz könnte man 
höcbstens in der vom Adj. abweichenden Qualität des α beim 
fem. Subst. finden. 

Lat Adj. selten z. B. pluvio-, proflurio, efTugio- u. ein. a. 
Subst. Maso. gladio•, socio•. Nentr. jnrgio-, odio-. Fem. venia, 
fdria, pluvia und einige a. iS zeigen facifi•, maciS-, seriS- α. a. 
Wichtig ist es, dass' eine Erweiterung durch Nasal, iön, nur 
sahst, ist, z. B. legifln-, obliviön-, capiön- u. ein. a. Also i£ 
und iÖQ bloss subst., somit doch einige Diff. 
Ϊ. Griech. Adj. auf u z. B. βαρύ-, ϋαχύ-, ϊόΊί-, πολύ•, παχύ-, 

κΰρύ-, ^δύ• η. ein. a. (Meyer S. 254). Subst. Masc. z. B. π^/ι>-, 
νέχυ-, Ιχ9ύ-. Neutra πωυ-, ιιέϋυ-, γλάψυ- Höhle. Fem. γένΐ)•, J^pa-, 
nhu; Wo-, νηδό- and einige a. (S. 256 fll.). Hier ist zu bemerken, 
dass die Adj. durchaus Oxytona sind, während bei den Subst. die 
Berytonirung vorherrscht (am meisten Oxytona finden sich noch 
beim Fem-, ganz wie bei Suff. a). So ist entschieden einige 
Diff. bewirkt (dieselbe wird durch eigenartige Flexion noch 
erhöht, wie wir nnten sehen werden). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



125 

Mit u weiss ich nur einige Sabst anzufahren, z. B. die Ul 
Fem. ϊαχϋ^ die Kraft, Uö- Schlamm, όσφϋ: Höfte α. weo. a. 

Eb ist höchst intereesant, dass im Lat. gar keine Adj. ■ 
aaf υ existiren ; alle a-Stämme sind Subst. z. B. Masc. gradn-, 
curru-, impeto-, specu• u. y. a. Neutra pecn-, geln- u. a. 
Fem. mana-, domn-, aeu- Nadel u. a. 

Hier ist also die deutlichste Diff. 

εο ist im Griech. masc. Subst. -Suffix, z. B. ψονκά-, roxta-, tu. 
γλϋψε/}-, γονεύ-, γραψεύ-, dpopea-, σπορεύ- π. m. a. (Meyer S. 261). 
Auch diese Bildungen (wie z. B. die auf τ ■ης) streifen manchmal 
an die adject.-partic. Bedeutung. Doch lassen sie sich dann 
meist auch als appositionelle Subst. fassen; so άρπαγέα• räube- 
risch, der Räuber. 

Deutliche Diff. 

Die Oatt.-Sufr. haben fast durchweg subst. Charakter Μη.-βΒϊ. 
angenommen. Wir finden ax z. B. in den Masc. ψύίαχ-, dovax-^ αχ. 
π^Όχ-, χόραχ-^ χόΧαχ-^ τρύψαχ• Schwelger and eine Reihe a. 
Fem. mSax-^ ηόρταχ- u. a. ηχ und ax in Masc. wie 9ώρηχ•, ^χ, αχ. 
Ιΐρηχ-,, πΐβ^ηχ•^ νάρ^ψ-^ χόνδαχ- der Nagel ο. a. ex im Fem. «• 
iXix- Armband, χάλιχ- kleiner Stein, xoiix- und wenigen a. ix im »■ 
Masc. (polmx-, fem. βέ/φιχ- Wirbel u. wen. a. υχ im fem. δμτωχ- «χ- 
u. wen. a. t>x im masc. x^pux- u. wen. a. ox im masc. ^όαοχ- Zx, ox. 
der Holzwurm u. wen. a. All diesen Bildungen steht nur ganz 
Tereinzelt das dunkle Adj. Fikx• nnd xlt/Sax- „beweglich" ge- 
genüber (s. Meyer S. 411 und 412). 

Auf γ und γγ haben wir eine Reihe fem. Subst. , z. B. γ. β. γγ. 
δντιη-^ rirrt;^, φάλίητ^^ σαλχηγ•, mipcff u. m. a. (β. Meyer 
S. 413). Dem steht ganz Tereinzelt ad), αρ^αγ- gegenüber. 

So haben wir deutliche Diff. 

Im Lat. findet sich gleichfalls eine Reihe Subst. auf Qutt., μ n. ic. 
z. B. ec und io, die Masc. apec-, codec-, corteo-, podec- u. 
m. a. Fem. cärec-, ilec-, filic- u. a. Dem steht ganz verein- 
zelt das Adj. senex gegenüber, welches ausserdem den uutt, 
in den übrigen Casus nicht mehr zu bewahren pflegt (nur alt 
existirt Gen. senicis), auch rielleicht secundär ist. Dazu kommt, 
dass das Suff, gon blos beim Subst sich vorfindet und zwar ia 



b,GoogIc 



138 

fem. Abstr-, ζ. Β, ortgon-, im^on-, rertigon• n. a. {S. 414 
bi, u. a. a. O.)- Dagegen ist äci, äc ein gar nicht seltnes adj. Suff., 
z. B. edäc-, folläc-, bibftc-, curräc-, audäo-, capäc- α. eine Reibe 
a. (cf. Meyer S. 510). 

Also anch hier deutliche Difr. 
Keim Salix. Adj. ohiie Suff. Sind nur ganz vereinzelt und unsicher 

(ron den Compos. sehen wir natürlich noch ah). Vielleicht 
griech. πτώχ• scheu, ßXdx- schlaff, doch könnte der Outt. auch 
euf&zal sein. — Einfache Subst. ohne 3uff. sind aber eine ganze 
Reibe vorhanden, z. B. τρώγ- Nager, Wurm; κλώπ- der Dieb, 
πόά-, <ψ^χ-, ^^ der Löwe u. m. a. Fem. ψλό}^ die Flamme, 
ÄHT-, φρέν-, χείρ-ι φρίχ- η. m. α. (Meyer S. 178). Da nun adj. 
Bildungen kaum vorbanden sind, so haben wir deutliche Diff. 

Auch im Lat. eine Reihe Subst., wie die Maec: duc-, 
vad-; Fem. Ifig-, op-, firäg-, pilc-, nee-, läe-, prec- u. m. a. 

Deutliche Diff. 

IL Abgeleitete Nomina. 

Wir können die Sofßxe der abgeleiteten Nomina gleich- 
falle in grOeeere, in sieh zusammenhängende Glassen gruppiren 
und diese in ähnlicher Ordnung wie unter I besprechen, indem 
wir von denjenigen Suff, ausgehen, wo die Berflhmng der 
Redetheile eine grössere ist und allmählich zu denen vor- 
Bchreiten, bei denen sich die Diff. als eine deutlichere oder eod- 
lich ganz deutliche zeigt. 

Die hierher gehörigen Suff, vermögen aus einem Redetheil 
einen anderen zu bilden (z. B. aus einem Adj. ein Subst., wie 
das Suff, tadon u. a., oder aus einem Subst. ein Adj. wie 
FevT)•, oder sie lassen das abgeleitete Wort denselben Rede- 
theilcharakter behalten, den das Grundwort hatte (derart sind 
die Deminutiv suff-, die aus Sahst, wieder Subst. bilden). Nach 
diesem Gesichtspunkt, der für den Uebertritt eines Redetheile 
in den andern vermittelst SnfßKzuwachses wichtig ist, lassen 
sich die Unterabtbeilungen der grösseren Classen wieder 
eintheilen. 



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127 

Diea Suffix sammt den rielfachen Gombioationen desselben «>■ 
mit aDdern Saff. ist im Griech. und Lat. äusserst verbreitet. 
Man vergleiche über dies Suff, eine neuerschieneoe Mono- 
graphie „De nominibus w sufGzi ope formatie, dtse. inang. 
scrips. Godofr. Fried. Aly, Berol. 1873." Fassen wir zunächst 
die abgeleiteten Adj, mit Suff, to ine Äuge, so bieten sich uns aij. 

1) solche dar, die vermittelst co aus einem Subst. gebildet 
sind, z. B. S^o-, ααχέ\Λο-, δαφόνιο-, oveideto-^ ^Foh• frOb, 
Östlich, άγ-ώνω-, άξόνιο-^ τίμιο-, βουλαϊο-, έΐρψαϊο- u. viele a. 

2) solche, die aus einem Adj. gebildet sind, gewisser- 
maesen dessen adject. Charakter nur verstärken ttnd zwar : 

a) die ans einem einfachen Adj. gebildet sind, 
z. B. μαχάριο- [μάχαρ-\ έΰελούαιο-^ ί^σύχια•. Diese 
sind sehr selten. 

b) Adjectivische Zusammensetzungen mit einem 
Subst. im 2. Gliede, in denen das co nur die adject. 
Natur deutlich bervorzuhebeii scheint. 

Diese sind sehr zahlreich, z. B. χαταχ&όνιο-, ΰποχέψιο- unter 
der Hand, ά^εμίατιο- gesetzlos, Imaoji'tSto•, InrrjFoio- gegen Morgen, 
früh, πολυδίψίΟ' (es gehören diese eigentlich ins fönende Cap. 
and werden auch dort eingehend besprochen werden, man kann 
sie aber unmöglich hier ganz Übergehen) und sehr v. a. 

Sabet. mit dem einfachen ω sind auch sehr zahlreich, gahat. 
doch sind sie wohl zum grossen Theil aus Adj, eotetanden. Nur. 
Masc. haben wir bei Weitem am wenigsten: άνεφιό•, νυμψίο•, 
ijFiho•, γομφίο- der Backenzahn {γόμφο- Nagel, Pßock) u. a. 

Ausserordentlich häufig sind die Neutra: Wir ordnen 
jetzt die Subst, entsprechend an wie die Adj., indem 1) dieje- 
nigen kommen, wo durch das Suff, der Redetbeilcharakter ver- 
ändert wird, hier also Adj. -\-io, während beim Adj. gerade 
Subst. +io; 2) diejenigen, wo der Redetbei Icbarakter derselbe 
bleibt, bier: Subst. +to. 

1) Neutra, die aus Adj. + μ bestehen, sind meines Wie- Nmira. 
sens nicht vorhendeu. Einen andern Charakter tragen 
diejenigen, welche in χ -{- Subst. -\- lo zerfallen (of. 
oben 2, b), wie Ιίτισφύριο- die Knöchelspange, μετώκ*ο- 



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128 

die Stint, δπωιηο- das Gesicht, δπερ9όριο- die Ober- 
scbwelle u. τ. a. Dies sind Mos eabstaativirte 
Nentra von Ädjectiven, die unter die Rubrik 2, b 
(a. oben) gehören. 
2) Neutra, die ans Sabst. -\-io bestehen, z. B, Μλώριο-, 
αργύριο- ο. a. Namentlich gehören hierher die vielen 
Oemioativa mit Snffix w, z, B. όχόντιο-^ άαέλφιο-^ γανώ- 
xto^ ßcßiio-y άνδρίο-, dvlfpwnio und viele andre. 
Fem. mit diesem Suff, sind anch sehr häufig und zwar 
meist Abstr. 
t 1) Fem., die in Adj. -+- la zerfallen. 

a) solche, die aus einfachem Adj. +ia bestehen. 
Das Suff, ta leitet Sahst, von Adj. ab und zwar 
Abstr., z, B. φιλία, σοφία, bom. ρει^χίη Sanftmath, 
ijao^h), πενίη, iXeo&epia, dscMa Furchtsamkeit. 

b) solche, die ans s.-\- Subet. -j-"* bestehen. Ea 
sind dies meist directe substantiviscbe Ableitun- 
gen von Αή]., die aus z-|- Subet. bestehen 
and nicht etwa aus Adj. geworden, die in xH- 
Subst. +C0 zu zerlegen wären; ποδωχείη ist ge- 
wiss directe substantivische Ableitung von ποδω- 
χηζ, nicht (wie z. B, die meisten derartigen 
Neutra, z. B. Ινώπιο-, das nur Neutrum eines Adj. 
ένώπιο• istj etwa Fem. eines theor. Adj. ποοώ• 
χεω•. Bei den meisten Bildungen liegt das 
Adj., von dem sie abgeleitet sind, deutlich da- 
neben, wie anch in den einfachen (cf. σοφία flt.), 
z, B. bei άμηχανίη, zäSixhjy εάνομίη, άτφίη^ προΆι>• 
μίη u. ν. a. 

2) solche, die aus Snbst. -\-ta, i^ beetehen, z. B. άγγείίη^ 
άναγχάΐη^ ätdamtaXta, βασιλεία und sehr v. a. 

Eigentlich substantivisch war das Suff, also beim Neutrum 
hauptsächlichim Demin., sonst gab es sich vielfach als ursprüngliches 
Neutrum eines Adj. kund. Dagegen ist das fem. ία, η^ in seinen 
zahlreichen Bildungen fast immer ganz eigentlich substantivischer 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Natur. Unter dem Neutrum finden wir daher auch keine Formen, 
die aus Adj. -|~"' beetanden; hier sind sie durchaus häufig, ja sie 
überwiegen entschieden. Scheint auch auf den ersten Blick 
eine Difl'. bei diesem_in beiden Redetheilen ao beliebten Suff, 
nicht vorzuliegen, so finden wir bei näherem Zusehen doch ei- 
nen Ansatz dazu. Es tritt nämlich ω nur selten als adj. Suff. 
an andere fertige Adj. Dagegen leitet das abstr. ία, rij ganz 
besonders häufig von Adj. ab. Wenn wir also die Combination 
eines Adj. (z. B. σοφό-) mit Suff, ta, trj vorfinden, so können 
wir ziemlich sicher sagen, dass die ganze Bildung ein Subst. 
(hier αοψία) und zwar fem. Abstr. ist. In der eigenartigen 
Combination von Adj. +ia O^i) liegt also hier das Kenn- 
zeichen des Subst. 

Ferner Hesse sich bemerken, dass die Betonung des t von 
in unter all den vielen Adj. nur selten vorkommt [ein Beispiel 
ist -πΧψίο-}^ während dieselbe beim neutr. Dem.-Suff. to sehr 
häufig ist, z. B. dixio-, βφλίο-, avdplu-, χψτίο-, χλαδίη-, λοχνίο-, χ^ι- 
νιο- U. ν. a. Cef. Meyer Π S. 479). 

Endlich beachte man, dass die. Subst. zum weitaus gross* 
ten Theile entweder Fem. oder Neutra sind, dass somit die 
mit secundärem ω gebildeten Masc-Formen meist Adj. sind. 

Nach alledem finden wir doch einige formelle Diff. 

Viel seltener sind im Lat. die adj. Bildungen mit ein- Lat lo α4,|. 
fächern io; wir theilen auch diese in dieselben Rubriken ein, 
wie die griech. 

1) regio-, augurio-, patrio-, praeconio-, lucrio- u. a. 

2) a) faeciuio- viel Bodensatz habend (faecino- dass.), 

tixlvio- ausgelangt (lixivo- dass.) (die Namen 
Ootavio-, Seitio-, Fiavio- und dgl. gehören 
hierher), 
b) egrSgio-, grandiscäpio- grossstämmig (scäpo- 
der Stamm), laticlävio- (clävo-), poscinummio- 
Geld fordernd u. a. 
Subst. mit diesem Suff, sind auf die Geschlechter sehr saku. 
verschieden vertheilt. Uie Masc. zeigen sich nur spärlich, z. B. 
filio-, volturio- der Qeier und vielleicht ein Paar a. 



b,GoogIc 



180 

DagegeB sind die Neutra zahlreich. Sie bilden meist 
Abetr. und während die griech. neutr. Subst. zam grossen Theil 
auf Adj. zurückkommen (abgesehen hauptsächlich von den 
Demin.), so ist im Lat. io schon zu einem ganz eigentlichen 
eubstant. Abstract-Suff. geworden (cf. griech. ίη, ta) und lei- 
tet auch nicht selten τοη Adj. ab. 

Ordnen wir auch hier die Wörter in entsprechender Weise 
wie beim Adj. an. 

1) solche die aus Adj. -|-io bestehen 

a) aus einfachem Adj. +io, z. B. mendäcio-, jejä- 
nio- das Fasten ί jejöno- nüchtern) ,Tigilio- die 
Wache u. a. 

b) componirte Adj. +io; nicht selten scheinen sie 
Ableitungen von Adj. gewesen zu sein, deren 
2. Gl. nicht als selbstständiges Adj. existirt, nur 
in der Zussetz. vorkommt, für die Zuss. aus 
Verbal Wurzel oder -Stamm gebildet ist, z. B. efilu- 
vio- Ausfluss (eltluo-ausfliessendl. Dies scheint 
so häu6g 'gewesen zu sein, dass schliesslich die 
Mittelstufe des verbalen Adj. sehr oft gar nicht 
mehr gebildet wurde und so das io direct vom 
Verb (also primär) abieilet; colloquio- (colloquo- 
zu folgern), alloquio- (alloquo- zu folgern), 
concubio- (concubo-) u. v. a. 

Einen andern Charakter tragen eine Reihe solcher 
Neutra, die aus x+ Subst. +io bestehen (eigentl. 
auch componirte Adj. aus x+ Subst., wo io hin- 
zugetreten, cf. oben beim Adj. 2, b); zuerst konn- 
ten natürlich Subst. aus Adj. entstehen, die in 
x+ Subst. + io zerfielen (wie dies im Griech. so 
häufig war, z. B. ένώτκο- u. a.; schon Bopp 
bemerkte, dass im Griech. die neutr. Abstr. auf io 
meist Zuss. sind, im Gegensatz zu den fem. Abstr. 
auf iö"; 8. vgl. Accent. S. 157). Diese Bildungs- 
weise kam dann wohl so in Schwung, dase die 
Mittelstufe übersprungen wurde (cf. alloquio-, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



181 

coUoquio- u. dgl.) and also direct Subst. gebil- 
det warden (namentlich Abstr.) aus x-\- Subst. 
+io. Derart giebt es viele Neutra, z. B. aequi- 
noctio• die Tag- nnd Nachtgleicbe ; contubernio- 
die Zeltgenoseenecbaft (das Adj. lautet contuber• 
nalie, nicht contubernio-), pömoerio- Raum längs 
der Mauer (post nud moerus = murns) u. m. a. 
Einfacher sind diejenigen Neutra aus x+ Sahst. 
-|-io, denen ein entsprechendes Adj. aus z-|~ Subst. 
wirklich zur Seite steht, von dem sie dentUch 
abgeleitet sind, ebenso wie vigilio- von yigil, 
z. B. con-fin-io- die Qrenzscheide vom Adj. 
confinis u. β. 
2) solche, die ans Subst. + io bestehen, z. B. praecönio- 
Bekanntmachung (praecön-), adulterio-, collegio-, arbi- 
trio•, artificio- u. τ. a. 
Wie im Oriech. hat sich auch hier das fem. ia zu ei- fm 
nent deutlichen subst. Abstractsuffix ausgebildet. Wir finden 
auch hier 

1) Adj, -(- ia häufig vertreten: audäcia, argutia, facetia, 
memoria, lascivia, modestia, miseria, misericordia und 
sehr T. a. NameutUch an Formen auf nt echliesst sich 
ia oft an, z. B. constaotia, diligentia, elegantis und 
viele β. Auch ϊέ haben wir in pauperi6- u. a. 

2) lange nicht so häufig sind die Fem., die aus Subst. -^ ia 
bestehen, z. B. custodia, fnmilia (famulo) u. a. 

Im L a t. ist sonach die ü i f f. bei dem ein fa eben 
Suff, io, ia entschieden stärker ausgeprägt als im 
Griech., denn 1) sind auch hier die Fem. aus Adj. -t-ia sehr 
häufig; 2) finden sich hier auch sehr viele Neutra aus Adj. 
' -)- io (wo io sehr deutlich als subst. Abstract-SufT. fungirt); 
3) sind die secundären Adj. mit Sufi*. io überhaupt nicht allzu 
zahlreich vertreten; 4) i§ kann nur beim Subst. vorkommen. 

In dieser Gestalt begegnet uns to in einer ganzen Menge ^,^ 
von Adj. und zwar meist StofTadj.; eo ist aus eto entstanden, 



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132 

βτ. «dj. oft liegen beide nebeneinander. Die Ädj. gehören ßiet alle zar 
1. adj. Rubrik (Subst. + εω, εο), auegenomnien wenige wie 
χυανιιπρώρειΐ}- aus 2 b. Wir führen an : τώιρεω-, βόΐϊω-^ δούλειο•^ 
χάΧχεω~^ άνΙ^ρώπειΟ'^ χόχνεια-^ προβάτειο- ., χηνειο- u. τ. a. ; εο ΐη 
χόψεο-, λ(ϋεο~, ψλόγεο-, άργύρεο-, χρόχεο-, μοίάβθεο- α. ν. s. 
sakit. Auch Subst. mit diesem SulT. finden wir eine ganze Reihe. 

■«*'■ Die Masc, sind nicht sehr zahlreich und es ist entschieden 
beachtenswerth , dass sie fast durchgängig Oxytona sind, wäh- 
rend die zahlveieheii Adj. durchaus Proparoxytona, selten Prope- 
rispomena (wie μεγαλείο- ansehnlich, groas '). Z. B. ειο in ά^νειό-^ 
συψειό-•, so in υυψεό-, άδελψεά' leiblicher Bruder, έρινεό- wilder 
Feigenbaum, ^υρεό^ Thürstein, λοχεό- HiuterhaU, φωλεό- L^er, 
Höhle und einige a. (nur das vereinzelte duokle ^tifso- „Jaog- 
ling" weicht ab). Im Att. werden die Adj. contrahirt, die 
Subst. nicht. 

Wir haben also deutliche Diff. der Redetheile. 

Ni-iir». Auch die neutr. Subst. zeigen Suff, eto; hier ist es oft 

aus eih entstanden, eigentlich also Ableitung ron Nomin. auf 
E'j, sJ*; cf. τροψείο- (aus ψοψέΡιο- von τροψεύ-') u. a. Die nicht 
seltenen Neutra auf ειο sind aber so gut wie alle Properispo- 
mena, während dies bei den Adj. entschieden der viel seltenere 
Accent war (cf. auch Aly, a. a. O. S, 33 und 34), z. B. äpt• 
ατεω- Preis des Siegers [άριστεό-\ γναψεω- Walkerwerketatt ^γνα- 
(ρείί-)} χεραμύο-, ίψορεϊο-, αοχεΐο- μουσείο-, μνημείο-, atjpsio- u. ν. a. (ab- 
weichend sind die vereinzelten T^fEfo- das Kinn, «(«π'/ΐείο- die Auster); 
εο ist selteu und kommt kaum in Betracht; έρινεό- (auch uiascj, 
ιρωλεό- (auch m.) sind Oxyt.; οϊνάρεο-, Weinblatt, Sarpso-, d£v- 
9ρεο-, 5ρνεο- sind Proparoxyt., δατέο- ist Paroxyt. Hier ha- 
ben wir also nur wenige, im Accent noch nicht zu regelnde 
Formen. 

Auch das Neutr. hat entschieden einige Diff. 



1) Es giebt i^eilicb auch einige oxyton. Adj., ee sind aber BämintUcb 
eDtachieden alte und dunkle Bildongen, die durchaus nicht mit Sicherheit 
hierberzustelleu sind, Bondern sehr gut primär sein können; ich meine: 
mspeo- atarr, hart, ^Xtö• verwirrt, thüricht; xtrso- leer; into- stumm; 
ίτεό- wahr ist secundär. 



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188 

Das Fem. bat nicht viele Formen auf esa, ε^ und diese rw. 
■ind meistaus εσιη, tFcq entstanden, z. B, ποδωχείϊ} (ans πο8ωχεσ•α)), 
ίγχείη der Speer, πολυχερδείτι , άληβεί-η, άρκττεία, βασιλεία u. a. 
Abweichende Betonung in einigen, z. B. ατειλείή Loch, Oebr. 
Einige Fem. anf εη (^) zeigen offenbar Ursprang aus den 
Stoffadj , z. B. λυχέη Wolfsbaut, m^ii^ Apfelbaum, αίγέ^ Ziegen- 
feil. Dagegen enteprecbeu δωρεα die Gabe, ψωλεα Schlupfwin- 
kel, in ihrer Betonung dem Maec. Die meisten Bildungen auf 
ΐΐη, εια sind Abstr. und zwar hauptsächlich von Adj. abgeleitet. 
Hierin Hegt ein differenzirendes Moment (s. oben ta); ätapeä, 
ψωϊχα heben eich auch vom Adjectiv ab. 

So hat das Fem. doch einige Di ff. 

Im Ganzen zeigt ειο^ εο entschieden einige (faet deut- 
liche) Diff 

Im Lat. ist eo ein sehr verbreitetes Suff, für Stoffadj., z. B. ut iaj. 
aereo-, arboreo-, corneo-, floreo-, gramineo-, roseo-, saxeo-, 
nlmeo- n. v. a. s. Meyer II 8. 463 (die verschiedenen Combi- 
DatioQ«n dieses Suff, mit andern werden später zur Bespre- 
chuilg kommen). 

Unter den Subsl. sind die Maec. nicht zahlreich , z. B. *w- 
caseo-, clipeo-, urceo- der Krug und einige a. 

Noch weniger häufig sind die Neutra, z. B. gäneo-, hör• Nntn. 
reo-, hordeo-, castoreo- und einige a. 

Reichlicher sind die Fem. vertreten, buccea der Mundbis• Fea. 
Ben, caprea das Reh, picea die Pechföhre, laurea u. a. 

Das Suff, eo, ea ist also im Lat. entschieden vorherr- 
schend dem Adj. zuzusprechen, die subet. Bildungen sind zum 
Theii gewiss aus Adj. geworden (cf. laurea u. a.); auch sind 
vielleicht einige der ohnehin nicht zahlreichen Subst., die Meyer 
hierher rechnet, nicht secundär, sondern primär. 

Wir haben also einige Diff. 

Wir wenden uns nun zu den Combiaationen von Suff. lo. 

τηριο hat sich als besonderes adj. Suff, ausgebildet (eigentlich ττ,ρι«, 
w, das an Nom. &g. auf τ^ρ angetreten ist) und es ist durchaus dr. Ai]. 
nicht mehr nöthig, ,dass ihm ein Nom. ag. auf τ^ρ zur Seite 
etebt; z. B. διαβατήριο- auf glückliche üeberfabrt bezüglich 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



134 

(theor. ί^βΛτ^ρ-), 3ατήρω- (theor. 9ατήρ-\ δηλητήριο- ecb&dlich, 
0ίλχτήρίο- bez&uberod, ^w/«i«^/>io- verderblioli u. m. a. (s. Aly, 
»■k»i. a. a. O. S. 32). Die Subst. weisen kein Maec. and Fem. anf 
(iD awTTjpia ist deutlich ta das Suff.]. Wohl aber haben wir 
Hratn- eine Reihe Neutra auf τηρώ, die meist den Ott oder das Werk- 
zeug bezeichnen, z. B. όχροατηριο- Höreaal, αποδυτήριο- Auskleide- 
zimmer, βουλευτήριο- Rathhaus, αελχτήρω- Zaubermittel, χαλλον- 
τήρω- Schmnck und eine ganze Reihe a. 

Nur dadurch, dase die Subst. bloss ein Oenns zeigen, 
ist einige Diff. auegebildet. 
,•(. Aij. Des Lat. weist eine ganze Menge Adj. mit törio anf, de- 

nen nur theilweise Nom. ag. auf t6r zur Seite stehen; accnsa- 
törio-, adulatorio- schmeichlerisch, coneolatorio- trOstend, dam- 
natdrio- verurtheilend, dictatdrio- n. τ. a. Auch das Lat. kennt 
Mkit ein subst tdrio nur im Neutrum und interessanterweise in ganz 
derselben Function wie das Griech.j accubitdrio- Speisesaal, 
auditörio-, opertörio- Decke, Grab, cinctörio- Degengehenk, 
tentdrio-, tectörio-, ja sogar territörio- das Gebiet. Das Lat. 
entspricht dem Griech. recht genau; so haben wir denn aach 
hier einige Diff. 
iri«. Kine andre Combin. τοη io ist das lat. ärio, welches 

1«. eich als häufiges Adj.-Suff. zeigt. 

1) agrärio-, frumentärio- , febru&rio-, gregärio-, hono- 
r&rio-, piscärio-, prec&rio- aus Gnaden gewährt und 
sehr V, a. 

2) a) ist selten, wie primärio- vornehm, ansehnlich; ee- 

cundärio- der Ordnung nach der zweite, advers&rio- 
eotgegen gekehrt u. a. 
b) findet sich nicht. 
Ausserdem haben wir einige Adj. von Adv., z. B. extr&rio-, 
contrario- (doch sind dies vielleicht Ableitungen von Adj., wie 
exter, conter, vgl. exterior), 
ΒΛΛ. Subst. mit diesem Suff, sind fast immer Neutra. (Die 

Masc. und Fem., die deutlich aus Adj. zu Subst. geworden sind, 
wie argentärio-, advers^io•, argentäria u. a., kommen nicht 
in Betracht; bei ihnen ist das Suff, kein eabstant). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



138 

Nur beim Neutr. ist ärio wirklich eubet, .Soff. Dieie 
Neutr. sind sehr zahlreich: 

1) viridärio- Garten ; τίβΐΐ. sacrärio- Betbaus , Capelle, 
eecretärio- geheimer Ort, die aber auch von den eob- 
Gtantivirten sacrum, secr^tum kommen können. 

2) sehr zahlreich, wie armärio- der Schrank, armament&rio- 
Rüstkammer, donäno• Weihgeechenk , Schatzkammer; 
granärio - Kornspeicher , plantärio- Baumschule und 
viele a. 

Fem. auf äria sind vereinzelt, z. B. herbäria Kräuter- 
kenntnies, serpentäria Schlingwnrzel and wenige a. (cf. Mejer 
S, 489). 

Wir haben also einige Diff. , indem das Subst. fast 
ganz auf das Neutrum beschränkt ist. 

Dies Ist eine dem Oriech. eigne SuST.-combinatlon, die sich iie 
schon im Honi. zeigt. Da sie ganz zum besondern Suff, aus- " ' 
geprägt ist, können wir die Adj. in dieselben ßabriken theilen, aij. 
wie bei einfachen Suff. 

1) χουρίδω-; μοιχίδω• ehebrecherisch, olxi&o- häuslich u. 
einige a. 

2j a) παυρίδω• wenig, πιχρίδιο- bitterlich, vuxreplAco- nächt- 
lich, χροπτάα(ο- heimlich u. wen. a. 
b) χατωμάδιο- von den Schultern her geschwungen; 
έπααψρίδίο' Über den Nieren befindlich, ivwndSto• 
im Angesicht, sichtbar α. a. 

Auch haben wir Ableitungen von Adv., 3^/ta3a>-^ ραφΙΛο-, 
Απισθίδιο-^ a}fvi3to- (auch Aly a. a. 0. S. 26 and 26). 

An Subst. haben wir nur eine ganze Menge Deminutiv- βιΜ 
bildungen, namentlich auf cdto, wie xuvldio-, dpöpiSio-, &upiSto~ α. a. 
Ferner eine Reihe Demin., wo ein andrer Vocal dem S vor- 
hergeht, z. B. λαγώΰίο-, Ιχαύδιο-, γραΰιο-, ßaothiSto- α. a. 

Hier liegt entschieden einige Diff. vor, denn 1) das 
Sahst, kennt nur die Combinat. von Subst. -|- ^">i nicht Adj. -H Sto 
und Adv. + Sio. 2) Das Subst. hat nur Neutra. 3) Das Adj. 
hat das Suff, auch in der Gestalt αδιο; 4) das Subst. hat ausser 



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136 

ιίιο DOch 9co allein, dem ganz Terschiedene Stammvocale vor- 
auegeben können {ω&ο, uSio^ etSto u. a.). 

Specif. adj. Combinationen τοη to. 

*", IT•. Diese Combinatioa von εο, eo mit dem adj. Soff, na 

eriHk. findet sich in beiden klaes. Spracben, im Griecb. aber nur 

ganz vereinzelt in dem hom. k^Ihso- (neben iXaFtvo-\ laFiveo- 

eteinern (neben ίαίΐνο-), nachhom. ψψίιίεο- (bom. φηγινο•}, 

tlpivea- τοη Wolle. 

Das Subst. kennt diese Snff.-Combin. nicht, wir haben hier 

also dentliche Diff. 

1^ Im Lat. sind die Adj. auf neo viel häufiger; z. B. querneo- 

(ueben qnerno-), saligneo- (neben saligno-), eburneo- (neben 

eburno-), iligneo- (neben iligno-), vitineo- vom Weinetock n. a. 

(Dies neo tritt aucb an Adv., extra und exträneo-; nitro 
nnd ultröneo- freiwillig). Eigentlich gehören all diese Wörter 
zur Rubrik 2) a) aber neo ist so ganz selbstetändiges Suff, 
geworden, daes wir wieder neue Rubriken machen könuen. 

Sehr häufig ist äneo als.selbststäodig ausgebildetes Suff. 

1) pedäneo- das Maaes eines Fnqees enthaltend, föcäneo- 
scblundartig (fauc-). 

2) a) confüsäneo- vermischt, conditäneo- eingemacht, re- 

jectäneo- verwerflich, sicc&neo- trocken u. m. a. 
b) circumforäneo• am Markte befindlich, subteri^neo•, 
mediterräneo-, subteguläneo- unter dem Dache be- 
findlich. 
Schon direct vom Verb scheint Buccedäneo- Hstellvertre- 
tend" zu kommen. 

Hier haben wir deutliche Diff. ')• 
αλίο. Diese Suffixcombination findet sich nur beim griecb. Adj. 

αλεο besteht wohl aus aXo + εο und somit würden eigentlich all 
diese Wörter unter 2) a) gehören, da das Suff, aber ganz 



1) Tereinielte, lum Theil dunkle, zam Theil deatlieh ans Adj. ge- 
wordene SubBt. Bprecben nicht dagegen; derart sind cnneo- m. der Keil, 
gtlneo- und gänea t die Kneipe, interftneo- n. das EiDgeweide n. wen. s. 



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187 

selbstetftndig geworden iet, kOnnen wir die bekannte Rnbriken- 
eintheilnng Tornehmen; 

1) γηραλέο- alt, ταρβαΧέο- furchtsam, ^μαΐέο- kräftig, 
ψωραλέο' krätzig, διφαλέο- durstig α. m. a. 

2) a) λΐπταλέο- dünn, echwacb; όπταλέσ- gebraten u. a. 
b) ist nicht vertreten; für diese Rubrik scheint das 

Suff, zu echwerfällig gewesen zu sein; dagegen 
fanden wir im Lat. das ebenso schwere äneo in 
dieser Function. 
αλεο ist ein recht häufiges SufT. und nur adj., cf. auch 
Aly a. a. O. S. 37 und 38. Also deutliche Diff. 

cio, dem meist ein i vorhergeht (wie ja auch dem co) < 
ist wohl entstanden aas co + io (in der Schreibung schwankt i 
cio auch mit tio, doch ist letzteres nur in einigen Fällen be- 
rechtigt, z. B. Oomitio- von domito-); cio ist ein entschieden 
adject. Suff. 

1) aedilicio- den Aedil betreffend, ean&licio- in Schachten 
gegraben, patricio- za den patres gehörig, paetoricio-, 
sutoricio-, tribanicio- u. τ. a. äcio ist selten und spät, 
z. B. fabäcio- aus Bohnen bestehend, hederäcio- und 
bederäceo- aus Epheu u. ein. a. Dem ceo gebt ge- 
wehnlicb ä roraus (β. Leo Mejer S. 465) : ampulläceo- 
flaechenförmig (ampulla), arundinäceo- rohrähnlich, 
gallinäceo- zu den Hähnern gehörig, liltäceo- aus Li- 
lien u. V. a., dagegen z. B. palmiceo- ans Palmen. 

2) a) Icio in no^rlcio- neu; eine Menge auf ticio-, die von 

Part. Pf. kommen, wie dediticio- der sich auf Onade 
und Ungnade ei^eben hat; emptlcio- gekauft, obl&- 
Ücio- freiwillig angeboten, tractlcio- geschleppt u. 
V. a. (bem. das tcio hier gegenüber dem icto, äcio 
unter 1). 
b) vereinzelt : subcinericio- in der Äsche gebacken 
(neben cinericio- ascbenähnlich). 
Subst. finden wir nur wenige, deutlich ans Adj. gewor- 
dene, z. B. novicio- Neuling, violäclo- n. Veilchenwein, pirftcio- 



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α. Biroweia; diese hindern Dfttflrlich nicht, das Soff, als edjeot 
zu bezeichnen nnd deutliche Diff. zu constatiren, 
"^ Diese Erweiterung iBt dem Subst. eigen. Dae Griech. 

">■ zeigt zunächst io>v als Suff, von Patronym,, z. B. HtjXeFttav-, 
dniei ^ÄTpeFitav-, Kpovitov-, Ουρανίων u. a. All diese zu Rubrik 2. Aueser- 
^„^ dem haben wir ιων in den Maec. μαλαχίων- Weichling, δείλα- 
ια), χρύυν Elender (SelXoacpo- elend), χηρίων Wachslicht, λααύον- 
υ. a. Die Monatsnamen sind Perispomena auf iä>v^ z. B. έχατοα- 
βαιων-, ϋαργηλιαη'- u. a. ') 

Das maec. εων, ων bildet auch Perispomena und zw&r sehr 
oft Ortsbezeichnungen, v/ie χαλκεών- die Schmiede, οϊνεων- und 
οίνων- das Weinlager, παρ&ενεών- und παραενων- das Jungfrauen- 
gemach, ^οδεών- nnd paScav Rosengarten; περιστερεαη,•- und 
ττ^ριστεραιν- der Taubenschlag; auch άπατεών- Betrüger, χαχεών•^ 
όργεών- Priester u. m. a. (Meyer S. 470 fll.), 
'"- Im Lat. haben wir iön und zwar bei Masc. und Fem. 

Masc. 1) miridn- seltsam gestalteter Mensch; Union- eine 
einzelne grosse Perle; 2) pumilion- Zwei^ (pumilo- dase.); 
pUsiön- kleiner Knabe (puso- der Knabe), mUliön- MauUbier- 
treiber, ludiön- der Spieler n. v. a. (s. Meyer S. 469 und 470). 
Fem. sind meist Ahstr., z. B. commäniön-, consortiön-, 
rebelliÖD-, uniön- die Eins, Vereinigung; concret rubelliön- ein 
röthlicher Fisch (rubello-). 

Dies iön bildet dann aach direct von Verbalst., z. B. 
regiön-, obsidiön-, legiön-, occidiön- n. m. a. CAehnlichee kann 
man auch an turio n. a. sehen), 
lo ind Dies iet eine Combination von jiltem man + ia oder 

m&na -|- ia; wir haben m6nio schon als seltnes prim. Suff, 
kennen gelernt ; merkwürdig ist , daes mdnio durchaus haupt• 
sächlich secundär isr, da ja man, man prim. Es zeugt für grosse 
Selbständigkeit des Sufif. — Das Su£f. bildet eine Reihe von 
subst. Neutr. und Fem. 



1) 101' haben wir in Patronym. wie Ύπίραη/• and dem maso. ίργιιη^- 

Prieeter; Τον findeii wir nun auch ala Suff, des Comparativ {ifiiov- o. dgl.). 
Die Combination von A((j. + im anterscbeidet diese BildoDgen von den 
■eltneit Snbet. anf lov. 



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Nentra: 1) wenige, wie trietjmAnio- Tmurigtelt, ηΐββήιηβ- 
nio- Elend. 2) mercimdmo- Waare, patrirndnio- Erbgut, moeobi- 
Diönio- Ehebruch u. m. a. 

Fem. 1) tristlmönia, castimöaia die Kenscbbeit, acrimdaia, '«■- 
Banctiin6Dia α. m. a. 2) scheint zu fehlen. 

cinio ist ein seltnes, nur neutrales eubst. Snff., z. B, latrO- <i>i<>- 
cioio- Räuberei, l^nöcinio- Kuppelei, ratldcinio- Berechnung, 
tiröcinio- u. wen. s. raticinio ist offenbar von vaticino- durch 
Soff, io gebildet (nach Corssen öcinio ans ön -j- co + ino + io). 



veodienst, equilio- Gestüt, famulitio- 



das namentlich von f»• 
canitia und -tiä-, 
le a. (cf. auch Corss, 
auf tia, die vom 



Fem. tia, tiS ist häufiges Abstr.-Suff. 
Adj. ableitet, z. B. avaritia und avaritie- 
munditia, pigritia, justitia, laetitia u, viel 
Beitr. S. 552). (In den zahlreichen Abel 
Part. Prs. abgeleitet sind, z. B. constantia u. dgl., gehört das t 
deutlich dem Part., s. oben S. 126). 

Die Demin. sind von L. Schwabe (de deminutivis Graecis erttok. i>e- 

mlntlTft. 

et Latinie, Giss. 18Sd} eingehend untersucht worden. Wir haben 
eine ganze Menge Combinat. mit to (dae schon selbst Dem. 
bilden konnte); sie tragen nur subat. Charakter und gehören 
zu Rubrik 2 (Subst. + SufT.). Das ein&che Sto, tSta haben ^, i^io. 
wir bereits oben (S. 135) besprochen. Dies (Sio finden wir nun 
noch mit andern SufT. combinirt, z. B. mit υλλο in μειρα- oXiidio, 
xuiiiSto-, mit taxo in χίανισχίδιο Kleidchen, mit ap in βφΧα~ Mudio. 
pUko- JL, a. αριΛιο. 

apio in einer ganzen Reihe von Demin., z. B. ßißXdpio-^ apte. 
avdpäpio-^ xEpdapto- u. m. a. Auch dies <ψιο wird weiter com- liapto, 
binirt, mit td %. B. in βφλιδάριο- u. a., mit taxo in παιδαηάριο-, '**^"'- 
πυργντχάριο- Thflrmcben u. a. 

uSpto in χερόδριο- Händchen, ίΧχύδριο• kleine Wunde, iiip•"- 
σχηνύδριο- Zeltchen u, m. a. Combinationen dieses Suff, finden 
wir z. B. in utavtaxudpio- , IJptapiXXaSpw (ecberzbeft) kleiner «nu^pio, 
Priamoe. '""' 

■udto in SevSpoätO', kXxuSw- u. wen. a. "<*'"■ 

upio in uaxupio• kleines Vliess, xaJapto- etwas Holz. "/""■ 



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140 

ισχίο in χυχλίαχίύ-^ μΜφοΜίαηο•^ aamdtaxif^' Schildchen η. m. a. 

αχιοίη σπα/βΊΙρώαο- FttnbcheD, δ*λρώαο- Ferkelchen α. m. a. 
ολλω. ϋλλιο in άν&ύλΛιο-, hrüHJiio-, εΙδολΧω- α. m. a. 

tiiui. ελλίο selten wie in oaxHiio• Säckehen. 

*iiw*. aXiio eelten in xOpäUio-^ χουράλλιο-^ χωράλΛιο- Mädchen, 

Pöppchen, Koralle. 
ufm. ϋψιο in Άενδρύφιο-^ τΐχνύφιο- kleine Kaust, ώϋρίο- Eichen n. a. 

aiciu. αψξο in χωράψα>- Landgtltchen , &ηράφισ- Tbierchen u. a. 

ηψΌ, ^φιο vereinzelt in ξυίήφιο- Stückchen Holz. 

Wir haben jetzt eine ganze Menge speciell subst 
Combinat. von lo überblickt, die also deutliche Diff. zeigten. 

T-sot. Das Suff, to, das Ursprung lieh primär ist, hat sich auch all- 

>•. mählich zum secundären entwickelt. Se zeigt sich namentlich 
in Adj. mit der Bedeutung gverseben mit etwas" und es ist 
gewiss richtig, wenn Leo Meyer CS. 516 fll.) annimmt, dass 
dies durch die abgeleiteten Yerba entstanden ist, die „mit 
etwas versehen, begaben" bedeuten. Deren Partie, musste 
nmit etwas versehen" bedeuten und nach Analogie solcher 
Bildungen (z. B. armäto-} konnten sich nun derartige Adj. 
ohne die Zwischeneiafe des Verbs, direct vom Nomen bilden. 
So wurde das Suff, secundär. 

eti«*. Griechische Bildungen derart sind nicht zahlreich. Nach 

Analogie von Part, wie χεψιδωτό- „mit Aermeln versehen* 
[χειρ(8όω) u. a. bildeten sich die Adj. 9υααναπ6- {doaavo-') mit 
Troddeln, Quasten versehen, μαλλωτό- mit langer WoHe ver- 
sehen und einige andere. Mit andrer Bedeutung haben wir 
χαρυωτό• nuseähnlich, αα^πηγωτό- trompetenähnlich, παρδαίωτό- 
gefleckt, getigert. Subst. Bildungen derart sind keine vor- 
handen, z. B. χαμηλωτή Kameelhaut, μηλωτή Schaafpelz '}. 



1) Dunkel eiad αμαξιτό- Fahrweg, άταρππό-, άτραπιτύ- der Pfed, die 
Uejrer lieretellt; vielleicht eteekt die |/ t darin, wM in der Bedentang 
gut pa«een wiirde ; αμαξιτό- Aana eigentlleh = „von Wagen begangen, be- 
fahren", d. h. Fahrweg; ee gebort wohl niclit her; namentlich da es eo 
ftlte Wörter aind, darf man Bchwerlicb eecnnd. το in ihnen aDnehmen. 



b,GoogIc 



141 

Bei der Spärlichkeit der griechiachen BildüDgea dürfen 
wir eine Diff. nicht erwarten. 

Im Lat. eiad die Ädj. mit sec. to eehr zahlreich. Meist L*t 
sind sie nach Analogie der Part, der 1. Gonj. gebildet and 
gehen also auf äto ans und zwar Rubrik 2, z. B. barbäto-, 
columnäto•, cordä>'.o- verständig, pennäto-, praetextäto-, dentäto- 
und sehr viele andere. 

ito (nach Analogie der Part. 4. Conj.) z. ß. in aurlto- «•■ 
mellito- mit Honig versehen, avtto- grossväterlicb und einige a. 

äto in corallto-, cinctüto- gegürtet, astuto- listig (aetu die et•. 
List) u. a. 

öto nur in aegröto-. **•- 

Da to sieh auf diese Weise als Belbstständigee secundäres 
Suff, ausgebildet hat, tritt es nun auch direct an consODa^tiBChe 
Grdf , so dass eu ein zwischenliegendes Verbum gar nicht ge- 
dacht werden kann. Besonders häuäg ist s vor dem to, z. B, ■ "" *•■ 
1) arbusto• mit Bäumen besäet, robuste-, onusto-, honesto-, 
funesto-, scelesto-, venusto- und eine Reihe a. 2) nur vetusto-. 

Ausser diesen haben wir nur noch vereinzeltere Formen, 
a. B. r vor dem to in liberto-, aberto-; rwit*. 

c vor d"'em to in senecto-, omecto- feucht, rudecto- tro- •«»«•■ 
cken, mager. 

Subst. sind auf die Geschlechter sehr verschieden vertheilt sifc«. 
Masc. kaum vorhanden, nur lacerto- die Kidechse und lacerto- 
der Arm. Fem. etwa juventa, eenecta, lacerta, Idcusta die 
HeoBcbrecke. 

Neutra einige wenige mit Cons. vor dem to, z. B. ar- "»t»- 
busto- Baumpflanzung, fillcto- Ort mit Farrenkrant, carecto- 
Ort voll Riedgras, salicto- Weidengebüsoh , virgulto- Gebüsch 
(vii^ula) und einige a. auf cto. 

Dagegen finden wir sehr häufig and in lebendiger Analogie- ***■ 
bildnng das Suff, Sto, das einen Ort,, meist einen Wald, be- 
zeichnet: aescaieto- Wintereichenwald, cuprese^to-, ficSto-, pal- 
m^to-, niic6to-, pin^to-, pomfito- rosdto•, vin£to- Weinberg, ve- 
terato- Brachfeld (vetusj und sehr v. a. 



b,GoogIc 



14» 

Wir haben abo äto (das besooders lebeDdig ist), tto, 
nto nur beim Adj.; e-i-to so gnt wie nur beim Adj,; Sto nur 
beim Subet. Berührung der Redetheile fast nar in den seltenen 
r+to, c-f-to, die ihrer Spärlichkeit wegen kaum in Betracht 
kommen. Belehrend ist es Beispiele wie adj. retusto- and 
snbst. TeterSto- zu vei^leicben. 

Wir haben also ganz deutliche DiTf. 

Qriech. Adj. mit secundären tä sind z. B. 

1 ) iimywjnj- bärtig, άσκίστή-^ χορυστή-, άσπι3ιώτη•, λιμυήτ^η- im 
See lebend, σχψήτη- in Zelten lebend, ήπαρώτη-, εΰιώτη- 
bakchisch {εΰιο-\ ^λιώτψ von der Sonne kommend u. a. 
Sehr häufig ist der Ausgang ιτη, ζ. Β. άπίττ^- aus Bir- 
nen, ;^^Γη;- sonnenartig, uTfiTTj- die Flotte betreffend, θρο• 
vTrij- aus Tbronion, άργ^ρίτψ silberhaltig, αώ-ηρ~τη- ei- 
senähnlich und viele a, (s. Meyer II S. 529 nnd nament- 
lich eBühler, Secundär-Suff. τψ S. 9 flL"; wir kön- 
nen nur mit Buhlers Herleitung das Suff, durchaus nicht 
eiurerstanden sein.] 

2) -πολφούτψ 

X. Subet. eine ganze Afenge: τοξότη-, άγρότψ^ αημότη- Privat- 

mann, ναύτψ, χορυνητη-^ οΐχέτη-, ϊά/έτ»?-, πατριώτη-^ στρατιώηι- 
U. a. Auf trrj treten die Subst. entschieden hinter den Adj. 
zurück: χοίπΤττι- Anwohner eines Meerbusens, πεζ'^τψ Fues- 
gänger, τεκνΎτ^• , αχη~ιτψ Städter u. a. Diese Subst. sind wohl 
ans den viel zahlreicheren Adj. geworden. Namentlich ist dieser 
Ursprung klar bei den Namen von Steinen und Weinen , wo 
immer λί&ας oder ölvoz ergänzt werden muss, z. B. dp^xt^- Sand- 
stein, γερανΤτψ Kranichstein, χηρ~ΐνη- Wachestein und eine ganze 
Reihe a.; μτ^λίτη- Apfelwein, μυρτϊτη- Myrthenwein u. m. a. 
iMeyer S. 530). 

Das Suff, zeigt höchstens einige Diff. 

t ati, ät; tti, It, ti, t\ ätili. 

Für den Zusammenhang dieser lat. Bildungen mit den 
griech. spricht auch namentlich die gleiche Function, besonders 
zar Bezeichnung der Herkunft. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



143 

ftti, &t in einer Reibe lat. Adj., die die Herkunft bezeich- m. 
neo Cef. griech. ^ττ/, ωτ•^}: nostr&ti- und noetrUt-, veeträt-, ca- 
jäti- und cujät-, Äntiäü- und Antiät-, Urbinikt-, die theile snb- 
stantiviri sind, vrie namentlich Einwohnernamen , auch opti- 
mätes u. a. 

iti, it in eioigen Ableitungen von Städten&meo , z. B. ^ 
Samulti- und Samnlt-, Quidti- and Quirlt-. 

ti, t in einigen, wie Tiborti-, Tiburt-. ti, t. 

Endlich haben wir die Adj. auf ätiü, wie fluriätili- am mh. 
Flusse lebend u. a. (s. unten bei dea 1-Suff.). 

Da die Bildungen meist Adj. sind, so haben wir ei- 
nige Diff. 

täti ist auch im Ssk. Abstract-Suff-, z. B. in sarvÄtätj- 'p•*.™;'.'- 

' I-8nir. tlU 

Allheit u. a. Im Lat. zeigt tat! sich noch in voller Gestalt in (ut, τψ). 
manchen Casne der Abstr., die sonst tat zum Suff, haben (cf. 
den Gen. PI. civitätium- neben civilätum, voluptätium u. a.) 
Das Griech. zeigt durchgängig τ^τ. Die fem. Abstr. auf riji- 
sind ganz besonders häutig und gehören meist zu Rubrik 1), 
z. B, φιλότητ-, χαχότητ-^ άβρόττ^τ-, jtwataniT-^ δίχαιότητ-^ έσίίλότητ-^ 
λεψπρότψ-, μιχρότητ-, βα9ότητ- η. sehr viele a. Selten sind die 
aue Rubrik 2, wie &ΐότητ-, βιότητ-. 

Im Lat. geht dem tat meist ein i voraus, z. B. 

1) acerbität-, aSlnität-, castität-, calamität-, carität-, Hde- 
lität-, tenerität-, durität- u. sehr viele a. 

2) häufiger als im Griech-, z. B, civität-, plebität-, aedi- 
lität-, virginität-, germänität- Brüderschaft α. m. a. 

Selten geht dem t ein andrer Laut voraus ; doch lässt sich 
anführen 

1) pietät-, Proprietät-, vetustät- , paupertät-, ubertät-, 
facultät- u. m. a. 

2) venuetät-, tempestät-, aetät- (aus aevitftt-; aevo- Le- 
benszeit, Ewigkeit) u. a. 

Das Abstr.-Sttfif. tat findet eich nur in einigen tat. Wor- tii. 
tern, z. B. senectät-, juventüt-, virtHt-, Servitut- und das 
alte tempestat-. 



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144 

tUn. tudoD ist bedeutend hftafigeree fem. Abstr.-SutF. im Lat. ; 

don etimmt offenbar mit dem Suff, τοα cupidoa α. a. Meist 
geht auch dem tfidoa ein i Toraus, z. B. in 

1} aegritudoB-, amplitudoD-, altitudoo-, multitädoa-, magai- 
tüdon•, turpitädon- u. sehr vielen a. Von 2) weiss ich 
nichte auzafahren. 
Ein andrer Laut als i geht voraus in coasuetUdon-, hebe- 
tudoD• u. wenigen a. 
Μ (Im). Qa3 Abstr.-Suff. tu hat sich auch zu einem Secuod.-SnIT. 

au8<;ebildet und zwar in der Gestalt ätu, also entstanden im 
Anschluss an Bildungen der 1. Conj. 

1) selten: caeltbätu- eheloser Zustand. 

2) häufiger, wie patriciätu- Patricierwfirde , triumvirätu-, 
optiönätu• Stelle des Feldwebels u. einige a. 

H*,tu,tif. Auch tio, tia, ti^ sind hier anzufahren, da es speciell 

subat. Suff, sind (s. oben S, 139, wo wir es schon als spec. subst. 
Combinatton von io besprochen haben), 
"i^•* ^^ comparat. tara und das superlat. tama sind auch schon 

'■"■■'"■ darum von Wichtigkeit, da die Gradation überhaupt als 
utn;'tiuiio, Eigen th Um U chkeit des Adj. aufgefasst werden musa. 
TOT 1^1 Doch haben wir die Suff, auch noch in andrer Function. 

GrtMh. Im Griech finden wir τερο ausser in den vielen Compar. 

"^' noch in einigen posit. Adj., namentlich solchen, die eine Zu- 
gehörigkeit, Besitz bezeichnen; z. B. ημέτερο-, δημότερο-^ άγρό- 
τερο- auf dem Felde lebend , όρέστερο- auf den Bergen lebend 
u. einige a. — Die dunkeln Subst., wie χαααίτερα-, περιστερά 
können auf unsre Beurtheilung des Suff, keinen EiaQusa 
haben. 
L>t' Als Compar. -Suff, kennt das Lat. tero gar nicht mehr, 

ihm ist es nur in der Gestalt tri (estri; auch tro) ein secund. 
Adj.-Suff. Dem tri und tro geht meist ein β voraus, auch wo 
die Grundform des Nomens da^u eigentlich keinen Grund 
tri, Hiri. giebt ; estri ist ziemlich selbstständiges Suff, geworden; tri, 
estri finden wir in 

1) palustri-, equestri-, pedestri ; silvestri•, rurestri- u. a. 
Bei Spät, paludestrl-. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



2) a) Bade ich nicht vertreten. 

b) bimestri- (aas bimeostri-) zwelmoDatUch, sdmeetri- 
u. a. 

An Subst. haben wir nur wenige Formen; das lebendige 
adj. estri findet sich hier nicht. Df^egen tiaben wir 2 Subst. 
aafistro: magietro-, miaisti-o-j vereinzelt stehen austro-, mater- 
tera, Formen, wie wir sie beim Ädj. nicht aufweisen können. 

Das nicht häufige astro haben wir in einigen Adj. nnd utr•• 
Subst., z, B. surdaetro- etwas taub, norellaetro- etwas neu, fiil- 
vastro• rothgelb; bemerke, dass diese Bildungen ans Adj. -j-astro 
bestehen, während die Subst. in Subst. + astro zerfallen; sili- 
qaastro- n, Ffefferkraut (cf. siliqua die Schote); catlastro- er- 
wachsener Knabe (cf. catulo-) ; seliquaetro- n. der Sitz (sedere, 
noch nicht klar), terno, tumo sind secuadäre Adj.-Suff., die t«rni,tnni» 
sich wahrscheinlich aus Bildungen wie veterno-, Saturno- 
selbatäudig herauslösten. Wir haben z. B. aeterno- (aus aevi- 
terno-), sempiterno-, diuturno- u. a. 

tama finden wir nnr im Lat. und zwar als tumo, timo **■*■• 
(simo und issimo). Es zeigt sich ausser in den vielen Su- 
perlat. noch in den Ordinalzahlen, z. B. septimo-, vicSsimo- 
n. a. Ausserdem in einigen Adj. wie maritumo- und maritimo-, 
finitimo-. Das vereinzelte Subst. aeditumo- Tempelhüter hat 
wohl adjectiviechen Ursprung. Vor allem aber ist das Suff, zu 
Hanse in den Superlat. (is-simo-, und aseimilirt in facil-limo- 
nnd dgl.) 

τατο und ιστό sind wichtig als griech. Superlativ-Suff. Turontert 

Das noch nicht genügend erklärte Suff, tino findet sich nur in ti». 
einigen lat. Adj., z. B. crastino-, diütino-, serötino-, pristino- 
und wenigen a. ') 

Ausser all diesen specif. adj. T-Suff., haben wir noch einige 
andere, die wir vorziehen in andern Classen zu besprechen; 
Bo z. B. tico, das unten bei den eutt.-Snff., tili, das bei den «((».tili. 
r- u. 1-Suff. behandelt werden wird. 



1) Das Lat. zeigt dach tlno in vesperllno-, integttno- und einigen 
Aiij. ; daneben aber auch in den Subat, mediastlno• OehülTe, Toetutlna. 



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146 

Im e&nzen haben wir also bei den T-SaEE. eine deat- 
liche Diff. angetroffen. 
Mar. ίη bildet in grosser Anzahl Patronymica. Meiet geht dem 

^ -^ gjj' ί ein ( vorher, z. B, ΚροκΆη-, Άχτορίίτ)-, 'ΕχτορΙΛη-, ΙΙριαμίδγ- 
nnd viele β. Bei Gdf. auf to lautet das patron. Suff. taS^; 
doch findet sich ιαίη auch bei einigen a. Gdf.; wir haben: 
Msvoeredär}; Άαάαψ, ΆσχλψαάΑ^-, auch ΤεΧαψίονιάαη-^ ΠηληΡ(άδτη' 
α. m. a. Hehr vereinzelt stehen Κεάόη-, Mejridij- und wenige a. 
Fast immer bildet dies Suff. Patronym., nur wenige Wörter 
tr^en anderen Charakter, z. B. ήγεμον15τ)- der Führer, προαα•- 
γαη^δη- Eundschafler und wenige a. (Ein ganz vereinzeltes Adj. 
auf ιΰη ist ^μερίαη-^ auf ada γεννάόα-; sie kommen natürlich 
nicht in Betracht), 
(ho. Mit 3η hängt wohl auch Seo zusammen, das gleichfalle die 

Herkunft bezeichnet. Namentlich haben wir eine ganze Keihe 
von Mamen junger Thiere auf ieu, das aus 3εο contrahirt ist, 
z. B. όετιδεύ- der junge Adler, λαμδεά-, h>xidea~^ TKXapYi$t6~ 
n. V. a. 

Bei Eindera menschlicher Wesen wird deo in 3ου zusam- 
mengezogen, z. B. ulSoü- Sohnessohn, &αγατριαοΰ- neben jOD. 
ϋυγατριδεό-^ άνεφιαόοα- und άνεψιαδεό• Sohn eines Geschwieter- 
kinde u. a. 
^ B. ad. Von den Masc. auf tSrj , αδη lassen sich die Fem. auf id^ 

' ad nicht trennen. Fem. Patronym. sind z. B. auf tS aapSavid-y 
Βρισηίίδ-., Άχτορίδ u. m. a.; ad in BopeaS- u. a.; ιδ und aä sind 
aber durchaus nicht auf die Patronym. beschränkt (wie dies bei 
jÄy, ιαδη, αδη ziemlich der Fall war). Vielmehr haben wir eine 
ganze Reihe von andern fem. Subst. mit diesen Suff., z. B. td 
in νυχτερίδ- die Fledermaus, ^μερίδ- veredelter Weinstock, ηαλ- 
/axlS' das Kebsweib, ψορτΐβ- das Lastschiff, άμπελίδ- Weinetock, 
χρηνίδ- kleine Quelle, 9ρονΙδ- kleiner Sessel, άμ^ίδ- Lämmebea 
und viele a. 

Auch mit gedehntem Vocal (als ιδ) begegnet uns das Soff., 
z. B, in χνημϊδ-, χειριδ- der Handschuh, ψηψϊδ- das Steinchen, 
σχοινΊδ• Seü aus Binsen u. m. a. (s. Meyer S. 559 fll.)j ad z. B, 
in pavad-., μυριάό-, χοιΜδ- Höhlung, οΐνάδ• Weinetock, αχιάδ- 



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147 

Schattendach, xorW^ Frucht dee wilden Oelbanme (xartvo-') α. 
m. a. (Einige, wie die 3 ersten gehören in Rnbr. 1); έπι3ιφριά3- 
der obere Rand des W^ensitzee, , 

Neben diesen zahlreichen Subst. begegnen uns auch einige An- 
Adj. mit den Snff. iS und «<$, z. B. xavoacld-^ χατοιχάδ- zam 
Hause gehörig; daneben xarotxldio-, wo es aussiebt, als w&re 
das 10 hinzugetreten, um den adj. Charakter zu veretärkea' 
Man vgl. /ίος^/ί-, μοιχάα• neben μβΐχίδιο-\ νυμφίδ- neben wuflÖio, 
In anderen ist die Form auf td subst. und nur die Nbf. auf 
ώ(0 adject., z. B. παραγνα&ίδ- Backenstttck am Helm, παρα- 
fua&ldco- am Backen befindlich (was natürlich nicht von πάρα- 
yvad'td- kommen kann); mxpid- das Bitterkraut neben napcdto- 
bitterlich; προμεταιπΐα- das Stirnblatt neben προ/^είαιπίδίο- ror der 
Stirn befindlich. Das fem. i^ findet sich noch in πηγυλία- eisig 
(der Plar. subet = Schneeflocken); άπλοΐδ- einfach (auch subst); 
xopü>vid-\ τριεττ^ρίό- (noch häufiger subst.); masc. ist γάατριδ• 
dickbäuchig; a§ ist masc. und fem. in γυμνάα- nackend, x'jxhad- 
kreisfitrmig α. wenigen a. 

DieDifferenzirung ist deutlich, denn ιίη^ιαίη, ^^7« 

^«0, (ΐεν, dou, auch tS sind bloss subst; das sec. tS und ad 

ist wenigstens überwiegend beim Subst. vertreten. 

Im Griech. ist vo ein häufiges Ädj.-Sufif. und zwar Beht"8"f. 
., . , „ . . . . A4]- örlMh. 

ihm (wie auch /lo, xo u. a.) fa;c immer ein t voraus; meist sind 

es Stoffadj. Schon im Hom. miittvo-, ίίλάτηιο-, δρύινο-^ δερμάταιο-^ 

ψήγαο' u. m. a. Später άμπέλοΜ-^ ανθρώπινο•, Ιχ&όινο-^ χΙαοοΌ•^ 

ξύλινο-, πέτρινο- u. sehr viele a. (β. Meyer II 563). Eii:e Reihe 

von Adj. betont die Endsilbe; diese bezeichnen oft Zeitver- 

hältnisse, z. B. Fetuptva-, itmeptvo-, ^μερα/ό- u. m. a. (L. Meyer 

S. 664 fil.). Auch finden wir εινό wie χλεινό-, no&ecvo•, χοτεινό-^ 

kpatetvo- u, m. a. avo ganz vereinzelt in ζυγιαν•'• unter dem 

Zeichen der Wage gehören u. wenige a. Gedehnten Vocal vor 

dem V zeigen sehr wenige Adj.: avo in edStavo- heiter; ηνο in 

ΰι^νό- schweinisch u. wenigen a. tovo in χοινωνό• u. wenigen a. 

ivo in kaptvö- u. wenigen a. Also avo, avo, tjvo, tvo, tovo ganz 

selten, dagegen tvo sehr zahlreich. Direct an consonant Gdf. 

Bcbliesst sich vo sehr selten, z. B. natSv&- kindlich. In inter- 

10• 

n,g,t7cdb/G00gIc 



148 

Batst, eseantem Qegena&tz zum Adj. zeigt daa Subet. fast nie das 
kurze ( vor dem v, in weitaue den meisten Fällen gerade ge- 
dehnten Vocal, der beim Adj. ganz selten war. 
)Uk. Maec. auf ivo sind χότινο- der fleiecbige Theil des Granat- 

apfels; ινψ in ^ργατΌ/ψ der Arbeiter n, wenigen a. Tvo nicht 
selten: xopaxho- junger Rabe, Ipu&äto- rother Heerbarbe, 
iisf^ao- der Tadler, φοξαο- ein Flussäscfa, yelMmvo- der Lacher 
und eine Reihe a. (Leo Meyer S. 569). Hvo in βότανο- die 
Qrube u. wenigen a. avo in χάρανο• das Oberhaupt; lavo in 
<Λων6- u. wenigen a. 
Neatr. Neutra ziemlich wenige; ivo nur in ωχαιο- Ueagfutter; 

sonst führen wir an: Ιήοσμο-, xamavo-, Sudevo- Eingeweide, 
σχέπαρνο- u. einige a. 
FcM. Fem. sind zahlreicher; ινη ist nicht häufig: pupaivrj, αατίνη 

der Kampfwagen u. einige a. Meist geht dem υ gedehnter 
Vocal oder Gonsonant voraus; ωνη in άνερώντ^, Ρψηώνη die 
Leichtigkeit, <κχ»ώνη eine EUrbissart u. einige a.; ivq in βολβΐ^η 
eine Zwiebelart, χοιρΤί-τ} Schweineborste u. eine Reihe a.; ^v^ 
in rtr^t^ Königin α. wenden a. υνη\α<ηγϋνη Wurfspiess u. w^e- 
nigOD a. Coneonant geht voraus in χαΜχνη^ πολ^νη^ φιίάχνη 
Fässchen, ίχιανα u. einigen a. (s. Meyer II 570 und 57J). 

Wir finden also beim Adj.^^'sehr häufig kurzes t (et) vor 
dem v, sehr selten gedehnten Vocal oder Coneonant; beim Subat. 
selten i (nie εΟι gewöhnlich gedehnten Vocal oder Coneonant. 

So können wir deutliche Diff. constatiren. 
iM. A4j. Im ij^i, haben die Adj. nicht gerade häufig ino; fungino- 

Ton Filzen, juncino• aus Binsen, picino- pechschwarz α. einige a. 
Häufiger tritt no an Cons., namentlich r, z. B. acerno-, eburno-, 
quemo-, paterno-, materno', veterno- alt, tacitarno-, populno- u. a. 
Bei weitem am häufigsten geht gedehnter Vocal voraus, na- 
mentlich ä and Ϊ; äno haben wir in 

1) mundäno-, oppidäno-, meridiäno-, insuläno-, praeto- 
riäno-, humäno- α. vielen a. 

2) a) siccäno-, veter&no-, variäno- vielfarbig u, a. 

b) häufig, z. B. cismonte.no-, circumpadäno-, snblucäno-, 
tranerheDänO',intramuräno-,antesignäDO-u. manchen. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



149 

Ino 1) sehr häufig, cantno-, sgnino-, at^uloo-, colltoo-, 
colnmbtno-, leontno•, marlno- α. viele a. 

2) a) Uberttno• freigelassen, mascullno- u. einige a. 
b) cisalptno-, peregrlno- u. einige a. 

Sno ist io eioigeo Ädj. durch Ersatzdehnnng entstanden, 
wie in den sogenannten distribut. : dSno•, s§do- u. a. ; ausser- 
dem fuhren wir terr^no-, aliSno- an. 

UDO vereinzelt in opportüno-, importfino-. 

öno vereinzelt in ηόηο-, 

Subst. mit diesem Suff, sind nicht zahlreich und meist ^"^ 
deutlich aus Adj. entstanden. 

Masc. wenige, wie tribuno-, decäno-, pnlvtno-, patröno- ""*- 
u. wenige a. 

Neutr. sehr weo^e , pestino- Hache , alburno- Splint, '*"**■'■ 
sallno- Salzfaes u. wenige a. 

Fem. viel zahlreicher: parietina (PI.) altes Gemäuer, "^ 
vesperoa Abendessen, lucerna, membräna, gentiäna, cantilSna, 
annöna, matröna u. manche a. Doch ist äna, das beim Adj. 
so häufig war, hier nur spärlich vertreten. Dagegen haben 
wir eine ganze Reihe Fem. auf ina, z. B. discipllna, piscina 
Fischteich, arvina Fett, rnplna Felskluft, porrtna LauchgemUse 
u. a. (s. Meyer S. 572). Vor allem ist es wichtig, dass wir 
das beim Adj. häufige äno nur in wenigen Snbst. finden; ferner 
dass das Subst. &8t nur das fem. Geschlecht kannte. 

Jedenfalls haben wir doch einige Diff. 

po ist ein nicht seltnes Adj.-SufT. des Griech. In weitaus ' ■- ''^■i- 
den meisten Fällen geht dem ρ ein ij voraus; das Suff, ηρο 
hat sich selbständig ausgebildet. Von den vielen Formen 
(s. Meyer S. 573 fll.) führen wir nur an: 

1) dwoipo-y μοχϋτ/ρό-, τυχηρό- glücklich, zufällig, οδρηρό- zum 
Wasser gehörig, φρενηρό- verständig; /tt^m;/>fi- bonigsfiss, 
lhu^p6- ölig u. sehr viele a. 

2) β) vietl. by^pi- gesund. 

b) δίχαέτηρο-, έχατανταέτηρο- η. a. 
Eigentlich nur vereinzelt finden sich die Adj., in denen 
dem ρ ein andrer Vocal als tj vorausgeht; apo in extapa- n. we- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



IBO 

aigen a.; tpo in axortpo- α. wesigeii a. upo Tiell. in Ηπαρο- 
hUUig o. wenigen a. 
'' Auch eine Änzabl Subet. mit Suff, pn laeeen eicb anführen, 

sie treten nur eefar hinter den Adj. zurück und namentlich ist 
ee intereesent, za beobachten, wie das Subet. gerade den beim 
Adj. so häufigen Ausgang ηρο zu vermeiden scheint (nur sehr 
wenig lieese eich anführen, z. Β.μύχηρο- Mandel). Etwas häu- 
figer zeigt flieh apo, spo, upo; auch haben wir upo, opo, wpo. 

apo z. B. xlaaapo- ein Gewächs m.; oiuapo- n, Weinblatt; 
xitväpa Hagebuttenetranch n. ein Paar β. 

ερο vielleicht in ίχτερο- m. GelbEUcht, χρψέρα Meblsieb 
n. wenigen a. 

upa vielleicht in maöpa Pelzrock. 

t}pa vereinzelt in χολλαρα grobes Brod. 

opo vielleicht in »όρχορο- m. eine Gemüseart. 

atpo vielleicht in xvitopo- m. eine Nesselart, χαψώρη Füchflin. 

Bei der Dunkelheit der Bildungen weiss man oft nicht, 
ob sie eec. sind. Wir haben hier also deutliche Diff., da 
die häufige Adj.-Endung ηρο sich beim Subst. so gut wie gar 
nicht, zeigt; Berührung der Kedetbeile liegt nur in einigen ganz 
seltnen Suff. vor. 
'■ Dem ijpo entspricht vielleicht das häufige lat. Adj.-Snff. äri: 

1) balneäri•, ApoUinäri-, consullri-, celläri-, familiäri-, 
pnelläri-, salut&ri-, vill&ri-, vulgäri-, p^lδJ^-, maxitläri' 
u. sehr viele a. 

2) a) dupläri-, singuläri-. 
b) trianguläri- dreieckig. 

Vereinzelt ist öri, z. B. primöri-; ebenso uri in gnaruri-. 

Die Subst. mit dem Suff, äri sind lange nicht so zahl- 
reich; anch können wir bloss Neutra anführen, z. B. calcäri- 
Sporn, exempläri-, lacünäri-, alt&ri- u. einige a. Es ist auch 
hier schon darauf hinzuweisen, was eigentlich in den 2. Ab- 
schnitt gehört, dass diese Subst. neatr. gen. in der Flexion 
anders behandelt werden als die Neutra des Adj.; das neutr. 
Adj. verwandelt das i im Nom. Acc. Sg. in β , z, B. oon- 



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IM 

βαΙ&Γβ, famili&re α. a. Das Snbst. verliert allmUilioh das β 
und kürzt dann dae %.; bei manchen dieser Wörter liegen die 
Formen auf äre noch neben denen anf ar nnd zeugen für den 
adj. Ursprung; altäre neben altar; ezempläre ist die bei Lucr. 
noch Torkommende Fona von ezemplar ; andre wie calcar, 
lacflnar zeigen die Formen auf äre nicht mehr. 

Wir haben also 1) weit überwiegend an Zahl Adj. auf 
äri; 2) die Subst. haben nur neutr. GeBchleeht (das ausserdem 
noch in der Flexion besonders behandelt wird). So müeeen 
wir einige Diff. constatiren (im Oriech. ist sie grösser). 

Das griech. Adj.-Suff. λ> zeigt (ebenso wie po vor dem /o) giMk. i*. 
meist ein η vor dem λ j ηλο bildet eich zum selbstständigen Soff, 
aus; nur ist es nicht so häufig wie 'ηρσ. 

1) οδρ-ηλό- w&ssrig, απατηλά-, mannjio- schweigend, ΰπνηλό, ^^• 
schläfrig, ψυζηΧά- flüchtig, χαμηλό- und einige a. 

2) a) έξίτηλό- vergänglich; b) nicht vorhanden. 

αλο ist nicht häufig; vielleicht in νωχαλό- langsam, träge "^' "^*"• 
and wenigen a.; dagegen findet sich die Erweiternng des Soff, 
zn aXeo oft, wie wir oben bereits gesehen (cf. Comblnat 
des Suff, to, to); Leo Meyer schätzt ihre Zahl etwa auf 80 
Wir führen hier noch beispielsweise an: 

1) XtMiaaUo-, πίνϋαΗο-, πειναλέο- u. r. a. 

2) a) ^xaMo- schnell (Sp.); peoazaHo- äüasig {^υατό- flüs- 
eig); πιοΜο- fett (cf. πίαλσ- dan.) u. a.; b) nicht vor- 
handen. 

ιλο vereinzelt in όργίλα•^ αλο in στωβίόλο• maulfertig; ήο*. '*°> "^*"- 
μάλο- etwas scharf und wenige a.; ολο vereinzelt in ηΐμβολο- ''^■'■• ''^• 
{ΰχψβό- dass.); υλλο in χα&αρόλλο- reinlich. 

Auch Subst. haben wir eine ganze Reihe mit Suff. L• , es e***^ 
ist aber die interessante Beobachtung zu machen, dase die ei- 
gentlich adjectivischen Gestaltungen des Suff. {7}λο, aXto) so gut 
wie gar nicht vorkommen und dann meist adjectiven Ursprung 
zeigen. 

7}λο vereinzelt in χορομβηλά- m. der Ephea {xopupßo- Frucht- ^)^• 
büBChel des Ephen); ααήλη Schweineli^er und wenige a. 

αλο nicht häufig, z. B. άψαλό- m. und wenige a. <^. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



isa 

αλιί. Interessant iet die eigeDtbümlich substantivieche Erweite- 

rung zu aXtd, wie aoxaMS- f. Feigenfreseer (ein Vogel), όζοΜ- 
f. ein säuerlicher Wein u. m. a, 
ολο, oiii. „Iq gelten, vielleicht iniprioXo' Lichtmotte; anch hier snb- 

stantivieche Erweiterung zu oktS, z. B. δζοΧιδ- {. ein übelrie• 
chender Meerpolyp, ψααι63ϋό- f. Licfatbringerin. 
'^• tXo in ναυτίλο- m., τροχίλο- m. Strandläufer, 

"■*"■ ü^o in έρωτόλο- m. Geliebter, χογχύΧη f. Muschel n. a. 

*^• eXo in δρύφείο- η. Abgeschabtes, χαφέλ-η Kiste, Höhlung. 

*"*°- ωλο in &ερμωλ7) die Hitze, τταυσωλή und einigen a, 

*^- iilo in S/üL•- n. d. Schaar, π^"λ>• η. 

"^- ολο vielleicht in τόρδυλο- eine Pflanze. 

"^^0• υλλο in ματράλλα Kupplerin und einigen a, 

υλλιο das bereite besprochene Demin.-Suff-, z. B. el^iXm- 
u. T. a. 

So haben wir denn 1) ijXo and α^εο als ziemlich leben- 
dige Adj.-SuS*.; 2) ηλο findet sich selten beim Subst., aXso 
garaicht; 3) αλλιο ist dem Subst. eigenthümlich , als ein recht 
gebräuchliches Snff.; ebenso die selteneren ωλο, ilo, aktS, 
ολια\ 4) Berührung haben wir nur in einigen beiderseits nicht 
häufigen Suff. ioL•, oXo, ολο, άλλο). 

Auf diese Weise ist deutliche Diff. ausgebildet, 
ut kiy Jm Lat, entspricht dem Suff, äri ein äli , das wir in sehr 

vielen Adj., namentlich bei vorhergehendem r vorfinden. 

1) armentäli-, auguräli-, curiäli-, möräli-, gregäli-, fätäli-, 
dotäli- u. sehr v, a. 

2) a) liberflli-, pluräü-, aequäli-. 

b) ambarvMi- um die Flur heramgehend, septempe- 

däli- u. a. 

tii' tli ist nicht so häufig, findet sich aber doch|in einer Reihe 

von Bildungen, z. B. civili-, caprlli-, gentlli-, juvenili-, hostlü- 

n. m. a. 

^■i• eii selten, z. B. crudSli-, mantueii- mantelartig und wenige a 

"<■ Uli selten, z. B. idfili- zu den Iden gehörig und wenige a. 

Einfacher kurzer Vocal zeigt sieb nur in wenigen Adj. vor 

dem 1; z. B. simili-, parili-, nubilo-, caerulo- und wenige a. 



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15B 

Ββ hat sieb aber das li an ein T-Soff. (wabrecheinlich Part. 
Pf. Fee. auf to) angesohloesen und auf diese Weise bat sich 
ein Suff, tili eelbetändig aasgebildet; es giebt die Bedeutung tiii. 
der MOglichlieit (sowie auch die des Part. Prf. Pass.; cf. 
das Griech. το, welches eben diese beiden Bedeutungen enthält); 
z. B. adapertili- möglicfa zu SfTnen, altili- was gemKstet werden 
kann, gemästet; fertili- tragbar, fruchtbar; tactili- berührbar; 
sculptili- geschnitzt, tortili- gedreht u. r. a. Hier schliesst sich 
tili also fast immer als primäres Suff, au Verbalwurzeln und 
Stämme (eigentlich to ~|- sec. ili). Dann wird tili mit vorher- 
gehendem & als &tili zum selbständigen eec. Suff, und leitet 
von Nom. ab, z. B. fluTiätili• am Fluss lebend, aijuätiU- zum 
Wasser gehörig, pldmätili- flaumartig, saxätili- am Fels befind- 
lich u. m. a. (cf. unten die Entwickelung τοη tico, ätico). 

lest und namentlich lento, die wohl auch (noch nicht ■«■(■- 
ganz erklärte*) üombinat, τοη Ιο sind, finden wir als entschie- 
den adject. Suff.; lent ist selten, z. B. violent-, opulent-. Da- 
gegen ist lento (meist ulento) ganz ausserordentlich viel 
vertreten. 

1) latulento- kothig, fraudulento- , corpuleuto-, pulveru- 
leuto- bestaubt, rorulento- betfaaut, aquilento- voll Was- 
ser, glebulento- klumpig, florolento• blumenreich α, τ. a. 

2) a) selten, wie traculento- uufl^eundlich (truc-)^ b) nicht 
vorbanden. 

Im Gegensatz zum Griech. weist das Lat. eine ganze Reibe 
Demin. von Adj. auf; am häufigsten findet sich ulo, z. B. al- nio. 
bnlo-, frigidulo-, candidulo-, loqul«ulo-, parvulo-, langoidulo-, 
lassnlo- u. τ. a. 

Das erweiterte culo zeigt sich viel seltener, während es «»i». 
beim Snbst. anch sehr häufig ist; acricuto- etwas scharf, pau- 
perculo-, melinsculo- und einige a. 

Ho durch Assimilation eines Gonsonanten an 1 findet sich ■'•■ 
aach nicht häufig: nigello-, satuUo- satt; Uo, durch Ausfall eines 
ο entstanden, z. B. in norello- (theor. ηοτηΐο-), quantiUo (quan- 
tulo-) und wenigen a. Gehäuft finden sich die Dem.-Suff. auch 
in einigen Adj., z. B. paullulo-, tenelluto- and einigen a. 



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IM 

htat Die Subst. auf ftli tretea hinter den Adj. sehr znräck (cf. 

dae Verhältniee der Ädj. und Snbst. aof äri); sie verrathen 
meist deutlich adj. Ursprung. Maec. fetiMt- Bundeapriester, 
riväli- Nebenbuhler (eigentlich Canalnachbar) und einige a. 
Die Neutra eind etwas zahlreicher, doch nicht überhäuhg (au(^ 
eie verlieren, wie die auf äri, im Nom, und Acc. Sg. den Stamm- 
vocal); eo haben wir animäli- (N. u. A. Sg. aninial), bidentäli- 
(N. α. Α. Sg. bidentalj; cubitäli-'^ ArmpoUter (N. u. A. Sg. 
cabiteO; frontäli- (dies hat N. α. Α. Sg. noch frontale) und 
einige a. 

m. lli haben wir beim Subst. ungefUhr ebenso hän^ wie 

beim Adj. aedili- m.;, bovlli-, equlli-, ovlli-, hastüi- Schaft n. 
und einige &.; fem. Tielleicht vereinzeltes sictli-. 

Ui- έΐί vereinzelt; in carduSll' Stieglitz und wenigen a. 

*K- ύΐί vereinzelt in tribuli- Znnftgenosse. 

tili ist beim Subst. kaum anzutreffen (das vereinzelte 
Bupellectili- kann nicht in Betracht kommen). Ebenso lento, 

"*- lent; dagegen haben wir hier einige fem. Abetr. anf eia, ein 
Suff., das das Adj. nicht anfweiet, z. B. cautSla die Vorsicht, 
olien'^la, custodSla, tutSla α. a. (cf. griech. ωλη in αερμωίή α. a.) 
Demin. mit lo sind beim Subst. viel häufiger vertreten 
als beim Adj. 
ι•ι•. iolo, das sich beim Adj. so gut wie gar nicht Sndet, ha- 

ben wir in sehr vielen substantivischen Demin., z. B. ßliolo- 
m., gladiolo- m., modiolo- m., radiolo- m.; ätriolo- n., nego- 
üolo- n., eolaliolo- n. ; gloriols, bestiola, sententiola und viele a. 
(dem gegenüber kommt das vereinzelte adjectivische ebriolo• 
nicht in Betracht). 

»d«. eolo ziemlich häufig beim Subst,, z. B. malleolo•, caeeolo-, 

igneolo-, lineola, balneolo- n. u. v. a. ; aber auch Ad]• wie lu- 
teolo-, anreolo-, aeneolo-, argenteolo- n. a. ') 



1) Fut immer gebt dem olo ein i oder e voraae, selten ein anderer 
Laut; V in den Ai^. helvolo- gelblich, IsbcItoIo- mnthwjllig. Bei Flaotu 
parvoloB, servotuB, invoIvoluB, Fmotaria; cf. Scaevola, eqiiola and einige a. 
a. CorsseD 11 147. 



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15g 

qIo in den Maae. circulo-, eqnnlo-, amicnlo-, regulo•, glo- ■)•■ 
bulo- u. T. a. Nentr. eazulo-, oppidulo- n. m. a. Fem. ani• 
mula, c^uula, gnttula, lacrimula und viele a. Aach beim AdJ. 
war alo beliebt. 

culo zeigt eich in vielen Subst., während ee beim Adj. «■!*■ 
selten war: fonticulo- m., igniculo- m., fasciculo- m-, piscicnlo•, 
m., fraterculo- m., paeserculo- m., opusculo- n., nubecula and 
sehr V. a. 

culo mit vorhergehendem Kasal (unculo) haben wir nur amti». 
beim Subst.: avunculo-, caibnnculo-, eermuncnlo-, virgnncnla, 
ratiuncula, quaestiuncula (L. Meyer, S. 595 — 699). 

llo zeigt sich viel häufiger beim Subst. als beim Adj. agello- "•■ 
m., puello- m., lucello- n., capella, aeeJIa, aeello- m., tabella, 
mamilla, ancilla und sehr v. a. 

Gehäuft sind die Dem.-Suff. nicht oft, z. B. agellnlo-, 
puellula und einige a. 

Wir haben also 1] äli als häufiges Adj.-Suff., während 
die substantivischen Bildungen sehr zurücktreten (und in der 
Flexion zum Theil anders behandelt werden); 2) tili, lento, 
lent sind bloss adjectivische Suff,; 3) Sla ist bloss sabstantivisch; 

4) olo, culo, llo weit h&ufiger beim Subst. als beim Adj.; 

5) das einfache ulo war beiderseits häufig; 6) lli, έΐί, üli 
beiderseits selten; 7) die Dem. -Bitdungen des Adj. bestehen 
aus Adj. -|- Suff., die des Subst. aus Subst.+ Suff.; sehon diese 
Combination ist entscheidend. 

So haben wir recht deutliche Diff. 

Im Griech. haben wir xo als aueserordenttich häufiges entt-snir. 
Adj.-Snff. Im Hom. findet es sich nur ganz vereinzelt, später 
aber breitet es sich aaeeerordeotlich aus. Dem xo gebt meist 
ein ( voraus (cf. vo, μο). 

J ) ά§ΐΙφίχ6-, Soultxo-, χρονιχό-^ μυ&ιχό-, τεχνιχό-, είρψιχό-, άν- <»>. 
duo-, i9aco•, παιδίχό-, ^ητοριχό- α. sehr τ. a. 

2) kaum vorhanden, um so reichlicher ist 1 vertreten. 



1) Diei Suff. Ul genau tintereiicbt worden von Joseph 
BdBB Suff, χός {ιχός, αχός, υχύς) im Griechischen, Gättingen IfibS." 



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166 

aao. Tritt xo an Gdf. auf eo, la, so entsteht das Suff, laxo, z. B. 

βφλιαχό-, xuptaxo; ^λιαχό- u. a. 
nxo. Häufig sind die Adj. auf τιχβ, die ihren Ausgang roD 

Part, auf το, Nom. ag. auf τα oder Äbstr. auf re ') genommen 
haben könnten; tcxo ist ziemlich selbständiges Suff, geworden. 
Es bedeutet meist , gehörig, geschickt zur Handlung des Verbs"; 
StdaxTiXO- zum Unterricht gehörig, xptuxo- zum Urtheilen gehö- 
rig, ßooXsuTexo- zum Rathen gehörig, ταχτιχό- aum Anordnen ge- 
schickt oder gehörig; fast mit der Bedeutung der einfachen 
Bildungen auf το haben wir: αίσ&ηηχό' empfindend, empfindbar, 
χαυατιχό- brennbar, brennend, πα&ητιχό- empfindungsfäkhig u. v. a. 
Cs. Budenz a- a. O. S. 38-45). 
s"''**• Subst. sind mit diesem Suff, gar nicht gebildet, von eini- 

gen substantivirten Adj. natürlich abgesehen (μουαιχή, ποη^τιχή) 
Dagegen sind mit diesem Suff, vielieicht verwandt eine Reihe 
von Suff, mit auslautendem Gutt. (αχ, αχ, tx, ix, aj-, αγ, ιγγ, υ^γ). 
αχ. Λχ ία βώλαχ•, xiSwax- kleiner Zweig (,χ^ων), σπιμβ^ραχ• 

Fünkchen, βώμαχ- kleiner Altar und eine Reihe a. 
ax. ax in uiax- Jfingling, γάυραχ- Orossprabler {γαΟρο- hofiär- 

t^)} i^^/iax- junges Thier; πΧόυταχ- einsehr reicher Mensch α. a. 
tx, 7x tx in j$i^x- Schaffell und einigen a. ix Tielleicht in αχώ /dtx- 

der Kerbel. 
αγ. αγ Tielleicht in λάταγ- Neige beim Kottabosspiel. 

υγ. υ γ in πτέριιγ-, απιν9άρυγ- der Funke. 

<rr- tyT i° λäFξJγ^ das Steinchen α. a. 

ιηττ- »γγ in στόρ&υ^γ- Spitze, Zacke. 

Von Adj. mit einem solchen Suff, weiss ich nur ^9ax- 
steinig. — Schon diese subetantiTischen Suff, zelten hin und 



1) Letzteres behauptet Budens &. a. O. Ea epricht dafür die Be- 
deutnng der sablreicben Adj. auf τιχο, die meiat „zu der üandlnng des 
Verbs gehörig" bedeuten, z. B. δψ)ειιταός zam Jagen geechickt, gehörig 
uDd dgt. Das Äbstr.-Snff. hat in rtxo Beine ältere Gestalt bewahrt Deut- 
lich ist der Zasanmienbang z. B. in τηοταός ^= auf eine πτώσις, Casus, be- 
iDglich (cf. BadeoE S. 44J. Nicht aomöglich ist es, dass τιζο tbeils anf 
Ti + uo, iheils anf ro-f ixo, oder τα•\-αο ZQrUckkomint. 



b,GoogIc 



157 

wieder Dem.-Bedeutang ; difese findet sich durchgängig bei Suff. 
ισχο; im Ganzen nach Schwabe etw& 180 Bildungen. < Maec. " 
xXaSiaxo- Zweiglein, ποαδίσχο-, μαγεψίαχο-, ποδίσχο-, aavdoMexo• u. 
τ. a. Neutra aind nicht vorhanden. Fem. άαπιδίσχη, χυνίσχη. 



Die griech. Outt-SuET. zeigen also durchgängig deutliche 
Di ff. 

Auch im Lat. geht dem adjectiviechen co meist ein i vorans; ^^ « 

1) civico-, urbico-, bellico-, caelico-, modico-, patrico-, hi- 
strionico-, lenonico-, villico-, satirlco- n. sehr τ. a. 

2) a) tfStrico- unfreundlich, ernsthaft; änico-, eontico- ge- 
fährlich, bedenklich. 

Seltener schliesst sich co dlrect an einen Consonanten, wie 
in jnvenco-, prisco-, mollusco- u. a. 

Manchmal geht dem co gedehnter Vocal voraus; äco in 
meräco- unverfälscht u. wenigen a. 

tco in am!co-,aprico- u. wenigen a.; uco in caddco- Cpriui-?) 

Die Sahst, sind weniger zahlreich; ico viel seltner sobct 
als beim Ädj.; Masc. etwa vitrico- Stiefvater, bürico- kleines 
Pferd ; Neutr. cantico-, tritico- α. einige a. Fem. fabrica Kunst, 
Werkstfttte , manica Aermel n. einige a. Gedehnter Vocal 
häufiger als beim Adj.; äca in linguläca Plappermaul, pasti- 
□äca,, portnläca, verbSnäca Eisenkraut u, einige a. !ca in 
lecttca, lorica, formica, rubrtca rotlier Thon α. einigen a. aco 
in sambäco-, festäca Halm, lactUca, erüca Raupe u. einigen a. 
Cons. geht selten dem c voraus, z. B. verbasco- Wollkraut u. 
wenige a. 

ico ist also weit häufiger beim Adj. als beim Subst. 
(Die Subst. auf ico können als ans Adj. entstanden angesehen 
werden). Gedehnter Vocal vor dem c findet sich gerade hftn- 
figer beim Subst. als beim Adj.; femer ist es wichtig, dass das 
Sahst, vorwiegend Fem. ist. 

So haben wir auch hier schon einige Diff. 

Nun aber haben sich andre Oatt.-Suff. viel aasschlieseli- Um. 
eher einem Redetheil zugewandt. So ist tico (:= griech. 



b, Google 



_ 158_ 

τιχο) eelbetäodigeB Adj.-Suff. gewordeo; hier im Lat leitet es 
aber iMioh schoa wieder als nenes secand. Snff. ab (cf. tili, 
ätili), während es im Griech. als eelbetAadigee Suff, an Verbal- 
Stämme trat Die Entwicklnug ist derart: 1) t -)- ico oder 
ti 4- CO nur Ableitung von einer Dental-Bildung : renätico- von 
venätu-, cantico- τοη cantu- u. a. 2) tico selbetändiges Suff, 
vom Verbal-Stamm ableitend, z. B. errätico- u. a. 3) tico 
selbständiges Suff, leitet vom Nom. -Stamm, also sec, ab: her- 
bätieo- Gras fressend, fluviätico- am Fluss lebend, silvätico-, 
nmbrätico-, scenätico-, villätico-, viälico- u. m. a. Fast immer 
geht dem tico ein ä voraus; domestico-, rustico- weichen 
davon ab. 

Es hat eich also tico als eutschieden adjeclir. Suff, 
aasgebildet. 
^ Die Adj. zeigen meist äci, äc (äci ist die ältere Gdform, 

' die sich noch im Abi. Sg., Q. PL und N. Acc. PI. n. offenbart). 

1) nugäc- possenhaft, pugnäc-, fUräc- diebisch, bell&c- u. a. 

2) a) vigiläc-, v^räc• α. a. 

b) maliloquäc- tlbelredend (dagegen loqnäc- geschwä- 
tzig); lucifugäc- lichtscheu (fugäc- fluchtig; cf. Meyer 
S. 510). 
s. 6c vereinzelt in ferdc-, atröc- u. wenigen a. 

!. ic vereinzelt in fSlic-, pernio- u. wenigen a. 

!. ee vielleicht vereinzelt in eenec-. 

t. Die Subst. haben ftc nar ganz vereinzelt in fornäc- u. 

wenigen a. 
t, öc nar in celöc- schnellsegetndes Schiff. 

5, Ic etwas häafiger, wie cervtc-, cornic- die Krähe u. ei- 

nige a. Auch gehären hierher die Fem. auf trtc (*.Λι: ist eine 
Combin. von ic mit dem masc. tor, tr). 
g. ec in dentec- mn. ein Fisch, rameo- Aderbrnch, imbrec- 

Regen rinne u. a. 

Ausserdem zeigt das Subst. die vereinzelten ic und Sc. 
i. io vielleicht in SÜc- f., laric- f. u. einigen a. 

'■ ' ic vereinzelt in vervfie- der Hammel 



b,GoogIc 



189 

Also tLc (äci), das ein Μαβξββ Adj.-Snff ist, zeigt eich 
beim Snbst. so gut wie gar oiclit; Ic ist beim Adj. Iket gar 
Dicht TorhaDden (beim Subst. häufig, oameutlich als trlo]; 
die beiden Redetheile berühren sich in einigen wenig gebrftuch- 
lichen Saff. (öc, ec). 

So müssen wir deutliche Diff. constatiren. 

gon ist ein rein aubst. fem. Suff. Dem gon geht immer <•■- 
gedehnter Vocal vorans; ägoo besondere häufig. Durch An- 
schluss an Formen mit 1-Suff. bildet eich lägon als eelbet&ndi- 
ges Suff, aus. 

1) salsilägon- Selzigkeit. kgtB,iafn. 

2] carrägou- Wagenburg (carro-), coriägon- eine Haut- 
krankheit, lumbägon- Lendenlähmung, lappägon- klet- 
tenähnliche Pflanze (lappa Klette), sölS^on- Sonnen- 
wende, eine Pflanze; ossilägon- Beinhärte α. m. a. 

Igon 1) claudigon- das Hinken, surdigon- Taubheit, pul- if». 
llgon- grauschwarze Farbe u. a. 

2) lentlgon- linsentQrm. Fleck (lent- die Linee) u. a. 

ugon 1) ealeügon- Salzgehalt, Salzwasser; asperfigon- *!*■- 
grosses Elebekraut (aspero- rauh). 

2) aurugon- Gelbsucht, hesperfigon- Abendstern α. a. 

Diese bloss adjectivischen Suflf. sind vielleicht durch Ana- sim•.«!». 
logie solcher Bildungen entstanden, in denen der Outt zum 
Stamm gehört, z. B. iligneo-, iligno-, saligneo-, saligno-. Die 
hergehörigen Formen sind nicht zahlreich : olet^ineo-, oleagino- 
(olea], tiliagineo-, fab^no-, abiegno- and einige a. 

Im Ganzen ist bei den Gutt.-Suff. auch im Lat. 
deutliche Diff. zu finden. 

Das m zeigt sich im Suff, namentlich einer Menge griech. Adj. "*•9•'• 

Sehr häufig ist μο, besonders bei vorhergehendem <, z. B. μο, ιμβ. 
1) χάλλφο• schön-, νόστιμο-, äixtpß-, αν9ψο-, χάρπιμ»-, χόδψ,ο- u. 
τ. a. 2) a) άγώγιμο~ lenksam, άρπάγψο- geraubt, ^μο- sfiee; 
b) παραφρδκμο- unverständig, Ιλλόγιμο• namhaft. 

Die Combination λιμό scheint in einigen Bildungen als ^f"»• 
selbBtändigee Suff, aufzutreten, z. B. χααάΐιμο- ruhmvoll, maxd- 
λψο• verständig, ϊΜΙψο- Schweiss erregend und einige a 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



160 

M/t". Kameiitlich ist Suff, σιμό sehr beliebt, das eeinen Aasgang 

geDOmmen hat offenbar τοη den Abetr. auf «i, z. B. αΙΜσψο- 
von cäSetn- Ehrfurcht; nach und nach wird dae Suff, selbstän• 
diger und es ist Dicht mehr nSthig, daes dae Abstr. auf et wirk- 
lich daneben exietirt. Wir fähren an Άάσψο- opferbar, &αιιάατμο- 
tödtlicb, πορεύαψο- gangbar, τρώξψο- essbar, xpijotfio-^ ύψελήσιμο- 
u. r. a. 
Sikat. Sahst, sind nur vereinzelte und zum Theil ganz dunkle 

vorhanden-, μο zeigt eich in den Masc. 3ρυμό-^ όγ>ααίμό-^ τζυραμό- 
Waizenkuchen , αχαιβάλ<φβ- die Schindel, αρταμο- Schlächter, 
Koch und einige a. Fem. vereinzelt χαλ^η die Trunkene. Auch 
Ifeutra nnr selten: &κψβ- Basilienkraut, χάλχψο- eine Pflanze, 

Aasserdem zeigt das Subst. noch einzelne seltene Suff, mit 
m, die dem Adj. fremd sind; μιΒ ζ, Β. in " ^τεμιΆ- ^ σχωραμϋί' 
Nachtetuhl } ptvo in χυχλάμινο- eine Pflanze; μι>3 vielleicht in 
χηραμύδ- der Felsen; μον in άχρεαόν- Ende des Astea, Wipfel. 

Hieraus geht hervor, dass μο, und zwar vor allem (//o, 
Χιμο und namentlich σιμό deutliche Adj. -Suff, sind, während 
wir Subst. mit diesen Suff, nur selten finden ; Λμο und kμo zeigt 
das Subst. gar nicht, ιμο nur vereinzelt. Dem Adj. wieder feh- 
len einige vereinzeltere snbstantivische Suff. 

So haben wir deutliche Diff. 
ui Im Lat. haben wir einfaches Suff, mo nicht häufig. Adj. 

wie matrimo-, patrkno-, blmo- n. einige a. Als Subst. lacrima. 
Bei dieser Spärlichkeit können wir keine Diff. erwar- 
ten. (Ueber das superl. tama s, oben unter den T-Suff.) 

L T-Siir. Ii» Oriech. sind die Bildungen auf Fo sehr spärlich ; 

^"^ xepaFO- gehörnt u, wenige a. 

Dagegen hat eich ευ als secund. mase. Subst.-Saff. ausge- 
bildet; meist gehören die Wörter zu Rubrik 2 , z. B. άμα^ύ- 
Frachtfnhrmann, μελιααεό- Bieneuwirth, πορφυρεύ- Purpurfieeber, 
nsSiSv- Bewohner der Ebene, αχυτεύ- Schuster u. viele a. 
Rubrik 1 ist weniger vertreten, z. B. άλιεύ- Schiffer, Fischer, 
ixTSO- Sechstel, άγχαττεύ- Nächster, Nächstverwandter u. wenige a. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



m 

Das Suff. Fbvt findet sich in sehr vielen griech. Adj. (später Avt-. 
ει/τ). Meist geht dem ε (reep. F) ein ο oder i} Torans: 

1} ο in dvie/ifii'ew- , φοτεΛιίίέι/τ-, δϋαιροό^εντ-, ήνεμό^εντ- 
u. sehr vielen a.; :; in Ai/^Jfevr-, öi/'^ijjFfevr-, r^ii*r-, 
rej-tif Jew-, Αεκήο^ίεμτ- u. sehr vielen a. ω in χητώΐϊντ- 
Bchlandreich u. wenigen a. Vereinzelt χαρΙΡεντ-, χεράεντ- 
u. wenige a.f(mehr Beispiele bei L. Meyer S. 603 ill.). 

2) a) selten läiUii^evr- scbarf, spitzig; OXoIkvr- verderblich 

b) auch selten : τΐοτιψωνηΤεντ• anzureden (ähig (dagegen 
nachhom. φων^εντ- mit Sprache begabt) ; ßa&u&v^Fevr• 
iShnj') {Hom. hat c. 80 Formen auf Fevr). 

Wir haben also bei den u- und v-Suff. im Griech. kaum 
einige Berührung der Redetheile, also deutliche Diff. 

Die lat. Bildungen kommen ihrer Spärlichkeit wegen kaum i,it 
in Betracbt; ΐνο haben wir in einigen Adj. wie lasclvo-, aes- 
t!vo-} Subst. wie gingiva Zahnfleisch; uo in Adj. wie strönuo- 
u. wenigen a., Subst. wie noctuo-, patruo- u. wenigen a. vo 
in wenigen Subst. cervo- u. a. AU diese Suff, sind beiderseits 
spärlich und kommen gar nicht in Betracht. 

Dagegen ist öso ein sehr häufiges Adj.-SufiF., das auf b„. 
ouso zurückkommt (cf. formonso-, s. Corssen I 98); dies ist 
dann weiter vermuthlich aus Ovenso (eigentlich o-vent-o) ent- 
standen; dann entspräche es griech. Feut, nur durch ο erwei- 
tert; die Bedeutung stimmt ganz frappant. 

1) aestuöso-, animöso-, criminöso-, cflpiöso-, offieidso-, 
silvöso-, piscöso- und sehr viele andre. 

2) a) selten, wie ebrißso- dem Trunk ei^eben; bellicöso-, 

tenebricdso- (tenebrico- finster), 
b) finde ich nicht vertreten. 
Im Ganzen c. 500 Formen auf öeo; das Suff, ist bloss 
adjectivisch, also deutliche Differenzirnng. 

Die meist primären bro-Suffixe (s. oben) treten doch aoch bre-snff 
in manchen secundären Bildungen auf; bro in candeläbro- b,io'; b 
neutr.; bra in tenebra; bulo in täribulo- Weihranchpfanne, '"''■ 



nigiUrrlbyGOOgIC 



162 

aeet&bolo- nentr. Essiggef^s, digitäbolo- nentr. Fiagerhand- 
Bchnh n. a. (L. Meyer S. 612). Damit ist das adjectivische 
bri verwandt, z. B. in muliebri-, salubri-, fanebri-, celebri-, 
septembri-, octobri- u. a. In derselben Weise wie bri von 
bro unterscheidet eich bili ron bulo nnr durch die Vocalfärbung : 
vieibilis, nexibitie von Participien (cf. auch Corssen II 313; 
Tgl. auch das primäre bro). 

Hier ist bloss durch Vocalfärbung ganz deutliche 
Differenzlrung bewirkt. 
VenliMl• Die Adj. mit Suff, auvo sind nicht Übermässig zahlreich, 

miiO «ifo" ^• ^' i^irAwiO- benachbart , dtxaiaamo- die Gere<ihtigkeit be- 
schützend, γη^όαανο- u, einige a Auch ist zu bemerken, dasa 
nur wenige Adj. auf tmvo etwas gebräuchlicher sind (Tgl. 
L. Meyer S. 545), Dagegen sind die fem. Abstr. auf auvij 
sehr zahlreich (schon Im Homer sind sie häufig, während sich 
dort Adj. auf auvo höchstens 2 vorfinden; cf. Meyer S. 643), 
z. B. δουλοσύνη Knechtschaft, Ιπποσύνη Rosslenkekunst, χλετηο- 
αύνη^ μνηαοαάνη, εύφροαύνη, χερδοαύνη, διχαιοοόνη, χαΧλοαύνη, 
τεχνοσύνη und sehr viele andre. 

Hier liegt also durch die weit überwiegende Zahl der 

^ Subst., die ausserdem bloss Fem. sind, deutliche Diff. vor. 

«■I Das reinadjectivische Suff, ensl hat die Bedentung ,τοη 

woher stammend, ΛΥΟζη gehörig", z. Β Athenieusi-, Narboaenei-, 

Hispaniensi-, castrensi- zum Lager gehörig, circensi-, forensi- 

u. viele a. 



Es wird für die TJebersichtlichkeit der gewonnenen Re- 
sultate gewiss von Werth sein, wenn wir uns in aller Kürze 
noch einmal vergegenwärtigen, welche Suffixe speoiell einem 
oder dem andern Redetheil angehörten, bei welchen Suffix- 
Gruppen deutliche Differenzlrung, bei welchen wenig- 
stens einige, bei welchen sohlieselich gar keine za finden war: 

1) Specifisch sabstantivlsch sind folgende Suf- 
fixe: 

a) Wurzelnomina: 

ter, tör, tric, tro, tra, τβ/>, τορ, r^/», r«joa, r^oii, np. 



b,GoogIc 



τω/), Γ/>ο, r/Jij, r /ία, Ö^ö, r>iii, tf^iy, γλ:}; ^owj, mno und mtia; 
lat. 8Ia; ön, on, en, διι; griech. o-i aus ovt; das seltene (v, ομ, 
beinahe auch a»i/; die meisten Gestalten von as (griech. o;, 
G. εοΐ; ας, Q. αος\ ος; lat. Qa^ 6τ; us, Θ. oris; ββ, G. is; 
δβ, G. dij ύβ, θ. dris; de, G. oris und ob; vereinzelt ts; er, 
G. iaerie und ur, G. inotis]; «!/>, G- ατας^ ep; op; ωρ,, Q. ωροζ 
and iu/>, G. ατσς -f αρτ; ψ; Far; /jej/, /ai/, men; /«nv, mön; jUiv; 
mönio, möuiai mento und ματ; ομο^ ^o, r/to; μο^ and μ<ορ\ 
mis, mos, mör; rt und σι; tiön; tu und tu\ vereinzelt ωτ, ir, 
a9o^ eito tSo, lito; don und Sov; tS, cd, α<ΐο, nd; bro, bulo, 
bnla; cro, calo; 13, iön; lat, u; έο; αχ, i^z, αχ, ux, ux, tx, », 
ox; w?-, ιγ, ιγγ^ ujj, «77; ec, ic, gon; kein Suffix, 
b) Abgeleitete Nomina; 
ttov, έων, ων, ίδη,ίέ; mönio, mönia; cinio; tio, Ua, ti&j 
υλλιδιΟ, tmtSto^ apiSto, apto, taxapco, tdapio, oSpio^ ισχυΰριΟ, MuSptO, 
υδίο^ upto, iffxio, axio, υλλιο, ελλιο^ αλλιο^ υψιο, αφιΟ, ι^ψιο; Stoj ΐυ\ 
αζ, αχ, IX, ιχ, αγ, ογ, ιγγ, υγγ\ taxo^ ιοχα\ gon; das seltene (oXo^ 
tko^ αλι3, ολι3; täti und latj tüti und tUt} tudon^ tu (ätu); 
iSvj, ιαόη; cdj beinahe auch t^ und adj Οεο {3eÜ,doü); bro, bra, 
bulo, bula. 

2) Specifisch adjectiviech sind folgende Soff.: 

a) Wurzelnomina; 

participialee griech. Fot^ Fωτ■,μείΌ■, adj. bundo, cnndo 
(ndo) ; u ο i ivo ; oxy tonirtes griech. ec {^c, ές) ; reo ; tlvo ; 
ido, blli. 

b) Abgeleitete Nomina: 

neo, ueo (äneo)i αλεο; cio, ceo (icio, Icio, äceo, ticio); 
äto, Ito, ato; tili, ä tili; ψο, αιμο^ λ/ίο; tvo, Ιεινο); txo, laxo, 
Ttxo; tico, äticoj äci und äc; gineo, gino, gno; 7/>i>, ηλο; 
tino; τερο, estri; terno, turno; timo, iseimo; τατο^ ιστό; 
Fεvτ und öso; ensi; bili, bri. 

3) Deutliche Differenzirung fanden wir bei fol- 
f^enden Suffix-Gruppen: 

a) Wurzelnomina: 
aat; ta: tarj mana: die as-Snff.: ar and at; v-SufC; 



b, Google 



164 

m-Suff.; t-Suff.; d-Soff.; lat. an und An; bro-Suff.; cro- 
Suff.; u-Suff.; Guttural-Suff.; kein Suffix, 
b) Abgeleitete Nomina: 
lat. io; t-Suff.; d-Suff.; m-Suff. im Grieeh.; u-Saff. ; 
griecii. n-Suff; Guttural-Suff; bro-Suff.; συνο und auvä. 

4) Einige Differenzirung: 

a) Wnrzelnomina: 

Die meisten r nnd I-Suff; na-Suff,; griechisches an 
und an; a-Suff; grieeh. t-Suff; lat. io; grieeh. u. 

b) Abgeleitete Komina: 

Grieeh. lo; eio, εο, eo; τ^ριο nnd törio; ärio; Ao {idco, 
adio); grieeh. ra, lat. ti; )at. no. 

5) Keine Differenzirung. 

a) Wurzelnomiaa: 

Grieeh. λο mit vorhei^ehendem kurzen Voeal; grieeh. aä; 
lat, i; grieeh. m; ausserdem noch einige wenige sporadiech 
vertretene Suffixe. 

b) Abgeleit|ete Nomina: 

HöcheLens bei ganz sporadischen Suffixen, bei denen eine 
Differenzirung gar nicht erwartet werden konnte, da gar keine 
deutlichen und lebendigen Suffix-Classen vorlagen. 

Ueberblicken wir das Gewonnene, so springt sogleich in 
die Augen, wie ausserordentlich zahlreich die speciösch snb- 
stantiviBchen SuiBxe vertreten sind, sowohl bei den Wurzelnomi- 
nibas als auch bei den abgeleiteten. Dagegen sind die speci- 
fisch adjecti vischen bei den Wurzelnominibos nur wenig vor- 
handen, wfihrend sie bei den abgeleiteten in grosser Menge 
auftraten. Bei einer sehr bedeutenden Anzahl von Suffiigmp- 
pen ist deutliche Differenzirung ausgebildet; bei einer etwas 
geringeren (doch noch recht grossen) Menge finden wir nur 
einige Differenzirung. Gar keine Differenzirung ist nur bei 
sehr wenigen Suffixen zu finden, die einigermaseea lebendig 
sind; die meisten, die hierher gehören, sind nur sporadisch 
vertreten und zum grossen Theil unsicher. 

Es ist also im Allgemeinen die Scheidung von Subet. und 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



168 

Adj. dnrcb Versdiiedenfaeit der SafGxe bis zu eiDem reeht hohen 
Grade aasgebildet. 

Es mag noch bemerkt werden, daes die formelle Differen- 
zirang in den Suffixen der Wnrzelnomioa fast ausechliesslich 
durch eigenthtimliche 'Färbung des Vocals oder besondre Ent- 
wickluDg des Goneonanten (also überhaupt rerschiedeoe Be- 
handlung von ureprfloglich identischen Lauten) bewirkt wird, 
während wir bei den abgeleiteten Nominibns namentlich anch 
besondre Gombinattonea mehrerer Suffixe vorfinden (cf. na- 
mentlich die secundären Adj -Suff.). 

Die ausserordentlich zahlreichen und verschiedenen Mittel, 
die wir sonst bei der formellen Differenzirung augewandt ünden, 
halte ich nicht fttr DOthwendig, hier auTzufÜhren; sie ergeben 
sieb aus dem ganzen Abschnitt in grosser Fülle. 

Aus unsrer Betrachtung der Nominal -Suff, erglebt sich 
sehr viel, was für eine nähere Verwandtschaft des Griech. und 
Lat. spricht. Die Sprachen stimmen in einer ganzen Reihe 
von SufBxen (zum Theil jüngeren Bildungen) frappant überein. 
Diese Uebereinstimmung erstreckt sich sehr oft nicht bloss auf 
das Vorhandensein, sondern auch vor allem auf eine gleiche 
Ausbreitung der Suffixe in den verschiedenen Rede- 
tbeilen, den verschiedenen Generibus des Subst., auf die- 
selbe Art und denselben Grad der Differenzirung, 
ja oft bis auf die speciellste Uebereinstimmung in Form (Vo- 
calfftrbuug) und Function (man Tgl. Form und Function von 
n;/>io-tdrio, secnndärem m, neo und ιέο, eo und eo u. viele a.). 
Dabei ist es interessant, dass diese Harmonie sich gerade bei 
den besonders lebendigen und wichtigen Suffixen und Suffix- 
gruppen zeigte. Ueberblicken wir aus diesem Gesichtspunkt 
noch einmal die besprochenen Suff. 

1) Speciell eubetantivische Suffixe: 
a) Wurzelnomina. 

Hierher gehörte das häufige gi-iech. ματ und die damit 
offenbar verwandten lat. m e η t ο und m e η , beide neutrale 
Snbst. bildend; τρο und &po entsprechen let. tro in der Form 
seihet in der Vocalf^bung, der Function nach bildeten beide 



b, Google 



16» 

gern neutrale Beseiehntiiigen eines InstromeBts; dov = lat. doa 
in beiden Sprachen fem. Abstr. bildend; tn und ru entsprechen 
eich in der Form unttbildenbeideAbstradia (nur im Genus verschie- 
den); femer sind epeciell substantivisch in beiden Sprachen 
die meisten Reflexe des alten as, die meisten Guttural-Suff., 
die meisten Nomina ohne Suff. Ferner entsprechen eich in 
Vocalfärbang und Function ter und rep (namentlich Verwandt- 
ichaftswörtet), auch τψ, τηρ and lat. tor; das griech abstracte 
feminine π («1 wird im Lat. durch das erweiterte tiön ver- 
treten; fauch griech. (ψ^ G. ατός steht vielleicht noch mit lat 
or in Verwandtschaft). Die übrigen Suff,, bei denen sich eine 
solche deutliche, bis ins Detail von Form und Function eich 
erstreckende Uebereinstimmnug nicht nachweisen lusst, sind fast 
sftmmtlich seltner und weniger wichtig- 
b) Abgeleitete Nomina: 
ττ/τ entspricht tat, t&ti; vau, ewv nnd lat. iön stimmen 
nicht in der Function. Für sich stehen im Griech. ^, 3eo, 
apto, uSpto, taxto, υλλιο, ευ, αχ, αχ, ujxo nnd im Lat. tüdon, monio 
und monia, gon und eine Reihe weniger wichtiger SafSxe. 

2) speciell adjectivisohe Suffixe: 
a Warzelnomina. 

Hier findet sich nicht viel Uebereinstimmung. Wir haben 
im griech. Fot, reo, ές; im Lat. bili, uo bundo und einige 
weniger wichtige. , 

b) Abgeleitete Nomina. 

FevT und öso, beide die Fülle bezeichnend; veo und 
neo (äneo); τιχο und tico; xo («o) entspricht lat, co (ico), 
bei dem sich wenigstens einige Diff. finden Hess. Für sich 
stehen griech. aieo, tpoy laxo; lat. ensi, äti Im Wichtigsten 
ist also Uebereinstimmung. 

3) deutliche Differenzirung: 
a) Wurzelnomina: 

In beiden Sprachen bei ant, ta, tar in ziemlich fthnlicher 
"Weise; ebenso as; m-Suff-, t-Suff-, d-Snfi•.; n- und v-Sofif.; 
Gattural-Snff.; keia Sufßx. Für sich stehen nnr lat. anund&B 

n,g,t7cdb/G00gIc 



1C7 

(dMeen giiecb. Vertreter RBCh einige DtfF. Beiges); Iftt. bro 
und cro-Saff. 

b) Abgeleitete Nomina: 

t-Suff., Outtural-Suff.; u- nnd τ -Suff. Für sieh stehen 
lat. io (griech'. ω bat nur einige Diff.); griech. d-Saff., m-Sn£F. 
συνο; lat. bro-Suff. 

4) Einige Differenzirnng: 

a) W urzelnomina: 

Wichtig ist, dass hierher sowohl im Griech. wie im Lat. 
die zahlreichen r- und I-Suff. gehören; 'ebenso die zahlreichen 
Refiexe von na; a-Sufif. Für sich stehen die weniger wichtigen 
griech. an nnd %.n (das Lat. hat deatliche Diflf.); griech. i> 
(lat. α hat deutliche Diff.); lat. io (das griech. bat keine 
Diff.). Oriech. t (lat. i bat keine Diff.). 

b) Abgeleitete Nomina: 

rrßpio und törio in Form (Länge des Vocals) und Func- 
tion sowie Verbreitung in den Generibus (Ibereinstimmend ; 
sehr wichtig ist lo, ία, ιη nnd lat. io, ia; ειο, εο nnd eo; 
ra und ti W^a und ψα, <wrd, ατα gegenüber Mi nnd iti); für 
sich stehen die weniger wichtigen ärio, dco. 

Bei den wenig wichtigen Suffixen, welche keine Diff. 
zeigen, finden wir keine Uebereinstimmung'des Griech. und Lat. 

So finden wir denn bei den meisten wichtigen Suffixen 
ziemlich gleiche Scheidung der Redetheile im Griech. wie im 
Lat. Abweichungen hieron finden eich besondere bei jüngeren 
Suffixen (bili , bundo , cundo , tudon , mönio , gon , griech. 
ΰτ}^ uäfito, unao, υλλω u. a,), sowie dort, wo beiderseits nur Trüm- 
mer vorhanden sind. 

Danach kunoen wir behaupten, dass das Griech. 
und Lat. so lange verbundeo waren, bis die meisten 
Snffize denjenigen Grad der Redetheildifferenzi- 
rang erlangt hatten, auf dem sie im Wesentlichen 
weiter verharrten. Dann konnte auf Grund der so er- 
reichten Scheidung jede Sprache noch eine Reihe speciell dem 
einen oder andern Redetheil gehörige Suifixe formen; es ent- 

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168 

Blanden aber keine Suffixe mehr, die zwischen beiden Rede- 
theilen schwanken, sondern die nengebildeten zeigen dentlioh, 
dBse echon in der grftcoitaliechen Periode die Sprache das 
volle Bewasstsein von der Nottiwendigkeit erlangt hatte, aach 
formell Substantira und Adjectiva scharf aaeeiuander- 
znhaUen. So durfte denn nur in den aliüberlieferten, zum 
grossen Theil in ihrer Bedeutung nicht mehr verRtandenen Suf- 
fixen die Scbeidang eine mangelhafte bleiben. 

Die eecuDdftren Nomina sind im Ganzen junger als die 
primären und daher finden wir denn auch bei den Secund&r- 
SulOxen schärfere Abgrenzung von Substantiv und Ädjecttv; 
wir haben bei fast allen Secundär-Suffixen völlige oder doch 
recht bedeutende Diff., während von den Primär-Suffixen eine 
grössere Menge nur einige oder gar keine Scheidung zeigten. 

Auch in den formellen Mitteln, durch welche im Griech, 
und Lat. die Redetheile nnterscbieden worden sind, finden wir 
viel Uebereinstimmung. Namentlich ist es wichtig, dass eine 
Reihe von Suffixen sich in Formen mit langem und mit 
kurzem Vocal gespaltet haben (z. B. as, man, an n. λ.\ 
die als ganz selbständige Suffixe durch alle Casus eines Wor- 
tes durchgeführt werden. Auch im Ssk. treten manche SufGse 
manchmal mit gedehntem Vocal auf (z. B. an, man), aber diese 
Steigerungen finden ihre Verwendung nur in den sogenannten 
starken Casus; sie werden nicht zu besondern, selbständigen 
Sufl^, die durch alle Casus gewisser Wörter durchgeföbrt werden. 
Die im Griech. und Lat. auf diese Art gewonnenen verschiedenen 
Suff, werden nun vielfach znr Diff. verwandt (uamentlicfa im 
Griech"); dabei fallen besonders hftnfig die gedehnteren Formen 
dem Subst. zu (vgl. z. B. das fast immer subst. primäre tu ν gegen- 
über dem auch adjectiv. ec, ov; das subst. primäre Sla gegenüber 
dem meist adj. ili und dem schwankenden ulo; das subst. Ös, Ar, 
auch flr, gegenüber dem auch adj. er und or; μων finden wir 
nur beim Subst, /wv bei beiden Redetheilen; auch scheint das 
Adj. den dünneren und leichteren, das Subst. den dumpferen 
Vocal vorzuziehen, man vgl. adj. ili, tili, bili, bri mit 
sahst, bnio, bula, bro; culo, cro u. a.). Bei der Bil- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



dang des Genus hat das Fem. die gedehnterea Fofmeu 
gegenüber dem Hase, (und Neotr.]; wir finden hierin alse 
einen Punkt, wo eich Snbst. nnd Fem. (gegeatiber AdJ. and 
HsBC.) berahren. Dies bleibt am so mehr zn beachten, ala 
unter den specifisch oder doch ror wiegend subst. 
Suff, besondere hänfig Fem. (nnd Neutra) auftraten (ct. τι 
tidn, iön, i£, το, t&t und τητ, tddon, tut, bnla, cnia, bra, tre 
und τρα. nnd einige β.)• Fem. und Neutra scheinen dem 
Spracbgeist besonders zur Bezeicbnnng der Nomina actionis zu 
gefallen and diese liegen dem Adj. jedenfalls ferner als die 
Nomina agentium. Man beachte bei einer Yergleicbung der 
griech. und lat. Suffixe namentlich die Vocalfärbnng ; ter = r^, 
tro = τρο (das Sek. weist ter, tra auf, die der Function na^ 
stimmen, aber in der VocalfUrbung abweichen); secnnd&re eo 
nnd eo in Stoffadj., vto und neo und dgl. mehr. 

In einem Punkte ist das Griech. dem Lat.Vorane, nftmlich 
in der Betonung, die nicht selten zur Scheidung von Subst. 
und Adj. verwandt wird und zwar sind dabei die Adj. Oxy- 
tona, die Subst. Barytona (cf. Suff, το, die Refieze ron 
na; e;; u; auch po u. a. Merkwürdigerweise ist es bei eo 
nmgekehrt, hier sind die Subst. gerade die Oxytona). 

Auf die vielen sonstigen Uebereinstimmangen bis ins Detail 
mnss ich mir versagen, weiter einzugehen. 

Ich hege die Ueberzeugung, dass die von mir dai^elegte 
formelle Unterscheidung von Subst. und Adj. durch Suffiz- 
Pifferenzirung immer deutlicher und schärfer zn Tage treten 
wird, wenn man auf dem einmal eingeschlagenen Wege weiter 
Behieltet nnd immer mehr alle Details einer soi^ältigen Prüfung 
nnterwirft. 

B. 

Ftmcll« SditiilDB; t«b Subst nnd AJj. dnrcb vcrsdiitdcnt Fltittn 
m und desselben SniBies. 

Nach dem Vorigen ist das Mittel der SufSxdifferenzirang 
Eom Zwecke der Redetheilscbeidnng in hohem Haasse aug»>- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



wandt νοΓάββ ; ea iet daher nicht zu wwarien, dsu die %ireeke 
■ich die Mähe geben sollte, auch ein uideres Mittel nO(^ ϊβ 
dnrchgreifender Weiee za gebrauchen; aueaerdem haben wir 
bereite oben darauf hingewiesen, daee die Abweichnngeo in 
der Flexion schon zur Seheidnng von Deatenomen und Be- 
griSenomen verwendet worden sind, diese Äbweiehnngen also 
80 zu sagen schon ein einigermassen Terbranchtes Mittel sind. 
Diese Umstände machen ee von Toraherein wahrscheinlich, 
das• Snbet und Adj. nach einer abweichenden Flexion nicht 
mit besonderer Energie streben werden. Wirklich stimmt auch 
die DedinatioD τοη Snbst. und Adj. sehr Überein und die tra- 
ditionelle Grammatik giebt ihnen keine besonderen Paradigmen. 
Aber bei einer sorgfältigen Prüfung der Thatsachen bietet eidb 
doch manche interessante Verschiedenheit dar, auf die es sich 
vielleicht lohnen dtlrfte aufmerksam zu machen. Am Besten 
fBr die Kritik der traditionellen Grammatik ist es, wenn wir 
die einzelnen Declinationen, wie sie uns überliefert sind, daranf 
prüfen, wie n^eit sie Flexi onsnuterschiede τοη Sahst, und Adj- 
darbieten. Wir faeseo zunächst das Griech. ins Auge. 

I. DeclinatiOD. 
Ee liegt in der Katur des Adjectivs, dass bei ihm die 
Individualisirtheit geringer ist; die lebendige Motion rßckt die 
verschiedenen Geschlechter näher an einander, eis dies beim 
Subst. der Fall ist. Vielleicht erklärt eich aus diesem engeren 
Anschluss der Geschlechter ') an einander die interessante That- 
sache, dass das Fem. der Adj. auf ος, α oder i^, ov den Accent, 
so lange es die allgemeinen Betonungsregeln gestatten, auf der 
Sylbe behält, die ihn im Nom. Masc. trägt. Das Fem. rich- 
tet sich also nach dem Masc. Dadurch entstehen Abweichnn- 



1) Esl&BBteicIivermalhen, daas die häufige Vertretnng der Fem. -Form 
durch die Maec-Form in den lueamiuengeeetzteii A^. (iweier Endung) ei- 
nen fthnllcben Grund, des ntLhereo Anechluseee der Oeac hl echter, bat. Bei 
denSobet. war der Grnnd für Vertretung einea Oeecblechte durch du an- 
dre ein völlig andrer; dort waren es gewieee Gattungebegriffe, die alleu 
tn ihnen gehörigen Wörtern, ohne weitere Beachtung der Form, ihr Ge- 
Kbleoht nufdr&ngtea. 



b,GoogIc 



17t 

gen Ton der 8Qbät.-DeeliBfttioB. Während t. B, der Kom. PL i>ml n. 
Fem. Tom Adj. 'Ράάίος, 'Podia, 'Pidtov „rhodisch" '^P6dtat lautet 
(obgleich der Nom, %. Fem. 'AtKa den Accent auf dem ( 
bat), wird dae Snbgt. 'PoSia die Rhodierin nur 'Poditu Rhodi»- 
rinnen dulden (of. K. W. Kroger a. a. O. % 15, 5 Anm. 5). 
Die bemerkenewertheete Abweichung des fem. Adj. 1. Decl. ^"- ""■ 
vom Subst. entsteht durch diese Annftbernng an die maecnline 
Form im Gen. Plur., der eigentlich immer Perispomenon sein 
mQBste; nnr dies ist etymologisch berechtigt, da ja a>v aus αων 
entstanden ist. Trotzdem aber sind die barytonirten Adj. and 
Part, aaf oc, α oder 7, ov im Gen. Plur. Fem. Paroxytona, so 
dass z. B. vom λάϊ.'Ρόόιος,'Ρο3ία der Gen, Piuv. Fera.'PoSlatu 
lantet; während das S\ihst. ' PoSia natürlich '/^o^tSu zeigt. Nur 
3 Snbst. der 1. Decl. sind auch Paroxytona, nämlich χρήστης 
der Wucherer, άψύ^ die Sardelle, oi ίτησίαι die Paseatwinde 
und gerade bei χρήατης und άφύτ] weisen Krüger und Lobeok 
wohl mit Recht darauf hin, dass hier der perispomenisohe 
Accent nnr vermieden sei, um dia Formen zu seheiden von 
χρηστών (Gen. Plur. des Adj. χρηατός) und άψυων (Gen. PL 
des Adj. άφυής)^ danach wäre diese Abweichung gerade zum 
Zwecke der Scheidung je eines Adj. von einem Snbst. gesche- 
hen; ίτησίαι bleibt also ganz vereinzelt. Vgl. unten den DuaL ,y^ 
Der Gen. Sg. Fe», zeigt bei einigen Wörtern die abwei- '•■- ^•■ 
cbeude Form α ; es sind dies πατριύοίας^ μητραλοίας^ όρν(ϋο9ήραχ 
und βορραζ, sowie einige Eigennamen. Diese eigenthämlicbe 
Abweichung von der gewöhnlichen Declination findet sich also 
nur bei einigen Substantiven. 

Diejenigen Wörter, welche gegen die gewöhnliche Regel 
im Gen. ας statt ψ haben (also abgesehen von denen mit e, (, 
ρ vor der Endung) z. B. Αήδα, 'Ανδρομέδα, Φιλομήλα, η. a. sind 
lauter Eigennamen (ausser άλαΧά); das Adj. kennt diese Abwei- 
ohang von der Hauptregel nicht. 

Endlich verweise ich noch darauf, dass das einzige Wort, ''**■ •*■ 
welches die Unregelmässigkeit der Accentzurückziehung im Voo. 
Sg. zeigt, ein Subet. ist (δεσττόηΐί, dessen Voc. δίαποτα lautet). 



b, Google 



~ 17» 

tittt; dae Snbst. hat nftmlioh bedeutend häofiger als dae Adj. 
a (dae wohl auf altee echtfemimnee ia ((α) zuräckkommt). Die 
Regel der traditionellen Grammatik hierüber ist etwa folgende: 
dae fem. α der Adj. anf oc ist immer lang; kurzes α zeigen 
nur die Adj. und Part, auf «c, t>c, etc, ooc, (wc, tov (of. K. W. 
Erllger a. a. O. % 15, 6), also die Orundformen anf αν, avr, 
u, uvr, evr, ovr nnd or (cf. μέ/ίαινα^ ^3έία,, τ:&έϊαα^ iuouaa, ίε)ιυχϋϊα.')\ 
denen könnte man etwa εν (τέρανά) anreihen. 

Dagegen gilt vom Snbst. ganz allgemein die Regel, dass 
die Endang α immer kurz iet, wenn der Gen. auf ^ς endigt, 
z. B. ^ICo, das im Gen. ^Ιζης hat, MoÜaa, μέλισσα, 9άλασσα, δόξα, 
γΧωααα, Φοίνισσα, δίαιτα^ μέριμνα, Ιχι3να^ δίφα^ παϋλα u. sehr 
viele a. mit den verBchiedensten Gonsonanten vor dem α; es 
ist also ersichtlich, dass jedes Fem. anf «, das nicht einen der 
oben (fürs Adj.) angefahrten Auegänge zeigt, sich sofort dadurch 
als Snbst. documeotirt und da die Beispiele derart sehr zahl- 
reich sind, so ist auch eine formelle Scheidnng des Adj. vom 
Snbst. in diesem Caens in sehr vielen Fällen merkbar. 

Aber nicht allein die Subst., welche im Gen. ijf haben, 
zeigen a; auch eine ganze Reihe derer, wo der Gen. auf of 
ausgeht. Darüber giebt Krüger (a. a. O.) folgende Regeln. 
Kurz ist das α, G. ας 

1) in den drei• und mehrsilbigen Subst, die weibliche 
Benennungen sind: φάλτρια, 'Ερέτρια. 

2) in denen auf /τα, welche die vorletzte Sylbe durch u 
oder einen Diphthong ausser au lang haben: γέφυρα, 
poipa^ wie in Tdvajpa. 

3) in den drei• und mehrsylbigen auf cta, ota (Proparoxy- 
tona); lang nur in denen auf εια, wenn sie Abstracta 
von Verben auf fuw sind, so wie in den zweieylbigen 
auf eta: ävota, ά^&eta^ ώφϋχια (neben ώφεΜα")^ ßaatieta 
Königin; d^egen ßamieia Konigthum, ^la Beute. 

Hier haben wir wieder eine ganze Menge von Fällen, wo 
dae substantivische α kurz ist; das Adj. könnte diesen Bildungen 



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178 

keine Analoga mit karzem Vooal gegenUber stellen. Dat Adj., 
welches la im Nom. Sg. Fem. zeigt, musete durcheus langes α 
haben, es gehörte zu den Ädj. auf ιος (also nc, s. oben die Re- 
gel) ; eis φάλτρια , 'fy4tpta wäre nicht möglich , es musete 
φαλτρία, 'Ερέτρια lauten, ebenso wie von «fioc ein άξ'ια^ von 
Ρόδιος ein ' Po3ia u. s, w. Ebenso unmöglich wäre dem Adj. 
ein Τανάγρα. Die Fem. von Adj. auf ειας mussten eia haben 
(εϊα haben nur die auf u, wie ^^ta). So finden wir eine ganze 
Reihe Abweichungen. Wichtig ist es dabei, dass nach der ***- ^>' 
Quantität des Nom. Sing, sich auch der Accus. Sg. auf av 
richtet, s. K. W. Krüger a. a. O. § 15, 6 Anm. 6. 

Die eigentliche lebendige Contraction kennt bloss cntrMtiH. 
das Adj. und zwar sind es die Bildangen auf οη {η), ea (α), 
€η (iji), ζ. Β. &π)η aas &πλ6η^ Λργυρα aus άργυβέα, χριιαη aus 
χρυσέη. Das Subst. zeigt nur vereinzelte Formen, meist ohne 
dass man noch sehen kann, worauf die Contraction zurück- 
kommt, z. B. /ivä, Ά9ηνα η. einige a , die meist im Gebiet des 
Adj. keine Analogie finden (ein adjectirisches μνΰ. wäre nie 
mbglich, weil εα, woraus allein ä contrahirt werden kann, bloss 
mit Toransgehendem />, also ρεα^ sich findet). Fin Paar andre, 
die in der Form ganz mit dem Adj, übereiDstimmen, sind euch 
wirklich aus Adj. geworden, z. B. oui^ der Feigenbaum. 

Im Dual der Adj. wird sehr häufig die masc. Form dui. 
statt der fem. gebraucht (ganz wie wir auch beim Artikel 
und Pronomen z. B. τώ and τούτω fast immer statt der fem. 
Form auftreten sehen; sehr gewöhnlich auch roh für roöj ceL), 
z. B. d&o ^htea&ov μόνοι ιαιχανά, wo die Anali^gie des Maso. 
stärker wirkt als die des regierenden Subst. (cf. K. W. Krüger 
a. a. 0. § 14, θ Anm. 2; Krüger führt an, dass Cobet Var. 
lectt. p. 69 SS. die Formen τά nud ταϊν und überhaupt bei 
Pronom., Adj. und Part, die Dualendungen α und atv verbannt 
wiesen will). Es ist dies also ein Unterschied, in dem Atlj, 
imd Part, mit dem Pron. zusammenstimmen gegeDüber dem 
Sahst, (cf. oben zu Anfang des Cap. die Anlehnung des Feu. 
aas Masc). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Bwütu- Kars znsammeBgefaeit faDden wir ateo in der 1. DecUnatioa : 

1) Verschiedene Unregelmäesigkeiten zeigten sich all- 
ein beim Subet, z. B. der Oen. Sg. auf α nnd der 
auf ac (gegen die Hauptregel); der zurdckgexogene , 
Accent im Voc. Sg 

2) Das fem. Adj. dagegen wich nur dadurch in rerschie- 
denen Pankten τοη der regulären Flexion ab, dass es 
eich offenbar an die masc. Adj. anzulehnen suchte: 
s) tm Accent, cf. namentlich den Uen. Pl.j b) im 
Dual. 

3) Das α (ca) im Nom. und Acc. Sg. Fem. ist beim 
Adj. weniger ausgebreitet, als beim Subet. und immer 
anf einige Grundformen beschränkt. 

4) Die Contraction des Adj. bildet auch einen Diffe- 
renz-Punkt. 

Mag auch manches von dem, was ich angeführt habe, 
geringfügig erscheinen, es wird durch des Vergleich mit dem 
Folgenden und durch die allgemeinen Gesichtspunkte, unter 
die es dadurch gebracht wird, von Werth sein. 

II. Declination. 

Es ist sehr bemerkens werth, daas gerade diese Declination 
so gut wie gar keine Abweichungen in der Flexion von Subst. 
und Adj. bietet; auf ο gehen ja weitaus die meisten Soff, βηβ, 
die unter Α zur Besprechung gekommen sind ; es war bei ihnen 
aber auch fast durchgängig schon Scheidung von Subst. und 
Adj. durch andere Mittel zu Stande gebracht, nur wenige, 
meist unwichtigere zeigten keine Scheidung der Redetbeile. 

Dass das Neutrum einiger Adj. dieser Declination im Nom. 
nnd Acc. Sg. nicht ov, sondern ο zeigt (.z- B. ΰλλσ)^ hat seinea 
Grand darin, dass diese Adj. sich an die Pronomina anlehnen, 
bei denen wir diese Abweichung beobachtet haben (z. B. τ6, 
τοδτο, wo das pron. d abgefallen ist). 

Es mag nur noch bemerkt werden, dass die Accentzarfick- 
ücfauDg im Voc. Sg, (ganz wie in der 1. Decl.) bloss bei 
einem Subst. vorkommt, nämlich άίιλφόΐ (Voc. Sg. αί*λφί\ 

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1?6 

Ferner zeigt nor ein Sabet. den Voc. gleich dem Kom-, 
n&mliob ^κός. 

III, DeclinatioD. 
Dae Wichtigete, was die 3. Decl bietet, ist die rerschie- Μ 
dene Behandlung der Grundformen auf υ, bei denen, wie bereits 
bemerkt, schon durch die Betonung einige Scheidung (s. oben) 
zu Stande gebracht war. Die meisten Sahst, auf u behalten 
dies α durch alle Casus hindurch ohne weitere Modt&cation, 
wie z. B. ϊχαύς^ dessen Declination folgende ist: im Sing. Gen. 
Ιχ&ΰος^ Dat. Ιχθύί, Äco. Ιχαύν; Plur. N. Ιχ^ύες, Gen. Ιχ&ύων^ Dat. 
ϊχ&άσαι^ Acc. Ιχϋΰς. In dieser Weise wird das stammhafte u 
der Adj. überhaupt nie behandelt (natürlich von Compositis 
abgesehen). Vielmehr steigern alle Adj auf u das υ zn cF 
im Gen. und Dat. Sg., sowie im ganzen PInr. Da aber auch 
eine Reihe τοη Sahst, diese Steigerung des u zu eF kennt, 
BchaETt die Sprache noch weitere Unterscheidungen. 

Vorerst sei daran erinnert, dass die Adj. so gut wie alle 
Oxytona sind ί^ίύ-, βαρύ•,, ßp"Z"' "■ *■ ^-^ während ft^iu-, ^μιαυ 
Terelnzelt dastehen. Die Subst. aber, die ihren Stammvocal 
steigern, sind Bary tona (cf Jr^^t^, ä^rw-, ίγχεΧυ•^ ττέΧεχυ-, πρέαβυ•, 
πώυ u a., während diejenigen Subst., welche das υ durch alle 
Caaus bewahren, nicht selten Oxytona sind, z. B. ίχαύ- u, a.). 
Dieser Unterschied gehört nach oben. Ferner müseen wir 
anführen, dass das Adj, kein Fem. auf υ kennt (von i /δύς Fem. 
IjäEca u. s. w.), während sich dies beim Subst. wohl findet 
(z. B. εγχΐλυ- α, a.). 

Die masc. und fem. Subst. auf ν zeigen im Sing, und 
Plur. (die neutralen Subst. nur im Flur.) den sogenannten atti- 
schen Gen. auf ζα>ς und emv, wobei ea> hinsichtlich des Accents 
als eine Sylbe betrachtet wird (π^χεως, πήχεων; αστεων}. Das 
Adj. hat im Gen. Sing, εοΐ (aus e/oc) nnd im Gen. PI. iatu 
(aas έFωv). Nur das neutrale Subst. hat im Gen. Sing, auch 
C0C (ans εΙ\κ), ζ. Β. αστεος, doch ist es sehr zu beachten, dass 
bei Attikern, namentlich bei Dichtern, auch αστεως zu finden 
iat. (Erst bei Späteren finden wir nuoh ein ιτήχβος, et. K, W. 



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Erflg;er a. α. Ο. § 18, β Aam. 2). Vereinzelte adjectivische 
Gen. auf etuc (z. B. ημίσεως neben ^μίσεος und βραχέως) sind 
jetzt aas den Texten der Ättiker beseite [et E. W. Krüger 
a. a. O. § 18, 8, Anm. 3). 

Der Nom. und Acc. Plur. der neutralen Adj. Ulset εα (ans 
tFa) nncontrahirt, während die neutralen Subst. εα in η zusam- 
menziehen, so dass ein ijSia (aus ^diFa) deutlich von einem 
äoTTi (aus άστεα) geschieden ist. Nur bei Spät findet sieb 
auch ein τά ήμίση, doch ist es sehr beachtenswerth , dase dies 
sich meiet bei substantiTieeber Bedeutung zeigt (cf. K. W. Krüger 
a. a. 0. § 18, 8 Anm. 1 (dagegen kann es uns nicht wundern, 
dass die mit τ^ηχοΐ zusaminengeeetzten Adj. regelmässig εα in 
Tj contrahiren, cf. K. W. Krüger a. a. O. § 18, 8 Anm. 1). 

enuit. nt für die Grundformen auf ( ist oben bereite bemerkt wor- 

'' den, dass Adj. derart im Griech. nur spärlich auftreten, wäh- 
rend wir eine ziemliche Anzahl von Subst. haben. Auch w^as 
die Behandlung des c in der Declination betrifft, finden wir 
Verschiedenheit, denn nur das Subst. kennt die Steigerung des 
c zu Ej (hom. auch rj), wo das j natürlich verschwindet (πόλείες^ 
πόλεες^ πόL•ιΐι hom. πάληες). Das Adj. bewahrt beständig das 
ί (so lautet z. B, der Gen. von τρόψι nur τρόφως, von ^vf nur 
ψιοΐ, von &έσπι- όέσπιος. Auch beim Subst. finden wir diese 
Bewahrung des t, aber namentlich nur in älterer Zeit, z. B, 
άχσίτιος von SxoiTt• die Gattin u. a. Später ist der Gen. auf 
IOC nur in Eigennamen häufiger, zum Theil neben einem Gen. 
auf i^oc, cf. K. W. Krüger a. a. O. § 18, 8 Anm. 4.) 

lyneo;« ci- Die sogenannte Syncope eines ε finden wir bloss bei einer 

"" ^' Grnppe von Subst, nämlich πατερ•^ μψερ-, ΰυγατερ-^ άνερ-, ρι- 

ατερ-^ Δημψερ-, Formen wie der Gen. πατρός. Dat. πατρί u. a. 

wären beim Adj. ohne Analogie (cf. namentlich den Dat. Plur. 

auf aaiv z. B. πατρά<ην\ auch apvamv). 

TM. siig. Auch in der 3, Decl. finden wir im Voc. Sg. Accentzn- 

rüekziehung and zwar wieder bloss bei einigen Subst., wie 
"jfnojUov, IlSoEtSov^ αωτερ, πάτερ, ϋόγατερ, Άγάμεμνον^ Σώχρατες, c£ 
Krüger a, a. Ο. § 17, 11 Anm. 3 und 4. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



i 



177 

Ferner zeigeo einige EigeonameD auf ας, Q. αντκ (Odt 
aw) im Voc. α, ζ. Β. Uo/aätifM τοη ΠοΚυδφΜς, cf. Κ. W. £rager 
a. a. Ο. § 17, 8 Anm. 

Der Voc Sing, der Grandformen, die auf einen T-laut 
ausgehen, wirft den letzteren ab. Hiervon sind nur die Farti- 
cipia ausgenommen, die eigentlichen Ädj. nicht. Nur bei den 
Participiis (und vereinzelten Subet. wie Οίκους) haben wir den 
Voc. Sg. = Kom. 8g., z. B. Partie, φανίις (Gdf. ψΐοιέντ-^ hat 
im Voc. Sg. auch φανείς (gegenüber dem Adj. χαρίεις, Gdf, 
χαρίχντ-^ Voc. χαρίεν. Das Subst. λέων, Gdf. λέοντ-, muss Uov 
haben; #oc, Gdf. Μαντ- hat Ahv u. β w.). Hier zeigt also ein 
Tbeil der Adj. (denn die Partie, rechnen wir zu den Adj.) 
offenbar jüngere Bildung als das Subet. 

Was den Aceent des Gen. und Dat. Sg. betrifft, so zeigen «•■■ «. D»t 
die einsylbigen Wörter fast durchgängig die Eigenthümlichkeit, 
dase sie die Casusendung acceutuiren; von dieser Eigenthüm- 
lichkeit sind nur die Parti cipia ganz ausgenommen 
(theilweise auch einige Subst.), z. B. ΰείς hat im Gen. nicht 
οεντός, sondern &έντοζ ο. β. w. (während von πους bekanntlich 
der Qeu. ποαός lautet u. s. w.), Die einsylbigen eigentlichen 
Ac^. sind so vereinzelt, dasa de gar nicht in Betracht kommen 

Fttr die Contraction mag noch bemerkt werden, dass c*itruUM. 
nur eine Reihe von Subst., nämlich die auf χλ^, eine doppelte 
Contraction kennen (s. KrUger a. a. O. § 18, 3 Anm. 6). 

Schliesslich sei bemerkt, dass von den Subst. auf Gdf. ες 
(Nom. of) der Gen. PI. auch in der attischen Prosa nicht selten 
nncontrahirt vorkommt, während das Adj. auf ες diese Eigen- 
thümlichkeit nicht zeigt, cf K. W. Krüger a. a. O. § 18, 3 
Anm. 5. 

Besonders beachtenswerth ist es gewiss , dass das Subst. aiimiim«. 
sebr reich an sogenannten Anomalieen ist, während Adj. und 
Partie solche kaum aufweisen. Es beweist dies wieder, dass 
wir beim Subst. mehr Individualisirtheit vorfinden, während 
sieb das Adj. durch lebhaftere Analogiebildnng, mehr 
schematiscttes Wesen auszeichnet. 

13 
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Zn den Anomftlieen sind zu rechnen 

1) iDdeclinabilia; hierher gehören namentlich Fremd- 
wörter, wie die Namen der Buchstaben, αλφα, γφψα 
u. a. Aach τό χρ$ών das Gebabrlicbe u. a. 

2) Heteroklita, 2. B. σχότος, das im Gen. oxormK oder 
βκύτου hat o. a. 

3) Uetaplasmen, z. B. diväpttnu von einem vorausza- 
aetzenden δένδρ<Κ', der Nom. Sing. lautet δένδρον. 

4) Defectiva, z. B. Smp, δπαρ u. m. a. 

Im Ganzen fährt Krüger c. 70 anomale Snbet. anfj wenn 
auch manche derselben von nne nicht für eigentliche AoomalieeD 
gehalten werden können, so bleibt doch noch ein aneehnli- 
eher Rest; 

Fassen wir zusanmien, was die 3. Declination bot, so 
haben wir: 

1) Terechiedene Behandlung des SuEF. υ. 

2) Adj. Grundf. auf t kennen die Steigerung des Stamm- 
Tocals nicht. 

3) Die Syncope des s haben wir nur bei eiuigen Sahst. 

4) Accentzurückziehung nur im Voc. Sg. einiger 
Subst. 

5) Ebenso der Yoc. Sg. auf ä bei Gdf. auf αντ. 

6) Doppelte Coutraction nur bei den Eigennamen 
auf χλ^ς. 

7) Der uncontrahirte Gen. PI. der Subet. auf Gdf. e?. 

8) Eine ganze Reihe sogeuannter Anomalieen beim 
Sobst. 

9) Das Part, zeigt im Voc. Sg. jüngere Form als das 
Subst. und auch das eigentliche Adj., indem es einfach 
den NominatiT für den Vocativ eintreten l&aet, 

rmiIul Ueberblicken wir, wae sich uns bei der Betrachtung der 

gfiecb. Declination darbot, so mClssen wir etwa zu folgenden 
Schlüssen gelangen: 

1) Verschiedene Behandlung ein und derselben 
Grundform zum Zweck der Redetheilscbeidung ist 



b,GoogIc 



179 

Dur in wenigen Fällen zu finden (das υ und das t 
in der S. Decl.)- 
2) Doch laesen sich manche Besonderheiten der bei- 
den Redetheile in der Flexion wabrnebmen. 

a) Όαα Sab st. ist bedeatend reicher an eigeathttmlicheiit 
besonderen, indtriduell ausgepreßten Formen (na- 
mentlich der Vofl. aller 8. Decl., die Änomalieen 
der 3. Decl,, Gen. Sing, der 1. Decl. n. a.)- 

b) Das Adj. zeigt mehr gleichförmige, sogenannte re- 
gelmässige Formen, ein Streben nach einförmiger 
Analogiebildung; die Abweichung von der Regel in 
der 1. Decl. entspringt gerade aue demselben Stre- 
ben, das sich sogar anf eine Annäherung der Qenera 
zu erstrecken scheint. 



Lat. I. Declination. 

Der alte Gen. PI. auf um (für ärum) zeigt sich so gut en. pi. 
wie nur beim Subst.; namentlich findet er sich bekanntlich bei 
Velkemamen, z. B, Lapithum (von Lapitha). In Prosa haben 
wir das um sogar ausschliesslich bei Yölkernamen, z. B. 
Phaselitum (Phaselitae), ApoUoniatum (Apolloniatae), ausserdem 
nur noch ampborum, drachmum von amphora, drachma in Ver- 
bindung mit Zahlwörtern (cf. G. T. A. ErUger § 179, S. 183). 
Bei Dichtern zeigt sich um noch in mehreren Gompoeitie tos 
cola, gena, z. B. agricolum, Trojugenum, coelicolum. 

Eine ganze Classe in ihrer Flexion abweichender Wörter oric«^. 
gehört ganz allein dem Subst. an. Es sind dies die aus dem ^'*'*'*'" 
Grlech. entlehnten Masc, auf äs und έβ, Fem. auf έ. Nament- 
lich gehören viel Nomina propria hierher. Es laufen bei diesen 
Subet. ganz griechische, latinisirte und ganz lateinische Formen 
neben einander. An abweichenden Formen bieten die Masc. 
den Nom. Sg. auf äs und Ss, den Äcc. Sg. auf Sn und an. 
Im Voc nnd Abi. derer auf &e finden wir 3. Sehr selten ist 
der griech. Gen. FI. auf ön (z. B. in Adulitön für Adulitärum), 

Das Fem. bietet den Nom. Sg. auf (ί. Gen. Sg. auf £b, 
Acc. Sg. auf Sn, Voc. und Abi. auf S. Es liegen hier aUo 

»>* ^ 

n,g,t7cdb/G00gIc 



180 

eine Reihe fremdartiger Pormen vor, die dem öriech. ent- 
nommen sind, oder sich doch der griecb. Form anschlieeeen 
(z. B. der Abi. auf 6^ der nicht direct entnommen ist, da ja 
das Grieeh. keinen Abi. hat). 

Hieron kennt das Adj. nichts. 

11. Declination. 

β™. Sf. Die Sahst, anf ins, ium (Suflf. io) haben im Gen. Sg. 

bei den besten Schriftstellern aller Zeiten statt i i auch ein 
einfaches ΐ- Kur lässt sich im Gebrauch dieser contrahirten 
Endung keine Regelmässigkeit entdecken, namentlich da die 
Handschriften sehr schwanken. Bei Dichtern beweist uns das 
Metram, dase sie bald ii, bald 1 haben (cf. flurii Vii^. Aen. 
3, 702; dagegen Valeri genus bei Hör. Sat. 1, 6, 12) ■)■ Adj. 

T«. Bf. haben nur ü. Von den Wörtern auf lus ist es nnr ein 
Theil der Subst., der im Voc. Sing, nicht ie, sondern i zeigi. 
Dies sind die zahlreichen Nomina propria, z. B. Horati von 
Horatius (für Horatie). Auch die aus Adj. entstandenen 
Nomina propria haben diese Endung (t. B. Spnri, das adjecti- 
Tische spuriue muss natflrlicb spurie zeigen ; hier liegt also ein 
Unterschied vorl. Ausserdem haben auch filius und genias 
den Voc. äli, geni (das Adj. meus hat mi; doch stört diese 
vereinzelte Form um so weniger, als meus ja gar nicht Suff, 
io zeigt). 

Appellativa and Adj. haben ie; hier haben wir also wie- 
der Abweichung von der gewöhnlichen Regel bei einer Reihe 
Ton Suhst. Doch waren schon zu des Gellins Zeit (cf. 14, 6) 
bedeutende römische Grammatiker über den Voc, der Appella- 
tiva und Adj. verschiedener Ansicht, cf. G. T. A. Krüger S. 187. 



1) Daee äas contrnbirte i wirblich gesprochen worde ond nicht auf 
Rechnung der Handschriften τα scliieben iet, beweist die Vorschrift des 
Nigidius, der zn Ciceros Zeit lebte, daes der Den, Valeri mit dem Tod 
anf der iweiten, der Voc. mit dein Ton anf der 1. Sylbe zu sprechen sei; 
Gellius bemerkt daiu (13, 3i), dass in seiner Zeit dieser unterschied nicht 
mehr gemacht wnrde; cf. Θ. T. A. Krttger, S. 186, Note 1 unter dem Text 



b,GoogIc 



181 

Nur ein Subet. hat den Voc. Sg. ganz gleich dem Hom., 
nämlich deue tcf. ieiasr) 0- 

Der aUerthümlicbe Oeo. PI. auf um findet sich gleichfalls an, fl 
so gut wie nur beim Subst. and zwar nameDllich 

a) bei Vitlkernamen, z. B. Grajam, Felaegum für 
Grajoram, Pelasgorum. 

b) bei Wörtern, die Uaaese nud Münzen bezeichnen, 
z. B. modium, jugerum, talentum, denarium, nummum. 

c) bei griech. Wörtern, z. B. ephorum von epborus. 
d) b'ei einigen andern Subet., z. B. procus, deus, faber'; 

ebenso liberam, triumTiram, decemvirum u. a. \ bei 

Dichtern auch das einfache vir u. a. '). 

III. Declination. 

Am interessantesten ist hier ohne Zweifel das Verbalten nm. aiu 
der Grundformen auf i und die eigenthömliche Vei-werthung des 
i zum Zwecke einer genaaeren Scheidung von Subet. und Adj. 

Nom. Sing, Bei Behandlung der vorberrschend adjecti- 
viecben Grundformen auf äri und äli haben wir auseinander- 
gesetzt, daes die substantivirten Neutra auf äri und äli sieb im 
Nom. Sg. anders verhalten, als die Neutra des Adj. Während 
nämlich diese das i der Grundform nur zu e verwandeln, geht 
bei den völlig enbstantivirten Neutris das i ganz verloren und 
das ä wird zu a gekürzt. So stehn sich gegenüber die neu- 
tralen Adj. wie familiäre, augaräle und die substantivirten 
Nentra wie calcar, bidental. Hiebei ist es höchst fesselnd 
die Uebergänge zn beobachten; gleich mit der Substantivirung 
werden den Wörtern noch nicht die Formen auf ar und al zn 

1) Dieae auffallende Debereinetlmmung in dem Von. von 
&ίός und deae maee es um Tielea wahraehemliclier macben, daes Die- 
jenigen Recht haben, welche beide Wörter identiöciren (i. B. Hejer; 
aDders Schleicher, Curtiue a. a.). Die Aepirirnng dee T-lauts iet wohl 
einem geechnan denen Digamma zuzuBchreibeo. Gdf. wabrBchelnlich dalva, 
grieeh. itfFo•, dann tiat vermuthlich F zorück: dFtco-, iFta• und aus SF 
wurde ΰ, alao '^ό-. Hau vgl. Heeych. δίος, ätdi; (ilhnlieh χίψαλη neben 
Caput aan capvat, wo τ zu ρ offenbar durch F). 

3) Von Adj. lieesen eich die distributiven deni, eepleni (denum) aa- 
fHhreni, man beachte aber, daea dies nnmerale A^. sind. 



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188 

Tbeil; vielaiehr haben wir noch ein^, die ftre ood &le als 
ausschliessliche Eadutig zeigen, andre, bei denen äre nnd äle 
mit ar und al schwanken, dann endlich erst solche, bei denen 
bloee ar und at TOrkommt. 

Bloss äre finden wir z. B. in alveäre Bienenkorb ScripU. 
Γ. Γ. u. Quiut. (das entsprechende Adj. ist nicht mehr vorban- 
den); mamilläre Busenbinde Uart. (Adj. nicht vorhanden). 
Bloss äle z. B. in frontale Stirnschmuck der Pferde Liv. u. a. 
(Adj. nicht vorbanden'); ramäle Gezwe^ u. a. 

Die Entwicklung des ar aus äre sehen wir' z. B. in 
exemplar, dessen ältere Form beiLucrez noch exempläre 
lautet. Zu laquear die getäfelte Decke hat Virg. cul. 62 
noch die liebenform laqneäre; altäre und altar im nach- 
klasBiBchem Latein schwanken u. dgl. m. al und &le z. B. in 
Capital 1) leinenes Kopftuch; 2) Todesverbrechen, zu dem 
Quint. noch die Nebenform capitäle anfuhrt. Neben dem ge- 
wöhnlichen puteai zeigt sich auch puteäle u. dgl. m. 

Ganz specifisch substantivisches ar nnd al findet sich bei 
den meisten und gebräuchlichsten hieher gehörigen Bildungen; 
schon in exemplar, laquear, capital, pnteal u. β. waren die 
auf ar und al viel gebräuchlicher, während die anf äre und äle 
nur als seltne Nebenformen hie und da noch auftraten. Bloss 
ar zeigen calcar, gemellar Oelgefäss, lacHnar getäfelte 
Decke, torcnlar Kelter u. a. Bloss al in animal, bidental, 
cubital u. a. 
l• Der Abi. Sing, verwerthet in interessanter Weise den 

Wechsel von e (dae den consonantischen Stämmen zukommt) 
und i (das eigentlich nur bei i-Stämmen berechtigt ist) zum 
Zwecke der Scheidung von Subst. und eigentlichem Adj., indem 
theils i-Stämme, wenn sie aus dem Gebiet der eigentlichen 
Adj. heraustreten, auch e statt des bisherigen i im Abi. Sg. 
bekommen, theils consonaotiscbe Stämme, wenn sie zu eigent- 
lichen Adj. werden, an Stelle des e ein i annehmen. 

Leitend scheinen biebei gewesen zu sein und haben die 
andern wohl in ihre Analogie berein gezogen die zahlreichen 
Adj. anf is, e und er, is, e, deren Gdf. auf i auslautet, die 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



188 

■ 
ftlso im Abi. Sg. auch i haben mueeen; z. B, ftoilis, β lat^t 
im AM. facili. 

Die eben beeprocheoen neutraleo Snbst. auf ar undXl nnd 
&re und äle, die eämmtlioh aue Aclj. auf is, e entetanden sind, 
sowie auch die sonstigen Neutra aaf e (theil» orsprünglich. 
adjectivische Stämme auf i, tbeils BubstaDÜTisohe) zeigen noch 
durchweg das i (dagegen bieten einige Neutra auf al und ar, 
die nicht aas Adj. auf äli, äri entstanden sind, wie sal, far, 
baccar/ jnbar, hepar, nectar im Abi. e; ebenso Städtenamen 
aaf e, z. B. Praeneste, Reäte). Während so die neutralen 
Snbet., die auf adjectivische i-Stämme zurückkommen, durchweg 
im Abi. noch i zeigen, finden wir bei den Masc. und Fem. die 
Neig:ung zum e, das doch eigentlich nur consonantischen SUm^ 
men zukommt. Eier lassen sich wieder Terschiedene Entwick- 
lungsstufen beobachten. 

Die meisten Snbst., die auf Adj. mit Suff, i zutückkoBt- 
men, zeigen im Abi. i, z. B. riTäUs, gentUis, canälis, die Ho• 
natsoamen n. m. a. Andere dagegen haben zwar meist noch 
i, aber auch schon bei guten Prosaikern e (cf. G. T. A. Erttgei 
a. a. O. S. 202), z. B. affinie, familiäris, sodälis, 
r£mi8. Weiter ist der Process schon bei aedtlis gediehen, 
das fast immer e, nur selten noch i hat; juveuis zeigt nur e. 
Dasselbe ist der Fall bei allen Eigennamen, z. B. Ma: 
tiälis, Javenälis, Laterensie u. a. (cf. Zumpt Gr. § β3> 

So nimmt der Wechsel von i and β den Charakter eines 
Unterscheidungszeichens der Redetheile an, der ihm etymolo- 
gisch gar nicht zusteht. Manche Adj., die ganz Subst. ge- 
worden sind, geben das i im Abi. auf (namentlich Nomina 
propria). 

Besonders wichtig für diesen Satz, dass das e einen vor- 
herrschend substantivischen Charakter bekommen hat, ist der 
umstand, daee auch Subst., die nicht aus Ac|j• geworden und 
bei denen i die einzig etymologisch berechtigte Endung ist, 
trotzdem das e annehmen, als wenn sie bei Behalten des i sich 
in ihrem Redetheilcharakter nicht m^t sicher fohlten und an 
besondrer Betonung ihres substantivischen Charakters nach dem 



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184 

β griffen. Die meieteii eabetantiTischen Oraadformeii 
aaf i haben im Abi. das i aufgegeben und e angenommeo. 
Auch hier können wir wieder sehr htlbsch die Entwicklungs- 
stufen beobaobten. 

Zuerst kommen einige Subst. in Betracht, die bloss das 
alte, hietoriech-berechtigte i zeigen; deren sind nur wenige; 
ein Paar Subet., die auch im Acc. Sg. noch im haben, nämlich 
tassi und vi; ausser diesen nar noch diejenigen griech. Wör- 
ter auf ie, die im Accus, nar im (gr. tv) haben und Hie nach 
ihrer Analogie sich richtenden Namen von FlilsBcn und Städten, 
wiepoSsi, Neapoli, Tiberi. Ebenso die Keiitra auf e, z, B. 
mari; doch bemerken wir, dass rete im Abi. auch rete neben 
reti zeigt; Dichter haben auch bisweilen mare; Stadtenamen 
zeigen nur e (vgl. Znmpt). 

Andre Snbet., die im Acc. häufiger im als em zeigen, 
gehen noch im Abi. vorwiegend auf i, seltener auf e ans; 
febris, pelvis, pnppis, tnrris, securis; aber restis, 
das auch im Acc. vorwiegend im hat, bietet stets reste; cla- 
τίβ und sementis, die im Acc. seltner im haben, bieten 
gleichmäesig clave und clavi, semente und sementi (cf. 
Zumpt, let. Gramm., 11. Anfi., Berlin 1860, S. 56). 

imber hat häufiger imbri als imbre. Noch andre Subst. 
haben auch bei guten Schriftstellern i, z. B. amnis, avis, ci- 
vis, claesis, fustis, ignis, orbis, unguis (Zumpt Cap. 
15). Kräger (S. 202) fahrt noch an biUs, coUis, corbis, 
neptis, poetis, ratie, rectis. 

Weiter ist die Entwicklung schon bei solchen vorgeschrit- 
ten, die im klass. Lat. nur e zeigen, dagegen in älteren Denk- 
mälern noch mit dem i vorkommen; so haben wir im Lacres 
noch angui, sangui, fini, parti, navi; im Plautus parti, carni 
(s. Leo Meyer, „gedrängte Vei^leichung* unter dem Abi,). 

Vereinzelt scheint auch i bei einigen Grundformen auf 
Consonanten vorzukommen, nubi (Lacr.), eermöni (Plant.). 
Dagegen sind die classiechen ruri, Anznri, Carthagini α. dgL 
Locative. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Die übrigen Grundformen auf i habea bereits e im Abl.^ 
z. B, gente, osee (Gen. PI. noch genti-um, ossi-um) n. viele a. 

Das Adj. bleibt aber dabei nicht stehen, den alten Ornnd- 
fornien auf i ihr i im Abi. zu bewahren und sogar die Subst. 
auf i zur Annehme eines unetymologischen e zu zwingen, ee 
geht vielmehr einen bedeutenden Schritt weiter und läest auch 
an consonantische Graudformen im Abi. i antreten. Diesen 
Vorgang haben wir bereits unter Suff, ant besprochen. Es 
zeigte eich dort, daee das eigentliche Adj. im Gegensatz znm 
Subst. und auch dem Partie, (welche durch andre Mittel ge- 
schieden wurden) im Abi. i annahm, obgleich dieses ety- 
mologisch nicht berechtigt war. Das Subst. sapiens mnse 
eapiente haben , das Adj. sapiens dagegen meist sapienti. 
Das reine Particip hat immer e (Tarquinio regnante α. a.). 
Ueberschanen wir die consonantischen Grundformen der Adj., 
so finden wir, daes nur wenige noch ausschliesslich das alte 
e haben, nämüch pauper, senex, princeps, hoepes, sospee, deses, 
pubee, impubee, superstes (.Zumpt § 64), auch ales, cßlebs, com- 
pos, impos, particeps (Erilger S. 203). — Die Comparative zei- 
gen im class. Lat. bereits nicht selten i, doch häufiger noch β 
(Cic. , Caes. , Liv. ziehen e dem i vor, dagegen haben Spätere 
wie Plin., Curt. lieber i als e, s. Krüger S. 203). 

Die meisten Adj. mit consonantischer Grundform haben i 
und e nebeneinander mit entschiedener Neigung zum i. Eine 
ganze Reihe zeigt auescbliesslich oder doch vorherrschend i, 
nämlich memor, immemor, par, impar, dispar, die mei- 
eten Ac^. auf Gutturale wie trux, atrox, audax u. a., die auf 
plex, wie multiplex n. a. Die Composita von cor wie Concore, 
diacors u. a.j anceps, praeceps, bebes, recens, repens, teree; 
iners, inops enthalten die substantivischen Stämme arti, opi, 
sie sind aber doch interessant, da sie das i im Gegensatz znm 
Subst. bewahrt haben. Vielleicht lauten auch die Guttural- 
Stämme eigentlich auf 1 ans. 

Sehr zu bemerken ist es aber, dass manche Adj. mit conso- 
nantischer Grundform, die im Abi. i vorziehen, wenn sie zu 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



186 

Sabst. werden, β zeigen; τίρΙ der Wftditer moM vigile 
im Abi, beben, die NomiOft propria Clemens, Felix haben 
demente, Feiice n. b. w, 

(Nnr ganz vereinzelt findet sich umgekehrt bei Adj. auf 
is, e und er, ie, e im Abi. e, s. Ztunpt § 63). 

Unere Auefährung bat ee wohl hinläi^lich dai^than, 
daee im Laufe der Zeit das ablatiriscbe ί einen entschieden 
adjectivigcheD Charakter bekommen hat, während das Subet. 
sich das e zu eigen machte (das auch die consonantischen Pai^ 
tidpia behielten); die allmähliche Differenzirung lässt sich an 
Terecbiedenen Entwicklnngsstadien beobachten. 

Der Nom. und Acc. Plnr. Neutr. zeigt ebenfalle bei 
consonantischer Grundform der Adj. Uebergang in die i-Ded.-, 
die A4j- und Partie, aaf ans, ens, is, x, sowie auch hebes, le- 
res, locnplee, quadropes, anceps, praeceps, dires zeigen ia, 
nicht a. Die Comparativa aber haben fast durchgängig a (nor 
compluria); vetus bat vetera-, paupera, ubera, bicorpora, tri- 
Corpora, die in den Grammatiken angeführt werden, lassen 
sieb nicht belegen (Zumpt § 65). 
I- An dem Gen. PL lässt sich die Verwertbung des i zur 

Redetheilscheidnng wenig beobachten; auch consonantische eab- 
etantivieche Grundformen zeigen inm. AUenfalle Hesse eich 
anfSbren, dass die substautivischen Grundformen auf nt auch 
um (neben dem gewöhnlichen ium) zeigen; bei parentes ist 
um das gebräuchlichere (Adj. und Partie, auf nt zeigen das nm 
nur bei Dichtern und späteren Prosaikern.) 

Femer ist es vielleicht zu beachten, daee die Snbst. aaf 
as, G. ELtis, die nicht Völkemameu sind, das um zeigen, da 
dies ja wahrscheinlich nreprflnglich Grundformen auf i sind, 
z. B. civitätum (Liv. hat civitätinm) , aetätum (SufF. ursprung- 
lich doch täti, cf. seh. daiv&täti- Gottheit u. a. Meyer II 532). 

Einige Neutra auf ia im Nom. PL zeigen im Gen. PI. 
nicht ium sondern iorum, besonders die Festnamen, Bacchana- 
lia, Compitalia, Saturnalia u. a. Auch bei navalia, lacunaria, 
torcularia u. a. findet eich der Gen. auf iornm. Es ist nicht 
unwahrscheinlich, dass auch hier Streben nach Redetheileebei- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



dnng so taohon ist; diese Sabat. sind ja alle λώμ Αή]. enteten- 
den und eondeni sieb auf dieee Weise darob die Flezion τοη 
den gleichlauteoden Adj. ab. ') 

Zun SchloBS mag fUr die 3. Decl. noch bemerkt werden, erieok. 
daee hier eine ganze Menge der rerschiedensten griech. Fremd- "" * 
Wörter vorkommen, die in der Flezion viele rerschiedene, τοη 
der gewöhnlichen Regel abweicbeode Formen darbieten und 
die BO gut wie sämmtlioh Snbet. eind: 

Gen. Sing, anf ob, z. B. Daphnidos von Daphnie; baeeos 
TOD bosie; Hb z. B. ecbo (6nie nicht so gebrftnchUch). 

Aoc. Sg. anf ο in den Fem. wie echo; a in vielen, s. B. 
aöra, Cyclopa u. τ. a.; η in Nabin, Halyn, Sophocieo n. a. 

Voc. Sg. (der sonst in der 3. Decl. nicht vom Nom. an- 
terschieden ist), z. B. Daphni, Persen, Calchan u. m. a. 

Nom. PL auf es (nicht ββ) in Aroades, Erinnyea u. λ.; 
neutr. e in Tempe n. a. 

Gen. PI. dn namentlich bei Titeln von Bttohem, z. B. 
mettuBorpboseOD. 

Dat. PI. si und ein nur selten und dicbterisch, 2. B. 
Troaein. 

Aoc. PI. as z. B. in Cyclopas, Gautharidas n. a. 

Alle diese eigentbümlicben Caeusformen, die dem Qrieeh. 
entlehnt sind, kennt das Adj. nicht. 

IT. Declination. 
Be ist bereits mehrfach hervorgehoben worden und kuin 
nicht genug beachtet werden, dass das Lat. eberhanpt gar 
keine Adj. mit Grundformen auf u bietet; es hat eich auf 
diese Weise die Uuhe erspart, die das Griech. zur flexionellen 
Scheidung der substantivischen und adjectivischen Formen auf 



1) Der Ate. Sg. auf im findet eich our bei einigen SiibaL and steht 
Mer ale ein Klterthftinlicher Rest da; es kann bei den wenigen Subat, die 
hierher gehören, unmöglich τοη einer Vorliebe des Snbet. für die t-Decl. 
geredet werden, im Gegensatz elwa zu den besprochenen Caeae. Im Oe- 
genthejl ist dies im gerade charakteris tisch für das Subst,, da es ein alter 
Beat ist und solche conierrirt j» dae Subel. beuer. 



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188 

υ sufwenden mueste. Es steht im ZoeemiaenhaDge mit den 
BeobachtuBgen, die wir bei der 3. Decl. gemacht haben, wenn 
die adjectiviscfaeu Orandformen auf u in die i-Decl. 
übertreten, einem allgemeinen Streben folgend, das auch die 
consonantischen Grundformen stark erfasat hatte, wie wir oben 
gesehen. Ja sogar in der Zusammeneetzung wird die u-Deol. 
vermieden: trimanns gehl naeh der 2. und 1. Decl., ebenso 
quadrimanns, dass auch die Nebenform quadrinianiu, β bietet 
Ein Gen. wie centimanfts von ceutimanus (nach Prise.) steht 
durchaus vereinzelt da. Einfache Adj. auf u sind aber noch 
nicht einmal in sporadischen Formen aufzufinden. 

V. Declination. 

Die Wörter der 6. Declination sind s&mmtlich Grundformen 
auf 6, meist mit Torsusgehendem i (in speciSs, eiSgiöe u. v. a ). 
Dieses i hat wahrscheinlich dem Stammvocale die Färbung zu 
6 g^ebeu, denn nreprtinglich ist die 5. Declination nichts an- 
deres als eine Abart der 1. (wie ja auch noch eine ganze 
Menge von Wörtern bald nach dieser, bald nach jener Decli- 
nation flectirt werden}. 

Nnn ist es entschieden interessant, dass die Adj. diese 
Nebenform gar nicht kennen , auch in keiner einzigen der 
vielen adjectiviechen Formen, wo ein i dem a vorausgeht. 
Wührend das Griech neben dem snbst. α and rj aach adjecti- 
vischee α und rj kennt, ist im Lat. dem Adj. der Stammvocal 
nnr in der Färbung a zugetbeilt, gewiss ein beachtenswerther 
Unterschied. 



Ai*»*UwB. Auch im Lat. weist das Subst. manche sogenannte Un- 

regelm&eeigkeiten auf, die dem Αφ. in viel geringerem Grade 
zukommen. 

1) Indeolinabilia,z. B. die Fremdwörter alpha, gamma, 
manna, pascba, Gabriel, Bethleem α. a. Eigentlich lat. 
worter nur pondo und semis. 

IndecUnable Adj., z. B. nequam, frngi, semia. Den 
indeclinablen Fremdwörtern des Subet. kann das Adj. 



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nichts BD die Seit« stelleo. Echt lat. Wörter eind in 
beiden RedetheUen selten. 
2;)DerectiTa nmtiero eind beim Snbst. häufig, enm 
Theil Worte, deren Begriff nur einen Nnmerae ertrag. 
Singularia tantum z. B. anrum, pudor, pietas, plebs 
α. eebr viele a. Plaralia tantum t. B. liberi, ex- 
cnbiae, diTitiae, indnciae, arma, nonae, idne, Thebae 
n, sehr viele a. 

Dem vermag das Adj. nur vereinzelt pauci, pleriqne 
an die Seite zu stellen. 

3) Ancfa die Defectiva casibns sind beim Subet, viel 
h&uflger, z. B. mane, nefas, fas; der Mom. fehlt zu dem 
Gen. dicionis, viele u. a.; Dat. derisui, despicatni 
(mit esse); Acc. euppetias (mit ferre) u. sehr viele a. 

Dem stellen sich wenige A^, zar Seite, z. B. seminex 
(nnr Dat. und Acc. 8g. und Nom. Gen. Acc. PL); 
prim'orie (Nom. Sg. fehlt) u, einige a. 

4) Heteroclita eine ganze Reihe Subet., z. B. jugerum, 
Dat. PI. jugeribus; vas im PI. vasa, 0. vasorum n. a. 

5) Heterogenea, z. B. jocus im PI. joci und joca; 
locus hat loci und loca ; raetrum hat rastri und rastra u. a. 

Diese beiden ClasBeo zeigt das Adj. gar nicht. 

DasResnltatnnerer Betrachtung ist fürs Lat.etwaFolgende8: ' 

1) Die 4. und 5. Declination kennt das Adj. gar nicht. 

2) In der 3. Declination spielt das i bei der Unterschei- 
dung von Subet. und Adj. eine Rolle (Abi. Sing). 

3) Die altertbamlichen Formen sind vorherrechend beim 
Subst. erhalteo (z. B. um für örum, ämm; im u. a). 

4) Die zahlreichen und eigenthttmlicben Formen der griech, 
Fremdwörter sind nur dem Subst. eigen. 

5) S<^enannte Anomalieen bietet das Subet. mehr wie das 
Adj. 

6) Eine verschiedene äexionelle Behandlung dereelbeu 
Grundform ist faet gar nicht vorhanden (allenfalls l&sst 
sich der Abi. Sg. in der 3. Dedin. aasnehmen). 



b, Google 



190 

s«niut Dies Resnltat stimmt sehr mit dem fürs unech. gewonaenen 

an erlHk. , 

BDiut eberein j für beide SpracbeD dttrfen wir behaupten: 

1) Eine formelle Differenzirnog von SabsL and Adj. darcb 
vencbiedene Behandlong ein und derselben Ornudform 
in der Flexion ist entschieden nur vernnzelt vorhanden 
(das u and ι der gtiech. 3. Declin.j dae i in der lat. 
3. DecUn.). 

2) Bedeutende Verschiedenheiten sind aber doch io der 
Flexion beider Redetheile nicht zu verkennen. 

a) Das Subst. zeigt viel mehr von der Regel ab- 
weichende, individnell ausgeprägte Formen, Ano- 
malieen, AlterthOmlichkeiten , fremdländische For- 
men n. a. 

b) Das Adj. zeichnet sich darch mehr Regelmässigkeit 
und Schematismus aus. 

Dass diese Eigenthamlichkeiten im Wesen beider Rede- 
theile tief begründet liegen, wird wohl nicht bestritten werden. 

srg«kiiu Das Ergebnise dieses ganzen ersten Abschnitts unseres 

MI AkHhi. Capitels geht offenbar dahin, dass 

1) durch Differenzirung der Suffixe entschieden in 
bedeutendem Maasse formelle Scheidang von 
Subst and Adj. ausgebildet ist; 

2) die besondre Behandlung ein und derselben 
Grundform in der Flexion zum Zwecke der ßede- 
theilscheidung eine entschieden untergeordnete Rolle 
spielt. 

n. Al)selmitt. 

Die formelle SckeidnDg τοη Sahst imd Adj. im Eusammengesetztefl 
Znstande. 



Wir haben in der allgemeinen Einleitung dieses Capitels 
bereite die Nothwendigkeit einer besonderen Besprechung der 
Zusammensetzangen motivirt. Sie ergiebt sich einfach aas der 
Thateache, dass daroh die Zusammensetzung ein Sahst, ohne 



b,GoogIc 



191 

weitere Formver&adernng znn Adj. werden kann (ob auch 
umgekehrt darcfa die Composition aus einem A^j. ein Sabet. 
entsteht, ist eine Frage, die weiter unten behandelt wird), 
BO dasa Formen, die eonet nur dem Sabet. znkommen, auch Ina 
Gebiet des Adj. übertreten kunnen; während daa einfache Snbst, 
eich nicht ohne FormTerändernng zum Adj. entwickeln kuin. 
Die Zneammensetznng ist hier der wirkende Factor, der aus 
einem Kedetheil den andern echafiit. Ihr gebührt daher auch 
eine ganz besonders eii^hende Beeprecbnng. Das Gebiet der 
Composita ist aber gerade in den klassischen Sprachen ein 
ausserordentlich grosses und wichtiges. 

Es würde die Grenzen dieser Arbeit weit eberschreiten, 
wenn wir auf all die Terscbiedenen , die Composition berfih- 
renden Fragen näher eingehen wollten , über welche bereits 
eine ansehnliche Literatur existirt. Uns wird die nOthige 
Bescbr&nkung geboten durch den besonderen Gesichts- 
punkt, Ton dem ans wir die Zasammensetznngen ins Auge 
fassen. Danach stellt sich natürlich die Beschaffenheit des 
2. oder schliessenden Gliedes ganz in den Vordei^rund. Ob 
dieses letztere ein Subst. oder Adj. ist und ob dann die ganze 
Zusammensetzung Subst. oder Adj., das sind für uns die ent- 
scheidenden Fragen; und zwar vor allem, ob dabei das 2. Glied 
genau dieselbe Form behalten hat, die es im einfachen Zu- 
stande zeigte oder ob diese Form Veränderungen erlitten 
hat und zwar welche. Dann wird sieb ei^eben, wie häufig 
wir überhaupt den Uebertritt des einen Redetheils in den an- 
deren vorfinden, wie oft dies ohne Veränderung und wie oft 
mit Veränderung des Suffixes geschieht nnd wie sich nume- 
risch alle diese Fälle von Uebertritt in den andern Redetheil 
zn denjenigen verhalten, wo ein solcher nicht stattgefunden hat. 

Dagegen treten für uns zurück die sonst ja sehr wichtigen 
Fragen, in welchem Verhältniss die Zusaramensetzong zu an- 
dern Spracherscheinungen steht (worüber am schärfsten und 
besten an verschiedenen Orten Steinthal urtheilt), in was für 
einem begrifflichen Verhältnies sich die beiden Glieder zu ein- 
ander verhalten, ob wir einen Uompositionsvocal haben u. s. w. 



b, Google 



192 

Ueberechauen wir kurz die neuere Literatur, 
welche bereite über die indogermaiiischen Zusammensetzun- 
gen ezietirt. Besonders anregend wirkte schon der reiche 
2. Tfaeil der Orimmscheu Grammatik, an die sich für die 
romaniecfaeo Sprachen das wichtige Werk von Diez auEcfaliesst. 
Anerkannt werthToll sind Lobecke Arbeiten, die nur leider 
eine feindliche Haltung gegenüber der aeneren Sprachwissen- 
Mhaft beobachten. Bopp hat in seiner vergleichenden Oram- 
matik auch die Zusammensetzung mit gewohntem Scharfsinn, 
nur nicht sehr eingehend, beiiandelt. D^^en ist ihr tod 
J u 8 1 i ein ganz besooderes Werk gewidmet (Ueber die 
Zusammensetzung der Nomina in den indogermani- 
schen Sprachen von Ferd. J u s t i , Göttingen 1861 ) ; hier 
werden mit Vorliebe die asiatischen Vertreter unsrer Völker- 
familie behandelt, während die klassischen Sprachen weniger 
genau untersucht sind. 

Zum grossen Theil von Jueti angeregt sind nun in den 
eOger Jahren eine ganze Reihe τοη Abhandlungen erschienen, 
die meist die Durchforschung specieller Gebiete, namentlich 
aus den klassischen Sprachen, sich zur Aufgabe machen. All- 
gemeinerer Natur ist nur Tobler's Arbeit, die eine philosophi- 
sche Durchdringung des empirischen Materials anstrebt (Prof 
Dr. Ludwig Tobler, Ueber die Wortzusammensetzung nebst 
einem Anhang über die verstärkenden Zusammensetzungen, 
ein Beitr^ zur philosophischen und vei^leichenden Sprach- 
wissenschaft, Berlin 1868). 

Namentlich sind den griechischen Gompositis eine Reihe 
von Arbeiten gewidmet. Die Formation des 1. Gliedes (das 
uns hier weniger interessirt] behandelt. Richard Roediger 
in einer eingehenden Schrift (De priorum membrorum in no• 
minibns Grnecis compositis conformatione Snali oommentatio, 
Lips. 1866). 



1) wahrend des Drucke meiner Arbeit ist mir ferner bekannt ge- 
worden „EonraduB Zacher, de priorie nominum compoeitorum Uraeeo- 
ram partis formstione, H^ie Saxonnm 1873". 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Die Themata aaf a unterencbt Q. Meyer (De nominibus 
Graeds compoBitis. Particula prima. Diss. inaug. Breslan 
1871 ; nur eie § 1 De thematie in Α terminatis rou einem Cap. I 
De thematam conformatione). Zwei Abhandinngen beechäftigeu 
sich vorzugsweise mit den homerischen Compositis, nämlich 
Dr. Berch (lieber die Oomposition der Nomina in den home- 
rischen Gedichten, Eiel 1866) nnd Ferdinand Heerdegen 
(De Dominum compoeitornm Graecorum imprimis Homericornm 
generibas dissertatio, Berlin 1868). 

Zwei andre sind mit besondrer Beachtung des Sprachge- 
brauchs der Tragiker geschrieben, nämlich Joseph Sanneg 
(De Tocabnlorum compositione Graeca praecipne Aeschylea 
diss. inang. Halle 1865) und Dr. C. F. E. Jasper (Zur Lehre 
von der Zasammensetznng griechischer Nomina und der Ver- 
wendung componirter Wörter in den Tragödien des Sophoclee; 
Einladangeschrift des KOnigl. Christianeums, Altona 1868). 

Die Zusammensetzungen der Komiker behandelt Ε i β e le in 
(Composition der Nomina in der griechischen Komödie, ein 
Beitrag zur griechischen Etymolc^e; Programm des Lyceums 
zu Constanz, Schuljahr 1867—1868). 

Endlich beschäftigen sich zwei Arbeiten ganz mit einer 
epeciellen, schwierigen (Jrnppe von Compositis, nämlich 
V. Clemm (De compositis Graecis, quae a rerbis incipiunt, 
dies, inang. Giessen 1867) und Gustav Schoenberg (lieber 
griechische Composita, in deren ersten Gliedern viele Gram- 
matiker Verba erkennen, ein Beitrag zur Stammbitdungslehre 
im Indogermanischen; Dorpater Magisterschrift, Mitau 
1868). 

Endlich ist den lateinischen Compositis die Doctor- 
scbrift von Paul U h d ol ρ h gewidmet (De linguae Latinae 
vocabulis compositis, Breslau 1868). 

So reich nach alledem in jüngster Zeit die Literatur über 
die klassischen Composita angewachsen ist, finden wir doch 
die Formation des 2. Gliedes, die für den Redetheilcharakter 
des Ganzen von grösster Bedeutung ist, entschieden ver- 
nachlässigt, während das 1. Glied vielfach untersucht ist; 



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194 

Boediger, G-. Meyer, Glemm und Schoenberg beeohafHgen eich 
blOBS mit dem letzteren. Die übrigen bekttnimern sich aacfa 
riel zn wenig um das 2. Glied. Es ist aber offenbar durchane 
nicht gleichgültig, ob (wie z. B. in βοίοδώττυλος) dae Sähet 
gar keine Formveränderung erfahren bat und das Ganze 
doch Adj. geworden ist; oder ob (wie in όμορίστριος, ttoL•- 
βούτης α. vielen a.) deutlich noch ein neues Suff, hinzugetreten 
istj oder (wie in δολιχεγχής) eine Uodification des Suff, einge- 
treten ist; oder (wie in άχτήμαηι) ein SufBxwecbeel etattgertmden 
hat. Nach diesem Gesichtspunkt finden wir aber nirgends 
eine Anordnung. 

Ein weiterer Mangel der meisten dieser Arbeiten besteht 
darin, dees sie in ihrem Stoff viel zu wenig vollständig sind; 
oft begnügen sie sich mit einigen Beispielen, wo rollständige 
Aufzählungen sehr wünschenswertfa wären. 

Vor altem aber fehlt ihnen durchweg eine Classification 
aus einem einheitlichen Gesichtspankte. Man hält sich meist 
einfach mit einigen Modificationen an die von den Indern 
überlieferten Classen ohne danach zu fragen, oh hier andi 
wirklich eine priucipiell richtige Eintheilung vorliegt und 
untersucht dann nur, wie weit in den klassischen Sprachen 
ähnliche Erscheinungen vorliegen. U h d ο 1 ρ h classificirt in 
Drandva, Determinativa, Compositio regiminis und Poesessiva ; 
wie man sieht, die alte Eintheilung. Berch hat die homeri- 
schen Composita in Attributive, Objective und Determinative 
geschieden. Ebenso theilt Jasper ein, nur daee er die Ob- 
jectiva Abhängigkeitscompoeita nennt. Ebenso Sanneg. Diese 
drei halten sieb bei ihrer ClaseiQcation an Curtiue. Die von 
letzterem (griech. Gramm. § 359) aufgestellte Eintheilung lehnt 
eich aber deutlich an die ssk. Karmadhäraya , Babuvrihi und 
Tatpurusba an (nämlich determinative, attribotive nnd objeotive 
Composita). Die übrigen, fürs Griechische fraglichen oder doch 
unwichtigen Classen werden weg^lassen. 

Die sechs Indischen Classen sind bekanntlich: 

1) copnlative Zusammensetzungen (Dvandva). 

2) casuell bestimmte Zusammensetzungen (Tatpurusha). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



195 

3] determinatiT« Zneammeoeetzod^n (Karmadhäraya). 

4) coUeotive ZnsamoiensetztingeD (Drign). 

6) pOBeessiTe Zueammensetzangea (BahaTrihi). 

6} adverbiale ZasammenBetzuiigen (Avyaylbhäva) ')• 

So wichtig ntin aacti diese ClaeseD an sich sind, so leuchtet 
doch bei Däherer Betrachtang ein, dass wir sie nicht so ein- 
foch einander coordiniren dürfen; Tielmehr hängen mehrere 
von ihnen unter einander enger zneammen und sind einem 
höheren, sie vereinigenden Gesichtsptinkte zu sobordiniren. 

Dies hat Jnsti bereits erkannt. Er scheidet alle Nominal- 
zusammensetznngen in 1) niedere, 2) höhere (wobei Änschluss 
an Ewald stattfindet). 

Zar niederen Art der Zusammensetzungen rechnet er 
(a. a. O. S. 80): 

1} Beiordende Zusammensetzungen oder Dvandva. 
2) Unterordnende Zusammensetzungen oder Tatpurusha 
im weiteren Sinne. 

A) Determinative Zusammensetzungen oder Rarma- 
dhäraya im weiteren Siuue. 

a) Appositionen bestimmte Zusammensetzungen oder 
Karmadhäraya im engeren Sinne. 

b) Numeral bestimmte Zusammensetzungen oder 
Dvigu. 

B) Casuell bestimmte Zusammensetzungen oder Tatpu- 
rusha im engeren Sinne. 

Allen diesen gegenitber steht die höhere Art der Zu- 
sammensetzungen. 

1) Relative Zusammensetzung oder Bahurrihi. 

2) Adverbiale Zusammensetzung oder Avyaytbhäva. 
Hören wir, was Justi selbst fär seine Classification sagt. 

S. 117 äussert er: .Alle die oben behandelten Wortzusam- 



1) Stenzler fasst in seiner SitnekritgrEimiDatik die Tatpurusha, Kar- 
mailhArayfi and Dvig'u unter dem Mamen „Tatpurualia im weiteren Sinne" 
ZDsammen, so dass eicL• atao 4 Claseen coordinirt sind: Dvandva, Tat- 
parosha im weiteren Sinne, Bahnvrihi nnd Ävjaytbb&va. 

13• 



b,GoogIc 



Ϊ90 

mensetzQngea (nämlich ' die niederer Art) entotanden durch 
Vereinigung zweier Wörter, deren Znaanmentritt dann ein 
Wort hervorbrachte, das seine Stellung im Satze und zwar als 
Glied dieses Satzes einnahm. Es giebt nun eine Art Wortzu- 
eammeneetzung, welche einen ganzen bezüglichen Satz zu einem 
Wort vereinigt, das aber wie der ganze Sata ebenfalls bezf^- 
Uche , relative Bedeatnng hat. Statt za sagen έφάν^ Ήώς ξται 
οί Samahi &<ne ftoda εΐαίν^ zieht man den ganzen Relativsatz 
zusammen und bringt ihn in nnmerale, casnelle und gesohlecbt- 
liche Congrnenz mit dem Nomen, auf das er sich bezieht und 
sagt also έφάνη Ήώς ^Μάχτυίας, welches aber genau aufgelöst 
bedeutet, „Eos, welcher Finger wie Rosen sind." So richtig 
es nun auch ist, dass Justi diese „höhere Art der Zusammen- 
setzung' den übrigen Classen zusammengenommen als eine 
2. Hauptart gegenüber gestellt hat, so ist doch seine Motivi- 
rnng nicht zutreffend. Es ist höchst misslich, die Baharrlhi 
als Znsammenziebung eines Relativsatzes zu erklären, Wenn 
wir ein solches Compositum in einen Relativsatz auflösen kön- 
nen, so folgt daraus doch gewiss nicht, dass es durch Zusam- 
menziehung eines Relativsatzes entstanden ist. Und wo läge 
ein Beweis für die letztere Behauptung? Ist es doch sogar 
wahrscheinlich, dass die Bahuvrihi älter sind als die Rela- 
tivsätze überhaupt, die anerkanntermaaesen nicht sehr alte 
Spracherscheinongen sind, während die Bahuvrihi gerade in 
der ältesten uns bekannten Sprache ganz zu Hause sind (cf. 
Homer, die Vedeu; auch das Gothische gegenüber dem 
späteren Deutschen n. a.)• Uns missfällt ttberhaapt dies Zu- 
rückführen sprachlicher Gebilde ohne Noth auf breitere Aus- 
drucksweisen, Sätze u. s. w., da auf diese Weise sehr leicht 
etwas in die Sprache hineingedentet wird, wofür die Ge- 
währ mangelt. Wir könnten mit ungefähr ebenso viel Recht 
ein Adj. wie rcf^^Fsw- erklären als Zusammenziehung eines 
Relativsatzes, etwa &τακ τψή iaztv u. dgl. m. Die einzige Art 
ein sprachliches Gebilde richtig zu würdigen ist unsres Er- 
achtens nur die Beantwortung der Frage: 1] ans welchen 
Theilen ist dasselbe zusammengesetzt, was bedeutet jeder ein- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



197 

zelne Tbeil ffir sich und was hier in der ZoeammeiiBetziing? 
2) Ist bei ihrer Zusammeneetzang ein neues, formell nicht 
auegedrUcktes Moment hinzugekommen oder nicht? 

Wenden wir dies auf die Bahurrthi im Qegeueatz zu den 
übrigen ZnBammeneetzungen an, so finden wir, dass ein ^$o- 
δαχταλος rosenfiDgrig sich τοη einem (tücht TorhaDdenen) fioSo- 
3άzτυL•ς Rosenänger nur dadurch unterscheiden würde, dass das 
BahuTrlhi adjectivisch einem Snbjeote hinzugedacht wird, wäh- 
rend dies bei der andern Zusammensetzung nicht der Fall wäre. 
Hier ist also beim Bahuvrihi das formell nicht ausge- 
drückte Moment der adjectivischen Beziehung (das ja in 
δάχτυίος durchaus nicht drin liegt) noch hiDzngekommen, wäh- 
rend eine solche Beziehung bei πατροχασίγνητος, μητρόπολις u. a. 
nicht dazugetreten ist; kurz bei ^δοδάχτυ^ς ist das Subst. 
ohne formTeräoderang zum Adj. geworden bloss durch die 
Zusammensetzung, hier Hegt Uebertritt des einen Redetheila 
in den andern vor, bei πατροχασϊγνητοζ u. a. nicht. Bei nähe- 
rem Zusehen ergiebt eich also als Unterschied der Justischea 
niederen und höheren Zusammensetzungen einfach : In der nie- 
deren Classe gehört das Compositum zu demjenigen Redetheil, 
den das 2. Glied hatte, während in der höheren Classe der 
Redetheilcharakter des Ganzen ein andrer ist, als der des 2. 
Gl. war. Dies ist ein schwer wiegender und für ansre Unter- 
suchung hochbedeutsamer Unterschied. So finden wir denn 
aach in der 2. Hauptart der Zusammensetzungen die Unterarten 
der 1. wieder (wie dies auch Justi erkannt hat, der eich auf 
Pänini stützt) nur immer mit dem Plus einer adjectivischen 
Beziehung. '} Wir stellen nebeneinander ; 



1) ADCb Steintbül, Zeitschr. fllr Volkerpsycbol. und Sprachkande 
VI, 8.280 sagt: „die sogenannten PoBBeseiv-Compoeita umfaeeen Falle 
aller Claasen; es sind Ableitungen [??], bei denen es sieb um den 
Debertrittin einen andern Redetheil bandelt," Steintbal veretehl 
hier Dnter „allen Claseen" die 3 von ihm aufgeetellten : ]) Copulative; 
2) Bolehe, wo das 1. Gl. nähere BeBtimmnng des 2. ist; 3) eolcbe, wo das 
2. Ol. voa dem 1. regiert wird (ef, Ιαόαΐος η. dgl.). Dies ist eine aeharfe 
und klare Eintheilung nach dem Terbältniss der beiden Glieder aa eiuan- 



b, Google 



II. Haaptsrt tJnetie hö- . 
here). 

1) Dvandra + adjeotiviecher 
BeziehoDg. 

2) Tatpur. im weiteren Sione 
+ adj. BezieliuDg. 

Ä. Karmadhär. im weit&reo 
Sinne + adj. Beziebaug. 

a. Karin, im engeren Sinne 
+ adj. Bez. Ιώχάποικ)• 

b. Dvigu -|- adj. Beziehung 

B. Tatp. im engeren Sinne + 
adj. Bez. Οτηζόχομύς). 



I. Hanptart (Jnetis niedere 
Art). 

1) Dvandva. 

2) TatpnrUBha im weiteren 
Sinne. 

A. Earmadhärsya im weiteren 
Sinne. 

a. Karmadhäraya im enge- 
ren Sinne (άχρόπολις). 

b. DvigQ. 

B. Tatpurueha im engeren 
Sinne (^μ•ητρόπολις). 

Stehen eich nun auch in dieeer Weise entsprechend die 
Unterklassen gegenüber, so möchten wir doch bezweifeln, was 
Justi S. 118 behauptet, dase nämlich die Bahurrihi τοη den 
niederen Compositionsarten ausgegangen seien. Zwar giebt er 
(auf ders. S.) zu, dass die Bahuvrlhi nicht formell auf jener 
niedrigeren Stufe zu beruhen brauchen; sie sollen aber doch 
ursprünglich von ihr ausgegangen sein. Nun scheinen aber 
die BahuYrihi mindestens ebenso alt, wenn nicht älter als die 
übrigen Composita zu sein. Gerade in den ältesten Perioden 
unserer Sprachen finden wir grosse Vorliebe für die Bahuvrihi; 
so in den Veden; auch im Gothischen sind sie noch zahl- 
reich, während sie im Neuhochdeutschen hinter der Masse der 
ilbrigen Composita ganz verschwinden. Das Griech. hat in seiner 
ältesten Periode (Homer) andre Composita mit Subst. im 2. 
Gl. als Bahuvrihi noch gar nicht sehr zahlreich vertreten und 
erat in späterer Zeit, namentlich bei den nüchternen Gelehrten, 
den Naturforschern, Aerzteu u, a., zeigen sie sich immer häu- 
figer. So tragen die Bahuvrihi gerade eher einen alterthümli- 



der. Wir könnten in jedej 
packt clneeiecireD. 



unserer ClaBaeu weiter nach diesem Oesicbta- 



b,GoogIc 



efa«reii Character, als die andern. Auch wird die erwähnte 
Ansiobt τοη JnBti als Behauptung ohne Beweis hingestellt. 

Wir wenden uns endlich noch g^en Jnetie zn enge Auf- 
faBBung der Bahuvrihi. S. 117 sagt er; ,Jede Compositiou die- 
Bcr bezflglicheu Art ist nun mit Hfllfe des Begriffes des Besi- 
tzes an&ulöeen, also z. B. Eos, welcher Rosenfinger sind, welche 
Rosenfinger besitzt; sofern das besitzende Subject als handelnd 
aafgefasst wird , kann man auch diesen Begriff bei der Auflö- 
sung zu Hfllfe nehmen, ohne aber zu vergessen, dass eigentlich 
nur der des Besitzens in der Zusammensetzung liegt." Wir ha- 
ben uns bereite dahin ausgesprochen, dass wir diesen Auflö- 
snngetbeorieen nicht viel Werth beimessen, hier scheint uns 
aber der Begriff des Habens nicht nur nicht der einzige, 
sondern in vielen F&Uen ganz unmi^lich zu sein. Ein home- 
risches ϊμφολος einheimisch , έπάροαρος auf dem Lande lebend 
α. a. können wir doch entschieden nur darch das Zeitwort 
Bein auflösen, etwa in der Phyle, dem Stamme seiend, auf 
dem Lande seiend (die Phyle drin habend, oder in der Phyle 
habend ist absolut unrnfiglich, weil sinnlos); dasselbe ist der 
Fall bei αμ^βροτος, ίν^ύμιος, έπιδήμιος, έπιδψριος, ίπινεψρίδωζ,έποαρά- 
ΐΜος, χατα&ύραας und sehr vielen anderen, die doch entschieden 
ebenso sehr ein Recht darauf haben BahuTrlhi zu Bein, wie 
etwa apYiixopoz umlaubt (ringsum Laub habend), αμφίαλος u. β. w. 

Ebenso können wir lat. intercuB, utis (ioter und cotis) 
unter der Haut befindlich Plaut. Cic. u. A. nicht mit Haben, 
sondern nur mit Sein auflösen; intramuränue, cisalplnus, trans- 
padänUB lassen sich auch nicht anders erklären. 

Anch im Ssk. haben wir eine ganze Menge ähnliche Bil- 
doDgen, z. B. adhaspadä unter den Füssen befindlich R. V., 
Antaepatha innerhalb des Weges befindlich R. V,, ardha- 
garbhä im Innern des Mutterleibes befindlich R. V.; ίίς- 
vaprsbtha auf des Rosees Rücken getragen R. V. u. dgl. 
Bei noch andern Compos. passt auch der Begriff des Seins 
nicht, sondern der des „Machens, Bewirkens" n. dgl, z. B. 
χατάσχικ Schatten herabwerfend ; ein solches Wort unterschei- 
det sich von όμψίχομος α. dgl. nur dadurch, dass bei ihm nicht 



b, Google 



200 

habend, sondern etwa machend, bewirkend ergänzt werden 
muss; etwa „Schatten herab bewirkend, machend, daee Schat- 
ten herabfallt, nieder -schattend." Aehnlich z. B. esk. av&a- 
daiva (aT&s) die Götter herunter holend R. V. Etwa eigent- 
lich „die Oötter herunter schaffend; machend, dass 
sie herunter kommen" u. dgl. m. Wir werden bei unseren 
vollständigen Aufzählungen noch genug Beispiele derart aufführen. 
— Wenn aber in den weitaus meisten Fällen der Begriff des 
Besitzens allein oder doch am besten passt, so darf uns das 
nicht wundern, denn dieser blasse allgemeine Begriff lässt sich 
gerade in adjectivische Ausdrücke leicht legen. 

Wir dürfen nach unserer ganzen Ausführung also dem 
Bahurrihi nur ganz allgemein die „adj ecti rische Be- 
ziehung auf ein neues Subject, Uebertritt aus dem 
Subst. ins Ädj.* zusprechen. 

Justi stellt nun auch noch zweitens unter die höheren 
Zusammensetzungen neben die BahUTilhi die Avyayibhäva. 
Zur Motivirung sagt er (S. 126): ^Auch hier wird ein ganzer 
kleiner Satz, welchen man stets durch ,iet' erklären kann, in 
ein Wort componirt, dessen 2. Gl. stets ein Nomen, dessen 1. 
Gl. meist ein Indeclinabile ist." — Also wieder die Zusammen- 
ziehnng eines Satzes, nur dass hier der Begriff des Seins er- 
gänzt wird, während oben der Begriff des Besitzens. Diese 
Beiordnung der Avyaytbhäva neben die Bahnvrthi als gleich- 
berechtigte Classe der höheren Gompositionsart scheint uns ei- 
ner der bedenklichsten Missgriffe der Justischen Arbeit, weder 
irgend gnt motivirt, noch in den Beispielen überzeugend. Hit 
Kecht ist mehrfach diese Classe eine Miscbklasse genannt wor- 
den (z. B. von Berch a. a. O. S. 23). Es sind hier Adverbia 
verschiedensten Ursprungs zusammen getragen. Sehen wir uns 
Justis Beispiele (8. 128), aus den klassischen Sprachen an, so 
erweisen sich eine Reihe von ihnen gleich als Zusammenrü- 
ckungen (also nicht einmal niedere Zusammensetzungen, ge- 
schweige denn höhere) z. B. griech. ίπίπαν, χαταμέρας, πα- 
ράπαν, παραπολά, έατρίςυ. &.; lat. obTieni,admodum η. a. 
Andre sind Adv., die einfach von Bahuvrlhis abgeleitet sind, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ζ. Β. ύίηρμίτρως, vielleicbt ^ρμορον, Ιιηίρμορα (wenn dies nicht 
auch Zasamtnenritckungen sind). Die zneammeDgeeetzten Adv. 
aof dov, δψ, δα, deren Jueti einige auffahrt, haben keinen an- 
dern Platz zu erhalten, als die einfachen aof dov, 3ην, δα; sie 
sind nur aus componirten Nominibas abgeleitet, während jene 
aae einfachen; aber wae berechtigt eie, in eine besondere, 
höhere Classe von Zueammeasetzangen za kommen? Stam- 
men sie von Compoaitis der niedern Gl. ab, so gehfiren eie 
nicht her; sind sie aber ursprünglich Casus von Bahnvrihi, 
so sind sie denen anzureihen, aber nicht als gleichberechtigte 
Classe ihnen zu coordiniren. ÄuBserdem führt Justi noch einige 
dunklere Adv. auf, z. B. προνύξ, άντιχρύ α. u. Diese kQnnen 
ihrer Dunkelheit wegen nichts entscheiden. — Wir kQnnen also 
mit Justis letzter Classe nicht einverstanden sein ; die verständ- 
lichen Bildungen lassen eich in verschiedene &äbere Claseen 
eioreihen (wohin wohl auch die unklaren gehören) und bieten 
zu einer Sonderstellung, noch dazu einer so hohen, gar keinen 
Anhalt. ■) 

Wenn wir nun auch an Justis Classification sowie an 
ihrer Motivirung manches auszusetzen haben, so müssen wir 
ihm doch das Verdienst einer im Wesentlichen richtiges, 
einheitlicheren Classifidrung zuerkennen. — Aehnlicfa, nur 
schärfer ist Miklosich voi^egangeo (die Zusammensetzung 
der Nomina im Serbischen S. 3). £r theilt in 1) primäre 
Composita; 2) secnndäre Composita ein. Zu den primären ge- 
hören a) solche, deren Glieder einander beigeordnet sind; 
b) solche, deren eines Glied dem andern untergeordnet ist 
(Karmadhitrafa und Tatpurueha). 

All diesen stehen die secuodären g^enüber, zu denen er 
sehr richtig nur die Bahuvrthi rechnet. Sie beruhen immer 
auf einer der primären Arten und bezeichnen in ursprünglich 



1) Auch Tobler (s. a, 0. S. 74) halt ee nicht für richtig, dass Juelf 
die Ävyajlbh&vft als eigne OUsee der hoebeten Art der Zas. hinetellt, d& 
sie sich „vielleicht eher als AbleituDgen aus ZusamiiienBetxiingen, parseyn- 
tbele auffassen tasaen, überdies nicht zeblreieh and ihrem Begriffe nach 
nicht eigenlhüinlieh genug eind." 



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3oa 

adjectirischer Form den Be^tz der in den Beitendtbeilen ge- 
neniiteii Sacfaen. — Ueber die Theorie des Beeitnee haben wir 
schon gesprochen ; ebenso darüber , ob die einzelnen Arten 
der seciindären ZnsEunmensetzungen auf die einzelnen Arten 
der primären zurückkommen oderihneanor entsprechen. 

Auch Tobler (a. a. O.) erkennt die Claesification ans 
dem besprochenen einen Geeichtepnukte für richtig an. S. 76 
sagt er: „Lc^ech betrachtet ist es nicht einmal gent^end, die 
poeseseiven Composita den determiDativen und casuellen als 
3. Unterart beizuordnen, sondern sie müssen ihnen als eine 
zweite Hauptart von Zusammensetzung Überhaupt vielmehr 
gegenüber gestellt werden, heisse man nun die beiden Haapt- 
arten niedere und höhere , primäre and secuodäre , gerade 
und ungerade, unmittelbere and mittelbare oder noch anders." 
Hier hat Tobler sehr Recht. Nur will er trotzdem diese Schei- 
dang nicht durchfuhren, da die possessiTen Composita im Ver- 
hältniss zu allen übrigen wenigstens in den neneren Sprachen 
nicht zahlreich genug seien. Halten wir diesen Grund nun 
überhaupt nicht für genügend, so fällt er bei den dassiechen 
Sprachen anch ganz weg, da hier gerade die BahaTrShi eine 
grosse Rolle spielen. 

Tobler faset aber auch noch nicht ganz das Richtige, wenn 
er nur die possessiTen (BahuTrlhi) als 2. Hauptart den übrigen 
entgegen stellen will. Er giebt uns eine Andeutung des durch- 
greifenden Gesichtspunktes, wenn er S. 73 zu Anfang des Ga- 
pitels „über die Wortart des Ganzen" einige ZusaDuuen- 
aetznngen namhaft macht, die aus Adj. -)- Adj. bestehen und 
wo das Ganze doch gerade Sahst, wird, wie pianoforte, span. 
altibajo. Wenn nun aber auch ein Adj. zum Subst. werden 
kann durch die Zusammensetzung (seien die Fälle auch noch 
so vereinzelt; einige interessante griech. und lat. Wörter kom- 
men unten zur Besprechung), so haben wir offenbar diese 
Fälle mit den so aneserordentlioh häufigen Bahavr!hi unter 
den einen gemeinsamen Gesichtspunkt des Uebertritts ans 
einem Redetheil in den andern zu bringen und stellen die so 
gewonnene Classe in Gegensatz zu alten übrigen Compositis, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



χ» 

bei denen du Ganze zn demselben Redetlieil gehört, den das 
sohlieMende Glied als einfaches Wort hatte. Wir haben also: 

1) Zasammeneetzangen von χ -f- enbst,, die Sabet. bleiben 
und TOQ X + Ädj., die Adj. bleiben. 

3) Znsammeneetanngen toq χ + Sahst., die nicht Subet 
Ueiben und von χ + Adj., die niefat Adj. bleiben. 

So haben wir schliesslich den allgemeinen GeetchtspnDkt 
gewonnen, nach dem eine consequente, einheitliche ClaesiÖcation 
mitglioh ist, die von Jasti und Mikloeich nur halb erreicht 
wird, der eich Tobler ntifaert. 

Dieser einheitliche Gesichtspankt, dem eich die genannten 
Gelehrten nähern, ist es ja gerade, von dem ans fUr nnsre 
Untersnchong die ZuBammeneetznngen wichtig waren. Er bringt 
Licht in die grosse Menge der Composita und schafft eine klare 
Classification. Wir haben also 13 Compoeita, die den Rede- 
theilcbarakter des 2. Gliedes bewahren; 2) Compoeita, die ihn 
nicht bewahren. 

Hiemaoh sind auch die bisherigen Kamen nicht zutrefftond; 
nur die Justi'schen niedere and hebere könnte man be- 
hidten, sie sagen aber zu wenig, geben nicht dasjen^e an, 
was die beiden Hauptklassen prinoipiell scheidet Mi- 
klosich's primär und secnndär wäre nicht riditig, denn 
daes die Compoeita der 2. Claese auf die der 1. zurfickkommeo, 
hat keine Wahrscheinlichkeit. Attributiv, das Curtias auf- 
gebracht hat, paest nur auf die BahuTrlhi. Noch weniger braadi- 
bar ist Boppe poesessir. Es bleibt uns also nichts übrig, 
als uns selbst nach einem Namen umzusehen und da wir das 
Unterscheidende beider Classen darin gefunden ha- 
ben, dass die einen den Rede theil Charakter des 
2. Gliedes nicht verändern, die andern wohl, so dürfle 
vielleicht die passendste Bezeichnui^ »ein: 

1) compoeita immutata (sc. quod atiinet ad partem 
orationis), unveränderte, immutirte Zusammea- 
setzung; 

2) compoeita mutata, veränderte oder mutirte 
Zusammensetzung. 



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»Oi 

Wenn ηαη dies ftlr nne die beiden Hsnptklaesen siod, so 
ist es klar, nach welchem Princip vrir weiter eiDzntheileu ha- 
ben; nach Erledigung der ersten Frage, ob das Qanze den 
Redetbeilcharakter des 2. Gliedes behalten oder verloren hat, 
tritt nothwendig die andere entgegen, ob dies ohne weitere 
Formveränderung des 2. Gliedee geschehen oder ob eine solche 
eingetreten und, wenn dies der Fall ist, welche? Danach wer- 
den wir folgende Ciaseen erhalten: 

b) ohne Veränderung des Scblussgliedes. 

b) mit Veränderung des Sehlussgliedes. 
a) mit UodificatioD des Suffixes. 
ß) mit Verlust des Suffixes. 
γ) mit Wechsel des Suff. 
3) mit Zutritt eines neuen Suff, an das alte ')■ 

Erst zu einer noch weiteren Eintheilung innerhalb dieser 
Rubriken wird es dann von Wichtigkeit sein, was für ein 
Redetbeil das 1. Glied der Zusammensetzung ist. Noch weiter 
steht f(ir uns die Frage und kann nar nebenbei berficksichtigt 
werden, in was für einem BedeutongSTerhältnies die beides 
Glieder zu einander stehen, ob sie 1) beigeordnet (DvendTal, 
oder 23 untergeordnet und swar dann a) ob das 2. Glied 
das 1. regiert oder b) das 1. Glied das 2. 

Jede der beiden Haaptklassen theilen wir zuerst in zwei 
Unterklassen a) Zusammensetzung von χ -\- Subet. und b) Zn- 
sammensetzung ron χ 4- -^dj. Einer jeden dieser Unterklassen 
schicken wir eine Einleitung voraus, wo wir die schwierigsten 
Fälle besprechen, sowie auch motiviren, warnm diese oder 
jene Gruppe von Compositis hierher gerechnet oder gerade 



1) Steinthal stigt Zeiiechr. TI S. 269 sehr ricblig tod dem Cnter- 
Bchied der Ρΐβχίοα und der Compoeitlon: „Es maee, meine ich, schart ans- 
geeprocben werden: eine Fl ezio Deform besteht ans eiDein Stamm mit einem 
Suff.; ein Compositam ans zwei Sl&mmen, denen als Einheit genommen 
ein Soff, inkommt." Sehr gnt. let nnn β ο die PJexIon von der Gompoei- 
tloD geschieden, eo werden nach demselben Princip die Arten der 
Composita zn scheiden sein naeh den Arten des beiden St&mmen 
gemeinscbaftlicheDiSnff. und dann erbalten wir die im Texte aufge- 
führten Clasien. 



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20S 

hier weggelaeeen wird. Vereinaeltere und unwichtigere Wör- 
ter finden ihre Motiriruog dort, wo sie Im Verzeichnise aofge- 
ftthrt werden. Die weitere Classificirnng geht nach der Form 
des 2. Oliedes und dann nach dem Redetheiloharakter des 
1. Gliedes vor aicb. Am Bnde jedes Abschaitts sowie des 
Ganzen vei^leicbea wir numerisch die einzelnen Claesen and 
ziehen nnsre Schlttsse. 

Hierbei wird es unser Streben sein, fär die einzelnen 
Ciaseen, so weit es uns möglich ist, die Composita voll- 
ständig aufsnztlblen. (Nur lassen wir die ganz zweifelhafliea 
and unentzifferbaren Bildungen zunächst bei Seite). Schon an 
sieh müssen möglichst vollständige Beispielsunmlnngen der 
griech. und lat. Nominalcomposita von Werth sein; auch kön- 
nen wir nur so za sicheren Schlüssen gelangen. Die Ueber- 
siehtlichkeit wird durch die Masse des Stoffes nicht leiden, 
wenn nur alles wohlgeordnet in alphabetischer Reihenfolge anf- 
gefOhrt wird. 

Meist denken wir für jedes Wort auch die Schriftsteller 
anzuführen, bei denen es sich findet; doch ist es natärlieh 
nicht immer nöthig, alle namhaft zn machen. Vollständig sind 
die Citate nur in wichtigeren Fällen '). 

A. Cmpouti innititL 

/. Immutirte Zueammenaetiuni/en von χ + Svihat. 

Wenn es uns daran liegt, uns über diejenigen Composita 

von ζ -^ Snbet. zu orientiren, welche Subst. geblieben sind, so 

werden dabei natürlich nur solche Composita in Betracht bom- 



1) wir halten qdb füre Oriech. bei AufiähtDiig der Wärter bo wie 
meist aucli bei Angabe der Selirifteteller, bei denen sie vorkommen bd du 
TOn P&eeow begonnene, von ßost, Palm and anderen Oelehrten fort- 
geeetite Lesicon (HandirOrlerbuch der griech, Sprache, 5. Aall.; I. Bd. 
1Θ41 und 1847; II. Bd. 1852 und 18ST.). FOre Homerieche benutzten wir 0. Gh. 
Crneina (VollaUndigw griecb.-deatachee WÖrterbaah über die Oedicbte 
des Homeros und der Homeriden, 6. Aufl., bearbeitet von Seiler, 1857), 

FUre Lat. richten wir nne nach Oeorges (Anefehrlichaa lat.-dent- 
Bcbes Handwörterbuch α. a. w. 6. Aufl., Leiptig 1869). 



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806 

HMD, deren 2. Qlied wirklich ale eelbetändiges Sabet. ezistirte; 
Dar dort könnea wir faktisch von SaHuameneetzang eines 
SabBt. mit einem andern Worte reden. Dagegen däcfen wir 
alle solche Composita, deren 2. Glied selbständig nicht vor- 
kommt, vielmehr erst zum Zwecke der Znsammensetzuog ge- 
schaffen worden ist, nicht aufnehmen. Es sind dies ganz ebenso 
wenig Composita von i + Sabet., wie etwa die deuiscben Wör- 
ter Uaehthaber, Beeenbinder, Kleidermacher und an- 
Räbli^ andre, τοη denen doch Niemand behaopteo wird, dass 
sie selbständige Sabst., etwa ein Haber, Binder, Macher 
oder dgl. im 2. Oliede aufweisen. Es ist vielmehr ganz klar, 
dass diese zweiten Glieder erst für die Zusammensetzuagen 
geschaffen sind. Der Verbalstamm wird also erst mit und bei 
der Composition mit dem Sabst.-Su£F. versehen, also liegt ni<dit 
eine Zasammensetzting von χ + Subst., sondern von χ + Ver- 
baletemm + Subst-Soff. vor. Es springt in die Aagen, dass 
dies ein grosser morphologischer Unterschied ist und nnr gänz- 
licher Mangel an Methode kann diese Classen durch einander 
wirren und etwa , Machthaber" gleicbberechtigt neben ein 
„HsusAfir" stellen. Wir möchten dieser Classe den Niunen 
verbal darum nicht zutheilen, weil derselbe bereits anderweitig 
occupirt ist und zu Missverständniesen Anläse geben könnte. 
Da nun hier eine doppelte Synthese sprachlicher Elemente 
vorliegt, indem nicht nur das 1. und 2. Glied der Composition 
zuBammenzasetzen sind, sondern dies 2. Gl. erst noch aus 
Verbalstamm + Suff, geschaffen wird, so schlagen wir für diese 
Composita die pleonastische Bezeichuang synthetische Com- 
posita vor. In den klassischen Sprachen werden ans nun 
sowohl substantivische synthetische Zusammensetzungen ent• 
gegentreten, wie namentlich auch adjectivische; diese letz- 
teren besprechen wir natOrlich erst bei den Compositis von 
X + Adj, 

Im Griech, sind die substantivischen Synthetica 
sehr zahlreich, namentlich in der späteren Zeit, doch bietet 
auch schon die Sprache des Homer eine Reibe solcher Bil- 
dungen. Die Suff., mit denen sie gebildet werden, sind o; τα 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ao7 

(fem. Tt^; τορ, τ-ηρ (fem. τειρα, τρία, rptä)i et» mit iem. 
εια; α; ι; einige zeigen gar kein Saff.; (diese Suff, werden 
wir auch nuten bei den adjecti Tischen Synthetiois wiederfinden), 

Suff. haben wir bei Homer z. B. in χροοοχόος der 
Goldechmelzer (dem gewiss kein χόος, Giesser, Schmelzer, zu 
Grunde liegt); δψορβόΐ und συφορβός der Sanhirt; axuro- 
τόμος der Lederarbeiter; οινοχόος der Mandechenk, χείμάρ- 
ροος Sturzbach (Adj, daneben); πτολίηορ^ος Städtezerstfirer, 
eiD Beiname und einige a. Die spätere Sprache bietet eine 
Menge eubst. Synthetica auf o, z. B. auf γράφος, φόρος, ψονος, 
χομας, νομας, (ψχος, πψος, τοχος, τροφοί:, ηοιοί, εργος und 
viele a. 

Suff, τα ζ. Β. im homer. χυνηγέτης, πυΐάρτης Thor- 
sohliesser, ϊππηλάτα; Beinamen wie νεφεληγερέτα, ίίφιβρε- 
μέττ]ς η. a. Eigennamen wie Ε&ρυβάτης u. a. Für die spä- 
tere Sprache verweise ich nur auf die Zusammensetzungen mit 
30Γ^, δώτης, &έτης, 8έτης, ψέτης, είάτης, ηύτης, φιόντης, ολέτης η, a. 
(Fem. zam Theil daneben auf TtS). 

Suff τηρ bei Hom. z. B, in άμαλλοδετήρ, das in seiner 
synthetischen Formation ganz dem Deutschen „Garbenbinder* 
entspricht; οΙνοποτ•^ρ η. a. Später die auf #cr^/), &ετ^ρ, Άοτήρ, 
αφαχτηρ u. β. (Fem. auf τ&ρα, %, Β, ολέτειρα, 3ότειρα η. a.) 

Suff τορ bei Hom. in ποαδομάτωρ Allbezwinger α. a. 

Suff eu in Zus. mit νομεύς, ψορέυς η. a. Fem. εια, ζ. Β. 
hom. αυσαριατοτόχεια Ungtücksmutter des Heldensohnes. 

Suff, α ζ. Β. in hom. εορύοπα, παρΘενοπίπης•, ferner die auf 
βοάς, αρχής, ωνης, ^ηρας, πωλης u. a. 

Kein Suff. ζ. Β. in χέρνιφ\ später παιδότριψ η. a. 

Im Lat. sind diese Comp, nicht so häufig wie im Griech., 
aber wir haben doch eine ganze Reihe. Die Suff, sind a 
(auch fürs Mesc, wie im Griech.); o; kein Suff. Die Übrigen 
sind nur vereinzelt, z. B. ulo; io; ida, idS, Q. idee. 

Suff α ζ. Β. in agricols m., agripeta m. Ackereucher, 
d. h. Golonist, bubsequa m. Binderhirt, Apenniuieola, homictda 
Cic. u. a., indigena, legirups Gesetzver letzer Plaut., puUiprema 
in. Knabenechänder , Grajugena und eine ganze Reihe a. na- 



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208 

mentlich mit coIb, ctda, geoa. Fem. z. B. puerpera, conjuga, 
tibicina. 

Suff, o: aquilifer Adlerti«ger Caes. u. a.; buetirapue Grab- 
bestehler Plant., caprimnlgus Catall u. &.; nugirendue Tand- 
hftndler Plaut.; causidicue Cic. u.a.; furcifer; Noctifer; eagitti- 
ger Pfeilscbutze Avien.; urbicapue Plaut. Städteeroberer, und 
mehr a., namentlich aof fer, ger, 6cns, auch dicos, spicue, 
loqnus. 

Kein Suff. z. B. in.aoceps; aospex; caniifez; conjuz; 
extiepex Cic. u. β.; judex; tibicen, liticen; pontifex u. m. a. 
(nam. fex, auch epez). 

ulo z. B. in manerigeralua Plaut., aurilegnlus Goldsammler 
Sp&l.; u. einige a. 

io aelten, in crurifragins Beinbruch Plaut., d. h. Einer, 
dem die Beine gebrochen sind. 

ida, idS, onidS z. B. coUicrepida Halsklirrer , Skla?e 
Plaut.; cruricrepida dem die Schienbeine von Schlägen klat- 
schen, Beinklatsch Plaut.; nugipolyloquides (nugae, ποϋ] 
unnützer Schwätzer Plaut.; plagipatida fpatior) Schlägeerdnlder; 
quodeemelarripidee Hälterseinmalfeet Plaut.; numquampo• 
streddönidea Nlmmerwiederloserläast Plaut.; tedigniloquides 
Plant.; virgineerendomdes Plant. — Diese letzteren also nnr 
bei Plautus. 

Nun ist ee durcbaus keine leichte Aufgabe unsre Com' 
poeita immutata von χ -|- Subat. von diesen Syntheticia in 
scheiden. In vielen Fällen, namentlich Im Griech., mnss es 
zweifelhaft bleiben, ob das Wort zn dieser oder jener Classe 
zu rechnen sei. Nattirlich darf anser Kriterium nicht darin 
bestehen, ob das 2. Glied selbständig vorkommt oder nicht. 
Häufig mt^ aaeb dort, wo das selbständige Wort ganz und 
gar mit dem 3. Gliede der Znaammensetzung übereinstimmt, 
trotzdem synthetische Composition vorliegen, indem die Zo- 
eammensetznng ganz unabhängig für eich entstanden ist la 
vielen Fällen haben wir besondere Anhaltspunkte. Die Syo' 
thetica sind, namentlich im späteren Griech., aber auch in 
der besten Zeit, sehr b&ufig, während die Immutata von x + 



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209 

Sabet. Ία der guten Oraecität äurchaue nicht stark vertreten 
sind '). 

Bei der Wicbügkeit der Frage können wir liier einige 
Kriterien n&her ine Änge &seen. 

1) Mit ziemlicher Sicherheit können wir syntbetisehe 
Bildung annehmen, wo das selbständig vorkommende Glied in 
seiner Bedeutung gar nicht oder doch nur gezwangen zum 
2. G-liede der Zusammeneetzung stimmt. 

Ιχι/ηλάτ^ΐ der Sparer, der die Fährte verfolgt Flut. Änth.; 
iXdryji Έαη, das überhaupt nur vereinzelt neben έλατήρ vor- 
kommt, hat die Bedeutung „Treiber, Lenker". Während nun 
der Sinn andrer Composita mit ελάτης ζ. Β. ζευγηΜτης, hm^- 
λάτηΐ u. a. ein ComponirtBein mit dem selbständigen έλάη^ιΐ 
nicht abweisen würde, ist dies bei }χν^λάτης wob\ der Fall. 
Man beobachte auch, wie hier des Syntbeticum und das selb- 
ständige Wort sich gleichsam auszuweichen echeinen, indem 
das erstere immer τα als Suff, zeigt, das zweite fast immer τηρ, 

μια&οφόρος Lohnsoldat Xen., Thac. u. a. {ψορ6ζ= I) gün- 
stig 2) fruchtbar); das Wort ist eigentlich synthetisches Adj. 

Ιππόδρομος der Renner zu Pferde Hdt, {δρ6μος= 1) der 
Lauf; 2) das Wettrennen; 3) die Rennbahn). 

£ι3ροχοεύς der Wassermann; aber χοεύ<: ist ein Gefäss 
n. dgl. m. 

2) Interessant sind die Fälle, wo das selbständige 2. Glied 
ziemlich festen substantivischen Charakter hat, in der Zusam- 
mensetzung aber adjectivischer oder participialer Sinn hervor- 
tritt; so ist φάλαζ durchaus substantivisch, in der Zusammen- 
setzung aber zeigt sich mehrfach deutlicher Zusammenhang 
mit dem Verb, z. B. ^ροφόλαζ, ό und ^, die Thür bewachend 
K. S, ; χρυσοψόλαξ, b and ^ Gold bewahrend ; dagegen haben die 
meisten Composita von φύλαξ subetantivischen Charakter. Hier 



1) Dbb Lat littnD bier bei Seite gelaBsen werden, da es strengere 
Grenzen beider Claeeen aufweist; im Lat. iet der Fall nur eetten, dase das 
2. Gl. der Sjnthetica selbständig vorkommt (cola, geoa, c!da, fer, ger, cen, 
res, dex cet. existiren nicht als selbständige Wörter). 

14 



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aio 

sind die Fälle, die nnr oder doch auch participialeii Sinn 
heben, jedenfalls Synthetica; für die übrigen kann es dadarch 
wahrecheinlicb, doch nicht sicher werden. 

φορέας der Tr&ger, II. n. a.^ Ιξοψορέικ Anth. Vogelleim 
tragend = ίζοψόρος, 

τοχέας der Vater, Hom. HdL α. a. Aber ώοτοχεύς Opp. 
Eier legend = ^»στόχος. 

οδρος der Wächter; aber όδουρός, όν Ear.; οίχουρός, 6v das 
Haas bewachend (aach eubst.). Viele andre sind bloss sub- 
stantiTisch. 

Offenbar ist da, wo manche Composita aach adj. oder 
partic. Sinn zeigen, die Wahrscheinlichkeit synthetischen Ur- 
sprungs auch für die mit sabstantivischem Sinne gross. 

3) In maDchen Fällen ist die selbständige Existenz des 
2. Gliedes eine Täuschung ; so scheinen eine ganze Menge 
Wörter mit einem Subst. πώλης zusammengesetzt, aber πάιλτ^ 
kommt nur bei Aristophanes (Eq. 131; 133] ror und dieser 
löst das Wort bloss zu komischem Zwecke von seinen Zusam- 
mensetzungen ab. 

Die Composita mit φαγος sind häufig (cf. hom. Λωτοφάγος)^ 
ψάγοζ, ό der Fresser, kommt aber erst im neuen Testament vor. 
Es stimmt also die Zeit durchaus nicht. 

πο^ανίκτήρ Hdt, Aristot. Plut. Aber νιπτήρ erst H. T. 

4) Ein Umstand aber, der für den synthetischen Charakter 
Tieler ZusammeneetzuDgen , deren 2. Glied in ganz passender 
Bedeutung selbständig existirt, für uns beweisend wird, ist die 
grosse Menge von Nebenformen, deren 2. Glied nicht selbstän- 
dig Torkommt, deren Bedeutung aber mit der der Nebenform 
ganz übereinstimmt, so dass beide in den Lexicis meist in ein 
und demselben Artikel behandelt werden. Dies scheint mir 
einer der gewichtigsten Gründe für die Behauptung, dass das 
selbständige 2. Glied nnd die Zusammensetzung sehr oft unab- 
hängig TOD einander entstehen, gewissermassen parallel laufen, 
ohne sich zu berühren. Sind diese Nebenformen, für die kein 
selbständiges 2. Glied existirt, synthetisch entstanden, so wird 



nigiUrrlb/GOOgIC 



Ml 

dies offenbar anch böchit wahrscheinlich fttr diejenigen For- 
men, zn denen man ein selbständiges 2. Gl. wenigstens finden 
könnte, wenn nicht jene Nebenform auf synthetischen Ur- 
sprung wiese. 

Man könnte geneigt sein, bei den zahlreichen substantivi- 
schen Compositis mit άρχος eine directe Zusammensetzung von 
X -)- Subst. anzunehmen , da αρχός schon bei Homer als Sahst, 
vorkommt (cf. ναύ-, l•πz-, χώμ- π. τ. a.). Aber hier finden wir 
fast immer Nebenformen auf αρχ:^ΐ; dies Wort existirt aber 
selbständig nicht; die Gomposita mit demselben sind ganz 
gleichbedeutend denen mit €ψχοί und sehr häufig. 

Hier wechselt Suff, ο mit α; noch häufiger stehen sich τα 
und Tt^p gegenüber. So kommt 3οτήρ schon bei Homer vor, 
^ότης aber ist ein spätes, für Zusammensetzungen der guten 
Zeit unmassgeblichea Wortj aber gerade mit 3ι'>της sind die 
Gomposita häufig. Es weichen sieb also wiederum das Composi- 
tum und das selbständige Wort gleichsam aus; χαρποδοτήρ neben 
καρηοδότης Sp. ; aber ίργοδΑτης bei Xen. , μισ&οαότης Xen. Plat. 
Aeschin. u. a. , /<ew«itinjc or. Sib. , χληροδότηζ KS. ; ό^τήρ 
kommt schon in der Ilias vor, aber ein όλέττ^ς existirt nicht; 
dies aber gerade finden wir in Zusammensetzungen, z.'B. dpa- 
xoiiT-, 'M-, imr-. Wieder dasselbe Sichauswelchen. 

βοτήρ kommt vor, nicht aber βότψ\ μηL•ßorήp aberzeigt 
die Nebenform μ^λοβότης. 

δμητηρ h. Hom.; δμητής existirt nicht, aber βοοδμψήρ hat 
die Nebenform βοοδμητήζ. 

Von ίΐάτης Eur. bemerkten wir schon, daes es die 
seltne Nebenform von έλατ^ρ sei; aber gerade mit έλάτψ kom- 
men Gomposita vor. 

ευ und ο wechsein z. B. in Ιξοφορέυς und Ιζοψόρος, ώοτο- 
χέυί und ώοτόχος. 

ευ und α wechseln in μη^νομεύς Anth. und μ^λονόμας Kar. 
Cvόμaζ selbst nicht vorhanden.) 

Diese ganze Auseinandersetzung motivirt es', wenn wir 
eise ganze Reihe von Zusammensetzungen von nnsrer alpha- 

1*• 
n,g,t7cdb/G00gIc 



betiecben Aufe&hlung ansschlieesen, weil sie gewiss oder doch 
sehr wahrscheinlich STnthetiecher Netnr sind. 

Umgekehrt haben wir non auch einige Fälle, wo ee for- 
mell möglich wäre, synthetische Zneammensetzong aazuneh men, 
wo aber die Bedeutung dagegen spricht. 

χολσχαν&οπειρατής Seeräuber auf Schiffen von GUrbissen 
Luc. T. h. 2,37 ist wohl gewiss componirt aus χολοχόν^τ} und 
πεψατής der Seeräuber, das bei Luc. d. a. vorkommt; πεψώα 
sich bemühen, yereuchen, auf Abenteuer ausgehen j aber die 
schon sehr specialisirte Bedeutung τοη πεψατής spricht ent- 
schieden gegen synthetische Zusammensetzung aus πεφώο, 

διαστσλέοΐ ist ganz epecialisirt ein chirurgisches Werk- 
zeug zum Oeffnen geschlossener Theile, Aerzt.; στοματοδιαστο- 
ieO! ist ein solches Werkzeug zum Oeffnen des Mundes. Hier 
ist deutlich directe CompositiOB mit ίιαστοΧεύς Torhanden. 

Die Zusammensetzungen mit χζροζ (wie δρομο•^ λίνο-, &eo- 
u. a.) und xoL•^ (^δημο-, xvtaao-, μουαο- u. a.) sind BubstantiTisoh; 
Bedeutung und Form stimmt vortrefflich. Hier ist es schwer 
an Zusammenhang mit dem Verb zu denken. 

Mehrfach müssen wir im Zweifel bleiben : π/ίώτη]ΐ stimmt 
zu den Compositis (z. B. βου-, μυΟο-, xt^po-, ΰεο- u. m. a.); 
χορυστί/ς zu χαλχο•, imro•; γενι/ήτρια zu Seoyevi/^Tpta\ γεαν^τωρ zu 
&εογΐΛνητα)ρ•^ έΜτειρα zu dt^p-, hm- (aber das Masc. war synthe- 
tisch, also wohi auch das Fem.) ; όΜτις zu γγαντοΜτις (aber das 
Masc. synlh.); φροορητ^ρ zu ampaTOYpoofnjrijp Maueth. 

Wenn wir nun auch vielfach zweifelhaft bleiben mfissen, 
so ist im Oanzen bei ähnlichen Bildungen die Wahrscheinlich- 
keit eines synthetischen Ursprungs grosser, da die Syntbetica 
sehr zahlreich siod, während die Immutata von χ -|- SubsL• 
wenigstens in der besten (Jraecität keineswegs häufig vorkom- 
men und Composita, die auf den ersten Blick wohl Immutata 
von X -|~ Subst. zu sein scheinen, erweisen eich häufig durch 
verschiedene Merkmale als synthetiech. 
'- Nächst der Ausscheidung der Synthetica ist es besonders 

wichtig, die immutirten Composita nicht mit denjenigen mu- 
lirten zu verwechseln, die später wieder zu Substantivie ge• 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



213 . 

worden sind, ζ. Β. τρώΐίζα, Ttrpdjvov (Ädj. noch TOrbanden), 
ίπισφάριοϋ^ fmep&aptov u. viele a. Lat. millefolium , bidanm, 
triTium, triennium u. a. 

Oft, wie z. B. bei millefolinm, τράπεζα^ χροαοχόμη, βόυπ^ευρον 
ein Doldengewäcbs u. a. kann αηβ nur die Bedeutung des 
Wortes auf ursprünglich mutirten Charakter desselben hin- 
weisen. Vor allem bat man darauf zu achten^ ob die Form 
des 2, Gliedes auch ganz mit der des selbständigen Subst. über- 
einstimmt, sonst sind wir sicher, in Ungenanigkeiten zu rer- 
fallen. So muss in έπιαψόριον^ όττβρ&όριον, bidaum, triennium n. 
Tielen a. das neuhinzugetretene Suff, uns davon abhalten, im- 
mutirte Composition anzunehmen. Oft haben wir noch das 
Mutatum nebenbei, woraus jenes Wort entstanden. Doch wäre 
es ganz falsch, überall die mutirten Formen als wirklich vor- 
handen zu erwarten. Wenn die Sprache eine Reihe von Mu- 
tatis mit bestimmten Suff, substantivirt bat, so vermag sie dann 
die Mittelstufe zu überspringen und durch Verleihung desselben 
Suffixes und Geschlechts, welches jene substantivirten Mutata 
hatten, neue Subet. ans χ -|- Subst. zu bilden. Namentlich sehen 
wir dies beim lat. neutr. Suff, io, das dieses Charakters wegen 
bereits oben besprochen worden ist. Derart sind contubernium, 
aeqninoctium, pömoerium, quinquertium, intermundia n, = με- 
ταχόίψια (die Weitzwischenräume); mehrere Composita mit 
eonium, z. B.- biennium n. dgl. Doch Hesse sich für einige 
dieser Bildungen auch eine andere Entstehnng denken, z, B. 
könnte biennium von dem Mutatum biennis abgeleitet sein u. 
dgl. Jedenfalls aber ist eine immutirte Composition von χ + Subst. 
hier nicht anzunehmen. 

Ein anderes Merkmal dafür, dase das Wort eigentlich nur 
Bobstantivirtes Mutatum ist, finden wir in dem veränderten 
Geschlecht. Namentlich haben die substantivirten Mutata 
häufig neutrales Gesehlecht, während das einfache Subst. mssc. 
oder fem. ist, z. B. tnvium, quadrivium, τετράγαον (die Mut. 
trivius, quadrivius sind vorhanden in der Bedeutung „verehrt, 
wo 3 und wo 4 Wege zusammenstoseen* , von Göltern ge- 
braucht, also wobl eigentlich ^auf 3 und 4 Wege bezüglich" 



b, Google 



ai4 

oder dgl.; so bedenten denn aach tnvium, quadririam nicht 
„3 uod 4 Wege", vielmehr etwa nein Dreiwegigee, ein Vier- 
wegiges", d. h. ein Ort, wo 3, wo 4 Wege zuBammenstoseen. 
Dae Ädj. τΐτρά]νος ist auch rorhanden). Dieser Grund wird 
nns abhalten, manches Compositam herzuziehen, das eonet 
rielleicht in eine Reihe mit den Immutatis gestellt worden ist; 
bidnum, tridunm nad dgl. sind urepritogUch Uutata oder be- 
ruhen doch auf solchen. 

Schwieriger wird die Frage, wenn das neuangenommene 
Geschlecht das masc. oder fem. ist; denn wir haben ja gesehen 
(Einleitung des CapO^ dass auch einfache Subst. sogar gegen 
ihre Form maec. oder fem. Geschlecht bekommen können, je 
nachdem sie auf so oder so ein Gattnngswort bezogen werden 
(z. B. Männer, Flüsse cet. ; Weiber, Städte cet.). Dabei blieb 
die Form des Wortes dieselbe. Finden wir nun ein zusem- 
mengeeetztes Subst. von χ -j- Subst., das seine Form zu- 
gleich mit dem Geschlecht geändert hat, so müssen wir 
mutirte Zwischenstufe für wahrscheinlich halten (das Wort ist 
aus einem Mutatum substantivirt) ; hat aber keine Formverän- 
derung staUgefbnden, so könnte das Wort eiu einfaches Immn- 
tatum sein und als solches sein Geschlecht einem bestimmten 
Gattungsbegriff zu Liebe geändert haben, wie das auch bei 
dem einfachen Subst. uiOglich ist. Z. B. μάστιξ ist fem. = 
Geissei; s^br Όμηρομάστιξ Suid. Eust. Od. =: „Geissel des 
Homer" zeigt masc. Geschlecht. Dies hat offenbar seinen Grand 
darin, dass dies Wort als Name einem Manne beigelegt wurde; 
namentlich hiess so der Grammatiker ZoYlos, Im Deutschen 
könnten wir den Ättila wohl «eine Gottesgeissel" nennen, 
nie aber etwa ,der Gottesgeissel". Ganz eine ähnliche Bildung 
ist ^ητοροΐΜσνιξ, 6, 

τραπαλώπηζ, εχος, & = βία ilberall durchschleichender 
Fuchs , d. h. ein durchtriebener Mensch Bekk. Ad. ; άλώπηξ ist 
fem., hat aber hier im Oeschlecht sich offenbar nach dem Worte 
gerichtet, auf das es in Gedanken bezogen wird. 

ΙχιναΧώπηξ^ & der Igelfucbs, Steph. Byz. s. ν.Άζανοί^ ist 
wohl ebenso zu erklären. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



215 

χτ/ναλώπηζ^ txoi, δ die Fachsgftne, eine &gyptieche, in 
Löchern lebende Gänse• oder Entenarti, anas tadorna Linn., 
Hdt. Äristot. Aristoph. Ael. Plin. Hier kommt zur Verände- 
rung dee Qeschleohte noch eine aufilUlige Stellung der Glieder 
hinzu; wir würden άL•>πεx^v erwarten. Doch ist es nicht 
Dothwendig , umgekehrte Stellung der Glieder anzunehmen ; 
denn ee ist denkbar, dass die Griechen dies Thier als den 
„Fuchs unter den GänBen' bezeichneten, es spielt anter den 
Gänsen dieselbe Rolle, wie der Fuchs nnter den übrigen Thie- 
ren, etwa MOänsefnchs". Da nun aber die Gattung, zu der 
dies Thier zu zählen ist, offenbar die χ^νες sind, so nimmt 
das Compositum genus maec. an. 

μυίάχονα Hnndsfliege (= hom. xuvdfiutai ist wohl ähnlich 
zu erklären; doch ist hier noch fem. α hinzugetreten. 

Schliesslich müssen wir noch einige Worte über das Yer• si 
hältniss der Glieder zu einander sf^en. Für gewöhnlich ist 
bekanntlich das erste Glied nähere Bestimmung des zweiten. 
Aber es ist lange nicht genug beachtet worden, dass in einer 
ganzen Reihe von Comp, (wenn auch meist später) das 2. Glied 
nähere Bestimmung des 1. ist, also nach den gewöhnlichen 
Begriffen umgekehrte Stellung der Glieder auftritt. 

tfioivoc, h der Weingott, d. h. Bacchus Aesch. fr. 339 
D. Lycophr. Hier ist die umgekehrte Stellung deutlich. Ebenso ία 

ιπποπόταμος, b das Flusepferd Strab, Gal. u. a. (gew. 
iJTffW ποτάμιος Hdt. Aristot. u. a.). Ganz ähnlich ist 

χαϋοπόταμοΐ^ 6 der Flusshund, ein Thier; Achm. onir. 

? χιηναλώΐΐηξ s. oben. 

χλοιόπουι: die Fussfessel Tzetz. (κλοιός = die Fessel). 

πατρομήτωρ, δ der Muttervater Lac. Alex, (dagegen 
^ πατρομήτωρ Grossmutter von väterlicher Seite). 

^ιζοδάχτυλος, ό die Wurzel des Fingers. Orion Et. 

χαρπόχειρ, δ nach Eust. die vulgäre Bezeichnung von 
χειρός χαρπός die Handwurzel; dies Compositum zn erklären als 
,die Band soweit sie ιαφπός ist", ist offenbar gezwungen (cf, 
Justi S. 293; ^^ veränderte Geschlecht zeigt jedenfalls, dass 

n,g,t7cdb/G00gIc 



216 

χαρπός als r^erendee Glied empfundeti wird (daza vgl. χeψbς 
χοψπός): 

μτιτρό&εος, ij die Mutter Gottee, K. S. Man könnte 
daran denken, das Comp, als „mütterliche Gottheit* zu erklären, 
aber die Bedeutung ist durchaus „Mutter des Gottes." 

απα&οφοίνιξ^ 6 = der Stiel des Palmblattes (απά^η = der 
Stiel, φόινιξ = die Palme). 

χοσμόηολκ:, δ eine Obrigkeit bei den Lokrern, Pol.; 
χόαμοι sind bei den Eretern eine Obrigkeit; wir erwarten 
„Stadt- Kosmos", aber nicht „Eosmos-Stadt" ; das Geschlecht zeigt 
anch hier, dass χόσμος als regierendes Glied emprunden wird. 

πρωτόπολιι;, b und ^ der oder die Erste in der Stadt 
Pind. b. Plut. mor. Byz. 

όποπάναξ, f> der Saft der Pflanze ττάναξ Diosc. {βτζΑχ = der 
Saft). 

&7ζοχιννάμωμον der Saft des χί>νάμωμον Theophr. 

inoxapnamv oder όποχάλπασον Galen, der giftige Saft 
des χάρπασος, auch χάρπααον {^7cbς χαρπάβου bei Diosc). 

ξυλαλόη Holz der Aloe Sp. 

ξαλοβάΧσαμον Balsambolz Strab. 

χαρποβάΐηαμον Balsamfrucht Galen, (sonst χαρποζ βαλ- 
αάμου; βάΐααμον die Balsamstaude Theophr. Strab. α. a). 

μιτόλινον Linnenfaden. 

ΰ^ρόμηΧον ein Trank von Wasser und μηλόμκλι Diosc. 
Artem. Geop. ; die Stellung ,Aepfelwasser" wurde wohl für einen 
Trank passen, aber nicht „Wasserapfel"; doch liegt hier viel- 
leicht nrspränglich mutirte Comp, vor und οδρόαη^ν w&re das 
Neutr. von einem tbeor. 1)3ρ6μηλος = aus 3äü/> und ρ^λον bestehend. 

σποδοχράμβη die Asche vom Kohl (^ σποθός aie Ascbe); 

Ίσυχόμοροϋ die Maulbeerfeige Diosc, Strab. Gal. (μόρον 
die Maulbeere); (zweitens auch der Baum; daneben bemerke 
αυχόμοροΐ, ^ der Maulbeerfeigenbaum). 

^ αενδρολίβανος, ^ der Weihrauchbaum Geop ; Ί^αχκ 
der Weihrauch, doch hat λίβανης auch die Bedeutung Weib- 
raucbbanm, -pflanze; vielleicht „Weihranchpflanze, die zum 
Baum herangewachsen ist"; aber das ist sehr gekünstelt und 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



217 

schwerlich das Richtige. Vielleicht aber nur ein .hochschiessen- 
der Weihrauch" wie• ΒενδρομαΧ^η Geop., eine hochschiessende 
Malye, etwa , Baum Weihrauch", wie „BaummalTe". 

χαυλοχινάρα, ^ der Ärtischokenetengel Geop. (καυλός 
der Stengel, xwdpa die Artiechobe). 

χοχχόδαφνον die Beere des Lorbeer (,χόχχος die Beere, 
δάφνη der Lorbeer; beachte den Geechlechtswechsel). 

Ί ^οδοδάψνη die Lorbeerroee Dioec. 8p. {tii. χηναλώπηξ), 

6ρρ6πισσα das Wäserige des Theers, Theergalle ASt. 
Paal. Aeg. (bei Hippocr. δρρίκ ηίσσηζ). 

6ρρ6μΐΧι das Wäserige des Honigs, Satz d. U. 

ααρχόπαον eiterhaftes Fleisch Hippocr. (,πΰον der Eiter). 

χαν-ηποδες die Knöchel am Pferdefiies Xen. Poll. {_χύ<ον 
dasselbe; also würden wir ποδόχυνεζ erwarten, Fuss-Kaöchel, 
nicht Knöchel-Füssej. 

χρεοχάχχαβος, S der Topfbraten, ein Gericht (χώααβοι;, 
gewöhnlich χαχχάβη der Topf). 

1 ό3οντόχερας Zehn, der einem Home gleicht, 

λΐπιδόχαλχος der Hammerschlag des Eisens Cele. fttr 
λΐπΐί χαλχοΰ (λετζίς = Hammersohlag). 

Viaantivuf onyzartiger Jaspis Plin. 

7 Ιασκο«ά/λ(ος opalartiger Jaspis. 

λι&άργυρος, ^ epama argenti Diosc. Plin.; der Wechsel 
des Geschlechts zeigt, dass iü/hi als regierend gefasst wurde. 

μελίαμβος, ö ein lyrisches Gedicht in 'Jamben (es ist aber 
doch heia Liedjambns, sondern ein Jambaelied!) 

μο&Ιαμβοΐ, h eine Erzählung in Jamben Tzetz. Suid. 

ΙμιμΙαμβοι in Jamben geschriebene Mimen Stob. Steph. B. 
Das Wort ist nicht ganz sicher. 

Ίπλου&υγίεια achter, solider Reichthum Pind. (Reich• 
tbumewohleein geht doch nicht gut). 

■πΐ(9ανάγχη Gehorsam aus Zwang Pol. Cic. u. a. (Es 
mOsste doch Zwangsgehorsam heiseen). 

"i ^ηξόβεμις Rechtsbruch Cic zw. {^ξΐζ der Bruch). 

Wir haben e. 42 BilduDgen angeführt, τοη denen noch . 
manche (c. Θ— 10) zweifelhaft sind. Man beachte es, dass c. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



216 

15 Wörter Pflanzen oder PflanzenUieile, Stoffe aus Pflanzen 
und dgl. bezeichneten; 4 Namen von Tbieren oder thieriechen 
Gliedern; 4 mineralische Ausdrücke; anseerdem noch 6 — 7 
□atarwissenschaMicbe Ausdrücke; also bei weitem der grösste 
Theil all dieser merkwürdigen Composita waren ans dem Ge- 
biet der NaLoi^eechichte. Nur 3 waren Abstracta; 3 waren 
Ausdrücke der Kunst. Die Wörter gehören fest durchgängig 
keiner guten Graecität an. Ana dem Lat. kann man etwa 
meiofolium herstellen; Plin. = ein Apfel mit einem Blatt 
an der Seite (ji^Jlov und folinm); offenbar erwarten wir „Blatt- 
apfel". Das Wort ist vielleicht unter Einfluss ähnlicher grie- 
chischer Bildungen entstanden (wo ja auch gerade Ausdrücke 
aas dem Pflanzenreich ') besonders häufig waren. 

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass diese eigenthüm- 
lieben Bildungen ihren Ursprung dem engen Zusammenwachsen 
solcher Verbindungea wie xapnhz βάλσαμου, δπίις χίψτΐάαοα η. dg), 
verdanken. Später zog man sie fest zusammen, indem man 
dem I.Worte die thematische Form gab, die in allen Zusam• 
meneetzungen das 1. Gl. besitzt und dann das Ganze wie 
eine regelmässige Zusammensetzung bebandelte. Aebnlicfa ist 
Justis Erklärung. Er mhrt (S. 30) aus dem Päzend das Wort 
gö-Qpend heiliger Stier an; die Stellung ist umgekehrt, es 
müsste Qpend-gö heissen. Im Altbaktr. nun findet sich beides 
noch selbständig neben einander. Die beiden Worte sind durch 
ihre beständige Verbindung miteinander so zusammengeschmol- 
zen, dass das Sprach bewusstsein sie als ein Wort aufzufiusen 
sich gewöhnte. 

lieber eine ähnliche umgekehrte Stellung bei andern 
Compos. (cf. χεψοδράχων, iaoifeot cet.) werden wir passenden 
Ortes handeln. Jedenfalls wird in dem grossen Gebiete der 



1) Dieser Umstand, dass im Griecli. gerade die Ansdrlicke euB dem 
Pflanzenreiche tiBuHger die ningekehrte Stellung leigen (die wohl aat 
Btarr gewordenen CoDstructionen beruht), lüeat aicli damit vergleichen, 
dasB im Dentscben gerade die Pllatizeniiamcn ganz besonders die iineigeat- 
liche Oompoeition lieben (also auch starr gewordne Wortverbindongea, 
nnr in andrer Art), of. Griinra Or. II, 631. 



b,GoogIc 



at9 

Zneammeneetzang in weitaus den meieten F&llen das 3. Glied 
dnrch das 1. näher beBtimmt, während das umgekehrte Ver- 
t hältniss viel seltner. ist, aber immerhin sieht ganz mangelt. 

Nun ist aber noch eine 3. Möglichkeit für das Verhältnise οτ*Β4η. 
der Glieder zu einander vorhanden, nämlich die Copulation, 
die Drandvabildung. Bei dieser wird keines der beiden 
Glieder durch das andere näher bestimmt, sondern beide sind 
einander beigeordnet (durch ,ηηα' zu verbinden). 

Mit Unrecht sind neuerdings von Berch (a. &. O. S. 2 
äl.) die Dvandva von dem Gebiet echter Zusammensetzung 
ausgeschlossen worden. Es ist eine willkührliche und unbe- 
gründete Annahme, dass in der Zasammensetzung dnrcbaae 
eins der beiden Glieder das andere bestimmen müsse. Von 
derselben irrigen Voranssetzung geht Tobler ans (a, a. O. 
S. 38). Anf das Unbegründete dieser Annahme hat bereit« 
Steinthal mit Klarheit hingewiesen (Zeitsohr. f. Volk. u. Spr. 
VI, S. 370 fll.) bei Beortbeilnng der Tobler sehen Arbeit, so 
dass ich mich einer weiteren Auseinandersetzung enthalten 
kann. S. 35 hatte Tobler bemerkt, es wäre ungenügend, „die 
Dvandva-Compoeita mit den übrigen einfach darum gleichzu- 
etellen, weil sie faktisch allerdings eine Vereinigung zweier 
Wörter so gut wie die andern darbieten". Aber Steinthal 
fragt mit Recht: „Aber warum wäre denn das ungenügend, 
oder welchen Mangel ihres inneren Werthes hat der Verfasser 
ihnen vorzuwerfen? Wo ist gesagt, dass die Glieder der Za- 
sammensetzung unter einander in einem Verhältnise der Un- 
terordnung stehen müssen?" u. s. w. 

Aber jetzt l^agt es sich für uns, ob in den klassischen 
Sprachen Dvandva-Bildung vorkommt? Wir müssen diese 
Frage für die Comp, immutata durchaus verneinen. Auch 
Ζηνοπο0€ΐ3&ν (cf. Steinthal, Ztschr. VI S. 271) heisst nicht 
„Zeus und Poseidon", sondern ein „Zeueposeidun" (ein 
zensartiger P.) und nur scherzweise wird der Ifame im erste- 
ren Sfune gedeutet (s. Steinthal a. a. O. Anm. S. 271; es 
moqnirt sich Jemand über eine Stadt, die so eng sei, dass 
eelbst zwei Götter mit einem Tempel vorlieb nehmen mUssten). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



330 

Alle sonst ans den klassieclien SprAchen angefahrten Beispiele 
sind entweder gar keine Dvandva oder ursprünglicli Mutata 
(also Dvandra 4- ^j- Beziehung). 

So ist ννχ&-ήμερον offenbar areprOnglich Adj.; das 2. Gl. 
BÜfflmt keineswegs zu dem eelbständigen ^μίρα\ wir müssen 
erst ein Adj. νυχ&ήμερος ansetzen, etwa = ^^ii^en Tag and 
eine Nacht dauernd" and hieron wäre ναχ&ήμερον das sub- 
stantivirte Neutr. , „ein Zeitraum von Nacht und Tag* (cf. 
biduum). Ebenso bedeutet σαΧπιγγοΙογχαπηνάδαι (β. Stein- 
thal S. 272) nicht „Trompeten, Lanzen und Barte", sondern 
,mit Trompeten, Lanzen und Barten versehen", was ein him- 
melweiter Unterechied ist. Für βατραχομαομαχία ist es durch- 
aus ohne Wahrscheinlichkeit, wenn man eine Dvandva-Bildung 
= „die Frösche und die Mäuse" annimmt (wie würde sie Un- 
ten? Ich kenne keine Analogieen im Griecb.; etwa βατραχόμκν 
oder βατραχόμυεςΊ). Es konnte ganz einfach ein μυομαχία 
gebildet werden = die Schlacht der Mäuse (cf. z. B. γψιντομα- 
χία); dies warde dann mit βάτραχο•: zusammengesetzt, etwa 
,der Kampf der Mäuse mit den Fröschen, gegen die Frösche*. 
Da ist von Dvandra keine Spur. 

Das lat. suovitaurilia ist auch offenbar Dvandva + 
adJ. Beziehung; es bedeutet „ein Opfer von Schwein, Schaaf 
und Rind"; offenbar ist dies der Nom. PI. neutr. von einem 
Adj. suovitaurilis = naus Schwein, Schaaf and Rind beste- 
hend", nie und nimmer aber „Schwein, Scbaaf und Rind". 

Im Sek. beschräüken sich die immutirten Dvandva fast 
ganz anf die Composita von Nom. propr. (namentlich Götter- 
namen); sie gründen sich auf innere Wesensverwandtscbaft 
oder Gontraste (cf. Totaler a. a. 0. S. 40 fll.). Die rein ap- 
pellativen Comp, haben neutrales Geschlecht und müssen ebenso 
erklärt werden wie νυχ&ήμεραν, nämlich als substantivirte Neutra 
von Dvandva -)- adj. Beziehung; ahaurätram ^ Tag and Nacht, 
ebenso wie νυχ&^μίρον. So allein erklärt sich das neutrale 
Geschlecht. 

Ferner lässt sich die Entstehung der ssk. immutirten 
Dvandva darch verschiedene Vorstufen, von blosser Zusammen- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



221 

rttckung bis zur Zueammeneetzang hin, beobachten (Tobler 3. 
39; Jueti S. β fll.], so dses es den ÄnecheiD hat, als wenn diese 
immutirten Drandra speciell auf sanskritisohem (oder doch 
ariechem) Boden aufgewachsen Bind. 

Auch dae ags. gisunfader Sohn und Vater tr&gt einen 
anderen Charakter als die ssk. Comp, (man beachte das Prae- 
fix); ebenso ahd. ennafatar-ungo mit einem neuhinzugetretenea 
Suff. (cf. euovitaurilia). In neueren deutschen Bildungen 
glaube ich aber allerdings immntirte Dvanda erkennen zu müs- 
sen; diese sind ganz wie die ssk. eigentlich Znsamme&rückun• 
gen und zwar ebenfalls gerade Nom. propr,, z. B. Oeetreich- 
Ungarn, Luzembnrg-Limburg, Scbleswig-HolsteiD u. dgl. 

Es wäre wohl der Mühe werth der Dvandra- Bildung im 
Indogermanischen eine besondere Monographie zu widmen. Im 
Griech. und Lat. kann ich bloss Dvandva + adj. Be- 
ziehung finden. 

Für die griech, Composila wird es wohl von Werth sein, ori««t. 
wenn wir die homerischen zuerst gesondert betrachten nnd ^^ gg*,^^ 
dann erst ein vollständiges Verzeichniss aller überhaupt vor- 
kommenden folgen lassen, da die homerischen hervorrt^end 
wichtig und dabei doch nicht zahlreich genug sind, am nicht 
Oefahr za laufen, in der grossen Flnth der Bildungen späterer 
und spätester Zeit zu verschwinden. 

Ueberblicken wir , was Β e r c h an immntirten Comp, 
von X 4- Subst. bietet (es sind dies natarlich die Comp, ans 
seiner objectiven und determinativen Claese), so müssen wir an 
seiner Au&&hluDg manche Ausstellungen machen. S. 16 rech' 
net er z. B. za den Comp, mit Subst. im 2. Ol. χώΧηφ die Knie- 
knehle; er theilt χώλ-ηφ\ aber wo existirt ein Subst. ηφ oder 
woraus darf man ein solches erschliessen? Wörter wie χ^νιφ^ 
χέρνφον^ Οψορβός^ sowie die auf χοος^ 3οχικ^ ψορος u. a. sind 
deutliche SyntheÜca. Ein Subst. νιφ^ νφσν α. s. w. ist ebenso- 
wenig im 2. Gl. dieser Composita za suchen, als etwa in Macht- 
haber ein Subst. der Haber u. dgl. Diese eynth. Snbst. sind 
sehr häufig früher eynth. Adj. gewesen, -χοός = -schmelzend, 
■όαχος = -faeaend, -ψαρός = -trt^end α. dgl. Und aus solchen 



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»22 

Adj. sabetaBtivirte Werter sollen für Comp, τοη ζ -|- Sabst. 
gelten? 

atidpafpiov spolia {άνήρ nnd αγρα) kann Neutram einei 
Matatam oder Ableitung τοη einem Mut. sein; nimmermehi 
aber Immntatnm von ζ + Sabst. (die doch allein unter objectir 
aufgeführt vrerden dürfen); ein äyptov esistirt nicht, vielmehr 
liegt deutlich άγρα zu Grande. — Noch ungeschickter ist es, 
weoD Berch deutliche Ableitungen von Zusammensetzungen 
unter seine object. Comp, mit Sahst, im 2. Gl. aufnimmt, z. B. 
ά^ΐόλιον^ dae deutlich von αάπόλος abgeleitet ist, also nicht aus 
Sabst. + Sabst. (etwa aty nnd einem nicht existireaden noiiov) 
componirt ist. Ebenso außomov^ βοηλααίη^ έττε/φοΜα^ xaxofipji^^ 
οίχοψεϋη, noäwxeta^ ^ηξηνορίη^ άγανοφροαόνη , δόλο-, φίλο-, ααο- η. 
m. a., deren einfach abgeleiteter Cliarakter auf der Hand li^t. 
Solche Derivats darf man doch nicht als Composita mit Sahst. 
im 2. Gl aufrühren I Auch die Beispiele für Determinativa sind 
vielfach unrichtig oder ganz unsicher, ohne dass diese Unsi- 
cherheit irgend angemerkt wird; vielmehr werden sie als voll- 
widitige Beispiele angeführt; χαΧαϋροφ^ σιειναίπός u. dgl. sind 
doch ganz unklare Wörter; ττολυχοψανίη , δμοψροαύνη ^ ίάνιψίη α. 
sehr ν. a. sind deutliche Derivata u. dgl. mehr. 

Wir verbannen aus unserer Aufzählung natürlich die 
synthetischen Composita, so wie diejenigen, welche aas 
Hatatis erst substantivirt sind. Von den Derivatie kann 
nicht die Rede sein (es wäre doch die grösste Ungenauigkeit, 
wenn ich z. B. ein durch Suff, σανά von εΰφρων al^eleitetes 
Subst. εοψροαύνη als Zusammensetzung von eö -{- Subet., etwa 
ψροαόνη^ reclmen wollte!). 

Homerische Immutata von χ + Subst. 
α) Subst. + Subst. 
ΤΑλοσόδν^ Meereetochter??; das Wort ist noch nicht 
klar; vielleicht aber steckt im 2. Gl. ein Wort = Tochter 
von V^ SU. 

? Άρ-ηίλαχοί Eigenname, wohl «Areswolf (vgl. 'Apii}tihoc 
im Kampfe schnell; 'Αρψχτάμενος im Kunpf, durch K. getödtet, 



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■ψατο': dasselbe, wahrsobemlich steht das 1. Gl. im Loc, eo daee 
das Ganze bloss Znsammenrilckang ist; die Bedeatnng ist doch 
yermuthlich = wie ein Wolf im Kampfe). 

1 άρματροχιή Wagengleise (cf, άΛαοαχοπιή; σχσιαή bei 
Hom.; aber τροχιά die Gleise erst spät; daher nicht ganz si- 
cher, es konnte Derivat, sein; auch άλαοσχοπή kennte von 
ά-ποΐ kommen). . 

Ί'Αατυάναζ könnte auch eynth. sein. 

? βούβρωστίΐ Elend, eigentlich Heisehunger τοη βοος und 
βφρίόβχω, aber βρώσης existirt nicht. 

1 danedov Erdboden, ein schwieriges Wort; dass dor. 
da = ^ in dem 1. GL stecke, verwirft Ahrens, d. d. Dor. 
p. 80; Ebel, Kuhns Zeitschr. VI, S. 79 and 80 rermathet, 
dass der Stamm dam = Haus in der Gestalt δα auftrete (cf. δω, 
ίνδονί) ; vielleicht war das Wort auch eigentlich Mut-, was durch 
οΐνόπίδον nicht unwahrscbeiDlich wird, w. s. 

δημογέρων der VolksäUeste. 

Δι^μολέων Nom. propr. 

δίαχουρα^ τά die Wurfweite des Diskus, nur II. 23, 523; 
cf. δίιαου οδρα IL 23, 431. 

? είλόπεδον der Trockenplatz Od. 7, 123 (»'εΙΜ^δον für 
Βειλόπεδον; ύλη = die Sonnenw&rme; πέδον in hom. ττέδονδε^ 
ηεόό&εν und dann h. Cer. 455; aber cf. οϊνόπεδον). 

ζυγόδεαμον Jochriemen. 

&υραωρός der ThitrhOter, Beiwort der Hunde [es ist 
wichtig, dass es Beiwort ist, es könnte synth. sein). 

Ιππόδρομοι:,, 6 Rennbahn für Pferde. 

7ίπ7ζοχορυστής der Rossegertlstete (,χορυστή'ΐ = der Ge- 
rüstete; es ist Beiwort der Helden und kann adj. gefasst wer- 
den, roBsegerüstet). 

ϊβτοπέδ-η Fase des Miwtbaums. 

χυνάμυια die Handsfliege. 

"i μηλοβοτήρ, ηροζ [βοτηρ vorhanden, aber doch Syntb. 
möglich; vgl die Formen a,u.i βάτης), 

μητροπάτωρ, b der Muttervater (wegen der Form, die 
von πατ^ρ abweicht, s. unten). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



?? olvoitedou das Weinlftad (walirecheinlicb Keatmm τοη 
dem Matatnm oh»a7te3<K = weinreich, was ein Weinland ist; 
dies Wort nlacht aach den immntirtea Charakter der übrigen 
Cotnposita auf ntdov zweifelhaft), 

'ϊόρσο&άρη vielleicht Stiegenthflr, eine Thür, zu der 
man hinansteigt (das Wort ist nicht klar; vielleicht ist in dem 
1, Gliede ein theor. Äbstr. 5ρ<κς = die Bewegung, Erhebnng, 
das Aufsteigen? Αραοτριαϊνης heisst „den Dreizack bewe- 
gend", ^φο6&ριξ „mähaenstrikubend', όριήπους „schneltfaesig, mit 
bewegten, beweglichen Füseen"; da nun &upm auch = σανίδες, 
ezistirte vielleicht ein Mut. ^ρσό&υρος = mit bewegten oder be- 
weglichen Flügeln oder Riegeln?) 

πατροχασ1^ν:^τος 

Ί πατροφονέυζ (^oidui: bei Hom. vorhanden; wir haben 
eine Kbf. πατροφόνος^ es könnte synth. sein). 

ηο3άνιπτρον Wasser zum Fasswaechen ivhrrpov kommt 
erst später vor). 

«υλαωρός Synth. niögli9h. 

"ίπυραγρη Feuerzange iäγpη existirt nur in der Bedeu- 
tung Jagd, Beute). 

ταμβοχοή das Aufschütten des Qrabhtigels (χοή = Weibe- 
goss). 

Ύάμπολις Mom. propr.; = Ύώτων πό^ς. 

Τχαλχοχορυστής Beiwort der Helden (s. hmox-). 

Von diesen 28 Comp, sind c. 14 nur einigermasseo sicher, 
die äbrigen 14 sind fraglich, zum Theil sehr fraglich. 

ß) Adj. + Subst. 

άχρόπολίί^ ιος die Oberstadt, die Burg, nur Od. 8, 4Ö4. 
504, (in der II. getrennt αχρη πό^ς). 

^ άλαοσποπιή die blinde, nachlässige Wache (oxcMtc^ ; aber 
vielleicht ά-πΐη zu accentuiren ? Vielleicht Ableitung von 
άίαόαχοπος). 

Έτΐόχρ-^τες die wahren Ereter, die ürkreter. 

ήμίανοΐ, ^y selten ό der Maulesel, eigentlich Halbesel, 
(cf. ^μΐ&εος^ das adjectivisch gebraucht wird). 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



225 

1^μιπέ^ίχχονΕ&\1>&ιί, Axt mit einer Schaeiia (πέ^χκον 
Torbandeii , aber nnr = Griff oder Stiel der Axt; cf. auch 
matirte Bildungen wie '^μίβχοινον^ ί}μι</φΰάριον u. a. Nnr πέλίχ^ζ 
= Axt). 

1•^μιτάλαντον (vielleicht Mut, s. das TOnge). 

liaOKeSov der gleiche Bodea, der ebene 0-rund (cf. 
olvairtSou). 

Καχοίλιος^ ή die UnglQckeilioe, böse Ilios. 

χαΧλιάναααα (cf. χαλλίαιν^ xt/^t^oc; hinter dem λ von 
χαλός stand wohl ursprünglich noch ein Consonant, entweder j 
oder F; daher das doppelte k im Comparativ und in der Gom- 
position). 

χαλλίχοΧών^ Schönhügel, ein Hagel bei Troja (xoluoi^). 

Aeuxo&i^ N. pr., wohl = weisse Göttin. 

Παναχαιόι die Gesammtachaeer. 

ΠανέλΧηνεζ 

φεαδαγγελοί 

ώμογέρων unreifer, d. h. frischer Greis, 

Von diesen 15 Comp, sind etwa 11 ziemlich sicher, 
c. 4 unsicher. 

7") Partikel +; Subst. 

"Αϊρος = Michtiros, Todesiros, nur Od. 18, 73 (in Ver- 
bindang mit Iros). 

δοσμήτηρ Unglücksmutter. 

Δόσπαρίζ^ wz Un gl Ucksparis. 

εϊαοδοζ Eingang. 

? Ii/auiloc Höhlung, Rinnsal, Giessbach. 

ΊΙπαρη die Verwünschung. 

"i ίπιβουχ6λος der Rinderhirt; immer βοων έπ• άνηρ^ also 
wohl adjectirisch und zwar synth. (cf. die auf ^o^oc, sowie 
lat. cola). 

? έπιβώταιρ Hirt; vielleicht Oberhirt? vielleicht direkt von 
imßaaxto. 

έπιμάρτυρος^ fi Zeuge bei einer Sache. 

ΊίπΙουροΐ Aufseher (vielleicht synth., vielleicht direct 
vom Verb). 

» 

nigiUrrlbyGOOglC 



226 

^πιποιμ^ν, 6 n&d ^, 

"ϋπιωγαΐ, αί sichre Uferstellen, Rheden [}<ay^ der Schute). 

ίψορμ-η Zugang. 

"i μκτ άγγελοι der Bote. 

^δμ-^γαρις {ί>μώ und 3jupK\ vielleicht eynth.)• 

πρύίομοί, i dae Vorhaus. 

? συνέρι^οί, f/ Mitarbeiterin (nur l/»^c, ^ = der Arbeiter 
fär Lohn). 

t ΰποαμώς der SklaT (cf. das Fem. &ηο^9εΐοα; vielleicht 
direkt TOD οποδαμάαι). 

ΤΤπο&ηβαι II. 2, 505; schon einige der Alten wollteo 
fori ^βαζ lesen. 

ίιψηνίοχος vielleicht eigentlich Unterwagenlenker, dann 
W^enlenker. 

Also 30, von denen c. 11 unsicher, 9 ziemlich sicher siod. 
5) Pronomen + Subst. 

αατοχαβιγνητ•η leibliche Schwester. 

aiJrozae/^vjjTOi• leiblicher Bruder. 

Α^τόλαχος 

Im Ganzen Im Homer Imm. von χ + Subst. c. 66, von 
denen c. 36 ziemlich sicher, c. 30 unsicher sind. Die Zahl 
ist also recht gering, namentlich wenn man sich nur auT die 
sicheren stützen will. 

Ueberblicken wir die gesammte griech. Literatur, so er- 
halten wir doch eine ganz ansehnliche Zahl von Immnt. ans 
X -|- Subst. Man beachte hiebei aber, dass diese Comp, zum 
weitaus grössten Theile der späteren oder gar spätesten Zeit 
angehören. 

α) Subst. + Subst. 



Grct. Ibb- &γγο3•ήχη Alb. 

+ Snist αγχυβομηλη vermutblich eine 
Sonde. 

ά/ρο/ΐΐτων Feldnachbar Flut. 
? α/ζοφυληξ 



άΛίλψάττΜς Dlon. Η. 
atQOxiQa^ Luc ν. h. 
dsQoxiafbnp Luc. V. h. 
&ΐζ6μίΙι Ath. 

aiyißoatg die Ziegenweide. 
Alflnav Ziegenpan Plut. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



? αΙ/ο)ΐερας, τος Bockshorn ;eiQ 
Kraat (wohl Mat.)- 

? alyoksä-qoi Ziegenpest (ein 
Kraut, wohl Mnt.)- 

? αΙμίΜτααις blatetiUendes Mit- 
tel, Oal. 

άχαν&όχοί^ος Stachelschwein. 

άλαβασιροα^ήχη Dem. 

? άλάδ^ομος Lauf übers Meer 
(Synth.?) Arietoph. 

άλ^Λα^ον Oal. 

Άλί'ξανδζοχόλαξ Äth. 

άλΐνρ&μανης Mehlprophet He- 
eych. 

άλιάειος Meer ad 1er Aristot. 

άλιχοβίων 

αλψέαϋΐν Aristoph. 

ίιλίπεδον Xen. Theophr. 

αλιπλΑιμων Meerlunge, ein 
fisch. 

ήΛ/πι^ος Salzkäse. 

? αλίψλοιος Meerrinde, eine Ei- 
chenart (Mut.?) Theophr, * 

? 'Άλοσύδνη Hom. 
άλψηο^ηχη. 
άίψηόμαντις, 
Άλωπεχόννησος Dem. 
αμα'ξύποάες Hesych. 
αμα1ξοτρο)[ΐά Poll. 
αμμοίςομος Sandplatz zam Rei- 
ten. 
άμμοχονί« Kalksand Strab. 
αμμίνιτρον PI in. 
&μμόχ^αος Plin. 



äfMr«2c(vdiiWeinbIütheLac.T.h. g 

αμπελόπραβον DioBC. 

αμπελίφολλον Weinlftub. 

^ν^ραποι^οχιήπίΑο; Gal. 
.? ΑΎδςβράστ(ΐια Aristoph. (syn- 
thet.?) 

άνδρίανιοί^γάτης Tzetz. 

uvä^oylyaq Riesenmana Callim. 

άνόςάδομος Mäunerspeisezim- 
mer Hesych. Snid. 

ΆνδξοΙί4α Beiwort der Athene, 
Manngüttiu. 

άνάζοχάηηίος Q&l. 

άνίρόηΜς Jüngling τοη männl. 
Geeinunng Aesch. Soph. 

άναρόττορνος Sp. 

ανόρόσψιγ'ξ Sphinx mit Männer- 
kopf und Brust Hdt. 

ανψοζάλη Btllrmieche Bewe- 
gung dee Meeres. 

άνεμοηόλεμος Windkrieg, leich- 
tes Gefecht; spät. 

ΰνηϋίλαιον Gal. (ttvij&ov). 

? äv9-(>a»oyivf<stg Koblenerzeu- 
gung Plut. (ungewies). 

ävS^QwnoyvayeToi' Menscheo- 
walke Giern. AI. 

άΐ'^ρωηοΰαίμων Gottmensoh 
Eur. 

αν^ροιπομάγΐί^ος, 

^Αργοναύτης. 

t άργνρογνωμων Geldprober 
Plat, Arietot. 

αργνρο^ηχψ 

άργνροταμίας. 

Άρπαναανος Troddel des Ares, 



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«k. itm. kähner Änsdrock fBr Krie• 
h sitat gö' Aesch. 

7 ΆοηιΪΛχος Hom. 

a^tffrjtrEtffvw Vereinigting von, 
Frühstück u. i. Alexis bei 
Ath. 

? Ί^^χτο^ίίαξ Arat. phaen. 

? li^xtfiügo; Netzwächter Xen. 

ά^μάμαξα bedeckter Wagen 
Hdt. Xeo, 

&ζματοτζοχΜ Ael. 

? ^νςι^ός Lammsänger. 

α^ο&ήχη Sp. 

^τόχρ(ας eine Pastete. 

άρτολά/ανον eiD Eucben Ath. 

? ^^2'*/)'''^°$ Erzeogel ')• 

? άρχαγέτας Name der laked. 

EOnige, Plut. 
? άρχαγός Enr. 
? ^/^Α-ΐίς Oberherrscher 

Aesch., Soph. 
? άρχ(γζαμματΐίς 1, Schreiber 

Pol. Plut. 

? Αρ;ίίίρ60ς Oberpriester Hdt. 

Plat. u. a. 
? ^ρεννονχος, 
? αρχι9έωρος Atietot. 
? άςχίχλωψ Erzdieb Plat. Arat. 
? αρχιχοβίςνητης Plttt. n. a. 



? &(ixuivy^ig. 

7 α(ΐχιλ^στης. 

? ^x'J'Mij'si^og Plat. 

? ΑρχΙμιμος Flut. 

? ii^j);(0(tO;|;6o( Plat. 

? ^jffTTft^r^g Plat. 

? άίΐχίπαίμψ• Ν, Τ. 

? aQxniQseßtvriK• 

? ΰξχιτάαοη• Hdt. Xen. Plat. α. a. 

.7 α(^;κ£λύίΐΊΐς Oberzöllaer. 

? &qxivnaciti<niii Plut. 

? αξχιφώρ. 

i&QXi- ist wohl = ö^x^; für 
die Bedeutung vergl. oneer 
Haupt in Hauptdieb n. 
dgl. ; dasSubst. wird schUese• 
lieh fast partikelhaft ver- 
stärkead ; vielleicht sind 
manche dieser Wörter ei- 
gentlich Mut.) 

ασχοΗλαχος lederner Sa,ck Ari- 
stoph. u. a. Kom. 

ΰσχοπήρα Suid. Poll. 

αοχοπνιΐνη Lederfeldüasche. 

atntQOiivQaoQ die SternfackeL 

?äffTOfevo;Oa8td.Slädter Aesch' 

α^ξαμέιιοΰι,ς Steigen u. Fallen, 
Ebbe u. Flath. Strab. Ab- 
a. Zunehmen von T^ α. 
Nacht Ptolem. (μείωσις exi- 
stirt). 



t) Die EechtfertiguD^, weswegen wir das 1. Glied der Wörter, die 
mit Αρχ-, (^j)^• begiDneo, für mSsIicherweiee enbst. halten, wird nnten ge- 
geben werden (wobl αρχή; etwa der Herrech-engel u. dgl,). 



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έψζ&γαΧα Oal. 
αψ^όνιτ^ν Oal. 

7 βαΧανάγ^ SchlQssel Hdt. 
Xen.; Schloss Pol. Plat 
(aber3i)'()anar=Jagd,Fang; 
daher Dicht klar.) 

βΐλο^ηχη Heeych. 

βεΧοΰψενΰίινη Pfeilschleuder 
PInt, 

βιβΧιο9ή*η Pol. Strab. u. a. 

? £αβπορος Hdt. Strab. Aesch. 
n. a. (vielleicht Zusammen- 
racknng.) 

βονβωνοϋ^Χη Aerzt. υ. Gels. 

βοναάτΐηλος. 

ßaixsviQov Et. M. Greg. Naz. 

ßovxOQvCa starker Schnupfen 
Snid. 

βουμιλία eiDC Eschenart Tbeo- 
pbr. 

βοννεβ^ος grosses Hirschkalb 
Aesop. 

ßoiatatg grosser Junge Äri- 
stopb. u. a. 

βοοιι»1μην Rinderhirt Anth. 

βόυΟϋχον grosse Feigeoart He- 
sych. Et. M. α. a. 

βόνι^αγος. 

βόντηρος Plut. 

βςογχοχήλη Aerzt. 

βρωματομιξαπάτη dnrch ge- 
mischte Speisen bewirkter 
Bcbädlicher Genuss, Sinnen- 
reiz Anth. 

βυρααΐίτος Lederadler Aristoph. 



βν^βοπαφΧαγών Aristopb. flwk- i»"- 

? γαζοψνλαξ Ath. u. a. 4. snbiL 

? j-ttliaj-eaWieselfalleTbeophr. 

γαπεδον, 

γαςέλαιον Gal. 

γαστζϋοολος Banchsklare. 

/αστροιο'ημη Gal. Et. Μ. (daneb. 
γ-μία, γ-μίον). 

? ^etffinovirorspringender Bal- 
kenkopf. 

γβροντογρφίιο, τό ein alter Kerl 
wie ein altes Weib, der 
Skythe in Äristoph. Thesm. 
1199. 

γε^οντοδιόάβχαλος Fiat. 

γΐζοντομανία Alterstollheit, Ti- 
tel einer £om. des Anaxan- 
drides bei Aristot. rhet. 3, 11 
(nicht gut möglich von ei- 
nem γψανής abzuleiten). 

? γεωφίλαξ Suid. 

γψιάτταλος, ErdpUock, ein 
Kettig. 

γήπΐδον Grundstück Plat. Ari- 
etot. 

γλωβοοπ^ίη 

γραμμ ατοάιίάσχαλος 

? γ^αμματοψνλαξ 

γςνπαΐΐτος (γζόψ} Greiiadler 
Aristopb. 

γνιοαέδη Pind. Acsch. Ορρ. 

γννΜχΰδεΧψος Sp. 

γυναιχαϋΧφη Sp, 

γυναιχύνηρ weibischer Mann, 
Dat. Y-S(icaat Epicharm. 

? γυναιχι^αατής Poll. 



b, Google 



Tti. Im. ? vwaiiioxXiotb Ehebrecher. 

η SnbBt 

(- Srtrt. yt;eofio»T»C 

άαχζολίο9^χη Plin. 

iasnvXoiix^tj die Breite von 4 

Quer-Fingero Poll. ίίοχμή). 
δαμαΧοπαδιον Ealhsfues Α], 

Trau. 
? δΰπείον Hom. α, a. 
άαφνέλαίον Sp. 

isiQoxijteXXov laughaleiger Po- 
kal Luc. Lexiph. 

όίιροπέίη Sp. 

^£ν<)ρολά;{ανα Theopbr. 

Λει-όρολΙβανος Geop. Weih- 
rauchbaam (vgl Stellang). 

ίίνΛοομαλάχη hocbschteeeende 
Malve Geop. 

äe^KMtiitl HalsBcbÜDge Anth. 

? όίαμοφίλα^ Lac. α. Sp. 

? ίημεραστης Plat. 

δημογίοων HotD. 

? ίημοΛύάΰχαλος, 

ίημοχόλαξ Dlon, Η. u, Lac. 

δημοπίαηχος Volksaffe Ari- 
stopb. 

διααρααιποίΐται Bürger, die sieb 
den bßrgerl Lasten entzie- 
hen, durchschlüpfen wollen 
Aristopb.jon. Λαίρι^σ- Phryn . 
in Bekk. An. (^itadgaetg dae 
Entlaufen). 

^ιοννΰΜχολαχΐς Sp. 

^ιοννΰόπολις Arr, peripl. 

Λιόηαις Anth. 

Jlffxovqa, τα Hom. 



δο^ατοα^ηκη Hesych. Et. M. 

aoQvdQinnvof Antb. Plat. n. a. 

δονίοδίδάσχαίος 

JwlonoXtg 

δονρο9ήχη Poll. 

άοομοχήρνξ laufender Herold, 

Eilbote Aeechin α. a. 
δβοαόμελ* Gal. 

δζοβοπάχνη Retftbau Ans tot. 
ίροοβάλανος die Eichel Strab. 
?d'ptJi/'o)'^etü>'abgelebter,gleich- 

eem abgeschabter Greie 

Heeych. (das 1 Gl. nicht 

klar; δρ&ψις ist nur theoret. 

anzueetzeo; δρνψια» = das 

Al^eschabte). 
? δρνψόπαις verlebter Knabe 

Kesych. 
ίδεσματοαήχη Poll. Schol. Od. 
? siλ63teδov Hom. u. a. 
? ΐίργμοφίΧαξ 

? ίίρηνοψύΐαΐξ Χθο. Aesch. α. a. 
? €ΐρχτοψ6λαξ 
δλαιαχόνη Wetzstein, den man 

mit Oel zum Schleifen 

braucht, cob olearia Paal. 

Aeg. 

ίλαιόμείι das Manna des Oel- 

banms Di ose. 
ίΧεγΐΐοίίοιψτις (.viell, synth.) 

Gramm. 
iXetoaiXivov Theophr. 
'^Ελλψογαλάται 
Έλλψ-όπολις Steph. Byz. 
'ΕΚληνοταμίΜ Thuc. Plat. u. a• 



b,GoogIc 



ίντεζοΒπιαλοχήλη Netz- α. Darm- 
brnch zugleich Oal. 

ϋντΐροκηΐη Gel. Diosc. Foll. 

ίπαχτροϋέλης echueUsegelnder 
Nachen der Seeräuber, Ae- 
BChia. Ärietot. Lexic (^-o>' 
= Nachen der S., χ4Χης =■ 
Jacht). 

ίζΐόξνΧον Baumwolletaade Ul- 
pian. 

Έρμαδηνη Cio. 

'Εςμάνοϋβίς, ίος Anth. Greg. 

Naz. 
''Ε^μ4οως Plin. 

^Ε^μηζοκλης CiC 
'Έρμοχαϊχό'ξαν&ος kom. Name 

Äristot, 
'Έςμοχοέωιι Name, Strab. Anth. 
*£«μόΑ(ηος Ν. Hdt. 
"^Ε^ιμόηαν 
'ΕρμόχοΙις Hdt. Strab. Plut. 

Steph. B. 
ίςατοϋαμη u> ί-ος. 
ίζωιοπαίγνιον Gell. Prise. 
? ίσμογύίαξ Geop. 
ίχίναλ<ΰπ7!ξ, ο (β. oben unter 

S. 314). 
ζΐυγίόδεαμον Riemen an der 

ζβ{γλη, Heaycb. 
Ζηνοηοϋειίών Macbon bei Ath, 
ζνγόόεομον Hom. u. a.; ΰ ζ-ος 

Arr. 
£^üy orger« VI? Phot. 



? ζωμοτάοιχας Brühe von ge- erak. ihm. 

salzenen Fiscneo, als opoct- + eibit. 

name Alexis bei Atti. (viell. 

Adj.). 
^hgmov Pflanzenthier. 

ηδνΟμκίΟ&ηκιι PoU. 
ηΧιοχάνΆαροςΑ. Mistkäfer Alex. 

Trall. 
^(ή^βμον FrdhüngBblume 

Diosc. PUd. 
? θιάΜβαέξως Name eines 

Schiffers (wohl mut.). 
9-αλαΐίβοχζάμβη Geop. 
9αλαΰ9ομέόων Nonn. diw. 
Ο^αΙασηόμε^Λ Dioec. 
^aXattafatatq 
Θεόδουλος 

&doirog Weingott Aescb. (Stel- 
lung, β. S. 215). 
d -εοχή^ξ 

9-ΐομανης Plat. α. a. 
960μαρτνς 

θεομ4ίοη• Name, Diog. L. 
α^εομήοτως göttlicher Rather, 

Aesch. 
9εομηιιαζ ES, 
^εοπαις Anth. α. a. 
&εο7ΐάτωρ ES. 
3•ίότανρος Mosch. 
? ^εοφύΧάξ 

? &εσμοφνία1ξ Thac. η, a. 
&ηρκίν3^ρω3ΐος Tbiermensch. 
&ηριονάρχη Plin. das Erstarren 

der Schlangen, eine Pflanze ; 

νάςχη = dae Erstarren 2) 

e. PÜauze. 



b,GoogIc 



βτΛ. m. ϊ dTteavQOtfivkai 
ϊβη SniMl. „ , * 

4- sabBt ew^toiuatTtfThanDuiswabrsa- 
ger Arietoph. 
Sooqio-itiqoM die Thurier, wel- 
che den Persern DachäfTen, 
nur Kom. dee Metageoes, 
bei Ath. 

^υγατρότΐχνον Tzetz. bist. 

&νμοξάλμη DiOGC 

^ωραχοζωνη PaDzergort Schol. 

n. 

1 ιαμβέλεγος, h ein Metrum 
(aber ϋεγος 1) Elogelied 
2) Gedicht in Distich. Nnr 
ilsyStov =4aB Metrum des 
Distich.) 

ΙααμέλΜον A^t. (Ιόαμη"), 

ίαΰπάηξ Pün. (β. obeo S. 217). 

laeaonakhog (s. S. 217). 

Ιατρομα&Ίΐμαιίϋόί Α erzte, welche 
Heilkunst und Astrologie 
verbanden. 

Ιατρόμαια 

Ιατςόμαντις Aescb. 

ϊ<αβοθοφκΐτής ES. Byz. 

(^λα(ον Synee. febr. 

? tsQoätdaoxakog Dion. U. u. a. 

ίΐ^οχατήγορος Ankläger des 

Heiligen ES. 
ίεςοχήςνξ Opferherold. 
? ίεροΰαλπιγχτής Opfertrom- 

peter PoU. Inscr. 
? ΐβζοφ^αξ Eur. 
'ίχαρομ^ιπηος der Ikaros- 



menipp, Titel einer lukia- 
nischen Schrift. 

ίμαντ£λ*ϊμάς Verschlingung der 
Riemen, ein Spiel. (εΧίσσω). 

? ίμαντίλιχτεός Seüdreher, So- 
phiemendreher. 

ϊμανταηϋη Anth. 

ιματιοα^ηχη Hesych. 

? ιμ«τιοχάΐίηλος Loo. Peeudol. 

? ιματιοχλέιπης Diog. L. 

? (μαηοφόΐα^ ES. 

ΊααύΧις 

ΙηνοΧέβης Luc, Lexipb. Äth. 
Ofenkessel. 

*ππαχο>τ«Γπ)ς Arr. Poll. 

invaXsmqoiav Arietoph-, ein Fa- 
beltbier. 

tjmayäqamoq Rosemensch. 

ΙΐίπΆαψος Rosshirscb Aristot 

? maMqttOriiq Ael. 

? ΐππ£ρο( Pferdeaucht, nach 
'ίκτερος, νόερος, mit Anspie- 
lung auf d. alte ερος Ari- 
etoph, Nub. 74. 

αζ Rossfilret Aesch. 



ίκηιατρος 

ίπποβουχ^ος Soph. Eur. 

ίτπιόάίσμα, τά Eur. 

ίηπο'ίατρος 

ϊηποχώιΆαρος kom. Wort bei 

Aristoph. 
ίτιποχένταορος Xen. Plat. Lac. 
ίηπολώια3•ον Diose. Gal. 
ίαπομάρα&^ρον wilder Fenchel 

Theophr. Diosc. u. a. 
ίτΐποαέίη Hippiatr. 



b,GoogIc 



ίηποηη^ι Mantel sack. 

? «ππόπορνοΐ, h α. η (einfach 
ΐίόρνος Μ.ηόρνη; in der Zua. 
aber beide GeschL auf o, 
was nach Mnt. anesiebt). 

Άιττοποσΐΐιΐ'ών Poseidon ale 
Schöpfer des PferdesHesyob. 

? ιπποπόταμος Strab. Gal• U. a• 
(&. S. 315, β. auch nnten 
bei den Mut. von χ -\- Ädj.)' 

«ιητοσ^λινοί' Tbeophr. Dioso. 

Ιηηάβτααμος Pferdestall. 

? ttmoarafftg dase. 

«nTTornntt»' 

ίππάτιγρις grosse Tigerart 
Dio. C. 

ίττίΐόιιλος Durchfall der Pferde 
Hippiatr. 

ίτταιηοξόιης Bogenschütze za 
Pferde; Hdt. Aristoph. Thac, 

innoTQay^ofpoQ ein Fabelthier 

ίττποβραια , τά der Pferde- 
schwanz Arat. (ονζαΐον u. 
PI. der Schwanz). 

ίτιποψεως grosse Art φi^Itς. 

ίτιπόφλομος, η die Eänigskerze 
Plin. 

? Ίπαώναζ 

? taioßoevg Pflagbaum, -Deich- 
sel Hes. (aber βοΐύς Riemen 
am Segel ; d. Bedeutung 
nicht klar). 

ίβτο&ηχΐ] 

laToxsQaia die Mastsegelstange 
Orph. 



Ιβτοπέδη Hom. u. a. 



flnt. Ihm- 
T*n finbit 
Ιοχαδοχάςηια, τα getrocknete •)- subet 

Feigen mit Mandeln und 

Nüssen, Arr. 
ϊχ^ΰχεντψιν PoU. 
Ιχ»νμέδων 
Ιχ»νό3^^ Fiechthier KS. 

ΙχΘνάκοΧλα Fischleim Gal.Geop. 

Ιχ&υόμαντις Ath. 

Ιχνοηέίη Fassfessel Anth. 

ΊωνάτοΧις 

χαλαμά^ρωσκς Rohr- od. Scbilf- 
gras Diosc. 

>ιαλαμο3'φιη 

χαλσπονς der Holzfuss. 

? ααμηλέμπορος Strab. 

χαιμιλοπαςίαλις Giraffe. 

»anydXaioy Rauchöl Gal. 

χαρδιόαονος Gal. 

? »αςδίοψνΚαζ 

χαιριοβάλϋαμον Balsamfmcht 
Gal. Cs. S. 216). 

χαρπόίίΰμα, τά Gal. 

? χαρποφίίλα^ 

xaqnöxfiq, ο nach Euet. vul- 
gärer Ausdruck. 

xaqviXatov Kussöl.Gal. 

χαο»ον«ΰτης Nnssschiffer Loc. 
V. h. 

χανλοχινάζα Artiscbokenstengel 
fS. 217) Geop. 

xeifiiXMov Plin. Aet. 

ΧΒίξΐΧότη Plin. 

Κίδ^ολις Aristot. Tbeophr. 



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t- ΚεΧτΙβηρες Strab. 
'. ΚεΧτολΙγνδς Strab, 

ΚεΧτοσχύ»αι Strab. 

xtvιQoμvQalvη Stachelmyrthe 
Theophr. 

7 xsQxoXv^oi Λ. Ranschezitter 
Alcman bei Zonar. (statt 
xQSxoX-X 

xegolaS, ο {χέρας, οϊαί) Schiffe- 
tau für die Segelstangen 
Luc. navig. 

Χί<ΤΤβοιΤφΐνδΟνη Li ν. 

? xsffiQOfuL•^ 

«ίψαλόίεΰρος 

χεψαΧοτ^νπανον Gal. 

χηποτϋραννος Diog. L. 

? χψτου^άς Plat. u. a. 

? χψιοφύλαξ 

χηζάν&εμον DiOBC. 

χηοαχάτιις Plin. 

xηQέL•ιov Gal. α. Sp. 

? χηροηομά^γμη Wachsniii- 

schlag Qal. 
χινναμωμέλαιον Gal. 
χΐζβοχήλη Erampfaderbruch 

Qal. 
χιααάμπελος 
χισσώ^εμον 
χιικοχό^μβος 
κιιτσόψνλλον Sp. 
χιτςόμηΧον Dioec. Geop. 
χίτζάφνλλον Geop. 
χαζόφντον Geop. 
χλανσίγΐλαις mit Weinen ge- 



nÜBchteB Lachen Ath. Plot. 

Xen. 
? xXfiaofviaS 

xhvimaXti das Ringen im Bette. 
χΧίνάποος Geop. Et. M. 
χ\(ΛΟπονς FoBBfessel ixkotög = 

Fessel; cf. S. 215 Ql. aber 

die Stellang) Tzetz. 
χνηχέίΜίΜν Safloröl Diosc. 
xvtiiiMMv Diosc. 
χνιαοΰηεςμα d. Same der Breun- 

nessel Alex. Tr. (dan. x-ov). 
χνισσοχόλαξ Bratenschmarotzer. 
χοόνμαλον Ath. 
xotXiöiovXog Sp. 
? χο»ιωνο9(φλαξ. 
χοχχψΛ]λον. 

χολοχννα^οπειςατής Luc. 7. h. 
χονταβίο^ήχη. 
χοπροΘ^ήχη. 
χοπτοτιλαχονς eine Art Kuchen 

(= χοητη) Ath. 
χοζων(χάβη ein altes Weib, das 

das Alter der Krähe und 

der Hekabe vereinet, Anth. 
xoaxtvayvQog. 
χοαχινόμαηίς. 
χοσμοίεσπότης. 
χοσμνπολίτης Diog. L. Sp. 
χοαμοοώ'ααΧον eine Pflanze. 
χονςαφροόΐτη jungfräuliche A. 

ProcI. hymn. 
χραμβασπαραγοςϋϊηΚτΒΜίαΒΟρ. 
χρατοτύ^αννος Gewaltherrschet. 
? xQBÖyQa Fleischzange Ari- 
stoph. n. a. 



b, Google 



χρεοχάχχαβος Topfbreten Äth. 

(Β. S. 217). 
Χζΐω9ήκη Gl Ο BS. 

x^t^aXtvqav Gerstenmebl. 

7 χςι^^άμαντις. 

χρινάιζ&βμον. 

nQivdXatov. 

χροχόμηλον Alex. Tr. (vgl. Wod- 

μήλον S. 216). 
χρομμυοριτΐΐον Theophr. 
Κρομμυόννησος Zwiebelinsel 

Plin. 
χρομμοα'ζβρεγμία Zwiebelrülps 

Aristoph. il%-a). 
Κςόνιππος sehr alter Narr Ari- 

stoph. 
ΚζονοβαΙμοη' ^ Κζόνας, ein 

schwachsinniger Alter. 
Κ^ανο3-ψη Kronoskasten, alter 

thörichter Mensch. 
ΚζονοΚιιροζ alter Schwätzer. 
Kqovoai^Mv. 
χροτο&ό^βος Lärm v. Schlagen 

a.HändeklatecheDPlnt. o. a. 
mßöxvßoq Sp. 

χνδωνάμελί Di ose. 

χιι^ρό/αβλος, 

χνχλιοδιβάοχαλος Dichter, der 
seine Dithyramben zur Auf- 
führung einäbt Aristoph. 

χνκΧαμόλφδος der runde Blei- 
stirt Anth. 



Κομινάν&η Ath• enh. Ural• 

χομινο»ηχη Poll. ^ ertit 

xoμ^voxlμß^lξ Kümmel knicker 

Enst. 
itv»ä«av9-a Aristot. 
χν»αλ(ύπηε, η Aristoph. α. a. 
χννάμοια Hom. u. a. 
χυνηποδίς Knöchel am Pferde- 

fusB Xen. Poll. CmW daee. ; 

β. S. 216 ill., d. Stellung). 
xvvoßoQU Hundefutter Tzetz. 

bist. α. β. 
χονόδίομας. 

χννόδονς Arietot. Xen. u, a. 
χνν6όων. 
χυνοχάρδαμον Hundekresee 

Diosc. 
χννόχανμα Hnndstagshitze 

Dioec. 
? xmoxEVT^ov eine Pflanze He- 

Bych. 
χονοχράμβη Dioec. Geop. Gal. 
xvvlihmog Hnndswolf. 
χνν&μαΧον Hesych. 
χυνομορον Gal. 
ίΐννόμ-ϋΐα. 
χννοη&ταμος Flusshand Aohm. 

onir. (cf. oben S. 215 fll., die 

Stellung der Glieder). 
χυνόηραοον Hippiatr. 
xvrÖQoiov Theophr. 
χννόρροδον Plin. 
χΜη/λαγμός Stesich. bei Schol. 

11. {νλαγμός II.) 
χνούλάχων Steisslakonier , d. 



b,GoogIc 



onk. inu h. Kaabenechänder Hesych. 

TOB SlftBt ^, 

+ siint. Phot. 

χωμογραμμ ατΐίς, 

χωμό}ΐοΧ»ς Strab. 

χωμωόιΐί4ίδάβχαλος Dio Chrys. 

χωμ^^ο/^Λκ^ς Äuth. 

χωμιοόοΜάακαλος Anstoph. 
Änstot. 

αωμίύίοτζα/ψόός Snid. 

Χαγοχνμινον Hasenkämmel 
Gloee. 

λίίγωπνζος HasenweizeD Hipp. 

Ααψοπέ^η Halsband Antb. 

? XMoilnieiov Hodeneack Poll. 

? Χαμητ^ζοχλέπτης, 

Χαοτ^οηι AdUi. 

λαχανοα'ήχη Äth. 

? ? Χει,ηοατςατίώτ}ΐς wer als Sol- 
dat zurückbleibt, App. Pun. 

Χειςιοαολψανΐμώνη ein Brei aas 
Lilien und Anemonen Pbe- 
recr. bei Ath. {ηοΧψις Nudeln, 
d. mitBrei gegessen wurden; 
ob die Stellung umgekehrt?) 

Χΐχανόμαντις Strab. 

Χΐοντομΰρμηξ. 

Χβοντόπαςδος Acbmet. onir. 

? AeonoTf^TaXoveiDErautDiosc. 

ΧχονιοτιΙ&ηχος Byz. 

ΑεονταηοΧίς Strab. 

Χΐόηαξδος^ 

ΧεπΜχαΧχος (β. S. 215 fll Stel- 
lung!) Hammerechl^ des 
Eisens. 

kevito3iad&8 Sehen des Weissen 
Plut. (OppOS. μίΧαν^έα). 



Χιβανομάννα. 

Χ(βαν!>μαντις Eust. II. 

Xißhvmoq Arietot. (anch Xißo- 
yoiwg). 

ΑιβνφοΙνιξ Mischung vonLibyer 
und Phöniker Pol. 

XtäaqYVQog, η spums argenti 
Diosc. n. a. 

? Χι9ογνΐύμ(ον. 

Xi9oitvSQ0v DiOBC. 

Λ(9οχόλλα Diosc. 

? λιμίνοφόλαξ. 

Χιμνο&αΧαβίία ein See von aus- 
getretenem Meerwasser Ari- 
stot. Strab. Ha£F Gal. (die 
umgekehrte Stellung wäre 
passender.) 

Χψνόστςΐον Aristot. 

Χιμοχίμβιΐξ Hungerleider Eust 
Od. 

λιμοχόΧαξ. 

Χιμοψώρα Hungerkrätze Ηΐρ- 
piatr. (gewöhnlich Χψόφω- 
ροί). 

Λινό^^ς Diosc. eine PQanze. 

Χινοχαλάμη Flachshalm. 

Χινοχΰζοξ Hesych. 

Χινόαπΐ^μα. 

ΧηρόμηΧον Tzetz. 

ΧογΙατρος Ärztin Worten Galen. 

λογόόειπνον Wortschmaus Ath. 

λογοδιάςροια Ath. 

Xoyoiiäacxaiog Sp, 

λογομάγείζος Suid- 

XoyatQonog Diog. L. 

λογχοδςέπανον Νοηα. dion. Byz. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



λυχάν&ρωαος βρ. Aerzt. (auch 

adj. mit νόαος). 
λυχϋοηβς Gal. 
Αοχολέων Äristot. 

Xvxoaitviaiitov Diosc. 
ilvxoSD^o^t ein Edelstein Flin. 
/Ινχοφί,Ιίβ tflckische Preund- 

ecfaan Plat. n. a. 
? λυκόφως Dämmerlidit. 
? λοςαοιίός Änth. 
λνςοψΜνιξ Juba bei Ath. 
Ινχνέλαιον Alex. Tr. 
λοχνααοΧις Lac. v. h. 
μοιγγανοδοΛμ^ν Zauberdämon, 
Μαγνόαολις Strab> 
? μαγωαή Hesych. 
μαβτίχέλΰίΐον Diosc, 
μαστόίΐβμος Gal. 
μΐλαν9έλαιον Diosc. 
μβλίαμβος (s. 8. 315 fll.). 
? μελιχαρίς, ^ος. 
μελίλωιος Theophr. Diosc. (dan. 

μ-τον). 

μελίμηλον Diosc. Geop. 

μεΜααις Antb. 

? μελισσόφνλλον ein Kraut Theo- 
phr. Dioeo. (aach μ-ος, ^). 

μβλίψνλλον Diosc. α. a. 

μεμβραφόη eiD Sardellengericht 
Aristonym. bei Ath. 

μετεω^οαοφιβτής Anstoph. 

μβτεω^οφέναξ Aristoph. (^φ4ναξ 
"Windbeatel). 

? μβτοιχαψ&ίοζ Xen. 

μηλάνα^ψ 



μηλιαο^μός. 6 

? μι;λο/9οηίρ Hom, u. a. 

μηλόμβλι DtOSC. 

μηλοπέπων Gal. 

μηL•πίaxoiς Gal. 

? μι^ΐο^ιόΐα^ Sp. 

μηναγνζτης Titel einer Kom. 

des Uenander, 
? μι;Μ]γο9(ίΧα^. 
μι^νοτιίραννος InsCr. 
μητοαγνξίης Aristot. Titel einer 

Eom. des ActiphaDes. 
? μηIQάό£λφoς, δ u. ξ (bemerke 

das Fem.; sonst nnr η ά-η; 

es sieht adj. aus). 
μητςό^εος KS. (s. S. 215 fll. 

über die Stellung). 
μητροχαβίγνήτιι Aesch. 
μητ^ομήιωζ, dor. -μάιως Piod. 

Ael. 
? μητζόξβνος Bastard. 
μψβοπάρ&ενος ES. 
μψζοπάιωρ Hom. u. a. 
μιμρόαολις Hdt. Thuc. Find. 

Aesch. Soph. Xen. n. m. a. 

? μψίαμβοι Stob. ö. Steph. B. 
? μ^^^ηΐ'ΐς Miscbgriecben Pol. 

Plut. Inscr. 
μισ^όίουλος, 
μ»(ίλΐνον Lionenfaden (s. S. 

215 fll. über die Stellang.) 
μοΙνβδόχαΧχος Sp. 
? μοτοφύΧαξ. 
μονβοΜοίαζ Dion,^H. 
μοννομ^ωρ AesCh. 

? μυά^ξα PoU. Antb. 



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iL iMM. μνάχαν^ος Theophr. Dioeo. 
" antat (aach μ-α Νοαη.). 

μνγαλέη, att. μν^αλ^ Spitzmaus 

Hdi. ArietoL u. a. 
μυ9-Ιαμβος Tzetz. Erz&hluDg in 

Jamben (die Stellung s. S. 

215 äl.) 
μν9•ιιηοζΙα, 

μν^όλατ^ις, h Greg. Naz. 
μνιαχννα Hesych. (Stellung, cf. 

S. 216 fll.) 
μυΜβόβη Fliegenwedel , Me- 

nand. bei Ath. u. a. 
μviΐQyάt^|i Α ath. 
μυλόίοΒς Euet. Od. 
μνλόβαρζ Hesych. (= μύλη, 

Mondkalb). 

? μνλωρός. 

μοοίοττ'ρος Gal. 

μυοηαρων leichtes Kaperschiff, 

Cic. Sali. Plut. 
μοράχαν&οςϋΪΆ^ Pflanze, Diosc. 
μυρμιιχάν&ρωπος Ameiseu- 

mensch Fherecr. bei Ath. 
μορμοτέπίζ Ameise u. Orille 

Tztz. bist. 
μϋροβάλανος Arietot.Gal.Diosc. 

u, a. 
μορο»ψη KS. Et. M, 

μvqάh^)τoς Phot. 
μυροΛίααόχηρος Salbe aus wohl- 

riecheDdem Oel, Pech und 

Wachs. 
μψρινακαν&ος Myrthendorn 

GloBS. 
μϋροινέλαιον Diosc. Oal. 



? μηρτοπέτα^ν eine Pflanze 

Plin. Diosc. 
μνχκιείον ein Ort im Versteck, 

vom Hades, Phot. 
? μύχονρος. 

μωροανχΟν = συχόμβρον. 
ναχοδαίμων. 

ναχοτάπης zottige Tapete Byi. 
? νΰοφϋλαξ Tempelhüter Eur. 

Adstot, 
? νοΜψάλαξ Schiffsh. Soph. 
ναρίεργατης. 
νανμέδων Lyc 
νανβιτιέδη Luc. Lexiph. 
ναύ<ηα9μος Pol. Plut. u. a. (ge- 
wöhnlich -öv). 

vavTonfditov Hipp. 

? ναυφνλαξ Aristoph. 

νβχραχαόημϊα Todteoakademie 
Luc. V. h. 

νΒχρο^χη. 

νεχρολατρίΐα Todtendienst. 

νίχρομαντεΐα Sp. 

νεκρομαντείο* Cic 

νεχρόμαντις Lyo. 

Νεχρόπολις Strab. 

ν$χροπορ9'μβνς. 

νεκρόιαγος Todtenfüret Lyc. 

? νεχροψύλαζ. 

νεχϋομαηέιη Sp. 

νεχοομανιε'^ν α. Jon. -Ttfov Hdfc 
u. a. 

νεχνόμαντις Strab. 

νερτερομαντις. 

NεψtL•xivτaυρoς Luc. v. h. 

? ΝεφιΧοχοχχνγΙα Aristoph. 



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? νΐθίρκ)ψν)ιαξ. 

? νηαοψύλαξ. 

1 νηααοψύλαξ. 

Ntitoxpifitv. 

Νιχόΐΐολις Strab. α. a. 

νομοδιίάαχα^βς Κ. Τ. 

νομοχκνων KS. 

? νομοφνλαξ Xea. Plat. Dem. 

Äristot. u. a. 
vo^α7rιJi)(ω'rtκSftdoβtwind.PΓOcl. 

par Ptol. 
νυχιαίηος Hesych, 
νυιαέτιαρχας BefebUbaber der 

Kachtwache Pandect 
ννχτΐρέτης Anth. 
νυχιιίιέζο3ος der nftcbtlicbe 

Auf- and Untergang der 

Sterne. Ptol. 
? νυχτιχϋπτης u. vmcio- 
ννχτικοραζ Antfa. Arietot. α. a. 
νυκτόμανιις Poll. 
ννχιοηόλεμος näcbtl. Krieg. Byz• 
ννμφογέ^ων greiser Bräutigam 

Theod. Prodr. 
ξενοχ^Ιτης Ricbter der Frem- 
den Enst. II. 
ξΐνοχνστατιάτη nächtl. Beischlaf 

bei einer fremden Fraa, 

ÄQth. 
ζενό^αβις Fremdenberbei^e 

Soph. 
ξιψ)Λζίπανον Hesyeh. 
ξ*φο&^η Heeych. 
ξιφομό^αι^α Aristoph. Thesm. 

1127, wo es der Skythe 



ξιαομάχαφα aneapriobt; »tA- imm- 

Theop. com. bei Poll. .|. amHt. 

^ohtioj} das Aloebolz A6t. u. 

Sp. (beachte die Stellung 

der Gl., S. 216 fll.). 
ξνλοβάλακμον Holz des Balsam- 

baums Strab. 
ζνλο&ηχη Ath. 

ξυΧαχβίβαία eine Art Zimmt Byz. 
ξολοχαβτέλλιον Sp. 
ζολοχί^άτιον Sp. 
ξοΧοχιννάμωμϋν Zimmtholz, 

DioBC. Plin. Geop. beachte 

die Stellung, β. S. 216 flL 
ξνΐόχολλα AU. 
ξνλολνχνονχος Holzleaofater, 

Alexis bei Atb. 
ζνλοίαιης Diosc. 
ξυλάμαχΒζ ind. Gewürz AI, 

TraU. 
ξνλοπέίη Sp. 
EvXmoXtq Ptol. 
ξϋλότιυ^γος Ann. Gomn. 
ξυλόσπογγος Schwamm an einem 

Stock Hippiatr. 
^nXoxUQtta, τά bölz. Schreib- 

täfelchen Eost. Od. 
ξν^ο&ήχη Poll. 
? ξυιsτqoψύL•ξ Artem. 
οίόμΐτζον Wegmeeeer Tzetz. 

biet. 
? iioviayQa Aristot. Plut. Poll. 
oioyionfQag Zahn, der einem 

Hörn gleicht. 
ϋοντοσμηγμ« Zahnpulver, 

Gloss. 



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cL !■■■ ϋορτοτύ^αννος ZahnktJnig, ein 

'• SBbd. Wurm im ladae od. Ganges 

Pallad. de Brecbm. 

? ί>ίοφίλαξ Hdt. EuBt Od. 

6ζο»ήκη Cyrill. 

? οΖκο)ΐοΜ«ί)ος Aeecb, (v. L, 

ohcodieitMva Plut. Babr. Poll. 
ο!χο(ί£(Γπότ>;ς Alexis bei Poll. 
? οίχοΜί«• Ae8chiii.Xen.Thuc. 

Flut. u. a. 
οίχοπίναζ Aristaeoet. 
οίχοσχη»; Hansrath. 
οΙχοτύ^αΐΊΌς Antb. 
? οίχοφνληξ Aesch. Auth. 
7 οΐχ&νιχξ Hesych. 
οϊνάνθ^η 1) die TrE^eknospe 

des Weius Scholl. Theophr. 

Soph. 2) Weinblüthe Geop. 

3] Blätter α. Blüthen des 

WeiüBtocks, auch d. ganze 

Rebe Arietoph. £ur. 4) d. 

1. Flaum Find. 
οίνίλαιον Oribae. 
? οίν^μποζος Artem. 
1 οίνβ^αατης Ael. 
olvayaXtt ΉΙρροοΓ. 
οΐνόγαρον Aet. 
? οίνοίννάστης KS. 
oivo&^ Geop. 
οίνοχάπηίος Sext. Emp. 
οΐνόμε^ Antb, Sext, Emp. Plut, 

Pol. a. a. 
οϊνομψωρ. 
1 oivoiceäov Hom. 
? οίνοψϋλαξ Sp. 



(Λνοχάρων. 

6ϊατσ&ήχη Poll. 

οϊωνόμανης Eur. Dion. H. He- 
sych. 

ό^οβοχόλλιζ Brod in Gestalt 
eines Ol Heeyoh. 

'Όμ^ιροχέτιροιν, b Homerfetzea. 

ΌμηρομάΟτιξ Soid. Eust. Od. 
όμματόφνί,λα, τ ά. 
όμφαχόμβλι DiOBC. 
7 &ν§ιρ6μαντις, b <λ. η Aeech. 
α. a. 

άνοχέντανρος 8ρ, 

δνόηνζος Theophr, Plin. 

7 όνόρογχρς eine Pflanze; ein 

Scbimpfwott. 
όνόσχορίον. 
όζάΧμη Brühe ron 5^ς α. SjI/i^, 

Aristoph. Arietot,, Oratio. 

bei Ath. 

όξνγαρον Atb. 

? bifXoSidtiexaiaq, 

όϊτίο&ήχη Plut. U. Sp. . 

b3ΐioxa^^etpμός, 

bπhτoζότης. 

7 btfAofvlaS AÜx. 

blfλoχeλωvη teetudo Tzetz. 

όποχάρπασον Gal. (s. S. 216 fll.) 

όποχιννάμωμον Theophr. (.über 

die Stellung s. S. 216, fll.) 
όποπάναξ Diosc. (β. S. 216 fll.) 
όπόψυλλον Dioec. (,όπονψΜον), 
&irmpoßaetUg edle Feigenart 

Atb. 



b,GoogIc 



Ui 



ίπωζο9ηχη Verr, 
? ίπωροχάπηλος, fj. 
? &7ΐΐιΐροφύία1ξ, i U. η, 
iςeιπΐXaζJ■6ςBcΓg8tOΐCbAήBtOt. 
igetitreida Bei^ulme Theophr. 
? αρείχαλχος h. Hom. Hes. u. a. 

Cef. daneben als Adj.) 
? ορχονρος. 
igved μαντις, 
oqvtSaxiinihq. 
ίρνί9όμαντις. 
ίρνί9&παις Lyc. 
ίρνιΆοηέδη Änth. 
iqoitäQvov Strabo. 
iQoniatov (auch Ιζΐη-) Strab. 
ίρράμίλί V. L. in Geop. 
3ßgo]rtcrcra Theergalle Aet.Paul. 

Aeg. (s. S. 215 fll. über die 

Stellung.) 
? &ρσοανρη Hom. 
Αριν^-ομίτρα WachtelmutterAri- 

stot. Ath. Äristoph. 
? αςφΜνοΐ|ρέΛ>ξ Xen. 
? ϊρ^ρ/στοΑίίίιτχκ^ος Xen. Ath. 

Luc. Ael. (i -ΰς im 1. Gl.?) 
ίρχιπϋη Hodenzwang, d. h. 

Impotenz. 
? ίρχίπΐάόν Hoden Back Ari* 

etoph. 
ieπQ^o9ηxη. 
icirqtoiaav = Sffwgo-Utw Hül- 

senfrnchtlöwe. 
? όβτύτ-βα 1) Knochenzange Gal. 

2] = ίοτεοχόπος, Ermattung, 

wo die Knochen wie zer- 



schlagen sind Theophr. Ori- Gnk. imm, 

baS. 4- Suhlt 

ίιττο&ηχη Lyc. Jnscr. 

3<rtoxoga|. 

ioiQaxoxovta Geop. 

οίρανόπαις Orpt. hymn. 

ovQavonoitQÄth. Glem. ALPana. 

? Ιγ9αλμοχΧέπτ>ις Tzetz. Lyc. 

l^ocxÖQoiov Gal. Diosc. 

Ιφιοαταγυλη Di ose. 

Ιχενογνιύμονίς die Schleusen, 
durch die die Canäle gefallt 
werden und an denen man 
die Höhe des Wasseretan- 
des erkennt Eus. praep. ev. 

Äj^etoxecivioi'MttndungvonWae- 
serleitungen Et. M. und οχε- 
τόχρανον Phot. (aber xgavov 
gar nicht vorhanden; viel- 
leicht aus dem vorigen mit 
Verlust des i). 

Ϊ υχ^^ογύλαξ. 

οψόάονΧος, 

όφο9ήχι; Suid. 

παιάαριογ^ρων kind. Greis Bys. 

1 ηαιίερααχής Plat. Aristoph. 

u. a. 
? ααιδΐραατρια Ath. 
παιίιογέρων KS. 
nui SoSi δάαχαλος, 
7 ΠαιαοΒ-ήρα die Kinderjagd, 

Name eines Schiffes. 
naiioxOQa% Anth. 
? TioiidojDOv^; 
? παι^ος^λαξ. 



16 



b, Google 



Λ. ΙΜΗ. Ιϊαν&π<Αίς PtoL 
- snbat. nmtitsjtintemfoq Urgroasrater 
Pbilonid. com, bei Poll. 

πα^εναμα^τνς, βος, η KS, 

αα^Βνομΐμ<ας ES. 

? πατοαγα&Ια Ahuentngend 
Fiat i&4a nicht vorhanden; 
eine Zwischenstufe weise ich 
nicht zQ constrniren y cf. xa- 
λοχάγα&ία, das ein Deriv.). 

πατ(ΐαδίΧφ*6ς Find. 

ηατ^αίέλφη Gloss 

Λίηρ69•εΜς [Oheim von väter- 
licher Seite Phot. 

πατροχαβίγν^η Qn. Sm. 

ηατξοχασίγνητος Hom. Hes. 

πατξομήΐωζ 1) der Matterrater 
Luc. Alex. (s. fiber die Stel- 
Inng 8. 21B fll.] 2) Gross- 
mntter von väterlicher Seite 
Lyc. 

ΐΐατροπάτωρ Find. n. a. 

nuTQiaoXig Antiphan. bei Ath. 

πεζ/αιοντιστής Polyb. 

πεζίταιςοι Plut. Dem. Arr. 

ΛΒΐ&ανάγχη Gehorsam aus 
Zwang Pdi. Gic. Euseb. pr. 
ev. (a. S. 215 ül ober d. 
Stellung). 

τΐίλαγοΧψην• 

ηΒπΐςόγαρον ΑΙ. Trau. 

? Πιςαάνάξ. 

ϋβραομηίος. 



? πΐτροχίσαηρος Bimstein Byz. 
(aber χίσσηρις). 

TfST^oiaaa&ov Di ose, 

αετροσΆινον Diosc. QaL 

πετοοχΐΧιίών. 

πηγανίλΜίον ΑΙ. Trall. α. Sp. 

πιβ-ψίολώττηξ ohne Citat. 

atvmio&^mi Strab. 

? πίννοφΟάξ Arietot. Ath. 

alaaavSog Gal. Aöt. 

πίσσάαφαλτος Dioec. Plin. 

πισο^λαιον Gal. Hippiatr, 

πιααώιηρος Aristot. Plin. 

? πκηοφνίαξ, ο und η Wächter 
der Treue Orph. 

αιτυοκάμίτη Diosc. Gal. Flin. 

Πιτοάνηαος• 

Πλaτιovό!roL•ς nach Pl.s Ge- 
setzen eingeriditete Stadt 
Porphyr, v. Plot. 

πλοο&νγΐίΐα Find. Aristoph. 
Reichthum mit Gesundheit 
verbunden (s. aber die Stel- 
lung S. 215 fll.]. 

πνβνματοχήλη Windbruch PaoL 
Aeg. 

πνΐνμοκήλη Faul. Aeg. 

πνΐϋμόμψαλος Windbruch am 
Nabel Gal. (auch Ai^.). 

? 7ΐοδάγοα Xen. Plot. Gal. α. a. 

noiavtiCTQov Hom. u. a. 

ποίεχμαγείον. 

? πολιτοκάχηλος Suid. 
? ηοΧιτοφίλαξ Aiistot. 
πολφαφάχη Gericht aoe Faden- 



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nsdelo and HlÜieD&aolktei) 
PoU. Ath. 

no*i;^ono^ieSchurkeDBtadtPlut. 
Tfaeopomp. bei ßoid. 

ΏοΫταμϋοοαα Äpd. 

■χοντομ^ίων Piod. Äesch. Eur. 
Aristoph. Beiwort dee Po- 
seidon. 

ιιοντονσύιης Heerscbiffer Soph. 

Iloviowoaetiw Meerpoeeidon, 
kom. ZoB. AHstoph. 

noQvoSiiaoxaXw; Arietaen. 

ηο((ψαΐβΧύνηζ Philonjd. bei Poll. 
Äeschin. 

? ηοζψο^οχΚίπτης Diog. L, 

? αοσϋβαμος Botierzheft gebil- 
detes Wort zur Erklärung 
von iloasidiüv, Plat. Grat. 

νβΐΐβονλόηαίς rorgängiger Ue- 
berleguDg Tochter, der Arg- 
liet Tochter, Πΐί9ώ, Aeeoh. 

πιιοφ^άναξ K8. 

ηίΐωχζοπιντβτηρίς Steiseesfünf- 
jahrfeier Arietoph. (asyitjr;' 
eis = 1) Zeit TW δ J. 2> 
Feet nach 5 J.). 

πτιβν^οι6ραννος König des Oe- 
fieders Hesych. 

? ττιωχαλαζώ*• Phrynich. com. 
bei Schol. Aristoph. Ath. 

Πται^Χέιιη Bettelfaelene , ge- 
meine Hure Atb. 

ηνγ^ξίζα Arschworsel Hesych. 



? 1&9-ίμαηις pythteoherWahr- flnh. !■>. 

eager Aesoh. (mit εατία = ^^nkit. 

der Wahrsagersitz zu Pykbo, 

Soph.}. 
? mXaiaQOg Hom. α. a.^ πνίον- 

ρός Hdt.; -ίορός Trag. u. a. 
m>qaxav&a Fenerdorn Dioec, 
τηςάμη spät, Ausdruck für αμη, 

Schol. Aristoph. Said. 
ηνζαμητίς ]) die Waizenerntfl 

AristoL Theophr. 2) die Zeit 

der W. 
? ηΌ((ϊοψ{)λαξ Aes(di. 
πνςψαβιι^λ*} scbaeidendee 

Werkzeug mit einem breiten 

Ende Paul. Aeg. (ιπ'^ό*' 1) 

Kern 2)Knopfan der Sonde), 
τιν^ίπαις Opp. cyn. Monn. dion. 

(vom BacchueJ. 
? ην^ιμχίαμβος ein Versfues ans 

J. und P. 
? mifiQixoTqixtuof. 
7 πνςονοός Leaohtthorm mit 

Feuerzeichen. 
ntugox^AifHodenTerhärtungGal. 

PoU. u. Sp. 
^αφανέλΜον Rettigöl Diosc. 
7 ^ίίφανονρός. 

7 ξηξό9-βμίς, η Bechtsbrueh Cic. 

(aber die Stellung s. S. 215 

ßl.J 
^ιμοζοδιόάαχαΧος. 
ξητύ(ΐομάατίξ Dic^. L. 
7 ^ητςοψύλάξ. 
^/οτηςειοζ Fieber mit befligem 



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FroBfechaaer Oal. PtoL u. 

Sp, (anch ^-oc), 
? ξιζά/^α Panl. Aeg. 
ξ$ζοίάχτι>λος (über die Stellang 

8. S. 215 fll.). 
ξινοπύΐη Hinter- oder Neben- 

pTorte Pol. 

ξοδάχαν&α Rosenhecke. 

ξοίοϋψνη Lorbeerrose, Olean- 
der Diosc. Gal. α. Sp. 

^oioSsviQov daes. Dioec. Plia. 

^οιΤόμηλον Kosenapfel, daher 

rosige Wange Theoer. 
^οίόμΐλι AI. Trall. u. a. 

? ^οδόμηλον Marmelade von 
Quitten und Rosea Alex. 
Trall. Cef. ίαρΑμφρ}. 

^οίοδάχχαρ ßosenzucker Oal. 

? ξοιζί&βμις geräuschvoller 
Rechtsbandel Cic. ad. Att. 
14, 10, wobei ξηξό»- ver- 
mieden wird. 

^iXatov Scbmntzßl Paul. Aeg. 

ξνταγωγεύς Halfter Xen. (τα 
ξντά Zügel). 

βαββαιοχυριακή Ssbbatb und 
Sonntag Byz. ■ 

σαχχϋηηρα. 

VttviaXo&iptti Menand. bei Poll. 
Pbot. 

βαζααχάτης Plin. 

ααςόόνυζ Gal. n. a. 

βα^χόίί,αβίζ Theophan. Nonn. 
(_9λάσις). 

βαςχ&»λααμα Paul. Aeg. Theo- 



phan. Nonn. (Queteohnng 
des Fleisches; »λάσμα vor- 
handen). 

a<xQXOiti;Xij Gal. PoU. 

aa^KoxikXa Diosc. Gal. Plin. 

σαρχοχύων vielleicht ein Hund, 
der «m Fleische nagt Hip- 
pen, fr. 116 Bgk. 

σαςχοαέδη Greg. Naz. 

aaqxintvov eiterhaftes Fleisch 
Hippocr. tüber die Stellung 
8. S. 215 Sl.). 

ιταΐΒβόφΐ^ρ tbierischer Satyr. 

αΐΐ(^»γωγείς Leiteeil Poll. 

αειΐ(ομάατιξ Peitsche an einer 
Kette ES. Byz. 

βΒΧψόψας Chaerem. bei Ath. 

νη^αιώληξ Seidenwurm. 

αιΰτΐζο&*ΐχη Hesych. 

αιδηι^ομηιως des Eisens Hntter 
Aescb. 

οιδιίζοηέόη. 

σιάηροτίχτωρ Eisenkünstler 
Aesch. 

αιίηροτζίνπανον. 

σιχιννοτ^βη eine gewisse Flö- 
tenweise Tryph. bei Ath. 

etKVfmijiav Gal. 

cvvaa0.Mov DioBC. 

? Ήτοχ\ίπτης. 

ctxöXs9qoz. 

σχαραλάχανον Agap. in Geop. 

σχΒλόάβσμος Gloes. 

αχελοπϋη Gloss. 

? σχβλοτνρβη Lähmni^ de• 

n,g,t7cdb/G00gIc 



Rntes, wobei man hin nnd 
her schwankt Strab. Gol. 
Plin. 

«xevoStixii Aeecb. Poli. Ath. 
AeBchin. ' 

? νκ{»)ψνΚα$^ 

? σχευωρίς Cratin. bei PolL 

? αχηνοφίλαξ Xen. u. a. 

σχΜοχρόμμνον (^αχΙλΧα) Schot. 
Theoer. 

σχιόφως Dämmerlicht ES. 

? cxonuDQOg Späher auf der 
Warte. 

αχορόόζψα Absud ron Knob- 
lauch Ιζίμα). 

αχοςάόπρασον Dioec. 

axoßoäai/i^ Britbe τοη Salz- 
wasser und Eaoblauoh Ari- 
stopb. Cratin. bei Ath. Poll. 

^η&όπολίζ Strab. u. a. 

Σχν^ότανζοι. 

Σχιηότιολις, 

βχωληχοχάμπη eine Art Beupe, 
Byz. 

σονχοβάλανος Hesycb. 

βοφκίταρ^ωρ Tzetz. bist. 

σηα&ομήλη spatelförm. Sonde 
Gal. u, sp. Aerz. 

στια&'οφοίνιξ, ο der Stiel des 
Palmblatts (ρπά9η daee.,;»^- 
wf = die Palme). 

αιιερματοίίηχη. 

ακοίοχράμβη, η die Ascbe TOm 
Kohl (ξ βποδός die Asche ; 
aber die Stellang cf. S, 
215 m.}. 



? σποναίΐούάχτνΧος* em. 

? <ιπονδβιοποορίχοςΙπ-ιοζ)Τζ6ΐζ, + f 

αΐίανόποτρόχαιος Tzetz. 

(ΓΓ«μνοΰς4ζ Hesych. 

? (Frat^o^cAag. 

? Οταφολάγζ«, 

σναφνίόίενδρον Plin. 

? αταφνλοχλάηης. 

ηαχομητωρ Aehrenmutter Anth. 

PI. Beiname der Isie. 
ατΐατοχήλη Oal. 
? στεςνόμαντις Soph. bei PoU. 

Fhot. 
<ηη9•άάεαμος Poll. (dan, -μη), 
? στομοαιάχη MuodfUale strab. 

Plin. 

ΰτομκΗμνη (= Λμνο^άΐκπα) 

Strab. (dan. β-μνον Theoer.) 
ϋτοματοΰί atnoXecg. 
στρατοχήρνξ. 
<ηρ<αόμαντις Aesch. 
? στρατόττΐίον 1) Lager Aeecb. 

Eur. Hdt. u. AM. von Thuc. 

an. 2J das lagernde Heer 

Soph. Eur. Hdt. Thuc u.Att. 
? ατοητοφόίαζ, 
ιηρον&οχάμηλος , Diod. Strab. 

der Strause wegen seines 

Kameelbalses. 
<ηρωματόδΐθμον Aristopb. Ae- 

schiu. u. a. 
στρωματόίεσμος Plut. Xen.Plat. 

Arietot. u. a. 
<ηρωματθ3ήχη. 
? ιηρωματοφύίαξ. 
? αγγραμματοφύΧβίξ, 



b,GoogIc 



ι- ? myγQaφoφύiaξ. 
' ? βνΗοχλέπτης ΕαβΙ. Od. 
ανχομαγίς (μαγίς) Feigenmaeee, 

eine Marmelade. 
αυχόμο^ιον die Manlbeerfeige 
Diosc. Strab. Gal. (μό^ον 
die Maulbeere); 2) aneh 
der Banin Dioso. 
(ηκόφνλλον HeeyOh. 
? βυχωξός. 

7 αννοίοπαναίληνος , η t^ η-ος) 
der VollmODd, weun er mit 
der Sonne zasammentnfft. 
TheoQ. Sm. 

«ψαί^χ&Μ!ΐς die sphärische 
Bewegung. 

Χψίγγοαα^Ιων Titel einer Kom. 
des Eubnlos bei Atb., wahr- 
echeiDÜcfa nach einem in 
R&thseln redenden Sklaven 

ityoqoxöjfavov Klopfhammer 
Oloss. {e^vQa der Hammer; 
xöitavov Instrament znm 
Klopfen). 

σχηματό^μος Oribas. 

βχηματο&ήκη Ath. 

«XivdXatov Diosc. Said. 

αχοίνόίεβμος, 

7 αωμαιέμπορος. 

βωματο&ηχη. 

βωματοχαιιηλος. 

? σωματοιρςονζψήρ Maneth. 

? αωματοφνλαξ Arr. Plot. α. a. 



7 τα^ιχέμιηςος IHc^. L. 

ΤΊχ^κρώταις Orph. 

τϋα/ρ^Ιαφας ind. Thier. 

rewQflitpag ind. Thier. 

TavQmcoiia Aristot.Pol. Diese. 

ταν^πάρ&ΐνος Beiwort der Jo, 
Lycophr. 

ΤανρΟΛολς Steph. B. 

TW^oeWd^ai Ptol. 

τe^χmΌρyoς Et. M. 

7 »«χ^^ι^Λα^ Hdt. u, a. 

? τίμΐνίορας. 

7 TSvovrafQa. 

ητηγομητρα Arietot, Larve der 
Cicade. 

τευτλοφαχη Gericht ans Hangold 
n. Lioeen Gal. Oribas. u. a. 

Tsxfojialyviov Spiel der Künste. 

ΤίσαμενοφαΙνιτιπος Name, ko- 
miscb zuBammengesetzt ans 
T. u. Φ. bei Aristoph. Ach. 
603. 

Τίτανάηανΐς, oi Stück des Kom. 
Uyrtilos, Suid s. v. Mv^i- 
λος ; den Sing. Tiravinay fsh* 
ren Steph. B. u. Gramm, an. 

t rotjifoxßaiOc Mauerkopf Philo 
Belop. 

zoföd^ijxi; Heeych. 

τοπογραμματΐΰς Inscr. 

τραγάχαν9α Theophr. DiosC. 
Gel. n. a. 

TüayÜaifw; ein Fabelthter Ari- 
stoph. Plet., Arietot. u. m. a. 

? τραγίαμβος der tragisehe I. 
Said. 



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7 τραγόηαν ein fabelhafter Vo- 
gel Plin. 

τραγορίγανος DioBC. Gal. U. a. 

Audi τ•ψον (^6(ΐΙγαΐΌς η. ί-ον). 
τραγψ^Μ^ίίάαχα^ς Lac Äth. 
τραγωδοίιδάαχαΧος Äristoph. 

leocr. Ans tot. 
τ^αγι^ίατιοόάγρα Titel eines dem 

Lacian beigelegten kom. 

Dramas. 
Tpaüetv6itoitg Dio C. PtoL 
Τραπίζόηολις Ptol. 
τρακιζοξ^ωβ Ath. 
? τpaχηL•xάxη HaUeisen. 
Τςίτωνομ^νόητΐζ fabelhafte 

Heerthiere Lac. 
τριχόίΐβμος Hesych. 
τςαχαιοτηζζίχιος Tzetz. 
τοοχαιοχορεϊας Tzetz. 
τροχοΛϋη. 
τρνγοδαΐμϋη• Aristoph. Hefen- 

gespenet. 
τρνπαΧώπηξ, ο 
? τρνσιππος ein im Dienst des 

Staate altgewordenes Pferd 

Theoguost. {jqvaig = die 

Ermattung). 
τρυφοχίίλάαιρίς ein kostbares 

Kleid Aristoph. {τρνφ^). 
τνλοτάαιις Eoseb. 
τνμββγέραν ein Greis, der dem 

Grabe nah ist Tbeopbr. bei 

Phot. Poll. Byz. 

τνμβοχοη Hom. 
TVpaivoiiiäeyaXog Plat. Dio. C. 



? η>/Η>αιιόΰ-β(Γ«ςαΐβ Woche nach enk. ι 

der τνροφαγσς, wo man auf- ^ βλ 

hOrte Käse zu essen ES. 
τνρόγαλα, 
τνρ^ίνηηις, όος Eäaeschabe 

Aristoph. α. a. 
τνροχόσχινον Käaesleb, bei Ath. 
τνφογ^ρων ein kindischer Greis, 

dessen Verstand in Dnoet 

gehüllt ist Aristoph. Lys. 

(τϋφος, i := Qualm, Dunst). 
^YάμπoL•ς Hom. α. Α. 
νγ^μϋων Nonn. dion. 
vYqosdhrii Moass für flessige 

Dinge ES. 
υίατομητοιρ Byz. 
νδν&ψνλλον Trüffelkraut Hes. 
^δράλμη Oribas. 
viqihtiov Dioso. Gal. u. a. 
οίοεηβρβχήλη Gal. 
ίόροϋ^ψτΐ Ath. 
υδροχηλη Gal. 
? hδρ6μavτ^ς, ό u. 17 Strab. Ha- 

neth, 
Ύδρομέδοοίΐα Batrach. 
οδςόμΒλι Honigwaeser Sezt. 

Emp. Diosc. Gal. u. a. 

Aerzte. 

? νδραμηΧον DiOBO. (cf. β. 215 

fli.). 

νδρομνΧος^ ψύΧη Hesych. Gloss. 

vOQoniTtfQi Dioso. Gal. 

νδρορόδινον R«eenul mit Was- 
ser Gal. u. a. 

hJQo^öearov Alex. Tr. Oribae. 
n. Sp. 



b,GoogIc 



ardi. iBm. biooesltivlnii. 
ren Snbst ^ 
+ Bnbit. νάςοσέλινον DlOSC. 

ναζοψόβος die Wasserscheu 

Diosc. Gal. (= «-/Sie; cf. 

dae Adj. h-ßog). 

ίάζοχαμαίμηίοιι Alex. Tr. 

νίοιτύτω^ BezeichDung Christi 
bei den GegDero der Drei- 
einigkeit, welche die Per- 
sonen des Vaters and Soh- 
nes vereinigten KS. {Plur, 
die Schule dieser Theol., 
wohl Mut.). 

? νληιορός. 

? νλομήτζα ein Holzwurm He- 
sych. 

? νλωρύς Aristpt. 

Οκοπρος Schweioemist Gluss. 

υόαερις eine Art Endivie Plin, 

i<!niks9og Schweinedreck Poll. 
TheognOBt. 

? ψα/οχόρΜς KS. Herr der 
Speisen (aber d. 1. Gl. nicht 
klar). 

Φα/ρωριόπολίί Sir ab. 

φ((ΐνθΧο9ηχη Gloss. 

φαχοτίτισάνΐ] Gal. Oribas. 

? φαρμναιόμαντις Titel einer 

Kom. des Anaxendrides, 

Ath. 
fptXXoOQvq, η Theophr. 
? ψΐ¥αχόμΆηις. 

Φιλιπίΐόπολις Ptol. Pol. Strab. 
ψιΧτρόποτον Cael. Aar, 
Φινόηολίζ Strab. Ptol. 



ψ^τwIoιμήv Pflanzenhüter 

Aesch. 
ψισχοσυνη/ορος Anwalt des Fie- 

cue Heeych. 
ψΧογμστύραννος. 
Φοιβάμμων. 
φοινιχαμτιεχόνΐϊ Poll. 
ψοινιχοβάλανος DioBC. Gal. Pol. 

Flut. 
φορμοραψίς, ίος e. Nadel für 

blatten Aeneas Tact. 
φρίίΐτοτϋαανον Pol. 
ιρρΐνολήστης Auth- 
? γρεκολΰπη nach Hermanns 

Conj. bei Aescb. 
? φορχτωρός Feuerwächter. 
φολοβασιλείς Hesycb. Phot. 

Poll. 
φναόβα&ρον Gestell znm Bl^ 

sebalg, Suid. 
ψωταυγή Lichtglauz Ann. Comn. 
χαΧχάν^η Diosc U. a. 
χαίχο^^ήχΐ} Ath. 
? χαλχοχθζν<πής Hom. 
χάΚχοχορώντι• 
χηίχόΧι9ος. 
]ΐμλχόμυια Sp. 
χαλχσπίόη Sp. 
χα)Μθσμάραγάος Plin. 
χα}χοτψανον Gloss. 
χαλχύδριον (ίαςίον) kupferne 

Scbdpfka&ne Tbeognoet. 
χαμαιβάλανος DioSG. 
χαμαιίάφνη ThOOphr. DiOSC 

Geop. 
χαμαιΜάαχαλος Sp. 



b,GoogIc 



χαμαιίακίννης niederer Kichter 
Suid. α. a. 

χαμάιίζος Theophr. Dioec. 

PHd. 
χαμααιίςαβας DioBC. α. a. 
χαμαΐϋίσσος DiOBC. u. a. 
χαμΜλ4ων, 

^αμαίμηλ^λακιν ΑΙ. Trall. 
χαμάψηλον Orpli. Dioec. Plin. 
χαμαψυι^Οΐνη Plin. 
χαμαιπεΧω^Ις Plin. 
χαμΜπΐύχη Pliu. Dioec. 
χαμαίίΐίτνς Diosc Plin. α. a. 
χαμαΜίάτανος Plin. 
χβμΜούχιι Dioec. Fun. 
χαμβλαΐα Diosc. Oeop. AI. Trall. 

Plin. 
χαμειαίρα gemeine Hure Plin. 
χαμίννη Lager auf der Erde 

Eur. Plut. u. a. 
χμ^μοΧβίΐη Last am Scbmerz. 
1 χεζανάγκ*! Salbe zur Befiir- 

demng des Stuhlgänge Paol. 

Aeg. (d. 1. Gl. nicht klar). 
χειμάμννα Aesch. bei Poll. ; 

Soph.^ Hesych. 
? xttQtiypa. 

χεφάμαξα Handwagen. 
χΐΐρΐΧμαγβίον, 
? χΗ^β^γάιης Tzetz α. a. Sp. 

χε^ροίέβμη, 
χ^ίρόαβσμος, 
χίΐςο»»ημίς, ΓΑς. 
χΜ^ομόγγανον, 



XttfiöpaxtQw Hdt. βορύ. Ari- 

Btopfa. Xen. α. a. 
χΐΐρομήλη Xeo. (dan. -ov, -my}. 
XBiponiiti Diod. S. u. Sp. 
χβΟ^ονηοος Xen. Strab. Diod, 

S. D. a. and χψαύνηβος Hdt. 

Thac. α. a. 
XtjvaXiÜTft^, ο Hdt. Aristoph. 

AriBtot. u. a. 
^ovmmi HeBjeh. Poet. 
Xum^Xi Qeop. 
χοιοίΧαφος, 
χοιροπί&ψίος Aristot. 
XOfifiOTmttavii 8p. 
? χορίαμβος, 
XoqoSiää βχαίίος. 
χορνόβαλος RasenetUek Sp. 
χρ(ΐτόαλίν9ος (daneb. χ -oy)• 
χοζτόοτρίομα. 
χρηματο^^. 
χρημαιολαΐλαψ ein Ungewitter, 

dae das Besitzthnm bedroht, 

Sp. 
? χρηματοφνλαξ. 
? χρηϋμοφι>λ(»ξ Luc. 

? ^κηιανοόιώχτης Ohrieten- 

verfolger Jo. Damaec. 
Χρκίηανοχϋηή/οροζ Jo.Damaeo. 
Χριστοχηροζ Antfa. 
Χ(1*στομά(ΐτν(1. 
ΧριηόποΧις Greg. Naz. 
? Χριΰτοφονεύς Theod. Frodr. 
χφΗΤαΙετος Ael. 
χρύααμμβς, ξ Goldsand. 
? χ^ναβραατής Babr. 
j^a^imTQo» PUn. 



b, Google 



- χζνηβιίλανος Gal. 
, χροσοβτιρνλλας Plin. 
Xpeaoxav&apoz Heajth. 
1 xpveontpäiy το das goldene 

Hörn bei OonetanlSnopel, 

Plin. (aber dsn. adj.)- 
χρυαοχο/χέΐιον. 
χρνϋοχολλα Theophr. u. a. 
%ρυαο*οης. 
χρναοχίρνμβος Dioec. 
χροσολάκανονβ^ορ. Greg. Naz. 

α. a. 
χρυ90Χι9ος, h Diod. S. α. a. 
xpvaahvoy OoldfadenPani. Aeg• 
χρνοομηλοϋόν9ψ 
χρναόμηΧον Plin. 
ί χ//νημ^ρις ein Vogel Ari- 

etöt. 
χροαννημα Paol. Aeg. 
χρυσόξολον Goldholz Schol. Ari- 

Btoph. Tbeocr. 

χρναόηολις Xen. Strab. Diod. S. 
χρνσορανίς goldoe Oieeskanne 

Heeych. 
χ/ησοβάίπιγξ Manaee. obren. 
χρνσοϋάχφίφος AI. TmJl. 



XpWQTixtw Antb. Lao. 
χροσωματο^ήχη Pol; bei Ath. 
ΧντρόαοΧ*ς Theopomp, bei 

8tepb. B. 
χωρεηΐΐίχοπος Landbiscfaof 

BaeiL 
ί(η>ίίλοτοξότης der Flohscbatse 

Luc. V. b. 
7 φοχίμχορος Heeyt^ 
? ψοχοχλέιπης. 
ψοχόμαντις Hesych. 
φνχαταμίας. 
ψοχοτνρανί'ος. 
ψωμόiovL•ς Heeych. 
ψωμοχΆάξ BissenstAimeichler 

Aristoph. fr. com. bei Atb. 

α. a. 
? fiMxpäyov. 

άμοχοτ^η Scboltergeleok Poll. 
ώμοαλάτη Xen. Poll. u. a. 
ωμοτι^*χος gesalzenes Hals- 

steck eines Fiecbeg Com. 

bei Atb. n. a. 
(uofola Gal. A6t. u. a. 
άφο3ββμΛς. 
? άτάί/ρα Obrenzwänge. 



Im Ganzen zähle ich c. 1170 grieebiscbe Immutata τοη 
Subst. + enbet-, TOB denen c. 260 nicht sicher sind; also AvA 
über 900 sichere Bildungen. Ein Blick anf die Citate belehrt 
ans aber, dase der bei weitem grQsste Theil dieser Comptwite 
einer späteren Graecit&t angehört. Im Homer haben wir 38 
derartige Immatata gefunden, von denen nur 14 ziemlich eidier 
waren, eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass Homer 
im Allgemeinen' die Zneammeneetzongeo sehr liebt. Von dem 



b, Google 



habt, Aristopbanes c. 4S — 50 Mal anzoführen, Äeschylua λ- s 
c 30 Mal, Sophocles 12 — 15 Mal, Euripides ebenfalle 12 
bis 15 Mal, Pindar 8—10 Mai, Hesiod 3—5 Mal; von den 
besten Prosaikeni Aristoteles c. 35 — 40 Mal, Xenophon 
c. 25 Mal, Herodot c. 20 Mal, Plato c. 18 — 20 Mal, Thu- 
cf dides c. β— 8 Mal. (Eine ganze Reibe von diesen Bildan- 
gen waren aueserdem noch unsicher.) Also unter den Dichtern 
waren unsere Compoeita noch am meisten bei Aristophanes 
und Aeschylns vertreten, unter den Prosaikern bei Aristo- 
teles. Ich zweifle nicht daran, dass mir bei diesen Aufzäh- 
lungen manche Beispiele entgangen sind; im Allgemeinen aber 
ist dos Resultat gewiss, dass die Immutata von Subst. + Subsi. 
in der besten Zeit nicht sehr zahlreich sind. 

Später vermehren sich diese Bildungen sehr betr&chtlicb 
und finden sich besonders zahlreich bei den Naturforschern 
und Aerzten, auch den Grammatikern und Lezicogra- 
phen, sowie den Kirchenschriftstellern. Vor allem hanfig 
traten sie uns entgegen bei Dioscorides, Galenus, Theo- 
phrast, Plinius, Oribasias, Alexander Tralles, Aü- 
tius, Strabo, sowie in den Geoponika. Ferner haben wir 
häufig citiren können: Plntarch, Hesychine, Silidas, 
Etymologicum Magnum, Eustathius, Athenaeas, die 
Anthologie, auch Lucian, Gl ose., Scholl., Eirchen- 
schriftsteller. 

Mag nnn auch im Einzelnen unser Yerzeichniss ηητοΠ• 
ständig oder unrichtig sein, so können Abweichungen im De- 
tail doch uDmÖglich das Resultat in der Hauptsache an- 
fechten, welches aus den Zahlen sich mit Evidenz ergiebt: 
Im Homer sowie bei Dichtern und Prosaisten der besten 
Zeit sind die Immutata von Subst, -|- Subst. durchaus 
nicht häufig^ später nehmen sie ansserordentlich zu 
und ihre Gesammtzahl ist daher eine recht be- 
deuten de. 



b,GoogIc 



ΟτΑ f.. β) Adiectiv 


f Sabstantir. 


na HJ.*• • 1 




Sbm. aßaoiiuixa rekUiebee Leben 




. Δβΐ. 


Aeech. 


&γα9ο3αΙμ^>, 


? αϊ)Όΐόχ£ΐΐ( Uosch. 


Αγβίάμνβλος der wiMe Wein- 




stuok. 


άχρίβχιον das Ende der Hafte. 


^((Ε>ΙαΑχ wUder Oelbaum, 


αχρόχερα, τά die äoseereten En- 


Diosc. 


den der Segelstangen Poll. 


Αγοίιμέλίβαα wilde μ. Hesyoh. 


(auch ä-qaia, τά). 




'AxQoxoQtv^og, die Bni^ von 


Oeop. 


Eorinth Xeu. u. a. (beachte 




den Geechlechtewecheel.) 


Α^οχά^αμοκ. 






Poll. 


ίγζιοχζάμμνον Schol. 


άχράινξ der Naohtanfong. 




SixQmiolii Hom. u. a. 




αχςόπονς Fnsespitze AerzL 


ίγζ*όμηλα, τά Diosc. 






Ende.U^iuvov=Ende; aber 


äyqtoa^avov wilde Raute Hq- 




eych. 


μιον, die Mut. oder gar De- 


αγΟίορΙγακος Dioec 


riv. sind.) 


&Τ0,οζ»9Βς. 


? dx^orn-e^ovderäneeersteFla- 


aretOQQoiop. 


gel Anth. 




? αχροψα^ζ Pol. 


άγζίοσταφΆη Hesych. 


ioiQOxetQ Vorderarm. 


αγαιοσυχ^. 




gyQio^ov. 


αίη»όμανιις Aesch. 


Λγφάφαγςος Opp. 


i;ü«07rnf>7 «nauflÖBlieheBande, 


««««►"e*"»'• 


meist PluF. Hee. Ap. Rh. 


άγϋίόχριρος Schol. Aristoph. 


n. Anth. 


αΐνολέων SchreokeDsluwe 




Theoer. 


Füllen, so wird bei Eur. 




die Artemis genannt. 


Μνάταρίς (== Jvenofig) Ear. 





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i&ä 



? Άπ^γάτολις die Rostetadt. 
Snet. Aag. 

'A^sionayog für^ÄQSMg παγος hat 
kein gater Schriftsteller. 

Άττίχοπ^ζίιξ attisches Reb- 
huhn, Äth. 

? βαοχοηανονζγος ehrbarer 
8charke Äristot. (Tielleicht 
urspranglich Adj.) 

βραχνιηοίις Kleinstadt Lyc. 

γίυχέλαιον GaL n. a. Äerzte. 

γλνχύμηλοψ Sappb. bei Schol. 
Theocr. und Theoer. 

γλυχοπαρ&ίνος liebliche Jang- 
fran, Meleag. in Anth. 

γίνχνςςιζα (anch -ov) Qeop. 

p>μv^>βoφ^σtal Strab. Plut u. Sp. 

4uecuo)i^TJjg der gerechte Rich- 
ter. 

βςημάπολις die wfiste Stadt. 

Έτεοβοηάίαι die ächten Buta- 
den, Alexis bei Ath., Dem. 
Aeschin. 

ίτεόόμως achter Sklave Hesf eh. 

'EisoxQj^eg HODi. 

ίτυμόίφΐζ, η die ächte Eiche 
Theophr. 

^μίζό4ρ»ς, η Hosych, 

ημεαάηιτνζ Hesych. 

? »ιμΐ^οψίίΚαζ Xen. 

ί^ιίαμβας Halbjambos. 

^μίάν^ρωπος Luc. 

ημιίςάχων Greg. Naz. 
ημίέΧλην LuC 
ημίΟ-ίαινα Opp. 



7 ημ19-€ος bei Hom. als Adj•, ^r^- "■■' 
dann auch Snbst., wahr- gittt 
Bcbeinlicb nicht faergehOrig. 

ημιχοτύλη Hipp. 
^μΐχζαιρα, η der halbe Kopf, 
Arietoph. u. a. 

ημίχρης, τος LyC' ' 
ημιχϋα^ος. 

ημίχϋλινδρος Eratostfa.- Vitrar. 
ημιλώηαυζος, ο halber Schnrke*. 
? ημίμη^ν Said. (cf. aber^^^ 
σχοινον u. dgl.) 

ημίμηίος. 

ημίονος Hohl 

? ημιπέλΐΜίον Hom. * 

ίΐμίπίζαης. 

Ί ημίπλί&ρον Hdt. Xen. 

ημίπους halber Fass. ' 

? ^μΐ9τάίί«ν Pol. Strab. Luc. 

ημιβτατή^ι Heejch. 

ίίμιβτξΰακύτης Luc. 

^μ^aύioυL•ς. 

ημίονχοΐηξ. 

1 ημιτα'Χαηον Hom. Hdt. a. a. 

^μίτραγος. 

ημ*φ(οσωνίον PolL 

ίίμιχοΐν'-ξ Hipp. 

Ά^αχλειο^ανΰ/ας der Herknles- 

Xantfaias Aristoph. 
9•£ρμοη^Μ Warmthore Hdt. 

Strab. 
9ηλν7ΐρινος, η der weibliche 

Baum πρίνος Eust. Π. 
&>lXvTnfptiAB8 weibliche Farru- 

kraat Theophr. Dioec, 



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OtcL Im. UpoMioi heiliger S&Dger He- 

''IspäitoXti Strab, 

ΰροβοτάνη das heilige Kraut 

DiOBo. 
ίβ/χιμανίαί heilige ßoeerei, rom 

Bacehuedienst, dem. Λ1. 
ύρομάρτνρΒζ die heiligen M. ES. 
ΰρόμο/ηος, η Diosc. 
Upöaoiig Philo, το» Jeraealem. 
ίβροπρόσηολος Ptol. 
ίλαροιραγΐ(όΙα eine traveeirte 

Tragödie Suid. 
xaxeoTw UebelbefiodeDfiee7ch. 

(opp. fieeriö). 
χοΗοδαΙμωγ böser Geist Ari- 

etoph. An. 
καχόίονλος Cratin. bei PolL Lac. 

Philopatr. 
χβχοΜίοκι^Μί echlechter Ver- 
walter. 
KaxdtXtof Hom. 
»α)ΐόμαντ*ς Αρ. Rh. 
χαχομήτωρ Hesych. 
xoKVjiap^eyog unglückliche J. 

Schol. £uT. 
xeaiojtoXiTsia Fol. Plut. 
»αχόφιλος. 
1 χοΑλίβνλος der echöne Wurf 

PoU. ίβόλος). 
χΜίίχιΛώνη Hom. 
xaXXbcpsag Gal. u. a. 
xttiUfMpwi K. S. Byz. 
χαλΜονλος. 
tmiUnatg flohönefl Kind Eor. 

(Booet Mol.) 



xaXilmXtg PlaL o. a. 
χάλΧιχ&ος Atb. 
χαίοόΜαχαλος. 
χα^ίοΛκί/Ι Tztz. hiet 
XtdojrditXa, τά Theoor. 
κονφόλι9ος AU. eine Steinart. 
λείόβατος der glatte Roche Ar- 

cheetr. bei Ath. Ärietot. 
ieifToxupvov dünnechalige Niies 

Dioec. Geop. 
Χεπτολάχανον KS. 
AevxM^loneg. 

isoxaxaySa Theophr. Diosc. 
λενχέίν&ΐμον Biosc. 
ίΐνχαχάτης Plin. 
isvxepaiiOQ der weisse Eleiher 

Aristot. 
Λβυχο9έα eigentlich die Weise- 

göttin, Hom. Find. u. a. 
ληχοχράμβη Geop. 
Κενχόίινον Hdt. AeL 
λίνχαμαίνίς, 
ίίενχάνοτος Aristot. 
Xfpxonvpog. 
Aeoxaevpoi die Weisseyrer 

Strab. PtoL 
λενχόχροΜ die weisse Farbe 

Plut. 
μ$/αλ4μπορος = μ^ας *•. Sohoi 

Aristoph. ES. 
μεγαλοδαίμων = fi-^fttg d. ES. 
μίγοΛόίουΙος Epict. dies. 
μΐγαλοχήρν'ξ KS. 
μεγαΧόμαίρνρ und -μαρινς KS. 
μίγαλομψηρ GrosBmntter He- 
eych. 



b,GoogIc 



μβγαΧοβοφιηη/; Ath. 
μβΧ&μιηρος (und -ον) Tbeophr. 

DiOBc. 
μΒίαναΙίΊος Äristot, 
μΒβοβαοΛεός DiOQ. Η. Plut. io- 

terrez. 
μεαόγΜα das Binnen- oderüit- 

telland Hdt. Thuc. Xen. Plat. 

PoL Q. β. 
? μ£βόχρανονάΐβ Mitte des Schä- 
dels Poll. 
? μββόχωΧο» Darmfell Hipp. 

Cof. /Hffevr^fov], 
μεβοπβηηχοηή KS. 
μtσ6πoL•ς Uitteletadt KS. 
μ«Γοπή^ Anth. 
ρβσότΜχος Eratoeth. bei 

Ath. 
μίκροβαιηλβύς. 
μίχροΛαοΧος Arr. Epict. 



μα(ρόκη<Ιμος, 

μΗΐρά^ηβος IJnet. Od. 

μιχροπολίτης Kleinstädter Ari- 
etopb. Xen. Aescbio. (μ-πολις 
ist nicht vorhanden, of. anch 
das deutsche Eleinbttrger, 
das Dicht etwa τοπ eineiq 
«Kleinborg* herkomnit.) 

7 μo^^άlvσ^ς einfache Kette 
Poll. 

μόνανίος ein Instrament, Soph. 
α. a. bei Atb. 

μσνέηΐροτ der Eindarm. 

μάνιππος das ^nzelne, B|ian- 



geepannteP£Brd,ßeniipferd, flnk. irat 
Xen. Ael. YieUeicht Plat. "'βίίί;.'** 

μσνόβιβΧος Bys. Spid. (aach -ov). 

μονογίρων ein einsamer, mür- 
rischer Alter. 

μονοχίίί/ς einzelnes Rennpferd 
Tzetz. bist. 

μονοΧέων Aotb. 

μονόλοκος Atat Ael. Flut, 

μσ¥»να«ιιις. 

μονόπαις das einzige Kind, Bnr. 

Mono^iijt Neubtirger Plat 
com, nach Poll. Atb. (an- 
ders νεαποϋτης). 

wtimjof junger Trieb derWein- 

ranke Oeop. 
νεόπιολις verbunden mit πύΧις^ 

Aesch. 
νεΑτορος Alex. Trall. 
νο9οχ/ιλλοσύι^ unechte ScbSn- 

heit Anth. 
tvnaioyepovTfo» ein schläfr^er 

Alter, EL H. 
♦ωίο/^/ίωμ zahnloser ÖreiePoll. 
ζηροάμνλον trocknes Kraftmehl, 

Stärke Oeop. 
ξηροβάτραχσς. 
ξηροχΰΰίοζηΜα mit TrockenheU 

verbundene χαχοζηλία(Αίίΐο- 

tation) im Styl, Peinetr. 

Phal. 
^rip^oiL• Aet. Hesyoh. 
ζηροχολλοψιθ¥ Afit. 
ξηρόΛι9^οζ Suid. Byz. 
ξηρόμνρον Afit, 



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flNt iBB. ξηροκόταμος Gloes. 
Bitii. ζηρσττνρία trockoee Schwitzbad. 
"ξηροαμύρνη AI. Trall. 
ξηροτψανον. 
ξηροχβιμάρροος. 

? ohßovιι6L•ς Aeech. (vieUeicht 
oixoß-), 

όλόσχοινος eine dicke Bineen- 
&Ft, Theophr. Ael. Aescfain. 
Diog. L. Aoth. α. a. 

ipd -όδωρον Poll. 

7 ^;^ομαιν«/α richtige Weisea• 
giing Aesch. ; vielleicht 
Derir. tod dem folgeDden. 

Ιρ^όμαντις wahrhafter Weissa- 
ger Pind. 

Ιρ&^οαάλη das aufrechte Rin- 
gen, wobei man steht, Luc. 
Lexiph. (bei Plat. ΙρΆη 

ip9öjTopog die richtige Bahn. 
^/>uon/>i<tfyGeraabohrer, Galen. 
όξοάχαν^α Spitzdorn Theophr. 

Diosc. 
όξΰ^αλα Strab. Plut. Gal. n. a. 
όξνχίαρος Theophr. 
όξο)ιααα&ον Diosc. D. Sp. 

όξομυρσίνη Diosc. Plin. 
όξύνχοινος Batrach. Diosc. 
ίξοιρίφόϋίον Plin. 
6'ξύψaypoς Opp. 
οβίόμαρτνς heiL M. KS. 
naXald^sog fdt ααλαιά &ΐ6ς He- 

sych. 
παίαιόίονΧοζ. 



ηαΙαΜμάγαδις Ath. 
παιλαιομάιωρ Altmatter, 

Stamm-, Enr. 
παλαιομΜίωψ Glose. 
τιαμπρνιαης der Allwaltende. 
ηανόγνρις Pind. Aesch. 
ηαναφχων. 
Παναχαιόι Hom. 
navSovXoi Anth. Maneth. 
ΠανέΧΧψες Hom. Hes. α. a. 
πανεηαφρσάισία ToUendeter 

Liebreiz. 
πανη/νρις Hdt. Tbnc. Aristoph. 

Xen. Pbt. u. a. 
nävS^p Hdt. Xen. Aristot. u. a. 
navd^a der ganze Fang. 
πανίχνιον die ganze Fährte, 

Opp. 
? ηανσαίιίτης Tyrt. 
πλαγίανλος die Querflöte, Bion, 

Aatb. ai a. 
πλατνχίψινον Diosc. Gal. Alex. 

Tr. 
? πλατνλέαχιις breiter Schwä- 
tzer Anth. 
? αο^οηημόριον ein Theil tod 

vielen Luc. Plut. (cf. d. 

Adj. jr-toc). 
? ποντημόριον Sp. 
? ηρωταγύη'κηης Poll. PiQt 

Lac. Aristot. 
πρωτωιόστοίίος KS. 
ηρωτέχδ*χος Byz. 
ηροαίξάίελψος Byz. 
αρωτεπίβχαπος KS. 
ΛρωίΒπΙτρηος Tzetz. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



«ρωτΐζγΰτίΐς Byz. 
ιίρωτεργάτις Byz. 
πρύηοαΟληιής KS. 
nptoroyaia Et. U. 
? πρωιογΒνατης Gloss. 
πρωτογέωργος Eusli. op. 
πρωτοδίάχονος Eust. op. 
? πρωτοόάτης. 
πρωτοέζαρχας Byz. 
πρωτο^εράπωι- Euet. op. 
? πρωτο^ίτης Byz. 
πριοτοκήρνίξ Byz. 
πρωιοχορνφαϊυς KS. 
πρωτοχννηγός Byz. 
πρωτοχΰων Antb. 
ττρωτοχωμήτης Byz. 
πρωτομάγί(ρος Byz. 
π/ιωτιίμκνκς Äeecb. Et. M. 
πρίιίτομιίρτνρ KS, 
πρωτομήιωρ Byz, 
πρωτοΐΌνχληρος KS. 
προιτότιαππος Byz. 
προιτοπΰχωρ East. op. 
πρωτόπΐφα erste Probe, Erfah- 
rung GI0B8. (cf. -/)ία). 
προιτοπόψην Byz. 
πρωτσπολίτης Byz, 
πρωτσπρεαβϋτψοι; Κ9. 
πρίι«(ΜΓρίίίίρΑς KS. 
π^ωτοραβαονχος Gl ose. 
πρίιηοαάββατον Byz. 
π'ρωΓθσΓρατιΡ?/ι>ς Byz. 
πρα/τοβύμβονίος KS. Byz, 
π^ωτο^ΐαλτι;; Bya. 
ΐτν^ρο^ίό^αξ Plin. 



αεμν6»ΐοι göttlich rerehrte βι 
Priester, Diog. L. 

βεμνοχομψοφίνβομν&•οπλαβτΙα d. 
prableriscb echlaae uod lü- 
genhafte Fabeldichtnng 
Theodoret. 

«ΐμνόμαηις Soph. 

σεμνοννμφοστσλία die heilige 
Braatschmückung KS. 

αεμνοπανοϋργος ehrbarer 
Schurke. 

ΰβμνοπαρύσιζος yornehmer Pa- 
rasit, Alex, bei Ath. 

cffiixtjoziieüä Cyrill. 

σνχιν/ιψυλλσν Gloes. 

Σν^μέτοίχος syrischer Metöke 
Tzetz. 

avQoniQOi$ syrieches Rebhuhn 
Ael. 

? τΐταζτημό(>ιον Hdt. Aristot. 
Plut, 

? τριαχοιηημόριαν Hipp. 

τρηϊ^γονος Gloss. 

TQiKmatioQ 1 ) Vater im 3. Öl. 
Aristot. bei PoU, 2) oi Τ-ις 
die in Athen göttlich ver- 
ehrten drei Vorsteher der 
Windesgewalt, die als För- 
derer des Ehesegens galten, 
Et. M. Phot. 

τνφλάγχίοτζο»• blinder Haken 
Paul. Aeg. Oribae. 

νγρίμπΧαατςοι• flüssiges Pfla- 
ster Plin. 

ΰγζοίΐιαραχος. 



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ct. Iffla. ο4οοαίληνΙτι;ς, 

in Sniiit. 

h Snbat νβρο(Τ«λινον DlOSC- 

νίροψόβος die Wasserechea 
Diosc. Gal. (= v-ßia; cf. 
das Adj. ί>-|5ος). 

? νίροφνλαξ. 

α^οχμμαϊμηΧον Alex. Τγ. 

vtoitUTfoq Bezeichnung CiirisU 
bei den Gegnern der Drei- 
einigkeit, welche die Per- 
sonen des Vaters und Soh- 
nes vereinigten KS. (Plor. 
die Schule dieser Theol., 
wohl Mut.)' 

7 υϊ-ηωςίς. 

? έλο/ιιίτρ« ein Holzwarm He- 
Sfch. 

? ίΧοΐζός Aristot. 

νΐίχοποος Schweineniiet Gloss. 

vötre^if eine Art Endivie Flin. 

hajtiksdoQ Scbweinedreck PoU. 
Theogoost. 

? ψaϊoxflqιύς KS. Herr der 
Speisen (O'ber d. 1, Gl. nicht 
klar). 

0cifq<aqtmioL•^ Stfab. 

ψαινολο^ήχη Gloss. 

ψαχοπτισάνιΐ Gal. Oribas. 

7 ψα^μαχομαντις Titel einer 
Kom. des Anaxandrides, 
Ath. 

^Χλϋ^νς, η Theopbr. 

? φεναχομαντις. 

φάιππόπολίς Ptol. PoL Strab. 

ψιλτζόποτον Cael. Aur. 

φινόποΚις Strab. Ptol. 



φιτνποιμψ Pflanzenbüter 

Aesch. 
φισχασυν^ορος Anwalt des Fis- 

cue Hesych. 
ψλογμοτϋραννΐ) ς. 
Φοφάμμων. 
φοίίΊχαμπβχάνη Ρ oll. 
φοινιχοβάλανος Diosc. Gal. Pol. 

Plut. 
ψοςμοραφίς, άος β. Nadel f(lr 

Matten Aeneas Tact 
ψρεατοινιιανον Pol. 
φρενολ^σιιις Anth. 
? φρΐνολνπη nach Hermanas 

CoQJ. bei Aescb. 
7 φορχτωρϋς Feuerwächter. 
φυλοβασιλενς Hesych. Phot. 

Poll. 
fvcißa&fioy Gestell zum Bla• 

eebalg, Snid. 
(ρωτΜίγή Lichtglanz Aim.Comn. 
χαύυιάν9η Diosc. u. a. 
gftixo^ijxi} Ath. 
Ϊ χαλχοϋΟρνστης Hom. 
χαίχσχορύνη. 

χαΛχομυια Sp. 
Xahtonidii Sp. 
χάί^ιοαμύραγύας Plin. 
χaL•ι>τiffavov Gloss. 
χαΧχΰβρΜν (^ρίον) kupferne 

Schöpfkanne Theognoet. 
χαμαιβύίανος Diosc. 
χαμΜαάψνη Theopbr. Diosc. 

Geop. 
χαμαιδιύάσχαλος Sp. 



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χαμαιίικαη^ niederer Richter 

Suid. η. Λ. 
χαμαίδράχίον. 
χαμοΛδζνς Tbeophr. Diosc. 

Plin. 
χαμαίχέ^ασος Diosc. U. a. 
χαμαίχιασος Dioec. u. a. 
χαμΜ}ί£ων. 

χαμαψηίίλαΜν ΔΙ. Trall. 
χαμάψηλον Orph. Diosc. Plin. 
χαμαιμυξαίγη Plin. 
χαμαιπβλωρίς Ρΐίη. 
χαμΜηενχη Ρΐίο. DioSC. 
χαμαΐηιτνς Diosc. Plin, Q, a. 
χαμαίπλάτανος Flin. 
χβμαιαύκη Dioec. Plin. 
χαμ€λαΙαΌίθ66.06ορ. AI. Trall. 

Plin. 
χαμΐΐαΙ{Μ gemeine Hure Plin. 
χαμΐύνη Lager auf der Erde 

Eor. Plnt u. a. 
χαρμοΧύηη Lust am Schmerz. 
? χεζανάγαη Salbe zur Beftir- 

derung des Stuhlgangs Paul. 

Aeg. Cd. 1. Gl. nicht klar). 
χαμάμ»να Aescb. bei Poll. ; 

Soph.j Hesych. 
? xftgaypa. 

χβιράμαζα Handwagen. 
χαρεχμαγΐΐον. 
? xtt^eqytinjg Tzetz u. a. Sp. 

χειροϋσμη. 
χβιροίβσμος. 
χβιςοϋτιημίς, ΐ$ος. 
Xttfj ομαγγανον. 



χαρόμακτ^ιη• Hdt. Sopb. Ari- «»k- 1"•• 

etoph. Xen. n. a. 4• smbit 

χΗρομνλη Xen. (dan. •ov, -ων). 
χΐ*ροπέίη Diod. S. u. Sp. 
χβρρόνηαος Χθη. Strab. Diod. 

S. α. a. und χβρβόνηαΛς Hdt. 

Thoc. u. a. 
χην(Λω7ΐηζ, ο Hdt. Aristoph. 

Arietot. u. a. 
X^oymaig Hesych. Poet. 
χ*ο»^λι Oeop. 
χοιρίλαφας, 
χριροηΐ^ηχος Aristot. 
χονίροιιτ»αω•η Sp. 
? χορίαμβος. 
Xp^oSiiä oxcAog. 
χρρτάβωλος Raeenstack Sp. 
χορτόπλιν9ος (daneb. χ-ον)• 
χοζτόηρωμα• 
χρηματο9ηχη. 
χρημιχτοίαΐλαψ ein Cogewitter, 

das das Besitzthnm bedroht, 

Sp. 
? χςηματοφίιλαξ. 
? χρησμοφήΧα^ Luc. 
? Χρκίτιανοόιώχτης Ohrieten- 

Verfolger Jo. Damasc. 
Χρνβτιανοχατψορος Jo. Damaeo. 
Χριντοχηρνζ Antb. 
X^l^vτoμά(ιτv^ι. 
Χριβτάχολις Greg. Naz. 
? Χρκηοφονίύς Theod. Prodr. 
χςοοαίετος Ael. 
χρύβαμμας, fj Goldsand. 
? χζναβραβτ^ Babr. 
χρναήλ&αρύν Plin. 



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**■ ^* XQVüoßcÜavoQ Gal. 

in Hnbit 

h Svbrt. χρνβοβήρολλος Flin. 

χρνσοχάι^αρος Hesyeh. 

? jjjEweorejOoc, To dae goldene 
Horn bei Consteatitiopel, 
Plin. (aber dan. adj.)• 

Xpwroxoyxv^ov. 

χρνβοχΜα Theophr. u. a. 

χρναοχσνις. 

χρυσοχύρϋμβος Dioso. 

Xpovoit^avov^eeof. Greg. Naz. 
α. a. 

χροσ6λι9ος, i Diod. 8. α. a. 

χρνσάλινον OoIdfsdenPsul. Aeg. 

χρνσομηλοΧόνθ^. 
χροαόμηλογ Plin. 
? χ/Ηβομ'^ις ein Vogel Ari- 

Btot 
χρννάντιμα Paal Aeg. 
χροϋόξολον CloldbolzSchol. Αή- 

fltoph. Theocr. 
XfivOoirii^ 

XpoaönoXtq Xen. Strab. Diod. S. 
χροσορανίς goldne GKeeBkanne 

Hesych. 
χρνϋοοόΛ^ίΐγξ Hanass. ehron. 
χρνσοσώτφεφος AI. Trall. 



Xpvttotitmm' Antb. Lac. 
χροοωματο&ηχη ΡοΙί bei Atb. 
Σντραιτολις Theopomp, bei 

Steph. B. 
χΐιΐρΒπΙσχοαος Landbiechof 

Baeil. 
ψνίλοτοξόιης der Floheohtttze 

Luc V. b, 
? ψιχίμηορος KeejCsb. 
? ψιχοχλέιηης^ 
φοχόμαντις HeSf ch. 
ψνχοτΛμΙας, 
ψνχοτόρανΫος, 
ψαμοίονίος Hesy^b, 
ψύμΛχολάξ Bissenst^meichler 

Arietoph. fr. com. bei Ath. 

n, a. 
? ώλέκρανον. 

άμσχοτ^η Schultergelenk ΡοΠ. 
άμοπίάπ; Xen. Poll. α. a. 
ώμοτάριχος gesalzenes Hals- 

Btflck eines Fisches Com. 

bei Ath. u. a. 
ώό/αΧα Gal. Agt. u. a- 
ώρόίβαμος. 
? ώιάγρα Ohrenzwänge. 



Im Ganzen zähle ich c. 1170 griechische Immatata τοη 
Snbst. + Sahst-, ron denen c. 260 nicht sicher sind; also doeh 
über 900 sichere Bildongen. Ein Blick auf die Citate belehrt 
ons aber, daes der bei weitem grQsste Theil dieser Composita 
einer späteren Qraecit&t angehört. Im Homer haben wir 28 
derartige Immutata gefunden, von denen nur 14 ziemlich sicher 
waren, eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass Homer 
im AUgemeiniHi' die Zaeanuaeneetzangen sehr liebL• Von den 



b,GoogIc 



besten Dichtern der klasa. Periode haben wir Gelegenheit ge- ^f^- >'■'■■ 

^ *' Ten 8«blt. 

habt, Aristophanefl c. 45—50 Mal anznflihren, Aeechylue ή- BiUt 
c. SO Mal, Sophocles 12 — 15 Mal, Enripidee ebenfalle 13 
bis 15 Mal, Pioder 8—10 Mal, Hesiod 3—5 Mal; von den 
besten Prosaikern Aristoteles c. 35 — 40 Mal, Xenophon 
c. 25 Mal, Herodot c. 20 Mal, Plato c. 18 — 20 Mal, Thu- 
cydides c. 6—8 Mal. (Eine ganze Reibe τοη diesen Bildun- 
gen waren ausserdem noch unsicher.) Also unter den Dichtern 
waren unsere Composita noch am meisten bei Aristophanes 
and Aeschylus vertreten, unter den Prosaikern bei Aristo• 
teles. Ich zweifle nicht daran, dass mir bei diesen Anfzäh• 
lungen manche Beispiele entgangen sind; im Allgemeinen aber 
ist des Resultat gewiss, dass die Immutsta von Subst. + SabSi. 
in der besten Zeit nicht sehr zahlreich sind. 

Später vermehren sich diese Bildungen sehr beträchtlich 
nnd finden sich besonders zahlreich bei den Naturforschern 
und Aerzten, auch den Grammatikern und Lezicogra- 
pben, sowie den Eirchenschriftstellern. Vor allem häufig 
traten sie uns entgegen bei Dioscorides, Galenas, Theo- 
phrast, Plinius, Oribasius, Alexander Trslles, Αβ- 
tiuB, Strabo, sowie in den Geoponika. Ferner haben wir 
häufig citjren können: Platarcb, Hesychiue, Snidas, 
Etymologicum Magnum, Eustathius, Athenaeus, die 
Anthologie, auch Lucian, Glos β.. Scholl., Sircheu- 
echriftsteller. 

Mag nun auch im Einzelnen anser Yerzeichniss αητοΐΐ- 
etändig oder unrichtig sein, so können Abweichungen im De- 
tail doch unmöglich das Resultat in der Hauptsache an- 
fechten, welches ans den Zahlen sich mit Evidenz ergiebt: 
Im Homer sowie bei Dichtern und Prosaisten der besten 
Zeit sind die Immutata von Subst. -\- Subst. durchaus 
nicht häufig; später nehmen sie aueserordentlich za 
und ihre Gesammtzahl ist daher eine recht be- 
d entende. 



b, Google 



snt. iu>. β) AdiectiT 

τ•ι iu. + •-' * 

Silit ußQoälana reichliches Lebeq 
Ael. 

αγρίάμπβίος der wilde Wein- 

Btock. 
äyQte^a vilder Oelbanm, 

DioBC. 
ά^φμΑισσα wilde μ. Heeyoh. 
afftoaaiiiw wilder Birobaam 

Qeop. 

αγζίοβάλανος. 

αγβ^οχοχχ^ηλα, τά Dioso. 
Αγρίοχιιάμμρον Schol. 
ä^Qtomfitvov Schol. 
ίγριομαίάχη Schol. 
άγρίίμηλα, τά DiosG. 
άγςιομυρίχη LXX. 
αϊ<1*οπη/ανον wilde Rante He- 

eych. 
äfQtQQlYavog DioeC. 

iydtoaiXivOv Dioec. 

α/ρΜΟταψ^η Hesych. 

&γζΐοιινχη. 

AfdioeviKn', 

Αγζΐόφαγςος Opp. 

άγςιι>χηνά^ίον. 

άγριόχοίβος Schol. Aristoph. 

aiyoXäwv Schreckenslöwe 

Theoer. 
αΙνΑοχος Antb. 
MranoQts (== Jvanaf(ii) £ar. 



+ SubstantiT. 

alvfmai^ü unglücklicher Vater 
Aeecb. 

? (dvatmeta Mosch. 

alvQtvqawoi Antb. 

άχ^βχΜν das Ende der Hafte. 

αχ^ερα, radie äussersten En- 
den der Segelstangen Poll. 
(auch &-qaici, ca)• 

'Αιΐξοχά^ν9ος^ ό die Βαι^ von 
Eoriath Xen. α. a. (beachte 
den Geechlechtewechsel.) 

L•QOiκoUa das Schalterblatt 
Poll. 

αχβό»«^ der Nachtanfang. 

Ηχ^ποΐις Hom. u. a. 

αχ^ύαονς Fuesspilze Aerzt. 

? &*ζοπ^εμνον das äuseerete 
£nde. (τΐζέμνον = Ende ; aber 
Tgl. a-Tfq(äQ<s¥, ä-qivtov, ä-no- 
μ(ον, die Hut. oder gar De- 
riv. sind.) 

? äx^ömfQov der äueeerste Fltt- 
gel Anth. 

7 άαροψύλαξ Pol. 

αχζόχειιι Vorderarm. 

? αΧαοσχοπιη Hom. u. a. 

αλίΐ&φαντις Aesch. 

αλοχτοπ^ύη unauflösliche Bande, 
meist Plur. Hes. Ap. Rh. 
u. Anth. 

άμβοοτόπωλος, η das göttliche 
Füllen, so wird bei Eur. 
die Artemis genannt. 



b,GoogIc 



7 *ΑπραγόποΧίς die Raetstadt. 
Suet. Aug. 

Άρΐΐοηαγος ίϋΐ'Άρειος ηόγος hat 
kein guter Schriftateller. 

Άττιχοπίρίιξ attUches Reb- 
huhn, Ath. 

? βανχοπανονςγος ehibarer 
Schurke Arietot. (vielleicht 
urspFänglicb Adj.) 

βραχϋπτολις Kleinstadt Lyc. 

ylai^atov Qal. u. a. Aerzte. 

γλνχύμηλον Sappb. bei Schol. 
Theoer. nnd Theoer. 

γλνχνπά(ΐ9-6νος liebliche Jnng- 
frao, Meleag. in Anth. 

γλνχν^ιζα (auch -ov) Geop. 

γνμνοσοψΜτταΙ Strab. Flut. u. 8p. 

ίίχαιοιιφτης der gerechte Rich- 
ter. 

εςημόηολίζ die wOste Stadt. 

'Ertoßonaiai die ächten Buta- 
den, Alexis bei Ath., Dem. 
Aeschin. 

έιεόύμως achter Sklave Heeych. 

*Eteöxq^r^8i Hom. 

ίιυμόδ^, η die ächte Eiche 
Theophr. 

ημερόίφις^ ζ Hesych. 

^μβζόπιτνς Heeych. 

? ημεροφνλαξ Xen. 

^αμβος Halbjambue. 

^μιάν&οωηος Lac. 

? ^μιίαναχη. 

ημ(ίράχων Greg. Naz. 

ημίίλλην XiUO. 

ημί9-^Μνα Opp. 



7 ημ19ίος bei Hom. als Adj., β 
dann auch SubaL , wabr- 
Bcheinlich nicht hergehOrig. 

ημιΐονίαίος, 

^μιχοτόίη Hipp. 

ημίχ^ιρα, η der halbe fCopf, 

Arietoph. n. a. 
ημίχρης, τος Lyc." 
^μικνα9ος. 

ημιχύΧινίρος Eratoeth. Vitrnv, 
ημιΧάσταυρος, ο halber Schurke'. 
? ημίμηρον Sold. (cf. aber ψί- 

αχοίνον α. dgL) 
^μίμηίος. 
ημίονος Hom. 

? ημιπίΧΐχχον Hom. " 

ημ^πέςοης. 

7 ημΙπίί»ρον Hdt. Xen. 
^μίπους halber Fuse. 
7 ημιβτάόίο» Pol. Strab. Luc 
^μκηατήρ Heeych. 
ημκίτρατίώτιις Luc. 
ημκτύ^οολος, 
ημιβυχοίνιΐξ. 

7 ^μιταλαντον Hom. Hdt π. a. 
ημίτςαγος. 
ημιφωαώηον PoU. 
ημ^χοΟ-ίξ Hipp. 
'^Ηραχλείοζαν^Ιας der Herkulee- 

Xantfaiae Arietoph. 
ΰ-ΐ^μοπιίλαι Warmthore Hdt. 

Strab. 
αηλΰπρινος, η der weibliche 

Baom τιρΐνος Enst. II. 
97ΐ>.Βπτ£ρΙςαΆΒ weibliche Farrn- 

krant Theophr. Dioec 



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cink. liui- lepaoiioi heiliger S&Dger He- 

«nAij. + , 

snirt eycü. 

''hpänoktg Streb. 

ίεροβοτάνη das heilige Kraut 

Diese. 
ίερομανία heilige Raeerei, Tom 

Bacchaedienst, Cleu. Λ1• 
ίβρομά/ηνρις die heiligen Μ. ES. 
ίφόμιορτος, η DiOBC. 
is/iQjroiK Philo, τοη Jernealem. 
ΰροηρόαπολος Ptol. 
ί)Μρνιραγΐ(ύΙα eiue travesirte 

Tragödie Suid. 
χαχΒοτω U ebel befinden Eesych. 

(opp. fis<nu% 
χακοααίμων böser Oeifit Äri- 

stopii. Arr. 
χαχόόουίος Cratin. bei PoU. Lna 

Piulopatr. 
καηηΜνψας schlechter Ver- 
walter. 
AciKoUtgs Hom. 
»αχ6(Μντ^ς Ap. Rh. 
καχομήτωρ Hesych. 
καχοπάραενος unglückliche J. 

SchoL Eur. 
xuatMioktTeia Pol. Plat. 
καχόψΛος. 
? xaiUßvlas der schöne Wurf 

PoU. ψλος). 
ΚίΛλιχοίώνη Hom. 
xaUJxpeoig Oal. n- a• 
xa}Λlμcφτ«ς S- S. Byz. 
χαΟΙοηλος. 
ΐΜίλΙηαις echOnee Kind £ur. 

(eonst Hat.) 



»viilUoXtg Fiat. α. a. 
χίαλιχ»υς Ath. 
χαλοόιόάϋχαλος. 
χαί,οΧάίγξ Tztz. biet. 
xuioTriiday tu Theocr. 
χονφόλιϋ^ος Aöt. eine Steinart. 
Xetoßarog der glatte Roche Ar- 

chestr. bei Ath. Aristot. 
isuToxapoov dünnschalige Nase 

Dioec. Geop. 
λΐπτολάχανον ES. 

ji£VXM^loif£g. 

λβοχάχιχναα Theophr. Diosc. 
λΐΐιχάν&εμον Diosc. 
λενχαχάιης Plin. 
λβνχερωόίός der weisse Eteiber 

Artstot. 
äeoxoäia eigentliflh die Weiss- 

gölün, Hom. Pind. u. a. 
λίΒχοχράμβη Oeop. 
Xsvx^tvov Hdi. Ael. 
λίνχομαινίς, 
λευχόνοτος Aristot. 
λΐνχόπνρος. 
Jevxoavpoi die WeisBsyrer 

Strab. PtoL 
λβνχόχροια die weisse Farbe 

Plnt 
μιγαΧέμπορος = μή'«ε ε- SchoL 

Aristoph. ES. 
μεγαΧοδαίμων = μή-ας S• ES. 
μεγαΧό3ονλος Epict dies. 
μεϊαλοχψν'ξ ES. 
μΒγοΛόμαρινρ and -μορτνς ES. 
μιγαλομψηρ Grossmntter Be- 

sych. 



b,GoogIc 



μΒγαΙοβοψιϋτήί Ath. 
μβΧάμ,τηρος Cand -ον) Theophr. 

Dioso. 
μΐλανιύετος Aristot. 
μββοβααιλευς Dion. Η. Plut. in- 

terrex. 
μεαό/αι« das Binnen- oderKit- 

telland Hdt. Thac. Xen. Plat. 

Pol. n. s. 
? μίδόχρανον die Uitte des Schä- 
dels PoU. 
? μεσόχωλαν Darmfell Hipp. 

(cf. μίββντίζιον). 
μίβοπβηηχοστή KS. 
μεαόποΤ^ς Uittelstadt KS. 
μίαοπν)ιη Antli. 
μΐσότοιχοζ Eratoeth. bei 

Ath. 
μαροβααι^ΛΌς. 
μιχροίοαΧος Arr. £piot. 
μιχροχοΜίβψ 
μιχρόχοβμος. 

μΜΐρόνησος Euet Od. 
μιχροκολίτης Kleinstädter Ari- 
stopb. Xen. Aeschin. {μ•ποίις 
ist nicht vorhanden, cf, aach 
das dentsche Kleinbürger, 
das nicht etwa von einen} 
ifEleinbo^" herkommt.) 

? μο>•ίαυσ*ς einfache Kette 
PoU. 

ρόνανλος ein Instrument, Sopb. 
u. a. bei Ath. 

μονέντερον der Eindarm. 

μ&νι,ππος das einzelne, nfan•' 



gespannte Pford, Rennpferd, anh. ivb. 
Xen. Ael. TieUeicht Plat. "'sÄ* 

μονόβφλος Bya. 8μid. (auch -ov), 

μονογέρων ein einsamer, m(lr- 
rischer Alter. 

μονοχέλης einzelnes Rennpferd 
Tzetz. bist. 

povoUmi Anth. 

μονόλνχος Arat. Ael. Plat. 

μονοναϋιης. 

μονόπαις das einzige Kind, Eur, 

νεοπολίτης Nenböi^er Plat 
com. nach Poll. Ath. (an- 
ders νβαπο^ίτης). 

νΜοπαλίιις. 

νβόπονς jungerTiieb derW ein- 
ranke Geop. 

νεότηολις rerbunden oiit πόλις, 
Aescb. 

νεόΐορος Alex. Trall. 

νο9οχαλλοσύνη onechte Schön- 
heit Anth. 

wmaXoftponiov ein schläfriger 
Alter, Et. M. 

»Wo/^/iDuv zahnloser Greis Poll. 

ξηρoάμκL•v trocknes Kraftmehl, 
Stärke Qeop. 

ξηροβάτραχος. 

ξηροχαχοζφα mit Trockenheit 
Terbundene χαχοζηΧΐα^Αίί&ί- 
taüon) im Styl, Demetr. 
Phal. 

ξηρ^σ^α Aet. Hesyoh. 

iilpoKeXh^piof Ast. 

ζιΐρόί.ι&ος Suid. Bya. 

ξηρόμνρΟν Aet. 



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Uni. bat. ξηροπόταμος Gloss. 
gabiL ξηροτηρία irocknes Schwitzbad. 

ξηρσσμύρνί} AI. Trall. 

ζηροτι^ανον. 

ξηροχειμάρροος. 

? oloßovxόL•ς Aeecfa. (Tielleicht 
olxoß-). 

δίίόβχοΗΜ}ς eine dicke Binsen- 
artjTheoph.r. Ael. Aeschln. 
Diog. L. Aath. n. a. 

ip9oSapov Poll. 

? Ιρ&ομαπΒία richtige Weieea- 
gai^ Aescb.; vielleicht 
Derir. tod dem folgenden. 

^>9-όμαντις wahrhafter Weissa- 
ger Find. 

Ιρ^οηάλη das aufrechte Rin- 
gen, wobei man steht, Luc. 
Lexiph. (bei Plat. ορ»η 

ip^onopog die richtige Bahn. 
^/)d οποίων Geradbohrer, Galen. 
δξοάχαν&α Spitzdom Theopbr. 

Diosc. 
dS6faL• Strab. Plnt. Qal. u. a. 
όξύκΐίρύς Theophr- 
όξι>Χάαα&ον Diosc. u. Sp. 
όζίιμηλον. 

όξνμνρσίνη Diosc, Plin. 
όξύϋχοίνος Batrach. Diosc. 
ίξοτριφϋΑιον Plin. 
αξύφαγρος Opp. 
οβιόμαρτνς heil. U. KS. 
ηα\Μ9^Βος fflr ηαλαι» &ΐός He- 

Sfch. 
παλαιόίονλος. 



παλαΜμάγαίις Ath. 
lfa^L•^oμάιωp Altmutter, 

Stamm-, Eur. 
παλαιθ{ΚΟΛωφ Qloss. 
παμηρύτανις der Allwaltende. 
πανόγνρις Pind. Aesch. 
πανάρχων. 
Παναχαιόι Hom. 
πάνδοολος Anth. Manetfa. 
ΰανίλίψες Hom. Hee. α. a. 
πανίπαψρσδιαία vollendeter 

Liebreiz. 
ιτανηγνρις Hdt. Thuc. Arietoph. 

Xen. Plnt. α. β. 
ηάν&ηρ Hdt. Xen. Arietot. α. a. 
aavd-rpa der ganze Fang. 
■ηανίχνίον die ganze Fährte, 

Opp. 
? πανοηλίτης Tyrt. 
ηΐαγία,υλος die Querflöte, Βίοο, 

Anth. Q. B. 
πλαηχνμινον Diosc. Gal. Alex. 

Tr. 
? πλατυΐίσχης breiter Schwä- 
tzer Anth. 
7 πολλοστημόριον ein Theil von 

vielen Luc. Plut. (cf. d. 

Adj. π-(ος). 
? ηοστημόρκη/ θρ. 
? πρωταγωνκηής Poll. Fiat. 

Luc, Aristot. 
ηρωιαπόοτοΧος RS. 
ιιρωτέ(ί*χος Byz. 
πραττίΐξάίίλφος Byz. 
πρωτίπΐύχοπος KS. 
Ttpiateitlrptioi Tzetz. 



b,GoogIc 



πρωίΒζγάτης Byz. 
πρωτΐργάτις Byz. 
7τρωτοα9ίψής RS, 
πρωτόγαλα Et. Μ. 
? πριατογίνατης Glos θ. 
πρωτογέωργος Εαβί. ορ. 
πριοτούίάχονος Eust. ορ. 
¥ πρωιοίότης. 
πρωτοίζαρχος Byz. 
πρωτο^βραπωι• Eust. ορ. 
? πρωτο^ΰτης Byz. 
πρωτσχήρνξ Byz. 
πρωχοαορνψαϊος KS. 
ff/MKTOJtwij/iie Byz. 
πρωτΟχνων Aoth. 
πριατοκωμήτης Byz. 
ττρωτομόγΐψας Byz. 
πρωτόμαντις Aesch. Et, Μ. 
πρωτομάρτορ KS. 
ηρωτομήιωρ Byz. 
πρωτοναύχληρος KS. 
πραιόπατηος Byz. 
πρωτοπάτωρ East. ορ. 
ΐΐρωτόπΐφα erste Probe, Erfah- 

rnng Gloss. (cf. -/>ία). 
προηοπόψην Byz. 
πρωτοπολίτ^ις Byz. 
ττρωτοπρεαβότίρος KS. 
προπο^ρ-ίΐίρος KS. 
π^ιντοραβδοϋχος Gloee. 
ττρωτοοιίφβαταν Byz, 
TTgiuioffigai )?)■'>; Byz. 
τζρωτοσύμβουλος KS. Byz. 
?Γρ(ϋΐθ(ίαλΓΐ7ς Byz. 
ΐΤνρ^Οχό^ξ PllD. 



σιμνό&βοι göttlich verehrte enk. imm. 
Priester, Diog. L. ^,ι,βι 

οψνοχομφοψίνίομν^-οπλαστία d. 
prahlerisch schlaue and lü- 
genhafte Fabeltlichtung 
Theodoret. 

Οΐμνόμαντις Soph, 

σεμνονυμφοατολία die heilige 
BrautschmückuDg KS. 

σΐμνοπανονργος ehrbarer 
Schurke. 

ΰβμνοπαράσιιος vornehmer Pa- 
rasit, Alex, bei Ath. 

σμιχ^οχή(ΐνζ Cyrill. 

σνκινόφνλλον Gloes. 

ΣνμπανΆληνΒς. 

Συοομέτοιχος syrischer Metöke 
Tzetz. 

αυροπίρδιξ syrisches Rebhuhn 
Ael. 

? τΐτα^τημ/ιριον Hdt. Aristot. 

Pkt. 

? τριαχοηημόριον Hipp. 

τςιτέγγονΟς Qloss. 

τζίτηπάτωρ 1) Vater im 3. Gl. 
Arietot. bei Poll. 2) W i'-tg 
die in Athen göttlich ver- 
ehrten drei Vorsteher der 
Windesgewalt, die als För- 
derer des Ehesegeue galtnu, 
Et. M. Phot. 

ΐνγλάγχιοτ^ον blinder Haken 
Paul. Aeg. Oribas. 

ίτγ^έμπΧαβτροι• flüssiges Pfla- 
ster Plin. 

νγςοβατραχος. 



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βηί. Ιβη. ίγροχοΐλούρια, τά Alex. Tr. 
wn AdJ. + ^ 
Snbit fjygo/mgof Aet, 

hyQOiuaaa Gal. Oeop. und Sp. 
(of. -β»'). 

χαννοπσλίτης ein Bürger, der 
sich durch windige Redens* 
arten beschwatzen oder auf- 
blähen läset. Aristoph. 

χίωςόσοβζα die grUoe Ei- 
dechse, Sp. 

χωΚΙαμβος der lahme J. Callim. 

? φ<ν(}αν/ελος LtlgenboteHom. 
Aristot. (daneben ifi-ni). 

ψΒνάάγχουαα Plin, 
ψΐνίάίίλψος Ν. Τ. 
ψΐυύαλίζανόρος Luc. 
ψενίΰψΛμαξνς Aristoph. 

^ρΐνίαρόατολος Ν. Τ. 

ψκααργν^ς Strab. 

ψΒνί(αράφαζνς Aristoph. 

ψενύΐγγραψη. 

tfjeoieviaqa Xen. Suid. 

ifievJemiQOTzoQ Suid, 

ψεναίπάννμος. 

7 ψίυόενλαβέια falsche Gottes- 
furcht (vielleicht Derir. von 
tbeor. ψ-βής). 

ψεν^ηραχλι^ς Plut. 

φενάήριον Lycophr. 

ψΐνίσβααιλενς Anna Comn. 
ψΒνόοβού)Ίον Diosc. Plin. 

ψινόόδΒίπνσν Aesch. 



ψβνίοίίχιαμνον Hippocr. Dioac. 

Plin. 
ψενίοδίχταμον Theophr. 
ιρεοβοδιογένης Anna Gomn. 
ipeodotvidQa. 
ψενόοΒπΙαχσπος. 
ιρενάοΒ^ημίιης Jo, Damaec. 
ψΒυάό9ε0ς. 

ipsoaotegeüg lo. Damasc. 
ipeväonatijjOQog Suid. 
ίρενίοχεψάΧαιΟν Sp. 
φενίοχηρνξ Soph. 
? ψΐνδοχλητήρ. 
tpBVOoxOQlj Ρ oll. 

ψΐνίοχ^ΐΐζος Diosc. Plin. 

ψενδοχνίιΐν Plut. 

ψενίοληστής, 

ι\ιενδόμιινης Hdt. Aesch. Soph. 
Eur. Luc. Plut. 

Ψΐΐιδομάζίος App. 

ψενόομάρτνς falscher Zeage 
Plat. Aristot. (auch adj.) 

■ψινδομόναχος Nilus. 

ψευάόναρίος Plin. 

Ψΐν$θνέζων Luc. 

ipsvSaiiMÖtlu falsche Gelehr- 
samkeit Geb. tab. 

^Etirfo π «i>ii;fijff(( falscher Gleich- 
klang, Eust. II. 

? φί!ΐι)οπάρ9-ε>Ός f. Jungfrau 
Hdt. (auch als Adj.) 

φενδοηΰτωρ Callim. 

ιρεοβοηοιμην. 

φευαοπολΙχίΊον. 

tfievion^eaßevrliq Schol. zu Soph. 

^εϋαοπ^εαβίτεςος. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



^tvioxQoioala Folyaen. 

? ψΐνίοττροςποίηαις f. Nach- 

äffung, Schol. zn Aristoph. 
ψενδοτι^ψητης KS. 
ψενδοτηωμα Plut, Suid. 
Φΐυδοπνλαι Plio. 
ψ&>αοραψψό6ς Heeych. 
ψευίορηχαιρ. 
ψενίοοχος Meineid. 
ψΐνδορνις. 
ψίνύοαίλινον Diosc. 
ψενδοαμάραγδος PH η. 
φεναοατιγρατίας Titel eil) er 

Korn, des Nikostratoe bei 

Ath. 
</τΒυ^ό<ηομα 8 trab. 
φϋυόόαφηζ Plin. 
ΙΆυίιιψίλ»π;ιος Strab. 
ψενόόχηρα. 



^ενδ6χρίστος Ν. Τ. α 

ψΐθίοχρνσόλι9ας Diod. S. 

φιλό^ατιις Clem. ΑΙ. and φιλό' 
ταπις ein Teppich, der auf 
einer Seite wollig ist. 

φνχροχαυτηρ ein Instrument, dae 
auf kaltem Wege thut, was 
Tom χαντήρ durch die Brenn- 
rbtire geschah , Paul. Aeg. 

ί/ινχρομ άρμαρος, 

? ΐ(ιυχβομ»9ονργία frostige Sa- 
gendichtung Tzetz. 

ώμογέρων Hom. u. β. 

ώμόλιναν Aesch. u. a. 

άμαχάραξ roher, uagesch älter 

Weinpfahl, Geop. 
'είμοχά^ων der wilde, grau 

eame Charon Anth. 



Im Ganzen zähle ich nnr c. 380 griech. Immntata τοα 
Adj. + Subst., von denen c. 40 unsicher sind. Somit stehen 
diese Compoeita an Zahl bedeutend zurück hinter den Immnt. 
TOD Sahst. + Subst. (deren wir c. 1170 hatten, wovon 250 
nicht sicher sind). 

Schon im Homer waren dieselben weniger zahlreich (wir 
hatten 13, von denen nur 9 ziemlich sicher, 4 unsicher waren; 
dagegen Imm. von Subst. -|~ Subst. c. SO, von denen 15 ziem- 
lich eicher waren); sie haben aber auch in späterer Zeit keine 
eo reiche Entwickelung erlebt. Immerhin sind sie im Laufe der 
Zeit bedeutend zahlreicher geworden und der weitaus grOsete 
Theil Ton ihnen gehört nicht der besten Graecität an. Bei 
den vorzüglichsten Schril^stellern wie Herodot, Plato, Xeno- 
phoD, Thucydides, Sophocles, Euripides, Pindar, ja aach Ari- 
stoteles, Aeschylus und Aristophanes , welche letzteren doch 
eine ganze Reihe Immntata τοη Subst. + Subst. aufwiesen, 



b/ Google 



finden wir die Immut. von Adj. 

in vereinzelten, nicht einmal 

treten. 
1- r} Partikel Cd. h. Adr., 
i. ? äiixalaQXpg = £^ιχος Άρχων, 
Wortspiel bei Cic. ad. Att. 
mit dem Namen des Dikae- 
arch (of. αίρος). 

? aimqa mit άωρα verbunden 
= Gaben, die nicbt Gaben 
sind Soph. Ai. 674 (es ist 
schwer zu entscheiden, ob 
dies Imm. oder Mut. ist, wie 
noch bei einer Reihe ähn- 
licher Comp, mit α priv.). 

aeumti, η ewiges Sein, (έσηύ 
dor. == o6ttla^, 

? αϊβος, Nichtiros {mit 7ρος 
verbunden) Hom. 

? αχηπος ein Michtgarten, mit 
χηηος verbunden, Greg. Naz. 
(cf, aSo)Qa δώρα). 

? αμητωρ mit μήτηρ verbunden, 
eine Matter, die sich nicht 
wie eine Mutter benimmt, 
Soph. El. 

ίμφίποΛις eine zwischen zwei 
Meeren gelegene Stadt. 

αμψίτάπης, ο und άμφίταπις, ίος, 
η eine auf beiden Seiten 
zottige Decke (cf. -ος, -or). 

Ιίμφοάος ein Weg, der um 
etwas herumfährt, = λαύρα, 
die Strasse mit den ele bil- 
denden Häusern, Stadtvier- 
tel, Hesych. Suid. 



4- Snbst. nur ganz eporadiecfa, 
immer sicheren Bildungen ver- 

Praep., Conjl -|- Sahst. 

αναίς mit νάες, Schiffe, die 
nicht mehr Seh. sind, Ver- 
störte Schiffe, Aesch. 

ävaxiXaioi das Auflauern Eor. 

&νάη{ΐρα Pol. Ρ Int. 

? }ί»ιργα mit ίρ/α verbunden, 
Enr. 

αν^ϋπαχος Proconsul Pol. Plnt, 
Luc. 

&νΙ<αρος, Jon. ανίψρος, ein 
Kichtarzt, der den Namen 
eines Arztes nicht verdient, 
Hippocr. 

άνοδος Hdt. Fiat. Xen. Luc. 
Pol. u. a. 

? ''Λνολνμτ^άς, δος eine ine Ver- 
zetchnies nicht eingetragene 
Olympiade Paus. 

? ανταχαλονβ-ος. 

? ävtaitotva (= αποινά) Soph. 
Eur. 

άντΒν4δρα gegenseitiger Hin- 
terhalt Polyb. 

£fTcv£;[v^o>' Gegenpfand, Schol. 

äneaelaoäog gegenseitiger Zu- 
gang Plat. 

άντεπέξοόος gegenseitiger Ans- 
fall, Angriff Dio G. 

Άνιίρως der Gegeneros, die 
Gegenliebe Plat. u. a. 

? ävT^Xtot ^ äyi^ha nnd πα^ 
η^α. Dämlich Nebeneonaea. 



b,GoogIc 



? άηη^έτης Gegennidrer, Geg- 
ner, Aesoh. 

ärttßaaikeiq Oe^enköoig, Zwi- 
ecfaenkönig Dion. H. 

ia^idäxtvXoq Schol. 

ayztiwQsa Gegengabe, Arietot. 

αντίίωςον Gegengabe Äesch. 
bei PInt. 

ävii&sog ein Teindlicher Gott. 

? änlxevtQoy was eines Spor- 
oes Stelle vertritt Aesch. 

αντίχλίΐς Gegenechlüssel Clem. 
AI. Poll. 

"Άπιλίβανος Strab. 

αντιηαρασκβυή Gegenräetang 
Thttc. 

αντίποίις Gegeoetadt, d. h. Ne- 
benbahterin einer andern 
St. Diod. Strab. 

αντιτιοςνόβοβχος Kollege od. Ri- 
val in der ITurenwjrth- 
echaft, Titel einer Kom. des 
Dexippos. 

? αντίαιγμα gegen einander ge- 
kehrtes Sigma', das krit. 
Zeichen )( Diog. L. 

ävrlcreQvov Poll. 

άντκττράτηγος 1) Gegenbefehls- 
haber Thuc. Plut. 2) Stell- 
vertreter des B. Fol. Plut.Q.a. 

ävzttnquTnaifig Gegenetreiter. 

άντιΒνγχλψος der Gegeneenat 
Fiat. 

άντιψά^ιμαχον Gegenmittel Di- 
osc. Ath. 



αντίγοςτοζ Gegenfracht. ^ 

άντίχαζίς Gegengefälligkeit 
Schol. Thuc. 

? AvilxstQ, ο der Daumen Gal. 
Plat. (beachte auch den 
Genuewecheel). 

&yrlx&wv die Gegenerde Ari- 
Btot. Plut. 

&ντιχ&ρηγος. 

&ντ[χρι<ίτος Ν. Τ. KS. 

? αν6μψη mit νύμφη Braut, die 
nicht zur Braut geworden 
ist Eur. 

άπαχμή das AbblQhen, Abneh- 
men der Kraft, Longin. 

? απάρ&-ΐνος mit πάρ$ΐνσς ver- 
bunden. 

ΰιτ^χγονος abnepos, Simonld. ep. 
~? απΧοντος mit πλοντης Plut. 

? απολις mit ηϋις verbunden 
1) eine unglückliche, zer- 
störte St, Aeech. 2) St. ohne 
Verfassung, Plat. 

άπόμελι das HonigwaBserDiosc. 

άπόπατος i) Stuhlgang Plut. 
Luc. 2) Abtritt Aristoph. 

απόπ€ψα die Probe, Hdt. Thuc. 
u. a. 

αποσκεοή das fortzuschaffende 
Gepäck Pol. Plut. u. Sp. 2) 
Äbtritt Strab. 

? άςτίπαις der eben noch Kind 
war. 

? αφορμή Thuc. Xen. Dem. 
laocr. Pol. u. a. 

? Άχαρις mit χάρις verbunden, 



b, Google 



Srtk. !■■. α α Willkommener od. anver- 

niFkrttkd 

■I- Eiakit. goltener Liebesdienet, 

Äesch. 

ό^άχοσμος die Anordnung Λη- 
etot. a. a. 2) die Schlacht- 
ordnung Thac. Plut. 3) 
Schiffekatalog Strab. Scho). 

? άίάξυλαν Querholz. 

? (fianaltjdasWettringenPlat. 
(nicht von όιααόλλω, dae 1 ) 
durchschütteln ; 2) durchs 
Loos zutheilen bedeutet). 

? oiatfctQu der Versuch, Hdt. 
Dem. Plut. u. a. (,iioiJtslQfo = 
durchbohren). 

όιανκενη Pol. Äth. Schol. 

? ϋγαμμα (auch -u»•). 

Afj^^aBüi^schaft', Schol. Thuc. 

JtigoJofHdt. Plat. Äristot. Eur. 
Plat. Pol. u. a. 

διηχή das DurchBcballen Suid. 

αίοδος Aristoph. Aeschin. Hdt. 
Thuc. Xen. Plat. u. a. 

? ΰιτζό%Μος. 

? ίιχόρειος. 

ίοσμήτης Hom. 

JvOnaQtg Hom. 

ttaoiog Houi. 

? SvaoXog Hom. 

ίνίδρα att. Proe. von Thuc. an, 

? ί»Ί*ός Poll. zw. = νοός. 

ίγονλα, τά Zahnfleisch auf der 
inneren Seite der Zahne 
Poll. (ούλο»•, gewöhnlich PI. 
= ZahoÜeiech). 



iξavέψtoι. zweite Geschwister- 
kinder Pol. bei Äth. 

Ifuiari; verstärktes unocijBes. 
th. Theogn. Xen. Dem. 

ίξέαςα Eur. u. a. 

6ξο3ος Hdt., Attiker von Aescb. 
u. Thuc- an. 

ΐζορμή der Aufbruch Plat. 

ϋιοκνος Zustimmung, Lob («<- 
ro(] Attiker in Poesie und 
Prosa. 

hiupoiog Plat. Eur. u. ». 

? fnaga, Jon. enufiii Hom. u. a. 

hfftooäog das Dazukommen 
Soph. Plut. 

en^fotfoc Dio C. Thuc. 

? ίΛίβονκΑλος Hom. 

? ^ιβονλη Anschlag, att. Pros. 
von Thuc. an. 

? ϊπιβώτωρ Hom. 

enloatTQav Nachessen, Dessert 
Ath. 

iniSsmvov Dessert, Ath. 

? έη^ύια^ήχη Nachtestament. 

? εαίαήςαρχοι^ der Obertb. 

έπίκνχλος Ncbenkreis Plut. 

ίηιμάρτορης Hom. Hes. u. a. 

ίηίμαρτνς Aristoph. u. a. 

? ίτιίμψις Zorn nuf Jemand, 
las Arislarcb statt 'im μηνις 
ΐί. 5, 178. 

ίηιμια&-οψορά ausserordentli- 
cher Sold Dio C. 

? inlooQOQ Hom. 

έηίηατρϋος atavus Poll., Schol. 



b, Google 



htutÖQoiog dae Wiederauftre- 

ten des Chors Poll. 
htmÜTüiQ Stiefvater Poll. 
ΐηιποιμψ Hom. 
L•nSτqάτηγoς Streb, inscr. 
Ιπιτΐβη Poll. nod 8p. 
? ΒκΙφλοος die Rinde ObeDauf, 

Anth. zw. 
hftxQoa die Abfärbnng Ath. 
hfix^otaaie »bgedrflckte Farbe 

Clem. AI. 
htiiäyal Hom. 

? «έβσιω das Wohleein Aesch. 
? ΐίζωά dOF. statt s^im« Pind. 
? βΐήτΜΐ mit γίνος verbunden 

= guter Sohn Eur, Nonn. 
1 £ίπάρ9ενος (cf. efiwaii) Eur. 

Aoth. Nonn. 
tinUTotQ gut als Vater Man. 
ίφε'ίρκ Hdt. Plat. u. a. 
άφοβος Tfaue. Xen. Arietot. 

Eur. Aeech. Plat. Pol. w, a. 
ίψορμη Hom. Tbuc. n. a. 
? ηριβάλπιγξ ein Vogel Hesych. 
χα»4αρα Xen. Thuc. Plut. u. a. 
χά»οαοζ Hdt. Xeo. Thuc. Eur. 

Plat. Aristot. u. β. 
χαταβοή άαβ Anschreien, die 

Ankl^e Tbuc. und Sp, 
χκτάγΐίως, ο 1) das Verlachen 

Aristoph. Xen. IMog. L. u. 

Sp. 2) das Lächerliche Plat. 
χαταϋαηάνη der Aufwand. 
χατύδίίπνοι• — ^eirtcuK Man. 
? χαταόίχη 1) Verurtheilung 

Epich. bei Atb. Pol. Plut. 



2)Strafe,BnBee Thuc. Den. ent. ihm. 

THPartlkal 
Lac. +. gnbrt. 

χαταχλείς,, etaog a. Jon. -χλψς, 
tSog Aristoph. 

xaraitetQa der Versuch Paul• 
Aeg. 

xataqu Aesch. Eur. Plat, u. a. 

χατασιώπη das StilUchweigen, 
Ineer. 

xajaaxsvi Plat. Eur. Hdt. Thuc. 
Xen. Dem. u. a. 

χατβγγνη Dem. 

7 μάψανρα* TOrübei^ehende 
Lüfte Hee., wo andere μάφ 
uiQm lesen. 

μ^9οάος Plat. Aristot α. a. 

? μηάγγΐΧος Hom. 

? μΒίαγι^μη die Sinnesände- 
rung. 

μΐταηάροόος das Auftreten ei- 
nes andern Chores hinter- 
her. 

μΒτααχ(υή die Umänderung 
Dion. H. 

? hμηyvQις Hom. 

? ίμαγ^ρωγ der Mitgreis, Ge- 
nosse des Greisenalters Luc. 

? ομόγρανς gleichalt, von einer 
alten Frau. 

ίμή^^εος, und η Mitficott, Mit- 
götÜD K. S. 

ομόπαις Mitkind, bes. Zwil- 
lingsbruder, -Bchweeter. 

? ^μοπολίτης Aristot. Mitbür- 
ger Cvielleicht Deriv. von 
ομόΐίολις). 



b,GoogIc 



OfO. bu. ime&ivaQ der Röcken der fla- 
TnPkrfiktl 
•{■ Bmkn. cheo Hand, Poll. {^ίνας = 

die Hand zwischen Fingern 
und Wurzel, also wohl ei- 
gentlich = Hinterhand). 

^αι^^ϋομας Hinterhaus Ari- 
stoph. α. a. 

? iniudoxQUvtov der Hinter- 
ecbädel OlosB. (auch o-vov). 

οαια&οχςψιϊδες eine Art Wei- 
berschuhe Poll. Hesych. 

omadoatfcvdivri der hintere 
TfaeildesFraueDputzeiiT^-ii-- 
όόνη. Aristoph. 

οπισ&οφΰλαζ Xen. 

οπισδοχΗμών der Nachwinter 
Hipp. 

ί)ίΐ7μ£ρα späte Tageszeit,Abend 
Glose. 

^ψίχλοιφ Abend- oder Naobt- 
dieb. 

παλιγγέλως gegenseitiges Ver- 
lachen. 

? παλιγχάηηλος Wiederverkäu- 
fer Anth. Sp. 

xaXlyxvqroi Fiscberrense, Suid. 
aus Pol, 

τοίΧψβάχχΐΐοί der umge- 
kehrte B. 

ηαλφβορέας aquilo recurrens 
Theophr. 

ηαλψμβιαβολή das häufige Um- 
ändern Plut. 

7 παΜμπαις zum 2, Male Etnd, 
Luc. 



τταλίμηιαβα zweimal gesotte- 
nes Pech, Diosc. Hesycb. 

ηαλιμανοη widriger Wind 
Theophr. Ap. Rh. 

? παλ»ν^μπορος Wiederverkäa- 
fer, Phot. 

? παοαβλάηη der Nebensprou, 
Theopbr. 

? παςαδ*ατφβη unnütze Be- 
8ch&ftigung, N. T. 

πάζαθ-Χον der Nebenkampf. 

παραδ^ίζα NebenthUr G-I088. 

7 TraQai^evoQ Heeych. 

7 παραχαιαλο/ή eine Abwei- 
chung von der natürlichen 
Aufeinanderfolge der Töne 
Arietot. Plut. 

? τταραχΐρχίς der kleine Kno- 
chen des Schienbeins neben 
dem groesen, Poll. Hippiatr. 

jia^axlyaiäog=xlvatiug Diog.L. 

παραχμη das Verblühen Plut. 

7 παραχνημίς, ΐίος Phot. 

? »αραχο^ 1) dae Mebenbei- 
hOren Plat. 2) FaUchheren 
Gal, 3) Ungehorsam Phot. 
KS. 

παρόαιυχΧος ein Theil des Ra- 
des PoU. 

? παζαμαρτυρία Foll. =: ααρα• 
γραφή. 

ηαρααημΐϊον nachgef&lschtee 
Zeichen , Siegel Plat com. 
bei Poll. 

naqacxtOri Fiat. £nr. Aristoph. 
Thuc. Hdt- Aristot. u. a. 



b,GoogIc 



να^βν^γραφ^ Handlang wider 

den Vertrag. 
παραψίονή Abbild der Stimme 

im Ohr. 
7 Λα^άφογος beiläuäger Tadel, 

ein Wort des Sophisten Ene- 

noe Toa Faros, das Plato 

Pbaedr. wie andre Knnst- 

ausdräcke der Sophisten 

tadelt. 
? ααρεχίρομ^ Abscbweifang in 

der Rede. 
? παρΐχχοαη das gewaltsame 

Abschneiden Gal. 
? πα^κτομ^ das Ausschneiden 

daneben. 
ααρ^ξοδος KS. 
? ηοζέπαινος beilänfigee Lob, 

besprochen bei Plat. Phaedr. 

(cf. -παράλογος). 
? παρεπιτομή das Einschneiden 

an der Seite Philo. Bei. 
ΊτάρΒςγον Eor. Plat. Dem. Ari- 

stot. u. B. 
? ηαζηλιος die Nebensonne 

Aristot. Theophr. n. a. 
? παρίαμβος. 
ira^i^pq gewesene Friesterin 

Plnt. 
? πάριτίπος das Nebenpferd. 
παριοτία d. Nebenheerd. 
πάροδος Thuo. Arlstot. Xen. 

α. β. 
ηερίδβιηναν Leichenscbmans. 
Λ6ρΙχηιιος 1) Qarteo nm die 

Stadt oder das Hans Diod. 



exe. Diog. L. 2] Gang oder er«t. m*. 

_, , „ Tilrtlllfc•! 

Kanm um den uarten herum ^. sikM. 
3) Rand der Gartenbeete 
Phot. Schol. 

ηΐρίοδας Aristot. Hdt. Thoo. 
Aristoph. Xen. Plat. Pind. 
α. a. 

ΛΐρΙτβιχος, τό E6. 

ηροάγοη• Vorkampf, VorObang 
Plat. Dem. Aescfain. u. a. 

itQoairia die Voritreacbe. 

ηροαναβοΧή das dem Vorspiel 
Vorangehende Schol. Ptnd. 
Phot. 

ιτροβαλάν£ΐον Vorbad. 

? ηρόβροτος Einer, der vorher 
Mensch war. 

7 προδειηνο». 

πρό^ομας Hom. α. a. 

ηρίιόνοίς die Zeit vor Sonnen- 
untergang. 

π9odωμάno»'VorgemachHeβ]rch. 

ηροέγγονας and π-η Glos 8. 

χραέχγονος pronepos Basilik. ; 
π-η Gl ose. 

? ηροβμηοΧίύς Vorkänfer. 

ηροινέδςα Hinterhalt Heeyoh. 

π^ί'ξέδρα, Jon. -ρη ein abge- 
sonderter Sitz Hdt. Poll. 

? ηροΐπιβοϋλη zuTorkommeade 
oder Torläuäge Nachstel- 
lung,' Dio C 

TtQoxttTuaxfv^ Vorbereitung, 
Pol. tt. a. 

7 προκηρΒ:ξ Cyrill. 

προχνημίς, Uos Pol. 



b, Google 



ηζόλαχος d. 1. Loos, äuid. 
π^ό^/ΐοζ der Kropf, Arietot. 
η^ομάμμη Scbol. 
ηρομ^ωρ Stammmi]tter,Äeech. 

Eur. Lac. 
Λ^νονμηνία Tag vor Neamond. 
■nQoodat πόρ ος Voi'gän gerHesych, 
K^oifof Xen. Pol. Luc. u. a. 
nQoonda ToretehenderTheildes 



ngÖTieug 1) Rnsbe im 4. Jahre, 
ΟΙοββ. Hdt. 2) Enkel. 

προπάππος Plat. Dio C. U. Sp. 

ηροη(Χβα»ί»ΐνή KS. 

π^οηαΟτάς die Vorfaalle. 

ποοπάτως Find. Etir. Hdt. Plat. 
D. a. 

aQÖneiga Vorvereucli Hdt. 
Thao. u. a. 

προΛέν&ΐ^ος Groseschwieger- 
vater Schol. Soph. 

πρααολις Diosc. Gal. d. a. 

ηρόπονς Ausläufer eines Ber- 
ges Pol. Anth. Strab. Dio 
C. u. Sp. (in andren Be- 
dentuDgen ist das Wort 
wabrecheinlich eig. Mut.). 

ηροίΐβήων. 

ifQÖiSQyov Zins. 

ίΐςόςο^ας Pind. Eur. Xeo. Hdt• 
Aristoph. Thuc. Plat. Dem. 
Aeeohin Isocr. u. a. 

? χρόςορμος Landungsplatz, 
Strab. 

? αροη^ασμα Vordach. 



«ροβίμβοΧαν Torl&ufiges Zei- 
chen, Suid. 

ηροτ(Κ6ντή der frühe Tod. 

ηροτέν^ς {τένΆης) Vorkoeter, 
Aristoph. Äel. Suid. Ath. 
u. a. 

ifQOTti^t} Dio C. PoU. 

προτήδνς Bezeichnung eines 
alten Weibes, die noch vor 
der Tethys geboren ist, mit 
Anspielung auf Ίΐ^ηΆη, 
Cratin. in Bekk. An. 

προτριαχάς der 29. Tag des 
Monats. 

ιιρ6τροχος d. Vorderrad. 

? τιροψνία^ 1) änssereter 
Wachtposten Thac. Xen. 
Pkt. Dio C. 2) der wacht- 
habende Ol^zier Äen. tact. 
(προψνλάααω = wovor wa- 
chen). 

σνγγαμβρος Mltschw^er, Poll. 
Scholl. 

συγγέρων Mitgreis, Genosse des 
Greisenalters, Bahr. Eust. 
op. 

συγγέωργος Aristoph. 

βνγχαχονργος Eust. op. 

σνγχασιγνήτη Mitschwester Eiir. 

συγχατάαχοτιος Mitspäher Byz. 

συγχη^εατης 1) der Mitver- 
sobwägerte Dem. 2) Mit- 
schwiegervater. 

ουγχορνγΰιος Mitbäuptling ES. 

σνγχνχλωψ Eust. Od. 

ανγχΜαρχος 



b,GoogIc 



? σνμβίΐχχρς, ο und η 1) Mit- 
bacchsnt 2J Prophetin Eur. 

βνμβάοβαοος Mitbarbar, Elust. 
op. 

ονμβασίλείς KS. 

σνμμάβτνς Soph. Plat. 
ονμ/ΐΐΐ;^! llitjItDgliDg, Byz. 
αυμμήστωζ MUberatber, Ap. Rh. 
? (Τνμμνστιι; der AliteiDge weihte, 

Phot. ES. Byz. 
? σνμμνντις Byz. 
σνμπατ^ρ der Mitvater KS. 
βυμτίατςιωτης Luc. Tzetz. Mit- 

landsmaDii. 
cvpJttvSi^a ES. Byz. 
βνμπέν&ίρΟς Byz. 

7 (π>μ7ΓoίllTGί«StaatenbnIld,Pol. 
σ»μποΛ(ΐΐ7ΐ Eur. Ael. (dae Wort 

wird Ton den Atticisten 

verworfen). 
ανμαο^τις. 
? σομαρΐοβΐντης Mitgesandter, 

Aristot. Aeschin. Lys. 
σνμηρίσβνς dase. Tbuc. Xen. 

Aeschin. Dem. 

ανμιιρΐαβίτίρος KS. 

ανμη^Βββντης Mil^reie. 

ΰνμττρομνύμωΐ' iDSCr. 

ονμπρνταης Inscr. ■ .,q,,> 

ίΤνμφένηξ KS. 

ΛΤνμψιγάς Mitverbannter, Eur. 

Xen. Tbuc. Isoer. Dio G. 
? αυμφί^ζ Tbuc. Xen. Plat. 
ανμψνΧα^χας KS. 



ί^Ααρών). 

σννΰν9ρωτίθς Euet. op. 

? <ηΐΜΐπ<κπήτΐ7(. 

αυναηόατοίος KS. 

Ufvd'atTaWcMitgaet, Ath. Suid. 

αννδαιτνμιαν Tiecbgenosae. 

ff^vifetmOf gemeinsam es Essen, 
Aristopb. Plat. com. und 
Lys. bei Ath., Plat. u. a. 

αννόβσμοίιης der Mitgefangene 
Tbuc. Plat. Sp. 

αννδίσπότ>ις KS. 

avfilana das Zusammenleben. 

? σννόίάχονος, ο und ξ ES. 

BvriiaxioQOi Genosse des Ge- 
leiters Luc. 

ffdffTtxaot^f Aristopb. 

βννέγγονος. 

t αονί:ξείεύ&βοος der Mitfrei- 

gelassene , Dio C. , Corp, 

inscr. 
? συνίπαχτήρ der Mi^ftger, 

Eust. Od. 
? σνΐ'εη*γ>Ίίμωι• Μ itbe artheiler, 

Justin. Mart. 
? σννεπιγραψίνς Isoer. 
SvvsTtixoÖQSio! Arr. Epict. 
ϋννεηΐβχοπος KS. 
ffvvEffJTßono^MitTOi-mundjDem. 
? σννεραστιίς Xen. 
? ffüf^^id^o^ Rom. u. a. 
βυχηαίρα Byz. 
«τοι-ΐταίρίς Erinn. in Anth. 
σον4ταιρος Hdt. KS. 



b, Google 



βτο. bn. σνν^φηβος Aescfain. Antli. π. a. 
niPirHkel 
+ Bmhit. avyiifOQog. 

? βνι^λιχ»ότης Dion. Η. Diod, 

Äloiphr. KS. 
? ανί'ηλιχι&ης E8. 
mmjneiQc^g Varr. 
σν*3•ίραηαινΙς Cletn. AI. 
evf&eQikiav £uBeb. Byz. 
uvySiwQog Inscr. PoU. 
? σνν&ίασώτης Gefährte beim 

91ασος Ath. Giern. AI. 2> 

Mitschwätzer Arietoph. 

Phot. 
? σννίοινατωζ der Mitschmaa- 

eeade Ear. 
owtäQeia die Mitpriesterin. 
myuQevs Plut. Dio C. RS. 

ttwimtaqxog Hdt. 
TOVijDietig Dem. Poll. 
ffOKratfrtjcSopb. Ear. Plat. n. a. 
ovrvtaviaq. 
mvvefotOQog. 

ανννημο3έιης Greg. Naz. 
ΰύνοδος Hdt. Thnc Xen. Plat. 
Dem. Aristoph. Arietot. u. a. 

ννηκμίας Dio C. 

9νηΐχ¥ίτηζ Kunstgenoss Glos^ 

(<r-vo;, <!'νης dan ). 
ανντ^ιή^αζχος Dem. 
mvnqawog Plnt. 
mnmtaQxqg Mitpr&fect. 
αννυπατος Mitconeul, Dion. H. 

Dio C. 



eveyfv^ Sp. 

σνστράιηγος Xen. Plat. Ari- 
etot, u. a. , 

ανστρατίωτης Xen. Plat. Ari- 
etot, n. a. 

? ttvmQBc^itörig ((Τ-ις Adj.) 

? συσχολαστής Dion. H. Diog. 
L. Plut. Strab. (Phryn. u- 
Thom. M. bezeichnen dae 
Wort als anattisch). 

T^tfava^dreimal König,Etistop. 

τριςάναααα ES. 

? r^ifdvd^^cimo ς dreifach Mensch, 
scherzhafter Auedruck fUr 
τζίςά&Χίος^ Diog. L. 

? τ^ιςαρεκ>παγΙτης Gic. 

τ-ριςαρκττΐΐί; Byz. ES. 

τςιςαύγουατας dreimal A. Byz. 

τρις^γγονος ES. 

7 τριςίξάίΐλφύς dreimal Ge- 
schwisterkind , d. h. sehr 
geliebt, Scbol. Thuc. 

τριςίτιαρχος Anth. 

τρΙςηαΛτίος tritavus, Theophil, 
inet. 

? τφςνιτατος dreimal Goneal 
(vielleicht getrennt zu 
schreiben). 

ίπάηος Arietot. eine Adlerart. 

? tmdXaiw Oelsatz, Hesych. 

νπίλάτη ein Strauch, Pilo. 

^«4ξοΟος Hippocr. 

? Ύπβρ&ιμιηοχληζ ein Ueber• 
them., mehr als Tbem. 
Bekk. An. 



b,GoogIc 



? Ύπβζπ^ριχλης Bekk. An, 
όπ$ρβοψΜηης ErzsophUt Phryu. 

com. bei Atb. 
? ΎπεραοΜοατης Bekk. An. 
ίτιοβώιχίίος ein Metrum, Dion. 

Ξ. Schol. 
mtaßaatXevz Eust. op. 
οπογζαμματίύς Aristopb. Lys. 
ντίογνμνασίαρχος Corp. ine er. 
ναοαιαχονος KS, 
νηοδιόύαχαλος Plat. Cic. 
νποβιοιχψί^ς Unterprocurator, 

Inscr. 
^ηοίμώς Hom. 
νποίουλος KS. 
έπο^αχοβίχ, h and η, Uoterprie- 

Bter, — in, Hdt. 
vTtaSefOQ Gal. Poll. 
7 Ύπο»ηβαι Hom. 
^ποχιαιηλος. 
hftoxazuttxevii heimliche oder 

allmähliche Vorbereitang 

Origen. 
νποκοομψης. 

νποχρήνη ein Nebenqaell. 
hnoXoxaYüQ Xen, 
υπομανιΐζ Schol. 11. 
hnmoXtq Unteretadt, Bekk. An. 
inojfQOxnuQ der Untereinneh- 
mer Eust. op. 
υαοιττίίαν. 
^οβχίνή, 

? έϋοατζατ ηγέτης Tzetz. 
^τοστροαηγος Χθη. Dion. Η. 

Die C. 
ίττοστραιοψα^ιζ Streb. 



οποσωφρι^ί'κηής Unteranfseber, ereh. Ibb. 

Corp. inBcr. + 8^,^ 

νποημητής Untercensor Dio C, 
υποτζίόζχης «ine Unterart von 

Habicht Aristot. 
ίαζοχίτων Unterkleid GlosB. 
iπoχo^yfxlς der tmtere Theil 

der WagenbUchee, Philo Bei. 
ίιφ€ρμηνενίης Unterdolmetscher 

Eueeb. 
ίφηνίοχος Hom. Xen. d. a. 

Wir haben im Griechiechen 
im Ganzen c 400—405 Im- 
mutata von Partikel + Subet., 
von denen c. 110 unsicher, 
also fast 300 ziemlich sicher 
sind. VerhäUnissmässig zei- 
gen sich diese Bildungen bei 
den guten Schriftstellern häu- 
figer, als die vorher bespro- 
chenen; nur sind gerade dar- 
unter recht viel zweifelhafte. 

Beachteuewerth iet es, dass 
sich unter den Immutat. von 
Partikel + Snbet. eine ganae 
Reihe von Comp, mit Ab- 
Btract im 2. Gl. vorfanden, 
die sonst bei den Immntat. 
ziemlich spärlich vertreten 
sind. Schon die Zusammen- 
setzungen mit ^(Jc haben nicht 
selten abetracte Bedeutung; 
dann bemerke man aber na- 
mentlioh die Comp, mit exeu^, 



b, Google 



ί^μ^, $Jtpa, ntipa, einige auf 
ίγγ&α, ίστώ, άχμη u, a, , bei 
denen es meiet nicht leiclit 

enh IBM. S) Pronomen 

+ Sabst. aha^xri der Anfang selbst, 
spät. Wort. 

ι^έχμαγμα leibhaftes Eben- 
bild, Äristoph. 

α^€οέτης Selbst rüderer, d. b. 
zngleich Ruderer und See- 
soldat, Thuc. 

uhoav^^noi der Mensch an 
und für eich, Aristot. 2) der 
H.,wieerleibtundlebt, Luc. 

Ahoßoqiw; leibhaftiger Boreaa, 
Luc. 

tthoßovX7iai,g der Wille an sich, 
Arietot. 

αντο^βαμμή dic Linie an und 
für sich, Arietot. 

c^oälyaioy das absolut Rechte. 

αΐιόδοξα die Meinung an und 
ftir sich, Aristot. 

αΐηοζωη das Selbstleben, von 
Gott. 

Äato^iiig die leibhafte Thais, 
Luc. 

? ahmeaXov das absolut Schöne. 

α^τοχαβιγνψιι Hom, Eur. 

αΐτοχαβίγνψος Hom. 

αΐτάχεζας Selbet^emisch , ein 
von Natur leichter Wein, 
Bekk. An. 

? α^τοχίνηαις die Selbstbewe- 
gung, Aristot. 



ist, an was anderes, als im- 
mutirte Compos. zu denken. 



-|- Subfltantiv. 

αίτόχοχΧος der absolute Kreis. 
ΛΙτόλνχος Hom. u. a. 
αίτομαρινς, ρος, Zeuge für sich 

selbst, Aesch. 
ΑντομέΙιννα die leibhafte M. 

Anth. Pal. 
αυτομψωρ die leibhafte Mutter. 
αίτόπαις leibliches Kind, Sopb. 
? αίΓοπιαωζ, ο and η sich selbst 

Vater, Orph. 
αη-οποίις selbständiger Staat, 

Thuc. 
αϋτοοανίαράχη die ächte <r-, Al- 

ciphr. 
αύτοαχαπανενς Alciphr. 
? αίτοσχωμμα Kernwitz, nach 

Ruhnkens Verbesserung. 
α6τοσοφΙα die Weisheit selbst. 
αίτοσίβάτηγος , unabhängiger 

αίτοτρίγωνον das absolute Drei- 
eck Aristot. 

αίΛοψζάνηβις die Klugheit 
selbst. 

αϊπόφως das Licht selbst. 

α^τήχη^ις die Anmuth and Net- 
tigkeit selbst; α^χοχάζηες 
ΆπίχαΙ ^ die Quintessenz 
attischer Feinheiten und 
Plaieanterieen Älcipiir. 



b,GoogIc 



2?! 



Ausser diesen 33 Comp, mit a^o-, vun denen noch c. 5 
zweifelhaft sind, weiss ich keine immut. Zusammensetzungen 
von Fron. + Subst. anzuführen. Ja es Hesse sich darüber 
streiten, ob nicht die meisten Mevon passender als Ädj. -\- Bubst. 

zu bezeichnen wären; dabei beechte man, dase in den aristo- 
telischen Comp, das aiko- die Bedeutung .an und fQr sich" hat, 
also gar nicht pronominal hinweisend, sondern fein begriff- 
lich. Bei Homer fanden wir schon 3 Compos. mit adro•; 
dann hat Aristoteles eine ganze Reibe von Neubildungen 

und zwar zum Theil mit Abstracten im 2. CH. (cf. a&voßoulrj 
aci, -δόξα, -γριψμή, -τρίγωνον u. a.) 

Substantiriecbe Pron., die bekanntlich den Kern der Pro- 
nomina bilden, haben wir also gar nicht in diesen Comp, vor• 
gefunden, und ron den adject, Pron. nur das zu den Begriffs- 
nom. hinüberneigende αδτο-. 



ε) Numerale 

i7ΓΓαdΌvλos8iebenfa eher Sklave 
Hippon. bei Eust. 11. 

ΐττταμψωζ Mntter von 7 Kin- 
dern. 

? πεν&ημίγυον 5 halbe Morgen 
Landes (vielleicht Mut.). 

? irtvfütSXov der Fünfitampf 
Hdt. Sopb. (cf. d. Ädj. jr -ος; 
wahrscheinlich Mut.); πέν- 
raWovHdt. Pind. Xen. u.a. 

? πενταχέλΐν3-ος 5 Wege, Orac. 
bei Paus. 

? πεντάλφα eine Figur ans 5 
Alphas, Schol. (cf. ntvra- 

γραμμον). 
? πεντάμνζοί' eine Art Salbe, 
t AI. Trall. 
? πεντανονμμιον, 
? πεντάποΧις eine Vereinigung 



+ Substantiv, ο 

von 5 Städten, die Ffinf- 

stadt Hdt. u. a. (vielleicht 

Mut.?) 
? πΐνταιηάδιαν Raum von 5 

Stadien, Strab. (wohl von 

dem Mut. ff-io;). 
? π(νίηιιι>ντοψύλαξ Et. M, 
? τετράοάος, η Stelle , wo 4 

Wege zusammentreffen (cf. 

-ίία, -Stav). 
1 τετραπολις und τετράτΣτοίις 

= Gemeinde von 4 St., 

Thuc. Strab. Pkt. 
? TtzqaaaaQov (iffjagtov) ein 

Vierassstiick Arr. Epict. 

(cf. πεντάαχοινον u. dgl.). 
? τρΐβωμος ein dreifacher oder 

dreieckiger Altar Inscr. 
? τζί^έρων dreifacher Greis, 



b, Google 



272 



sehr alt Aeech. Anth. Eust. 

op. 
τριγίγας dreifacher RieeejOrph. 
τραιέρβψος dreifacher E.Tzetz. 

Byz. 
τριμάμμη tritavia Theopfail. 

inst. 
? Zjoiodo^ trivium, Pind. Aesch. 



Eur. Plat. Soph. Tbeocr. u. a. 
τρίποατπος tritavus. 
τριπάιορΐς, 

? TpiiToUg, Dreistadt, Verein 
dreier Städte, Paus. Pol, 
Diod. Strab. Piut. (als Adj. 
=^ drei St. habend, ver. 
bundea mit räaog bei Pind.J- 
Tptvioniag trinepos Gloss. 
Wir haben c. 25 Beispiele anfahren können, von denen 
c. 15 ebenso gut oder besser auch luutata sein konnten, die 
später snbetantivirt wurden. So bleiben nur wenige Gompoa. 
übrig, deren Charakter durch den der Übrigen auch noch zwei- 
felhaft wird; auch scheint das τρι in mehreren Compos. eine 
bloss verstärkende Bedeutung zu haben. (Die homer. Adr. wie 
ΐϊνάετες, Ιννημαρ beruhen wohl auch auf Mut., wie z. B. ε}ναίΓης 
= 9 Jahre dauernd, also ύνάετες = ein neunjähriger Zeitranm ; 
iw^pap ein neuntägiger Zeitraum.) 

So sind denn immutirte Composita von Numerale •\- Sahst, 
so gut wie gar nicht vorhanden. 

Beaultat. 

Ueberschauen wir noch einmal alle δ Claseen der Immu- 
tata von χ + Subst., so war unser Resultat: 

a) Subst. + Subst. c. 1170, von denen c. 250 nicht 

sicher, c. 900 ziemlich sicher sind. Weitaue der grösete 

Theil gehörte der späteren und spätesten Gräcitilt an. 

- ß) Adjectiv -^ Subst. c. 380, von denen o. 40 unsicher 

sind. Der grösste Theil ist aus später Zeit. 

r) Partikel -f Subst. c- 400, von denen c 110 un- 
sicher, also fast 300 ziemlich sicher sind. VerhäUmse- 
mäse^ finden wir hier mehr Compos. in der besseren 
Zeit, doch sind darnnter viel nnsichere. 

ä) Pronomen -{- Subst. Am meisten Anspruch auf j 
diese Rubrik haben die 33 Comp, mit αοτο- (von de- 
nen c. 5 nnsicher); vielleicht gehören aber auch diese 



b,GoogIc 



278 



nicht hierher, aondern in die 2. Gl. Andere Pronom. 

finden wir in derartigen Comp, nicht. 
Numerale + Suhst. c. 25, von denen c. 16 unsicher 

sind, da sie ebenso gut oder besser sich als Muteta 

faseea lassen. 
Somit kommen 3 and ε kaum in Betracht, von a, β und γ 
muBs hervorgehoben werden, dass sie in älterer Zeit nicht 
häufig sind (Homer hatte nur c. 60 Immutata von χ + Subst.), 
im Laufe der Zeit aber beträchtlich anwachsen, vor allem bei 
den prosaischen Schriftstellern (Naturforschern, Aerzten, Kir- 
chenschriftstellern, Grammatikern u. a.). 

Sehr viel ärmer als das G^riecbiache ist das Lateioische 
an Immutatia von χ -|- Subst. Die synthetischen Comp, des 
Lat. haben wir bereits oben besprochen und dabei bemerkt, 
dass hier die Grenze zwischen Synthetiois und Immutatis viel 
schärfer als im Griech. gesogen ist, indem das 2. Ol. der Synth, 
nur in seltneren Fällen auch selhstständig als Substant. fungirt. 
Ebenso ist auch die Berührung mit den Mutatis eine viel ge- 
ringere. 



a) Subst. 

aeolipilae (Aeolus und pila) 
Windkugeln, Gefftsse, den 
Wind zii erforschen, Vitr- 

a^rimenaor Feldmesser, Amm. 
u. a. Sp, (fensor). 

anulocuUer ringförmiges Mes- 
ser Tert. 

aquifu^a dieWass erscheu, Cael. 
Aur. acut. 

? archUeMerdosVea.Fott, (ein- 
fach nach Analogie der 
griech. mit άρχι- gebildet). 

arenifodina die Sandgrube 
XJlp. dig. 



h Subst. 
argent^odina die Silbergrube 

Varr. 
armicuetoa WafTenbewahrer, 

Inscr. Neap. 
aur^odina PI. Gaj. dig. 
awripigmentum ein Arsenikerz, 

Vitr. u- a. 
auetroc^ricus Siidwest-Drittel- 

Südwind, leid. 
? austronoiua der Sädpol Isid. 

(Nebenf. -ius). 
7 bardocuctdlua ein gallisches 

Oberkleid mit einer Capuze 

von Filz; Mart. Gallien, bei 

Treb. PoU. 



τ•π Snliit. 
+ SnbBt 



18 



b, Google 



ι capri/icue der wilde Feigen- 
^ bäum Ter. Varr. Prop. u. a. 

carroballista die anf einem 
Wagen ruhende B., Veget. 
mi). 

CiUäieri Cic. u. a. 

cret^odina die Kr eiäegruhelCt. 

? cuncHparene Allvater, -mut- 
ter Prud. 

euroaquilo Nordoetwind, Vulg. 

euroaueter Isid. 

? ferrifodina von Varro als 
UD gebrauch lieh angeführt. 

gaUicrua der Hahnenfuss, eine 
Pflanze, Apul herb. 

grcmtymasiM!, ohis der körnige 
Maetix leid. 

jufflana, die. f. = lovis glane, 
Uebers. von Jώς βάλανος^ 
die Wallnuse Cic, n. a. 

? L•σuturr^8 eine Art Kohl, 
wahrsch. Kopfkohl Pl- 

Ziaurolaviniwm späterer Name 
von Lavinium Serv. Vii^. 
Aen. 7, 59. 

? Lueipor, örie = Lucii puer, 
der Sklave des L. PI. (be- 
merke die veränderte 
Grundform ; Zueammenrü- 
ckung wäre möglich). 

htcricuptdo Oewinasucht,Apul. 
doctr. Fiat. 

malicorwxR. die Seh ale des Gra- 
natapfels PI. u. a. 

? mahgranatum (malum, gra- 
natum) ein Granatapfel 



Hieron. Vu^. {vielleicht 
Mut. voQ Sahst. -\- Ädj., s. 
unten). 

mcbnvboBieta die Handb-, Ve- 
get. mil. 

manupretivm (getrennt manus 
p-) der Macherlohn, Arbeite- 
lohn, Plaut., Cato, PI., Cic. 
u. a. 

? Marcipor, oris, Priec. Varr. 

Marücultor Ins er. 

melofolium (vox hybr. aas 
μηΧον und folium), ein Apfel 
mit einem Blatt an der Seite 
PI. (wir erwarten umge- 
kehrte Stellung der Gl.). 

? mentagra (mentum und άγρα 
nach ποΒάγρα)^ Einakrank- 
heit, Flechte, PI. 

7 modimperator =^ modi imp., 
Präses des Trinkgelage, 
Varr. bei Non. (auch Zu- 
Bammenrücknng ist mSg- 
üch). 

moechocinaedua wer Unzucht 
mit Männern treibt, Lucil. 
sat. 

mulomedicue Veget. (daroa 
m-cina). 

? nemoricuürix die Waldbe- 
wohnerin Phaedr. 

nuciprünum auf einen Nass- 
baum gepfropfte Pflaume, PI. 

oleoeelinvm Isid. 

? omnipater Allvater Prad. 

? phaüovitrobulum oder ph-us 



b,GoogIc 



Trinkgeechirr in Gaetalt 
eines m&nnl. Gliedes, zw. 

? -Pufc/ipÄ-Quint. (s. Lucipor). 

? QumÜpor Varr. 

rupicapra die GeniGe, PI. u. a. 
(rupes). 

aagocklamye Kriegemantel [sa- 
gum α. chlamys). 

ΐ aalipoieM Herracher des 
Meeres, Beiname des Nep- 
tun, Plaut (potens subst. 
^ Herrscher, doch könnte 
das Comp. eig. adj. sein). 

trieaecUeenex der 3 Geschlech- 
ter alte Greis Laer. bei 
Geli. 

tunicopaHium ein Gewand, das 



die Eigenschaften der Τα- ' 
nica und des Pallium ver- 
einigt Äcron Hör.; Serr, 
Vii^,, lion. 

veaticl}nttώem^^um des Liegen 
unter einer Decke (contu- 
bernium Wohnnngegemein- 
scbaft, Umgang). 

vicoma^ster Strassenaufeeber. 

mnopodUum das Weinbecher- 
chen Varr. 

virgiliocento ein aus virgil. 
Versen zusammengestöp- 
peltes Gedicht , Hieron. 
(cento Flickwerk, auch zn- 
sammengeeetztee Gedicht, 
cf. ö/iijglijtiJTßa). 



Das Lateinische bietet also überhaupt nur c. 55 immutirte 
Compoaita von Subst. 4- Subst., von denen noch c. 17 — 18 
nicht sicher sind, eine Zahl, die neben den griechischen tH^O) 
ganz verschwindet (c. '/ja). Auch gehören nur wenige dieser 
Composita der besseren Latinität an; man beachte, daes sich 
unter ihnen mehrere hybride Bildungen vorfinden. 



ß) Adj. + Subst. 



i^ogaUru» die weisse Mütze 

des flamen Dialis (gal3rus 

Mätze), Paul. Diac. 
amicirculu» der Halbkreis tver- 

derbtaue hemicireulns) Gro- 

mat. vet. 
cryptoporUcue^ ue (^χρυπτός und 

p., vox hybr.) Gallerie, PI. 

Sidon. 
laticlamte der breite Streifen 



an der Tunica (=tatue cla- 
vus) cod. Theod. 

raoacuhfemina d. Mannweih, 

mertdiM Cic. a. a. 

Oatroffotki Claud. in Entr. Si- 
don. (Nebenf. Anstrogoti 
Treb. Poll.) 

perennieervue ein ewiger Sklav, 
Plaut, 

primipilua der Centurio des 1. 



18• 



b, Google 



Manipels der Triarier Caes. 

Val. Uaz. loecr. Auch pri- 

mopilus IneCT. (primiis p. 

Liv. u. a.) 
«ahptUiwn (nach Döderl. von 

ealaz und π6σ&ιον. Dem. von 

π6α9η = penia, cf. praepu- 

tium) geilee Schwänzchen, 

Schimpfwort, Catnli. 
»emiamphora Metrol. ecriptt. 
tenrns als Erklärung von se- 

mie, Varr. 
ttmibot, dris Ov. 
eenäcanaUcubu Halbechlitz, 

Vitr. 
umicaper von Pan, Ov. 
? eemicenteeima '/j Proc, Cod. 

Theod. 
eemunrculue Col. Gromat. vet. 
temicorue Ambros. (corus = 

hebräisches Maass). 
? eemicupa Halbfass, Schmeer- 

baucb , ein Schimpfwort, 

Amm. 
Ϊ eemidecima % Zehntel, Cod. 

Theod. 
? semideui Halbgott, aber auch 

adj. halbgöttlich (cf. ^μΐ&εος) 

Stat. Ov. Lucan. Ausoa. 
eemidiametrot (hybr.) Boeth. 
eetmdieB ein halber Tag, Ausod. 
eem^aetigium Vitr. 
Semigaetulua ein halber Gätn- 

lier, Apul. 
βαηψοτηοτ η. indeol. Ambros. 

(^omor = hebr. Maaes). 



aem^omo der Halbmensch Col. 
Ov. (bildlich = ein Halb- 
wilder Virg.) 

semihora eine halbe Stunde 
Cic. n. a.- 

eemijyunia, orum, ein halbes 
Fasten, Tert. 

Bemijudaeua Hieron. 

eemijugerxmn Col. Gromat. vet. 

eemilaUr ein Halbziegel, Vitr, 
(daneben e-rium Vitr.) 

eemiUbra Apul, 

eemiUxa halber Marketender, 
als Schimpfwort Liv. 

eenaliamla halber (oder klei- 
ner) Zirkel aus Mehl, Was- 
ser und Käse, Varr. 

««mtrmum. Hermaphrodit, Liv. 
Ov. 

Semimedua Apul. de mag. 

semimetopion Vitr, (hybr.) 

eemimitra Ulp. dig. 

Seminiimid^ Apul. de mag. 

eemioholua. 

eemiorbia Halbkreis Sen. nat. 
qnaest. Amm. 

aemipaganus halber Laie, Pere. 

Semip^ea Apul. de mag, 

eemipea 1) ein halber Fuse 
Scriptt. r. r, u. a. 2) hal- 
ber Versfuse Varr, bei Gell. 
Aueon. Augustin. 

aemiphalarica Gell. 

eemipiacina kleiner Fischteich 
Varr. 

Semiplacentinua Cic. 



b,GoogIc 



? aemiploiia, oram Hatbschahe. 
aemifnteUa Halbmädchen 

ÄuBon. 
semuermo halbe, nnvoUst&D- 

dige Rede, Hieron. 
eemüpatha Veget. mil. 
semiephSrium (hybr.; σφαψίον) 

der halbcirkel förmige Steg 

fttr die Cithersaiten, BoStb. 
aemigyllaba (hybr.). 

Prise. Metro). 



scripU. 
Ov 



Jqt• 



. PI. 



tetnwoeaU» Qnint ui. Imm. 

«emO(itu«helbermodiiie,Serptt. β,^ιΐ 

r. r., Nebeuf. seuiitnodins 

Metrol. scriptt. 
temuneia Varr. Cic. Liv. Col. 

Pete. Cato. 
»inaput Fl, Pers. Juven. 
tritavia Mutter des atavueoder 

der etavia ICt. 
trüavus ICt. Plaut. Varr. 
unicultor der Verehrer eines 

Gottes Prad. 



Im Ganzen etwas aber 60 Bildungen, von denen c. 5 un- 
sicher sind, also noch ein wenig mehr als in der vorigen Cl-, 
während im Griech. diese Classe c. '/s so stark war, wie die 
erste. An absoluter Anzahl haben wir aber im Oriech. noch 
c. timal so viel Compos. dieser Art, wie im Lat. Auch dlirfeo 
wir nicht übereehen, dass c. 50 der eben aufgeführten Bildun- 
gen mit ein und demeelben Worte, nämlich eemi- zusammen- 
gesetzt Bind, woraus man sieht, dass die Sprache nur bei die- 
sem einen Worte zu etwas lebendigerer Analogiebildung vor- 
geschritten ist, während die übrigen Composita nur vereinzelter 
Natur sind; femer bemerken wir auch für diese Classe, dass 
hier mehrere hybride Bildungen hinzugerechnet worden sind. 

r) Partikel + Substantiv. 



abamita desAhnesahns Schwe- 
ster, ICt. 
ΐώανία Aeltergrossmutter ICt. 
abavunculue ICt. 
abavue Oie. 
abmatertera ICt. 
abfiepot Sen. α. Α. 
abneptie Suet. u. A. 
tü>pabmu9 ICt. 



abeocer des Ehemanns oder der 
Ehefrau Aeltergrossvater, 
Capitol. Oord. (dies zeigt, 
dass das 1. Gl. nicht ans 
avi verstümmelt ist, da es 
sich hier nicht um den socer 
avi bandelt, sondern um ei- 
nen , weiter abliegeaden' 
socer.) 



b, Google 



adamita Tochter der Schwe- 
ster des XJrgroeevatere laid. 

adavunculue leid. 

admatertera leid. 

adtupoe oder atnepoe ICt. Inscr. 

odfotruitB leid. 

antepee der VorderfiiBS, Cic. 

? lueacr^eima Tert. 

ata'ma ICt. 

atotru« Cic. u. a. 

? fri/iitim doppelter Faden, 
Serv. Virg. Aen. 

? HUbra zwei Pfund, Liv. 

? Mmoriliue der Doppelgatte, 
ein von Laterensis neuge- 
bildeteeWort, bei Cic. Plane, 
(rielieicht eigentlich Adj.) 

αο^βίβϋορυΛ Mitbischof, KS. 

eoherea der Miterbe, Cic. Tac, 
n. a. 

coU^ataAua der Miterbe ICt. 

coUeprStue ein Mitauesätziger 
Sidon. 

coUevtta der Mitlevit, Beda. 

? eoUiberta Orelli inscr. 

? eoUiberiue Cic. Plaut, u. a. 
der Mitrreigelasseae. 

commoHiu« Mitebemenn, Plant. 

eommartifr Tert. 

eommÜee Inecr. 

commiKto Cio. u. a. 

? cotn-municepa aus einem 
Mnnicipinm Orelli inscr. 

vompoffue der nächste Chin, 
Orelli Inscr. 

compatriola Mitbflrger. 



eompatronue Ulp. dig. 

? compauper ein Mitarmer Aa- 
gustin (beachte, daes Imm. 
von com + Adj. sich nicht 
häufig vorfinden, daher hier 
vielleicht com + subst. 
pauper.) 

eomperegrmua Mitfremdling, 
Sidon. 

Gomplatomeue Sidon. 

eomposaeeeor Tert. α. Glose. 

compraes der Mitbttrge Paol. 
Diac. 

? compratieor Cic. 

compresbyter Augustin. 

concaptäius Hieron. 

eonnin» Inscr. Tert. u. ep. KS, 

conclericae Aagustin α. a. Sp. 

coneurator Mitcurator ICt. 

condecwno Orelli inecr. 

? conAwerior der Mitverlaeser, 
Tert. 

condiaconuB Augustin. 

condiscipula Mart. Apnl. 

condiscipulus Cic. u. a. 

condoctor der Mitlehrer Au- 
gustin. icondoceo nicht = 
mitlehren, eondern = do- 
ceo). 

confibvia die Holzklammer Cat. 

covfid^uneor der Mitbtli^elCt. 

congener der Miteidam, Symm. 

congendUe StammgenOBeen 
Orelli inecr. 

eonsacerdoe KS. 

consenior Mitältester Vnlg. 



b, Google 



ι Plaut. Ter. 

coneervua Kom. Cic. α. a. 

coneoeer Suet. u. a. 

coneoerus^ i f. d. Hitechwie• 
germutter Aiiboh. (aber eo- 
crus, αβ). 

eongponsor der Mitbürge Cic. 

? coneuppUcätrix. 

contiro Mitrekrut, luecr. 

eonüroleia Mitj äger (ΰ-ι^^ολέτι^ς). 

contogatuaKecbtskoWegfi Amm. 

? contrascrUin der Gegen- 
schreiber, Controlear lascr. 
(vieil. von contrascribere). 

coniutor Mitrormund. 

? convallie der hohle Thal- 
Itessel Cic. Caes. u. a. 

conveteränva Inecr. ICt. 

? correue der Mitschuldige, 
Ulp. dig. 

eorrivalia der Mitrival, Quint. 

depel^o der über den ganzen 
Körper verbreitete Aussatz 
Cato; Tmesis: deque petigo 
Lncil. bei Non. 

disjurgium der Zwiet Orelli 
ins er. 

eivadvoeatui der Exadvocat 
Augnstin, 

earduutnvif gewesener Du umvir 
Angustin. 

? eatpatridut Cod. Just, (un- 
gewisB). 

? imbonüae die Rauhigkeit 
Tert. Cimbonue nicht vor- 
handen: da wir bei Tert. 



eine ganee Reihe Immnt. ut. imm. 
von IQ + Abstr. haben, so + s,^^. 
dürfen wir auch hier ein 
solches vermuthen), 

immmidua der Unputz Tert. 
(niandue = Putz). 

? impriteedenHa das Nichivor- 
herwissen Tert. 

? inhonestoi die Unehre Tert. 

inquies die Unruhe PI, Oell. 
Tert. 

insatietas die Unersättlichkeit, 
Plur. bei Plaut. 

? iniactu»^ us die Unberühr- 
barkeit, Lucr. 1, 454 in 
einem wahrscheinlich ud- 
ächten Verse (.tactus — Be- 
rührbarkeit nur in demsel- 
ben Verse, den Lacfamann 
für un&cbt hält; sonst = 
das Berühren, das GefQhl). 

intemperiee die ungemässigte 
Beschaffenheit Liv, Col. 
2) üngewitter = Unglück 
Plaut. 3) die Unmäseigkeit 
Justin. 4) das ungemässigte 
Betragen Cic. Gell. Tac. 
(temperies =^ gemässigte 
Beschaffenheit, Mässigung \ 
eine Bildung, von der int- 
abgeleitet sein könnte, igt 
nicht vorbanden und schwer 
zu construiren; die Bedeu- 
tung unter 2) paest nicht 
recht; iatemperlae Unwetter 
Plaut. Uat. ist damit zu 



b, Google 



ut. 1mm. ve^leiohen , dessen Ur- 
-t- SBbit Sprung von einem nicht 
Torhaadenen intern pero^vras 
Geoi^ee ansetzt, schwer- 
lich gebilligt werden darf). 

inteTitaior der Nichtversucber 
Vnig. AuguBtin. 

? intemunchte nnd -ia Ter, 
Caee. Cic. 

interregnwn die Zwischenre- 
giernng Cic. Liv. (regnnm 
die Regierang). 

mterrex Llv. Cic. 

mtertpatitmi der Zwischen- 
raum Tert. 

involuniae das Nichtwollen 
Tert. 

irraUo die Unvernunft Tert. 

irrecoffitatio die Nichterwä- 
gung Tert. 

irreHgio Apul. 

nefae Cic. α. a. 

nihil atigemein. 

? nonperitia die Nichtkennt- 
uisB (cf. non corpus = ein 
Nichtkörper Cic, non sutor 
^ Nich tschüs ter Hör., non 
homo = nemo; vielleicht 
auch hier besser getrennt 
zu schreiben), 

occiput das Binterbaupt Pers. 
Auson. (cf. daneben occi- 
pitium). 

paenintula Halbinsel Liv. PL 
(paeneinsula od. paene in- 
sula Catull. Liv.}. 



paraveriduB (,τταρά und vere- 
dus, hybr.) das Nebenpferd, 
Caesiod. und sp. ICt. 

? poatpartor derNacberwerber, 
Nachkomme, Plaut. 

? postprincipia der Fortgang 
einer Sache nach öberstan- 
denem Anfang, der Aus- 
gang Plaut. Varr. 

praeminieter Macr. eat. Tert. 

praeminiatra Macr. sat. Apul. 
de mag. 

prctemoleatia eine vorläufige 
Beschwerde Cic. 

praenamen Cic, Liv. u. a. 

? praepuUum (vox hybr. ans 
prae und noodiov, cf. sa- 
laputium) Sen.Vulg. Juven. 

? praetraetätua, üs die Vorab- 
haodlung, Vorbericht Tert. 
(praetracto nicht vorh.)- 

proamita = soror proavi ICt. 

proaiKtor der Stammvater 
Snet. 

proavia die Aeltermatter, Suet. 

proavuHCtdua ICt. 

proavua Cic. Hör. Curt. u. a. 

? proconaul Cic. Caes. Suet. 

procupido die Vorbegierde, 
mit amoris verbanden. 

? prodictätor Viced-, Liv. 

? produQvir Inscr. (?). 

projUius Sohn des Sohnes 
Orelli Inscr. 

? proßamen Orelli inscr. 



b,GoogIc 



frogener EmdestochtermBnii, 
Gatte der Enkelin Tac. u. a. 

? progtä>emator Unterstener- 
mann. 

? proUgaiua loser. 

yrohmen der Raum vor der 
Thärschwelle Hieron. 

? prolubido Varr. fcf. prolu- 
binin). 

? promagieter Idbct. 

promatert&ra ICt. 

prorupog Cic. a. A. 

praneptts Pere. Snet. 

pronomm Varr. Quint. u. a. 

pronurua Ov. Panl. Diac. 

propairwui ICt, 

propet das Scfaootenende des 
Segele. 

propraeior Cic. n. a. (aber 
stete pro qaaestore, nicht 
p-torj. 

proeocer GroBsvater der Gat- 
tin Ot. Fl. ep. u. a. 

proeocrue. 

protuteL• Vicevormundschaft 
Ulp. dig. 

projdndemiator derVorwiazer, 

ein Stern über der Schulter 

der Jungfrau, sonst vinde- 

miator, προτρυγ^τής^ Vitr'. 

provocabulum das steÜTertre- 

tende Wort Varr. 
? rmi(n<ii«iderWiederberich- 
ter Plant. Zwiechentr^er 
Cod. Theod. 
requiee Cic. Virg. Hör. u. a. 



Ulixee, d. b. Erzechlaakopf, -t• sbi>m. 

Titel einer Sat des Varro, 

Plio. Non. 
eetcunda 1% Unzen. 
eeeguicyathu» V/, Becherchen. 
eeejuidigiiu» 1 '/, Zoll. 
»etqmhora PI. 
teaqmjugerwn PI. 
aeaquiübra Cato, Col. 
eeequimentie Varr. 
»eeguimodiue Varr. Cic. u. a, 
»eeqmobohu PI, 
seequiopera Col. anderthalb 

Tagewerk. 
Heqaiapitt dass, Plaut. 
eeaqvipea Plaut. Col. u. a. 
aeaquipli^a l'/j Streiche Tac. 
BvhcomiouUtriu» Geh Ulfe des 

c-ns, Inscr. 
»idieortex die untere, innere 

Rinde Veget. 
evbcurator Jul. dig. 
avbcuetoe Unterwäehter Plaut. 
tubdiacon Cassiod. 
subdiaeomte Cod. Juet. Augu- 
stin. Isid. Inecr. 
? ««iniocior UnterlehrerAuson. 

(vielleicht direct von snb- 

doceo). 
«tdik«ree der Beierbe, Orelli 

inscr. 
βιώΐααιΐηα ein Unterblech Cato. 
eubmagieter Inscr. 
«u&omofnx Inacr. 



b, Google 



irt. !■>. »vbrtgultte ein ünterkönig 

TUPutUicl 
+ Ssbit Amin. 

mbecribendariue ein Unter- 

Bchreiber Cod. Theod. 
etibvas, die der Unterbärge. 
evbvillicue Inscr. 
tucceniurio Ualerceotnrio Liv. 
eueeonditor Inscr. 
»uggrimda der Dachrorsprung; 

Varr.Vitr. PL {daa, e-dium; 

granda das Dach). 
Summanee eine Art niedrer 

Gottheiten, Mart. Gap. 
? et^eraetii/^cium der Unterbau 

Ambros. 
? »uperanffmentum die Ueber- 

zugabe leid. 
tvperyumtntariue der Aufsefaer 

der Lastthierkaechte. 



euperhmen die ObersohweUe 
PI. loecr. 

? «uperorijtnaiio die Wahl ei- 
nes Bischofs an Stelle eines 
andern, Ambroe. 

ewppaedagogus Uatörpädagog. 

euppraefectut Inscr. 

aupprmcepa Inecr. 

Bupprocurator Inecr. 

suppromut Unterkello er Plant. 

7 terno.v, ctis dreifache Nacht, 
Herculea, wo B. gezeugt 
wurde StatTheb. (wo Queck 
getrennt schreibt.) 

ΙβτνβηφΜβ Erzgifitmiecher, 
Schimpfwort, Plaut. 

? Vefovie altröm. Gottheit Cic. 
Amm. Mart. Cap. und Ve- 
diovis Varr. Οτ.; Vedioe 
Marl. Cap. 

Im Ganzen c. 190 Bildungen, von denen c. 40 unsicher 
sind, also c. 3 — 4raal so viel wie in jeder der beiden ersten 
Classen zu finden waren. Im Griech. war das Verhältniss 
ganz andere; da hatte Claese α c, 3 Mal eo viel Bildungen auf- 
zuweisen, wie β und auch ;-. Kamentlich häufig haben wir 
Präpositionen im 1. Gl., und zwar z. B. con, com, co allein 
c. 50 Mal, pro c. 30 Mal, sub c. 20 Mal. Eine ganze Reihe 
von Verwandtechaftsnamen treten hervor (mit ab, ad und at, 
pro α. a.). 

Auch ftir's Latein, mäeeen wir die Bemerkung machen, 
dass in dieser Classe verhältnissmässig häufig im 2. Gl. eta 
Abstr. zu finden ist; schon in der besten Zeit haben wir einige 
Beispiele, wie nefas, praenomen, pronomen, requiee, int«mpe- 
ries (das Laerez. intactus war unsicher). Später, namentlich 
bei Tertnllian, haben wir mehr und sicherere Comp, dieser 



b,GoogIc 



»88 

Art, ζ. Β. irratio, irrecogUatio, iaTolantas , immoodoe, inter• 
spatium u. β , nach deren Analogie such imbonitae , infaoneetae 
entstanden sein mOgen , für welche dies aber nicht der einzig- 
mögliche Ursprnng ist. 

if) PronomeD + Substantiv. ui !■>. 

TtnProiMB. 

Meines Wissens sind derartige Comp, im Lateinischen + ^ikrt 
überhaupt nicht vorbanden. Auch im Griechischen waren 
Bubst. Pronom. als erste Glieder solcher Zasammensetzungeo 
gar nicht nachzuweisen und von den adject. Prou. nar das 
vielfach in's Gebiet des Begriffsnomeas hinflberepielende αότο-. 
Daes das Pronomen eich überhaupt nicht gern mit andern 
Bedetheilen zusammensetzt, haben wir bereits oben besprochen. 

ε) Numerale -]- Substantiv. lil lao. 

trifur, uris dreifacher Dieb, gredienzien Apio. (cf. dane- + S"'"'- 

Erzdieb Plaut. beo tripatinium). 

tt^furdfer Erzbaiunke Plaut. triportentum eine ausseror- 

trinepoa Enkel im 5. Gl. ICt. dentlich seltsame Sache 

trinepiie iCt. Pacuv. 

? tripatina Gericht aus 3 In- trwmeßca Erzhexe Plaut. 

Hier haben wir also nur ganz vereinzelte Bildungen und 
auch von diesen ist es nicht eigentlich sicher , ob wir das 
]. Gl. ein reines Zahlwort nennen dürfen, Es scheint vielmehr 
meist adverbialer Sinn in dem tri zu stecken (wie oben ter, 
bi, die wir als Adv. zu ;- gestellt haben); trifur -- dreifacher 
Dieb (nicht 3 Diebe); ebenso trifurcifer, triportentum; triveae- 
flca ist schwer von dem plautin. terveneficus zu trennen. — 
Auf Jeden Fall ist die Zahl der Immutata von χ + Subet. im 
Lateinischen sehr gering. 

Die Claesen 3 und ε treten also für beide klass. Sprachen, 
namentlich aber das Lateinische, ganz in den Uintergrund, 
kommen kaum in Betracht. 

Alles in Allem haben wir griech. Immutata von χ + it«mt>t 
Sabst. c. 2000, von denen c. 430 unsicher, also über 1500 



b, Google 



384 

xiemlioh sicher eind; im Lateiaigchen c. 310, von denen ud- 
•icher c. 60, also a. 250 ziemlich sicher. In der Qesammt- 
maeee hat also das Griechische c. 6—7 Ual soviel Immutata 
von X H- Subet., wie das Lateinische. 

Auf die einzelnen Classen rertheilten sie sich folgender- 
massen ; 

α) Snbst. 4- Sahst, im Oriech. c. 1170, von denen 
unsicher c. 250; im Lateinisch^ c. 55, vod denen 
nneicher c. 17—18. 
ß) Adj. + Snbst. im Griech. c. 380, von denen un- 
sicher c. 40; im LaL c. 60, unsicher c. 5. 
γ) Partikel -|- Snbst. im Griech. c. 400, unsicher c. 

110; im Lat. c. 190, unsicher c. 40. 
S und ε lassen wir bei Seite. 

Am näclieten kommen sich die griech. u. lat. Zahlen noch 
in T", am weitesten entrei-nen sie sich in a. Im Griech. verhält 
eich ungefähr B:y3:)-=^3;l:l;im Lat. a : ^ : ?- = 1 : 1 : 3; 
also ein wesentlich anderes Verhältniss. 

II. Immutirte Zudammeneetzun^en von χ + Adjectiv. 
Obgleich es zur Vollständigkeit unsrer Arbeit unzweifel- 
haft beitragen würde, wenn wir auch die Compos. von χ + 
Partieip erschöpfend behandelu wollten (da wir ja das Part, 
zum Adj. im weiteren Sinne rechnen), so ist uns das leider 
an diesem Orte nicht möglich. So wie so zieht sich unsere 
Betrachtung durch die überreiche Fülle der Comp, mit einem 
Subst. oder eigentlichen Adj. im Schlussgtiede allzusehr in die 
Länge; eine Beschränkung auf das Nothwendigste scheint dem- 
nach durchaus geboten. Auch sind diese Comp, ja eher mög- 
lich zu übergehen, da es uns vor Allem auf das numerische 
Verhältniss der Immutata von χ -{~ echtem Adj. zu den Mal. 
voQ X + Subst. ankommen muss; denn diese Mnt. von χ -|- 
Subst. sind auch lediglich eigentliche Adj. und keine Participia. 
— Einige kurze Worte können wir aber den Compos. von 
X + Partie, nicht versagen. 



b,GoogIc 



Es Terstebt sich, dase hier nicht die Participia aller com- 
poDirteo Verba in Betracht kommen-, Partie, von Verben wie 
z. B. αυντίοτ^μί, άνΐστημι u, dgl sind eben nur von diesen zn- 
sammengeeetzten Verben abgeleitet, nicht aber etwa selbsmn- 
dig ans auv^ άνα u. dgl. + Part, von τί^ημι^ ΐατημι η. dgl. com- 
ponirt. — Noch deutlicher sehen wir das bei den von Compoe. 
abgeleiteten Verben (cf. die 6,αί •φαγίο>, -δρομέα» η. ν. a.), wo 
entsprechende selbständige Part, (wie 'ψαγητο^ -Ορομητο) gar 
nicht vorhanden sein können. — Wir haben es vielmehr bloe 
mit denjenigen Compoe. zu tbun, in denen offenbar das Partie, 
irgend eines Verbs mit irgend einem Worte componirt ist, 
ohne dasB ein zusammengesetztes Verb existirt, von dem es 
derivirt sein könnte, ja womöglich ohne daee ein solches exi- 
stiren kann. Hier offenbart nun gerade das Part, seine nomi- 
nale Natnr gegenüber dem Verb, zu dem man es so gern ge- 
rechnet bat; denn während das Verb flberhaupt kaum mit an- 
deren Wörtern als Praepp. sich zusammengesetzt findet, treten 
nns eine ganze Menge Comp, von χ -|- Part, entgegen, die 
einen andern Redetbeil im 1. Gl. aufweisen. (Von den Ver- 
ben, die von componirten Nomin. abgeleitet sind, kann natär- 
lich nicht die Rede sein, da dies nicht Comp, von χ + Verb, 
sondern Mos Derivata sind.) 

Im Griech. ist namentlich das Particip auf το nicht sei- eMfc.c«p. 
ten mit allen möglichen Redetheilen componirt; so im Homer fuii«. 
mit Subst., wie z. B. in μυλήφατος von der Uüble zermalmt, " ' 
ααυνηφατος schmerzstillend, μεΧίχρητος mit Honig gemischt, 
πυρίχαυστος, αίμοψόρυχτος blutbesudelt, χηρεααιφό ρητός 
η. a. Mit Adj. ζ. Β. μζλάνδ^τος schwarzgebnnden , νε6πλυ- 
τος, ν^/ιπριατος, νεόσμηχτος, νεότευκτος, νεούτατος, πο• 
λαβάχρατος, πολόχΧυστος, ποΧόχμητος η. m. a. Mit Parti- 
keln ζ. Β. ύφιτέλεατος, παλαίφατος, τηίέχλτιτος, τρίλ' 
Χιστος, viele mit αν und α privativum η. a. In der späteren 
Sprache sind solche Comp, recht zahlreich ; wir verzichten aber 
auf eine nähere Besprechung derselben; nur sei bemerkt, das* 
namentlich die Menge der mit α privativnm sehr gross ist. 

Das Particip anf οντ, ντ haben wir in manchen homer. on, ντ. 



b, Google 



Comp. Mit Snbet. z. B. οαχρυχέων, Solofpovitov, χαρη- 
χομόωντίς η. a. Mit Ädj. z. B, /^ρααυμέμνων^ λιγυπνείων, 
ηολότλας, εόρυρέων. Mit Pnrtik. ζ. Β. εύναιετάων, ϊνψρο- 
νίων α. Λ. Auch in der späteren Sprache findea eich Comp. 
mit einem Partie, auf οντ, ντ im 2. Θ1., jedoch viel seltener ala 
solche mit einem Part, auf το. 

I. Das i'artic. auf μενο zeigt eich seltener in Comp. Mit 

8iibst. haben wir z. B. bei Homer Άρηϊχτάμενος^ δαϊχτάμε- 
νος; doch könnten dies auch Zusammenräckungen sein; mit 
Pertik. εάναίόμενοΐ^ παΧινόρμενος. 

Im Oanzen zähle ich im Homer allein c. 200 Comp, 
von X + Participi, von deoeo c. 30—40 vielleicht besser an- 
derswohin zu rechnen sind; iinmerhin eine ansehnliche Menge. 
Am bängsten sind die Comp, von Part, auf το und α priva- 
tiv um. 

Tm Lat. beläuft sich die Gesammtzshl der Comp, von χ 
+ Particip nach meiner Zählung auf c. 600—650; es ist dabei 
wicht^ zu beachten, dass ein ausserordentlich grosser Theil 
davon, nämlich c 350, mit dem privativen in oomponirt ist. 
Von den übrigen zeigt noch ein sehr grosser Theil im 1. OL 
Partikeln, wie per (sehr), sub (etwas, schwächend), prae 

I. u. a. Besonders häufig ist auch im Lat. das Partie, auf tu 
componirt. Mit Subst. selten: limocinctus Schurztri^er, 
manifestus (fendo) handgreiflich u. wenige a. Mit AdjecL 
etwas mehr, doch auch nicht viele, wie multicavätus viel- 
fach gehöhlt Varr.; multipartltus PL, alticinctus hocb- 
gegürtet Phaedr., primocreatus, primogenitus; eine ganze 
Reibe' mit semi-, wie semidoctus Plaut. Cio. n. a., semi- 
orematus Ov. Mart., semiräsus Catull., .semireductu β 
Ον., semiustus Liv. Ον. α. a. und dgl. Mit Partikeln sehr 
häufig, namentlich in, z. B. inexpectätus Cic. Ov. α. a., 
inexpletus Qv., Virg. u. a., infinitus Cic. u. a., inultae 
Cic, Hör. u. a-, invictns Cic, Liv., Ov. n. β-, peroptätae 
Cic., permeditätus Plaut, u. sehr viele a. 

I Das Part, auf nt mit Subst. z. B. aaguitenens Cic. q. &, 

C(V"«ÄOC), frugiferens Lucr,, frugiparens Ven. Fort., mel- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Hfloene Aueon., signiteneas gestirnt Eon. u. einige a. SCit 
Adj. altitonans Enn, Cic. Lucr., altirolans Lucr. Bnn^ 
breviloquene Cic, graveolene atarbriecbend , suarilo- 
quens Eon. Cic, Lncr.; mehrere mit semi- wie semibians 
Catull. u. dgl. Mit Partikeln viel weniger als beim Partie, 
anf to: inolens Lucr. gernchloe, inopinans Caee., insciene 
Cic. u. a., peramane Cic, subalbicans etwas weisslicli 
Varr. u. dgl. 

Partie, auf ndo sind Wel seltener componirt: ne&ndas, ■*•• 
incredendas. 

Oft ist die Grenze zwischen Partie, und eigentlichem Adj. 
schwerer zu ziehen und manche Compos. des folgenden Ver- 
zeichnisses werden ein Fragezeichen erhalten, weil sie viel- 
leicht auch participial sind. 

Bevor wir an die Aufzählung der Immntata von χ -|- Adj. ^y^ 
geben, müssen wir auch die synthet. Adj. knrz berühren. Sie 
entstehen wie die eynthet. Subst. in der Weise, dass iigend 
ein "Wort mit einem Verbalstamm oder einer Verbalwurzel 
componirt wird, die erst bei dieser Composition zum Nomen 
nrngeschaffen wird, sei es durch Zutritt eines SufSzes, sei es 
ohne dieses (letzteres ist der viel seltnere Fall). Die synthet. 
Adj. sind an Zahl den synthet. Subst. weit überlegen und nicht 
selten werden sie substantirirt; aller Wahrscheinlichkeit nach 
kommt überhaupt ein grosser (wenn nicht der grösste Theil) 
der synth, Subst, auf syntb. Adj. zurück. Die Suf^xe dieser 
sehr zahlreichen Bildungen sind im Griechischen vor allem ο 
αηά ες; schon seltener sind a. τα und Suffixlosigkeit ; die 
übrigen kommen nur mehr sporadisch vor. 

ο zeigt Homer z. B. in ίττΐφόΧος, ίίζοος, ευσχοπος, &υμο- soir. ο 
βόρος, Άυ/ιαφϋόρος, Ιοδόχος^ ίππόοομος, Ισοφόροζ, χΐραοξόος, χουρο- 
τρόφος^ λαοσσόος^ λαοφόρος, ζεινοΒόχος, &ρεαίτροψ<κ, Αρεαχφσς^ 
δχετηγόζ, όφίγονοζ, παίί^ογος, παλίντονος, σιτοφάγοΐ, αχηπτοΰχοζ, 
υλοτόμος η. a. Im späteren Griech. sind diese Comp, äusserst 
häufig. Ich erinnere nur au die zahlreichen Bildungen mit 
-ποιος, -εργος^ -σχοπος, -τροφός^ -φόρος, -χομος, -γράφος, -ψαγο!:, 
-τόκος, -φ&ορος, -νομός, -τονος^ -λαβος, -χτονος, -ψονος, -μαχος, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



-βο^ος, •3οχος, -πλοοζ, -ηομαοζ^ -βοαχος, •γL•φot:, -ατροψοζ, -ατοΐοζ 
U. m. Λ. 

ς. «ς bat Homer ζ. Β. in άαγής, γυναιμανής, εόχαμττής, ζατ/χ- 

ψήΐ, ζαφλεγής, &εαπι3ιτής, χυχλοτερήζ, μενοεαής, παλιμπετης. öäaro- 
τρεψής, ΰταρσήί, ΰφ^ρεψής η. &. Für's spätere Griech. erinnere 
ich an die zahlreichen Synth, auf -φαίής, -τυττής, -βαφής, -τελής, 
-γενης, -ψερψ, -nayiji, -παϋής, -μανής, -βλαβί}ς, -βΧαατης, -αΧ&ής, 
■πειθώς, -πετής, •τερ7τής, -αχίδής, -τρεφής, -ερπης, -Tzhxiji, •£ργψ, 
-γραψής, -ραγής, -λαμτΐης, -ταχης, -δαχης u. ft. 

ΐ. α ist riel seltener: bei Homer λι^/^α;^!/';;; dreist schwatzend, 

'Αΐ9ης eig, = der Unsichtbare, u. a.- 

τα ζ. Β. im Homer: ίμποριβήτης u. a.; mehrere jüngere 
Bildungen auf -βατής, -βότης u. β. 

τ. Kein Suffix ζ. Β. im Homer: χορα^άϊξ, τρίπλαξ^ παραβΧωφ 

η, &.; spätere Bildungen auf -ηληξ, -τριψ, -χλεφ η, a. 

Im Ganzen zähle ich bei Homer allein c. 260 synthet. 
Adjectiva, von denen c. 50—60 unsicher sind. 

k. Im Lat sind nach meiner Rechnung c. 550 — 600 eyntbet. 

Adj. Torhanden. Am häufigsten ist das 1. Gl. ein Nomen. Das 
rerbreitetste Suffix ist o, seltner sind die Syntb. auf α und die 
ohne Suffix. Besonders häufig sind die Synth, eaf fero- 
nnd gero-. 

fero z. B. in comifero-, caelifero-, armi-, bipenni- und 
sehr viele andere. 

gero z. B. in cornigero-, armigero-, lauri-, navi- und 
sehr V. a. 

fico z. B. in honorifico-, hosti-, justi-, laeti-, Incriflco• 
Π, viele a. 

dico z. B. in magnidico•, male-, saevi-, blandi-, spurci-; 

geno z. B. in omnigeno-, eaxi-, viti-, alieni-, amni-, capn-; 

loquo z. B, in inaniloquo-, largi-, multi-, mali-, mendaci• 
und andere; 

sono z. B. in lucti-, snavi-, nndi-, aeri-, armi•; 

seqao in pedi-; 

vago in ponti-, veneri-, areni-, multi-, nemori•, remi-; 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



frago in »eai-, foedi- Cic. u. a., nan- Cic. α. s., eilri- 
Lncr.j 

cremo in semi- Ον., turi- Virg.; 

vido ia stalli- Flaut., clari-, multi-, nocti•; 

fluo in ventri-, aesd-, felli-, jugi-, rori-; 

paro in rivi-, frugi-, gemelli- Ον., opi- Plant., ovi-; 

lego in tun- Ov , denti- Plaut., flori- Ον., frugi-, sorti-; 

cino in vati-; 

volo in vell- Enn. Ov. Virg. μ. a.; 

duco in aqui-, felli-; 

volo in bene-, male-, multi-; 

crepo in cauri-, perterri-, terri-; 

vomo in flammi-, igni-; 

fngo in luci-, nubi-; 

bibo in mero- Plaut., multi- Plaut.; 

carpo in omni-; 

oano in omni-, plectri-; 

pavo in omni-; 

Toro in omni-, uni-; 

fido in quadri-, quinqui-; 

grado in spisei- Plaut., tardi- Pacuv.; 

traho in testi-; 
ausserdem noch einige andere synth. 2, Gl. auf o. 

α Damentlicb in einigeu maec. Comp, auf cola, gena;anff.ä 
doch mnsB man bemerken, daes die synth. Subst. (namentlich 
der beseeren Zeit) mit diesem Schlusstheil zahlreicher sind. 

cola in amni-, flucti-, paludi-; 

gena in Apennini- Ον., angni- Ον., flammi-, indi-, nubi- 
Virg. u. a. ; 

caeda in bucaeda Plaut., mit rindeledernen Riemen ge- 
peitscht; 

eeda in domi-, zu Hanse sitzend; 

fuga in heri-, vor dem Herrn Hüchtend, Catull. 

Kein Suff, haben wir in einigen Comp, auf plex-, wie K<ii s 
quadru-, quincu-; auf ceps u. einigen a. 



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890 

Wir dfirfeD dud diese synthet. Adj. natürlich nicht uater 
die Immutata von χ -\- Adj. mischeo (.cf. oben die synthet. 
Sahst.) ; φόρος, τροφός, μανής, φανης, fer, ger, ficue u. s. w. sind 
dnrchane nicht als Adj. zu bezeichnen. Sie kommen selbstän- 
dig überbaapt nicht vor; man beachte gleich, daes die ein- 
fachen (uncomponirten) Adj. mit Safif. ες im Griech. und auf 
ο in beiden Sprachen durchaus nicht allzu häufig sind, wah- 
rend man die syath. Adj. gerade mit diesen Suff, in groeser 
Anzahl rorfindet. Dass aber φιορος, fer, μανής η. 8. w. jemals 
selbständige Adj. gewesen sind, wird durch nichts bewiesen. 
Ihre Entstehung kann eine ganz andre sein, als die aus ur- 
sprünglich immut. Comp, von χ -|- Adj. 

Vermag ich nun auch nicht, diese auf jeden Fall sehr in- 
teressanten Bildungen bis iu's Einzelne zu untersuchen und 
nach ihrer Entstebnng und Entwicklung zu forschen, so will 
ich doch andeuten, von welcher Seite meiner Ansicht nach eine 
solche Untersuchung zu beginnen hätte. (Wir greifen hiermit 
eugleicb schon in das Gebiet der Mutata über.) 

Es ist nicht zu verkennen, dass die synthet. Adj. manche 
BerühruDgspunkte mit den mutirten Comp, von χ + Subst. 
(Bab&vrihi) darbieten. Namentlich ist dies der Fall bei vielen 
griech. Comp, auf Suff, ες-. 

Die zahlreichen Comp. 9.at γενής können der Form wie 
der Bedeutung nach sowohl Synth, als auch Mutata sein. 
Das homerische αΐ&ρηγενής, äthergeboren, kann sehr gut „im 
Aether sein γένος habend" bedeuten (cf. goth. himinakunds, 
etwa eigentlich „himmetgeechlechtig") ; Ιδιογενί^ς Plat. u. a. 
entweder „von besonderem Geschlecht" oder „besondere ge- 
boren"; πρεσβυγενής älter an Geburt od. erstgeboren läset 
ebenfalls beide Deutungen zu und so noch viele andere auf 

άχηδήζ „nachlässig und vernachlässigt" kann sowohl er- 
klärt werden als Synth, von χ^όομαι, also = nicht sorgend, 
oder als Afut. von x^Soi, also = ohne Sorge; man sieht, dass 
nicht nur die Form dieselbe ist, sondern auch die Bedeutung 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



281 

kaum einen Untersuhied haben ^rfirde, ob man nun so oder ao 
deuten wollte. 

πολυχ}}δ-^ς Hom. sorgenvoll; entweder = viel x^Sea ha- 
bend od. viel sorgend (synth. von χηαομαι). Ebenso noch an- 
dere Comp, auf x^S^<z. 

οΙναχ&•ί}ς = Weinachwere habend, Mut. von αχ&ικ, Qdf. 
&χ^ες-; oder ^ weinbelastet, Synth, von Υ 4?*") Αναραχ&ής 
den Mann belastend könnte ebenfalls sowohl Synth, als Mut, 
sein ; ebenso noch andere Comp, auf -αχ&ης. 

οϊνοπλτ^&ής Hom. weioreich ; entweder Mut, mit πληΒος 
= WeinfilUe habend oder Synth, von πλή^α* voll sein =^ an 
Wein voll seiend. 

χαλχοπλη&τ/ς Eur. mit Erz gefüllt and noch andere 
Comp, auf πΧ^οής. 

άναΧγής schmerzlos; entweder Mut. von αλγοΐ = ohne 
Schmerz, od. Synth, von V άλγ- = Schmerz leiden. Form und 
Bedeutung wären dieselbe. 

&υμαΧγής herzkränkend Hom. = dem Herz Schmerzen 
bereitend oder das Herz kränkend. 

όσφυαΧγ-ής Aesch. Hüftschmerzen habend u. a. auf -α^^^ΐΓ. 

^όυΐ'επής Hom. entweder = sOesredend od, von süssen 
Worten, was eugenecheinlich auf dasselbe herauskommt; Synth, 
von J^ Jfejr od, Mut. von Finoc 

άχροπενί/ής äusserst traurig Äesch. ^= grossen Schmerz, 
Trauer habend {πένϋ^ς) od. synth. von Ϋ itsv9 tcf. πεύκμαι, 
ninovffa); ebenso noch andre auf -neiiAJc wie άτιμοπενϋ^ς Äeech, 
u. andere. 

χακομη$ής ai^listig h. Hom. Merc. entweder Mut. von 
μ^3ος = Anschlag, Plan od. synth. von μηοομαι = aussinnen. 

ίζαμερ•^ς in 6 Theile getheilt; entweder Mut. von μέρος 
od. Synth, von με'ψομαι\ ebenso noch andre auf -μερί^ς. 

χαΧλιφεγγής schön leuchtend Eur, entweder Mut. von 
φέγγος = Licht, Glanz od. Synth, von φίγγω = leuchten, glän- 
zen ; vgl, auch andre Comp, auf -ψεγγηζ. 

άψευδής entweder Mut. von ψεϋοοζ od. Synth, von φεύδο• 
μαι oder endlich Immut, mit φευδής. 

19• 
n,g,t7cdb/G00gIc 



άτε^ηΐ nicht ζη Stande gebracht Hom. Tbnc. Soph. 
o. a. entfreder = kein Ende, keine Vollendung habend (^τΟος) 
od. eyntfa. TOn V i^^i älmlicli z. B. αυτοτελής sich selbst roll- 
endend Aristot. Cletzteres neigt mehr zum Synth., ersteree 
zum Mut.)> 

Aebnlich lassen sich die Comp, anf -παοής {πάαος und 
i-7ca(^-ov), anf -^αρσης {9άραος u. V ^αρσ in ^αρσέω) u. a. be- 
trachten. 

£s Uesse sich demnach sehr gut denken, daee die Synth, 
auf ες ihren Ausgang genommen roa Mut. mit einem Neutrum 
auf Soff, ες im 2. Gl. Die Bedeutung eines solchen Mut. kann 
der participialen sehr nahe oder T&ltig gleich kommen, wie 
sich dies ans den angefahrten Beispielen zur UenOge ergiebt. 

Waren nun aber eine Reibe von solchen M«t. geschaffen, 
deren 2. Glied deatlich noch ein Verb zur Seite hatte, aus 
dessen \i das Abstr. durch Suff, ες gebildet war, so konnte 
allmählich bei sehr lebendiger derartiger Bildung auch die zu- 
erst nothwendige Construction des Neutr. auf Suff, ες weg- 
gelassen werden u. die Sprache bildete nun direkt aus der 
Verbalwurzel (resp. Stamm), welcher das Suff, ες hinzugefügt 
wird, mit irgend einem andern Worte ein Comp. Wie sich 
nXiiitot verhält zu οΙνοπληΒής (WeiufUlle habend), so verhält 
sich μαίνομαι zu άνόρομανης. Ein μάνος brauchte nicht mehr 
faktisch vorhanden zn eein, faktisch dem Comp, zu Grunde za 
liegen. So konnten nach dieser Analogie Comp, entstehen mit 
-φερης, -τρεψής, -εργης, γραφψ: α. s, w. im 2. Gl., ohne daes 
darum Neutra wie ψέροζ, τρέψος^ ^ργοί-, γράφος b&tten zu exi- 
etiren gebraucht. 

Auf diese Weise könnten eich die sehr zahlreichen eyn- 
tbetiechen Comp, anf Suff, ες entwickelt haben. Form und Be- 
deutung würden ganz mit dieser Annahme stimmen. Dann 
beachte man aber noch den sehr wichtigen Umstand, daes die 
-einfachen Adject. auf Suff, ες im Griech. durchaus nicht 
häufig vorkommen, während die Abstracta auf ες in grosser 
Zahl vorhanden sind. Aus dem Homer weiss ich als einiger- 
massen sichere Beispiele nur sehr wenige anzuführen, nämlich 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ψευδές- Iflgenfaaft, ψρα9ίζ- veret^dig, ίλβγχίί- bescbimpfl, 
ech&adlich, απιαές- weit, ausgedehnt. Die übrigen von Leo 
Meyer (vgl. Gramm. II. S. 119) angefahrten Adj. dUrfen nicht 
hierhergerechnet werden; άΡελλές- wie άΙΌλλές- zusammen- 
gedrängt sind Comp., im 1. Gl. α = sa Hzusammen". Von dp- 
τίμίς- sagt Meyer eelbet, dass das „μ ohne Zweifel auoh sof- 
Sxal iet"; απηνές- unfreundlich, πρηνές• vorwärts geneigt, 
ένηές- milde sind im Einzelnen nicht klar, haben aber auch 
eher das Aussehen von Comp. Auch νω^ές- ist wohl Comp, 
und zwar Termutblicb von γ" ώ& = treiben, drängen (eig. Fw&)t 
etwa = nicht vorwärts zu bewegen, nicht fortzutreiben; bloss 
II. Il,5ä9 und zwar vom Elsel^'gebrancht, anf den gerade diese 
Erklärung sehr gut passen würde: 

ώς S'S^ 5νος παρ Sponpan Ιών έβιήαατο παϊδας 
νωί^ης, φ δ^ πολλά περί {>6παΧ άμφίς iFdy^ α. β. w. 
Oie einfachen Adj. auf ες sind also nur ganz vereinzelt; 
dagegen existiren Abstracla auf ες bekanntlich in grosser An- 
zahl, und da nun unsere Synth, recht zahlreich sind, so liegt, 
wenn Form und Bedeutung nicht dawider sind, doch die An- 
nahme viel näher, dass wir hier ursprünglich Mut. haben. — 
Doch wir haben noch weitere Gründe zu dieser Annahme. Es 
kommt hinzu, dase die Inunut. von χ -\- Adj. im Griech. überr 
haupt nicht zahlreich sind'}; im Homer zähle ich z. B. Imm. 
von Subst. 4- Adj. nur 12, von denen c. 9 unsicher sind, also 
bleiben bloss c. 3 als sicher zurück; dagegen haben wir im 
Homer allein Synth, mit Subst. im 1. Gl. c. 120, von denen 
c. 18 — 20 unsicher, also c. 100 sicher sind, Zahlen, die offen- 
bar auf's Stärkste divergiren, in auffallender Disharmonie ste- 
hen. Wenn man nun auch annehmen wollte, dass in früherer 
Zeit eine genügende Uenge von einfachen Adj. auf er ezistirten 
(was aber, wie gesagt, ohne jede Gewähr ist), so wäre es auch 



1} Imm. von χ + Part, Bind h&uäger, wie wir oben geieben; aber 
Εΐ und »ind nicht Suff, von Part., sondern gehüren dem echten A4j.; auch 
würden nementlich die Comp, von Subet. -f- Part, sich mit den Sjnlh. 
immer noch lange nicht meeeeu können. 



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204 

dann noch sehr unwahreobeinlich , daes dieee in so grosser 
Menge zu Immnt. von χ + Adj. componirt worden wären, 
denn diese Immut. (namentlich die von Subet. 4' Adj.) sind 
besondere in der alten Sprache (Homer) durchaus selten; da- 
gegen sind die Mut. in grosser Anzahl vorbanden (namentlicb 
auch mit Snbst. im 1. Gl.)- ^^ ist also viel wahrscheinlicher, 
daes die Synth, auf Suff, ες ursprünglich Mut. und nicht Imm. 
von κ + Adj. sind, denn 1) müssten Form und Bedeutung 
ganz übereinstimmen; 2} sind die einfachen Adj. auf e? selten, 
dagegen aie Abstr. auf ες sehr häufig; 3) bat namentlich die 
alte Sprache nar wenige Imm. τοη χ + Adj. (s. nnten), da- 
gegen sehr viele Mut. nnd die Synth, sind zahlreich. 

Endlich, um die Wahrecheinlichkeit des mutirten Ursprungs 
der betreffenden Synth, noch zu erhüben, fdhre ich eine Reihe 
von unzweifelhaft deutlichen Mut. τοη χ + Abetr. an, wo das 
Abstr. iu der Comp, offenbar der Bedeutung eines Part, oder 
Adj. gleichkommt, ja wo es meist bei der Uebersetznng in's 
Deutsche sehr ungeschickt wäre, das Abstr. mit „habend" an- 
zuwenden; Tielmehr verlangen wir im Deutschen durchaus ein 
Part. od. Adj. Wenn also auch manchmal die Erklärung der 
Synth, als Mut. von Abstr. gezwungen aussehen eoltte, so kann 
man an einigen dieser Zus. Beben^ dase solche Bildungen bei 
der Uebertragung gezwungen aussehen mögen and doch wirk- 
lich Mut. sein können. [Uns im Nbd. sind Mut. nicht geläufig.) 

βαρβαρόψωνος ranhs ρ rechend. 

ζείαωροζ Getreide spendend. 

πάναγρος alles fangend. 

άργικέραονος hell blitzend. 

τΓολύδεσμος viel gebunden. 

αθάνατος nicht sterbend. 

ανάλαφρος unveroichtet. 

ίρίτιμος sehr geehrt. 

άρτιγένεΙ^λος eben geboren Orph. 

dv&peonoXeftpot Männer verderbend. 

βσύχιλος Kinder nährend Aesch, (χιλόζ Futter). 

^μερόχοίτοζ am Tage schlafend Hes. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ΐππαιχμοζ zu Pferde kämpfend Pind. 

χΰχνοφις von Schwaaenansebd, echwanähnUch. 

λεοντόχορτος Aeech. τοπ eiaem Löweo verzehrt {χ-ος 
= Futter). 

ζυλοχατάσχίυος aus Holz gemacht. 

άβρίγελως^ τος = fibermüthig lachend, eig. ^ mit dem 
Lachen des Uebermuthee Man. 

σχοτύθειπνος im Dunkeln essend. 

παρήνεμος Feuer anblasend Anth. [eig. = Feuer-Wind 
bewirkend). 

Aehnliche Bemerkungen, wie bei den Synth, auf c;, las- 
sen sich bei denen auf Sufif. ο machen. 

πολύστονος Hom. seufzerreicb , entweder Mut. von βτάνικ 
Seufzer =: viel Seufzer habend, oder Synth, von στένω; ebenso 
noch andere auf 'στονος. 

ώχόροος Hom. schnellstpömend, entweder Mut. von ^doc 
der Strom, die Strömung, also = von schneller Strömung; oder 
Synth, von pio>; ebenso noch andere auf -/>ooc. 

οφΐγονος Hom. spätgeboren, kann Mut. von γύνκ= Geburt, 
Ursprung sein, = späte Geburt habend-, oder Synth, von V~ ϊ^ν. 

αϊνόγαμοΐ E\iT. unglücklich vermählt; entweder Mut. von 
γάμος =^ die fleirath; oder Synth, von V γαμ•^ ebenso noch 
andere Comp, mit γάμος. 

άριστοπόνος am besten arbeitend, Pind. u. a.; Mut. von 
πόνος oder Synth, von πένομαι arbeiten, das schon bei Hom. vor- 
kommt; ebenso noch andere auf πόνος. 

άταφος unbeatattet Thuc, Soph. Xen. u. a.; Mut. von τάφος 
Grab = ohne Grab; oder Synth, von Μπτω begraben = un- 
begraben. 

άτοχος noch nicht geboren habend Hdt. Eur. unfrachtbar 
Plat.; Mut. von τόχος = das Gebären, die Geburt — ohne G.; 
oder Synth, von l^ τεχ in rare», ετεχον. Ebenso andere auf 
-τυχος. 

ομόζυγος" zusammengejocbt; τετράζυγος u. a. Mut. von 
ζαγόν oder Synth, von ζι>γ in ζεύγναμ. 



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όξυήχοος = scharf hörend, von scharfem Gehör (_άΜη} 
Arietot. u. a. 

πολύφονος viel tödtend, Eur.; Mut. von φόνος der Mord 
oder Synth, von V tpev^ cf. επεψνον; noch andere auf φόνος. 

πολύφ&ογ-γος viel tönend; Mut. von ψΜγγος = der Ton, 
Klang oder Synth, von φΗγγομαι (vgl, unser vieltönig und viel- 
tOnend!). Ebenso andere auf φ&ογγος. 

πρωτόπλοος zum ersten Mal schiffend Hooi. u. a,; Mot 
von π^ς ^= das Schiffen, die Schifffabrt oder Synth, von πλέω; 
ebenso noch andere auf π^ος. 

μαχρολόγος weitechweifig im Reden Plnt.; entweder Mnt. 
= von langen Reden oder synth. = lang oder Langes redend. 

πζζομάχος zu Fuse kämpfend; Mut. von μάχη oder Synth, 
von μάχομαι; so noch andere αχΛ μαχος. 

τριτόσποναος wofür dreifache Spende gegossen wird 
Aescb. Mut. von σπονδή oder Synth, von σπένβω. 

Derart liessen sich noch eine ganze Reihe von Bildungen 
aufführen. Es wird aber wohl besser sein, wenn wir nicht alle 
Comp., die hierher gehören könnten, jetzt anführen, sondern 
erst bei der vollständigen Aufzählung der Mut. von χ ~|- Suhet. 
immer dabei bemerken, ob nicht auch synth. Ursprung denkbar 
wäre. Hier kommt es uns blos darauf an, auch für die synth. 
Comp, mit Suff, ο einen ähnlichen Ursprung wahrscheinlich zu 
machen, wie für diejenigen mit Suff ες. Waren nun eine Reihe 
von mutirten Bildungen, deren Bedeutung der participialen 
gleichkam, geschaffen, eo lag es hier ebenso nah, direkt durch 
Verbalwurzel •\- Suff, o, Schluss• Glieder ähnlicher Comp, zn 
bilden. Man übersprang eine Stufe, man construirte nicht mehr 
eelbständig das Maec. auf ο oder Fem. auf a, η, die zuerst sol- 
chen Comp, zu Grunde lagen. Dann verhielt eich έύζοος : ξέω 
:= ποΧύστονος : ατένω. Ein selbständiges ξοας war nicht mehr 
nuthig. 

Nun ist ee auch hier wichtig zu beachten, dass selbstän- 
dige einfache Adj. mit Suff, ο gar nicht häufig sind; unter den 
von Leo Meyer a. α. Ο. S. 152 angeführten Beispielen ist eine 
ganze Reibe etymologisch unklar und ist bei den meisten die 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



297 

Möglichkeit TOrhanden, dass der dem ο yoraiugeliende Codso- 
nant urspränglicli mit zu dem Suff, gehört, also gar keine Bil- 
dung mit einfachem ο vorliegt. Dagegen sind die Abstr. mit 
Suff. und α, η (dae in den Comp. mut. bekanntlich dieselbe 
Form zeigt wie o) sehr zahlreich; man vergleiche Meyer's 
VerzeichniBse S. 154 nnd 158. — Um endlich die Entstehung 
der Syntheliea aus Mutatie noch wahrscheinlicher zu machen, 
mues auch hier daran erinnert werden, dass die immut. Comp, 
von Subet. + Adj. unbeliebt sind (namentlich in der älteren 
Sprache), dagegen die Synth, ebenso wie die Mut. sehr zahl- 
reich auftreten. Die Bildungen auf ες und ο bilden aber die 
Hauptmasse der Synth. Die Comp, mit anderen Suff, treten 
ihnen gegenüber ganz in den Hintergrund; was von denen auf 
ε; und ο gilt, wird von vornherein auch für den Rest wahr- 
scheinlicb sein ')• 

Doch sehen wir auch die übrigen Bildungen etwas genaner κ*)" ^■''^ 
sn. Zunächst haben wir noch mehrere Synth, ohne hinznge- 
tretenes Suflf., wo das zweite Glied = der Verbalworzel ist, 
z. B. die auf πληξ, '^Ρ'•φι "^^ η. a. Nun existiren aber ein- 
fache Adj. ohne SufT. im Griech. wahrscheinlich garnicht; 
von den dunkeln ß}^ ti-äge und πτώχ furchtsam bemerkt Leo 
Meyer mit Recht, dase das χ sufßxal sein könne'). Dagegen 
haben wir eine Reihe einfacher Subst. dieser Art, woranter 
auch einige Abstr. , z. B. <τΓΟγ — der Hase, das Entsetzen, 
φλό} — die Flamme, ώττ — das Auge, Gesicht, Sir — die Stimme 
(cf. auch das Ssk. nnd das Lat.). Sehr zahlreich sind diese 
Abstr. nicht, doch'auch die Synth, der Art sind nicht häufig; 
im Ssk. sind sowohl die Abstr. als auch die Synth, ohne 
Suffix häufig. 



1} Dass das Suff, α aas particip. a«f reretiimmelt eein kann, ist Doeb 
nirgends lauClicIi walirecheinlicb gemacht, vrie Coresen mit Recht hervor- 
gehoben bat; auch würde die Bedealnng aneerer Sjrntli, aieb strikt dage- 
gen etr&uben, da sie ja eovrobl activen als passiven Sinn haben kön- 
nen, was mit Suff, ant unvereinbar, bei der Annahme von matirtem Ur- 
eprung aber gauz natürlich ist. 

3) Jik-^j' — ist ohne Sicherheit. 



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?■ Soff, β, T^ haben wir iß einigen Synth, wie hom. Άϋης^ 

παρδΐνοπίπηΐ, οφαγόρης, Χαβραγόρης^ υψιπέτης, ώχαπέτης 
(άγορή = die Rede). 

Dann haben wir noch eine Reihe Synth, mit Suff, ra, n^, 
die auT den ersten Blick Schwierigkeiten machen; denn Abstr. 
mit Snff. τη existiren nicht, wohl aber Nom. ^eut, und Ädj. 
Mir scheint der Weg zur Erklärung dieser Comp, angedeutet 
zu »ein von Benfey, Vocativ S, 79, Dieser berähmte Ge- 
lehrte macht es nämlich wahrscheinlich, dass in einer Reihe 
von Wörtern mit Suff, τη dies τη aus τι entstanden, indem i 
zu η( gesteigert und dann i, j verloren wurde (cf- τολ-, ποληι•^, 
ποληος). Dabei lassen sich vortrefflich vergleichen griech. Sea- 
πότης und ssk. dampatis (aus damspatisl; Mittelstufe αεσποται-^ 
δεσποτηι•; έρέτης und ssk. aratis; sehr wichtig ist δοίαμήτης (ne- 
ben δολόμητις), wo offenbar Suff, ra, τη für τ! eingetreten ist. 
Ferner vergleiche man die secund. Nom. auf ατη, ωτη (wie 
Κροτωναίτης, πατριώτης) mit den latein. auf äti, ät (cf. Arpinä- 
tee); auch hier könnte ατη aus ατι entstanden sein. Ferner 
Trgl. sec. Ιππότης und ssk. patti (ans pad-ti) Fusegänger; auch 
ναύτης^ τοξότης, αίχμήτης könnten ursprünglich mit demselben 
eecund. li gebildet sein. — Diesen von Benfey angeführten Ver- 
gleichungen will ich noch einige hinzufügen; Χειποτάχτης ■:= wer 
die Schlachtordnung verlässt, Deserteur Dion. H. Plut. Hier 
liegt es auf der Hand, dass im zweiten Gl. das Abstr. τάξις = 
Schlachtordnung steckt; Suff, τη ist hier deutlich für das alte 
u von τάξι- (aus τάχτι-) eingetreten, denn „Ordner" oder so 
was Aehnliches kann das zweite Glied hier absolut nicht be• 
deuten, vielmehr deutlich „die Schlachtordnung". Statt τη könn- 
ten wir auch ση erwarten, da in ταξί- das r( schon zn at ge- 
worden ist; diese Form des Suff, finden wir denn auch wirk- 
lich z. B. in Άηρολέξης =^ Wortjager (dasselbe wie Χεξίί^ηρ, nur 
mit andrer Stellung der Gl.), wo das Abstr. ϋξι- in der Form 
λέξη- auftritt. Man vergl. auch ποιχιλιψήτης, άγχολομητης ') 
(η für ί tritt auch ein in ένόρχης neben ενορχις, von ϊίρχις). 

1) Umgekehrt tritt Suff, τι für ττ/ ein i. B. in αχοιτις, τιαράχοιτις νοΛ 
χοϊτη; t für α in ΐπποαρις =^ mit RossBchweif Tereeheu (»ä/>d). 



b,GoogIc 



Wenn nun in &>^μήτης, dρtuL•μήτης, ποιχιλΐ}/ιήτ7]ς^ ieacordx' 
της u. a. w. das r^ ans π entstehen, für desselbe eintreten 
konnte, so liegt die Annahme nicht fern, daee die Synth, mit 
Soff, τη auf die so sehr zahlreichen Abstracta mit Snff. π 
zoräckkommen ; so wäre z. B. αΐ^ρηγενέτης zu erklären auB 
α'αρη und γένεη- [woraus yivem- entstanden ist) mit Wechsel 
TOD τι und τη. Dies wird um so wahrscheinlicher, als ein 
γενετι- entschieden ezistirt hat, dagegen von einem Adj. γενετής 
Dii^ends eine Spur zu linden ist; ebenso noch mehrere Comp, 
auf -γενετής. Εόρυβάτ-ης wäre zu erklären seiner, der grosse 
Schritte macht, einer von grossen Schritten, etwa: der Gross- 
schritt, Breit-tritt" oder dgl. Ein βατι- mues existirt haben 
(cf. /Saat-); dagegen ist die Annahme eines Adj. βάτιης = „echret- 
tend" ganz willktthrlich. — Wir müssen weiter fragen: Sind 
überhaupt die einfachen primären Adj. mit Suff, τη häufig? 
(primär, denn nur solche könnten das zweite Glied τοη Synth, 
bilden.) Diese Frage muss verneint werden, Leo Meyer führt 
II, S. 345 fli. c. 85 Nora, auf τη aus Hom. an Von diesen fal- 
len c. 8 als Comp, für uns fort (wie ώμψττής = rohe Speise 
habend u. dgl); ίρέτης ist schon besprochen; σίντης räuberisch 
vergleicht sich mit ^ivrc- wohl = Räuber. Als einfache adj. 
Bildungen behalten wir aus Homer nur: βύχτης sausend, beu- 
lend; άλψηστης betriebsam; άργεστής schnell, reissend, ßou- 
λειιτής rathgebend, ίπητης verständig, θηρευτής jagend, ^f- 
ρηχτής gepanzert; von diesen 7 Adj. kann {ίωρηχτής secundär 
sein; ίπητής ist vielleicht Comp.; άΧψηστίις, άργεστής sind nicht 
deutlich, doch könnten sie auch secundär sein. Dann bleiben 
nur Ά nach, die vielleicht substantivisch zu übersetzen sind: 
der Jäger, der Rathgeber, der Heuler. — Bedenkt man nun, 
dass die Abstr. auf τι äusserst zahlreich sind, die prim. Adj. 
auf τη jedenfalls selten, so gewinnt die Hypothese noch mehr 
Wahrecheiulichkeit, dass die Synth, auf τη ursprünglich Mut. 
sind Allein die Möglichkeit immutirten Ursprungs so man- 
cher dieser Adj. mues zugegeben werden, Hom. Synth, mit 
SuflF. r«, τη sind άειγενέτης^ αϊ^ρη-, άχαλαρρείτης^ άνίρειψύντης^ 
Άργει-•, άατοβοώτης., βα&υρρείτης^ ΒελΙεροφάντης, ίχαΓ^βίΜτης, ipi- 



b, Google 



aoo 

βρψέτης, edpetnjg^ Εόρυβατης^ hanjXara^ «iw^^^ny?, χι/νοραίατης 
Hnndelaas, Ααχοφόντης, νεφεληγερέτα^ IToL•φήτης, Πολυφόνηις, πυ- 
ίάρτης^ στζροπτιγερέτα , αυβώτης^ τειχεαιπλψης^ οφιβρεμέτ^ςι mit 
anderer ÄccentaatioD άγχιμαχητης, ^υμηραϊατής, χαλχοχοραατής. 

Also bei SuiF. ες and ο, α, ;y, sowie bei den Bildungen 
o[hne Suflf. war mutirter Ursprung änseerst wahrscheinlich; 
auch bei Suff, τα, τη war er nicht unmöglich. 

Wa« wir jetzt noch an Bildungen übrig haben, die etwa 
synth. genannt werden durften, ist vereinzelt und verschwindet 
hinter den besprochenen Compoeitionsklaesen vollständig; ver- 
einzelt erscheint τη ρ im hom. άμαλλοδΒτήρ Garbenbinder, 
TCtpa in λαοβότειρα; τορ in ηανδαμάτωρ•, τιδ in χερνητις\ 
ea in άμφιφορεύς^ ^νιοχεός. Solche Comp, sind wahrschein- 
lich ebenso wie die deutschen Machthaber, Besenbinder cet. 
ursprünglich einfache Immut 

Die Hauptmasse der griecb. Synth, läest sich jedenfalls 
als tireprünglich mntirt auffassen. 

Viel schwieriger ist es, über das Lateinische zu urtheilen. 
Hier sind die Gebiete der Synth, und der Mut. schon viel stren- 
ger geschieden, wie im Griech. Doch lieseen sich z. B, die 
synth. Ädj. auf sonus, grados, fugns als ursprüngliche Mot. 
von sonus, gradns, fiiga auffassen, nach deren Analogie dann 
weitere Bildungen entstanden wären; gena und geno- ist 
vielleicht ursprünglich mit genas unter SufGxwechsel zusam- 
mengesetzt (cf. griech. γόνος, γενης'}; fero- entspricht φορο-\ 
lego- dem λογο-\ jux dem ζαξ; cola dem χολο' {βΐ. βοοχ&Χος). 
Diese Schlussglieder waren vielleicht schon in der gräcoitali- 
Bchen Epoche gebildet. Das zu Grunde liegende Abstr. ist im 
Lat. fast durchweg verloren. Das Lat. hat wohl früher als 
das Griech. den Ursprung dieser Bildungen aus dem Bewnset- 
sein verloren und schafft nun einfach Synth, nach Analt^e. 
Jedenßille sind die Berührungspunkte von Mut. und Synth, im 
Lat. sehr viel dürftiger als im Griech. Wir müssen daher 
unsere Theorie fast allein auf die im Griech. gefundenen Tbat- 
sachen stützen. Nun dürfen wir aber nicht vergessen, dasa 
wir such im Griech. bei einigen Suff., allerdings gerade selte- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



301 

ner auftretenden, mnt. Ursprung; nicht annehmen konnten. Wir 
werden also für verschiedene synth. Suff, eine verechiedene 
Entetehnng Termuthen. Die Synth, auf ra, τη eiad vielleicht 
zum Theil Mut. (von Abstr. auf n), zum Theil Immut. (von 
' Adj. auf τη); da nun Form und Bedeutung in beiden Fällen 
auf dasselbe herauskam, so konnten beide Bilduagsweisen viel- 
leicht zusammenflieesen ; die Sprckche verlor später das Bewiiset- 
eein ihres Ursprungs und bildete nur in synth. Weise analoge 
Comp, weiter. Unserem Bedünken nach ist jedenfalls für die 
weitaus wichtigsten griech. Synth., nämlich die auf ες und o, 
die Entstehung aus mutirten Bildungen sehr wahrscheinlich. 
Nur wenige Comp, könnten auf andere Gedanken führen; so 
bemerkten wir bereits oben bei άφευαής^ dass diesee sehr gut 
Immut. von ά -\- φεοΰής sein könne und dem analog Uessen sich 
auch andere Comp, construiren. Allein wir dürfen nicht ver- 
gessen, dass die einfachen Adj. auf ες und ο gar nicht häufig 
waren, während sich Synth, auf s; und o, sowie auch Mnt. in 
grosser Masse vorfinden. 

Immerhin mag die Frage eine offene bleiben. 



Auch hier bei den Immut. von χ -|- Adj. fassen wir za- 
näcbst die homer. Comp, gesondert ins Auge, am für die ge- 
rade in den Zusammensetznngen mannigfach abweichende äUeete 
Sprache ein abgeschlossenes klares Bild zu erhalten. 

«) Subst. + Adj. Β 



? äXi/it>^^ei;insMeerrauschend 
(ein Adj. μνρηιις eiistirt 
nicht; vielleicht Mut. von 
einem Subst., etwa μνρη, cf. 
ηοτιψωνήΐΐς', od. Synth.?) 

? *^^«#0o;zar Abwehr echnelf 
(synth.?) 

7 άςήι9οος (vielleicht Zusam- 
menrückung? od. synth.?) 



? άρήιψιλος (vielleicht Zusam- 
menrflckung). 

? Μίψιλος (vielleicht ganz ge- 
trennt zu schreiben; wohl 
Zusammenrückung) . 

9-eoslxsXog. 

ίπποάύαεια dicht mit Koeehaa- 
ren. 

ΤΙπ3ΐό9-οος (synth.?) 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



802 



? ΝαναΙΆοος (ZuBammenrQ- 

ckung?). 
? ΠΗς19οος = der ÄLg;riffs- 
Im Ganzen c. 13 Comp., 
3 sicher sind. 

f) Adj. + Adj, 



sebtielle (πεΓρα ^ Anschlags 
Unternehmeo ). 
noiÖQyt] und Πόααςγος wohl 
= fuseecfanell. 



denen c. 10 ansicher, alao 



μεσαιπόλιος halbgran , halb- 

weiss. 
ΙμφΛξ gleichaltrig (ii»f = in 

kräftigem Alter stehend ; 

2;) gleichaltrig). 
παμμέΧας. 
παμποίχιλος. 
πάμα^ωιος. 
πανάιολος, 
πανάπαλβς. 
αανάποτμος. 
? παναψηλιξ ganz ohne Jugeud- 

genossen (theor. Mut. αψ- 

ήλίξ = ohne ηλιχες, Jugend- 
Im Ganzen c. 17, von ι 



genoseen ; άψήλιζ kommt 
ΤΟΓ, aber in andrer Bedeu- 
tung = 1) über die Jugend 
hinaue, alternd 2J impubes). 

ααναώριος. 

? Πάν^οος. 

παννπέρτατος, 

πανόβτατος. 

? TiokvdatSaXoi sehr kunstreich 
(vielleicht Synth.). 

ηολύϊδρις. 

7 noX(nTtxßo;(nnr einmal Neutr. 
PI. als Adv.). 

πολντλημίον, 

en c. 4 unsicher; dabei mag 
bemerkt werden, dass bis auf 2 alle diese Comp, παν oder noia 
als 1. CM. haben und dass diese Wörter beinah adverbialen 
Sinn haben, παν = ganz und gar, πολύ := sehr, so dass man 
versucht sein könnte, ihnen eher in der folgenden Classe eine 
Stelle einzuräumen. 

r) Partikel + Adj. 



? ^Αβαρβαρ^η eine Nymphe. 

αβληχρίς schwach, sanft. 

&βροτος. 

&3αημων. 

άίχωψ. 

? α94αφαιος (Hut.?) 



Ιίϊάζΐς unkundig. 

αμβροτος. 

άμγίόασνς ringe hemm raob. 

? άμψιέλισσα (synth.?) 

αμφψέλας. 

wotj/MOf unverständig. 



b, Google 



άνόστψος der nicht räckkehren 

kann. 
άντάζιος. 

? αίΐτή)', ηνος (πτηνόςΤ) 

? αρίζηλος. 

δαφοινός und 'Veög 1) blutroth 

2) rothgelb (<ροινός daes.) 
δνσύμμοςος. 
? 9νθ7ΐέμφελος. 
7 ίνοχέψίβος sehr winterlich 

Cz -ρ'ος). 

ί'χόηλος. 

ί'μχλίίος und ^/πλειος. 

ίναίαιμος (atfftjUd^ d&se.)- 

7 ίyaQyής. 

? ίξαίΛος ungebührlich (viel- 
leicht Mnt. von alcal). 
ίπαινός sehr furchtbar. 
? Ι-ααΙτιας. 
ίπίδέζιΟς. 
ίπιείκΐλος. 
έπίζάψδλος. 

Im Ganzen c, 48 Comp., von denen c. 15 nneicber, also 
etwae über 30 als ziemlich eicher gerechnet werden därfeu. 

Die Clasee δ, d. h. Pron. + Adj., und e, d. h. Numer. 
+ Adj. finde ich überhaupt nicht vertreten. 

Wir haben sonach homerische Immut. von χ -\- Adj. c 78, 
TOD denen aber c. 30 uneicher, also nur c. 48 sicher sind. Nur 
die Classe γ war etwas zahlreicher vertreten; « zeigt blos ein 
Paar vereinzelte, grösstentheils unsichere Bildangen ; in β haben 
παν und πολα, die im ersten Gl. fast aller dahin gehörigen Comp. 
Torkommen (ausser zweien), fast adverbialen Sinn. 



? iannwQ mitwissend. ^ 

Β 

επίξννος gemeine am. 

? ΐΙάΒΐΐλος. 

^71 λείος. 

χαταπρηνής vorwärts niedei^e- 
senkt. 

7 xaτaqιyηλός. 

7 παλιρρό9ιος zurUckreuschend 
i^id -ιος = rauschend; aber 
vielleicht Mut. von ^όβος). 

πεςιί^ξιος auf beiden Händen 
rechte, d. h. beide H. ge- 
schickt brauchend. 

? ηερίχηλος sehr dürr, trocken 
^χηλον =: Pfeil, eigentlich 
„trockenes Holz", dem viel- 
leicht ein Adj. = „dürr" zu 
Grunde liegt.) 

πρόπας. 

ηροηρψης. 

ανμαας. 

τρίαμαχαρ dreimal selig. 

ίητολίζων etwas kleiner, gerin- 
ger {ολίζων nicht vorhanden, 
aber wohl zu construiren.) 



b, Google 



SOI 



Wenden wir uns nun ζβγ Aofzählung aller im ganzen 

Bereich der griechischen Literatur Torkommenden Immnt^ ron 

X + A4j. 

«) Sobst. + Adj. 



'' αίμοηο^εχτιχός zum Blntauffan- 

gen geeignet. 
äxQoXiTfuQog auf der Oberfläche 

glänzend, fett. 
Οχςονλσς an der Spitze kraus 

Arietot. 
äxQoxXla^g oben warm Hip- 

pocr. Gal. 
αχρόψίλος an der Spitze kahl 

Hippocr. 
αχζόψωλος. 
ίΛίγιΙτων meemah. 
? &ίιμνρήεις Hom. 
? 'Αλχά&οος Hom. 
&νάρΐΙ)ΐελος Plut. 



άνίςό^γνος mann toll Theo- 

phr. 
ανάρ6μοιος Tzetz. 
άν&^ωπόλιχνος lüstern nach 

Menschen Stob. 
? αρήι9οος Hom. 
? αζήΐφιΚος Hom. 
Αστραγείτων stemennah Aesch. 
iaivyshwv Hdt. Aesch. Eur, 
γςαμμοποίχιλος buntgestreift 

Ath. 
γβαόφιλοςβ,ΙίΛΏ Weibernfreund. 

? Jii^iXog. 

1 ίοξοματίΜόσοφος von eitlem 

Weiseheitsdfinkel. 
7 ίοξ&σοφος sich weise dankend 



Aristot. Plat. (eig, = der 
Meinung nach weise?) 

ίορίμα^γος kampfgierig, Aesch. 

όονλοπονηζός schlecht wie ein 
Sklave. 

ίγχΐΐμα^γος Kt. M. 

ίγχεΰΐμαςγας Ef. M. Hesyoh. 

ΆεοεΙίΐεΧος Hom. 

&εομοιος. 

3-εάαοψος. 

? 9^εόφΛος (vielleicht synth.). 

&νμόσσψος durch eich selbst 
weise Aristoph. u. a. 

ίηποδάνεια Hom. 

? Ίππό&οος Hom. 

7 χαχεντρεχης zum Schlechten 
geschickt. 

7 χλεψίαιφος dem Schein nach 
weise, ES. 

? xλeψiχωL•ς unmerklich hin- 
kend Luc. 

χνημαργος weiss an den Beinen 
Theoer. , 

xpanUtiog kahl am Scheitel. 

? Κνμο&όη Hom. 

χονοί^^σΰς hundedreist Aesoh- 

? Ααοθ-όη Hom. 

λεωβψέτεζος; ^-ον ίπο*ήααηο 
Τισαμενόν sie machten den 
Τ. zu Einem von ihrem 
Volke, zu ihrem Mitbürger 
Hdt. 



b,GoogIc 



? μβλίζωρας TOn laaterem Ho- 
nig (vielleicht Bahuvr. mit 
umgekehrter Stellung?) 

μΐλίχλωςος honiggelb Plat. Äri- 
stot. Theoer. 

μεnoπoδ<ΰφQ^uv mit bescheide- 
ner, ernster Stirn Äesch., 
etwa = etirn-ernet. 

? μΛ^όλενχος halbweiss (im 1. 
61. vielleicht das Äbstr. 
μίξις = Mischung?) 

? μιξολΰόως Strab. Ptol. 

? μ^ξoπόL•oς Byz. 

? μι^όχλωοος. 

7 μιααπόόημος Reisen hassend 
(etwa = mit Unzufrieden- 
heit auf Reisen). 

? νανο19οος Rom. 

ν£σπλθντο7ΐ6νηζος durch neu- 
erworbenen Reichthnm 
schlecht, Cratin. bei Steph.B, 

νομοώολος an mannigfachen 
Weisen reich (etwa = man- 
nigfach in Weisen). 

? νυιιτιπαταίττλάγιος Nachts 

krumme Wege wandelnd. 
Anth. 

νυχτίσβμνος Nachts verehrt 
Aesch. 

οϊηαΐσοφος sieh klag dttnkend 
Clem. AI. (eig. = der Mei- 
nung nach weise). 

δν€ίρά<ίοφος Tzetz. 

oq9q οφΟίτοσνχοφαντοίιχοταλαί' 
πώρος mit τράηαι Arietoph., 
Uorgendämmerungshändel- 



macherrechtsv er derbmüh- βηϊ. i 
Wanderung (Voss.). ^.^ 

Ιψ^Βίχΐλος. 

? παναίηος 1) Alles verursa- 
chend Aeech. Cornut. 2) 
allein schuldig desch. 

? navcnttTT^jutuvalles verstehend 
Euseb. pr. ev. 

? ηανΐπό^ριοζ alles übersehend 
Nonn. dion. 

? πάντί^α^ας Alles ergötzend 
ES. 

? τιαντέγορος Alles überschau- 
end ES. 

? ίΐααΐό'ηλος, 

ifuaijtOQvtj. 

? πασίψιλας Allen lieb Archi- 
loch. bei Ath. 

? Πίΐρ19οος Hom. 

? ποίαβρός zart an den Füssen 
Orac. bei Hdt., wo andre 
ποί' ά- schreiben. 

Ποδάργί], ίΐάίαργος Hom. 

ηολίμολημαχαίχός kricgslama- 
chaisch, kom. Wort bei 

Arisloph. aus πόλεμος, Λά- 
μαχος und Άχαϊχός. 

π^ωχτόνοφος. 

πτsßoπojχ(^oςmίtbuntenFedern 
oder Flügeln Aristoph. 

^ιζοΰΰνίτος von Grund aus 
verständig KS. 

^ίζοτηξιχάραιος von Grund aas 
das Herz schmelzend (t-o() 



^ινόαψος Luc. 



D,g,Urrll-.,.GOOgIC 



erat. Inm. ^ίνΟφαλιος. 
τβΜ Sätet __ α.' 

ταβίχόηΐεως voll τοπ Pöckel- 
fleiech Ath. 

ις/^ου^ος = rHfXOTgi;ffo; Archil. 
bei Poll. 

υαατόχλωρος wasBei^rÜn Gal. 

ψλoyόίεvxoς feuerfarbig mit 
Weies gemischt Poll. 

ψρβνΟβάρβαρος. 

ψοχογείτων dem MeertaDg nah 
Anth. 

χαλαρός BChnellfflesig Soph. 

χαΧχοψάλαρος τσα Έγζ glän- 
zend Arietopii. 

χβιροβάνανσος Potl. 

χΐΐρόαοψας-, Bonst χηρία-, Lnc. 
Im Ganzen o. 100 Comp. 

diese Bildungen, welche Hom 

sind aleo auch in der spätei 



XetpoxQtietoq. 

χΒίζόχωΧος Hipponax bei Poll. 

χεραοναύμαχος auf dem Fest- 
land zu Wasser od. eine 
Naumachie kämpfend 
Theod. Prodr. 

xpunof άνομος nach Ch. be- 
nannt ES. 

χρκηοχάτιηλος Qreg, Naz. 

χρνααντα,νγηζ Gold entg^eo- 
strahlend Eur. 

χ^αεπώννμος. 

χρυβοτίρίτίίοόης goldeewerth 
Tzetz. 

χζνβοφάεν¥ος Atiacr. 

^ιύχαγ^ος seelenreiD. 

^χω^λιμος. 

Ton denen c. 25 nneicber sind ; 
er nur ganz vereinzelt aufweist, 
Sprache durchaus nicht beliebt. 



ß•) Adj. 4- Adj. 



? ΑγΧαόπιΟτος herrlich treu, 
ζ weif. 

? αδρεπ^ολας glaeklich in Er- 
reichung grosser Dinge. 

αΐνοπέλωρος Opp. 

αΐνοτάλας, 

άκζοόΐιιαιος äusseret gerecht 
Stob. 

άκρό&ερμος änsserst hitzig. 

οχρόσοφος hoch weise, 

άμετράχαχος unmäesig schlecht 
Said. 



αρρενό^ηλνς man η weiblich, 

zwitterhaft Maneth. 
άρτιοττίρισσος gradnngerad 

Plut. 
άωρόλειος zur Unzeit glatt. 
βα^οπόνηρος tiefschlecht Prool. 

paraphr. Ptol. 
γλνχνμείλιχος h. Hom. 
ykvxwrutqog bittersfiss Sappb. 

Musae. 
γλυχύατρνγνος süsslichfaerb 

Theophr. 



b,GoogIc 



YVp^OQQtinaQog nfickt U. scbmu- 

ίρο^'ζόΐΐνχος Hesycb. 

ίςν^ςομέλας Ath. 

tQV^p ατιοίχιλος, 

ίρν&ρόχλωρος. 

heQÖyXoancog mit einem bläu- 
licheo und einem anders- 
farbigen Äuge Arietot. 

ίτεςοΐνεργής anders wirkend. 

«τεςοζωφοΐ auf einer Seite taub. 

ίτοψστηοτος leichtgläubig. 

ημιάγιος halbheilig. 

ίίμιά/ρυπνος Byz, halbwach, 

ημιάQq^}V. 

^μ^βάρβαρος Strab. 

ίΐμΐβςαχος. 

ημίγυμνος Luc. Αγγ. AIciphr. 

ημίθΎ^λυς Anacr. 

ημί&ντμος Lycophr. 

ημίχίζχος Soph. 

ημίyεvoς. 

ημί^ενχος Luc. 

^μίμΐστος Ρ oll. 

ίίμιμόχΆηρος Plat. Gal. 

ημίξτίξος Byz. 

ί]μιπέπανος. 

^μιπώΐΐιρος Heeych. 

ημίπλΐίος Poll. 

ημιηόνηρος Arlslot. 

^μίαοψος Luc. 

^/ur^iroTo; Hipp. Gal. 
^μ*φύλαχζος Anth. 
^/ΰψΒΚΪΜς Luc. 



ημ(2ο^Ί^>Ιΐ Hippocr. Oi 

^,μίχq^leτoς Arie tot. 

9νψά&νψος sterblich ohne Tod 
Epiphan. 

9^CvSetkoq Arie tot. 

Ι^τιλοοόος gerade vorw&rtsge- 
bogen Hipp. 

Ιΰάγα^ος gleich gut KS. 

ϊαάμμοζος gleich unglttckUcb 
Hesycb. 

Ιοάξιος Porphyr. 

ϊβήλιχος gleich gross Philo 
math. 

ϊοηίι$ Xen. n. a. 

ΙσοΒπίπιόος gleich eben. 

Ισόχαινος. 

Ισόχοιλος Flut. 

Ισψαλος fast gleich Xen. 

χαχοδάιιμος schlecht bewährt. 

? χαχάπιοτος schlecht gläubig 
(ob Mnt. von Ttlangl) 

«αλοτ19ηνος woblgezogen He- 
sycb. 

χομψΐΌριτίίάιχώς = fein euri- 
pideisch (κομψός ^= fein), 
Aristoph. Eq. 18 {χψψις 
nicht Torh.). 

λααόχωψος durch rauhe Obren 
taub. 

λίΐανσιηρός glatteäuerlioh , d. 
b. sUassäuerlicb Poll., nach 
Plin. duicia cum quadam 
acrimonia. 

λβτηβπΆίητος dünn über dUna. 

Xevxdpv^Hog. 

30• ^ 

n,g,Urrll-.,.GOOgIC 



λΐνχοίΐίων Schol. AHetoph., 

weiss und fett. 
λίνχοποίχιλος Schol. Theoer. 
λενχάπυρςος Theophr. 
λενχόφαιος weiesschwärzlich 

Plin. PoU. Ath. 

λιγνροχωιιλος, bfiot^ Ιιγοοροχ- 

Corinn. bei Hephaest. 
λιχνοφιλάρ^υρος Lecker u, geizig 

zugleich. 
μαχρογόγγυλος lang rund Epi- 

charm. bei Äth. 
μαχ^οπάνηρος Phot. lange böe. 
μΐγαλάύΐϋος Aristot. 
μεγαλόόηλος. 

μ£γaίoηλ^lξgrOBβ ausgewachsen. 
μΐγαλόμίχρος Philo t. 2. p. 61, 

24. 
μεγαλοπόνηρος Aristot. 
μεγαλοσοψοζ• 
μΐγαλνπέροχος Eust. op. 
μβλάγχί-ιορος Aretae. 
μΒλανό}ΐλιορος Procl. par. 
μεσαγροιχος halbbäurisch Strab. 
μεσόγριος, 

μΐααιπόίιος Hom. u. a. 
μΐσηλιζ, poet. |ΐιεσο-Τζβίζ. u, a. 
μεοοχοίλας Dioec. Pol. 
μιαολΐυχος XOD. u. a. 
μεβονψηιμος K8. Byz. 
μΒβοπίραιχόΐ Poll. Hesych. 
μενοιιάλιοζ Aesop. f. Lexic, 
μενόσιερος. 
μΐσοφάλαχροζ Procl. par. 



μιχρογλύφνρος klein nnd rund 

Aristot. 
? μίχροπόνηροΐ schlecht im 

Kleinen Aristot. 
? μιχρόΰοψος. 
μίχζοψΛότψος kleinlich eitel 

Tbeophr. 
μωραχαχοη&ψ: dämm und böse 

Procop. 
μωρόχαχος Procl. par. 
μωςονηαίος kindisch albern 

Byz. 
μωροπάνιιρας. 
μωρόαοψος Luc. Alex. 
νΐοηλιξ von jugendlichem Al- 
ter Orph. h. 
νεαηένης eben erst verarmt. 
νεοπέηΐΐρος eben erst reif 

Phot. 
νεόπιατος Euseb. 
νεοποίχιλος Schol. Pind. 
ξαν^άονλος. 
οίΆευχσς ganz weiss Antiphan. 

bei Ath. 
οΧοαηριχός ganz seiden Hesych. 
ολοστρόγγνλοΐ Schol. Opp, 
ολ^λωροζ Dioec 
ομάγα^ος KS. 
? hμηλιξ Hom. Hes. Eur. n. a. 

gleichaltrig. 
? ομόύονΧκ mitdienend, Hil•- 

sklav Ear. Plat. Xen. n. s. 
7 όμο^λιξ Anth. 
ομοιόϋ^ερμος gleich warm Tzetz. 
ομοιοχάιοιχοζ zus. wohnend 
Schol. Opp. 



b,GoogIc 



ομόνεχροζ mittodt Luc. 

}»μααϋμφωνο<:. 

ίξύβαςυς mit Acnt and Gravis 
Tersehen. 

jft^^tiwreauersüse Aeecb.Hipp. 

ίζήτιψοζ scharfbitter Heeych. 
Gloss, 

oQ&odixatoz streng gerecht 
Aescb. 

ίζ^όλοξος grsdaus und schräg. 

παγγ^λαΰτος ganz lächerlich 
Epiphan. 

πayyΆoιoς Plat, Plut. Lac. 

παγγλνχψός Aristoph. 

Λαγγνμνος. 

πάγχαχος Hes, Plat. Aristot. 
Aesch. Soph. Eur. 

παγχάχονργοΐ Hes y eh. 

τί&γχαλοΐζ Aristoph, Plat. 

ΐταγχαταγέλαστοζ Byz. 

παγχαταηνγων ganz geil Ari- 
stoph. Dach Reiske. 

πάγκοινίκ Pind. Äeech. Soph. 

Eur. 
ffc^xvjDOiganz krumm Aristoph. 
ιταγχά).ΐποι: Xen. Plat. 
noT^^^ffrocArietopti. Xen. PoU. 
παμβδελνρός ganz echcussUch. 

Aristoph. 
παμβέβηλοί ganz ruchloe KS. 
παμμάκαζ Orph. h. Hesych. 

Byz. 
ηαμμαχά^κηος Hesycb. Byz. 
παμμάιαιος Aesch. (?J Theod. 

Prodr. 



παμμέγας Plat. Luc. Ael. u. a. β" 

παμμΐίλιχος. 

παμμέλας'ΆοΊα. Orph. Arg. u. a. 

πάμμΐ<ηο(: Theophr. 

πύμμιψύς Aristot. Gal. 

ηαμμό^ζ&ηζο^. 

ηαμμύριοΐ. 

παμμυβαρι/ζ Aristoph. 

παμπάλαιος Plat. Aristot. Poll. 

Plut. 
πάμπλ€ΐστηςΏίοξ.ίι. Ael. DioC. 
πάμπλεωζ, 
παμπλή^ηΐ. 

παμπλονΰίος Plat. u. a. 
τταμποίχίλος Hom. Eur. Pind. 

Plat. 
π<^πολ(ΐ Aristoph. Soph. Plat. 

u. a. 
ηαμαόνηρος Aristoph. Plat. n. a. 
παμπόινια An(h. 
πΐψπρωτοΐ' Hom. Find. Ap. Rh. 
πύμφανλοζ ES. 
παμφιλοΐ. 

παμφόβΐξΟΐ Gloss. 
τταμφ^άημαί Tzetz. 
πάμφνχροΐ Byz. 

πάναβζος ganz weichlich Lac. 
πανάγα&οζ Plat. Oratio, bei 

Poll. KS. 
παναγένητος ganz unerzeugt. 
πανάγιοι KS. 
ηάναγνος. 
ηανογζίοι; Ο ρ ρ. 
πανάγ^πνος Anlh. 

πανα&έμιτοΐ Byz. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Srch. !■■. ηανάβ'ίος Byz. 

iis' ηανα&^έομιος Maneth. 

πανά^ίομος Opp. cyn. Maneth. 
ιτανΰ^Χιος Äesch. Soph. Eur, 

Artetoph. 
ηανοΛγληΐίς Alitb. 
παναΙοΧος Orph. Arg. Aeech. 

Kiist. op. 
παναίσιος KS. ganz günstig. 
παναΙνυΧος Hesych. 
η&νΜβχοος. 
παναχηρατος ganz anrersehrt 

Nonn. par. 
παναλη&ης Aeecb. Plat. 
πανιάήμοη'. 
ηαναιίΐίΧίχος Opp. 
ηανήμμορος Anth• 
πανάμωμος KS. 
πανάίξιος Inscr. Opp. 
? παναοίαιμος allbeeangen Anth. 

(ob za Cl. «?). 
ηανάπαλος Hom. 
ηανάπαιηος ganz nüchtern. 
παναηαΆής ganz unglanblich. 
■tiavüoteiqizo? Opp. 
πανατιβίζων Orpb- 
ααναπημων Hes. Antb. 
παναπηρήΐ ganz unverstilmmelt. 
πανάηκηος- 
ττανάτιοζος Byz. 
ηανάποτμος Hom. 
παναργάΚΐος KS. 
ffCEfctgiorog Hes. α. a. 
ποναρρεπ^ς ganz unbeweglich. 
}ν<*'ορ^;αΐος Poll. 
πανααεβτ,ς Byz. 



παναονι/ΰ'^ΐ Heeych. 

πα νοιρεν^ς ganz wahrhaft Antb. 

Ap. Rh. 
πανάϋηνος Opp. 
παναφανης Uratostb. 
? ιτανιηρξλιξ Hom. 
ιτανάφ^ιτος Antb. 
ΛΛΐ/αψςαόης Tzetz. 
πανάψνχιος ganz unentfliehbar 

Antb. 
πανά^φλίίος b. Hom. 
παναώριος Hom. Antb. 
ηανάΐιίζος Inecr. 
? ηανόαίδνλος Find. 
ίΐάνίβιίος Opp. 

;T^f Jftvo^ Plat. Luc. Dio C. d. a. 
πανδ4ξιος ganz geschickt. 
πανόΐος Dioec. 
ηανεΐχίλος Antb. Opp. 
ηννεΧΐήμων KS. 
navsXBvdsqoq. 
πανεμφεςης ganz ähnlich. 

Tzetz. 
imviiit /.ος ganz gerecht Greg. 

Naz. 
πανένΰοζος KS. 
πανεντΐλ-ής Tzetz. 
τιανέντιμος KS. Euet. Op. 
τιανέ'ξάϋος ganz verschieden 

Hesych. 
νανέ^οχος Orph. Ατ^. Man. 
η&νεπάζχιος. 
πανεπτ,^ατοζ Anth. 
τιανεπψζψοζ ganz dicht Opp. 
ηι*νεπΙ&νμας. 
πανΐπίχλοπος Opp• 



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navKciqiQiuv Opp. 
ναν4ς>ιμος Strab< Lac. 
πανέοχατος Äp, Rh, 
πανειητομος Nonn. par. Orph. 
Λav^τιόatoς, 
ηανΐναγίις Byz. 
πανενγενης Tzetz. 
ηανεναο^μων Orpb. Arg. Plut. 
Luc. 

nave«So%oq KS. 

πανΒοέφοόας ganz leicht zugäng- 
lich Pol. 

ααΜύχηλος Αρ. Kh. 

ηανενχλεής Byz. 

Ώανίολαβής sehr vorsichtig KS. 

πανενμήχανος Tzetz. 

πανΐνμορψος Tzetz. 

πανεύνοος. 

ηανΐντιςίτιής Sp. 

πανίυοββής KS. 

παΐ'ΐ(ί<Π;μο; KS, 

πανενσϋενήζ TzetZ. 

τίαι-ΐντΐλής Said. 

π ay έντονος Anth. 

ηανεντοχης Byz. 

πανΐνφημας KS. 

ntiwe^rtfis Sp. 

TTavE^idoQ ganz gekocht, gelän- 
tert Hes. Et. M. 

παν3άνμα<ηος KS. 

navdetog Orph. 

7ΐάν9ηΙνς Et. M. 

? /7ά>^οος Hom. 

πανίερος K8. 

irayUao; NoDn. par. Opp. hal. 



ηανίμερος Man. Anth. u 

πανίαχοξος Schol. Aesch. 
ηανοιχιΐ^μων KS. 
ιια,νόΧβίος h. Hom. Thec^n. 
παρόμοιας Antb. Ifonn. diOQ. 

Hippoct. 
Λανοτιλότανος Αρ. Rh. 
χανόζ^ιλος KS. 
Λανόαιος ES. 
παναεβααμιος KS. 
πανΐ7^ΐϊαοϊος Byz. Eust. op. 
πάνίΐμνος Luc. Byz. 
•αάνΰμικρος Fiat, 
πάνίΓο^»); Soph. Eur. u. a. 
ηαντάγαβ^ος KS. 
Ίίαντάδιχος Greg. Naz. 
πανιάΛας ganz elend Eur. 

Aeech. 
παντάαχιος ganz ohne Schatten 

Hesych. 
Λαντλημαη' Sopb. Enr. 
παντολιγοχρόνιος Anth. 
παντόμωρος. 
παντόβεμνος Aeech. 
ίΐαντόΰοφος Plat, com. bei He- 

phaest. 
πό>*)-ρος ganz feucht Man. Plut. 
ίΐαννπείροχος Opp, Anth. 
πανντιίραγνος KS. 
ιιανντιέρτατος Hom. Aristot. 

Orph. b. 
πανυπίρψρων Orph. 
πανύστατος Hom. Soph. Eur. 
παννψκΐτος KS. 
πάσσοφος Plat. 
πεςισαάρτιος uugleich U. gleich. 



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ι- jiXaTvuiooQYijg mit breitem Puc- 

pursanm Insor. 
πίείστοττόιχ^ος sehr baot. 
ποιχΛέρυ&ρος Arietot. bei Äth. 
jtotxMtQuvXog man η ich fach ge- 

etammelt oder gesungen 

Theoer. in Anth. 
ηολυάγρνιη^ς sehr wachsam ES. 
πολνανώ^ννος den Schmerz eehr 

lindernd Diose. 
αολοάοχολος Luc. KS. 
? πολνόή^αλος Hom. n. A. 
πολνειόήμων Sext. Emp. 
ηολνευσπλάγχνίος ES. 
πολνήϋνχος Schol. Aesch. 
ηολν&ίρμος Flut. Gal. 
ποίϋι^μων. 
πολύίίςις Hom. Hes. Arlstoph. 

Aristot. 
πολνΐιπω^ Dion. H. Strab. 

n. a. 
παϊΧΜάμμαςος sehr unglücklich 

Anth. 
πολύαενος Epicur. bei Dtog. L. 

Plut. Ath. 
ποΧνχοι,νος Pind. Soph. Arietot. 

α. a. 
παλυχίότιΧος. 
itoX^uueaq. 
πολνμάτοαος. 
πολνμ^ρμΐ^ος Hesych. 
πολνμηχάς Orac. bei Hdt. 
πολυμοχ&ηξος Theod. Prodr. 
ηολοξηςος Hesych. Et. M. 
πολνπάναΐίψος orac, Sib. 
ποΧνπιχρος Hom. 



ποΧόπιστος Hesych. 

ιτοΧβίΐλούοιοζ Cyrill. 

πολνποίχιλος Eur. u. a. 

ττοΧοπάνηρος. 

ίίολυίτότηα h. Hom. Ap. Rh. 
Arisloph. 

TtoXvQQo&ioi Qh. Sm. 

nofvva&^oi Luc. 

πολνσεμνος Orph. Anth. 

πολϋοοφος. 

ηοΧντλήμων Hom. u. a. 

ποίντΰραννος sehr tyrannisch. 

πολύφανλοΐ Eust. 

ποΧνφιΧάνΘ-οωηος. 

? ποΧνψίΧοΐ vielen lieb C^der 
viele Freunde b., dann ist 
es Mut.) Pind. Aristot. Plnt. 
u. a. 

ποΧνχΧωρΟί Hipp. 

ποΧύχρηΟτος Arie tot. 

πρωταΐτιοζ zuerst schald (riel- 
letcht Mut. = die 1. Schuld 
habend) ES. Byz. Scholl. 

ηρωτοίίκαακ zuerst gerecht 
Epiphan. 

πυρροποίχιλοζ Tzetz. 

σηαρτοποΧιος mit zerstreuten 
grauen Haaren. 

anovdaioyiXotog ernst und lä- 
cherlich zugleich Euet. op. 

στενοίπιμήχηζ schmal und lang 
Eust. II. Schol. 

Οτενόμαχρος Schol. Soph. 

ι^ια;τοστόπεμ;ιτο? der 35. Tzetz. 

νγρό&ερμοί feuchtwarm Byz. 

? νδαρόκιστος ES. von echwan- 



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313 



kender Treae; [πιστός', oder 

Mut. von πί(ΓΓκ?). 
ναερόμεβος später in der Mitte 

K8. 
νψηλοτώΐΒίνος bald hoch, bald 

siedrig. 
φανλίηίψαυλος schlecht über 

schlecht Anth. 
χεζϋόνγρος Manase. cbron. 
χλωρομέλαζ Gal. 
XQVOBOffnijeyog golden Btrahlend 

Maziaes. cbron. 
ψΐυίαιολιχός falsch äoliech. 



tfitvSaXttSiM' lügenhaft prahle- β 
riech com. bei Diog. L. Suid. 

^ριυ^αζίατοφάνΐΜς Äth. 

tjieoiarrtKog. 

ιρενόένεάρος vorgeblich nach- 
stellend. 

ψενάηβιόδειος Cic. ad Att. 

ψενδοδίητε^ς Vitruv. 

φβνδοπεςίπιεζος Vitruv. 

ifiBvJoTqiffxcuiixaroi Tsetz. 

ψεναοποβολιμαΐος Ath. Diog. L. 

ύχρόλενχαί Diosc Oal. 

άχρομίΧαζ Oal. 

ι^ρόξανίος Gal. 
Im Ganzen finden wir c. 386 Immutata von Adj. ■+■ Adj., 
von denen c. 15 unsicher waren. Allein mit nav {π<ψ, παντ) 
sind c. 176 Comp, zusammengesetzt; mit πολύ c. 40, wobei wir 
wieder bemerken müssen, dass παν und πο^ in diesen Comp, 
fast adverbiale Bedeutung haben. Diese Ciasee ist also in spä- 
terer Zeit bedeutend angewachsen; bei Homer hatten wir 17, 
von denen 4 unsicher waren. 



äßäqßctQog Soph. 



rt Partike 



άβέβηλος Plut. 

άβέΧτΐρος einföltig Fiat. Dem. 

αβροτος Hom. 

äyXapeQog Ath. 

ίίγίιοχςος Hlppocr. 

äyχtysίτωv nah benachbart 

Äesch. 
άγχώμαλος fast gleich Thuc. 
άδαήμ^ον Hom. Hdt. 
^όειλος. 
άάβίΟιδΰαμίΰν. 



Λ + Adj. β 

αδέξιος. 

αδήίος Soph. Αρ. Rh. 
αδάαμος Plat. 
uJgt/ttx Luc, 
? αείδονλος Ael. 
άε19^ονρος stets wild Opp. 
αείμαργος stets gefrässig Opp. 
&st μνήμων Arietot. 
&ΒίχΧωρας. 

άεχούαιος Hdt. Soph. 
dixwv Hom. n. a. 
^£i;λoτvπoΐ-ohneΈiferβuchtPlut. 
α98ξμος Plat. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



flnk. In. 5»^ief Plnt. 
leiParäkel „ „ „ „ 

+ Aij. αΐορις Hom. Hes. 



Tragik. 
αχαχέμφατος nicht in bösem 

Ruf Hesych. 
αχαχοή9ης KS. 
&χαχος Plat. Dem. u. a. 
αχατα9νμιος. 
äxareiaxtot. 
άχΐ^όόοίξος. 
&xsvog Diog. L. 
ΜβδηΧος Plat. Hdt. 
αχοΛος. 
&χοινος. 

αχομψος Eur. bei Plut, Äristaen. 
aWJoßog Äesch. 
άλ*>αιτβλής Fiat. Xen. Dem. α. a. 

άμνψων Trag. Plat. Plnt. 
άμφαριστΐρον Arietopb. bei 

Galen. 
άμφίβραχος Gramm. 
άμψίδαους Hom. 
αμψιόέίξιος auf beiden Seiten 

rechts Aeech. Aristot. u. a. 

2) zweideutig Hdt. 
αμφίχοίλος rings gehöhlt Said. 
άμφίΧοξος Luc. 
αμφίμαχροΐ. 

άμφιμϋας Hom. Anth. 
αμφιΰτρογγυλος Luc. 
αμψίχωλος Xnc. 
ärw/iOf Tragik. Lycopbr. 
άνάχοιλος hohl Poll. 
«ca^ij^iTf Plut. u. a. 
άναλίγκιοΐ Hesych. 
άνάΧμυ^ος Gai. 



? άνάμίνος in der Mitte be- 
findlich Hdt. 
άναμε<ηος ganz an gefüllt. 

<ίνΐ^(ος Hdt. Xen. o. a. 

άνώτηροζ Terstiimmelt. 

άναπΚεως Hdt. Plat. n. a. 

? άνάρΟΜκ Hom. Soph. Hdt. 

(ir'cf^noc nngerad Plat. 

άνάαιμος stQlpnaeig Ariatopb. 

άνάστίίος unfein Ath. 

avätttxoq. 

άναφάλαχρος, 

άνΒλΐύ^δρος Att. 

άνέλλην nicht hellenisch Aescb. 

άνβράέής Plut. Gal. 

άνΐνεργής unwirkeam Theophr. 

ανεξίτηλος uDvei^änglich Poll. 

άνβπαφρύίιτος Xen. 

άνβπαχ&ης Thuc. Plut. Lac 

άνειτίάιχος. 

όνΐπιβιχής nicht nachgiebig 
Thuc. 

άνίπκΓΐψων Hdt. Att. von Thuc. 
an. 

άνκίπήδΐίος Hdt. Att. von Thac. 
an. 

άνβπΐψ&ονος Thuc. Plat. Χβη. 
u. a. 

άνΕπόψ*θΐ Said. 

άνέίοιμος Polyb. Diod. 

άνεϊλογοΐ nicht genug begrün- 
det Theod. Prodr. 

? ανιψιός ungekocht AI. TralL 
Geop. 

άνεχέγγνος nnvorbäi^t Thuc. 



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άν^ψανος unkoohbar Hippocr. 

άνηλετίμων. 

άνημίρος Aesch. Eur. Plut. u. a. 

äv9o(wKK ganz ähnlich Soph. 

Π. a. 
ανίερος Aesch. Eur. Plat. 
dvlttavoi;. 
ανίλεως Ν. Τ. 
άνισάρι9μος TOD ungleicher 

Zahl Xeo. 
äv^σoει^ήΐ. 
ανίαόμειρος, 
άνκίομήχης Gal. 
ανιαοπα^ζής Gal. 
Ανισόπλενρος Plat. 
ανισόρροπος nnbillig PInt. 
ανισότιμος Greg. Naz. 
ανισοφοης Cyrill. 
άνίαχϋρος Strab. Dion. H. 
ävojguur Hom. 
άνοίχβιος Polyb. 
αναιχτίρμων Soph. Anth. 
? ανάλβιος Hdt. (vielleicht Mut.) 
ανομο/ενής Sext. Emp. 
άνομόζηλος. 
? ανομοιομερής Ύοη Unähnlichen 

Theilen Aristot. (vielleicht 

Mut.). 
? αΐΌμοιότιτωτος ungleich endi- 
gend. 
ανόμοιος Plat. Xen. u. a. 
? ανομοιόχρονος von ungleichem 

ZeitmaasB (vielleicht Mut). 
άνομοιάλογος. 
ανόσιος Eur. Soph. Hdt. u. 

Att. 



ώτάξιος Hom. Hdt. Xen. Plat. βκ*. inn. 

u. a. 
Αηιίιώίονος Strab. 
ΑνυτΐαΙτιος. 

avwitv&vvoz Plat. Arietot. u. a. 
iiwnrpcooz Plat. 
&νυηόαιχος Plut. 
AvUJiooL•^ Hesych. 
&νίιττιος Diog. L. 
Ανώμαλος Plat. Tbuc. Arietot. 

n. B. 
άνωχνρος unbefestigt, Xen. 

Dion. H. 
αξεινος Hee. Eur. und άξενος 

Hes. Soph. Eur. n. a. 
^^ννος ungesellig Hesych. 
απαίσιος Luc Plut. 
άίΐάνσοργας Plut. Ath. u. a. 
άπάξώτας all auf einmal Ari- 

stoph. (meist Plur.) 
άπάξιος unwürdig Plat. 
dnaqdJIoyog nicht unvernünftig. 
<iffae<iff)?ju»s onverf&Ucht Cyrill. 
δπας Hom. und allgemein. 
άπεμγερής anähnlich Theophr. 
άπέπειρος. 

άπέρημος verstärktes eq-. 
άπερίεργος nngekflnstelt Ath. 

Plut. 
άπ4ριττος Plut. 
απηρος un verstümmelt Hdt. 

Diog. L. 
άπ19ανοΐ nicht überzeugend 

Att. von Xen. an. 
απιστος Hom. Hdt. Att. 
ώιό^ερμος Aretae. 



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(ktk. I^. άχοίχιλος. 

TimPMtik•! , , , . η, ■ ■ 

•l•• uj. anoxtvoz auf eine otrecke leer 
Dioec. 

άποξ£νος angastlich Soph. rer- 

baDnt Aescb. 
αποζος oder ci-vcHippocr. etwas 

spitz, 
άπ^νμας Hdt. Xen. Plut. 

«. s. 
άπρομη&ής Äesop. 
t&r^ijj-o^oc Soph. Plut. 
απρόηομοζ. 

? απ^όσ^ι^ unfrenndliiA. 
απρ^οφορος unzuträglich Eur. 

Theod. Prodr. 
άρίαηίος Hdt. «. a. 
αίηινπωχοος sehr blase Hip- 

pocr. 
άσαφήΐ Ätt. 
&οεμνος Dion. H. 
&σιχχοΐ nicht ekel Plut. 
äffiüoMoc nicht ungehSrig Eu- 

bul bei Ath. Plut. 
&9οψος Piud. Plut. 
άστύφδλοΐ TheogD. 
άανγγνώμαη• Dem. Plut. 
άσύμμβτο<κ Plat. Plut. 
ΰσυμπα&ήΐ Plut. u. a. 
ασνμ^ροΐ Hes. Tbnc. Xen. 

Plat. u. a. 
ιϋ<τ«;ΐ9«λος nicht rerwandt Plut. 

Luc. 
ααίμψανος Plat. Plut. 
&βύμψ}φος Plut. 



^0^^i;1dc Plat 
äabysQyoq Ael. 
ιΐσένΐτος UDveretändig Hdt. 

Thac. Att- n. a. unrerstäDd- 

lich Eur. 
&αννη9~ης Arietot. Polyb. Plut. 
άΐίύννοι>ς unüberlegt Plat. Soph. 
άταλαίιιωρος Thnc. u. a. 

άτριίγψύος nntr^sch Arietot 
άτρ6φερος nicht üppig Eupol. 

bei Said. 
άψηλίΐξ Pbryn. com. fa. Hom. 

Cratin. bei Poll. 
&φίλάν9ρωπος Plut. 
αψΙΙαντος ohne Eigenliebe 

Plut. 

αψιλήαονοζ. 

άψίΧαχάλος Plut. 

&ψ^λόλιlγoς Plut. 

^ιΧος Soph. Ear. Plat. α. a. 

άψιΐ&βοφος Plat. 

αψίλόστοργος Plut. 
αφιλότιμος Arlfitot. 
άφλύαρος Μ. Anton. 
άχρήσιμος Tbeophr. 
αχρηστος Att, η. a, 
διαόέξιος ron sehr glücklicher 

Vorbedeutung Hdt. 
Λαδηλος Thoc. Plat. n. a. 
ίιά&ίρμος Bippocr. Aristot. 
ίιαιώνιος verstärktee ά-ς Plat. 

u. a. 
ditwevoc dazwischen leer Thnc 



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διάΛ&ΐτοί sehr dflnn Aristoph. 
itaksvxoi dazwiecben weiss 

Aristoph. Plut. Strab. 
äuÜoSog. 

όιαμίσος in der Mitte Dio C. 
δίάμβστικ Antiphan. bei Ath. 
διaμυiaλdoςgo.Ώ^ dnrcbnäseend 

Aesch. 
άιάπιχρος Diod. 
όιάπλεος, Ott. 'irXsiiKVlMt. Theo- 

phr. Gratin. bei Ath. 
διαηοίχιλκ Hippocr. Arietot. 

Theophr. Lac. 
ίιάντενος Oal. 

ίιατιν9αλέο< Aristoph. ^ τ-έοζ. 
βίάχΧοφοζ. 

? älßquxiK Gramm. 
? δίμαχζοζ. 
όΙαχωΧος an beiden Füssen 

lahm. 
J/wyfioc Hippocr. α. a. 
δνβαγνος Aesch. Luc. 
ό^να&ΆΧίΟς Soph. 
άνσαιαντις Aesch. 
αυβαί&ζίος Eur. 
όναάμμορος Hom. Ap. Rh. 
άνσανοίος Ceb. tab. 

äv<tdnuno^ Anth. 

δνακιτ^οΧος. 

δv^fdQημOς Anth. 

δνσήμβζος unfreundlich Strab. 

δυοίμίζος Αρ. Rh. Nonn. 

ύύσχϋχρος Aristot. α. a. 

δΰαξενος Poll. 



ανόμοιος Hesfch. β 

δνο6ρφναιος Eur. 

ίνσπαΙπαΧύς Opp. α. a. 

δοσπάρεοης zum Unglaek ne- 
ben einander gebettet Soph. 

δνοτάλας Eur. Soph. 

όνστλήμων h. Hom. Maneth. 

ίγγλανχος bläulich Diod. u. Sp. 

^tQQog gelblich Dioso. 

Syxoiiog Aristot. Theophr. 

ίγχΧωρος Theophr. 

¥χόηλος Hom. v. λ. 

et^Cß/ioc Öal. 

h( λάμπρος Sp. 

^λΐνχος Hippocr. Aristot. 
Theophr. 

ί'χτιλβος Eur. Xen. n. a. 

ί'χφαολοΐ. 

ί'μμεβτος Plat. 

ί'μπας allg. 

ΙμηΆιος etwas grau. 

i/iR(]rgo$ Di ose. 

ί'μπΚεος, att. -ηΐΐως Hom. Fiat. 
Hdt. n. a. 

ΐ'μτηιρρος r&thlich Theophr. 

ίμψΛόοοφος Diog. L. 

έναίσιμος Hom. n. a. 

Ινάκίίος Soph. Dio G. 

ivaXlpuog Hom. Plat. Soph. 

Theoer. Find. n. a. 
Ά/αλλος verändert Theoer. 
ίναντίος Hom. Att. u. a. 
ίναπαλ6ς Di ose. 
ενδασος Diosc. 
ίνδέξιος Hom. Eur. 



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!■■' ΙνάηΧος Trag^. Aristoph. Att. 
von Thnc. an. 

ίνβτιΐόημος. 

ίψΒχΙτιεδος Gal. 

ί)ΐβζίο9ψ; Tuthlicb Pol. Luc. 
Diosc. Oal. 

ivi^Qog Aretse. 

ΙνήΧιξ Said. 

^ν3ίζμος Plnt. Oeop. Hippocr. 

Άτιαχνος etwas mager. 

Άνω&ρος tr^e Diosc. 

Sfoeiog kraue. . 

Άσψος etwas etompitaaeig 
Hippocr. 

Άιαοφος Antb. Manetb. 

ίντραχύς Sext. Έιηρ. Diosc. 

hvy^ag Arietot. Diod. Tzetz, 

ΙηπΙ>9α&ρος etwas faal Hip- 
pocr. 

ϊνωμος etwas roh Hippocr. 
DioBC. 

haxQog Arietot. 

ί^αΑλος Polyb. PIuL Dio C. 

iSikfö^SQog Dio C. u. a. 

1'ξηρ9ος Ath. 

Ι'ζνγρος Hippocr. 

ί'ξωχοος sebr blass Aristot. 
Theophr. 

ίπάγ^οπνος. 

^αχ^ος epitz zugehend Hip• 
poor. Oal. 

ίηφα^νς etwas schwer Theo- 
phr. 

htlyivuvi etwas eüss Theo- 
phr. 



ίηΐγ^νπος etwas eingebogen, 

krumm Arietot. Plat. Hdt. 
ίιαίέξιος Hom. u. a. 
iatitiXog Hdt. Theogn. Arie- 

toph. Arietot. Xen. u. a. 
ίηιϋμοίζας Clem. AI. Vitr. 
ίπίόίτρηος. 
ίαιδίψιος. 

httelxfXoQ Hom. Hee. 
ίη^χαμπνίος h. Hom. 
ίαίχίρτομος Qu. Sm. 
ίπίχοιλος Hippocr. 
htixoivog Hdt. Eur. u. a. 
ίπίχνρτος Nonn. 
ίπίλαμπ^ας. 
ίπίλευχος Theophr. 
ίηιλλος blinzelnd Eust. II. 
επίλοιπος Hdt, Plat. Tbuc. Äri- 

stopb. u. a. 
hrtXoiti9itK. 
ίπίμακρος HippOCr. 
ίπίμαργος Suid. 
ίπιμΐϊζων. 

ϊπψίΧας Theophr. 
επίμεΰος Gramm. 
ίπίμεστος PoU. 

επΙξαν»ος Xen. Poll. Theophr. 
ίπίζηρος oben trocken Hippocr. 

Aret. 
ίπίξυνος. 
ίπίπας Inscr. 
ίπίπιρχοζ Χβη. 
Ιπιπ)Μτϋς. 

hilTthoi Hdt. Plut. 
έπιπόΧιος. 
ίπιπςηνής Αρ. Rb. 



b, Google 



επίπρητην übeijäfarig, nach He- 

sych. 
htinvQQog Anstot. Theophr. 
ίπίςιχνος etwas zueauiiuenge• 

ecfarumpfit. Xen. 
htlsadqog KS. 
hzioaKQog Theophr. 
ίπίσψος Inacr. 
ίπίσχλη^ς Hippocr. 
έπκίμνγεζ&ς Hes. Ap. Rh. 
Sr»ffoc Polyb. 

έιζίιηενος etwae eng Arietot. 
ίπκηρόγγιιλος rundlich Arietot. 

ίπίσυχνος Byz. 
^τοζος Hippocr. 
^ονΧσς Theophr. 
Άΐωχ^ bl&selich Hippocr. 
ε^αηλος Aesch. Xen. Plat. Ari- 

stopb. u. β. 
βϋοχψος Aesch. Eur. Xen. 

Plat. Isoer. Theophr. 
e^CotQOQ Eur. Aristoph. n. β. 

εϋ&ί^μος Hipp. 
silsQog Orpb. Antfa. 
eVxietvog Arietot. in Anth. app. 

β^περίφωςος leicht ζα entde- 

' cken Flut. 

eVniazog Xen. Arietot. α. a. 

c^nhinr Anth. 

s^TcXstog Hom. 

cihTolxtiog Anth. 

^^7ΐβ&&νμος Byz. KS. 



ehqödwg Orph. « 

Σεμνός Orph. 

eiaug. 

είτλήμιαν Aesch. Eur. 

^άχλοίζος Theophr. 

tvXQfifTog Xeu. Plat. Aristot. 

o. s. 
iyiiXt^ jugendlich Anth. 
ίφίμε^ς Hes. Archil. Theogn. 

Theoer. Aesch. Soph. n. a. 
ίψνγςος etwas feucht Theophr. 



ζάΛεοκΟς. 

»aävyqog sehr feucht Theophr. 

Diod. Plut. 
xaTdyXiffxfiog sehr klebr^ AI. 

Trall. 
χαιάδηίος Hdt. Xen. Plat. Soph. 
? xojadvtßftg Hom. 
»αταίσιμος verstärktes ά• He- 

sych. 
xaiaLatog Aesch. 
χάιαχρος Schol. II. Byz. 
xnaXuß^og Eupol. bei Schol. 

Aristoph. 
χατάλαγνος Schol, Theocr. 
xaτ(üaμπρog Gal. 
xaTdXmxog Byz. 
xaTdXoiiTog Plat. Aristot. 
χaτäμ£tnσg Schol. Aristoph. 
xaτάξηρog sehr darr Aristot. u, a. 
xmä^iog Soph. Eur. 
χκτοαζαγκκ Hesych. 
χατάπηροζ. 
xujOTCixQog. 
? χαταπψελής Oribas. 



b, Google 



«nh. !■■. χαιαπ^τΰς Tzetz. 

' j. jjij, χατάπλεος, att. -π:Ϊ£Κΐί Xen. 

Plut Dion. H. 
χαταπ/ΐι^ι^ς Hom. Hesyeh. 
χατώαηινος Hippocr. Theoer. 
χατώηορος sehr röthlich 

Dioec. 
χατάσχληςος Bippiatr. 
χατώττΐγνος dicht bedeckt. 
χατώτπιρΌί• sehr traurig 

Äth. 
ααταστίψβλος h. Hom. Änth. 
χαταστνψ^ος Hesych. 
χαταίατηρος sehr streng Arr. 

Epict. 
)!ατά;ΐ^λο7 Alcae. com. in Bekk. 

an. 
χατάψνχρος Diosc. Gal. 

□. a. 
χατ£ςν9•ροζ. 

χάησχτος Otibas. Et. M. 
χάτοξνς Aristoph. Hipp. 
ρΐταίτιος Aeech. Soph. Eur. 

Hdt. Xen. Plat. 
μετάχοοΌς gemeinschaftlich 

Aeech. 
μψΐοχοΐνωνος Heeych. 
μετοπωςινός herbstlich Thnc. 

Xen. Arietot. Plut. Hes. 
παλαιέ ν^οξο; altbertthmt. 
παλίγχζαιπνος eebr schnell 

Anth. 
7!<ιλινόστιμος Noon. par. dion. 

Opp. 
παλίναοος wieder gesund Nonn. 

dion. Anth. 



παοάγυμνος etwae nackt 

Diog. L. 
παράα-ΐρμος etwas warm Diod. 

Plut. 
7 πη^αίσιος Unglück bedeutend 

Hom. 
παραίτΜς mitschuldig Aesch. 

u. a. 
ηαραχόλον9θς. 
παράλεοχος weise daneben Ari- 

Btot. Atfa. 
? παξαλοίπος Arietot. aw. 
naQokOOQYtiq. 
παράλνπρος Strab. 
παράμωρος fast närrisch He- 
sych. 
παράξενος etw. fremd Aristoph. 

Et. M. 
παράζηρος Strab. 
παράπιχρος Scbol. Aristoph. 
παραπλάγιος an den Seiten 

schräg Theopbr. 
παράπΧΐΜς führt Plat. aus 

Od, 9, 8 an, wo es unsre 

Texte nicht mehr haben. 
παραπΧηαιος Thue. Hdt, Plat. 

Xen. n. a. 
πα^άατραβος Enst. 
πaρaστρ6yγυL•ς etwas rund. 
παρασννήίης widergewöhnlich' 

Α ehm. onir. 
ηαρατραγψίός verkehrt oder 

etwas tragisch. 
παράοστηρος. 
παρέχτοπος etwas au ea erhalb 

des Wegs Epipban. 



b,GoogIc 



πHQe|ιψsQης ettvas ähnlich Ari- 

stot. u. a. 
παρεπίδημος Pol. Ath. KS. 
παρέοχατος Gramm. KS. 
παρηΧιζ an Kraft abnehmend 

Plut. 
πάζίαος fast gleich Pol. Dem. 
παρόμοιος Thac. Hdt:. Xen. 

Aristot. n. a. 
αύροξυς zur Unzeit hitzig An- 

tiphan. bei Ath. 
ίΐΐΐροξντονοΐ. 
παρ6ρ&ιοζ fast gerade. 
πάρονΧος etwas kraus Pol). 
πάρνγρος Man. 
παρώμαλος Strab. 
πάρωχρος PoU. 
ηεριαάονργός rings mit Purpur 

Arietoph. 
ίτεριάσχολος KS. 
π£ρ(3αρνς Aesch. 
ίτΐρίβληχρος Ap. Rh. 
πίρίγλισχρος Hipp. 
TreQlyXvxvi. 

περίγοργος sehr heftig. 
? ΊίεριβαΙααλης Opp. 
περίδ^ιης Hom. u. a. 
^τερΐδηλος Phot. Heeych. 

τζερι^ύροννος. 
τζερίΰερμος Plut. 
^τερίχαχος. 
7 περίκηλος Hom. 
η-ΐρίχρ^υός sehr kalt öloss, 
ίτερίχνρτοΐ rings gebogen Sext. 
Emp. Oal. 



περίχυφος Et. M. β 

περίλαμπρος KS. Byz. 

τΓίρίλΐυζος Callix. bei Ath. 

περίλοιπος Aristoph. Thuo. Ari- 
stot. u. a. 

πιριμάόαρος rings kahl. 

περίμεστος Xen. Plut. 

περίξηρος Theophr. Oeop. 

περιπεόινίς rings flach. 

ηερίπιχρος Byz. 

ηερίπλεως, auch -π^Εος, -w^etof 
Aristot. Thuc. Xen. u. a. 

περιηοίχιλος rings oder sehr 
bunt Xen. 

περιτιόνηρος eehr schlecht Ari- 
stoph. KS. 

ηερΐαεμνος Aristoph. u. a. 

περίσκληρος Hipp. Gal. Anti- 
phon bei Ath. 

περιοιρόγγνλος Ath. 
περίτρανος sehr deutlich Plat. 

und Sp. 
περίχλωροί rings grün, 
Λερίψνχρος Gloss. 
Λ()όχα«ος sehr schlimm Äesch. 
τχροχαλος sehr schÖn Anth. 
πράμαχζος Hipp. Theophr. 
;:ρόίΐΐ'ος Plat. 

π•ροπαλ«ίος Byz. Orib, Tzetz. 
προπάνδημος KS. 
προπανντιέρτατος KS. 
προϊΐ«ρατέ^ίυΓθ? der drittletzte 

Gloss. 
προπαροξύτονος Lex. Gramm, 
πρόπας Hom. Hes. Aesch. Sopb. 

Eur. 



31 



b, Google 



a- προπόλιος ror der Zeit graa 

Pol. Schol. 
πζοττζψης Hom. n. a. 
ποοοαλίγχιος ähnlich. 
πςοσΐίχίίος ziemlich ähnlich 

Hdt. 

προσόμα^ς. 

πζοαόμοιος Enr. Aristoph. Plat. 

u. a. 
προσομουοος angrenzend Hdt. 
ηροτίΧΐνταίος KS. 
ιζρόχΧωρας. 
ιιρόχωλος Luc. 
σνγγΐΐτων grenznachbarlicb 

Eur. 
βνγγηραΧέος mitgealterl: Theod. 

Prodr. 
ονγχοινος Äesch. bei Plut. 
ανγχοινωνός Ν. Τ. KS. 
ΟΟμμεΟονράνι ος. 

ανμμΐταΐτιος mitschuldig Plat. 
ανμτΐάρεδρος KS. 
σνμττήρεννος Tzetz. 
σίμπας Hom. Xen. Plat. Hdt. 

Soph. Eur. Pind. Aristoph. 

Thuc. u. a. 
ανμτιένης Greg. Naz. 
σνμπΧανος Anlh. zusammen ir- 
rend. 
ανμτιλέιων Aristot, 
αίμπίΐος Hipp, -πλεως Xen. 

nach Krüger. 
σνμπΧήρης Plat. Theophr. 

KS. 
ανμηροακύνιος mitewig. 



συμιτροεδροζ mit Torsitzend 
Inscr. Diog. L. 

βίμητωχος. 

οίμτηχνος Xen. 

? ffv/igifiou^ogmitwacbetidSoph. 

αννάγιος KS. 

σνναόέσποτος, 

avratoiog KS. Byz. 

σιΐί'αίιιος Plat, Xen. Aesch. α a. 

οοναιώνιας Eust. Op. 

ΰνναχ^ψαλος, 

1 βυναμψότΐροζ beides zusam- 
men oder zugleich Hdt. Plat. 
Thuc. Xen. Soph. u. a. 

ßvvay άρχος mit ohne Anfang 
Anth. KS. 

αννΰπας Hdt. Plat. u. a. 

ανναπεΧΐν^ερος Byz. 

σνναηόόημσς zugleich abwesend 
Aristot. 

σνι-άραμιος Opp. 

? σνναρωγός b. Hom. Anth. 

οννασώματος, 

<ΐννατνχης Tzetz. 

αννάψραατος mit unbeechreib- 
bar. 

αννάχρονος Anth. 

ανναίίαιό'αίμιον, 

αύνδηλος Aristot. Plut 

? ανναημιονργός Plat. 

αυνδνστυχής Tzetz. 

αονέμπνοος. 

αννενυπάοτατος mit darin vor- 
handen KS. 

βννιερονργας das Opfer mit be- 
sorgend. 



b, Google 



? nvtoTioq Äesch. Soph. Eur. 

Thnc. u. a. 
iyvyyeiätsQog mit jung ES. 
νννννιιψοχομος Eur. 
σννο^οιπόζος Χβη. u. a. 
σύνολος Plat. Aristot. u. a. 
? <Γ9ΐΌμΐ7ί7ΐ Änth. 
συνομηλιξ, dor. -üiif Tbeoga. 

ÄDth. 
ανναμήζης. 
ανναμόθ^ρονος Byz. 
(ΓΜΌμόλο/ος Cletn. AI. 
ΰννάμοροζ ES. 

σννσξνς Theophr. 

? ιτο)Όπα<^«>ς Plat. Ap. Rh. n. a. 

αυνοπάων. 

σνηαλαίπωρος KS. 

ανννπβζοναιοζ, 

σύστενος eng zulaufend Hesycb. 

τριςά•/ιος KS. 

τριςαέναος. 

τζΐ':ά9λιος Soph, Aristoph. u. a. 

τριςιίΧαοτος dreimal unglück- 
lich Anth. 

τζίςαλιτί^ιας dreimal frevelhaft 
Hesfoh. Tzetz. α. a. 

TQtiiiXvjiog Theophr. 

TQigavaqiä μος. 

TQigiivecQxog ganz ohne Anfang 
KS. 

τρι^ανόητος. 

τριςάνοιχτος Theod. Prodr. 

τριςάποτμος Anth. 

τςιςάωςος sehr unzeitig Anth. 

τριςβδέλυςος Said, 



TQigitlXctwg Aoth. «nh. but. 

TQtgovCT^i(og Anth. ^ ^^. 

ißt;e^.itr; eehr TerwOnscht 

EoBt. II. 
τρίςεπιβάρβαζος Tzetz. 
τςίζ^ραστος dreimal 11 eben e- 

wilrdig, Const. Man. chron. 
τριΐΐνγΒνης Const. Man. chron. 
τριςΐνόαίμω)' Luc. 
τρις£»χλεής Theod. Prodr. 
τρις&ντνχης. 
τρίςΐφ^ος ΑΙ. Trall. 
τρίςέχ^κηοί Inscr. 
τρίΐίωλοζ Ael. sehr matt. 
τρίςχαχοάαίμωι• Aristoph. Ae- 

schin. 
τρίζμαχαρ Hom. Aristoph. ii. a. 
τρκμαχάριοζ Aristoph. Theod. 

Prodr. 
τριςμίγιστος Byz. Inscr. 
τριςμύριοι Aristoph. Xen. Plat. 

n. a. 
τριςν^ατος Cratin. bei Phot. 
ζρίςοίζνρόΐ Archiloch. fr. 
τριςόλβιος Soph. Aristoph. u. a. 
? τριςολνμπιοί'ϊχηζ dreimal in 

Olympia singend Pind. 
τριςάσιος KS. 
τριςταλα Ιηωροΐ. 
? τριςχίλΜΐ Xen u. a. 
ίπάγροιχος etwas bäurisch Ari- 
stoph. α. a. 
υπάyρvπvoς Hippocr. 
νπαισχρος Qloss 
^παχρος. 
ίπαμφίβολοΐ. 



31• 



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enk. [hb. υπαπαΐδενιος. 
TonPartlkel ^ , 
+ Adj. νπαπαλος. 

ίπαργηίΐς. 

^Ίοαάιόης Hipp. 

ίητάτοποζ etwas abgeschmackt 

Aristot. 

ίιπάτνφοζ. 

νπανστηζός Diosc. Gal. 

bnufQuv Η dt. 

ίανάφωνος etwas lautlos Hi^p. 

fiahnvQog etwas entzündet 

Orph. 
ίπτελαφ^ός Sext. ,Emp. 
Ιπΐναντίος Hes. Plat. Äristot. 

iXeD. α. a. 
νπεραβέλτερος. 
ίιπΒράβνσσος übei^ruDdloe. 
νπεράγααος KS. 
ίηεράγως ES. Byz. 
irff^getyvof Byz, 
ρπεραιόΧιος überäoliscb, rou 

einer Tonart. 
υπίραισχρος Xeo. Plut. 
ίπεραχριβής übergenau Luc. 
νπ^ραχρος sehr hoch Ael. 
νπερκλγ'εινός. 
νπεραλη&ης KS. 
υπεράμωμος KS. Byz. 
νπεράναρχος KS. 
^ερύ^(ος Byz. 
ίπεράπειρος KS. Byz, 
^£ραβ;ΐ;α(ος Schol. II. 
νπερασ^ενής Aristot. 
ίπεοάστειος Ath. 
ίηεζαβώματος KS. 



νπεράτ<ηχος Dem. 
6περαπιχός Luc. 

^ηε^βαρνς Hipp. GaL 

όπ£/>}'^λ0(ος Dem. Greg. Nyse. 

υπέςίαΰνς Xen. Ael. 

έπ^ρΐΤεινος Dem. Lac. PoU. 

νπερόεχαπλάιηος mehr als zehn- 
fach. 

JniEg (!£χατάλα VI o;. 

ίηερί^ξιος Xen. u. a. 

? νπ^ρδονί-ος übersklavisch. 

νπ^ρίριμυς Lue. 

mrf^iftu^toc Ααοα. 

ντίερεβίομηχονταέιης Ins Cr. 

νπερέίαφρος Xea. 

ίηερΜοξος KS. 

νπ£ς£)Ύ£λ^ς DlO 0. 

νπερεζηχοντΗιις. 

νπερεπιατ^μων. 

νκερευγενης Aristot. 

^ιερενδάιμων Luc. 

υτΐερεύΘνμος Poll. 

οιΐΕρ£ΐιλα;9ιίς KS. 

νηερενπρεπης. 

ίηιερενψημας KS. 

ΐΊΓΐρειύιο'αΐ sehr wohlfeil Ael. 

υπέρηόος Luc Xen. 

νπερήΚιξ Luc. Greg. Naz. 

tr^fßii/itffti; über die Hälfte 
Hdt. Xen. 

υπέρημος etwas einsam Plat 

νπΒρΆαύμααταΐί sehr wunderbar, 
Anth. KS. 

νπέρ&ειος KS. 

hiriQ^ έρμος Geop. 



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ίπΐ^ιιίοιιος überjonisch. 
έπεριΦτωρ nur allzugut wissend 

Sopb. 
^πίριαχ^ος übermäseig mager. 
iit§Qia;Ci)qog überstark Arietot. 

Xen. 
έΐΓΐρχι^&Μβος East. op. 
Ιπίξχαλος Aristot. KS, Poll. 
νπΐζχαταγέΧαατος Aeschin. Plat. 
δπίρχατηψής tlberaus Diederge- 

Bchlagen Luc. 
hneQxoavsot Hesych. 
νη^ρΧαμπρος Dem. Arietopb.KS. 

bπäρλεoxoς Hipp. Luc. 

ίίπερΧϋδιος Anon. 

ντιέζμίγας Aristoph. u. a. 

νπέρμεστος Philo. 

ί)ΛΐρμιξοΧνδιος. 

ίιηίρξετος. 

Ό}t£QξηQoς Aristot. Diese 

batQOXßtog. 

νίΐβςόμοιος mehr als ähnlich 

Epiphan. 
νπ^ροζνς ftbermässig "hitzig 

Hipp. 
νπέρπαχυς Hipp. Plut. Dio C. 

vTt^QTtiitQo; Aesch, 

νπ^ρπλΐος, oder 'TtXeuK Tzeiz. 

Eust. op. Polt. Luc. 
νιΐίρηληρης KS. Plotin. 
ΰπερ^ίλονΰιοζ Aristot. 
ίιπέρπολλο! Hipp. 
νηέι^ηοί,υς Aesch. Xen. Dem. 

Plut. 



νπΐρπονηρος Eust. op. β 

οπίρπτωχος Arlstot. 
νηέρτηιχνας Gl ose. 
νπερσίβαοτοζ sehr verehrungs- 

wördig. 
ίπίροίμνος Ael. α. a. 
οηέρΰοψοΐ über weise Aristoph. 

Plat. α, Β. 
νηερβτερί^ίΐχός doppelt vernei- 

nend Eust. 
νπερΰυντελιχόζ. 
νπερτέλειος KS. 
? οττερτετ{>ΒίΧίςχίΧ*οι KS. 
νπεςτριαϋΧΧαβης Et. Μ. 
έϊΓ^ρο&ρος Thnc. Plat. «, a. 
^περνψηλος Xen. Arr. u. a. 
νπερψιΧάτιμος Tbeopomp. bei 

Ath. 
νπίρφρνγίύς. 
ίπτίρψνχρος Luc. 
νπΐΰύιος etwas still, heiter Ap. 

Rh. Ael. Et. M. 
Ιποάμοοαος Plat. 
νποβύρβαρος Phot. Eust. 
οπόβΧαισης etwas auswärts ge- 
krümmt Aristot. 
νίίοβραχνς Ael. 
οπόγλανχος Xen. Di ose. 
νπσγί,άψυρος Eust. op. 
νπόγΧισχα/κ Hipp. Theophr. 

Euseb. 
hnöyXvxtig Ath. 
νπόγρνπος PbÜOStr, 
ί>πάϊνρας etwas gekrümmt. 
νποδείίλος gegen Abend Arat. 
νηάδηλος. 



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Srck. !■>. ίαοίίπίασ$βφήμι<ίυς l'/a mal 
vonParllkcl 

+ AH. kleiner. 

v3tooi7ikaafog doppelt β ο 

klein. 
ίπό^ρψυς Oal. 

ίηιοόνσχολος Hipp. Euet. ES. 
ijtoivcrqonoi Poll. 
hfo3va<f<tQOQ Hipp. 

ΐiπόί^E(ιμoς Hdt. u. a. 

hn^^Xvq AriBtoph. 

hnotatnioq. 

iatotiaUoq etwas geschwolIeD 

Hipp. 
να'>*('χοη&ΐ)ς Hipp. Philo. 
^ιτίόχβνος Eust. op. Hesych. 

Phot n. a. 
νποχε^χαΧίος etwas rauh, hei- 
ser Hipp. 
h]Iάχιqqnς etwas hellgelb Diosc. 

Gal. Sp. 
^παχοιλος Byz. 
haoxöXaßoz KS. 
νποχονψίς Hesych. Plut. 
htoxmffoq. 
tmixv^og Plut. 
νιτόκνγος Strat). 
^oxttM/ioc Aristoph. Fiat. Äri- 

stot Plut. 
hnokoTtapoi etwas schlaff Hipp. 
eiToWS -ριος Hipp. 
fewöiiffgocTheophr. etwas rauh, 

schabig. 
imolenToköyog etwas spitzfindig, 

Cratin. bei Schol. Fiat. 
νπόλετττος Luc. Ael. Aretae. 



νπόλΐοχος Äristot. Theophr. 
Diosc. Gat. 

ΌΤΐηλίνχόχζΟΚ Hipp, 

ίπόληρος etwas faselig KS. 

ίίπολίζύΐν Hom. 

νποΧιμιίιαης Plut. 

imoXinaqoq Diese. 

νπόλίσπος, att. -λισψος etwas 
glatt. 

νπέλιιο? etwas sohlecht GIoss. 

νιιόλιχνος Luc. 

υπόλοιπος Hdt. Aristoph. Thuc. 
Plat. α. a. 

^ιόλοξος Eust. 

υπολΰαιος Flut. 

imö/iaxqoi Aristoph. Aristot. 
u. Sp. 

hπoμάλaxoς Ftol. tetrab. 

ίίπόμαργος etwas rasend, när- 
risch Hdt. u. a. 

^αόμαορος etwas dunkel GlosB. 

^πομέιιιιν Xen, 

νπομ^Αβΐ' Hipp. Gal. Aretae. 

ίηιομεμψίμύιοοζ. 

ίηομίάζίος Poll. 
■'Ιπομόχ^ηρος Eom. 

ί^πομνξιϋης schleimig Gal. 

νπομΰααρος Hipp. Philo. 

ίπόμωρος Luc. 

νηονιτρώ^ης Ath. 

ν7Τθνω9ής• 

νπόνω^ρος Eust. prooem. II. 

foin^ocvSof Theophr. Diosc. 

Gal. Ael. 
ίιπόξηρος Geop, Hipp. Plut. 



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$ποζος etwas sauer Diosc. 

ίίτιοπαράβορρος etwas geg6D 
Nord gelegen Tbeopbr. 

ί>Αόπαχι>ζ Hipp. Luc. Gal. 

^ποηίλιάΐΌς etwas schwärzlich 
Hipp. Poll. 

νποη4λιος Hipp. Theophr. 

νποηέηΐιΐν Hipp. 

ίπόπιχρος Theophr. Gal. u. Sp. 

ντΐοπ λόγιος Hipp Ο Cr. 

νΐίόηλατνς Hipp. Dioec. Gal. 

νπόηΧΐος Hdt , -πλεοκ att. 

νποηοίχιλος Hipp. Diese. 

ίτποπάίιος Anacr. Polt. Eust. 

ίποποίιτιχι'ις gewissermassen 
auf den Staat bezüglich. 

? νποπολΧαπΧύαιος vielmal klei- 
ner Nicom. theol. ar. 

? νπο^ιολλαπλαΰΐΐπιμίρήί^ϊοοίο. 
theol. ar. 

? ντίοπολλαπίααΐίπιμόριος Ni- 
com. theol, ar. 

νηοπόνηρος Hipp. Procl, par. 
Ftol. 

νηοπριαβύιιρος Arietoph. 

νπότηιΧος Gloss mit etwas ent- 
zündeten Augen. 

έπόπυχίΌς Hipp. Sueton. 

ίιηόπνρρος Hipp. Aristot. Gel. 
PInt. 

tiTzoppttißog etwas krumm. 

νττοοαθ^ρος etwas morsch Luc. 

Ιϋάσαπρος etwas faul Hipp. 

νπόΰίμνοΐ. 

νπόαψοζ Ael. Philostr. 

υπόσχαιος etwas linkisch Phot. 



νπόσχαμβος etwas gekrOmmt »wt ha. 

Tzetz. Lyc. + u). 

νπΰσχληρος Hipp. Lac. Gal. 
ίποσχολιος etwas krumm 

Aretae. 
bxoaxorsifOi Gtoss. 
νποσχότιος Scbol. Eur. 
υποσϋοιχος etwas at^e• 

echmackt Plut. Gic. 
νπάσομφος etwas schwammig 

Gal. Sp. 
hπό<Joφoς Philostr. 
ίίΐόατραβος, 

οποστρόγγυλος Theophr. Diosc. 
νπόστρνφνος etwas zosammen- 

zieheod, herbe Hipp. Diosc. 
ν:ιόσνχνος Hipp, Theophr. 
νττοτέληος nicht ganz Tollstäa- 

dig KS. 
imoietQajroifog, 
νπότρανλος etwas stammelnd 

Hipp. 
νπότραχνς, Jon. -ιρνχνς Orph. 

^rchestr. bei Ath. Gal. 
νποιρομγάης im Innersten zit- 
ternd Hipp. 
νπόιυφ}οΐ etwas blind Plut. 
νίτόφαιΛρος Poll. 
νπ(>9>α(ο; etwas grau Phot. 
υποψαχώόης etwas linsenfarbig 

Hipp. 
ντίοφάλαχροζ, 

απόφανλοΐ Menand. bei Poll, 
δποφιληάονος ES. 
ΰποιρλΐγματΐγδτις Hipp. 
1>ποψρύγιος Plut. Ath. n, Sp. 



b, Google 



«nk. In. ^ortüaüoc etwas schlaff Hidd, 
T.iiP»rtlkil , , „ 

+ A4J. οποχαροπος Xen. u. a. 



δπόχαννος etwas locker Oribas. 

Et. M. Ath. 
Οποχ^ύ^ομέΧας Hipp. 
ίπόχλωρος Hipp. Änetot. Byz. 

Ätb. 
ύποψά9νρος etwne locker, 

mürbe Hipp. 
ϊποφαρος etwas buDt Strab. 
&]ΐοψΐλ^ς etwas stammelnd 

Eust. op. 
&η6ψιλος etwas kahl. 

Im Ganzen zähle ich c. 850 Griech. Immutata von Parti- 
kel -4- Adj , von denen c. 30 unsicher elnd. Diese Classe, die 
schon bei Homer c. doppelt so viel Comp, aufwies wie α and 
β zusammen, ist später noch beträchtlich angewachsen; man 
beachte dabei, dass diese Immutata von Partikel + Adj. in 
der allerbesten Gräcität gar nicht selten vorkamen, wie ein 
Blick fiber unsre Citate belehren muse. 



hnafvxQoi Gal. Ptol. tetrab. 
und Sp. 

ί>ποψωβ(^άηςβίγτ&β krätzig Hipp. 

νπωχρος blässlich Hipp. Ari- 
stot. Luc. Gal. 

^>aäQo<: etwas dick, derb PoU. 

νφαλιχάς etwas salzig Hipp. 

ίφάλμνροΐ Eust. op. Diosc. 

ίφήσσων etwas geringer, jün- 
ger Hes. 

ΰψνγρος Arietot. Poll. 



ereil ixn. (?) PrOBOm 


en + Adj. 


+ A4j- αό&όμαψος verstärktes ί>μ• 


aavoSiÜKorog sich selbst bedie- 


Soph. 


nend Strab. 


αϋκπ'ωίνμος gleichnamig Eur. 


αύτόνίψος leibhaftig todt. 


αδτόάηλος von selbst klar 


αότόπκηος an sich glaubhaft. 


Aesch. 


αότοτραγιχός echt tragisch. 


Dies wären ungefähr die 


Bildungen, die hierher gezählt 



+ Adj. 



werden könnten, also wieder nur solche mit aäro- und es f^agt 
sich, ob sie nicht besser zu β gerechnet würden. Jedenfalls 
kommen sie ihrer geringen Zahl wegen garnicht in Betracht. 

ε) Numerale -|- Adj. 
τριβάρβαρος erzbarbarisch Plut. Byz. 
? τριγερηνιος dreimal so alt wie der Gereuter Nestor 
Marc. Ant. (vielleicht Mut.?). 



b, Google 



τριχόλουρος dreimal abgestiitizt Nicom. &r. 

Tptpaxatpa Anth. 

τριπάλαιοζ sehr alt. 

τριπάνουργος dreifach echnftig. 

τριπέμπελος sehr alt Flut. Byz. 

τριτάλας Eur. Anth. n. a. 

Dies sind meiaes Wissens die einzigen Bildangen, die 
hierher gezogeo werden kunnten, doch ist sehr zu beachten, 
dass das τρι in dem Sione von τρις, dreimal, daher gfiehr" ge- 
braucht ist; man kann also zweifeln, ob diese Comp, nicht 
besser zu γ gerechnet werden. 

Unser Resultat fürs Griech. ist also folgendes: Homer t™!'•' 
hatt; c. 78 Comp, imm. von χ + Adj., von denen aber c. 30 
unsicher waren; wir fanden in 

α) c. 13), von denen c. 10 unsicher. 

ß) c. 17, von denen c. 4 unsicher- 

γ) c. 48, von denen c. 15 unsicher. • 

3 und ε waren überhaupt nicht vertreten. 

Das ganze Gebiet des Griech. bot c. 1350 Comp, dieser 
Art, von denen e. 80 unsicher waren; wir fanden in 

a) c. 100, von denen c. 25 unsicher. 

ß) c. 385, von denen c. 15 unsicher. 

l) c. 850, von denen c. 30 unsicher, 

S und ε hatten nur einige Comp, mit αάτο- und τρι-\ die 
ereteren sind vielleicht besser zu ß, die letzteren zu γ zu rechnen. 

Die einzelnen Classen haben also in späterer Zeit ziemlich 
glelchmäesig zugenommen. Im Homer wie auch später bietet 
γ c. doppelt so viel, wie « und β zusammen genommen. 

a) Subet. + Adj. . ut i»« 



aninioe^uuegleichmfithig Vulg. 

ortnpoienfbogenetark, -mächtig 
Val. Fl. (potene ist eig, 
Part., dann aber Adj. ge- 
worden). I bellipotme Ena. Virg. 



ardi/e'tu» gl uthsch wanger Varr, 

armipotens waffenmächtig, 

kriegerisch Lucr. Virg. 



b, Google 



880 



eaelipotens mächtig im Him- 
mel Plaut. 

cortinipoUn* Herr des Drei- 
fuBses, cortina; Beiwort des 
Apoll, Luüi]. sat. 

? ntnciipoiCTie allmachtig Prud. 

? liejiniiiierwZiisBchädlichPlaut. 
(vielleicht eynth.). 

enaipotena Coripp, 

herbipotens der Kräuter mäch- 
tig Bo&th. 

^nipotent Ävien, Ärat. Virg. 
Aen. 

Apoll, Mart. 



lauripotene λ 
Cap. 



Auguetin. (vielleicht eynth.). 
mundipoUne Tert. 
pedepläna, orum, sc. loca, zu 
ebener Erde befindliche 
Gemächer, Cod. Theod. 
pennipotens beflügelt Lacr. 
mgiüipotena Cic, 
ealmaciduB (ealgama, salma) 
wie Salzlake scharf und 
sauer PI. 
eapientipotene durch Weisheit 

mächtig Enn. (sapientia). 
trafnoaericus^ (trama, sericas) 
mit eeidecem Eintrag, halb- 
seiden, leid. 
tridentipoUns. ' 
turpilucricupidu» Plaut. 
viripolens mächtig an Kraft 

Plaut. 
virtpotens mannbar ICt. 
Im Ganzen c. 26, von denen noch mehrere unsicher sind; 
man beachte, dass von den als sicher gerechneten Comp. 17 aof 
potens endigen, bei denen es zweifelhaft sein kann, ob sie nicht 
besser zu den Comp, von χ 4* Part, zu rechnen sind; entschei- 
det man sich für Letzteres, so bleiben nur wenige vereinzelte 
Bildungen hier nach. 

ß) Ädj. + Adj. 

? /aUiloquax Ven. Ftirt 

(synth.?) 
? maliloqvax (cf. m-qnas; 

synth.?) 
multkavua an vielen Stellen 
hohl Ov. 

Sam. I mnUicupidua Varr. 

dulcieonorus Serv. centim. | mulHpotene Plaut. 



lichtscheu Auct. 
carm. de philom. (vielleicht 
synth.). 
? tneribibulua weinsäuferisch, 



aequipar spät. 
alboefihms weissgelblich Serv. 
• Virg. 
aüipendulu» hochhän- 

gend. 
dulcacidua säuerlich süss Seren. 



b,GoogIc 



831 



? mulHacivt Apul. met. 
(synth.?) 

mulÜeonorite Claud. epigr. 

omnipotena Έηο. Vir^. u. &. 

eacvoaancius unverletzlich, 
bochbeilig Cic. Liv. 2) ehr- 
würdig PI. Apul. 

eemiacerbua halbeauer Pall• 

eemiagreetU Aur. Vict. Caes. 

aemiatraUte balbecbwarz ge- 
kleidet Yarr. sat. Men. 

aemibarbante Snet. α. a. 

a^aicanus Apul. met. 

»emiconapicvua halbsichtbar 
Apul. met. 

aemicrudue 1) halbroh Frontin. 
Hieron. Suet Col. 2) nur 
halb verdaut habend Stat. 
eilr. 

aemidivinua Fronto ad U. Caes. 

aemifer, a, um (ferus) halb- 
thieriseh Cic. Virg. u. a. 

aem^ermanua balbgermaniBch 
Liv. 

aemiffraecue Varr. Suet. 

aemigravia halb betrunken Liv. 

aemihiuleua halb offen Poßt. 
bei Gell. Macr. sat. 

Im Ganzen c. 60, von denen c. 3 unsicher; etwa das 

Doppelte der vorigen Claese. Mit semi sind allein 36 znsam- 

mengeeetzt, also weit über die Hälfte. — Das Gnech. bot viel 

mehr derartige Comp., über 7 Mal so viel (3Θ5) 
y) Partikel + Adj. 

ιώβίηη^β unähnlich. ] accommodus Virg. u. a. 

abaurdua gegen das Geftlhl adunma hakenförmig einwärts 

verstossend, unpassend. I gekrümmt Ter. Cic. 



aemUnttgtr Amm. l 

aemilacer Ov. 

aemiUber Cio. 

aemihmatieue halb epileptisch. 

aemimadidue Col. 

aemimarinua Lucr. 

aemimaaculua Fulg. myth. 

aemimalurua Pall. 

eeminanie halbleer PI. 

aemiunduB Liv. u. a. 

aemiomtstue. 

aemiperitus Front ο ad M. 
Caes. 

aemiplenua Cic. Liv. u. a. 

aemipullatue halb schwarz ge- 
kleidet Sidon. 

aemirotundus Apul. met. 

aemiaauciua Anguetin. 

aemiaieciia Pall. 

aemiaupinua halb zurückgebo- 
gen Ov. Mart. 

aemitrepidtu Apul. meL 

aemivUtva balbwelk Col. 

semivivwi Cic. n. a. 

aemivocalü Varr. α. a. halb 
tonend. 

aemivoluver Sidon. 



b, Google 



m iBH. afa^er Symm. ep. Paul. Diac. 
TMPiKlkil ^ _ \^. 

•hiH- antepaenulhmite Diom. 

? antependvltts Äpul, met. 

apprimzts bei Weitem der 1. 

Liv. Andr. bei Gell. 

approbue gar brav. 

aerimiUa Lacr. Cic. Ov. 

bibrevU Diom. 
bifeeiue Prud. 



(iireutrMtAM Amin. 
eoae<iuali». 
eoaeUmua ES. 

1 compaHliB Auson. 

comparticeps Vuig. Hieron. 

comperendinua übei-morgig 
Macr. Bat, 

eompotena zugleich mächtig 
iDscr. 

concavua Cic. u. a. 

condetuue Lucr. Virg. Liv. 

eondiffnua Plaut. Gell. n. a. 

congermanv» Varr. 

conevmiUs Cic. u. a, 

cotiBoduB Fuig. myth. 

depareua knauserig Suet. 

depropervB eilig Cod. Theod. 

deprc>^iitu« ungiiaetig gestimint 
Tert. 

dialuteneiB halb in Schlamm- 
boden lebend PI 

difßcilts Cic. u. a. 

diBconcinnvB unzierlich Fronto, 

ditpar Cic. u. a. 



diepariliB Cic. Varr. n. a. 

diBeimiU« Cic. u. a. 

(iteniue auseinandergelegen 
Apul. met. 

edurua ziemlich hart Virg. Οτ. 

effertta verwildert, roh Lucr. 
Virg. Ämm. Mela. 

exalbidu« weisslich PI. (nicht 
etvra von exalbesco, das 
I] weies werden 2) erblei- 
chen bedeutet). 

exaptua Lucil. PI. Fronto, 

ixaridua vollkommen trocken 
Tert. 

excongruus nicht harmonirend. 

ignaruria unwissend GIosb, 

ignanta Cic. u. a. 

iffnavuB Cic. n. a. 

ignotuB Cic. u. a. 

illacerabüia unzerreissbar. 

tÜacrimabiü» unbethränt Hör. 
Anson. 

iUaetalilia unerfreulich Virg. 
u. a. 

iüaudabilis Stat. 

illegiÜmUB. 

üUpidua unfein Plaut. Catnll. 
PI. u. a. 

? Ulocahilia aicht an den Mann 
zu bringen (nur loco, nicht 
locabilis vorh. Viel leicht 
eine Art synth. Bildung). 

? illaesibiUa ES. (nur laedo, 
nicht laesibilis vorh.). 

? immaeuhbilia Auson. Cnnr 
macnlo vorh.). 



b,GoogIc 



immaruuetue Cic. Οτ. Sen. 
? immareescU>Sia anverwelk- 

lich KS. Cnur marceeco). 
immaturus Cic. Liv. n. a. 
immedicahUie Ov. Virg. 
immemoraftiMa Plaut. Lncr. 
immemoris, 
immeneurabilie ES. 
? imm^tabJMe unversenkbar 

Hor. (nur merso). 
immUera^iUs Hor. zw, Serv. 

Virg. 
immüencore Cic. Gell. KS . 
mimitifftd)ilU Cael. Aar. cbron. 
immitis Hor. Ov. Vii^. Tibull. 

Liv. Tac. PI. 
immobUta Cic. Liv. Tac. Or. 

Yii^. Suet. a. a. 
immodeetue Ter. Plaut. Cic. 
immodicue Ov. Liv. Tac. PI. 

Quint. u. β. 
immortaHs Cic. Liv. u. β. 
immundabilU unaualbscbUcb 

Tert. 
imTnundiie unrein, Plaut. Cic. 

Ov. Hor. Catull. u. a. 
immuMcua Tert. 
tm»iit(a&i^ unveränderlicb 

Cic. Quint. 
impacatue nnfriedsam Virg. 

Sen. u. a. 
impadßcue Ämbros- 
tmpar Cic. Liv. u. a. 
impoT^ttu Cic. Caee. 
in^ariUa Äur. Vict. Caee. 



? impartictpainU» Hieron. (nur Lat Ibk. 

particepe]. + a*j. 

impateibiUe ES. 
impatiena Ov. Virg. Tac. a. β. 
? mpaueaM/ieuDunterbrocben 

Fulg. mjth. (pauso). 
impavidv* Hor. Liv. Sen. 
? imp€cecdnUa fehlerfrei Gell. 

(pecco). 
mpenetrabüia Liv. Tac. u. a. 
imperiiut Cic. u. a, 
imperpetvAta Sen. 
tmpef*«ona^ Gramm. 
itnperapicabUi« Ambros. Cas- 

siod. 
imperapicuua PI. 
tmper<t7ü antheilbar (partilie) 

Augustin. 
? jm^eriuri'a&i&« Augaetin. 

(nnr perturbo). 
imperviue Ov. Tac. 
impetibitie unleidlich (patibi- 

lis) Cic. u. a. - 
impiger Cic. Liv. Hor. Sali. 

Tac. u. a. 
imphta Cic. n. a. 
implacabilis Cic. Liv. 
im/iiocttiu« Hor. Stat. 
implanua uneben Aur. Viel, 

Caee. 
importabilis unerträglich Tert. 
? importunus Cic. u. a. (p-us 

nicht vorh. , cf. aber op- 
portun us). 
imposaibilia Quint. u. β. 
ίηιροΐίώϊΐίβ Hieron. 



b, Google 



Lit, lan. impoteae ClC U. B. 
TtBPartlh•! . ^ 

+ ijj. tmpraeputiatua Tert. 

imprauiia&iiie untauglich. 

? tmpra«foncaüfi*uDflbertret- 

bar Ambros. (nur p-cor>, 
imprensibilw Gell, 
improbabilit uiesbilligenswertb 

Sen. PI. 
improbue CiC- u. v. a. 
improc4rue Cic. u. v. a. 
improcreabiUe Apul. de dogm. 

Plat. 
impromiacua u η rer mischt 

(p-ns) Gell. 
impromptue nicht rasch bei 

der Hand Tac. Liv. Anson. 
improperu», 
improprius Quint. PI. 
improaper Tac. Gell. 
improviduB Cic. Liv, u. a. 
imprudens Cic. Liv. u, a 
impubee Cic, Liv, u. a. 
impudens Oic. Ter. 
impudicvt Cic. Plaut. Marl. 
Miipiifcirew:« etsublos Gell. 
impurgabilU nicht zu rechtfer- 

tigeo Amm. 
impuru4 Cic. Οτ. Catnll. u. a. 
imputribilia KS. 
inacceeaibilis ES. 
moufuoeue At^etin. Serr- 

Virg. 

inadulahiUa Gell. 
inmquaiÄlia Cic. Liv, u, a, 
tnaej-ueite Liv, Uor. Tac. u. a. 



inaeatimabilis Cic. Liv, Se;i 



inamabiUa Plaut. Virg. Ov. α, a. 
; inamieaibilie unverlierbar An- 
I guetin. 

I inamoenua Ov. Stat. PI, 
inanimalia Liv. Tert, 
inapprehensibilia unbegreiflich 

KS. 
maquoaua KS, 
inargutue Ulp. dig. 
inartißcialia Quint. 
? ina^picuue Auson. (aepicio). 
iruiaeuelua Ov. u, a. 
inaudax Hör, 
'.naudibilia. 

irua Caseiod. 
? inavereibilia anveränderlich. 
incaUidus Cic. Tac. 
incanua ganz grau Virg Suet. 

Catnll. 
? incapaiilie KS. 
tnt^apa^it Prud. 
incaaaua vergeblich. 
ineathoHcua Caesiod. 
incautuä Cic. Liv, u. a, 
mceleber Gell. 

incwi«« Cic. Liv. Caes. α. •. 
inceetabiHa. 

indcur nicht zahm Pacuv. 
incivilia tyrannisch. 
inelärxia Symm. 
inclemens Liv. 
incogitabilia nn bedachtsam 

Plaut, nnbegreiflich Amm. 

Mart. Cap. 



b,GoogIc 



ineoffnoeälnUs ES. 

incohibilia Gell. Ämm. 

? ineolumie Cic. Caes, u. a. 

(c-is nicht vorh.)- 
incomia unfreundlich Macr. sat. 
incommeabilia ungangbar 

Amm. 
incommiscilnlie unvermiechbar 

Tert. 
incommodua Cic. Liv. u. a. 
(daneben i-desticue bei 
Plaut.). 
? incommunicalnlia Vulg. 
incommunia Gell. Tert. 
iiicommutaliilia Cic. Auguetin. 
ineomparabUia Quint. Ambros. 

Inecr. 
incompaaaibilis nicht mitlei- 
dend. 
? incompell<^ilis unanredbar 

Rufin. (c-o). 
incomprehensibilia Tert. PI. 

Qnint. Sen. u. a. 
? inconceaaibilia Tert. 
inconcinnue Cic. Hör. 
7 inconfusibiHa Vulg. 
? incongeM>ilis ungefrierbar. 
ΐ inconffressiiiiKa Tert. 
incoii^rwiw Apul. Symm. 
tnconjttffua nicht vereinbar 

Prise, (c-us). 
inconaentaneus unpassendMart. 

Cap. 
iTiconaideratua (mit Compar. n. 

Sup.) Cic. Quint. Nep. 
tjicottaolabilU Ov, Ambros. 



ineonapicuua unsichtbar Mart- i<«t Ibb. 

ρ »«PirtUel 

*^*P- + MJ. 

inconatana Cic. PI. 
tnconeuffue Vitr. 
inconsuUka ohne Naht Vulg. 

(cons-is Cassiod.). 
iucontaminabilia nnbefleckbar 

KS. 
incotitemplabilii unbetracbtbar 

Tert. 
incontempUlia un verächtlich. 
incontraditnbilU unwider- 

sprechlich Tert. 
inconversibilts Augustin. 
irKonvertö>ilM Tert. 
incopioaue Tert. 
? incorporainlia unkörperlich 

Tert. 
incorporalia Sen. u. a. 
incorporeua Gell. u. a. 
incorruptibiUa unvei^änglich 
KS. 
irruptivua. 
•rruptSriua. 
Incredibtlis Cic. u. a. 
incredulua 1) ungläubig Hör. 
Quint. 2) unglaublich 
Gell. 
ina-uentue Liv. Sali. Tac. 
inculpabilia untadelhaft. 
? inciinctctbiUa unweigerlich 

(nur c-or). 
'incupidua Afran. 

'oaus Suet. Tac. Fi. 
ineurvobilü uu biegsam Caesiod. 
(c-ia). 



b, Google 



Ut biB. 

TOaPftrtlkcl 

+ A4j. 



indeclitK^ilte Sen. Gramm. 

(d-is). 
indecorue Cic. Hör. Qnint. 
? inde/atiffai)iU8Sen.(ja\iT d-o). 
mdefeaeuB Vii^, Οτ. PI. 
indeUbilis unTertilgbar Οτ. 
indemonetrabilia. 
indemutabilie KS. 
kideprtcabilt» Oell. 
mdeprehensibilis aobemerklicb 

Quint. 
irtdeaea Gell. 
indeterminabilia ES. 
tn<i«vottM ungehorsam ICt. ES. 
? iiidigetUbih». 
indignua Cic. α. s. 
tndii^e?» Plant. Caee. u. β. 
mdwcriminaUUe. 
mdUertus unberedt Cic. 
mdieputabili» Cassiod. 
indieeecabilia Isid. 
mdissimilis Varr. 
indieeimulabilia Gfill. 
indUsodabilia unzertrennlich 

ES. 
indUeolvhiUs Cic. PI. Hieron. 
mdividuueQiic.Ti. a. (dividuus). 
indivisibilis Diom. Tert. Isid. 
mdocihiUe ungelehrig Ambros. 
7 indocilie Cic. Hör. n. a 
tncioctu« Cni''' Comp. n. Sup.) 

Cic. α. a. 
indolatilü Sidon. 
indomabilU Plaut. 
indubiiabüia Quint. ICt. 
mdvHua Quint. Tac. 



PL u. β. 
ine/ßcas Sen. PI. Ambroe. 

effigiahiUa uaabbildbar Tert. 
inefugibilis Α pul. 

Cic. Snet. CatuU. 
ineloquiene. 

ineloquH>ilts unaussprechbar. 
ineluctabilU Stet. Sen. 



inemendabilis Sen. Qnint. u. a. 

memeribilis Tert. 

inenarrcaiiUa Lit. Sen. ES. 

inenarrativus Tert. 

inmatabilis auentscbwimmbar 
Tert. 

inenodabilis unentwirrbar Cio. 
irmie Apul. met. 

inenuntiabiliB. 

ineptue Hör. Cic. a. a. 

ineguitabilis Cart. un bereit- 
bar. 

lerrabilis Ambroe. Augustin. 
Apul. de dogm. PI. 

inevitabilis Sen. Tac. 

7 inevuUibiUa untrennbar Au- 
gustin. 

inexcitaHlia Sen. 

inexcogitabilis KS. 

inexcusabiUe Hör. Ov. ICt. 

inexorabtUe Cic. Liv. α. s. 

7 inexpedibäie unumgänglich 
Amm. (e-io). 

inexpers Avien. 

inea;piabUU Cic. Lir. Lact. 

murTpianaiiifi« unerklärlich 
Hart. Cap. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



? inewpleUKe anersättUch Cic. 

Liv. Sen. u. a. 
ineteplicaUße Cic. Liv, u. a. 
ineapuffnatn^ Liy. PI. a. a. 
? ineaiputabilia unberechenbar 

Col. 
inextaturiAiUa unersättlich 

Aroob. (e-is), 
inexaoluHlit Ambros. 
inexsUnguibilig Lact. Arn ob. 

(e-is). 
? mexstirpahilie PI. (e-o). 
inexsuperabilu hiv, Sen. 
? inexterminabilie, 
? inextimabilia. 

? inextrkabilis Vir^. PI. u. a. 
infacetus Cic, u. a. 
in/octintiu« Liv. 
infatigiMlU Sen, u. a. 
mfauetue PI. Virg. Tae. 
infavorabilis Gels. 
iw/ecunduÄ Virg. Ov, Prud. 
infelix Cic. n. τ. a. 
ΐη/βϊ-α« Hieron. 
infeetivus. 

infidelis Cic. PI. u. a. 
infidue Cic. Liv. Hör. Tac. 

u. a. 
? wyi^rati/wnnfömilichAmui, 

(nur f-o). 
? ίη/ΐηίύίίί« Mart. Cap. 
infirmuB Cic. u. v. a. {Nbf. in- 

0rmis Amm.i beachte den 

Sur&xweclisel). 
inflexuotus leid. 
? in/örmotiiie Tert. 



iitfra^ilw PI. Ov. Sen. 
in/iregaen« Cic. Liv 
infructuoeue Tac. o. a. 
infrugifer. 
v^uame Col. 

ingeatabUia unerträglich PI. 
ingloriOBue PI. 
ingratua Cic. α. ν. a. 
inguatabilis ungeniesebar PI. 
inhabiliB Cic. u. a. 
inhabitabiKa Cic. Lact. 
inAon«8tue Cic, Ov. 
inhonoralilü Tert. 
ύιλοηοτί/ΐΰΐι« Sen. 
inhoepitalia Hör. PI. 
inhoapitu» Ov, Virg. 
inAumanue Cic. ApaL 
tnAumeciti« Cael. Aur. 
inimicue Cic. u. v, a. 
inimitahiUs Quint. Ambros. 

ti-ie). 

iniideüigibiUa Ambros. (i-is), 
ininterpretahilU KS. (i-is). 
? ininvenübilia Tert. 
ininveatigabtlia Tert. (i-is). 
ΐίΐΐί«Μβ Cic. Caes. Liv. n. a. 
injucundite Cic. u. a. 
in^'ueiue Cic. u, a. 
in?ia6i7i? Ov. 
innarraitiw Lact. 
innaacibilia Tert. (n-is). 
ΐηηΐΐιη<7αί)ίαβ Liv. 
innocuua Ov. Virg. u. a. 
iimominabilie Tert, 
tnno^ue Liv. Tac. Virg. jj, a. 
ΐηηϋ&ίίΐίβ unbewölkt Lucr. 



b,GoogIc 



ut !■■. innttmeralnUe Cic. Hör. PI. n. a. 
-I- Λ«. innufy^lü nicht Dähreud Cael. 

Äur, acut. 
? mo(«iurabi!ie Tert. 
ίηοί>β«}-να&ίίΐβ Catoll. PI. 
inocäduu» Dicht untei^eheud 

Lucan. Suet. 
inopinabiUe Gell. Äur. Vict. 

Amm. 
inoptabilü Apul. 
inora&i^ Att. bei Non. 
moHoiue Qnint. 
inquUs Tac. h. β. 
tnfuieitM Liv. Hör. u. b. 
iruahibrie PI. Curt. 
meanabüU Cic. Li?. Hot. 
tneanus Cic. Liv. Hör. u. v. a. 
ineaüabüis Cic. Liv. u. a. 
tneaittra(i/i« Cic. 
mtcitue unverständig Plant. 

Cic. n. a. 
insanpülia UDBChreibbar Diom. 
? inscrutabüis KS. 
msecabilis Sen. Vitr. u. a. 
ineentahts unvernänftig KS. 
ineeneibilis Lact. Apul. 
ineensilU uDempöndbar Lucr. 
inemsuälie Cassiod. 
inseparaUlis Sen. u. a. 
inserenua Stat. 
insiccabilis, 

ineincerus Virg. u. a. 
irmpidus utischmackbaft. 
ituipieni Cic. u. a. 
insocictbüis unvereinbar Liv. 

Tac. 



intocioHe Porphyr, ad Hör. 

ineotiduB Ov. 

insolubilia Macr. Sen . Apul .u.a. 

ineone Liv. Sali. Hör. Ov. 

? insopudlia Mart. Gap. 

inepeciatue ungestaltet Tert. 
Cspeciatus ■= gestaltet Tert.). 

inBpeäoBue. 

ineperabüis Amm. 

mapiritaUa ungeietig. 

matabilu Liv, Caes. Vii^. Tac. 
u. a. 

inBtrenuuB lässig Plaut. Ter. 
Suet. 

inetrvctüis unzusammengefUgt 
Tert. 

instudioeue Apul. 

intuavie Vitr. PI. Cic. CoL 

insubditivus ununtergeschoben 
Tert. 

? insubidiu ungeBchickt 6ell. 

intubstanttmie wesenlos Am- 
bro s. 

msubtiUe. 

ίηβηρέτίώίΙίΒ Liv. Virg. Ov. 

insuspici^ilie Valg. 

metistentäbilU unerträglich 
Lact. Caet. Aur. 

intactilie Lucr. 

intemerabilis. 

intemperabilieC&e], Aur. chron. 

intempeettvue Cic. Ov. Tac.a.a. 

intermediua zwischen befind- 
lich Varr. 

tnterminabiUe KS, 

intermtu». 



b, Google 



inteebUnlie. 

intoUrabilis Cic. Lir. α. a. 
iniractabiUs Virg. Sen. Gell, 
? intraneibilie Hieron. 
mtr^idite Ov. Tac. Sen. Lu- 

can. n. a. 
ifiturbidue Tac. 
intufu» LiT. Sali. Tac. 
inuber nicht τοίΐ Gell. 
inurbanu» Cic. Hör. Quint. 
inueitatus Cic. Lir. Caes. α. a. 
inutilie Cic. Coes. LtT. Hör. 

Ot. u. a. 
ΐηναίΰίωβ Liv. Cic. n. a. 
invemjt&t^i« Plaut 
inveniabilit Ambros. 
invenuetua Cic. Catnll. Ter. 
inv^ecundua Cic. n. a. 
inverimmiUe Prise. 
invettigabilia K&. 
invirtriic Inscr. 
invinciUlU Tert. Apnl. 
inviolabilU Virg. Tac. Sen. u.a. 
inviolentua Cassiod. 
invieibilU Lact. Macr. 
invitiahilis Prud. 
invituperabilia ES. 
inwoiiw«• Gell. 
involuniaritte Cael. Aup, 
ίηνκ^η«τα&ί/ύ Sen. 
irraHonaHUe Lact. 
irrationalis Sen. Quint. α. a. 
ii-rawuiM PI. 
irrecordabilis Arnob. 
? trrecuperabüie Tert. 
irreewiaMii» Hieron. Cod. Jnst. 



irretjtij; Lucan. i 

? irrefortwäiilie Tert. 
irrefutaMlU Amob. 
m-e^üiiZte Veget. Cael. Anr. 
? irregreeaUnüa Auguettn. 
irriliffioeue Liv. PI. u. a. 
»-r«n«a(t7t8 Virg. Sen. 
irr«m€(iiaiiii«UDheilbarPl. o.a. 
irremiesibüis anerlfieelich KS. 
irranunerabilie Apul. unrer- 

geltbar. 
irrepar<ailie Virg. Sen. u. a. 
irrepoeeibilia Apul. 
iW-ipreÄeneiiiäe untadelbaft KS. 

nreguie« Anson. u. a. 

irrequietu» Οτ. α. a. 

vrresoluhilia Apul. 

? irrespirahilia wo man nicht 
athmen kann Tert. 

? irretractabilU unwiderruflich 
Augustin. 

irrevocahilisLiier. Hör. Lir. u. a. 

irritite Cic. u. a. 

male/aber übelerdacht, ver- 
schmitzt Prud. 

oblongus länglich Varr. Lir. PI. 

obluridus erdfahl Amm. 

obnubilua bewölkt Sun. 

obuncus einwärts gebogen 
Virg. Ov. 

paenultima Auson. Diom. 

perahsurdua Cic. 

peracer Cic. 

peracerbue Cic. PI. 

per acutus Cic. 



22" 



b,GoogIc 



ut lam. peradoleecentulueblvtmTisTSeO. 
+ kii. peraloue sehr weiss Apul. 
peramarue Arnob. 
peramieui. 
peramoenue Tac. 
perampltte Cio. 
perancepa sehr bedenklich 

Amm. 
peranguetua Gic. Caea. Lir. 
peranHqvua Cio. 
perarduus Cic. 
perarffutuB Cic. Apul. 
|i«raruitt« Cato, Coi. 
peraeper. 

peraetutulu» Apul. 
perattentus Cic 
perafiim« Fronte. 
})£r6eaiue Cic. 
perbenevolua Cic. 
perblandu» Cic. Liv. 
perftonwe Cic. Plaut. 
perbrevie Cic. Liv. 

p^cärua Ter. Cio, u. a. 
percautua Cic. 
perceleber PI. 
perceler Cic. 

percivilia sehr leutselig Suet. 
percßmis sehr freundlich Cic. 
pereommodua Liv. 
perconiümaa; sehr hartnäckig 

Ter. 
percoptoaue wortreich. 

percrudua Vitr. Col. 
percupidua sehr geneigt Cic. 



jiwcurio«« Cic. 

perdecoma Pi. 

perdeUrua sehr eibern Lncr. 

perdensue Col. 

perti^^Zt» Cic. Lir. 

perdyi»!« Cic. 

perdüigene Cic. 

pert/miwi-niM Cic. 

perdivea Cic. 

perditÄrte. 

peniMru* Papin. dig. 

peregregiua Apul. 

pereUgana Cic. 

pereloquena Cic. 

perertMÜitt« Cic. u. a- 

perexeeleua Cic. 

perwriywMe Cic. Caes. Liv. α. a. 

perewilit Col, BoSth. 

perfacetue Cic. 

petfacilia Cic. Caee. 

pet/oiuntitM Apul. 

perfamiUaria Cic. Oell. 

perferua Varr. 
perfervidua Col. 
perßdelia Cic. 
pw/i^iioitte Cic. 
per/ormidoloatte Aar, Vict. 
per/reptena sehr besucht Lit. 
perfrigidua Cic. 
perfrivolut Vopisc. Aor. 
p^r^nariM Sali. Apul. 
perjTrfKtÜ» PI. 
p«:?ran<ii* Cic. Plaut. Liv. 
pergraphicua sehr fein Plaut 



b, Google 



perffratus Gio. 
pergravis Cic. Ter. 
ferkoneetu^ Arn ob. 
perhononßcue Cic. 
perhorridue Liv. 
perhiimanus Cic 
peridoneue Tac. Caes. Sali. u. a. 
periUustne Nep. Cic. 
penmledHue Cic. Varr. 
perincertue Sali, 
j^erincommotfu« Lir. 
fienncoiMe^uens sehr ungereimt 

Gell. 
perindipnva SidoD. 
perindulffens Cic. 
perinfamis Suet. 
;>erin/irmiM Cic. 
perinffenioeut Cic, 
peringratua Sen. 
perini^u« Cic. 
pmty'Mrme Cato. 
perineignie Cic. 
pertnineu» Cio. Sulp. Sev. 
periratui Cic Plaut. 
p«r^uuun(Jue Cic. 
perlaeiue Liv. 

perUvU sehr gering Cic. 
perUberaUe von sehr guter Er- 
ziehung Ter. 
pertippidTie PI, 
perliquidus Cele. 
perlüeratue Cic. 
^^An^tn^wf« Plaut. 
perloT^u» Cic. Plant. 
7)«r2t(Ciuo«<e Cic. 



permacer Gels. Cato. li 

permaestve. 
permoffn^iciis Vulg. 
permagnua Cic. Caes. u. a. 
permarinua Liv. 
permaturua Geis. Col. 

permediocris Cic. 
pemietftui Yen. Port. 

permirabilia Äugnetin. 
permir-ite Cic. 
^ermiiM Col, 
permodeehta Cic, Tac. 
permodicua Suet. Ulp. 
permoleatue Cic. 
permoüia Quint. 
permuZtue Gic. Plaut. Virg. n. a. 
permundua Varr. 
pem£C«Martue Gic. Ulp. 
perniger Plaut, 
pemimii« Papin. Ter. 
ρ«τηο&ΐίω Cic. 
pumoiue Gurt, u, a. 
p«moa:ii«, 

perobacurua Cic. Liv. 
perodioeue Gic. 
peropacua Lact. 
peropportuima Cic. 
perpaÜidua Geis. 
perparvulua Gic. 
perparvus Gio. Lucr. 
perpaucua Gic. Liv. u. a, 
perpatulua Cic, 
perpauper Cic. Afran. 
jierptiUiVi^u« Plaut. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



perpir^uta. 
perplanua Diom. 
perprobaMUe AugueÜD. 
perpropinquus Att. 
perproeper Suet. 
perpugnax Cio. Äugnstin. 
perpulcker Ter. 
perpnriis Varr. 
perpunllua sehr kleiü Cio. 
perquadraiusväWig quadratisch 

Vitr. 
perrarue Liv. PI. 
perridicuhts sehr lächerlich 

Cic. 
perrimosuB τοίΐ Ritzen Varr. 
pereaemu. 

persalme sehr witzig Cic. 
pereanetue, 
pereanus Cato. 
pereapiena Cic, 
pereciiM* eebr fein Ter, 
persegnie Liv. 
persenex Suet. 
per senilis Vulg. 
peraeverua Tac. 
periiccfi« Cels. Paul. Diac. 
peraimilie Cic. Hör. 
persimpUx Tac. 
persolus Plaut. 
pertindiosvR Cic. 
persuavis. 

perBUBtilie Lucr. Cic. 
pertemerariue Cod. Juet. 
pirienitt« PI, Cic. 
yer-iepidw*. 
dertranelucidvB PI. 



perfy-epiditt. 

pertricoeue sehr verwickelt 

Mart. 
pertristis Cio. 

perturpis Cic. 
perurftoni« Cic. 
peruHlia Cic, 
pervalidtts Α mm. 
pervenustus sehr artig. 
pervetua Cic. SeD, Cele. 
p«i*v<iueiue Cic Varr, 
pervigU beetäadtg wacb eam 

Ot. Tac. PI. u. a. 
pervihs Liv. 
perviridw PI. u. a. 

pervolatieus Tert. 
praeaftwe Liv, PI. u. a. 
praecaUdvs Tac. Prad, 
praecaivue Suet. 
prafcanu« vor der Zeit grau 
Hör. 

raeceUr überaus schnell PI. 

Stat. 
proec/arMi Lucr. Cic. Virg. u. a. 

praecrassus PI. 

praecttpidus Suet. 

praedm,sus PI. 

praedexier sehr geschickt, 

praedifßalis Tert. 

praedirus Amm. Anthol. Lat. 

praedives Liv, Tac. «. a. 

prae<iivinus weisEagerisch Pl- 

praedulda PI. Cels. u. a. 

pj-oedw»^* Fl. Quint. Vii^. α. a. 

/wae/'ecufitiwe PI. 



b, Google 



pra^erox sehr hitz^ Lit. α, a. 

pra^erHlU K8. 

praefermdus Att; Tao. Liv. 

Col. 
praeforüa Tert. 
prae/riffidue Cele. Ov. 
praefulffidut, 

praegeUdua Liv. Col, PI. 
praeglortaaua Inecr. 
/)ra^ra<;iiie Tac. 
praegrandÄt PI, Suet. u. a. 
pracr^atntiueeehr schwer Stat. 
praegrama Liv. Ov. Tac. n. a. 
praelargua Pere. 
jiraeinuiue Pracht liebend 

Suet. 
praeliser Prud. 
praelongue Liv, Tac. u. a. 
? pra«ZiMn'(iue PI. 
preematurue Cic. α. a. 
praememor. 

praemitia Ven. Fort. Juvenc. 
praemollia PI. 
praenobilia Apul. Prud. 
praenubüua sehr trübe Ov. 
praenuncius Pi. 
praeopimus Tert. 
praeparcua PI. 
praeparvuB Juvenc. 
praepinguis Virg. PI, u. a. 
? praepoeterus verkehrt Cic. 

Luür. u. a. (posterus ^ 

nachfolgend). 
praepotena Liv. Cic. u. a. 
praeproperua Liv. Cic. u. a. 
praepulcher Juveoc. 



Broii-anciiiite, Ut imt. 

TtBPirUkel 
praerapidus Liv. Sen. u. a. -i-tij. 

pramgidua Quint. 

praenttibte Tert. 

praeaagua Vitg. Tac. 

praeeiccua Prud. 

praeeolidua JuveDC. 

proMiupiifue Juvenc. 

praetoier PI. 

;iraei£nuM PI. Quint. 

praeUmidus. 

praetorridue. 

praetrepidua Pere. Suet. 

praetumidue Amin. n. a. 

praevalipua Liv. Tac. u. a. 

praevarua ganz verkehrt Cic 

fr. bei leid. 
praeueiox PI. Quint. 
praevmdia Frontin. 
procurmia vorwärts gekrümmt 

Virg. 
pro/eatua unfestlicb Liv. Hör. 

2) unheilig Gell. 
promutuua vorgestreckt Caee. 
propatulua oifen Cic. u, a. 
protumidm Apul. 
recahma nach hinten kahl Sen. ; 

mit kahler Stirn Flaut. 
recavua nach innen hohl KS. 
redivivus Cic. u. a. 
reduncuf PI. Ov. 
relicinua Apul. zur Ockge bogen. 
renuduf Tert. 
r^andua rückwärts gebogen 

Sen. PL 
reprobua echlecht Ulp. d^. 



b, Google 



Ι""- rethnue aufwärts gebeten 
""*""' Varr. Ot. CoI. 

$empervivu» ΔριιΙ. PI. 

nibabaurduB etwae ungereimt 
Cic. Quiut. 

ivhaeer leid. 

aubaddue Cato, PI. 

eubaerätut inwendig kupfern 
Pers. 

aübagreatia Cic. Anim. 

aubalUduB PI. Geis. 

anhaWulua leid. 

avbalhua Varr, 

aiAamarua Cic. 

a^ώaqHÜ^nua etwee adler- 
artig. 

avbaquilua etwas dunkelfarbig 
Plaut. 

av^wrgutitlm etwas spitzfindig 
GeU. 

aubaaper Cels. 

aubauaterus Cele. 

atabrevia PI. 

eubcaeruleita Cels. 

subcandidua PI. 

eubcavua Oato, Lucr. u. a. 

stibcolorätua leid. 

«u&cmpuff Cic, Varr. 
aubcrudua Cels. Cato. 
eu&CT-u»iiue Gele. 
aubcurvua Δ mm. 
aubdebilia Suet. 
eu^fiti^i^ Cic. 
? eubciimiWius als Uebersetzuog 
von hψημoL•oς :^ die Hälfte 



weniger enthaltend, Mart. 
Cap. 

aubdifjunctivua. 

aubdulcit PL 

aubdurua Cels, 

euiAorrtiJus Cic. 

aubhumidua Gels. 

Bttbimpudena Gic. 

«Ηί>ίηιΐηΜ etwas eitel Cic. 

«ufrtniu&ue etwas abge- 
schmackt Cic. 

aublimna etwas schielend Tert. 

aublividut Geis. 

aublu<ndus Apol. 

«u&iui^ue Apul. Arnob. 

tubmaeatue Amm. 

atamediua Diom. 

aubmerua fast lauter Plaut 

aubmoleatua Cic- 

aubmoroatta Gic. 

? aubmuUiplex in einer grösse- 
ren Zahl vielfach eothalten 
Bo«th. 

tubni^er Plaut. Varr. u. a. 

eubnH&t7ue Gaes. Ov. 

aubobecoenus ins Schmutzige 
fallend Cic. 

Bubobscurtta Cic. 

aubodioatts etwas verdrieeeltch 
Cic. 

7 aubguadrip&ie in einer grös- 
seren Zahl 4nial enthalten 
Boeth. 

? aubquariua Uebersetzungvon 
Ι/ποτΙταρτος^ Mart. Cap. 

siaraucidua Cic. 



b, Google 



be- 



BiAtrietta Ter. Hieron. i-»*- 1«"• 

. ToaPuHlul 

Bubturpit Cic. + AJJ. 

eubveepertinue Veget. mil. 

aubviridia PI, 

aubvulturiue etwsB geieriech, 

scherzhaft bei Plaut. 
aufflavua Suet. 
auffrigidua Amm. 
Bufueeue Tao. 

eugffrandU Cic. ziemlich gross. 
auppaeiuluB etwas schmachtend 

Varr. 
auppallidua Gels. 
euppar fast gleich Cic. Aueon. 

α. a. 
auppinguU Gels, 
wegfraniiw nicht gross Varr. 
Ot. Plaut.; sehr gross Lucil. 
sat. Cic. 
vepallidua sehr blass Hör. 
Im Ganzen c. 820 Bildungen, von denen c. 60 unsicher 
sind. Hievon sind allein 410, also gerade die Hälfte mit in 
componirt; 193 mit per; 82 mit sub; 67 mit prae. Man be- 
achte, daas diese Comp, bei den Scriptoren der besten Latinität 
häufig vorkommen; Gicero ist von uns sehr oft citirt worden. 
(T) Pron. + Adj. sind mir nicht bekannt, 
f) Num, + Adj. 
9ua<fnyeininue vierfach PI. Isid. | fr^eminue Ov.Virg. Plant, u. a. τη Nmmer 
eeptemffeminua Catull. Virg. \ 

Ausser diesen sporadischen Comp, weiss ich gar nichts 
anzuführen; es kommen also auch im Lat. Classe ä und ε gar 
nicht in Betracht. 

Vergleicht man die drei ersten Ciaseen miteinander, so rhbiui. 
hatten wir: 

a) Subst. -i- Adj. β. 26, von denen 4 unsicher; 



aubraucUB Cic. 

aubrecitte eromat. vet. 

aubrigwut einigermassen 
w&esert PI 

»ubrotundue Gels. 

«u^ti(«r Cels. 

aubrubicundua Gels. Sen. 

Bubrufua PL Plaut. 

aubaerupoaus ziemlich bedenk- 
lich, krittlich Amm. 

1 atibaecundmiua hinterher 
kommend Gell. 

eubeerictta. 

aubaimilia Cels. Ulp. 

aubBimus Varr. 

auhaitua Α pul. 

aubtoBidita etwas schwindend 
Amm. 

aubtadtua Prad. 

auBtenuia etwas dünn Varr. 



b,GoogIc 



846 

β) Ädj. + Adj. c. 60, TOD deoen 3 unsicher; 

f] Pftrtik. + Adj. o. 820, von denen 60 uneieher. 

Έλ verhalten sich also angerähr: 

a:ß;r = 1 : 2 : 33. 
Vergleichen wir hiermit das Griech., so hatten wir; 
a) Subet. + Ädj. o. 100, von denen c, 25 unsicher (Homer 

c. :13, von denen 10 unsicher). 
ß) Adj. + Adj. e. 385, von denen c 15 nosicher; (Hom. 

c. 17, von denen 4 unsicher). 
f) Partik. + Adj. c. 850, von denen c. 30 unsicher; 

(Hom. c. 48, von denen c. 15 unsicher). 
Hier ist also das VerhältDiee ung'efähr: 

a:ß:r= 1 : 4 : 8'/^. 
Ee liegt also am Tage, dass das Lat. die Classe γ ver- 
hältnisemässig sehr begüuetigt; im Lat. zählte ;■ c. 11 mal so 
viel Comp., wie die beiden anderen zusammen, während sie 
im Griech. noch nicht ganz das Doppelte ausmacht. — Was 
die absoluten Zahlen anbetrifft, so hat das Griech. in 
α) c. 4 mal so viel wie dae Lat. 
ß) 0. 7Va mal 80 viel wie das Lat. 
;-) uugeßlhr ebenso viel wie das Lat. 

Bei den Immutatis von χ + Subst. hatte das Lat. wieder 
verbal tnissmässig γ begünstigt, während das Griech. α hervor- 
treten liese. Dort verhielt sich ungefähr: 

im Giiech. α:β:γ= 3:1:1 

im Lat. α : /9 : r = 1 : 1 : 3. 

Vergleichen wir nun die Immutata von χ -|- Subst. mit 
denen von χ 4- Adj., so hatten wir im Griech.: 

α) Subst. + Snbst.c.ll70,uneicher250l im Ganzen 1270, 

Snbet. + Adj, c. 100, unsicher 25 | unsicher 275. 

Also Α : Β = 12 : 1. 
/9) Adj. + Subst. C.380, unsicher C.40I im Ganzen 765, 

Adj. -|- Adj. c. 385, unsicher c. 15 j unsicher 55. 

Also Α : Β ^ 1 : 1. 



b,GoogIc 



847 

r)Partik.+ Subetc.40O,un8ichero.llOl im Ganzen 1250, 

Partik. + Adj. c. 850, unsicher 30i unsicher 140. 

Aleo Α : Β = 1 : 2. 
Die Comp, sind also in Cl. β ziemlich gleich stark bei 
Α und Β vertreten; dagegen bat α c. 12 Mal so viel Α wie B; 
)• c. 2 Mal so viel Β wie A. 

Vergleichen wir alle Bildungen von a, β und ;-, so haben 
wir in α 1270, in β c. 765, in γ c. 1250 ; also fast α : /9 : ;- = 2 1 1 : 2. 
Anders stellt sich das Verhältniss im Lat.: 
a) Subst. -|- Subst. c. 55, unsicher 181 im Ganzen c. 80, 

Subst. 4- Adj. c. 26, unsicher 4 j unsicher 22. 

Also Α : Β = 2 : 1 (im Grieeh. 12 : 1). 
ß) Adj. 4- Subst. c. 60, unsicher δ I im Ganzen 110, 

Adj. + Adj. c. 60, unsicher 3 J unsicher 8. 

Also Α : Β =^ 1:1 (ebenso im Grieeh.)• 
γ) Partik. + Subst. c. 190, uneiGher40l im Ganzen 1010, 

Partik. -\- Adj. c. 820, unsicher 6o| unsicher 100. 

Α : Β = 1 : 4 (im Grieeh. 1 : 2). 
Im Ganzen im Lat. a: β•.γ = 1 : 1 '/a : 12 '/»• 
Differiren nun auch die Zahlen des Grieeh. und Lat. viel- 
fach, so dürfen wir doch folgende Uebereinstimmungenconstatiren: 

1) in β sind Α und Β ziemlich gleich häufig; 

2) in ;- sind die Bildungen von Β viel zahlreicher wie 
die von Α (im Grieeh. c. doppelt, im Lat. c- 4 mal so stark). 

Zählen wir zum Schluss alle Immutata des Grieeh. zu- 
sammen, so erhalten wir c. 3290; im Lat. c, 1200. Das Grieeh. 
hat also c. 2% mal so viel Immutata wie das Lat, 

B. CftiQjiosiU mntata. 

Es braucht kaum gesagt zu werden, daes in dieser 2. Haupt- 
klaese der Coraposita sich fast nur solche von χ -I- Subst. be- 
finden (die wenigen von χ -l~ Adj. kommen unter II zur Be- 
sprechung). Dies ist wohl mit ein Grund, weswegen man bis- 
her noch nicht von unsrem allgemeinen Gesichtspunkt aus die 
Classificirung der Zusammensetzungen vornahm. Unsre Mutata 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



848 

c*mt. «■ von X 4- Subst. wurden als coordinirte Claeee (als Bahuvribi, 
oder posseesive, aUributive) neben die Tatpurnsba, Drandva 
u. 8. w. geetellt. Wir stiben, daes ancb Tobler, der den wich- 
tigen Qesichtepnnkt uosrer CIsssificatioD erkannt und anerkannt 
hatte, doch nicht nach ihm classificirte , da im Deutschen ihm 
die Zahl der Bildungen, die ihren ßedetbeilcharakter ändern, 
zu gering erschien ; er fand es daher für gut, sie anders unter- 
zubringen. 

I. Mutata von χ + Substantiv, 
Wir haben bereits oben angedeutet, welches Princip uns 
bei der Eintbeilung dieser Composita leiten soll, deren grosse 
Menge namentlich im Griech. nicht geringe Schwierigkeiten 
bietet f<ir eine Untereuchung, die nach grösstmOglicher Vollstän- 
digkeit strebt. Der Qesicbtspankt, von dem aus wir die Zu- 
sammensetzungen in die zwei grossen Hauptklaesen der Im- 
mutata and der Mutata geschieden haben, verlangt es, daes 
wir die formelle Beschaffenheit des Schlussgliedes zum Princip 
einer weiteren Eintbeilung der Mutata machen. Wenn wir vom 
Uebertritt des einen Redetheils in den andern sprechen wollen, 
60 drängt sich nothwendig die Frage auf: sind nicht vielleicht 
formelle Veränderungen eingetreten, die das Wort zu einem 
andern Redetheil umgestempelt haben? Ist dies aber der Fall, 
so kennen wir nicht mehr sagen, daes die Zusammensetzung 
mit der ihr innewohnenden eigenthümlicben Kraft ein Subst 
zu einem Adj. gewandelt hätte (wie wir dies bei &υμος in 
/iepitfü^iöf und dgl. sehen), vielmehr kOnnen wir in den neu- 
binzngetretenen formellen Elementen die Ursache fär den Re- 
detheilwechsel suchen. Doch ist damit durchaus nicht ges^t, 
dase formelle Veränderungen, Zusätze von Suffixen and dgl. 
an den Mntatie immer so zu deuten sind. Vielmehr können 
solche Veränderungen einmal rein lautlicher Natur sein, von 
der Veränderung des Accents und dgl. abhängen; es ist möglich, 
dass die neuen Elemente durchaus nicht derart sind, dass sie 
dem Worte den Stempel eines andern B«detheile, des Adj. aat- 
drücken. Der Zusatz z. B. eines ο zu (ύματ- in πολυαίματος oder 



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349 

za &ρματ• in ηοΛααρματος scheint uns nicht τΐβΐ mehr zu bedeu- Cenp. i 
ten als etvra in den ersten Gliedern von αίματοειίης, (άματοπότης, 
άρματόχταηος u. a. Das ο trägt hier nicht etwa besondere ad- 
jectiTischen Charakter an sich, bildet nicht aus dem Subst. ein 
Adj. Wohl aber haben andere Suffixe ein adj ectivisuhes Ge- 
präge. So das io, welches wir in vielen griech. und lat. Mu- 
tatis wahrnehmen, die lat. äli, äno in Comp, wie semicubi- 
tälis eine halbe Elle lang, eeptempedälis, transrhenänas 
u. a. Doch dürfen wir auch von diesen letzten Comp, nicht 
sagen, dase nur das Snff. io, äli, äno u. s. w. sie zu Adj. 
macht. Die Sprache zeigt uns ja durch unzählige andere Bil- 
dni^en, dass sie solche Zusätze nicht nöthig hat, damit in der 
Comp, aas dem Snbst. ein Adj. werde; vielmehr dürfte man 
diese edjectiviechen Zusätze wohl richtig auffassen , wenn man 
sie für Elemente erklärt, welche den adjectivischen Charakter 
(den das Wort schon allein durch die Zusammensetzung haben 
wflrdel noch erhöhen. Uhdolf hat gewiss Recht (a. a. 0. S. β^, 
wenn er von Zusammensetzungen wie craBsiven-ius, eemperflor- 
ins, quinquenn-alis sagt: „quae moneo, oe derivatorum inseras 
numero. Vera compositio procreavit illa vocabula." 

Auf jeden Fall muss es för unsere Zwecke wichtig sein 
die Mut. danach einzutheilen , ob das erste Glied gar keine 
Formveräaderung erlitten, oder wohl und ob diese Veränderung 
nur lautliche Modification ist, oder Zutritt eines neuen Suffixes 
u. B. w. Bis jetzt ist dieser Gesichtspunkt meines Wissens 
noch nie genügend hervorgehoben worden, eine Eintheilung nach 
diesem Princlp noch nicht durchgeführt. Wir werden danach 
etwa folgende Classen erhalten : 

1] Mutata von χ + Subst. ohne formelle Verände- 
rung des Schlussgliedes. 

Im Griech. sind derart namentlich sehr viele mit Suff. 

o, z. B. das homerische άχριτόψυλλος {ψύλL•v hat auch Suff, o), 

βα&ύχολπΐ}ς C^o'^of mit Suff, o) und ausserordentlich viel andere. 
Soff, α in ένν&άιχηχας, πολύβοτρυς (die eine fiezionelle 

Behandlung des υ nun auch ins Gebiet des Adj. tragen, welche 

eonet nur dem Subst. eigen ist.) 



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850 

!■- Suff, ί in έρυαίπτολ:ΐ, α. a. 

Suff. Γ( in πολόμητις, ως π. a. 

Outtur&le ζ, Β. in άιολο^ώρηξ, έΰ^ριξ η. a. 

Derselben Art sind mit andern Suff. z. B. τριγλώχιν, 
άμιτροχίτιονεζ, έριαάχην, εόχΐψ^ und τ. a.; ohne Sott 
ώχύπους und a. 

Verechieden ist die Bebandlnt^ des fem. α, τ}. Manche 
Comp, zeigen blos das fem. Qeschlecbt und damit auch genau 
Form nnd Flexion dee Suffixes, dae wir im einfachen Worte 
finden, z.B. :^ άργυρόπεζα, χυανόπεζα(^πέζα); εοριιάγυια breit- 
strassig, nnr Kom. und Acc. In andern Comp, bleibt das Suff, das- 
selbe, nimmt aber mssc. Qenus au und wird wie die flbrigeu 
Uaec. mit Snff. α, η nach der 1. Decl. abgewandelt z. B. ίτπτ»- 
χαΐτης, G -βη. ou, b rosshaarig (^<ατη fem. = Haar); χαμαιεόνης, 
ου, & (εα^ή fem. = Lager] α. a. Dabei ist es interessant, dass 
das daneben liegende Femininum ein anderes SuMx ze^t, 
ot^leich gerade dieses echt feminin ist. So hat χαμαιεόνηζ dae 
¥bTCL. χαμαιεανάς, fo; neben sich; das substantivirte άχοίττ^ς = 
Oatte {χοίτη = das Lager) hat ein Fem. αχοιτις zur Seite; πα- 
ραχοίτης ein Fem. παράχοιτις, ιος (diese Fem. gehören zn den 
Mntatie mit SnfSxwechsel, denn hier ist an Stelle des η ein aS^ ^ 
eingetreten). — Die meisten Fem. auf a, η zeigen aber ein 
Masc, Fem. und Neutr. auf ο\ es sind sogenannte Adj. zweier 
Endung, z. B. ίριατάψυλος groestraubig ^αταφόΐη), ävauSot 
sprachlos {αύϋή) und viele a. 

Viel seltener ist noch eine besondere Femininform auf o, η 
TOrhanden. Dass nun Fem. wie άργαρόπεζα zu dieser unsrer 
1. Gruppe geboren, wird niemand bezweifeln. Eher könnte eine 
Ungewissheit aufsteigen bei Masc. wie Ιππιοχαίτης; aber auch 
diese behalten zu genau das Suff, bei, sie behandeln es nnr 
in der Flexion so, wie es ihr Geschlecht, das masculine, er- 
fordert. Am meisten könnte man noch Grund finden, die Comp. 
wie έριατάψυλος von dieser ersten Gruppe anszuschliessen. In 
ihnen tritt das eigentlich zu Grunde liegende a, η meist gar 
nicht mehr zu Tage (nur in selteneren Fällen hat das Femin. 
die Endung α, η, gewöbnlich kommt ihm dasselbe Suff, za wie 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



851 

dem Uaec, nämlich o); ao ist Suff, ο ganz &a die Stelle tod okp- < 
α, η getreten. Aber mau vergesee nicht, dass diese Verände- 
rung des a, η ia ο areprüDglich nur fUrs Masc. und Neutr. ge- 
echehen ist, am diese vom Fem. za scheiden; das fem. k ist 
ja eigentlich nur eine zum Zwecke der Femininbezeichnung ge- 
dehnte Form von a, also eigentlich mit diesem identisch. Ganz 
ebenso wie ίριστάψαλοςζΜ σταψύλη verhält eich das ssk. vipu- 
l&cchära zu chäyä der Schatten. Wenn im Grieoh. aber 
aach das Fem. meist statt des a, η das Suff, ο zeigt, so ist hieran 
vielleicht die Analogie der vielen Compos. auf ο schuld, denen 
Ornndformen auf ο zu Grande liegen (wie βαΜχολπος und dgl.]; 
vielleicht anch eine Annäherung oder Anlehnung des femin. 
Geschlechts an das masc, wie wir sie in einigen interessanten 
Erscheinungen der Flexion schon beobachten konnten. Mit 
demselben Rechte wie man in ίριστάφυλοζ einen SnOixwechsel 
sieht, muss man einen solchen auch in den Femininis von Com- 
positen wie etwa liiT^^eoc, η^ ο μ annehmen, wo eine Form auf ο 
ilteö-) zu Grunde Hegt, das Fem. aber statt ο (aus a), das ge- 
dehnte η (eig. ä) aufweist. — Eine derartige Snffixmodification 
wie in ϊππιοχαΐτ-ης und einen solchen Sufßxwechsel wie in 
ίριατάψϋλοζ schliessen wir also nicht von dieser ersten Gruppe 
aus (die eigentlich nur Comp, in sich fassen will, in welchen 
sich keine formelle Veränderung des 2. Gl. findet); sie sind, 
wie Bopp dies bereits von Comp, wie noiuoxtoz sagt, nur Ver- 
änderungen, die die Unterscheidung des Geschlechtes nöthig 
macht. Ebenso ist es nur eine Modification, die das Genus er- 
fordert, wenn die Comp, mit πους ein Keutr. auf πουν auf- 
weisen. Denselben Charakter trägt das s im lat. misericors 
und dgl. m. 

Im Lat. gehören in diese Gruppe namentlich Comp., die 
im Masc. und Neutr. Sufif. o, im Fem. ä zeigen (während im 
Griech. das Fem, meist auch das masc. ο angenommen hat); 
diesen liegen theils Subst. auf Suff, ο zu Grunde, z. B. exa- 
nimus, magnanimus, trisulcus und sehr r. a. oder Fem. 
auf ä, z. B. anguicomus (coma), bivius und v. a. Bei den 
erstem nimmt das Fem. gedehnten Vocal an (den das zu Grunde 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



c«p, ME- liegende Subet. nic^t hat)j bei den letzteren tritt fürs Masc. 
und Neutr. der kurze Vocal ein (statt des eigentlich za Qrande 
liegeoden langen). 

or, G. örie (ein Aasgang, den das einfache Adj. nicht 
kennt) in bicolor, dris; rersicolor, concolor u. a. 

ns, G. oris (Vas das einfache Adj. wieder nicht 
kennt) z. B. in bitempus, oris. 

έ in exspSs (nur Nom.) (das einfache Adj. weist keine 
Form nach der 5. Decl. auf). 

u (was das einfache Adj. nicht kennt) in centimanus, 
dessen Gen. nach Priscian centimanäs lautet. 

Eine ganze Reihe auf pes, pedie, z. B. ignipes, edis ; cor- 
nipes u. a. 

Ausserdem z. B. bimäter, trlfanz, ezos, G. exossis 
Lucr., exlex Liv. Cio. und so noch viele andere. 

2) Mutata von χ + Subst., die ibr Suffix modifi- 
ciren. 

Diese Modificatiou unterscheidet sich von einzelnen ähn- 
lichen Erscheinungen der rorigen Gruppe dadurch, dass sie 
nicht blos in einem oder zwei Oeneribus auftritt zum Zwecke 
der Unterscheidung der Geschlechter; sie besteht in einer be- 
sonderen Vocalfärbung dee Suffixes theils in allen Gasibus, tbeils 
nnr in einigen. 

Im Griech. haben bekanntlich die Suffixe einiger Verwandt- 
schaftswörter sowie άνήρ in den Compos. besondere Vocalfär- 
bung; πάτερ- wird im Comp, zu πατορ-, μψερ- zu μητορ-^ aucp- 
zu avop-^ ^vop-, diese besondere Vocalfärbung ist nichts weniger 
als adjectiviscb; auch die Immut. wie μητροπάτοιρ zeigen bei 
den Verwandtschafte Wörtern dieselbe Erscheinung. Da eine 
Suffixmodiöcation dort aber nur bei ein Paar solchen Comp. 
vorlag, haben wir sie nicht besonders von den übrigen abge* 
trennt, was allerdings consequenter gewesen wäre. 

φρεν-, das in vielen Comp, als 2. Gl. erscheint, hat dort 
durchweg die Gestalt φρον-, ζ. Β. in άγανόψρων und ν. a. 
Ob dieser Vocal dem Sufif. oder eigentlich der Wurzel ange- 



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hört, I^Bt sich bei der Dunkelheit dieser eiDsylbigen BilduDg cmp. i 
schwer entecheidea. 

Die zahlreichen Neutra auf Suff, ες (Ν. and Acc. Sg. ο ς) 
verändern meist ihren Äccent und zeigen in der Compositioa 
nie, auch nicht im Neutr., den Korn. u. Acc. Sg. auf ος. Viel- 
mehr hat Maec und Fem. ης faus ες•ς), das Neutr. einfach eg; 
z. B. ίγχος, aber ΰολιχεγχής, ές, 

Dae Lat. kann diesen Bildungen nicht viel gegenliberetel- 
len. Allenfills lilest sich hervorheben, dass manche Neutra auf 
US, orie in der Gompos. im N. Sg. nicht us, sondern or zei- 
gen, z. B. ijicorpor, tricorpor von corpus, orie (vgl. im 
Griech. »ς gegenüber £;, das den helleren Vocal hat, wie ο ge- 
genüber u heller ist); decus in der Comp, dedecor u. a. Ebenso 
haben auch Neutra auf us, eris in der Comp. N. Sg. nicht 
ne, sondern er, z. B. degener von genus, eris; dies stimmt 
noch genauer mit dem Griech.; geuus: ίγχος =: -gener: 
- εγχες. 

Alle zu dieser 2. Gruppe gehörigen Comp, dürfen Anspruch 
machen auf den Namen Mutata, da die ModiScationen , denen 
sie unterliegen, rein lautlicher, secundärer Natur sind und nichts 
an sich tragen, das besonders den adjectivischen Charakter 
bezeichnen könnte (doch dürfte man als ein Streben nach einer 
dem Adj. geniässeren Form wohl die Vermeidung des ης im 
N. Sg. bei Gdf. auf ες auffassen). 

Die wenigen Mutata von χ + Subst., die ihr Suffix 
ganz verlieren, stellt man wohl auch mit Recht hierher. 
Der völlige Verlust ihres Suff, ist wohl nur eine stark vorge- 
schrittene ModiScation desselben; nnr vereinzelte Formen der- 
art sind vorhanden, wie im Griech. z, B. χρασοέ^ειρ, ρος, 
seltene poetische Nebenform von χρυαοέίίειρος (h%ipa = d. Haar) ; 
πανεόφρων die ganze Nacht hindurch (εοφρόνη); ψεδνηχάρην^ 
νος kahlköpfig; πρωτό^ρονες Plur. auf dem 1. Sessel sitzend, 
heterokl, Plur, von π-νης. — Im Lat. intercus, tis (inter und 
cutis} 1] nntet der Haat befindlich Plant. Cic. n. a. 2) in- 
wendig Cato, Gell. (Gdf. cuti-, in der Comp, cut-; dagegen 
hat lanicutis wollhäutig das Suff bewahrt); exsanguis, e (Gdf. 



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854 

ι- exsangni-, während dae eiafaehe sanguie Im Qen. eangoinis, 
also 6df. sangDiD- hat). 

3) Mutata von χ + Sahst, die ihr Suff, mit einem 
andern rertanschen. 

Das Suff, ματ wird bei den mutirten Comp, mit andern 
Suff, vertanecht, namentlich mit μον^ es ist nicht unmöglich, 
dasB sowohl ματ als μον aof altes mant zuräckkommen and 
es läge hier also nur eine vorgeschrittenere Modification des- 
selben Suff, vor; ματ and μον sind aber doch schon völlig 
selbständige SufSxe geworden und wir bezeichnen daher diesen 
Vorgang als Suffixwechsel (eigentlich ist es ja nur graduell ver- 
schieden, wenn das τερ von πάτερ- in der Comp, zu τορ wird 
and dgl.)- Z. B. έριχόμων Aesch. (_χψατ}-, άχτήμων Hom. 
π. a. (χτϊ^ματ•') und ν. a. Das Suff, ματ kann aber auch mit μο 
wechseln, z. B. ασπερμος Hom. ohne Samen, Nachkommen 
{meppaT-y, ομώνυμος Hom. (ίνοματ•) und v. a. Dass nun hier 
in der Comp, an Stelle von ματ ein μον und μο eintritt, bat 
wohl seinen Grund darin, dass das Comp, Adj. sein soll; ματ 
haben wir als epecif. Substantiv. Suff, kennen gelernt und es 
scheint, dass die Sprache sich dem widersetzt, ein Adj. mit 
Suff, ματ zu bilden; sie vertauscht das ματ lieber mit μον (das 
wir in einer Reihe einfacher Adj. vorfanden) od. μο (womit 
gleichfalls einfache Adj. gebildet sind). Es macht also wohl 
den Eindruck, als wäre der SnfSxwecheel dem neuanzunehmen- 
den adject. Charakter zu Liebe eingetreten. Zur richtigen Be• 
urlheilung dieser Comp, bemerke man aber, dass μον und μο 
keineswegs specifisch adjectiv. Suff, sind und ferner, dass ματ 
schon deswegen nicht gut bleiben konnte, weil dies Suff, nur 
das neutrale Geschlecht kennt, Masc. und Fem. nicht damit be- 
zeichnet werden könnten. 

Suff, μων wechselt mit /( ο ζ. Β. in βα&ύλειμος Hom. mit 
hochbewachsenen Auen α. a. (λειμών, ωνος) ; auch μων bat Sub- 
stantiv. Charakter und scheint darum in der Comp, vermieden 
und durch das verwandte μο ersetzt zu sein. 

Saff. α, :; wechselt mit t z. B. in ΐππσυρις, nur N. ood 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



ά&ΏΏ Äcc. auf tu fem. = mit; einem Rossschweif versehen caap. α 
{pöpd). Dieser Wechsel ist gewiss nicht dem adjeot. Charakter 
zu Liebe eingetreten, da ( gerade selten adject. Suff. ist. 

Suff, τη wechselt mit rt in dem fem. äxocrti, παράχοι- 
τις; (wirjj); rt ist gerade stets subst. 

Suff. Λ, η wechselt auch mit ες, ζ. Β. in εορυπολής, ές 
Hom. breitthorig (.πύλη); ίτεραλχ-ης, ές Hom. die Uebermacht 
auf eine von beiden Seiten legend {άλχη) η. a. 

Suff, α, 37 wechselt auch mit li, z.^. αναλχις^ Soi, Ou.^, 
kraftlos, besonders feig (άλχη); aber secund. sS findet eich ge- 
rade häufiger beim Subst. als beim Adj. (cf. S. 146); doch war 
das Suff, wahrscheinlich ursprünglich adject. 

Suff, a, rj wechselt mit aS z. ß. in dem fem. χαμαιευαάς, 
δος Hom. (edi^); πολυθειράς, 3ος, ό und ή Hom, Auch 
sec. ad beim Subst. häufiger (cf. S. 147). 

Suff, α, η wechselt mit ov z. B. in χαταπύγων, όνος Ari- 
stopfa. u. a, ίπυγή). Dass Suff, «, η sehr viele Comp, ohne 
SufÖxwechsel bildet, ist schon besprochen worden; cf. άργυρόπεζα^ 
ίππωχαίτης, Ιριστάψυλος. 

Suff. Γ( wechselt mit τη ζ. Β. in άγχυλομήτης Hom. 
(/BjTii), ποιχίΧομήτης Hom. u. a. (umgekehrt in άχοιτις, παρά- 
χοιτις gerade rt für τη'); τι ist kein adject. Suff, und wenn es 
so vermieden wird, kann dies wohl seinen Grund darin haben, 
dass das Comp. Adj. sein soll. 

Suff, i wechselt mit z. B. in lim^/ofunTerschnitten Hom. 
(ijO/ic Hode) (vgl. πολυδύναμος sehr mächtig Eust. Stob. K. S.; 
dovaptg). 

Suff, ατ wechselt mit ο z. B, in βαρύγουνος, ov Ιγουνατ-); 
ατ : = ματ ; μο• 

Suff. Ες wechselt mit ο ζ. Β. in χεφαλαλγός, Plut. ίαλγος^ 
tos), πρόχειλος mit vorstehender Lippe ίχεϊλος, εσς) Strab. Luc; 
χεράςχειλος mit hornartig gekrümmten Lippen, Hesych.; 
πολύαν&ος, ow Orph. {.άνϋος, εος). 

Suff, ες wechselt mit a, η masc. generis z. B. in πεντηχον- 
τούτης, >7u 50 Jahre alt Plat.Thuc. u.a. (u. a. auf έΓ:;ς, ai»}; 
άγχολοχείλης Hom. krummechnäblig. 



nigiUrrlbyGOOgIC 



856 

Cwip. «- Soff, ο wechselt mit ες ζ. Β. in περιχλα3ής, ές Αρ. Rh. 

mit vielen Aesten herum {χλά^ος, συ; dj>ch kennte aach ες an 
die Nbf. von χλά3ος, nämlich xXaS- direkt angetreten sein). 

Ausserdem giebts noch manchen vereinzelteren Suffiswech- 
sel, den die vollständige Aufzählung bringen wird. 

Manche der hier besprochenen SufSxwechsel scheinen al- 
lerdings den adjectiv. Charakter des SufT. betonen zu Bolleo, 
andere thun dies nicht. Es leiten somit diese Comp, zu den- 
jenigen über, deren neue Elemente entschieden adjectiv. Cha- 
rakter tragen. 

Im Lat. haben die meisten hergehörigen Bildungen Suff, 
i, viel seltner o. 

Suff. wechselt mit i in vielen Comp. z. B. inurmis 
Cic. u. a. (arma; beachte daneben Inermus); imbellis Cic. u. a.; 
infrenis Virg.; exsomnls Virg. und dgl. m. Das Suff, ο 
findet sieh auch in vielen Adject., es ist aber bei diesem Wech- 
sel von ο mit i vielleicht mit Recht darauf hinzuvreisen, daee 
das i im Lat. im Lauf der Zeit mehr und mehr adjectiv. Cha- 
rakter annimmt, wie dies namentlich die Besprechung einzel- 
ner Casus der 3. Decl. zeigte. 

Suff, ä wechselt mit i in sehr vielen Comp, z. B. imber- 
bis (.barba) Cic. Liv. u. a. (daneben imberbne); abnormis 
(norma) Hör., von der Regel abweichend; multiformis Cic. 
u. a. und dgl. m. 

Suff u wechselt mit i z. B, in bicornis Ov. PI. Virg. 
Hör. u. a. (cornu); quadrimanis; unicornis, tricornis 
u. β. Dieser Wechsel ist entschieden aus einem Streben nach 
adjectiv. Form zu erklären, da u in einfachen Worten js bloe 
dem Subst. zukommt, i aber gerade besonders adject. Charak- 
ter zeigt. 

Suff u wechselt mit ο ζ. Β. in anguimanus, schlan- 
genarmig Lucr.; trimanue, a, um; multifructus, a, um; 
expartus, a, um über die Zeit des Gebarens hinaus. Auch 
hier ist u offenbar vermieden, weil es eigentlich dem Sahst, 
zukommt. 



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Suff, i wechselt mit ο ζ. Β. in multiforue, a, um viel- cmp. i 
löcherig Ov. Sen. (foris); (luultiforis := vieltborig; PI.); inter- 
amnus, a, um zwischen zwei Flüeseu Solio. (als Nom. propr. 
Inleranina, ae häuäg)} cf. daneben interamnänus. Doch ist 
dieser Wechsel ungleich seltner als der von ο zu i. Interessant 
ist es aber jedenfatts, dass auch dieser Wechsel sich nachwei- 
sen i&Est; er kann entschieden nicht zur Hervorhebung des 
adject. Charaktere eingetreten sein. 

Suff. US, 6. eris wechselt mit ο ζ, Β. in multigenas, 
a, um Lucr. (cf. m-geueris Plaut.; m-generus PI.); quinque- 
genus, a, um Auson.; eimiligenus, a, um Cael. Aur. Die- 
ser Wechsel vergleicht sich wohl richtig mit dem griech. von 
ei und (cf. oben us : er =; oc: ες). 

Vereinzelt sind Bildungen wie z. B. trinomius dreina- 
mig Isid. (nomen) und a. 

Hier scheinen meist Voi^änge vorzuliegen, die den adject. 
Charakter des Wortes erhöhen sollen; doch sind nicht alle 
diese SuFBxwecheel von solcher Natur. 

4) Slutata von x-j* Subst., die ein neues Suffix an 
das alte antreten lassen. 

Zunächst im Griech. erie«k. 

Suff, ο tritt in sehr vielen Comp, an das alte Suff. ') z. B. ". 
in dj -χίαλο ς Rom. (&λ•); ΰπυρος (äw/j-) Hom.; είαωπός Hom. 
ansichtig, vor Augen habend (ώπ--); ϊφαλος Hom.; μελάν• 
υδρος Hom. und dgt. m. In dem Zutritt dieses ο können 
wir durchaus nicht ein Element finden, das etwa den adject. 
Charakter erhöhen sollte. 

Suff, a, 7} tritt an z. B. in χυνώπι^ς, ου, b Hom. (ώπ-); β, ij. 
ϊπταπ^διίζ Hom. 7 Puss lang (ποί-) und vielen anderen. Was 
Adjectiv. hat dies Suff, nicht an eich. 

Suff, tf} tritt an z. B. in παλ\}β6υτιι<:, od, 6 rinderreich r!j. 
und einigen andren. Was Adjectiv. kann ich auch in diesem 
Suff, nicht finden. 



B. 0. S 977 bemerkt diee bereite: ,dae GHeeh. fügt ge- 
α couBODBiitiBche SULinme, x. B. au πΰρ in απιψο^ ο. β. w. 



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ι. Snff. iS tritt iD fem. Formen an z. B. βοώπις, Soz Hom.j 

γΧαυχωπις, Sog Kom. und andere. 

Suff, ta in Fem, wie ήριγένεια (aus ^ρι-γενες-ία); άντιά- 
veipa und anderen. Dies SufT. hat wohl lediglich femin. Cha- 
rakter und nichts AdjectiT. an sich (vgl. oben die 1. Decl., wo 
ia grade vorwiegend dem Subst. zugesprochen wurde). 

I. Suff. tSto z. B. in έπινεφρίόιος Hom. über den Nieren 

befindlich und anderen (doch könnte hier auch Wechsel des ο 
und cSto angenommen werden; da ο vor iSio auefallen muee, 
k&me beides auf dasselbe hinaus). 

'. Suff, aSio in χατωμάδιος Hom. von den Schultern her 

(ώμο-'); auch hier könnte Suffixwechsel angenommen werden. 
Jedenfalls haben cSto und aSen durchaus adjectiv. Gepr^e. 

'. Suff. £« tritt in sehr vielen Comp, an, z. B. εΐνάλιος 

Hom. (άλ), οαοχείριος Hom. unter der Hand; δπααπίδιος 
Hom.; τΐασαράβοιος Hom. (aus TtaoapaßoI\o-')\ δμογάστριοΐ 
Hom. aus demselben Mutterleib und sehr viele andere. Soff. 
10 bat wohl ursprünglich adjectiv. Charakter und hat daher 
wohl auch den Zweck, denselben in dieser Comp, zu erhöben. 

'■ Suff, εο 2. Β. in πολυδένδρεος Hom. u. a. 

•. Suff. FevT z. B. in πoτtψωvijFεtς, Ρεντος Hom. =: an- 

zureden föhig {ψωνη)•, βα&υΒινήΡεις, Ρεντος tiefstrudelig Hom. 
(cf, Siv -η, daneben βαί^υδ'ί]/ης). Dies ist ein specieti adjectivisches 
Suff., das wohl gewiss den adjecti vischen Charakter des Comp, 
erhöhen soll. 

'. Suff, το tritt an z- B. in αγέραστος Hom. ohne Ehren- 

geschenk (γέρας, αοΐ aus άσος) u. a. Dies Suflf. erhöht wohl 
auch den adjecti viscben Charakter. 

Weitere vereinzeltere Bildungen erwähnen wir nicht be- 
sonders; jedenfalls hat eine Reihe der im Griech. neu hinzu- 
tretenden Suff, nichts an sich, was den adjecti vischen Charakter 
erhöht. Dies ist für uns wichtig, denn ein eigentlich adjectiv. 
Suffix läset das Mutatum nicht mehr reines, einfaches Mutatum 
bleiben, indem die adjectivische Bedeutung nicht durch die Com- 
position allein, sondern auch noch durch das neue Suffix ge- 
schaffen wird. 



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3&& 

Lat. Suff in perjflrae Cic. n. a. eidbrüchig (jus, ja• ui. • 
ris); tripectorue dreibriletig Lncr.; mnltigenerne PI.; 
versicolorus, trilateruB, muUiflorns u. a. Was 
speciell Adjectivisches hat Soff, ο nicht an sich- 
. Suff, i ') z. B. in multigen eris Plant.; binomlDiei- 
Ov.-y mnltiDominie, omninominiB, unietirpie,in- 
decoris u. a. Das i könnte wohl zur besonderen Hervor- 
hebang des adjectivischen Charakters dienen, doch l&sst sich 
das nicht sicher entscheiden. 

SoTf. io z. B. in crassiTenins dickadrig; subja- u. 
giuB zam Jocb gehörig Cato, Vitr.; obnoxins straffällig 
(noza) Plaut, u. a.; pravicordius, itlänins u. a. 

Suff, eo in snbterreus, cousanguineus, conee- m. 
mineuB, collacteas u. a. 

Suff, äli in noTendlftlie nenatägig Cic. Lir. u. a.; >»• 
eeptempedälis Plaut.; bicubitälis. Dies Suff, hat entschie- 
den den Zweck, den adjectivischen Charakter zu erhöhen. 

Suff, iäli {.io + äli) in circumcordiälis ome Herz uui 
befindlich Tert., supermundiälis Uberweltlicb Tert. 

Suff, äno in snbarbänus Cic. u. a.; tranepadänus *«*• 
Cic. Caes. u. a.; clsmontäDus; oisrhen&nus Caes. u. dgl. m. 

Suff, äneo C^no -|- eo) in subterräneus Cic. α. a.; me- *■••' 
diterräneus Cio. Lir. n. a.; postergäneae n. dgl. m. 

έηο in subterrSnus, superterr&nas und wenigen a. *■*• 

Suff. Ino in cisalplnus Cic. Liv. u. Α.; transtibe- ΐ*•- 
rinuB α. dgl. m. 

Suff, äno, äneo, έαο, ino haben ebenso wie äli, iäli 
offenbar den Zweck, den adjectiviechen Charakter des Comp, 
zu erhöhen. 

Suff, äto in praepilätas rorne mit einem Knauf (pila; iu. 
dagegen pilätus ^ mit Wurfpfeilen versehen) Liv. u. a. j obae- 
rätus (aes) verschuldet Liv. α. a.; inominätns fluchbeladen 
Hör.; tricamerätus mit 3 Kammern versehen Augustin. Am• 



1) Diesen Zotritt eines i bemertt Bopp a. it. 0. § 9ΊΊ: „mit dem 
onorgtniaebeii Zneali eiaee 1 teigt eieli der Stamm gener in tuultigenerie." 



b, Google 



bros. (c&mera = Kammer; aber camero nur = wölbea, also 
könnte es, wenn ee von dem Verb kommen sollte, nur bedeu- 
ten = dre^ewölbt; Georges : tres und cameratas); expecu- 
lifLtus Plaut, des Vermögens beraubt. 

•- tto selten, z. B. tractomelttus. . 

Suff, äto und ito haben adjectivischen Charakter. 

'- Suff, ant in quadrupedana auf 4 Füssen gehend Plaut. 

Ot. Att. Enn. Virg. PI. (ped-; an eine eigentliche Partici- 
pialform kann hier nicht gedacht werden); regammans von 
Gestalt eines Doppelgamma Gromat. ret ; unanimans = uoa- 
nimns Plaut. Amm. (unanimus = einmäthig; aber animo =: 
blasen, beseelen, was gar nicht passt); ant hat entschiedeo 
adjectivischen Charakter. — Vereinzeltere Bildungen werden 
in dem Tollständigen Verzeichniss ihre Stelle finden. 

Es fällt sogleich in die Augen, dass im Lat. mehr von 
den neuzn tretenden Suff, deutlich adjectiviecher Natur sind und 
offenbar den Zweck haben, den adjectivischen Charakter des 
Comp, zu erhöhen: äli, iäli, äno, äneo, έηο, ΐηο, äto, 
Ito, ant, vielleicht auch i tragen dies Geprtige. Dem stellt 
das Griech. nur Fsvr, το, iSco, adto, wohl auch to an die 
Seite. Dagegen haben griech. o, η, α, τα, cd, ta und lat. ο 
wohl nicht diesen Charakter. 

So beobachten wir denn eine deutliche Stafenleiter ; in 
der 1. Gruppe haben wir das 2. Glied ohne Formveränderung 
(nur Einiges wird bei bestimmten Suffixen zu der Unterschei- 
dung der Geschlechter nöthig); in der 2. Gruppe finden wir 
nur leichte Modificatioaen des Suffixes ; einige derselben zeigen 
sogar die Immutata, was am deutlichsten dagegen zeugt, dass 
sie den adjectivischen Charakter des Compoeitume hervorheben 
sollen; andre {z. B. ες) modificiren sich allerdings in adjectiv. 
Weise. Die 3. Gruppe zeigt den Wechsel verschiedener Suffixe, 
der zum Theil nur auf einer erhöhten Blodification derselben 
beruht. Manche dieser Wechsel sind gewiss eingetreten, um 
dem Worte den adjectivischen Charakter zu verstärken; von 
anderen lässt sich das nicht behaupten. Die 4. Gruppe bietet 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



einige neuzutretende Suffixe, die nicht dazu za dienen schei- c 
iien, den adjectiviechen Charalfter des Comp, liervorzuheben ; 
andere, und zwar uamentlicb die meisten lateinischen, lassen 
schwer eine andere Erklärung zu. 

Es liegt auf der Rand, dass für uns diejenigen Comp, am 
wichtigsten sind, deren 2. Glied gar keine Form Veränderung 
erlitten hat; am wenigsten aber die, welche deutlich ein neu- 
hinzugetretenes Sufßx adjectivischer Natur aufweisen. 

Wenn es uns nun auch vorherrechend an der genaueren 
Durchforschung der Schlussglieder liegen mass, so kommt fttr 
die weitere Classification doch auch das 1. Glied in Betracht 
und wir können es daher nicht vermeiden, eine zahlreiche 
Gruppe von Compos. hier zur Besprechung zq bringen, deren 
1. Glied der Erklärung grosse Schwierigkeiten bietet and von 
den Gelehrten ausserordentlich verschieden beurtbeilt wird. 
Ich meine Wörter wie τΐρφίμβροτος, φυγοπτόλ^μοΐ, τανά• 
πεπ^ας und sehr viele andre. Zwei neuere Arbeiten besohäf* 
tigen sieb ausschliesslich mit diesen Compos. und soeben sie auf 
völlig verschiedene Art zu erklären. Die eine von Clemm ') 
will in dem 1. Gl. all dieser Zusammensetzungen Verbalstämme 
finden, wie schon ihr Titel besagt. Die andere von Schoen- 
berg^) erklärt all diese 1. Glieder für ursprüngliche as-Stämme 
mit der Bedeutung von Nominibus agentium. Andere Ansiebten 
finden wir von Bopp, Pott, Benary, Justi, Leo Meyer 
u. A. verfochten. Trotzdem nun aber diese Composita schon 
vielfach genau untersucht und viel Scharfsinn auf ihre Erklä- 
rung verwandt worden ist, muss ich doch gestehen, dEtes mir 
die Frage nicht hinlänglich geklärt zu sein scheint. Ich be- 
kenne es offen, dass ich mir nur tbeilweise über die hierher- 
gebörigen Comp, eine feste Ansicht habe bilden können. Bei 

1) Ue compoeitis OraecU quae β verbie incipiunt, diae. inaag. est. 
ecripgit Tilelmue Clemm, CUeae 1867. 

3) lieber griecliieobe Coinpoeita, in deren ersten Gliedern viele 
GrararDalitier Vei-ba erkennen u. β. w. von Gustav Schönberg, Mitsu 
18ββ (Doi-paler Uagiaterechrift}. 



b,GoogIc 



883 

- den bietierigen Erkl&rnogeD aber darf man, wie icb glaube, 
nicht stehen bleiben. 

Έβ zerrallen diese Contpoeits in zwei Hauptgruppen ; die 
eine zeigt ein Sigma, z. B. τερψίμβροτος u. dg).; die andere 
hat keines, wie φέρασπις, τανόπεπλος η. dgl. Je nachdem 
die Gelehrten nun von der 1. oder 2. Hanptgrnppe auegingen, 
ist ihre Erklärung verschieden ausgerallen. Glemm beginnt mit 
denjenigen Compoeitie, die anscheinend bloss die reine Verbal- 
wurzel (resp.-Stanim) im 1. Gl. aufweisen and Iftest dann die 
Wurzel durch das Verbum snbat. ες erweitert werden, woran 
dann wieder seine Bindevocale treten u. s. w. Schoenberg 
findet in den sigmatieebeu Anfangsgliedern Formen, die ihn aof 
alte as-St&mme scblieesen lassen und sucht dann die asigmaü- 
■eben ale verstümmelte as-St&mme nachzaweisen durch die Ana- 
logie Uinlicher Verstiimmelungen bei sicheren as-Stämmen. Wir 
kflnnen nun nicht leugnen, dass uns der ganze Gang Schftn- 
bergs methodisch richtiger scheint und wenn wir ihm auch 
in wichtigen Punkten nicht beistimmen können, so fusst doch 
unsre Ansicht zum Theil auf den durch ihn gewonnenen Re- 
sultaten. 

Was nun zunächst die Clcmmsche Arbeit betriSTt, so müs- 
sen wir ihr das Verdienst zusprechen, dase sie das Material in 
grosser Vollständigkeit und wohlgeordnet darbietet; nicht we- 
niger , dass sie in Bekämpfung gegnerischer Ansichten mit 
grosser Gründlichkeit und vielfach mit Geschick zo Werke 
geht; so glauben wir uns zum Beispiel einer Widerlegung der 
Justischen Participialtheorie entechlagen zu dürfen, da Clemm 
die wichtigsten Ai^umeote dagegen bereite angefiUu-t hat 
Nicht ebenso günstig vermögen wir über des Verfassers eigene 
Ansicht zu urtheilen. Vor allem hätte man eine eingehendere 
Begründung dafür erwarten müssen, dass überhaupt der reine 
Verbalstamm in einem Nominalcompositum auftreten dürfe. 
Ich meinestheils zweifle überhaupt daran, daes der VerbaUtamm 
als solcher mit einem Nominalstamm zusammengesetzt werden 
könne. Die germanischen sogenannten imperativiscben Zues. 
sind ganz anderer Natur, denn sie enthalten eine Flexioneform 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



8β8 

Ate Verbe (den Imperativ] und sind soinU ZiiBamineDrflckDngen. 
Comp, wie Scfareibfeder u. dgl. enthalten im 1. Ol. den eab- 
etaativirten Infiu., also = Feder zum Schreiben n. dgl., wie 
wir unten genauer besprechen werden. Ebensowenig darf inaa 
von einer Comp, mit dem Verbum bei denjenigen ssk. Znse. 
reden, die im 2. Gl. den Verbalstamm in der Bedeutung eines 
Nom. agent. (Part.) zu enthalteD scheinen; denn da wir auch 
eelbetändige Nomina vorfinden, deren Stamm = dem Verbal- 
etamm ohne Sufßx iat, eo hindert nichts, ähnliche Nomina auch 
im 2. Gl. der erwähnten Zues. anzunehmen ')■ Aus dem Lat. 
wird man am wenigsten eine Stütze dieser Theorie.en beibringen 
können. In keiner indogermanischen Sprache existiren Momi- 
nalznsammensetzungen (von den ZusammenrUckungen ist da- 
bei natürlich nicht die Rede), in denen man ein verbales Glied 
annehmen muss. Wir werden daher die MAglichkeit einer 
solchen Composilionsweise von Verbalstamm und Nomen fflre 
Griech. gar nicht ohne Weiteres zugeben können ; vielmehr 
hätte dieselbe eingehend erörtert werden müssen. loh Mr 
mein Theil muss an der Möglichkeit einer Zasammeneetznng 
des Nomons mit dem Verhnm schon darum zweifeln, weil ich 
mich mit der Bedeutung eines solchen Comp, nicht auseinan- 
dersetzen könnte. Denn das Verbum im strengen Sinne des 
Wortes ist, wie wir oben gesehen, stets Verbum finitum. 
Wenn man aber in den besprochenen Comp, das Verb im Sinne 
eines Particips finden will, so ist für mich das eine contra- 
dlctio in adjecto; denn wenn das Verb die Bedeutung eines 
Partie, hat, so hat es die Bedeutung eines Nomene (da 
das Partie. Nomen ist}; ein Verb aber, das die Bedeutung 
eines Nomons haben soll, ist nicht denkbar, denn damit ist 
der BegrifT des Verbum aufgehoben; Verb und Nomen sind 
Gegensätze, die sich nicht vereinen lassen. 



1] Die Bdbetündigen MominEi sind Übrigens meist Ni 
viel seltner Notn. agenl. und aus dteeein Grunde mitplile mnn Aach diese 
Eslc. Comp, gern für Mutata eneehen mit einem Nom. act. im 3. Gl ; nur 
macht der Accent oft Scliwierigkeiteo', leider bannen wir auf dies ioter- 
eBB&Dte Tliema hier nicht eingehen. 



b,GoogIc 



863 



■ den bisherigen ErkläroDgea aber darf 
nicht stehen bleiben. 

£b zerfallen diese Composita in 
eine zeigt ein Sigma, z. B. τερφίμ' 
hat keines, wie ψέρασπις, ταν 
die Gelehrten nun von der 1. 
ist ihre Erklärung rersohiei^ <■ 



mav /is. auffahrt, 

X .reap, -Wurzel) 
I die Vermutbung 
vere tummelte sind 
i- 1. Gl. mit Verbal- 
sten, dase sie wirklich 
uns bloss S. 13: nQut^e• 



denjenigen Compositis, d' 
warzel (resp. -Stamm) 
Worzel durch das 



, ita comparala sunt, nt & 

US, nemo negare possit." Zwar 

/selben S.), dase von diesen Verbal- 

a existireo, die man in dem 1. Ol 



suchen könnte, 



. ein μίσος von 



σόόημοζ constare dixerit e duobns /αοος 

α praesertim in solo nominaüvo illios 

autem, quod constet ad componeada 

uff^EC?" Da verweist uns aber Schoen- 

ßecht auf Composita wie άνί^ονόμοί 

d, μενοΓΐΐχης Hom. u. dgl., in deren 

lata άνισες-, μενες- die Form ώι&ο-, μενο- 

inz so kann μισές• zu μιαο• geworden 

r^ So müseen wir denn gestehen, dase wir darch Clemm 

^eioeswegB davOD überzeugt sind, in Compos. wie μιοόδημος^ 

^jai/^mK und ähnlichen stecke der Verbalstamm im 1. Gl. Wir 

jpden eben, dass auch Nomina sehr wohl dieselben Gestalten 

^nehmen können, wie wir sie hier finden und sehen daher 

nicht den geringsten Grund ein, auf diese Thalsachen bin dem 

Griech. eine ganz eigenartige (schon principiell schwer haltbare) 

Coutposilionsweise zuzusprechen. Die Schwierigkeit wächst 

aber, wenn Clemm nun auch die sigmatischen Comp., welche 

das Gepräge enger Verwandtschaft mit den uigmaUschea an 

sich tr^en, auf dieselbe Weise erklären will. Er kann es sich 

nicht verhehlen, dass die 1. Gl. dieser sigmatiscben Znss. 

nur zu oft ganz mit wirklich vorhandenen Comp, auf ai (aus 

ti) übereinstimmen und es ist unzweifelhaft verdienstlich, dase 

Clemm gewissenhaft S. 33 fll. diese Comp, anführt „quoram 

meuibra priora formis nominalibus exaequantur", z. B, ein 



b,GoogIc 



^Ιλοπος neben «αΰαΐζ, ein άφίοαμος neben αφις, ein c 
- 'V(i»i/ neben ίλασις und sehr v. a. AUerdinge folgt dann 

1 groeee Reihe von Comp., zn denen kein entspre- 
men vorhanden iet. Das σ dieser Comp, wird von 
'■\a Verbom subst. erklärt, wie wir dasselbe anch 
'den. Dabei bleibt aber ganz uurerständlicb, 
erade dae ι so aaseeFordentlich häu&g fainter 
merkwürdiger Uebereinetimmung mit den 
• aüerhanpt erleichtert eich Glemm die schwierige 

Γ Formen er klärnng wesentlich dadurch, dase er je 
,ii Bedürfniss die verecbiedeDartigsten Lante als „Binde- 
Tocale" an seine VerbaUtämme treten läset. Wenn wir schon 
einen „Bindevocal" statalren wollen, so würden wir nach son- 
stiger Analogie doch vor allem ο erwarten; dies findet sich 
aber nur in wenigen sigmatischen Comp., vielmehr ist ( darch- 
aos die Regel. Nach alledem bat uns Clemm keineswegs übef 
zeugen können '). 

Viel mehr Wahrscheinlichkeit hat schon Schoenbergs 
Aneicht für sich. Er geht davon aus {S. 5), die verechiedenen 
Gestaltungen der as-Stämme in einigen indogermanischen Spra• 
chen zu verfolgen, wendet sieh dann (S. 10 fll.) gegen die Lehre 
vom Compositionsvocal und nntereacht (S. 14 fll.) die s-Sttmme 
in Verben. Darauf macht er sich an das eigentliche Thema 
und betrachtet (S. 18 fll.) die verschiedenen Formen, welche 
die griech. as-Stämme in der Composition als 1. Glieder an- 
nehineD und findet, dass sie 1) in unveränderter thematischer 
Form erscheinen, z. B, αελασψόροζ, σαχέσπαλος η. a. 2) das 
σ verlieren, ζ. Β. in μενοΡειχής, χαλίίσψυρος u. β. 3) statt 
des Suff, ας fec, ος, ec) ein am {at), oi (ans oet), βλ («) zeigen, 
cf. namentlich έγχεαψωρος, ταχεσιπ^τα, Άργεκρύντψ α. a. Mit 
diesen verschiedenen Gestaltungen des Suff, ae findet er nnn 
im 1. Gl. der fraglichen Comp, ^anz frappante Uebemnstim- 
muDg CS. 30 fll.). So vergleicht er z. B. fspiaßtoi Hes. = 



1) Auch Konrad Zacber &. λ. 0. erklärt sich unter Anfuhrnng 
wicbtiger Argmuente gegan Clemm. 



b, Google 



* Leben hervorbring;eDd und dgl. mit Αρέσβιοζ Hom. aaf den 
Beiden lebend; φαγοπτόλεμος aod dgi. mit μευαΡειχής and 
ähnlichen; ψέρασπις mit ψιαδάγγελοζ; λα&ιχηδής = Kammer 
■tillead mit Χρατισί^ένι^ς; ταμεσΐχρως mit ίγχεσίμωρος nnd 
^I. Auf diese fibereinetimmeode Formation dee 1. Gl. hinge- 
wieseD za hiben, ist ein entecfaiedenes Verdienet der Scboen- 
bei^chen Arbeit. — Unglüoklicb aber echeiat uds Schoenberg 
bei der Erklärung von Comp, wie γαρφ'αοικ, πλήζιππος und dgl. 
zu sein. Es iet allzuviel, was er ins Gebiet der ae-Stämme 
ziehen will. Daee hier und in ähnlichen Bildungen das ε eines 
nrepr englichen ες ausgefallen sei, hätte ganz andere bewiesen 
werden müesen, ale wir dies in der Schoenbergschen Arbeit 
finden; wenn τιμι^σ- in Ί)μ^σαν3ρος aus τιμα-ες entstanden sein 
soll und zum Beweis, daee dieser Vorgang mSglich sei, der 
Aor. I Ihaa aus έΛόεσα, das lat. amäre aus amäase angefahrt 
wird, eo lässt eich doch viel beeser das wirklich vorhandene 
τίμησις darin vermuthen, als jenes theoretisch conatroirte 
τψα•ες•^ Τφ^ααναρας faiesse etwa = dem Manne Schätzung, 
Ehre bietend fär den Mann Ehre habend, d. h. den Mann 
ehrend. Dass ein Ιλααίχ&ων auf theoret. lka -ες-ι zurückkomme 
and nicht vielmehr einfach mit ϊλασις zusammengesetzt sein 
soll, scheint mir eine sehr bedenkliche Annahme; namentlich 
wird bei dieser Deutnng anch das so auffallend häufige Vor- 
kommen des t hinter dem α unerklärt bleiben, denn daee das 
Suff, as ursprünglich asi lautete, wie SohSuberg annimmt, and 
daee diese Comp, die ältere Form des Sufi'. aufweisen, ist ohne 
alte Wahrscheinlichkeit. Ale Beweis führt Schönberg die ssk. 
Formen dbamasi, varnaei, parnasi, sänasi an. Man bedenke 
aber, daee hier in den 3 ersten Beispielen gar nicht von dem 
einfachen primären as (oder älterem asi) die Rede sein kann, 
da auch das vorhergehende η zum Suffix gehSrt; die Warseln 
sind ja dbar, var, par; hienach läset sich erwarten, dass anch 
das einzig übrig bleibende sänasi ebenso zu erklären wäre. 
Somit wird durch diese Formen für das alte primäre as nichts 
bewiesen. — Die Aneicht nun, dass Composita, wie ipual^ttam 
u. dgl. Abetracta auf m (alt ti) wie ερυαις in ihrem 1. GL 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



867 

aufweisen, hat bereite Pott in der 1. Aufl. seiner Etym. Forsch, c 
1 p. 90 verfbchten. Ihm ist auch Bopp (a. a. 0. S ^'>) bei- 
getreten. Auch die zahlreichen auf ε τι ausgehenden 1. Glieder 
liessen sich eehr gut aU Abstr, mit Suff, σι fassen und würden 
dann zu vergleicheu sein mit Bildungen wie yiveati u. dgl. 
Selbst in Comp, wie φερέσβιος, φίρεσσαχης sucht Bopp ein Abstr. 
auf <n ({ei/WKc). Was nun diese Abstr. selbst betrifft, eo sind 
sie in sehr vielen Fällen selbständig vorhanden (cf, Clemms 
Verzeicbniese) und entsprechen genau dem 1. Ol. der fraglichen 
Comp. In vielen Fällen ist'aber ein eolcbee Abstr. auch nicht 
KU finden und kann aar theoretisch angesetzt werden. Mir 
scheint dies aber gar nicht gegen diese Theorie zu sprechen. 
Denn es ist doch durchaus dem Qeiste der Sprache gem&ae, 
wenn im Lauf der Zeit ein solches 1. Gl. gar nicht selbständig 
vorbanden zu sein brauchte, sondern erst mit und zum Zwecke 
der Composition nach Analogie der schon vorhandenen Bil- 
dungen dieser Art geschaffen wurde. Wir haben ja bereite 
gesehen, daes die von uns sogenannten synthetischen Comp. 
ganz auf demselben Priucip der Bildnng bernben, nur dase bei 
ihnen das 2. 61. in dieser Weise erst mit und zum Zwecke 
der Zusammensetzung geschaffen wird. Ganz ebenso wenig, 
wie zu Compositis, wie etwa άνδρομανής u. sehr v. a. (s. oben) 
ein Subst. μάνος, eoc (oder nach der Meinung anderer ein Adj. 
μανής) zu existiren braucht, vielmehr dasselbe erst znm Zwecke 
der Composition ine Leben tritt, ganz ebensowenig darf man 
an eine Sprache, die solche synthetische Bildungen in reichster 
Fülle entwickelt, das Verlangen stellen, dass etwa ein 1. Gl. 
wie Tofum- in ταμεαίχρως u. dgl. schon selbständig existiren 
solle. Wir hätten hier also auch eine Art von synthet. Comp., 
bei denen nur das 1. Gl. das neugeschaffene ist — Ebenso- 
wenig st^l^end ist der Einwand von Cnrtius '), dass nämlich 
die wirklieb vorhandenen Abstracta nicht immer zum 1. Gl. 
der Comp, stimmen, z. B. otSck gegenüber στψί-χορθς. Ein 



1) De iiomiDam Graeeorum formstione S. 18; von Clemro ebeafelle 
ine Feld geführt &. a. 0. S. it. 



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ΟΜρ,η- 8oloti,e8 οΓηοίχορος braucht gar nicht direkt mit (τταβι? componirt 
zu sein, sondern kann sehr gut einfach nach Analogie von 
Bildungen wie panjdö&K {μνα, wie dort ατα), μνηβιπήμων u. dgl. 
entstanden sein ')■ Klit demselben Rechte mfieste man für die 
Synth, anf εργής ζ. Β, ein Subet. ^,ο?Ός, εος verlangen und An- 
stoss daran nehmen, dass bloss ein Ιργον, ou existirt. 

Ein andres Argument, das Clemm gegen diese von Pott 
und Bopp vertretene Aneicht ins Feld föhrt, ist die dabei an- 
zunehmende Uniatellung der Olieder. Dase eine solche in ei- 
ner Reihe von immatirteo Compos, vorhanden ist, haben wir 
oben gezeigt. Clemm ist auch der Ansicht, dass die oompo- 
tnta dependentiae eine solche umgekehrte Stellung der Olieder 
haben können, nur den attributiven (possessiven, unseren 
Mnt. von χ -f- Subst.), zu denen unere Zuss. gehören müssen, 
will er das nicht einräumen. S. 47 sagt er: «hoc prae ceteris 
proprium habent dependentiae compoeita, qnod in eis membro- 
rum ordo ei legi astrictus non est, ut membrum regens locnm 
obtineat posteriorem, sed quod, prior pars a posteriore an a 
priore posterior regatur nihil interest. Cf. igitur οίχογενής, 
θΐόδοτος et άξιόληγος, xL•τό^oςoζ in illie vocabula, gnoram casuain 
etructnram qnandam esse cogitatione ängimue, antecednnt, in 
bis snbsecuntur. Qnod multo St aliter in attributivis , quo in 
genere membrornm ordo perinde jam non est sed id vocsbnlum, 
qnod rationem primariam composito expressam accuratius de- 
finit, eive id per casuum qnandam structuram fieri sive minus 
cogitamus, semper priorem obtinere locttm videmus". Diese 
Behauptung können wir Clemm nicht zugestehen, vielmehr 
giebt es im Griech. auch attributive Comp. (Bahuvrihi) mit 
umgekehrter Stellung. 

&υμολέων löwenmuthig kommt schon bei Homer vor und 
bedeutet „mit dem Muthe des Löwen, den Math des Löwen 
habend", mUeste also nach Clemm's Ansicht Μοατόαομικ heissen. 

χεψοδράχων mit Drachen hau de η, echlangenarmig Ear. El. 



1) Bopps Erklärung einer solchen Disharmonie wie ατσατΐ gegenüber 
στψίχορος können wir nicht beipflichten. 



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1345. Hier mttBste man δρΰοιοντόχεφ erwarten, denn δρύχων c« 
iet das bestimmende, χΐίρ das bestimmte Glied. 

ποδηνεμος Homer, heisst nicht fueewindig, sondern wiiid- 
fUseig, Ftisse habend, die dem Winde gleich sind. 

Ι&υγχελέφας, αντος (^ύγχος, έλέφας) Aoth-, mit einem ΕΙβ- 
phaDtenräesel , den Rüssel eines Etephauten habend, wo wir 
die umgekehrte Stellung erw&rten. — Wenn man einwenden 
wollte, dass dies doch nur wenige Beispiele für die ältere 
Sprache wären, so ist zu erwidern, dass auch die Immut. mit 
umgekehrter Stellung in der älteren Sprache nur vereinzelt 
vorhanden sind. — Nicht andere als χεφοδράχων und dgl. wird 
man auch λυαίπονοί, παιχή^ποζ erklären können. Demn aber 
glaube ich. durchaus nicht, dass bei all den bei-gehörigen Comp, 
nothwendig eine Inversion der Glieder anznuehmen ist: 

ταλααίφρων ^ dul dun gesinnig, duldungsmttth^, d. h. eben 
einen duldenden Sinn habend. 

άρπαξίβιος vom Raube lebend (βρπαξκ: theor. = ßaub). 

σχιρτοπόδ-ηζ, ou, ό (^αχφτάοι) springfüseig, Χάταροι^ Anth., 
bedeutet offenbar, „Füsse habend, die zum Sprung geeignet 
eind"; sprungfüesig könnten auch wir im Deutschen vortreff- 
lich sagen (platt wäre = mit den Fassen springend). 

άλγεαίδωρος =■ Schmerz bringend {cf dagegen άλγεαίαυμος 
= Herz kränkend). 

είνοσίφυλλος die Blätter in Erschütterang (£ίΜΗπ?) bringend 
Hom. 

ίλχεοίπεπλοΐ, ίλχίχίτωα Hom. lässt sich ebensogut wie 
.Gewand, Leibrock schleppend" durch „schleppgewandig" 
erklären , wo das J . Gl. ebenfelle ursprünglich Abstr. (das 
Schleppen) ist (β. unten mehr) also etwa = „mit einem Ge- 
wände zum Schleppen" {Ι^εακ). 

ταξίφυλλος Theophr. = mit geordneten, in einer Reihe 
stehenden Blättern^ eig. = die Blätter in bestimmter Ordnung 
ίχάξΐζ) habend, was dem Sinne nach ^=: mit geordneten Bl. 

τελεσιουργός= Werk vollendend Plat. und andere = das 
Werk zur Vollendung bringend, ebenso gut wie „Vollendung 
des Werkes habend". 

U 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



870 

i. τ^λεσίαρομος den Lauf Tollendend. 

ριγεσίβιος in Kälte lebend = mit einem Leben in der 
Kälte; umgekehrt „mit der' Kälte des Lebens" wäre hier nicht 
mbglicfa. 

atvodoui Hesyoh. = mit den Zähnen Schaden (etvoc, eot) 
bringend, d. h. „Zähne habend, welche σ. bringeQ; Zähne zom 
Schaden habend" (.vgl. auch ein Dentachee reisszähnig 
= Zähne zum Reieeen habend, was also ganz ähnlich gedacht iet). 

μΐλ&αίπτ&ροζ Anth. mit den Flügeln singend, wohl eig. 
= mit Singflügeln, „Flügeln des Gesanges" (cf. SingTOgel = 
singender Vogel, eig. Vogel zum Singen, Vogel des Gesanges, 
Gesang vogel ). 

xodtaveipa = die Männer zum xüSoi bringend, was nicht 
schlechter ist, als „den Männern χϋαος bringend". 

γαμφϊποος = einen Fuss habend, der zur Beugung, Krüm- 
mung geschickt ist, etwa „krümmnngsftissig" und dgl. m. 

Jedenfalls kommen wir bei anderen Theorieen ebensowe- 
nig aus der Schwierigkeit heraus, sie haftet nicht unserer mehr, 
als anderen , auch der Clemm'schen, an. Vielleicht ti-iSt man 
das Richtige, wenn man den Grund dafür, dass die grosse 
Mehrzahl der einschlägigen Comp. Inversion der Glieder zeigte 
darin sucht, dass das Griech, sich scheute, einen i-Stamm 
als Schlnsstheil eines Ädj. aufzunehmen, da dies Soff, beim Adj. 
sonst nicht zu Hause ist. 

Endlich wollen wir noch darauf hinweisen, dass in einigen 
Bildungen unserer Ansicht nach das Griech. dieselben Äbstr. 
auf m (tc) ganz regulär im 2. Gl. aufweist and zwar in ähnli- 
cher Bedeutung, wie in den besprochenen Comp. 

βορβοροτάραξις, f> Aristoph. Eq, 309 = Schlammam- 
rührer, d. h. Unruhstifter. Hier scheint mir nun das Abstr. 
τάραξις an derjenigen Stelle zu stehen, wo wir es in Bildm^en 
wie λυαίπονος (wofür πονό^υαις gefordert wird} vermissen. Das 
Comp, bedeutet nicht „die Umrtthrung des Schlammes", son- 
dern etwa „die Schlammumrtthrung bewirkend" (ebenso wäre 
das geforderte πονόλυ/κς für haarovin: ^ die Lösung der Mühe 
bewirkend. Ein nomen agentis auf ursprüngliches n, wie Leo 



b,GoogIc 



S71 

Meyer will, können wir nicht darin erkennen'), ßopßopo- ctnp. i 
τάραξις mOeste nach der Analogie der übrigen Comp, mit 
Äbetr. anf <n eigentlich ταραζιβάρβορος la,atea (cf. auch ταραζίχαλκ 
= die Stadt verwirrend , ταραξιχάραως, ταράζίττποΐ). — Ebenso 
ist ώτοχάταξις, wc, δ gebildet. Es bedeutet „Klopffechter, 
dem die Ohrea zerschlagen oder zerquetscht sind" Luc. Et M. 
Poll. Hesych. eig. ^= mit Ohrenzerechlagung; χατ4ξο>τος würde 
nicht auffallen. — Auch l&sst sich πολάΧεξις anführen = „m* 
vielen Worten beetehend* als Mut. mit Abstr. auf m im 2. Gl. 
Mit Suffizwechsel &ηρολέξης Wortjäger (cf. iiefi'#iy/>); vgl. 
auch )£σ:οτάχτης, ποιχι^μήτι^ς und dgl. Wenn man uns nun 
Bchlieeelich noch den Einwand machen wollte, es sei doch auf- 
fallend, dass hier Abstr. in dem Sinne ron Partie, erecheinen 
sollten (cf. λυαίπονος = die Mühe ISsend), so verweisen wir 
auf nnsere Entwicklung oben bei den Comp, mit syothet. 2. Ol., 
denen ja auch Abstr. zu Grunde lagen, deren Bedeutung in der 
Znes. aber mit derjenigen eines Partie, sich ganz frappant berührte. 
Dies führt uns auf den wichtigsten Punkt, in dem wir 
mit Schönberg nicht einer Ansicht sein können. Wir haben 
as- und a-Stämme mit so gnt wie parttc. Bedeutung im 2. Gl. 
der Synth, beobachtet; wir haben ferner gesehen, dass mit ganz 
derselben Bedeutung Äbetracta im 1. Gl. stehen können (cf. die 
Abstr. auf ai); ferner wissen wir, dase die einfachen Adj. auf 
ες nur selten, die Abstr. sehr häufig sind; danach muse es ans 
wahrscheinlich sein, dass die von Schönberg im 1. Gl. unsrer 
Comp, gefundenen as-Stämme ebenfalls ursprünglich Abstr. sind, 
nicht, wie Schönberg will, as-Stämme mit der Bedeutung von 
Nom. agent. Auch hier wie dort müssen dieselben Berührungs- 
punkte zwischen Abstr. und Part, zu finden sein; μισόδιημος 



1) Er vergleicht lat. Αή). wio for-ti-, mi-li- und das griecfa. νηβτι•; 
wir haben bereite oben entwickelt, dass dies letztere ganz vereinzelte Bei- 
spiel aus dem Qriecit. sicli am beetea ale Unt. faesen läset; von der Υ sä 
masBte ein Abstr. ίστι- aue id-rt gebildet werden können ^ daa E»en; 
V1J + £<πι- gäbe i^in-i•, wae nothweadig „oline Essen, nUclitern" bedeateo 
nmsate (cf. vjj^E^i^ohne Erbarmen, ΐ7]χερ3ής ^ ohne Gewinn); wir wie- 
eeu demnach im Oriech. kein eiazlges einfachei At^. anf n. 



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bros. (camera = Kammer; aber camero nur = wölben, also 
könnte es, wenn ee von dem Verb kommen sollte, nur beden- 
lea = dre^ewölbt; Georges: tres und cameratus); expecu- 
liätus Plaut, des Vermögens beraubt. 

•' ito selten, z. B. tractomelttns. , 

Suff, äto und ito haben adjectiTischen Charakter. 

'- Suff, ant in quadrupedans auf 4 Füssen gehend Plaut. 

Ov. Att. Enn. Virg. PI. (ped-; an eine eigentliche Partici- 
pialform kann hier nicht gedacht werden); regammans ron 
Gestalt eines Doppelgamma Gromet. vet.; unanimans = una- 
nimns Plaut. Amm. (unanimas — einmttthig; aber animo = 
blasen, beseelen, was gar nicht passt); ant hat entsdiieden 
adjectiTischen Charakter. — Vereinzeltere Bildungen werden 
in dem vollständigen Verzeichniss ihre Stelle finden. 

Es fällt sogleich in die Augen, dass im Lat. mehr von 
den nenzutretenden Suff, deutlich adjectiviecher Natur sind und 
offenbar den Zweck haben, den adjectivischen Charakter des 
Comp, zn erhöhen: äli, i&li, äno, äneo, έηο, !no, äto, 
ito, ant, vielleicht auch i tragen dies Gepräge. Dem stellt 
das Griech. nur Fsvt, το, täto, adto, wohl auch co an die 
Seite. Dagegen haben griech. o, rj, a, τα, i3, ta und lat. ο 
wohl nicht diesen Charakter. 

So beobachten wir denn eine deutliche Stufenleiter; in 
der 1. Gruppe haben wir das 2. Glied ohne Formveränderang 
(nur Einiges wird bei bestimmten Suffixen zu der Unterschei- 
dung der Geschlechter nöthig); in der 2. Gruppe finden wir 
nur leichte Uodificatioaen des Suffixes; einige derselben zeigen 
sogar die Immutata, was am deutlichsten dagegen zeugt, dasB 
sie den adjectivischen Charakter des Compositums hervorheben 
sollen; andre (z. B. er) modificiren sich allerdings in adjectiv. 
Weise. Die 3. Gruppe zeigt den Wechsel verschiedener Suffixe, 
der zum Theil nur auf einer erhöhten Modification derselben 
beruht. Manche dieser Wechsel sind gewiss eingetreten, um 
dem Worte den adjectivischen Charakter zu verstärken; von 
anderen läset sich das nicht behaupten. Die 4. Gruppe bietet 



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8β1 

eioige nenzutretende Sufßxe, die nicht daza za dienen Bebet- enp. ■ 
iien, den adjectivlscheo Charakter des Comp, herrorzaheben ; 
andere, und zwar uamentlicb die meisten lateinischen, lassen 
schwer eine andere Erklärung zn. 

Es liegt auf der Hand, dass fflr uns diejenigen Comp, am 
wichtigsten sind, deren 2. Glied gar keine Form Veränderung 
erlitten bat; am wenigsten aber die, welche deutlich ein neu- 
bJQZugetretenes SuFßx adjectivischer Natur aufweisen. 

Wenn es ans nun auch vorherrschend an der genaueren 
D urchforechung der Schlnssglieder liegen muss, so kommt f(tr 
die weitere Classification doch auch dae 1. Glied in Betracht 
and wir können es daher nicht vermeiden , eine zahlreiche 
Gruppe von Compos. hier zur Beeprechnug zu bringen, deren 
1. Glied der Erklärung grosse Schwierigkeiten bietet und von 
den Gelehrten auseerordentlJch versobieden benrlibeiU wird. 
Ich meine Wörter wie τερφίμβροτος, φυγοπτάλίμοζ, τανό- 
κεπλος und sehr viele andre. Zwei neuere Arbeiten besobäf• 
tigen eich ausschliesslich mit diesen Compoe. und suehen sie anf 
völlig verschiedene Art zu erklären. Die eine von Clemm ') 
will in dem 1. Gl. all dieser Zusammensetzungen Verbalstämme 
finden, wie schon ihr Titel besagt. Die andere von Schoen- 
berg^) erklärt all diese 1. Glieder für ursprüngliche as-Stämme 
mit der Bedeutung von Nominibus agentium. Andere Aneichten 
finden wir von Bopp, Pott, Benary, Justi, Leo Meyer 
α. Α. verfochten. Trotzdem nun aber diese Composita schon 
vielfach genau untersucht und viel Scharfsinn »nf ihre Erkl&~ 
ruDg verwandt worden ist, mues ich doch gesteben, daes mir 
die Frage nicht hinlänglich geklärt zu sein scheint. leb be- 
kenne es offen, dass ich mir nur theilweise Ober die hierber- 
gebOrigen Comp, eine feste Ansicht habe bilden können. Bei 

1) De compoiitie Oraecia qu&e β verbis inciplunt, diae. Insng. eet. 
ecripeil Vilelroue CUmm, Giaeae 1867. 

3) Ueber grieübiscbe Coraposita, ia deren ereleo Gliedern viele 
Grammatiker Verba erkennen ii. t. w. VOQ Gustav äuhöaberg, UiUu 
1866 (Doi'paler UagtsterBcbrifl}. 



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862 

- deo bie)ierigen ErkläruDgen aber darf man, wie ich glaube, 
nicht stehen bleiben. 

Έβ zerfallen diese Composita in zwei Haiiptgruppen ; die 
eine zeigt ein Sigma, z, B. τερφΐμβροτος u. dgl.; die andere 
hat keinee, wie ψΐρασπιζ, τανόπ^πΧος η. dgl. Je nachdem 
die Gelehrten nun von der 1. oder 2. Kauptgrnppe ausgingen, 
ist ihre Erklärung verschieden ausgefallen. Clemm beginnt mit 
denjenigen Compositis, die anscheinend bloss die reine Verbal- 
warzel (resp.-Stamm) im \. 61. aufweisen und läset dann die 
Wurzel durch das Verbum snbst. ες erweitert werden, woran 
dann wieder seine Binderoeale treten u. β. w. Schoenberg 
findet in den sigmatiseben Anfangegliedern Formen, die ihn aaf 
alte ae-Stämme schliessen lassen und sucht dann die asigmati- 
sehen als rerstammelte ae-Stämme nachzuweisen durch die Aoa- 
It^e ähnlicher Verstümmelungen bei sicheren ae-StäJnmen. Wir 
können nun »idit lengnen, daes uns der ganze Gang Sohöa- 
bergs methodisch richtiger scheint und wenn wir ihm aoch 
in wichtigen Paukten nicht beistimmen können, so fusst doch 
uDsre Ansicht zum Theil auf den durch ihn gewonnenen Re- 
sultaten. 

Was nun zunächst die Glemmscbe Arbeit betrifft, so mäs- 
een wir ihr das Verdienet zusprechen, dase sie dae Material in 
grosser Vollständigkeit und wohlgeordnet darbietet; nicht we- 
niger, daes sie in Bekämpfung gegneriecher Ansichten mit 
grosser Gründlichkeit und vielfach mit Geechiok zu Werke 
geht; so glauben wir uns zum Beispiel einer Widerlegung der 
Justischen Participialtiieorie entschtagen zu dürfen, da Clemm 
die wichtigsten Argumente dagegen bereits angefahrt hat. 
Nicht ebenso günstig vermögen wir über des Verfassere eigene 
Ansicht zu urtheilen. Vor allem hätte man eine eingehendere 
Begründung dafür erwarten müssen, dass überhaupt der reine 
Verbaletamm in einem Nominalcompositum auftreten dürfe. 
Ich meinestheils zweifle überhaupt daran, dase der Verbaletamm 
als eolcher mit einem NomJnaletamm zusammengesetzt werden 
könne. Die germaniechen sogenannten Imperativischen Ζαββ. 
sind ganz anderer Natur, denn sie enthalten eine Flexioneform 



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des Verbs (den Imperativ) uod sind somil ZnBamiueiirHckiingen. ( 
Comp, wie Schreibfeder u. dgl. eDthalten im 1. Θ1. den sub- 
stantivirten Ιαβα., also = Feder zum Schreibeo a. dgl., wie 
wir nnten genauer beeprectien werden. Ebensowenig darf man 
von einer Comp, mit dem Verbum bei denjenigen eek. Zns». 
reden, die im 2. Gl. den Verbalstamm in der Bedeutung eines 
Nom. agent. (Part.) zu enthalten scheinen; denn da wir auch 
selbständige Nomina vorfinden, deren Stamm =; dem Verbal- 
stamm ohne Suffix ist, so hindert nichts, ähnliche Nomina auch 
im 2, Gl. der erwähnten Zuss. anzunehmen '). Aue dem Lat. 
wird man am wenigsten eine Stütze dieser Theorie-en beibringen 
können. In keiner indogermanieclien Sprache exietiren Nomi- 
nalzusammensetzungen (von den Zusammen rUckungen ist da- 
bei natttrlich nicht die Rede), in denen man ein verbales Glied 
annehmen mnss. Wir werden daher die Möglichkeit einer 
solchen Compoeilionsweise von Verbalstamm und Nomen fürs 
Griech. gar nicht ohne Weiteres zugeben können ; vielm^r 
hätte dieselbe eingehend erörtert werden müssen, loh fdr 
mein Theil muse an der Möglichkeit einer Zusammeosetzang 
des Nomens mit dem Verbum schon darum zweifeln, weil ich 
mich mit der Bedeutung eines solchen Comp, nicht auseinan- 
dersetzen könnte. Denn das Verbum im strengen Sinne des 
Wortes ist, wie wir oben gesehen, stets Verbum finitum. 
Wenn man aber in den besprochenen Comp, das Verb im Sinne 
eines Particips finden will, so ist fUr mich das eine contra- 
dictio in adjecto; denn wenn das Verb die Bedeutung eines 
Partie, hat, so hat es die Bedeutung eines Nomens {da 
das Partie. Nomen ist); ein Verb aber, das die Bedeutung 
eines Nomons haben soll, ist nicht denkbar, denn damit ist 
der Begriff des Verbum auTgeboben; Verb und Nomen sind 
Gegensätze, die sich nicht vereinen lassen. 



i) Die selbständigen Nomina sind übrigens meist Nom. actionie, 
viel seltner Mom. agent. und aus dieaem Grunde möphte mnn anth diese 
ssk. Comp, gern für Mulata ansehen mit einem Nom. act. tu 2. Gl ; nur 
macht der Accent oft Scbwierigkeiteo; leider koaiieti wir auf diee inter• 
eeeaate Thema hier nicht eingeben. 



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864 

ι- Wenn ans βαη Clemm eine Reihe von Compoe. auffuhrt, 

in denen allerdinge nur der reine VerbaUtanim (resp. -Wurzel) 
im 1. Gl. zu stecken scheint, so liegt vor allem die Vermutbong 
aoeeerordentlich nah, daes diese Formen nur verstümmelte sind 
und die formelle Uebereinstimmung dieser 1. Gl. mit Verbal- 
stänunen beweist noch nicht im Entferntesten, dass sie wirklich 
VerbaUt&mme sind. Clemm aber sagt uns bloss S. 15 : „Quae- 
cunque adhuc composita protulimus, ita comparala sunt, at a 
verbis iocipere, non a nominibus, nemo negsre possit." Zwar 
erwähnt Clemm (auf derselben S.), daes von diesen Verbal- 
stämmen aach Substantiva existiren, die man in dem 1. 61. 
der betreffenden Comp, suchen könnte, wie z. B. ein läaoz 70n 
μια•: „sed quis idcirco μίσόαψακ constare dixerit e duobns /öok 
et ^μκ snbstantivis, cum praeeertim in solo nominattYO illiue 
BufSzum Sit ος, tbema autem, quod constet ad componenda 
Tooabula adhiberi, sonet /κιτ-εΐ-?" Da verweist uns aber Schoen- 
berg (S. 31) mit vollem Recht auf Composita wie άυϋονάμοί 
Aesch. Blumen abweidend, μevaFeιxής Honi. u. dgl-, in deren 
1. Gl. ebenfalls die Themata άνΒίς-, μεινς- die Form άν&ο-, /levo- 
aageDommen haben. Ganz so kann μιαες- zu μιαο- geworden 
sein. So müssen wir denn gestehen, daes wir durch Clemm 
keineswegs davon überzeugt sind, in Compos. wie μιαόάψιοΐ^ 
φέρααπκ und ähnlichen stecke der Verbalstamm im 1. Gl. Wir 
finden eben, dass auch Nomina sehr wohl dieselben Gestalten 
annehmen können, wie wir sie hier finden und sehen daher 
nicht den geringsten Grund ein, auf diese Thatsachen hin dem 
Griecb. eine ganz eigenartige (schon princjpiell schwer haltbare) 
Compositionsweise zuzusprechen. Die Schwierigkeit wächst 
aber, wenn Clemm nun auch die dgmatischen Comp., welche 
das Gepräge enger Verwandtschaft mit den asigmatischen an 
sich tragen, auf dieselbe Weise erklären will. Er kann es sich 
nicht verhehlen, dass die 1. Gl. dieser sigmatischen Zuss. 
nur zu oft ganz mit wirklich vorhandenen Comp, auf σι (ans 
ti) übereinstimmen und es ist unzweifelhaft verdienstlich, dase 
Clemm gewissenhaft S. 33 fli. diese Comp, anführt „qaorum 
meiubra priora formis nominalibus exaequantur", z. B. ein 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



iTaoaUonoi neben παΰσις, ein άφί&υμος neben δφις, ein cmp. η 
^λασίχ&ων neben ϊλασίζ und sehr v. a. AUerdinge folgt dann 
auch eine grosse Reihe von Comp., zu denen kein entspre- 
chendes Nomen TOrbanden ist. Das β dieser Comp, wird von 
Gleram für das Verbum snbst. erklärt, wie wir dasselbe auch 
im Aorist vorfinden. Dabei bleibt aber ganz unverständlich, 
weswegen denn gerade das t so ausserordentlich häufig hinter 
dem α auftritt in so merkwürdiger Uebereinstimmung mit den 
Abstr. auf <k; (iberhaupt erleichtert eich Clemm die schwierige 
Arbeit der Formenerklärnng wesentlich dadurch, dase er je 
nach Bedürf^ise die verschiedenartigsten Laute als ^Binde- 
voeale" an seine Verbaletämme treten läset. Wenn wir sehon 
einen ^Bindevocal" statuiren wollen, so würden wir nach son- 
stiger Analogie doch vor allem σ erwarten; dies findet sich 
aber nnr in wenigen sjgmatlschen Comp., vielmehr ist t durch- 
aus die Regel. Nacfa alledem hat uns Clemm keineswegs über• 
zeugen können '). 

Viel mehr Wahrscheinlichkeit hat schon Schoenbergs 
Ansicht für sich. Er geht davon aus tS. 5), die veraohiedenen 
Qeslaltungen der as-Stämme in einigen indogermaniecben Spra• 
chen zu verfolgen, wendet sich dann (8. 10 fll.) gegen die Lehre 
vom Compositionevocal und untersucht (8. 14 fll.) die e-Sttmme 
in Verben. Darauf macht er sich an das eigentliche Thema 
nnd betrachtet (S. 18 fll.) die verschiedenen Formen, welche 
die griech. as-Stämme in der Composition als 1. Glieder an• 
nehmen und findet, dass sie 1) in unveränderter thematischer 
Form erscheinen, z. B. σελασφόρος, σαχέσπαλος η. a. 2) das 
σ verlieren, ζ, Β. in μενοΡειχής, χαλλίαφαρος u. a. 3) statt 
des Suff, ας (ας, ος, e?) ein am (at), oi (aus otn), eai (n) zeigen, 
cf. namentlich ίγχε<^ιωρος, τειχεαιπλ^τα, Άργειφάντ^ς u. a. Mit 
diesen verschiedenen GeetaltaDgen des SnfT. ae findet er nun 
im 1. Gl. der f^glichen Comp, ganz frappante Uebereinstim- 
mung (S, 30 fil.). So vergleicht er z. B. φερέσβιος Hes. = 



1) Auch RoDrad Zacher a. λ. 0. erklärt sich i 
wichtiger Argumente gegen Clemm. 



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ι- Leben hervorbringend und dgl. mit Api^ßtot Hom. anf den 
Bergen lebend; φυγοπτόλεμος and dgl. mit μανοΡειχής and 
fthnlicheti; ψέρασπιςτώίψ£ϋ§άγγΐλος•, λα&ιχ-ηαής=^ Kammer 
•tillend mit ΚρατισΟ^ένης; ταμεσίχρως nät Ιγχεαίμωρας ood 
dgl. Anf diese ttliereinstimmende Formation des 1. CiL hinge- 
vieeen za haben, ist ein eotechiedenee Verdienet der Schoen- 
bei^chen Arbeit. — UnglAcklich aber scheint uns Schoenberg 
bei der Erklärnng von Comp, wie γαμφίχοικ, πλήζαιπος und dgl. 
zn sein. Es ist alhaviel, was er ins Gebiet der ae-St&mme 
ziehen will. Dase hier und in ähnlichen Bildungen das ε eines 
η repr (inglichen ες ausgefallen sei, hätte ganz andere bewiesen 
werden mfiseen, als wir dies in der SchoenbergscheD Arbeit 
finden; wenn τψησ- in Τιρήσανδρος aus τιμα-ες entstanden sein 
soll und zum Beweis, dase dieser Vorgang möglich sei, der 
Aor. I ehaa ans έίύεαα^ das lat. amäre ans amäase angefahrt 
wird, 80 läset sich doch viel besser das wirklich vorhandene 
τΙμΐ)σΐζ darin vermnthen, als jenes theoretisch conetrnirte 
τψα-ες; Τιμήαανδρος faiesse etwa = dem Manne Schätzung, 
Ehre bietend fflr den Mann Ehre habend, d. h. den Μααη 
ehrend. Dass ein ίλααίχ&ων auf theoret. Ιλα-ες-ι zurOckkomme 
und nicht vielmehr einfach mit ίλασις zusammengesetzt sein 
soll, scheint mir eine sehr bedenkliche Annahme; namentlich 
wird bei dieser Deutung auch das so auffallend häufige Vor- 
kommen des c hinter dem σ unerklärt bleiben, denn dass daa 
Suff, as ursprünglich asi lautete, wie Schönberg annimmt, und 
dass dieee Comp, die ältere Form des Suff, aufweisen, ist ohne 
alle Wahrscheinlichkeit. Als Beweis führt Schönberg die ssk. 
Formen dhamasi, vamasi, parnasi, sänasi an. Man bedenke 
aber, daes hier in den 3 ersten Beispielen gar nicht von dem 
einfachen primären as (oder älterem aei) die Rede sein kann, 
da auch das vorhergehende η zum Suffix gehört; die Warseln 
sind ja dhar, var, par; hienach läset sich erwarten, dass auch 
das einzig übrig bleibende sänasi ebenso zu erklären wäre. 
Somit wird durch diese Formen fUr das alte primäre as nichts 
bewiesen. — Die Ansicht nun, dass Gomposita, wie ipual^&ati 
u. dgl. Abstracta auf m (alt ti) wie ίρασις in ihrem 1. GL 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



367 

aafweieen, hat bereite Pott in der 1. Aufl. seiner Etym. Forsch, α 
1 ρ. Θ0 verfochten. Ihm ist auch Bopp (a. a. O. $ 96fi) bei- 
getreten. Auch die zahlreichen α,αΐ εσι auegehenden I.Glieder 
lieeeen eich sehr gut als Abstr. mit Suff, σι taaeea und würdeu 
dann zu re^leichen sein mit Bildungen wie γένεαις α. dgl. 
Selbst in Comp, wie ψερέσβιος, ψερεβαώιψ sncht Bopp ein Abstr. 
auf m {ψέρεοίς). Was nun diese Abstr. selbst betrifft, so sind 
sie in sehr rielen Fällen selbständig vorhanden (cf. Clemm• 
Veroeichnisee) und entsprechen genau dem 1. Gl. der frt^lichen 
Comp. In vielen Fällen iet'aber ein eolcbee Abstr. auch nicht 
zu finden und kann nur theoretisch angesetzt werden. Mir 
scheint dies aber gar nicht gegen diese Theorie zu sprechen. 
Denn es ist doch durchaus dem Geiste der Sprache gemäse, 
wenn im Lauf der Zeit ein solches 1. Gl. gar nicht selbständig 
vorhanden zu sein brauchte, sondern erst mit und zum Zwecke 
der Composition nach Analogie der schon vorhandenen Bil- 
dungen dieser Art geschaffen wurde. Wir haben ja bereite 
gesehen, dass die von uns sogenannten synthetischen Comp, 
ganz auf demselben Princip der Bildung beruhen, nur dass bei 
ihnen das 2. Gl. in dieser Weise erst mit und zum Zwecke 
der Zusammensetzung geschaffen wird. Ganz ebenso wenig, 
wie zu Compositis, wie etwa άναρομανής η. sehr ν. a. (s. oben) 
ein Subst. ^awc, εκ (oder nach der Meinung anderer ein Adj. 
μανήΐ) zu existiren braucht, vielmehr dasselbe erst zum Zwecke 
der Composition ins Leben tritt, ganz ebensowenig darf man 
an eine Sprache, die solche synthetische Bildungen in reichster 
Fülle entwickelt, das Verlangen stellen, dass etwa ein 1. Gl. 
wie τ<ψ£<η- in ταμεσ^ρ<ος u. dgl. schon selbständig existiren 
solle. Wir hätten hier also auch eine Art von synthet. Comp., 
bei denen nur das 1. Gl. das nengeschafTene ist. — Ebenso- 
wenig schlagend ist der Einwand von Curtius '), dass nämlich 
die wirklich vorhandenen Abstracta nicht immer zum 1. Gl. 
der Comp, stimmen, z. B. ατΰαις gegenüber στησί-χορθζ. Ein 



1) Üe 
ins Feld gefUbrt 



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- eolch,e8 <τΐτι<ήχορος braacht gar nicht direkl mit ιτταΛς- componirt 
zu sein, sondern kann sehr gut einfach nach Analogie τοη 
Bildungen wie μνηαίοεος (/iw«, wie dort »ΤΓα\ μνηοιπ^μων α. dgl. 
flntet>inden sein ')- Mit demselben Rechte müeste man für die 
Synth, auf 6/>pyf a. B. ein Subet. ϊργοίζ, εος verlangen und An- 
8t08s daran nehmen, dass bloss ein Ipyov, ου existirt. 

Ein andres Argument, das Glemm gegen diese von Pott 
nnd Bopp vertretene Ansicht ins Feld ftthrt, ist die dabei an• 
zunehmende Uuistellung der Olieder. Dass eine solche in ei- 
ner Reihe von immutirten Compos. vorhanden ist, haben wir 
oben gezeigt. Clemm ist auch der Ansicht, dass die oompo- 
sita dependentiae eine solche umgekehrte Stellung der Q-lieder 
haben können, nur den attributiven (possessiven, unseren 
Mut. von X -f- Subst.), zu denen unsre Zuss. gehören müeeen, 
will er das nicht einräumen. S. 47 sagt er: ^hoc prae ceterie 
proprinm babent dependentiae compoeita, quod in eis membro- 
rum ordo ei legi astrictue non eet, nt membrum regens locam 
obtineat posteriorem, sed qnod, prior pars a posteriore an a 
priore posterior regatur nihil interest. Cf. igitur οίχογεν^ς, 
θεά&ντο! et άξιόΧηγος, χλυτόδοςοζ in Ulis vocabula, quorum casaam 
structnram quandam esse cogitatione fingimus, antecednnt, in 
Ms snbsecnntur. Quod multo fit aliter in attributivis, quo in 
genere membrorum ordo perinde jam non est sed id vocabalum, 
qnod rationem primariam composito expressam aecnratius de- 
finit, sive id per casuum quandam structnram fieri sive minus 
cogitamus, semper priorem obtinere locum videmus". Diese 
Behauptung können wir Clemm nicht zugestehen, vielmehr 
giebt es im Oriech. auch attributive Comp. (Bahuvrihi) mit 
umgekehrter Stellung. 

&υμολέων iQwenmnthig kommt schon bei Homer vor nnd 
bedeutet „mit dem Muthe des Löwen, den Muth des Löwen 
habend", müeste also nach Clemm's Ansicht ^οντόί^υμ/κ heissen. 

χειροαράχων mitUrachenhänden, schlangenarmig Ear. ßl. 



1) Boppe Erklärung einer eokhen Diaharmonie wie ιπάοις gegeD&ber 
itnjai^opui können wir nicht beipflichten. 



b,GoogIc 



1345. Hier mUsste man οραχοντόχεφ erwarten, deon δράκων ca 
ist das bestimiDende, χειρ das beeümmte Glied. 

ποδηνεμος Homer, heiset nicht fueswiudig, eonderu wiud- 
füssig, Fasse habend, die dem Winde gleich sind. 

/&υγχελέφας, αντος (^ύγχος, ίλίφας) Aath., mit einem Ele- 
phantenrQssel , den Rüssel eines Elephanteu habend, wo wir 
die umgekehrte Stellung erwarten. — Weon man einweudea 
wollte, dass dies doch nur wenige Beispiele für die ältere 
Sprache wären, so ist zu erwidern, dass aach die Immnt. mit 
umgekehrter Stellang in der älteren Sprache nar vereinzelt 
vorhanden sind. — Nicht anders als χεφοδράχων uad dgl. wird 
man auch ^ιχήπονοζ, παιισί^ποζ erklären können. Dann aber 
glaube ich, durchaus nicht, dass bei all den hergehörigen Comp, 
nothwendig eine luTersiou der Glieder anzunehmen ist: 

ταΧααΙφρων == dul dun gs sinnig, duldungsmüthig, d. h, eben 
einen duldenden Sinn habend. 

άρπαξ'φιος vom Raube lebend {βρπαξιζ theor. = Raub). 

σχιρτοπ6α•ης, ou, 6 {βχφτάώ) springfüesig, Σάτυροι, Anth., 
bedeutet offenbar, „Fiisse habend, die zum Sprung geeignet 
Bind"; Bprungfttssig könnten auch wir im Deutschen Tortreff- 
lich sagen {platt wäre ^ mit den Füssen springend). 

άΧγεσίόωρος = Schmerz bringend tcf. d^egen άλγεαί&υμοΐ 
= Herz kränkend). 

είνοσίφυλλος die Blätter in Erschütterung (eimmr;) bringend 
Hom. 

ίλχεαίπεπ^ος, ίλχεχίτων Hom. lässt sich ebensogut wie 
aGewand, Leibrock schleppend" durch „schleppgewandig" 
erklären , wo das 1. Ol. ebenfalls ursprünglich Abstr. (das 
Schleppen) ist (s. unten mehr) also etwa = „mit einem Ge- 
wände zum Schleppen" (βλχεαις). 

ταζίψολίος Theophr. = mit geordneten, in einer Reihe 
stehenden Blättern; eig. = die Blätter in bestimmter Ordnung 
{τάξις) habend, was dem Sinne nach = mit geordneten Bl. 

τελεοιουργό(= Werk vollendend Plat. und andere = das 
Werk zur Vollendung bringend, ebenso gut wie „Vollendung 
des Werkes habend". 

u 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



870 

ι- τελεσί^ρομσς den Lauf roUendend. 

ριγεαίβιος io Kälte lebend =■- mit einem Leben in der 
Kälte; umgekehrt „mit der' Kälte des Lebens' wäre hier nicht 
möglich. 

aevoSouz Hes7oh, = mit den Zähnen Schaden (onw, βος) 
biiDgend, d. h. ,Z&hne habend, welche a. bringen; Zähne znm 
Schaden habend' (vgl. auch ein Deutsches reieezähoig 
= Zähne zum Reieeen habend, was also ganz ähnlich gedacht ist). 

μελεσίπτεροΐ Anth. mit den Flügeln singend, wohl eig. 
= mit SingflUgeln, „Flügeln des Geeanges" (cf. Singvogel = 
singender Vogel, eig. Vogel zum Singen, Vogel des 6essi^e, 
Glesangrogel). 

xaStdvetpa = die Männer zum xüS<k bringend, wae nicht 
schlechter ist, als „den Männern χϋδος bringend". 

γαμφίπους =■- einen Fuss habend, der zor Beugung, Krüm- 
mung geschickt ist, etwa „krümmungsfuseig* und dgl. m. 

JedenTalls kommen wir bei anderen Theorieen ebensowe- 
nig aus der Schwierigkeit heraus, sie haftet nicht unserer mehr, 
als anderen , auch der Clemm'schen, an. Vielleicht trifft man 
das Richtige, wenn man den Grund dafür, daes die grosse 
Mehrzahl der einschiffigen Comp. Inversion der Glieder zeigt, 
darin sucht, dass das Griech, eich scheute, einen i-Stamm 
als Schlusstheil eines Ädj. aufzunehmen, da dies Suff, beim Adj. 
sonst nicht zu Hause ist. 

Endlich wollen wir noch daraufhinweisen, dass in einigen 
Bildungen unserer Ansicht nach das Griech. dieselben Abstr. 
auf Ol (γ() ganz regulär im 2. Gl. aufweist und zwar in ähnli- 
cher Bedeutung, wie in den besprochenen Comp. 

βαρβοροτάραξίζ, h Aristoph. Eq. 309 = Scfalammam- 
rührer, d. h. Unruhstifter. Hier scheint mir nun das Abetr. 
τάραξις an derjenigen Stelle zu stehen, wo wir es in Bildnngen 
wie λυαίπονος (wofür πονόλαβις gefordert wird) vermisseB. Das 
Comp, bedeutet nicht „die UmrUhrung des Schlammes", βοβ- 
dern etwa „die Schlammumrührung bewirkend" (ebenso wäre 
das geforderte πον6λυ<κς für L•σiπowς =^ die Lösung der MQhe 
bewirkend. Ein nomen agentis auf ursprüngliches τι, wie Leo 



b, Google 



371 

Meyer will, kanneo wir nicht darin erkennen')• 'ßopßopo- c»mp. i 
τάραξίί müsste nach der Analogie der übrigen Comp, mit 
Äbetr. auf Λ eigentlich ταραξιβάρβσρο•: l&uien icL• auch ταραζίπσ^ΐις 
= die Stadt verwirrend, ταραξιχάρόιος, ταράζαποζ). — Ebenso 
ist ώτοχάταξις, ιος^ δ gebildet. Es bedeutet aKlopfifechter, 
dem die Ohren zerschlagen oder zerquetscht sind" Luc. Et M. 
Poll. Hesych. eig. = mit Ohrenzerschlagnng ; χατάξαίτικ würde 
nicht auffallen. — Auch läset sich ηολύλεζις anfilhren := „aup 
vielen Worten bestehend' als Mut, mit Abstr. auf <λ im 2. Gl. 
Mit Suffixwechsel &ηρολέξι^ς Wortjäger (cf. λεξίίίηρ')•. Tgl. 
auch L•tπoτάxτης, πο(χιΙομί]Γης und dgl. Wenn man uns nun 
schlieselich noch den Einwand machen wollte, es sei doch auf- 
fallend, dasB hier Abstr. in dem Sinne von Partie, erscheinen 
sollten (cf. λυσίπονος = die Mühe lösend), so verweisen wir 
auf unsere Entwicklung oben bei den Comp, mit synthet. 2. Gl,, 
denen ja auch Abstr. zu Gründe lagen, deren Bedeutung in der 
ZuBs. aber mit derj enigen eines Partie, sich ganz frappant berührte. 
Dies führt uns auf den wichtigsten Punkt, in dem wir 
mit Schönberg nicht einer Ansicht sein können. Wir haben 
as- und a-Stänime mit so gut wie partic. Bedeutung im 2. Gl. 
der Synth, beobachtet; wir haben ferner gesehen, dass mit ganz 
derselben Bedeutung Abstracta im 1. Gl. stehen können (cf. die 
Abstr. auf oi); femer wissen wir, dass die einfachen Ädj. auf 
ες nur selten, die Abetr. sehr häutig sind; danach muss es uns 
wahrscheinlich sein, dass die von Schönberg im 1. Gl. uusrer 
Comp, gefundenen as-Stämme ebenfalls ursprünglich Abstr. sind, 
nicht, wie Schönberg will, as-Stämme mit der Bedeutung von 
Nom. agent. Auch hier wie dort mUssen dieselben Berührungs- 
punkte zwischen Abstr. und Part, zu finden sein; μισόίημος 



1) Er vergleicht !at. Adj. wie for-ti-, mi-li- und dae griech. νηατι•', 
wir beben bereita oben entwickelt^ dasB dies letztere ganz vereinzelte Bei- 
spiel aue dem Orledi. eich am beBlen als Uut. faesen läset; von der Υ ei 
iDDSBte ein Abstr. iart- aus έΰ-π gebildet werden können ^ dae Εϊίβη; 
fjj + εβπ- gäbe ν^στι-, waa notbwendig „obne Eaeen, nüchtern" berteatea 
rausate (cf. tijie^i^ohne Erbarmen, v^ii/iJijc =; ohne Gewinn); wir wie- 
sen demnach im Oriech. kein einzigee eiufaabe* Aäj, auf n. 



b, Google 



5?2 

c*Bp. Ββ- AriBtoph. Plat. Xen. läset eich erklären „Haee gegen das 
Volk habend" oder „dee Volk haesend"; beides koioint offen- 
bar aaf dasselbe heraus (so noch viele andere Comp, mit μιαο-, 
Β. das Verzeichniss unten); {^εΐξίψρων Eur. = „Ergötznog 
des Sinnes habend , bietend" oder nherzergötzend" ist offenbar 
dasselbe; und dgl. m. Um die Berührung von Abstr. und Part, 
in der Znss. zu verdeutlichen, führe ich ein Paar Comp, an, in 
deren 1. Ol. offenbar ein Abstr. steckt, das wir aber am besten 
durch ein Particip (oder Adj.) tibertragen können, wo dieUeber- 
tregung durch ein Abstr. sich sogar meist ungeschickt ausnimmt. 

άναγχ63αχραζ Aesch. in Bekk. An. sich zu Tbränen 
zwingend (wie angeschickt wäre ezwang-thränig" oder dgl.)- 

άναγχ6σιτο<: gezwungen essend Cratin. bei Athen. 

χαναχ-ήπους klangfUssig, sonipes, mit den Füssen tünend 
(von Rossen) Η es. bei Flut, {χαναχή schon bei Hom. =' Ton, 
Klang; fflr die Form des 1. Gl. cf. τηιοήποικ; für die Bedentung 
cf. 1}χ6ποικ)\ eig. = mit den Füssen Klang bewirkend, hervor- 
bringend (wie &εΧξίιρρων ^ Ergötzung des Sinnes bewirkend 
und dgl. m.). 

ίωρόδειπνος die Speisen hernmgebend. 

είνοαίψαλλος Hom. = d. Blätter schüttelnd (es ezistirt 
blos das Abstr. εινοαις =- die Erschütterung; ein Verbum, das 
dazu gehören könnte, existirt nicht; wir können nur das abstr. 
εΐΐΜίης in der Comp, vermuthen, aber wie angeschickt wäre es 
^erschütterungeblättrig" oder dgl. zu sagen). 

ανψιίηολις= dem Staate nützend Simon, fr.; ^f:^7 Nutzen 
Hom. Att.; also eig. = den Nutzen des Staates schaffend, was 
dass. ist wie dem Staate nützend. 

πίί&αρχος = den Vorgesetzten gehorchend (^ιρχή) Aesch. 
(eig. = gegen die Voiles. Gehorsam, πει9ώ^ habend; cf. aach 

στυγάδεμνοζ =^ däB Ehebett hassend Anth.; nicht von einem 
nicht vorhandenen Adj. ατυγες-^ sondern von dem Subst. οτύρκ 
εοζ = Uass, Absehen Aesch.; also = Abscheu habend gegen; 
d. E., was genau dasselbe ist wie ,d. E. hassend". 

μαχεσίχρανος mit langer Kuppe, Federbnsch, Hesjrofa. 

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878 

nach Lob. aus Aesch.; μσχος, ΐος= die L&nge; nur dies Wort ctapi 
kann in dem 1. Ol. des Comp, gesacht werden und zwar bat 
es hier die Bedeutung des Ädj. lang. 

πΧσυτόχ&ων aus reicher Erde Aesch,; πληΙ^όχορος viel 
tanzend Phot. {cf. (Λνοπλ-η&ής•^ eig. =^ TanzfUlle habend), 

Ε13ο9έα kann ecbwer was andres bedeutet haben als 
,gottgeetaltet, göttliche Gestalt habend" (doch nicht GuttiD der 
Gestalt ??) und dann ist es = öcoeiiijc, blos mit umgekehrter 
Stellung; und dgl. m. 

Im Deutschen existiren eine Reihe tod Comp., in deren 
1. Gl- Jakob Grimm den Verbalstamm erkennen wollte, z. B. 
Schreibfeder, Grabscheit, Giesekanne und dgl. (cf. deutsche 
Gramm. II Th. 1Θ26); S. 678 sagt Grimm: „Die eigentliche 
Verbalcompoeition erfordert den reinen, (einfachen oder ab- 
geleiteten) von alter Flexion entbundenen Stamm des Verbums. 
Weder ein Zeichen der Person, noch des Modus, noch des 
Tempus findet Eingang in die Zueammensetzung. Hieraus flieset, 
daee jede verbale Zuss. den Laut des Praesens haben müsse. " Dies 
können wir nicht zugestehen. Der Stamm des Praesens ist be- 
kanntlich keineswegs immer der reine Verbalstamm, sondern viel- 
mehr in den meisten Fällen zum Zwecke der Praesens = (also 
Tempus =) Bildung gesteigert; wenn Giesskanne den reinen 
Verbslstamm (ohne TempusmodiScation] enthalten sollte , so 
mflsste es Gusskanne lauten. Die Υ ist goth. gut und das Prae- 
Bens giuta, nhd. gieese enthält die gesteigerte Form dieses gut. 
Ebenso Reitbahn, Ύ rit und dgl. Hiernach harmonirt das 1. Gl. 
ähnlicher Zuss. in den meisten Fällen nicht mit dem reinen 
Verbalstamm. Dagegen hätte es keine Schwierigkeit, in diesen 
Compos. den substantivirten Infinitiv zu suchen. Giesskanne 
wäre = Kanne zum Giessen, Reitpferd = Pferd zum Reiten, 
Schreibfeder = Feder zum Schreiben u. s. w. S. 6Θ0 sagt 
Grimm selbst von diesen Zuss.: „Ihre Erklärung kann auf 
das Freiste und Vieldeutigste gefasst werden, meistens wird 
sie sich in den substantivisch genommeneu Infinitiv mit 
der Praeposition zu übersetzen lassen.' Es hindert uns 
nichts, diesen der Bedeutung nach passenden substantivirten 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



374 

' Infinitiv ancb mrklich in diesen Comp, anzunehmen. Denn 
auch die Form etebt ganz mit dieser Ansicht in Einklang. Dae 
Su£f. en (aus an) musste, wie schon die Vergleichung lehrt, 
bei der Gomposition seinen Nasal einbttssen. Uosre Annahme 
hat also in Bedeutung und Form die grOeste Wahrschein- 
lichkeit. Nun beachte man noch, dass wir eine Reihe von Zn- 
sammenrücknngen mit dem snbstantivirten InSni^ir aurweisen 
kennen, wo derselbe in der Bedeutung offenbar ganz mit dem 
1. Ol. der besprochenen Comp, barmouirt. Man vej^l. liebens- 
würdig, bemerkene-werth mit merk-wilrdig, denk-wflrdig; 
Lebens-zeit mit Lebe-tag und dgl. — Nun ist es sehr inter- 
essant, dass wir unter diesen Comp, mit Abstr. im 1. Gl- (denn 
der substantirirte Inf. ist ein Abstr.) mehrere haben, in denen 
das Abstr. offenbar sich der Bedeutung eines Particips genähert 
hat, leichter and bequemer durch ein Particip wie durch den 
Infinitiv aufgelöst wird, ganz wie wir dies in den meisten Fäl- 
len für nnsre griecb. Comp, behaupten massten. Singvogel 
ist ein singender Vogel, ursprünglich aber muss es ein Vo- 
gel mit der Fähigkeit des Singens, ein Gesangrogel gewesen 
sein. Springbrunnen = springender Brunnen; wie an- 
geschickt klänge „Brunnen zum Springen oder Brunnen des 
Springens" und doch muss dies die ursprüngliche Bedeutung 
gewesen sein. Springflutb = die springende Fluth, nicht 
Fluth zum Springen und doch war dies die eigentliche Bedeu- 
tung. Stinkstein ist kein Stein zum Stinken, sondern ein 
stinkender Stein; Machwerk = gemachtes Werk, nicht 
Werk zum Machen u, dgl- m. Aehnlich läset sich Raubvo- 
gel erklären als „raubender Vc^el", aber auch „Vogel des 
Raubes, der vom Raube lebt"; Tanzbär = tanzender Bär 
oder Bär zum Tanzen u. s. w. 

Wir sehen also auch an diesen deutschen Comp., dass 
das Abstr. in den Zuss. ganz die Bedeutung eines Particip 
erhalten kann, dass es in vielen Fällen auf eins herauskommen 
kann, ob wir das Comp, durch ein Abstr. oder ein Partie, auf- 
lösen (Tanzbär u. dgl.), ja dass in manchen Fällen die Auf- 
lösung durchs Abstr. bereite unbeholfen klingt, die durchs Par- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



876 

üc. riel leichter ist (Springbrunnen, Stioksteia u. dg].)- "" 
Um zu noch genauerer Analogie mit den grlecb. Bildungen zu 
gelangen, bemerke man, dass wir auch im 1. Gl. von Baha- 
vrihis dieeelben Abstr. mit participiater Bedeutung vorfinden, 
wie in den eben besprochenen Comp., z. B, triefäugig wäre 
^mit triefenden Augen"; streckblättrig wäre „mit gestreck- 
ten Blättern" oder ,die Blätter streckend", eig. = mit Blättern 
zum Strecken oder dgl. Ebenso wie wir ein „Schlepppferd" 
= ecbleppendes Pferd, ,Pferd zum Schleppen" bilden, 
können wir auch ein „schleppgewandig constrniren (=: mit 
schleppendem Oewande, oder das Gewand schleppend, eig. = 
mit einem Gewände zum Schleppen). Ein solches „schlepp- 
gewandig" würde aber gerade dem ίλκεαίτΐΐηλσς entsprechen j 
auch hier hätten wir im 1. Ol. ein Abstr., dessen Bedeutung 
in der Comp, sich am besten und gefügigsten durch ein Parti- 
cip wiedergeben lässt. £in griech. σεισοπυγίς, δος ,die Bach- 
stelze' entspricht ganz dem niederdeutschen Wippstert, 
Wacketert = Bachstelze, welches auch BahuTrihi ist. Das 
Abstr. αεΊσις (Aretae. Gal.; cf. σασ^δων Find.) entspricht dem 
Abstr. ,dae Wippen" , also aeutojtuyk = mit einer πυ;^ zur 
eeidic = πυγην αείων; ebenso Wippstert = mit einem 
Stert zum Wippen, = den Stert wippend, oder mit dem 
Stert wippend, etwagwippschwänzig, wackelscbwänzig"; 
άγηαίλαος braucht durchaus nicht direkt .das Volk führend" 
zu heissen. Es konnte zunächst bedeuten = .das Volk zur Füh- 
rung habend, d. h. zu führen habend, etwa fübrvolkig". Trief- 
äugig war = , triefende Augen habend". liier ist das trief- 
participial als Attribut zu Auge gedacht, während in άγησίλαος 
das άγηαι- partioipiel das Subst. λαός regiert. Beides kann im 
Abstr. drin liegen. Wackstert iiesse sich erklären 1) mit 
wackelndem Steisse (cf. triefäugig); 2) mit dem St wackelnd, 
den St. bewegend (cf. άγηαίλαος)\ beide Bedeutungsverhältnisse 
liegen in dem allgemeineren Ausdruck „mit einem Steiss zum 
Wackeln", — Auch sonst noch lässt sich aus dem Deutschen 
die Beobachtung bestätigen, dass das Abstr. in der Comp. = 
Part, sein kann, z. B. ahd. Uludwig, Hluduwig von hlut, 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



376 

c»*p. βπ- hlud = Ruhm nad wie, wig = Kampf, also wohl = kampf- 
berühtnt oder rOhmlich k&mpfead ; dem entspräche ganz griecb. 
Κλεόμαχος τοη χλέος ^ Ruhm und μά^ ^= Kampf; und dies 
kommt in der Bedeutung auf eins herans mit χλυτόμαχος 
(also in der Bedeutung hlnd = xixo- ^ χλατα-), Ahd. Hlotbar, 
Hludheri = Lothar aus hlut, hlud und beri, hari = dae Heer; 
also eig. = heerberUhmt, cf. ΚΧεόστρατος und dgl. m. 

Immerhin bin ich nicht gesonnen, meine Ansicht als eine 
abgeschlossene, feststehende hinzustellen. Auch kann ich an 
diesem Orte die Fri^e nicht mit der ihrer Schwierigkeit ge- 
behrenden Gründlichkeit nntersuchen, muse mich vielmehr da- 
mit begnügen, die Hauptpunkte angedeutet zu haben. 

In vielen Fällen muss es zweifelhaft bleiben, was filr ein 
SufQx das zu Grunde liegende Nomen ursprünglich hatte. Mit 
SohSnberg kann ich unmöglich übereinstimmen, wenn er 
alles dem as-Su£f. zuwenden will. Wie einem φυξίπολις, 
ψυξάνωρ ein φάζις zu Grunde liegt, so ist wohl in dem 1. OL 
von ψυ^Όπτόλίμος Hom. nichts anderes als φυγή zu suchen 
und nicht ein as-Stamm, der nicht ezietirt, wie dies Scbön- 
berg will (S. 31, im Vergleich mit /^νοΡΐΐχής'}. In einem 
φοβόδιφος wasserscheu Cael. Äurel. liegt wohl ebenso das 
Abstr. φόβος (also ein o-St.) drin, wie z. B. im 2. GL des gleich- 
bedeutenden υδρόφοβος (beachte, wie deutlich sich hier Berüh- 
rung des Abstr. und des Part, zeigt; Scheu vor dem Wasser 
habend ist ganz = das Wasser scheuend). — Den Bildnngen mit 
dp/e- liegt wohl ,άρχ^ zu Grunde, nicht ein as-Stamm (cf. Schön- 
berg S. 32). Hier wäre t für ly eingetreten (cf. ^αλασσίγοί/ος^ 
wo auch ! für α und ιττπουρις, wo oäpt- für ούρα eingetreten «nd 
dgl.). — Merkwürdig ist in einigen 1. Gl. dieser Comp, das ε. 
In denen auf ire, nämlich άχερσεχόμης, περαέπολις, Περβε- 
φόνη ist οε wohl aus σι entstanden durch Assimilation an dos 
ε der vorhergebenden Sylbe. Dann bleiben uns aber noch ei- 
nige aeigmatische Comp, wie άρχέχαχος, ίΧχεχίτων, μενίδήΐας 
u. a. Nach Bopp, welcher in dem 1. Gl. diesei- Comp. Adjec- 
tiva sucht, ist das e aus ο entstanden. Man bat die Entstehnng 
des ε aus ο angezweifelt; doch scheint mir dieser Vorgang 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



877 

deutlich vorzuliegen in βαχχέχορος = baooliieche Reigen fflh- "■»- » 
rend, wo im 1. Gl. offenbar βάχχος eteekt. leb glaube, daes 
der Name ΙΙηνελόπεια uns den Beweis liefert, da8s auch Suff. 
yj in der Comp, die Gestalt ε annehmen konnte; denn in dem 
i. Gl. dieses Wortes steckt offenbar πήντ} = das Gewebe und 
Ιί^νελόηεια ist wohl die Gewebeauftrennerin {wahrscheinlich 
λ4πώ). Ebenso wie πήνη hier als πψ«- erscheint, hat wohl αρχή 
in άρχέχαχος die Gestalt ^/j^- angenommen. Vgl. auch <j/>j{^^• 
γόνος = den Ui^rund der Entstehung von etwas enthaltend 
Damoxen. bei Äth. Diod. Also = r^vdpj^v της γονής Ιχων, wo 
nns also der Sinn deutlich darauf weist, das Subst. αρχή hierin 
zu suchen. In anderen Fällen mag dies ε auch einen anderen 
Ursprung haben. Jedenfalls wird die Natur eines solchen Vo- 
cals am allerwenigsten deutlich gemacht, wenn man wie Clemm 
denselben einfach für einen nBindeTOcal" erklärt. 

So mögen noch in vielen andern der fraglichen Comp. 
Abstr. auf a, ο oder andre Suff, drin stecken. In sehr vielen 
Fällen wird eich das nicht genauer feststellen lassen, da ja in 
der Comp, die Sufßxe abwechselnd einander vertreten können. 
Ja auch die Boppsche Ansicht dürfen wir nicht als abgethan 
ansehen, der in ähnlichen Comp, verbale Adj. sacht. Die 
Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir hier Abstr. anzunehmen 
haben, wurde dadurch grösser, dass t) die Annahme von zahl- 
reichen einfachen Adj. auf ο oder ες, wie φύγος = fliehend, 
μιίχος =: kämpfend n. dgl. bedenklich erscheint, während pas- 
sende Abstr. sich in Menge darbieten. 2) Die Bedeutung eines 
Abstr. in der Zuss. der eines Partie, ganz gleich kommen kann; 
es müBSlen also die Mutata mit Abstr. in Form und Bedeu- 
tung auf dasselbe herauskommen, wie die Immutata von 
Adj. 3) Die sehr zahlreichen Bildungen auf σι im 1. Θ1. zwan- 
gen uns, in diesen Comp, ein Abstr. anzunehmen, denn ein- 
fache Adj. auf at existiren nicht, Abstr. aber sind zahlreich. 
Nach dieser Analogie sowie beim Vei^ieich mit den Synth, 
mtissen wir in dem 1. Gl. auch der asigniatischen Comp, dieser 
Art ursprüngliche Abstr. vermuthen. Damit ist aber nicht 
bewiesen, dass in manchen ähnlichen Comp, nicht auch das 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



- 1. Θ1. ursprüngUch Adj. θθϊο kann und wo beetimmte Gründe 
dafttr vorliegen, werden wir uns auch dieser Erklärungsweiee 
zuwenden. Dae Adj. würde hier das Subst. regleren; ein boI- 
cliee Verhältniss finden wir z. B. in Ισό&εος = gottgleieh (nicht 
= einen gleiciien G. habend] u. r. a. mitioj-; αξιέπαινος^ dea 
Lobes werth; είχελόνεφος Aristopfa. = tranrnfthnlich ; έρημό- 
χομος Anth. leer an Haar; ^^Ujpa/>ti7-f angenehm für die Kehle 
Philox. bei Ath.; Ιερό&εος Gott beilig; mehrere Comp, mit 
xiuro•; 6μοιόχρ[&ος = der Gerste ähnlich Theophr. and 
ferner direct participial in τμητοσΐδηρος Anth. = mit Eisen 
gescbnitten; τίναχτνπηληξ = den Helmbnsch schwingend {für 
κηληχοτινάχτης von τα>άσσα>) u. dgl, mehr. 

In derselben Weise liegt es nun näher, in dem Comp. 
άρωγονάυτης = ^den SchifTern helfend" das wirklich exiati- 
rende Adj. αρωγός =: helfend zu Bachen, statt des Abstr. 
άρ«>γή = Hülfe. In Ιυσίπονος könnte man versucht sein das Adj. 
λΖσιος zu suchen, da das Abstr. ΧΖαις in der Quantität des u 
nicht zum Comp, stimmen will. Das ο von hjmo- könnte ans- 
gefallen sein, wie das ο von άγριο- in άγραιέλιασα = wilde 
/diuTffa u. dgl. In derselben Weise könnten auch andre 1. OUe- 
der auf σι ursprünglich Adj. auf mo sein. — Die Comp, mit 
xparat-f z. B. χραταιγόαΧος II. mit starker Wölbung, xpa- 
ταίπεδος Od. u. a. werden wofal mit dem Adj. χραταιο- otiter 
Verlust des ο componirt sein, nicht mit dem Abstr. χρατες• in 
der alten Form χρατας-, woraus nuter Zutritt des t ein χρατααι-, 
χραται- construirt werden könnte Cef auch παλαί&εος für πβϋίαιά 
9εόα 

Die Comp, mit rawu•, z. B. das homer. τανύγλωσαης 
= die Zunge streckend, τανάπεπλος, τανύψαλλος α. a., ία 
deren 1. Gl. oft ein Verb (τανό-ω) vermuthet worden ist, könn- 
ten ein altes Adj. ravu- = gestreckt, dünn enthalten, cf. uk. 
tanu-, lat. tenu-is, sowie das griech. TavaFai; τανύγίωσαος = mit 
gestreckter Zange, die Zunge streckend; τανάφΜος = mit ge- 
etrSckten Blättern, streckblättrig u. dgl. In τανυγ/Ιώχαι düon- 
spitzig hat es offenbar die Bedeutung dünn, ebenso wie rovaJ)»- 
in ταναόπους = dünnbeinig (μ^λα). Dagegen enthält das ebea- 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



falU faomer. τανυαίπηρος wohl ein Abetr. rdwmi {τάνυικζ '**':' 
findet eich bei Hippocr. Aretae. — τάσις nnii mag such schon 
früher existirt habend Diese sich so nahe liegenden Comp, 
mit τανι>• nnd τανυαι- wurden also theils ein Ädj., theile ein 
Abetr. im 1. ΘΙ. anfweisen. 

Die Comp, mit σ'λπ- wie σαόμβροτος^ σαόπτοΛις lassen 
sich erklären = die Sterblichen zu /ταούς, die Sfiidt zn einer 
ααήν machend (die canBative Bedeutung kann nicht anfTallen, 
cf μβρστόποΧις =^ die Stadt am'grössten, glQcklicheten machend 
Find.; όρ&όποΐις = Stiidte aufrecht haltend Pind. u. dgl.)• 

In dem 1. Gl. der eehr zahlreichen Comp, mit φιίη- liegt 
es nahe, das Adj. φίλος in der Bedeutung liebend zn ver- 
muthen. Dagegen ist von einem enteprechenden Abetr. nichts 
zu spflreo. — Wir kommen also darauf heraus, in dem 1. Gl. 
der fraglichen Comp, zum Theil Abstr., zum Theil Adj. 
anzunehmen. Nachdem nun eine ganze Reihe ähnlicher Bil- 
dungen gesohaffen war, in welchen Abetr. und Adj. von viel- 
fach ganz gleicher Form und Bedeutung drin steckten, läset 
es sich sehr wohl denken, dass beide Bildungeweisen 
zusammenflössen, von der Sprache nicht mehr getrennt 
wurden. Jetzt konnten immer neue AnalogiebiMangen zu den 
schon vorhandenen Formen ins Leben treten. Man brauchte 
jetzt bloss den Verbalstamm mit Suff, at oder ε ζ oder ο oder < 
α. dgl. zusammenzusetzen und konnte diese Bildung in der Be- 
deutung eines Particips als 1. Gl. eines ähnlichen Comp, ver- 
wenden, ohne dass wir in jedem Falle weiter danach fragen 
können, ob ein Abstr. oder Adj. Im 1. Gl. stecke, denn ein 
eolches Comp, kann geschaffen sein nach Analogie der 
in Form nnd Bedeutung meist nicht mehr streng un- 
terscheidbaren Znss von Abetr. + Subst. und Adj. 
-)- Subat. So fassen wir also die fraglichen Comp, als eine 
Mischklasse auf, deren 1. Glieder theils Abstr, mit partici- 
plaler Bedeutung , theils Adj., theile blosse Analogiebil- 
dungen sind. 

Um näher za erläutern, wie Comp, mit Abstr. und solche 
mit Adj. in eine Gruppe zneammenilieesen konnten, erinnere 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



' man eich naoaeDtlich der oben beeprt>chenen synth. Comp, auf 
ες, ο, τη; ferner beachte man, ilasB die Abetr. anf ac am Ende 
TOD Comp, durch Zutritt von ο ganz die Form eines Adj. auf 
(xo annehmen können, z. B. Χιποτάςιος in der Verbindung 
ίατοταζίου Siky} Klage wider den, der die Schlachtordnung ver- 
lassen Plat. Dem. Antiph. bei Ath. Das abetr. Suff, ες wech- 
selt in der Comp, mit dem participialen ε ro z. B. in περιμ^χετος 
sehr lang (//^xes- = die Länge; hier läset eich gar kein Par- 
ticip, etwa μηχετο-, construiren, welches in dem 2. 61. der 
Comp, stecken sollte; ετο ist für ες eingetreten); ähnlich tritt 
ετα für ες ein in εόμενέττ^ς wohlgesinnt (auch hier kann nur 
direkte Comp, mit μενες- = Sinn, Geist, Muth angenommen 
werden; ein entsprechendes Verb, etwa μένω = gesinnt sein, 
wovon μενέτης kommen könnte, existirt nicht). SnfT. τη war 
fOr τι eingetreten in 3οΧομήτ•ης u. a. mit //^ης componirten 
Wörtern; in λειποτάητης und wohl anch denen auf -;τνεη^ 
-βάτης u. a. Vielleicht lassen eich in ähnlicher Weise aaeh 
manche Comp, mit ψΑο erklären, z. B. ψιΧύπότης = libenter 
potans, eig. vielleicht = ψΑων πάσα/ (τ^ für τι). Ebenso wohl 
φιλενδείχτης η. dgl., die sich nach Analogie von ψΛοτττόΛψος 
erklären .lassen, sobald man den Wechsel des η und τη zu- 
gegeben hat. 

Im Verlauf der Entwicklung war man sich aber wobl nicht 
mehr bewusst, dass jenes τη = urspritnglichem τι, sondern 
empfand τη bloe als adjectiv. Suff. Daher konnte es vielleicht 
geschehen, dass in einigen Comp, dann das dem adj. τη gleich- 
bedentende τηρ, τορ eintrat: φιΧο&ύτηρ = libenter sacrificaus, 
ψιλεστιάτωρ = libenter hostes excipiens- Hier wären also die 
Comp, von χ + Abstr. mit denen von χ -Η Adj. zusammenge- 
flossen. Man beachte auch, wie Suff, τη in πολοβοότης = 
rinderreicb an ein Mut. tritt, wo von particip. Bedeutung nicht 
die Rede sein kann. Auch das partic. ro kann fär abetr. Soff. 
eintreten (ες, τ(); φιλό&υτος Aesch. ^ φιλο&ύτης ^ gern 
opfernd, mit Opfer verbunden; es bedeutet also nicht =: gern 
geopfert, was man aber altein erwarten würde, wenn — οντβς 
wirklich Particip wäre; ro ist fUr Tf eingetreten; φι},όιιεοστ»ς 

'■ n,g,t7cdb/G00gIc 



581 

vOD Said, erklärt als ήαέως μανΜναιν\ der active Sinn wird wie- c» 
der nicht erklärt, wenn man το participial fasst; es bedeutet 
aber = die Erkeantniee, Forschung liebend, Liebe zur For- 
schung habend; ψίλόδυρτας Aesch. ^ gei^n wehklagend; 
όαυρτο- wohl für όδυρτι- := Wehklagen, wie es wohl auch in 
odupTtxOQ = zum Wehklagen geneigt darin steckt. Ebenso 
wohl ψιλαΐαχτος Aesch. =daB Wehklagen liebend, φιΧοΙχτια• 
τος = gern wehklagend Soph. (ιό fdr rt, wie wohl auch in 
πιατοφύλαξ = Wächter der Treue Orph.). 

So waren also Abstr. nnd Adj. sowohl im 2. wie auch 
im 1. Gl. in einer grossen Menge von Comp, in eine grosse 
Gruppe von ähnlicher oder gleicher Form und Bedeutung zu- 
eam menge flössen. So wird es auch verständlich, wie das 
Adj. πρώτο- in Πρωτεσίλαος Hom. (= der 1. im Volk) die 
abstracte Endung εσι an Stelle des □ annehmen konnte. Beide 
Gruppen waren eben in ihren Grenzen bereits vielfach ver- 
wischt, ihre Suff, konnten in gleicher oder doch ähnlicher Be- 
deutung gegenseitig für einander eintreten. — Doch wir sind 
leider ausser Stande, diese interessanten Uebergänge hier ge- 
nauer zu verfolgen; wir müssen uns mit der gewonnenen Per- 
spective begnügen und von weiterer Forschung weitere Aufklä- 
rung erwarten. Es liegt mir fern, die Frage für abgeschlossea zu 
halten. Ich durfte dieselbe nur an diesem Orte nicht übergehen 
nnd habe mit möglichster UnparthelUchkeit diejenige Aneicht 
zu entwickeln gesucht, die nach den bisherigen Resultaten mei- 
ner Forschung als die am meisten wahrscheinliche sich heraus 
stellte. 

Bei den Verzeichnissen kann es uns nur daran liegen, 
diejenigen Comp, zusammenzustellen, denen wirklich ein No- 
men zu Grunde liegt. Wir müssen daher Analogiebildung 
synthetischer Natur von nnerem Verzeichnisse ansschliessen. 
Ein άνδρομανής, dem kein μάνος, εος zu Grunde liegt, kann 
nicht als Mutatum von Subst. -|- Snbst. betrachtet werden, wenn 
es anch nach Analogie von Mutatis gebildet worden ist. Ebenso 
könnte man ein έλχ^Ιτων von den Mut. ausechliessen wollen. 
Es ist hier at>er doch ein grosser Unterschied. Da in άνδρομαν^ς 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



Qtmr. Μ- der 2. Tbeil in eynthetischer Art entstanden iet, ihm also kein 
Bubetantiv. μόνος, εος zu Gi'uade liegt, SO ist hier der Vor- 
gang der Mutation auch gar nicht vorhanden. Bei i^e- 
χίτων \it aber nur das 1. Gl. eyotbetisch gebildet, das 2., χιτών, 
ist doch bei der Compoeition wirklich aus einem Subst. zu ei- 
nem Adj. geworden. Also liegt hier ein wirkliches Mutatam 
vor, nur kein Mutatum von Subst. 4~ Snbst., sondern ein Mut., 
dessen 1. Glied synthetisch nach Analogie von Mntatis aus 
Subst. -^ Subst. (vielleicht auch Adj. -\- Subst.) geschaffen ist 
So können wir denn in dem Verzeichniss diese Comp, nicht 
ausschliessen , denn Mut. sind aiej nur als rolle Mat. von 
Subst. 4- Subst. dürfen sie nicht gelten. Wir werden sie daher 
mit dem Zeichen * versehen, damit sie als nicht vollwiegend gleich 
kenntlich siud. Die ounkeln Comp, dieser Art fähren wir Alle 
unter Subst. -|- Subst. aaf, damit wir sie in einer Rubrik zu- 
sammen haben; und hierhin werden sie zum grossen Theil doch 
hingehören; es soll aber damit nicht gesagt sein, dass nicht 
auch manche eig. = Adj. -f- Subst. sind, was sich nicht mehr 
entscheiden lässt. Jedeofalle unterscheiden sie sich deutlich 
genug von den Comp, aus Subst. -H Subst. durch das Zeichen 
*, auch scheiden wir sie bei den Zählungen immer besondere 
aus. — Diejenigen, von denen es nicht sicher ist, ob sie Comp, 
von X -|- Subst. oder vielmehr im 2. Gl. synthetisch sind , mft• 
gen einfach ein Fragezeichen erhalten. 



Erste Gruppe, 

Mutata von χ -|- Subst., deren 2. Glied keine Form- 
ver&nderung erlitten oder höchstens so viel, wie 
die Unterscheidung der Geschlechter nötbig machL 
Wir fassen von den griechischen Bildungen, die hierher 
gehören, natürlich wieder zunächst die homerischen ins Auge. 

«.Mnut« α) Subst. 4- Subst. 

» sikit. 

i-8Uit. ?* (ί;•^/>ω;(ο; Beiwort d. Troer, 1 ϋγ^ανλας auf dem Felde »ob- 
wohl =:wagenversanimelnd. } nend , auf dem F. seine 



b, Google 



Wohnang habend ίαϋη = 
Hof, Wohnung). 
ϋίλλόπος, αος eturmfttssig (Gdf. 
TOfl πηνς =τ noä). 

* αερσίποος die Fflsse hebend, 
trabend , etwa hebefüssig, 
d. h. mit Ffiesen zum He- 
ben (αερΛς theur. = das 
Heben). 

* αΐοίφρων im Qeiete bethärt 
(etwa = Bethörung dee 
Geistee bähend). 

? » Μ»οψ funkelnd. 
änQOno/ioi auf dem Scheitel be- 
haart. 

* άλΒξάν£μος windabwebrend. 

* αλΐξίχαχος. 

? αλίπλοος im Meer schiffend 
(vielleicht synth.?). 

«Αί/τύριρϋρος (ττορφύρα), 

? άνδροφάνος mänaermordeud 
{φ6νος im Hom. häußg ; viel- 
leicht syntb.). 

άογοξοαίνης, ov silberstrudelig 

άργνρόπΐζα. 

αργνρότοίξος. 

? «^jf^KRxogUnheiletiftendlden 
Beginn des Unheils schaf- 
fend; Αρχή, cf. ΠψΕ'λόηεια 
von πήνη). 

βαρβαρόφωνος rauh sprechend, 
mit der Sprache des Bar- 
baren (beachte : Abstr. 
γοη-η = Part,). 



βροτολοιγ6ς, h Menschen ver- " 
derbend, Beiwort des Ares 
(nur λοιγύς ^= Verderben; 
davon eratXolytog Adj.; ein 
entsprechendes Verb exl- 
stirt nicht; Verderben für 
die Menschen habend, brin- 
gend, bewirkend). 

? (rijjuo^o^ofvolkfreseend(/$o(ia; 
oder synth.?) 

αολάμητις. 

? * ίιίίηονς die Fosse schlep- 
pen d. 

εtι>ooiφoλL•ς blätierschüttelnd. 

? βiρoίI6x/)ςwol\6ύbüng(^Iόκi^ί). 

* ΐλχβσΙπΒπλος. 

* Βροΰάρματες, τας Ν. Π. Α. 
PI. den Wagen ziehend. 

* ΐ(^νσίπτο^(ς die Stadt rettend. 

* ίχί&νμος. 

ζείδωρος (ζειά) Getreide spen- 
dend. 

^ερόφωνοςάίβ Luft dnrchrufend. 

? 9νμαβόρος gei β t ver zehrend 
(βορά; synth.?) 

^μοΧέων löwenniathig, 

ΙπτιοχέΧίν^ος relsig (eig. =•■ 
roBs-weg-ig). 

Ιππόχομος rosshaarig. 

χαχομηχανος Unheil stiftend 
ίμηχανή). 

* χερσεχόμης zu folgern aus 
αχΐρβεχόμηζ. 



b,GoogIc 



■ iiiuu ? xooeStMg vielleicht eis. helm- 
- snhii. etium-ig, mit dem Helm 
stfirmead, aadriDgend (cf. 
πολυάϊξ; «ig = Sturm, An- 
drang Ap. Rh.; vielleicht 
eynlh-l. 
ιτζοχόπεπλος eafrange wandig. 
? ίΐχΐποίης, ou und Fem. -ποίη 
vrahrecb. =: im Graee eein 
Lager habend (λέχος und 
τιοΐη; Beivrort toq Städten 
and Flüssen; für die Städte 
vgl. dae EpiChet. βαΗλΐΐμος; 
cf. ορΐύ-Εχης). 

μΐΜγηρνς süestöuend (eig. — 
honig-stimmig). 

* μενίαήϊος standhaft (viel- 
leicht μί-νος Muth, dann 
standhafter Muth, Stand- 
haftigkeit; etwa Muth, 
Standhaftigkeit gegen die 
Feinde habend). 

* μΐνΐτηόλΒμος, 

* μενεχάζμης, ov u. μΐνέχαρμος 

? * μ4ςοψ sprachbegabt (?) 
μήλωψ quitten farbig. 

* μιαιφονος mordbefleckt (/n- 
αίνω, μιαρός; hier liegt viel- 
leicht eiD Subet. μιας in der 
Oestalt μιαι aus μιασι zu 
Qruude = Fleck, wovon 
dann auch Verb und Adj. 
erst kommen; beide sind ja 
deutlich abgeleitet; also 



etwaÜeck-mord-ig; cf. auch 
μΐααμα). 

μιλτοπάρηος. 

νανΧοχος zum Lager fürs Schiff 
dienend (_λοχος=^ Verateek; 
eigentlich = dem Schiff ei- 
nen Versteck bietend, für d. 
S. einen V. habend, Aas 
Schiff versteckend.) 

ναύμαχος zum Seekampf die- 
nend (cf. die abrigen Zasi. 
mit -μαχος). 

ityÖTieJag C«^iui)Wein tragend; 
eigentlich „mitWeinbodeo', 

? ^νοψ. 

1 ΛΜδοψόνος Kinder mordend 
(vielleicht eynth.). 

πάναγ^ς Alles fangend [u-i^ 
— Fang, Beute). 

? ηατροψάνοζ. 

* ην^ΐΰίμι/ΧΚος {μαλλός) dichl• 
wollig {τιήγνυμι; hier steckt 
wohl im 1. Gl. dasselbe 
Wort wie im 2. Gl. tod 
ινηηγής ττ: gedrungen, derb). 

* πληξιηηος Rosse spornend 
{πληξις= Schlag, Stoss Di(^. 
L. Plut. u. a. Sp.) 

* itXtioioTioi; die Segel füllead 
(in>7riij^0. 

ποντοπάζος Meer durchfahrend 
(πόρος = Weg, Pfad, be». 
auch vom Meere ; eigentlich 
= meerpfadig, im Meer 
seine Pfade habend). 

^αίοβάκΐνΧος. 



b, Google 



bar (hier steckt wohl das- 
selbe Wort drin, wie in dem 
Aorist haXac-cu, nämlich ein 
τα?.(ΐς = das Unternehmen, 
Wagaiss nnd das Dulden, 
of. raiaolqiQtiJv , Ταλαιμένης; 
adj. ταλαν- steht ferner^ 
raXuatg ^ ζΧΐ^αις Lexx. Es 
ist wichtig, dass die spätere 
Sprache eine Reibe Comp, 
mit Titjffi- bildet, die Hom. 
nicht kennt; ταλα- und τλη- 
waren in ihrer Bildungs- 
weise wohl nicht mehr ver- 
ständlich, die Sprache bildet 
anders und zwar mit einem 
deutlichen neuen Äbstr.). 

* takavQivog seh il dt ragend. 

* ταμβσίχρως (ιάμεσις existirt 
nicht, aber τμηοις Plat. n. a. 
Dabei ist charakteristisch 
dafär, wie man auch später 
noch das Wort auffasste, 
dass d. Schol. II. 13, 340 
das Wort durch τμησίχ^ς er- 
klärt; τμηαις war als Abstr. 
wohl bekannt, τάμ eff (ς längst 
vei^essen). 

* τανναίητε(ΐος {τάνναις = idffi; 
Hippacr. Aretae. ; die Comp, 
mit lavo- s. unter Adj . + S.). 

•■ ΓίρίΤίχ^ραυνος donnerfroh, 
Frende am Donner habend 
(Ein Abstr. r-i; oder τ-ος 
existirt nicht, nur ζίρψις, das 



in Γβρψίμ,ίοΟΓος liegt. Es ist Ben-Inttu 
wichtig, dass später keine h• Snbat. 
Comp, mit tsqui- mehr auf- 
treten, weil dies wohl nicht 
mehr verstanden wurde, 
wohl aber mehrere mit 
τdQψt-^, der Eigenname Τέρ- 
πανδρος kann sehr alt sein). 

* τΕ(>ψί|ϋ/3ροΓος den Sterblichen 
Γίρφι; bringend iτέρψ^ς Hes. 
Eur. u. a.). 

? τρ^χάϊξ (Cf. χορυ^ώΐ). 

φαεαίμβροτος den Sterblichen 
Licht (yusg-) bringend, für 
die Sterblich enLicht habend. 

? φασσοφόνος Tauben tödtend. 

* φθ^ισίμβροτο; Männer tilgend 
(cf. daneben ψ&ισήνωο; die 
Bedeutung vgl. mit waiJo- 
ψόνος u. dgl. bei umgekehr- 
ter Stellung ; wichtig ist, 
dass die Quantitäten ψϋις- 
und 5ΐ)3ις- wechseln ; ebenso 
milsste man neben einem 
λνΰίπονος ein λοβίπονος cou- 
struiren können). 

ψΟϋΊχοπάρηος. 

* ψυγοηιόλΐμος. 

* φναίζοος (ζωη) Leben erzeu- 
gend (φνσις ■= Natur). 

χαΧχογλώχΐ)', 

χαλχοχνημις, (()ος. 

χαλχοπάρηος. 

χαλχόπονς (neutr. -πονν}. 

χαλχοχίτ(υν. 

χαμαΐΐύνης (cf. fem. -«ς, άος). 



25 



b, Google 



χςοσάμΐίνίξ. 


χρυβόπτεςος. 






χςναψιος. 




χρυσί^ρονος. 


fend. 


χςοσοπέδιλος. 




Im Ganzen c. 90, nicht voUwiegend c. 30, auseerdem fr^- 


lich c. 15; also etwa 45 eicher. 




ß) Adj. + Subst. 


isynokÖTo^OQ. 


βα»ΰ>ιο^ΐ)ς. 




βαίνληϊος. 


Äye.oywos. 


? βα^ύρροος Cef. -β(Ιτης). 


αΐναρέιης, oo gewaltig tapfer. 


βα&ύαχοινας. 




γαμψώννξ krummkrallig (γαμ- 


(αολθ»ώρ>ιξ. 


ψός Äristot. η. a. krnmm; 




80 könnten noch, andere eig- 


merndem Leibgurt. 


mat. Comp, ursprünglich 


aL•λόπωXoς. 


ein Adj. auf ffo enthalten?). 


? aiff«>lo£eyoi(vieUeichtBynth.l. 


γλυχΰ&νμος. 


αχραόμυ&ος. 


1 ϋαχιος eehr schattig (wohl 


Αχζΐτόψνίλος. 


aus όασν-\ vielleicht aber ist 


? άλλ69ροος andere redend 


άα verstärkendes Praefis, 


(&ρέος = Zuruf, Lärm). 


cf. i«). 


? αμηροχίτωνες {αμιτζος wäre 


δαανμαΧλος. 


= ohne Leibgurt, man 


? δημιοΐργ&ς. 


könnte auch μ-ων constr. und 


δοΗχαυΧος. 


mit " componiren). 


δολίχήρετμος. 


^νυττόπους mit ungewaschenen 


δολιχόσχιος. 


Füssen {^ανιιιτος). 


αονλιχόόΐΐρος langhalsig. 


&ργιχέβΜ»'»>ς hellblitzend («g- 


ΐλίχωψ mit runden, gewölbten 


rk). 


Augen. 


&QYtoäovq. 


εΐΐρημίρος mit dem Tage wech- 


^ργΐηονς. 


selnd, einen T^ om den 


άρτίπος mit guten Füssen, flink. 


andern. 


βα3νάΙ*ης, ov tiefstrudelig. 


είρνάγνια fem. 


βα^όζωνος. 


ΐίρνμέτωπος. 



b,GoogIc 



m 



aiqvoau Acc. Sg. (während der 


lίvsιώUyoς. tm-Umu 


Nom. eiiQioitu zu dea Mat. 


hriv^on»?- "'s-kH* 


mit Denhinzugetretenem 


λίγύψωνος. 


Sufif. gehört.) 


λιπαροχρ^αιμνος. 


tiifimoQog breitpfadig (das 


λιπαροπλάχαμος. 


Meer). 


μεγά»νμι>ς. 


ΐϋρνβίΐ^οος. 


μεγαλητως, οςος. 


Βνρύ)[ορος. 


μίλανόχβοος, ον and -xqtot. 


1 ίμί^ίος halbgöttlicb. 


? μ&ννξ (einhufig oder etrebe- 


ηαιόάωςος. 


hnfig?). 


&ρασνιιάο3ιθς. 


? ίβρψοΐοτΑς- 




οιοχίτων bloss im Leibrock. 


ίιτηίοχά(ίμιις, οο zu Wagen käm- 


ί^ψιοίάιμων. ■ 


pfend. 


ίμ&τψος gleich geehrt. 


ΙαάΆίος gottgleich. 


iljäixQaiQog gradgehörnt. 


Ισνμοζος. 






πάγχα^Μος. 


xaxiitivoq ecblechtc Qäete ha- 


navOQyoQog ganz silbern. 


bend. 


αύνο^μος zum Landen ganz 


χαχϊαεχνος mit echiechlen Kün- 


bequem. 


sten. 




χαρτε^όϋνμος standhaft. 


verleidet ist. 






xkmosQrog werkberühmt. 


fen. 


χλντόπωλος. 


αολόαινος vietgeprieseD. 


χλυιοτίχνης, uv. 


? πολνάϊζ. 


χλυτήο^ος. 


πολνα(>ν* Dat. Sg. l&ramerreich. 


χρβηαιγόαίος mit starker Wöl- 


ηοΧνβονΙος wohlberathen. 


bung (x/^uraios schon bei 


ΐΓολύδαχ^νς. 


Hom.) 


ηοίνόίσμος viel gebunden. 


Χζατάιτίΐόος. 


ποίνίωρος. 


χραιερώννξ. 


ίίολνζνγος. 


χναν&πΒζα fem. 


τιολνιηποι;. 




ηολνχαςηος. 


χυανοχύίτης, uti. 


πολυχλήϊς, ΐύος. 


λίίχααπις, άος. 


noAexJi^C 



b, Google 



«i-».VaM» „ολυχνημος mit viel Wald- 
TW laj. + "^ 
sibit. echluchten. 

πολνμηλος. 
πολνμητις^ ιος. 
ηοίνμηχανος (davon Ίη). 

ποΧνπΐύοίξ. 

ποίνίΐονς. 

Λολύπνςος. 

τΐολΰρ^ην, ςηνος. 

πολίσχαζ^μος sprnn^eebt;, be- 
hend Ceig,=Tiel-aprung-ig). 

Λολνατάφνλος• 

? ποίΰστονος (vielleicht synth.). 

πολντ^ηρων taubenreich. 

ΐίολνψάρμαχος, 

πολύφημος. 

πολίψλοκΐβος. 

7 πολύφορβος {φορβή; oder 
synth..?) 

πολνχαίχος, 

? πολναηός mit viel Löchern, 
mascbenreieh , nur ίίχτνον 
(οπη Loch; warum ω?; Viel- 
leicht von ώίτ-?) 

τιρω&ήβης, ην und πρώ^ηβος. 

? τΓρωιό/ονος erstgeboren. 

Im Ganzen c. 150, wovon e. 
eioigermaeeen sicher sind. 



? πρωΐόπλοος zum 1. Mal schif- 
fend. 

? πρωτητάχος das 1. Mal gebä- 
rend (τάχος). 

ταναίπονς (raraFi•). 

? ταν{γλωσσος mit gestreckter 
Zunge, die Zunge streckend 
(law- wohl Adj. = ssk. tann-, 
lat. tenu-is ■-= dQnn, lang, cf. 
τavaFός■). 

? ταναγλώχίν. 

? τανίπιεπλος. 

1 ταννπτίροξ. 

? ταννψλοιος. 

ταχίπαιλος. 

? 9°<^^?εΐμ<ΐΐ ruderliebend. 
? ψΛοχίρτομος schmähsttchtig- 
? φ(^οχτ^ανος habsflchtig. 
7 9>'λιί?£ΐνος den Qaetfreunden 

hold. 
7 φιλοητόλεμος. 
χαίχΐο&ώρηζ. 
χαλχείφωνος. 
ώχΰμορος früh Sterbend oder 

schnell tödtend. 
? άχύτζορος. 



ώχύητερος. 
7 ώχβρροος, 
. 30 nicht sicher, also c. 120 



an. HotaU 

•nPirtlkil „ , , , 

+ siiist. αβρομος brausend , lärmend 

(βρόμος und α copulat. = 

nrepränglich sa). 



r) Partikel + Subst. 



άγαμος ehelos. 

? ά/άρροος stark (luthend. 

? έγάστονος. 



b,GoogIc 



? άγονος ungeboren. 

αγχί^ίος. 

άγχϊνοος klug. 

α&•άνατος. 

? αθρόας dicht gedr&ngt. 

α&ομος. 

ακιχυς, νος ohne Kraft. 

αχληρος arm. 

Ιίχοαμας nnanständig. 
£xoti^; ohne Sohn. 

άλήΐος. 

αμήχανος. 

ίί/ιμορο(. 

αμψίβροτος den Mann deckend. 

^μγίχομος QUilaubt. 

άμγιχώτΐλλος (nur mit δέπας). 

άμψίφαλος, 

άνάεδνος unbeschenkt, 

7 αναίτιος (vielleicht Imm.). 

αναποίνος ohne Lösegeld. 

Άναρχος. 

αναοίοζ, 

ανέστιος. 

ανέψΐλος. 

ανόλΐ^ρος nicht Ternichtet. 

^w/jSioc widersti'cbend, feind- 
selig. 

arcld^eog. 

άντί9νρος der Thür gegenftber, 

αξνίοΐ holzreich (a copul. = 
ursprüDglich sa). 



άηαΧαμι,οΐ unbehüiflich. ξZf^^f^ 

άαϋεαρος nnermesBlich. + saiit. 

^ηοτμος. 

απτΐροί. 

ατη^λεμοί. 

ατΰΐαντος gl eich wiegend. 

ά'ιιμο;. 

? άτρομος nicht zitternd (viel- 
leicht synth.). 

άνίαχος zusamnienechreiend 
(ϊαχή, ϊάχ<ο'). 

Άφατος. 
αφνλΛας• 

Ιίχαρις unangenehm. 
£;);oloc zornetillend (eigentlich 
= frei von Galle machend). 
? άψόρροας zurDcketrömend. 
? άωρος unschön. 
αύσξηΧος hitzig, jähzornig. 
ίνοϋέλαόος widrig tönend. 
δύσμορος unglücklich. 
ΐμιιείος. 

ί'μφνλος eiDheimiech. 
? ίπαίτίος. 

? ίηάρονρος (αρουρα). 
Ιτιηρετμος. 

ετίίορχος falsch geschworen. 
Ιριάνχην hoch nackig. 
ίριβωΧαξ. 
ίρίβωλος, 

7 ίρίγδονπος and ίρΐδ-. 
ίριστάψολος. 
ίρίτιμος. 
siyAifiot stark bärtig. 



b, Google 



s«.viuto 1 βνόίΐΐλος (Beiwort von In- 

TeiFiTtikel , .,. , 

4• B>k>t sein, vielleicht = abenülich 

schön; ieUkog = der Abend, 

auch adj. a'Of i/tap), 

? svBQyig. 

Β^υγος mit schOnen Ruder- 
bänken. 

είρωνος. 

ίίιιλήϊς wohl verechlossen. 

ί&ιομος, 
βΰχονμος. 

ϋμμελίης, ον. 

β^αΧίΜαμος, 
ύάνζομνος. 

eiiirogjOs. 

? ίΰρροος. 

^χαζ9μος gutspringend {σ-όζ 

= ά. Springen Αρ. Rh. und 

Sp., βχαί^ω). 
? ίϋσζοπος gutzielend, treffend 

(eynth, ?). 

έντβοχος mit schönen Rä- 
dern. 

Im Ganzen c. 123, wovon 



ήγάθεος. 

χάμμορος elend, mil bösem Ge- 
schick. 

νήνεμος windelilt. 

v^totvog ohne Entgelt. 

? νηστις nüchtern (theor. iffr*- 

= d. Essen, also =: ohne Es- 
sen). 

? oäQtt 

? ζψΐ/ονος spä^eboren , nach- 
geboren. 

3faQa)ίoiτης, 

ηερίμετςος übermäeBig gross. 

7ΐρο9-έλνμνος von Grund ans, 
ganz und gar. 

TtQOxpoaaoQ ixQOaaai = Zinnen). 

ττρό^ςιζος von Grund aus. 

τηΧέπνλος. 

υπέρβιος übergewaltig. 

hfέQ&vμoς hochherzig , ma- 
thig. 

hnaxvKXog nnten od. ein wenig 
gerandet. 

'■Υπανψος am Gebirge Neion 
liegend. 

Ίυχρΐζνγος hoehthronend. 

νψιχάρψος hochwipfltg. 

ίψίχομος hoch belaubt. 

νψιπέτηλος. 

ΐιψίτίνίος. 

νψόζοφοζ (i-if, cf. aipeoeyijc). 
c. 18 unsicher, also 106 sicher. 



b,GoogIc 



d) Pronomen + Subst. 
? e^toj^wcoc roh gegossen (χόα- I das Ädv. ι 
νος d, Schmelzgrube; vgl. | 

Ausser dieser Bildung weiss Ich nichts. 



£) Ν um er, 
αίπλαξ zwiefach gelegt (πλάξ 

:= Fläche, eig. wohl = zwie- 

flächig}. 
? Ματοζ (πτβί Hom. ; viell. 

synth-, iTTvücm), 
^νωχαιειχοσίμ ει^ύς 23 Μ äass 

haltend. 
ίυωχαιειχοαίπ ήχος. 
έχατοζνγος. 
έχατόμηολις, t. 
£χατόμ7τνλος. 
kxxaiSsnäSoiqoQ 16 Handbreit 

lang, 

ίννεάπηχνς. 



V- Subst. 
evcco^ytito^ θ Klafter lang. 
έννέύΐρος 9jährig. 
ίτΐταβόειος 7 häutig (/foet'i;). 
επτάτινλοί. 

ίχτώινημικ θ speichig. 
αεντηκονιόγοοζ, 

τετρα&ίλνμνος 4 schichtig. 

τΐΐράψΐίλοΐ. 
τρΙγλψΌί. 

τρίιιοκ• 
τρίιηοίχοί. 



Η*Β.ΙΙηΙ•1• 

TOB ΚϋΙΙΙΪΓ. 

4- SlkBt. 



Im Ganzen 25, rieUeicht 1 nneicher (auch an Adr. wie iv- 
νημαρ, έζημαρ darf erinnert werden; sie maesen auf ähnlichen 
Bildungen beruhen). 

Alles in Allem haben wir im Homer Mut. dieser 1. " 
Gruppe c. 388, von denen fraglich c. 64, nicht vollwiegend c. 
30; im Ganzen c. 300 sichere Bildungen. Nun bedenke man, 
dass wir die subetantivirten Mut. noch nicht mitgezählt 
haben; ebenso sind die Nomina propria fürs Erste bei Seite 
gelassen, deren eine ziemlieh bedeutende Anzahl vorliegt. 

Nun vergleiche man diese bumer. Mut. von ζ + SubsL 
ohne Formveränderiing mit den Immut. von χ + Subst. Deren 
hatten wir nur (cf. S. 226) c, 66, wovon noch c. 30 unsicher, 
also nur c. 36 ziemlich sicher waren. Operiren wir nun bloss 
mit den sicheren Bildungen, lassen wir von den Mnt. auch die 



b, Google 



'•"-""*■'» nicht Tollwiegenden bei Seite, so hätten wir c 8—9 mal so 
suiiei. viel Miitata in dieser Gruppe aliein (and das mit Weglassung 
der substantivirten Mutata und der Noui, propria!). 

Vergleicht man die einzelnen Classen mit einander, so 
findet man, dass 3 bei Immut. und Mut. in gleicher Weise fast 
gar nicht vertreten ist. 

a) hatte c. 28 Imm. (unsicher 14). 

c. 90 Mnt. (nicht voll c. 30, fraglich 15). 
Zählt man alle Comp., so ist das Verhältniss von Imm. 
: Mut. = i : d'/g. Zählt man nur die sicheren, auch = 1 : 3Vs- 
Hier stehen die Immut. noch einigermassen günstig. 
ß) hatte c. 15 Imm. (unsicher 4) 

c. 150 Mut. (unsicher 301. 
Zählt man alles, so verhalten sich Imm.: Mut. = 1 : 10; 
nur die sichern, Imm.: Mut. = 1 : 11. Hier sind also die loim. 
sehr im Nachtheil. 

;-) c. 20 Imm. (unsicher c. 11). 
c. 123 Mut. (unsicher c. 18). 
Zählt man alles, so verhalten sich Imm. : Mut, = 1:6; 
nur die sicheren, Imm. : Mut. = 1 : 12. Auch hier sind die 
Mut. weit in der Ueberzahl. 

ε) gar keine Immut. und c. 25 Mut.; hier sind also die 
Mut. am meisten im Yortheil. 

Der ganze Umfang der griech. Literatur bietet uns etwa 
folgende Mutata von χ + Subst. ohne Formveräoderung des 
SchlnsBgliedes. 

«) Subst. + Subst. 



* αγέρωχος Hom. 

* «/ίστρβϊος Η es. 

* αγηυίχορος chorführend Find. 
αγρανλος Hom. u. a. 

? αγροΐχος Xen. Plat. 
ΑγροαΙαιτας auf dem Lande 

lebend. 
? αε)Χόδρο(ΐος. 



äeXXadqi'% dessen Haar im 
Sturme flattert , Heeych. 
aus Soph, In. fr. X, 1. 

αελλόιιος Hom., -πους Find. 
Eur. u. a. 

* αεξίγνίος die Glieder stär- 
kend Find. 

* άΐξίνονς. 

Digitzfdb/GOOgIC 



* αίξίτοχοί Nonn. 

* άεξίτροφοΐ Orph. 

* άεζίφυλλος Aeech. 

* άίξίψνιοζ. 
αίρόμορψοΐ Orph. 

* αΐρΟιχάρηνοΐ. 

* άεραΐλοφος mit hohem Heltn- 
busch Δρ. Rh. 

* άεραΐνονς. 

* αεραίτίονς Hom. 
αϊγίκνημος Anth. 
αιγίπους Hdt. 

alyöaoQoi (ίορή) von Ziegenle- 
der Opp. 

αίγοπρόσωαος Hdt. 

αίγόφ&ίίΐμοζ, 

αίγωννξ Anth• 

αίματοχάρμηζ blutfroh, - dtlr- 

Btig Anth. 
αψόόίψοζ Luc. 
αΐμάχροος, contreh. — ;i:$ow, 

Hippocr. 
? αιωνόβιος sehr lange lebend. 
uxuvSov<iiTog. 
αχανδ'άφνλλος. 
άχεαίμβροτος Orph. {owffftf Hdt. 

α. a.). 
άχεαίνονοζ. 
αχεαίττονοζ Monn. 
άχεΰώάννος Anth. 

* άχονσ19^εος von Gott erhört, 
Anth. Pal. 

^/>oxa^7ocTheophr. mit Früch- 
ten am Gipfel. 



«ίχροχομο? an der Spitze be- * 

haart Hom. u. a. 
άχρολι^ος am Ende von Stein. 
άχράλινος am äusBersten Ende 

des Fangnetzes Opp. 
ώιρομόΚίβδυς mit Blei am Ende 

Anth. 
άχράττηλιχ: an der Spitze lehmig 

Polyb. 
άχροπάρψνρος. 
axQόqg^ζoς. 
αχροαίόηρος Anth. 
άχράψΒλλος oben belanbt The- 

ophr. 
άλγΐσΐόωρος 8 cb merzbringend 

Opp. 
αλγεσ19νμος herzkränkend. 

* αλεξύνεμος Hom. Alcipbr. 

* αλε1ξφιίίεμνθ(: Pfeil abweh- 
rend Anth. 

*&ίεξΙγαΐίος die Ehe verschmä- 
hend Nonn. 

* άλεξίχαχος Hom. Hee. n. a. 

* άλεξίλογος. 

* αίεξίμβροτσς Find. 

* άλεζίμοοος Soph. 

* οΛίζιφάρμαχοί Flut. 
? * ά^εξίχορος. 
αλίγδονπος und κ/ίί- 
^Χίζωνος meerumgUrtet Anth. 

Nonn. 
αΧΙζωΟς Ath. Anth. (ζκιη), 
αλιχρήπΐΐ, cfof. 

&XixQacaL••^ Orph. taeerkiesig. 
? ίΛΙτηνος. 
ΰύαπάρψορος. 



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i'w*' «iieeofi**! meerbraueend Nodq. 

Jmkrt. ίΛ*αμάραγος Νοηα. 

αΧαιτίψανος h. Hom. NODii> 
^ αλίατανος Aesch. Opp. 
oMxitttyot pnrpurbek leidet 
Nonn. 

* άλιτόξίνος gegen deo Oast- 
freund frevelad Find. 

άλφιτόχ^ως Heeych. 
άλωπόχρουί facbs farbig Said, 

Euet. 
? άμάξόβιος auf dem W^en le- 

beod Strab. 
? ΰμα&ιχος Strab. 

* αμα^τίνοος irren Sinnes Η es. 
Aeech. 

αμβροσίοαμος nach Ambr. duf- 
tend Pbilox. bei Ath. 

* αμε^σίγαμος der Vermählang 
beraubend (cf. άμ^ρ^ω). 

* αμενσίπορος wo sich Pfade 
kreuzen (äptoio). 

&ναγχό^αχρνς sich zu Thränen 
zwingend Aesch. in Bekk. 
An. 

αναγχύσιτοί gezwungen essend 
Cratee bei Ath. 

* αναχάμψεζως Liebe zurück- 
bringend Flut, (^ανάχαμψις 
ohne Citat = das Umlen- 
ken, Zurückkehren). 

ΐ άναχαμψίτιναος mit ϋνβμο^, ein 
Wind, der oft die Richtung 
ändert (πνοή). 

* άναξιίίόρα Beiwort der De- 
meter, ävayovaaätÖQaJleeycb. 



? αναξιφόρμιγ^ die Fh. beherr- 
schend Find, (viell. αναξι- = 
dem 2. Th. der Comp, auf 
-αναξ: dann wäre es nom. 
ag.?). 

άνδοάβουλος von mänul. Ent- 
schluse Aeech. 

άιιίροπβάβωτιος, 

άνόρόπρωρος Empedocl. bei 
Plnt. Ael. 

άναρόφαηΊΚ Athen. 

* άνΐξίχαχος Böses duldend KS. 

* άνεξιχώμη Cratin. bei Hesych. 

* άνησίδωςος Gaben hinaufsen• 
dend Flut. 

άν9εαίχ(ΐωζ. 

άν^οδίαιτος von oder auf Blu- 
men lebend. 

άν^οχάξψος mit Blumen auf 
dem Haupt Opp. 

άναρωτιόγίωττας Arie tot. 

άνα•ρωπό9νμος Plut. 

άναρωπόμορφος Flut. Strab. 
Diog. L. 

άν&ρωτιόλε&ρος Suid. 

avdQtiirfavooi Ael. 

άντροόίαιτος Orpb. 

* άηιιλΐξίιιαχοΐ Orph, 

* άπωλίσίοίχυς, 
άργνροόϊνης Hom. 
άργνρόηλοί Hom. 
άργνρήβρονΟι;. 
άργυράχυχίας Noun. 
άργνρόπΐζα Hom. U. a. 
άργυρόπονς, -ν Xen. Dem. 
άργνρόριζος Stesich. bei Strab. 



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ό^γυρότοιχος Äeech. 
άργνοοφάΧα^ος Polyb. 

ό^γνροχάλινΟΐ Fhilostr. 
^χεσίγνιος Glieder stärkend 

Enr. iägjisaig Soph.)- 
άζν6θ9όινης. ov SuhafbOcke 

BChmansend. 
άρνησί&ΐος gotteeleugnerisch KS. 

[d-ig Torh.). 
ΐ άοοτςοπόνος Philipp. Thees. 
? άρουβοπόνος Phil, These. 

* άξπαξφιης vom Raube le- 
bend Ärchestr. bei Äth. 
(viell. gilt Mefür dieselbe 
VermuthuDg wie für άναξι-, 
es bestände dann aus α^παξ 
+ »; %raf =: räuberisch). 

ά^τολάγννος. 

άζχέγονος den Urgrund der 
Entstehung von etwas ent- 
haltend Damoxen. bei Ath. 
1= την άζχψ της γανης Ιχων). 

? άρχίχαχος Hom. u. a. 

? άρχΆαος, att. -λεως, dor. -λας 
Hdt. Äesch. Arietoph. 

? άρχίπλοντος Relcbthum grün- 
dend Soph. 

? άβχέτΐοίις stadtbeherrschend 
Find, Ceig. wohl = die 
Herrschaft der Stadt ha- 
bend). 

* άρ^εσίμσλπος Geeang aufub- 
rend, Stesich. bei Ath. 

? άρχιγέν£9^λος= αρχέγονος Orph. 
? άρχίζιαος• 



? άρχιθ-άίασσος Philipp. *"' 

Thees. 

? d9;i;(x^9ao>O?blitzbeberrechend 
Orph. C^^ ^v* •^zi*' ^*" "• 
ΐχων). 

? aßxitMwg urverständig. 

άϋτεςόνωτος mit gestirntem Rü- 
cken Nonn. 

άστροαίαιτος Orph. 

άστρΟχΙταη' Orph. 

άσημέρψνος um die Stadt sor- 
gend. 

dtnvvtKOi mit πάλι ς = die sieg- 
reiche Stadt Athen, Aesch. 
(merkwürdige Bildnogl. 

άττβλββόφ^αΧμος mit Heuschre- 
ckenaugen EabuL bei Ath, 

? αϋωίόζ (_φδή) zur Flöte sin- 
gend Plut. 

αίξφιος lebenverlängernd Jo. 
Gaz, (αυζη, cf. die mit άηχι-\ 
viell. aucJi av^tff. 

αίξίτροφος Orph. 

άψζάχομος an der 'Spitze schäu- 
mend Mus. Nonn. dion. 

άχΧνόπεζ» Tryphiod. 

άχρειόγΐλως tiber alberne Dinge 
lachend, Cratin. b. Hephaest. 
iä-ov hier subst.). 

άφί&νμας (%«: Plat. d. Be- 
rühren). 

άψιχάρίίιος. 

άψίχορος Plat. u. a. 

άψίμαχας plänkelnd Uion. H. 

άφίχοίος leicht in Zorn gera- 
thend. 



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ieck-Hnt. βαχχέχοοκ bacchtscbe Reigen 
*Ιλλ führend Orph. 

βαλανειόμψίίλος Cratin. bei 
Ath. 

βαρβαρόγλωσσος Schol. Lyc. 
δ trab. 

βα^βαςά&νμος Orac. Sib. 

βαρβαρόφωνος Hom. n. a. 

βιόάωρος Leben echenkend 
Piat. Soph, Eur. 

βιομήχανος betriebsam für den 
Lebensunterhalt Arietot. 

1 ßioitovai;. 

βλαψΙτ«ψος Gräber schädigend 
{βλαψίΐ Plat.). 

* ßiinsäaifibiv Poll. u. a. 

βηρβηρά9-νμυς kotn. Wort, miet- 
zornig Aristopb. 

βατρνόδωρος Aristoph. 

βοτρνόιιαις Trauben zeugend 
Theoer. 

β<ηροοιηέψανος Archyt. bei 
Plut. 

βοτρνοχαΐτης Anth. 

βουχέιραλο<ζ Ariatoph. bei Et. M. 

βουκόρνζος mit viel Naaen- 
Bclileim Hesych. 

ßoixpavoz• 

βουλόμαχος etreitaüchtig Ari- 
stoph. 

βουπομπόΐ (πομτιή) wo ein Auf- 
zug mit Rindern gehalten 
wird ί.£ορτή) Pind. 

βονπρόσαιπος. 

βούπρύΐρος Soph. u. a, 

βούτιμος Hesych. Et. M. 



βούψορτος Anth. 
ßooxtXOiVimAeT nährend Aeech. 
Anth. 

* βροντηαιχίραννος bUtzdon- 
nernd Aristoph. 

βροτόγηρνζ Anth. 
βροτολοιγοί Hom. Aesch. 

* βνσαύχην dem der Hals zwi- 
seheo den Schultern steckt 
ίβύω). Hesych. u. a. 

γαλαχιόχρως Phllyll. und Nau- 
sicrat. bei Ath. 

γαιηρόχειρ von der Hände Ar- 
beit lebend Strab. 

γεωΚοψος aus Erdhügeln beste- 
hend Strab. Oiosc. 

γομψιάόονπας, 

Γοργόνΐιαοί Aristoph. die G. 
auf dem Rücken habend. 

γοργόψ&αλμοί Said. 

γοργώψ Enr. 

γνιόχαΧχος erzgliedrig tStel- 
lung ?). 

γνλιανχην mit einem Nacken 
wie ein γύλιος Aristoph. 

γνταΐϋόβονλοζ Aesch. 

γυναιχοθνμος Polyb. 

γνναιχόμορφοζ Eur. 

γvyaιJrόπ0^voΐ Acscb. 

γννααιοπρ oatirrroi. 

γννΜϋόψαινοζ Aristoph. 

γωνιόποϋΐ: Diog. L. 

γωνιόψολλος mit eckigen Blät- 
tern Theophr. 

δαχρνάημος Orph. 

άαχτν^χαμψάόννοΐ den Finger 



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QDter Schmerzen beugend 
Epigramm, adesp. 

ίαμασίμβροτος Sterbliche bän- 
digend Find, {όάμασις Scbol. 
Find.) 

ύαμααιτΐποζ. 

ίαμααίφακ. 

* αάμνιππος Orph. 
ίαφνοχάμης ϋρρ. 
ααψνάχομος, 
όαψνάύιιιος. 

δΐί^ώταις durch den H&ls ge- 
bärend Lyc. 

* όεισιίάιμων [Furcht hegend 
gegen•) Xen. Arietot. The• 
ophr. Luc. u. a. 

* δ^ιαΙ»ΐος PoU. 
ίΐνάροχομης Aolh. 
όενίράίΟμος Aristoph. EuF. 
Se&äwpot Said, (όέξις Eur.) 
δεζίμηΧοΐ Eur, 
ύερμαΐότη^ρος Aristot. 
δημό9ροθς wovon Gerede im 

Volk geht Aesch. 
αηζί9νμοζ {όηζις). 

* όίαλνσίφιλος (_διαΧνσΐζ). 
διωζιιι4λεν9ος Aath. Νοαη. 

όιωξιππο'; Anth. Find. 
δοχηοΐνσνς sich klug dUnkend. 
ίολομήχανος Simonid. fr. 
ίολόμυ&Οΐ Soph. 
^omxo;^!)!»); T.Rohr grünendEnr. 
όορίκρανος Aesch. 
όορισιέφανος epeer umkränzt 
Anth. 



όουΧάψνχος Poll. * 

ΰρωιοντοέ^εφα Orph, 
ύραχσντάίίομικ Monn. 
αραχοντόμαΧλος Aesch. 
όραΐίΟνιόμορφοί Lyc. 
δραχοντοπονς Sp. 
δρνοχόίτης Anth. 

* ävat&diadooc ins Meer zu 
tauchen Antb. (iunva ; δύσις), 

άωρόδειηνσς Speisen herumge- 
bend. 

* δωαίαιχος eich der Gerechtig- 
keit übei^ebend Hdt. Pol. 

* άωσίπνγος Suid. 
ίγερσίγίλως (e/e/jffic Aufregung 

Plat. Aristot.). 
εγΐραι9έατρος das Theater in 

Aufregung setzend Anth. 

Plan. 
ί^ΐραίμαχος. 

ΐγερσίμο9ας Neun. Opp. 
έγΒραίνοος, 
εγεοσίχορος Opp. 

* εγχαψιχίδαλοί. Zwiebeln schlu- 

ckend Luc. ίέ^χάπτω), 

* έγρεχναοιμος Krlegslärm er- 
regend (ίγέιρω) Hes. Steeicb. 
Orph. 

* ΐ}•ρ6μάχης Soph. 

* Ιγρέμαχος h. Hom. 

* εγρέμο&κ Noun. 

* εγρΐΰίχωμος Anth. 
ίγχειχέζαννος speer blitzend 

Find. 
ίγχεσίχΐΐζ. 



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erleeh-lftt * iSeimciviviOg Poll. 

T*n SnliBl 

+ snbtt. * εδ-ΐλίπονος Xea. 

* ί&ΐλοηζόιξίνος Thoc. 
ίίαρόμασ&ος Anth. 
ίΐάωλ&μορφος Geop. 

* ίΐλίπους Hoiii. u. a. 
εϊνοαίφνλλος Hom. 
ιΐρονόχος Hom. Ues. Theoer. 
βίροπ^ος Suid. 
iXtuOTtQiiiQog vorn wie ein Oel- 

baum Arie tot. 

* έλασίβζοντος den Donner 
schleudernd Find. b. Sohol. 
Aristoph. («λαΦίζ =^ das 
Treiben). 

ίλάσιππος Piod. Orph. 
eltiffijll^tuvFind. bei Eust. op. (cf. 

ίΐαψόκ^νος Strab. 
ϊλαψόπονς Hippiatr. 
ίλίγξίγαμος Anth. (ί-(ς Ν. Τ. 

Philoetr.}. 
» ίλελίχ3ωτ Find. Sopb. tüe- 

ίΐζω). 

* ίλέπτολις die Stadl erobernd 
Eur. Aescb. 

ε^φαντόιιωπος Luc. 

ίλβψαντόπονς Fiat. com. bei 

Ath. Luc. Dio C. 
? έ^ιξόχβςως mit gewundenen 

Hörnern Anth. (^ιξ, η = 

WindangJ. 
? έΐιξόπο^ο; mit gewundenen 



7 ΐλίτροχος radumwälzenu 



Aeech. C^obl aus iXix- 
τροχος). 

* έλχεαίπΐπλος Hom. 

* είχετρίβων. 

* έλχίχίτύΐν Hom. 

? ίμβααίχοιτος zum Lager fah- 
rend Maneth. (c-ie). 

* έναρίμβροτος Pind. («vfu^bt), 
iftQÖXQwg todtenfarbig Al- 

cipbr. 
? ίννενρόχαολος mit faerigem 

Stengel Theophr. 
{>'νοσί9Μ>λλας Simonid. fr. 

? ενογβίβιος Et. M. 
? it^OQOßtog Anth. 

* ί5«;ϊέί?ρο)';(ος mit hervorete- 
hendem Kehlkopf Hippoer. 
Aret. 

* ίξ^χέγΧονιος Hippocr. 

? ίπιχανλόφολλος Theophr. 
? ΐπιφολλόχα^πος Theophr. 

* ίΐηχ«(ρά/αο-ος Eratosth. (Ge- 
gens. des folgenden). 

* ίπιχαιο^αχος Anaxandr. bei 
Ath, Aristot. 

* ί7ίίχα$ρεθίχιαΐίΐς Orig. Euseb. 

* ίρασίμολπος gesangliebend 
Find, (vielleicht έρας- να 

* ίρασιπλόχαμος Find. α. a. 

* ΐρααίτηερος Nonn. dion. 

? ερειψίτοιχος Mauern uieder- 
retesend Aesch. {ίρ^ιψις = 
das EinsMirzen spät.). 

* tQsvyißtog Greg. Naa. 



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? iqsv^ixoiog Galle speiend 

ipvealaenlog von jungen Zwei* 
gen nmhülU Orph. 

έρπΐτόμοβφοςν/ίβ eine Schlange 
gestaltet Epiphan. 

? έ^σίβ^ρι^ξ das Haar durch- 
ziehend (ίί^χτρα) Anth. 
ih'Qvaig Max. Tyr. = das 
Ziehen). 

* ίιιννίιηολίς Hom. 

* ε^οίχαιος Älcm. bei Scbol. 
Δρ. Rh. mit dera Hirten- 
Btabe echützend. 

Ιΰπε^όμο^ο; Tzetz. 

6νρεαΙτεχΐΌς Orph. KUnste er- 
ändend (ενρ£»ς = das Er- 
finden Plat.). 

* εχέγγυος Soph. Thac. u. a. 

* εχέ3νμος Hom. 

* 6;(e)(oi^o;Theophr. Plut. u.a. 

* ίχεηέανος Nonn. 

* εχίμν^ος KS. Suid. 

* έχέπιαΧος Hesych. Suid. 

* έχίβτονος Theocr. 
έχιίνοχίψαλοί Schol. Eur. 
eχ^iy6xoμoς Koon. 
ζείόωζος Hom. u. a. 

? ifüii.ieiücSoph. Völker unter- 
jochend iCep^tt ^ das An- 
epannen , die Ueberbrü- 
ckung). 

ζω^όωςος ES. 

ζω&μο^ψι>ζ Flut. 

^ερόμορψκ Urph. 



ήερόφωνος Opp. ^i 

ηΐιόμορφοζ Poet. bei Ath. 

* ήλιτόμηνις Hesych. vei^eb- 
licb zQmend. 

ημεράβιοζ. 
ημεροχοίτης Opp. 
ημερόχοαος Hes. Opp. 
ημερόφωνοΐ Tag rufend Simon. 

bei Ath. 
ηνεμόφωνος Jo. Gaz. 
^χόπονς sonipes Eust. ί^χή)• 
^ώχοιτοζ Suid. 
9αλασσόμο&ος Nonn. dioa. 
&αλασσοπόρψοροΐ Bekk. An. 
&αλαα<!6χρο<Κ• 
&ΐαιρόμορψοζ Lyc. 
α^Βΐόχροοΐ scbwefelfarbig Dioso. 

* 9ΐλγεαίμνβ•ος Anth. 
»ελξίμβροτος Orph. (*-ις Ael. 

Plut.). 
&ελξΙνοοί Anth. Musae. 
»εόβονλος Phot. Suid. 
δ^εόγληνος Nonn. par. 
9^εόγλωσσος Anth. 
&-ίόίροσος. 

&εο)φήπις Nonn. dioD. 
^βοχοΐρανος Synes. 
^ΐόμητκ gottberatben Nonn. 

par. 
? &{όμοιρος. 
3-β6μορος Pind. 
θεόμορφοι Anth. 
^εόπίοντος, 

? 9-εόσόωρος Tzetz. Lyc. 
d -εότιμος Pind. Orph. 
^εόφημος Man. 



b, Google 



1- ? &ΐόφ&ογγος. 
* 9£/>ffixd^aii'die£rde wärmend 

(9^ρω} Hesych. 
9ήραγρος Jon bei Ath. 
9i7/>i(i/iO/>9M>sProcl.par,Ptol.KS. 

9ηριόιροποζ KS. 

9ΐ7/>ΐ(ίφν;[ος Theod. Ptodr. 

? 9ηροζνγοχαμιΐιιμίτύ/αοΐ Aoth, 

9ηρ6μορψ>ς Dion. Ar. 
&ηρά]ΐ€ίΐλος Orph. 
9ηρόχλαινος Lyc. 
β-ζ^αοσάιτϋ^ Räder zerbrechend 

Aristopb. (.9-/>«Βσ»ί Plnt.)- 
9ριαμβοάι9ύραμβοςΡΓ&ύΏα.Β bei 

Ath. 
9ρνψίχρως von weichlicher 

Haut {^9ρίψις Weichlichkeit ) 

Hesych. 
? 5(ΐ;'«τ/Μ!;•ί)ΐ;ΐιος Nonn. dion. 
ίνελίάπονς Nonn dion. 
θνμβρΒπϋΐίπνος Aristoph. 
9νμολίΐι}ν Hom. Hes. u. a. 

θνννθχί•φαλθζ Luc. 

9υραόλογχος, or mit -ΤίΤίΙα ^ 
Thyrsoslanzen Strab. 

^txracoifyoo; mit zottigem 
Schwanz Hesych. 

ιαμβόχροτος jambisch tönend. 

ΐΒραχοηρόσωπος. 

ίψαχομορφοζ. 

? * ϊλλϊψ ™'* zugeschnürter 
Stimme (ϊΛλω) ; nur bei 
Gramm, zur Erklärung von 
ΪΚλοώ, Ath. 



ίμαη/ιαΐϋμος Hesych. 

ιοβλέψαρος Pind. 

Ιοβόστρνχος Pind. 

ίόγληνος Hesych. 

ι<ί£ωνος Hesych. 

loTtüpHog. 

Ιότΐίπλος Hesych. 

Ιοπλόχαμος Pind. 

Ιοατίψανος h. Hom. Pind. 

u. a. 
Ιουλόΐίΐζος mit viel Füssen wie 

der Vielfuss ((-ος) Lyc. 
'ίππΜχμος zu Pferde kämpfend 

Pind. 
ίπτζόβροτος rosemenschlich Ly- 

cophr. 
Ιπποχέλίυ9ος Hom. Antb. 
Ιηπόχομος Bom. Sopb. 
ίτιτόΧογος Anth. 
ίππόμητις Pind. 
ιππόμορψος Plat. 

ίπποαείρης Anacr, fr. 
? Kyrorroyoq. 
ίχ9νόμορψος Byz. 

* χαχιζότεχι/ος ein Kunstwerk 
tadelnd Paus 

χιχχόγαμβρος mit ϊ-όος = Klage 
über des Eidams Unglück, 
Eur. 

χαλαμι'χρνλΧος Theopbr. Gleop. 

* χαλΐσίχαρος Orph. 
χαλοχοατέψανος Antb. 

* χαμτΐεαίριιος Orph. 

? χαμψιδίαυΧος {χύμψις Plat.). 
? χαμψίονρος Hesych. 



b,GoogIc 



? χαμψίπους Aesch. 
χαναχηπ<ης eonipes Hee. Opp. 

{καναχή Hom. u. a.)• 
χαρπογίνΐ&λος Änth. 
? χαραογύνος daee. Dioec. 
χαρυ&χροας. 

XeßXiffOlOQ. 

χερασόχροος. 

χερατοκονζ GloBS. 

χερατόψωνοΐ Teleet. bei Ath. 

»spwiifi. 

ΚψβεροχΙναννοζ kerberOBge- 
fttbrlich Hesych. (wahr- 
scheinlich kom. Wort}• 

χΒροχίοπος. 

χΐρόχρυβος Orac, Sib. 

* χιρσίχόμης ZU echliessea aas 
hom er. άχΐροεχόμης. 

χΐρώννξ bornhufig DioD. P. 
χεφαλόρριζος mit kopfartiger 

Wurzel Theophr. 
χηροχίτωΐ' mit Wachs bekleidet 

Auth. 
χηρόχριοζ, τος. 
χητοάορτνος den grosseD Meer- 

äscheo Fraes gebend Lyc. 
χινηαίρζίοί Qramm. 
χινησίχαων Schol. Sopb. 

• χινόυρης Heeych. 
χιασοχόμηζ h. Hom. Anth. 
xiottomdgiuyog Antb. 
Χίσβοχάιτης. 

χιαοο^των Orph. 
χηρόχροος Tzetz. 
χλααιβωληξ ErdscboUen zer- 
brechend Anth.txluutfPlat.]. 



* xKmaliemvog die Mahlaeit '•*•*•"■'■ 

»■ SaiiM. 
beklagend Basil. + βλ%%. 

* χλανσίμαχβς Äristopb. 

* χλεψίριμος Nonn. dion. 
KS. 

* χλεψίνοος sinnberückt, KS. 

* χλεψίνυμφος Lyc, 
χλψομάστιξ in Fesseln ge- 

peitecbt Bekk. An. (χΛ^). 
χνηχότηρος weizengelb Sopat. 

bei Atb. (χνηχ»ς= Saflor.). 
χΐ'ηαίχρυοος Gold reibend Anth. 

(χνησις Plat.). 
χνωκόμορφος thiergestaltig Lyc. 

(jfftutp). 
χοιλιοάαΐμΐι/ιι der s. Banch zum 

Gott macht Eupol. bei Ath. 
χολβόπτερος mit Fldgelsoheidea 

versehen Aristot. 
χοραχόφίονος. 
χοσχινΰρΐ¥ος Heeych. 
χοβμοχόμηζ Anth. 
χραιπαλόχωμοζ im Weiurausob 

unter Gesang und Tanz 

schwärmend Aristoph. 
? χρατησιβίας =^ ^ωμαλίος Find. 

(χράίησις erst spät). 
? χρατησίμαχος in der Schlacht 

siegend Pind. 
? χρατψίίπονς mit den F. s. 

Pind. 
? χρατήσικπος Pind. 
χρηόεμνοχόμος AuBon. 
χρί9αΛε&ρος Bekk. An. 
χρινο/ηίφανος Aueon. 
χρινόχροος. 



36 



b, Google 



LMM. χριοϋίφαΧβς widderköpfig 



χριόμορψο• SchoL Αρ. Rh. 

χριόμυΐξος (μύξα = Schleim, 
Rotz) dämm wie ein Widder, 
der Schnupfen hat, ein dre- 
hendes Schaf Cercid. b. Gal. 

χρίοαρόοωτΓος Hat. n. a. 

χρίόπρωρος. 

κροκόπβπίος Hom. Hes. Alcm. 

χροχόχρως Bys. 

? χρσοαί»νρος an die Thttr 
klopfend {_κραίϋβίς). 

? χροΌ9ύ.νρης Orph. 

7 χρυι^Ιλογος die Rede ver- 
echweigeod {.ψόψ'ς Ear. 
Arietot. α. a.), 

? χροψιμέτωπΟς Lnc. Lexiph. 

1 χρνψίνοοζ, -νονς Xeo. Π. β. 

? χρνψίπο^ος mit rerboi^ener 
Sehnsucht Et. M. 

? χροψίπτψος. 

? Ν/ηιφ'^ολο; EuBt. 

? χρνψορχις mit verborgenen 
Hoden Gal. 

ιπ«τνομήί>φοςτοα ViehgestaltRS. 

χτησίβιος VermOgeD besitzend. 

χτήαιππας Luc. 

? xvxiiffiTc^ijOoi mit Asohe ge- 
mischt Arietoph. {^χύχηβις 
Fiat.). 

χήτίωψ. 

χνχνόμορφοΐ Aesch. 

xvxvOTtxepoi Eur. 

χάϋνοψις, ειας Anth. 

χυνοχίψαλος Arietoph. Luc. 



χονόλνααος. 
χονόμορφος Oiosc. 
χιηΌΛζόσωπος Lnc. 
η;ηαρ[φσι»(ομος Schol. II. 
xvjnfQ ι ασόζοψος. 
χιο^ωνόχβοτος Soph. Eur. 
χωδωνοφα^αράπαιλος Arietoph. 
χωλνσίάίίπνος Plut. 
χωλυαίάρομος Luc. den Lauf 

hemmend. 
χωλυαεργός Jambl. 
λαγώψ^αλμος Gal. 

* ^α9/νοηοζ die Rückkehr ver- 
gessend Hesych. (cf. die 
Comp, mit Ai;9o-). 

* λα&Ιποινος Hesych. 

* λα&Ιπονος Soph. 

* λα91φ9ογγος Ηββ. 
λακχόπ^οντος Phot. 
λαχχόπρωχτος Aristoph. 
λαχχοσχ^αζ Luc. Lexiph. 
λαόόιχος vom Volk gerichtet. 
λαρναχόγνίος. 

λαρυγγόφωνος Sopat. bei Ath. 
λαχνόγϋίης Eur. 

* λΐΐπό&ηλοί von der Matter- 
brust verlassen Geop. 

* ίειτιογνώμωνάβΏ EeuDBahn 
verlierend Et. M. Lnc. 
Poll. 

* λβιπιόόιν voo denWehen vei> 
lassen Suid. 

* ΐ€^ψ&9ςιξ Äel 
λβοί^άόιφρος Anth. 
λδοντό&νμος Bys. 



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λίοντοϋέψαλκ Luc. 

λίοντόμορψοζ, 

λεοντίπονς Eor. 

ίεοντοπςόαωποζ Schol. Ear. 

λίοντόχλαινος Antb. 

λβοντόχοβίΟζ Aescb. 

Χΐονίόψνχος Schol. II. 

λη9ύιΐίμος dee Windes rerges- 
aend, windstill Simoo. bei 
Aristot. (^^^17). 

Ιη^ομέρψΐΌζ Orph. (=: die Sor- 
gen in Vergeseenheit brin- 
gend oder desVei^eseender 
S. bewirkend). 

ληξιπύοβτος, ληξοπ- das Fieber 
hemmend 6al. u. ep. Aerzt. 
[ληξις Aeech. d. Aufhören; 
etwa „das Aufhören des 
Fiebers bewirkend"). 

? ληαΐμίΐροτος h. Hom. die 
Menschen heimlich beschlei- 
chend. 

? ληψιλογόμισ&ος für den phi- 
losoph. Unterricht Lohn 
nehmend (ληψις) Ephipp. 
bei Ath. 

λιβανόχροοζ, -χ^ονζ Strab. 

Χι&όγληνος Noon. dion. 

λι^ογΧώχίν Nonu. dion. 

λ^9οχάρδιος Schol. Eur. K8. 

λ^ίo«έφaλoΐ Aristot. bei Ath. 

λί9όχοΙλος In Β er. 

λι9οχρηί§μνος Coloth. 

Χί9αξ&ανοΐ Nonn. dion. 

^β•όρ^ινος h. Hom. Emped. 

λίΟ-οτ^άχηλας Cyrill. 



^μνόβιος Ael. * 

λίνίόίϋμοΐ Aesch. 

ΛινσΟ-ώρηξ II. 

λινίηεηλος Anth. 

λινόπτΐρος Aeeoh. 

λινοπτ^ρνξ Opp. 

ΧινοχΙτων Ξ es f ob. 

λινόχλαινος DiOD. P. Nons. d. 

* λιαόβκκ Hesyoh. 

* λίηοβλέφαρος Nonn. pRr. 

* λιπόγαμος Eur. 

* ΧιηόγΧηνοζ Nonn. 

* λιπάγΧωοσος Nonn. 

* hnoyoiag Anth. 

* λιπόζυγος Hesyoh. 

* Χιπά&ρ*ξ Ael. Nonn. dion. 

* Xtni^qoo^ Nonn. dion. 

* λΐποχτέανκ. 

* λιπάχωπος. 

* λατίμα<ηας Greg. Naz. 

* Χ$ιι!>νανς Aeech. 

* λιπσνβαΐΊης Theocr. 

* Λπο'παις Man. 

* Χιτιόπατςις Nonu. Anth. 

* λιπότηοος Orph. Anth. 

* λ^Jtfntτiλtμoς Nonn. dion. 

* λιπίηηοΧις Nonn. dion. 

* λιπόςςίνος Nonn. diou. 

* XtTf&cxtoi Nonn. 

* λίποβτέψανας Anth. 

* XinovQoq. 

* Χιποφ&ογγοζ Nonu. 
λόφονςοζ Aristot. Theophr. 
Χνγόδίΐμος mit Weidenzweigen 

gebunden Paus. 
λνχΜΨ^οΐίφος Lyc. 



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••*-ΐ*^• ίνΐίήμορφος Tzetz. 
h SaNt. λυχόχροος Euet. II. 

* λνπησίΧογος durch Reden 
kränkend CratiD. com. 

* λνσίγαμοΐ Anth. 

* ίνσίόρως Bekk. An. 

*> λναιί^Βίρα mit gelöstem Haar 
Noan. 

* iw/i^torogHesych.Smd.Orph. 
Theoer. 

* λνσί^^ριξ mit gelöstem Haar 
Geop. 

* λναίχαχος Theogn. 

* λυοίχομος Nonn. Pbiloetr. 

* λυαίμαχος Aristoph. 

* Χνβψέςιμνος Anth. Orph. h. 

* λναίνομος Nonn. par. 

* λυΰίπο^ος Anth. 

* ΧνβΙπανας Anth. Find. NonD. 
dion. Sext. Emp. 

* λν<!ΐτοχος die Qeburt lösend 
Nonn. dion. 2) durch die 
Geburt erlöst Opp. 

* λυοιχάιτης. 

* λυΰΐχίτιαν Nonn. dion. 
λνχήβιος Senec. bei Licht le- 
bend. 

λωοόττονς mit geFeBselten Füs- 
sen (lorum) KS. 

μαχευίχραιΊΚ {μΰιιιις, eoci) mit 
langer Kuppe, Federbusch 
Hesych. ; nach Lob. aus 
Aeech. 

μαλοπάρ^ος TheoCF. 

μίαντιίααξ weinquellend Anth. 
μΐ^£σΐ7ΐτί(>οΐ mit den Flügeln 



singend, ein Lied hervor- 
bringend Anth. Qi^Xog). 

* μίλησίμβροτος wae den Sterb- 
lichen ein Gegenstand der 
Sorge ist Find, (,μ-ις spät). 

μελίγδοοποζ Find. 

μελίγηρνς Hom. u. a. 

μελίγΧψος Hesych. 

μΒλΙγλωσαοζ Aesch. Aristoph. 
u. a. 

? μελιά ροος Anth. 

/ι«λί;πορΰος honigep rossend. 

μελιρραδ^άμιγί Nonn. dion. ho- 
nigtröpfelnd. 

μελιτήμ^ρος Hesych. 

μελιτόχζοος. 

μελΙφ&ογ}οί sUsstÖnend Find. 

μΐλίψωνος Anth. 

μελίχροκκ Tzetz. 

μελίχροος Anth. Flut. Hipp. 

μεΚίχρως Anth. Qu. Sm. 

? • μελλέιρψ Plut. 

" μελίέφηβοΐ. 

* μίλλύγαμβρος Hesych. 

* μελλόγαμος Soph. Theocr. 

* μελλοννμψη FoH. Eust. B. 

-ψος Lycophr. 

* μείίόπαις Hesych. 

* μελλόποσις Soph. bei Poll.; 
μελλ^• Hesych. 

μεμψίμοιρος mit seinem Loos 
nnznfrieden Isoer. ArJstot. 
Luc. (μ-ις Enr.), 

* μενάιχμης Anacr. 

* μέναιχμος Anth. 

* μενεδήϊος Hom. n. a. 



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* μίνίόονπος Orph. 

* (ΐενέχτνπας Heayoh. 

* μενψάχας App. Hipp. 

* μ,ίνετΐταΪΛμος Hom. 

* μΐνιφίλοπίΐ Änth. 

" μβνεχάρμης Korn- Hes. 

* μινίχαρμσς Hom. 
μηλωφ Hom. 
μιλιοχάρηνος Opp. 
μιλτοπάρ?ιοζ Hont. Opp. 
μιΐτόίίρωςοίζ Lex χ. 
μΐίτόχροοί TzCtz. 

μιμόβίος von Nflchahmung le- 
bend Man. (μίμος Eur. = 

μίμηΰις). 
? μιξάνθ-ρωηος halbmenschlich. 
? μιξίαμβος mit Jamben od. 

Spott gemischt Hesych. 
Ϊ μι'ξοβάρβαρος halb barbarisch 

Eur. Xen. Fiat. Luc. 
? μιξοϊ^άλαααος mit dem M. 

verkehrend. 
? μιξό^ηλικ mit Weiblichem 

gemischt, Philostr. 
? μιζό9ηρ Eur. Lyc. Anth. 
? μtξό&Qιli halbhaarig Eust. II. 
? μιξ63^ροος mit gemischtem 

Geschrei Aesch. 
? μιξοπύρΟίνος Hdt. Eur. 
? μι'ξότΐΌος Hipp. 
? μιξόψρνς Cratin. 
μίοΰγα&ης das Gute od. die 

Gnten hassend (= /ιΐσο; 

habend gegen — } 
μισάγιος d. Heilige hassend 

KS. 



μιαάίβλψος. erlMk. 1 

μισα&ήναιος die Athener has- 4. snb 

send Dem. 
μιααλάζιαν Luc. 
μιααΧ4ξαναρος Plnt. 
μιιταλη&ι;? das Wahre baesend 

Tzetz. 
μιαάμηελος Antb. 
μισιφετος. 

μιαέΧλψ Xen. Plnt. 
μίσίργος PoU. 
μιιτ^ρως. 
μισέταιρος Poll. 
μισήλιοζ Gloss. 

μιαθόίωροί Eubulid. bei Ath. 
μίυιηπος Poll. 
μιΰοβάρβαρος Fiat, u. a. 

μισόαημος Aristoph. Fiat. Plnt. 

Xen. 
μιαόδηζος KS. 
μιβόιΓονλοΐ Geop. 
μ^aό^^soς Aesch. Luc. 
μ*σό9/>ι| dem. AI. 
/iiffoidfoc Procl. par. 
μίαοινος Hipp. 
μιaö)ιaL•ς Philo, KS. 

μΐ<ΤΟχθ(Γμθ?. 

μισόλεχιρος. 
μtchL•γoς Plat. 
μιαονοϋος Antb. 
μιαόινμφοί Lyc. 
μΐΒΟ|6νος Diod. exe. Poll. 
μιαόπαις Luc. 
μισοιτάρ9-ΐΐ•θζ Plut. 
μί<Τ(ΜΓΟ^εμοί Schol. Afistoph. 



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oriMk-KiL «»«Affoitf Ariatoph. 
+ BiM. μ4907ΐσλίτης Procl. par. 

/iiffiMioviji/MC Aeschin. Dem. Flnt. 
μισόποΐΌζ Dio C. 
μισοπό/Μταξ den Schildgriff 
fueend ArUtoph. 

μισοπροβατος Arohyt. bei Stob. 
μισατΐτωχοζ Antb- 
μιβορύμαιοζ Fiat. 
μιαόσοφος Plat. 
μισοσύ^α;- Plut. 
μ^σότβιοΌζ Α es Chili. 
μntoτύρayvoΐίίάt. Aeschin. Plut. 
μιβότυφος Lnc. 
μαιοφίλιττηοζ Aeschin. 
μuIoψ^λόΛσfoς Ath. 
μινόψιλοζ. 
μκιοφιλ&σοψος. 
μιαόφξΟνίίς. 

μισόχρηοτος Xen. Dion. Η. 
μΜοχριστιανός Κβ. 
μισόχ^ίΐηοζ KS. 

? μηροχίτων Atb. (aus ^μ- 
Hom. \ aber vieUeicbt direkt 
ans einem Adj. αμιτςος und 

* μνησίαακ Plat. GoLtes ein- 
gedenk. 

* μνησίχαχοτ Arietot. Plut. 

* μγηίΜΙτέψανοζ Find. 

* μνηνΙτοϋΟζ Hipp. 
μοιχότροπος. 
μολυβίόχροος Dioeo. 
μολνβϋχρως Gal. 



μΛναοπςοαίΜΐος Antb. 
μνχτηρόχομιιοζ aus der Nase 

schallend Aesch. 
μΰονρος Aristot. Strab. GaL 

μνρμηχαβιος Eust. II. 
μνροβόστονχος Anth, 
μν^όχροος Anth. 
μνχόνονς von versteckter Oe• 

sinnang Phot. 
* μύαη}! Arietot. 
νάνμαχος znm Seekampf ge- 
hörig Hom. Hdt. u. a. 
ναυσίίρομος den Lauf der 

Schiffe fordernd Orpb. 
ναναίπορος schiffbar Xen. Luc 
2) yauatnOQoi scbiffend Eur. 
νανσίστονος mit vßpig die jam- 
merrolle Schmach der 
Schiffe Find. 
veßQiäönsTihq mit dem Fell 
eines Hirschkalbes umhdllt 
Anth. 
νίβριόόηολος (στολή) Orpb. 
νεβροχίτων Nonn. dion. 
ΐ νεχρόζο)ος halbtodt. 
νερτΐρόμορψος wie d. Unterir- 
dischen gestaltet Man. 
νενρόχΜ>λοζ Tbeophr. 
νευρόνοσος an den Sehnen 

krank Man. 
νηζίπους schwimmfüBsig He• 

sych. Gramm, ivηξ^ς'). 
νιχόβουλος im Rath siegend 

Aristoph. 
ηχομάχας siegreich in der 
Schlacht Soph. 



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νιψόχτνηος von Sohnee am- 

rauecht Poet, bei Ath. 
νοσόβνμος seelenkrank Uan. 
ννχτίβιος Hesycb. Phot 
ννκτίγαμοζ Mueae. 

νυχνίμορφος EuBt. II. 

νυχιιπό^ος Opp. Qlose. 

ννκτίχροας K8. 

ννχτ^ίος Procl, par. Ptol. 

vti/ufpoitfioc die Braut ehrend 
Aesch. 

νοχ^ήμβρος einen Tag und eine 
Nacht dauernd Arr. Tzetz. 
Hes. op. 

ναηάχμων mit gepanzertem Rü- 
cken Batrach. 

^ίνοημοΐ Gastfreande ehrend 
Aeech. 

Τξνλοχατάσχίνος au β Holz ge- 
macht Scholl. 

ξνλόστβγος Byz. 

ξνλοίροφος Inecr. 

? ογχόψωνΟζ gewaltig tönend 
tüyxoi) Schol. (viell. Adj. 
+ S.?). 

οΐχόβιος 8cbol. Pind. 

οίχοαίαιτος Oalen. 

οϊχόαηος Luc. Ath. Plut. u. a. 

1 ο'ίνοψ Hom. u. a. 

οϊνοχίτων Heeych. 

οϊνόχροος Eust. op. Schgl. Eur. 

οΐνόχ^ως Theophr. 

οϊνιάψ. 

? * oioi'Wf der Verstand za 
haben scheint Plat. Cratyl. 



zu scherzhafter Erklftrung ^^-"S"• 
TOD οίνος. + βΛΑ 

οϊωνό9ρονς fron Vögeln ertö- 
nend Aesch. 

&λβομ^α&ροζ Maneth. glücklich 
von Haue ans. 

* 6\ΐσιανλοχάΙαμος die Rohr- 
flöte verderbend Pratin. bei 
Ath. nach Conj. (Be^k 
sehr. i^seiatuXox-y 

* &Χ$σιτύραννος Anth. 
Οίνμη*0¥ΐχος Pind. 
Ιμβροχχνηος mit Regen schla- 
gend Aesch. 

Ιμψακοραξ (,^αξ\ mit unreifen 
Weinbeeren AnUi. 

^μφαΧόχα^οζτώί nabeiförmiger 
Frucht Diosc 

ίνιφόφοβύζ durch Träome er- 
schreckt Tzetz. 

ονησίποΐις dem Staate nützend 
Simon.fr. Ι^νησιςΚοαι. Att-j 
eig. =: dem Staate Nutzen 
bringend). 

ίνοχίφαλοζ Origen. 

ίνόχωλοΐ mit EselsgUedeni 
Scfaol. Aristoph. 

ονοηράοωπίις Schol. Lac. 

ivoaxeUg mit Eselsschenkela 
Schol. Aristoph. Enst. 

^πΧόόοοπος Orph. h. nach Piers. 

? οπλομάχης Plat. 

? οπλομάχος Xen. Pol. 

οξβίανλος auf den Bergen hau- 
send Opp. 

Sq$louioi Schol. Ear. 



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h BibiL ? iptalßtoc. 

ΙρεβιΚΜτης Schol. Sopfa. 

ΙρεαΙχοιτος Hesfch, 

iQeaioixo•: Hesych. 

^ρ4<τααο^ς Änth. Plan. Mono, 
par. Coluth. 

iplmmog in den Bergen er- 
tönend Nonn. dion. 

ορκαπάιψ:, oo eidbrüchig Anth. 
Phot. Suid. 

ίρνεψορφος Prod. par. Ptol. 

? ^ν*9άϊονος Enr. 

ίζνι&όμαρψος Demetr. Phal. 

&ρνί&οπρόβωιιος Porphyr, 

^ ipeixtvjrK Qeräusch erre- 
gend Pind. 

* iftclTiovi Anth. Hesych. 

* ίρβό&ριξ haarsträubend 
Tbeognoet. 

* ίρσοτριαΙ)^ς Pind. 
Ιιηραχάναιτας Ael. u. a. 
έβτραχόρινος Opp. 

? οίρανολέβχηΐ Euet. 
οί^ανόηχος Aeacb- 
οίβανόχςονς Tb^phr. 
? ίψΐομάχος Byz. 
Οφΐα>πΧόΐίαμος Euet. II. 
όφιόόειρκ Aristot. 
δψιό&ςιξ Tzetz. 
Αφιο)(ίφαλος Athaoae. 
? όφ*ομάχης Philo t. 1. p. 39, 

35. Suid. 
? ^ii)|ua;[oc Heeych. 
όφιόμορφος EpipfaaD. 
όφιοπΧόχαμοί Orpb. 



^t<9rot>c Luc. 

i^pl onpoClii3t<K• 

όφίονρος Hesycb. 

όψιόψωνος, 

? τταίΐΐο/τίνος (;ό>ί;) Kinder zen- 
gend Eur. Pbocyl. Anth. 2) 
zum Einderzeugen geschickt 
machend Theophr. 

jiatäoaOQog wo ein Kind hin- 
durchgeht Anth. 

? πάναγοος Allee fangend Hom. 
u. a. 

? πάνόωρος Alles gebend Hom. 
u. a. 

? ««»ιίιιρος Alles jagend. 

? vaV^/wo; Allee dreist her- 
auslärmend Heeych. 

? Rdvto^^vcdjle; Alles erzeu- 
gend Orpb. 

? παντοϋαιτος Alles verzeh- 
rend Orpb. 

? ;ra>ToXo/o; Alles redend. 

? παηοπ^οΐ Sopb. der zu 
Allem Rath weise. 

ηαρ^ίνόχρως Anth. 

* ηαναάνεμος Aesch. (παΪΛΚ 
Eust.) 

* τίαναίχαχος Greg. Naz. Scbol. 
Pind. 

* πανσίΧυπος Eur. Soph. 

* ποαισίμαχοί. 

* ηαϋοίνοΰοζ Anth. 

* ηαυαίπονας Eur. Aiistoph- 
Orpb. 

* παναοδννος Scbol. Soph. 
■ιΙΒδωηΧάκτυηο'ζΤαύ, βοη = Lärm 



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der mit den Hufen die Erde 
ecblagenden Rosse Aeech. 

πιααχόιτης Anth. 

? πεζομήχης Pind. 

? πΐζομάχος Luc, Plut. 

πΐζοπόςος Anth. 

π§ί9αζχος den Vorgesetzten 
gehorchend Aesefa. [«αχή; 
gegen die Vorgesetzten Qe- 
horsam, πει9ώ, habend). 

ττΐΐ^ηνιβς Plnt. Poll. 

* πΐΐσίβζοτος Aescb. 

* 7ietai9«ivmoi Diog. L. 

* nttoixaiiiOg den Zügeln ge- 
horchend Pind. 

? πΐΧαγόα^ομος auf dem M. 

laufend Orph. 
? ηΐλαγόηλοος Gonet. Man. 
πΐλα(τ/οχζ(άς, ατός etorchfarbig 

Lyc. 
ίτΐρσέποΧις Aristoph. a. a. 

St&dte zeretfirend (_πέραις 

Aristot. d. Zerstörung; also 

eig. = die Zerstörung der 

Stadt bewirkend). 
τΐΐραέπτολις Aesch. Orph. 
πΐτροχάρίιΟζ Nicet, Eng. 
πίτρόχοιτοζ Anth. 
πετρόστΒγος mit einer Feleen- 

decke Byz. 
πετρόστερι-ος Nicet. Eng. 

* πηγίσίμαλλος Hom. 
τιηξι&άλαττα ^ η die das Meer 

gefrieren macht (πηξις) 
Bekk. An. 
πι&ιμόμοζγος Lyc. 



mvnv6»p,i mit Haaren ahn- «"»«"ttu 
lieh dem niynvav Byz. •*• e*bit. 

jiXavrioisifQog TOii umherschwei- 
fendem Sitz Aristot. (π-ις 
Thuc. u. a). 

ηλη3όχορος viel tanzend Phot. 
(cf. οίνοπληίίις; eig. ^ Tanz- 
ffllle habend). 

* wAijfiJTwoc Hom. Hes. Pind. 
Paus. 

* πληοίγνα^ος Sopat. bei Ätb. 
(^πλησις Byz.). 

* πίίηαιο4ληνος. 

* πλησΐστιυί Hom. Eur. Luc. 
u. a. 

* πληαίφοκ, 

πλοντόχ9ων aus leicher Erde 

Aesch. 
πνενματόμφαΧος am Windbruch 

des Nabels leidend Gal. 
πνοψιονς vrindfilssig Hesych. 
πόδανζος windfitssig Hesych. 
ΆΟΰψψος Hom. u a. 
ιιαΐβίχ^ΰος grasfarbig Opp. 
ιτολεμοχέΧαϋος kriegerisch lär- 
mend Poet, bei Dion. H. 
τίοΧεμοχΧονος sich kriegerisch 

tummelnd Batr. Orph. Man. 
ποντοηΧάνοΖ {η-η) Orph. 
ποντοίτόρος Hom. Hes. Soph. 

Eur. α. a. 
ίίπντοιράρυξ , γοζ mit einem 

Schlünde wie ein Meer 

Bekk. An. 
nofi^vQnvd-fiifq mit purpurner 

Bluthe Plut. 



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■ πο()ψνζ6ζωνος mit Purpurgurt 
Ueefcb. 
ιτορψνςόκιχϋλος Theopfar. 
ποςφορόνωτος Nonn. dioD- 
ποξψνρ6πΐζα Tryph. 
TioaalxQoTog Orac. bei Hdt. 

Orpb. 
ποταμοη6ρος Opp. 
7 πρααίμοχϋος an Mäbsal rer- 
kauft , ewiger Drangsal 
preisgegeben, v. L. bei Eur., 
wo andere ηλακίμ- (^πρύαις 
Hdt. α. a). 
πρααόχ^οος lanchfarbig Tzetz. 
ιιροβατόνονς mit Schafs ν erstand 

Byz. 
ΛροβατοχΙτιαν Hesycb. 
? προ^ϋο'ί;ΐθμηος groeeprablend, 
nicht haltend wae man rer- 
spricht Phot. Eust. (viell. 
die Lesart einer Hdachr. des 
Snid. προόωσίχ- das Rich- 
tigel. 
* ιτροό'ιααέταιροζ die Geführten 
yerratbend Dio C. Scolion 
b. Äth. 
τΓΤΐρόϊαιος mit einem Fliigel- 

pferde Tzetz. 
πτιρόηονς Anth. PI. 
TiTtQuyonovg. 
χτορ&άχαν&ος mit Dornen an 

den Zweigen Tbeopbr. 
no&ioymoi in den pytb. Spie- 
len Biegend, sie betreffend 
Find. 
Πν&ό»Μος Pind. 



aoQYOxtQCK, to; Bacchyl. tbnrm- 
hörnig. 

? ανργομάχος vom Th. aus käm- 
pfend Ath. 

ίΐνρψψος Feuer anblasend 
Anth. 

ίηρίβιος im F. lebend Di(^. L. 

jrwpij-iijiOS Orph. Opp. Mas. 
Jo. Qaz. 

ποριγλίύχιγ Opp. Nonn. dion. 

7 τηριγόΐΌζ act, Plnt. 2) wejt- 
γονος pase. Ael. Philo. 

πνρϊάΒίπνος. 

? πιΐζίαρομος Orpb. 

τζνριχρόταψος Hesych. 

7 πυρίμαχος Hesych α, a. 

πυρίμορφος KS. 

πνρίπους. 

■πνρίτηΐρος Theod. Prodr. 

πνρισμόραγος in oder von Feuer 
tosend Theocr. Ost. Poet 
bei Marin, v. Procl. 

? 7η>ρίαπορος Orpb. Opp. 

ηνρίχρως Ä leid am. 

TWQOßtoi Gloss. 

7 πυροβαροΐ {βορά) Qu. Sm. 

? ηνρογόνος Origen. 

πνρόχρηος Gal. Achmet. 

ηυρηαΚαμοζ feurig geschwun- 
gen Pind. 

^»βίοδίααος vom Maleretiftle- 
bend Ath. 

^ηξιχέλεν&ος den Weg breeheod 
Anth. Ι^ήξις Alcae. Äristot. 
u. a.) 



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ξηί^νύος Änth. 

ξηξίφΐόκκ mit aufgerieeDer 
Rinde Theopbr. KS. Lexx. 

ξη&χ9ων Orph. 

^tyealßtog in Kälte lebend Poll. 
Bekk. An. (§r/ec, eoc). 

ξιζοχέψαΐας Theophr. 

ξίζόψνλ^ος Theophr, 

? * ^ιν^γχαταπηξιγίνΒίος Epigr. 
bei Ath. mit der Nase bis 
anfs Kinn reichend. 

ξινώλί^ρος der Nase verderb- 
lich Bekk. An. 

? ^Ιψαΰπις, αος Arietopb. Plat. 
Plut u. Sp, (^(iffii Arietot. 
Plat.) 

? ^ιψανχην den Nacken in die 
Höbe werfend. 

? ^ίψοχΙν^ΐΌς sich in die Ge- 
fahr stflrzend Poll. Clem. 
AI. u. a. halsbrecbend Xen. 
KS. 

? ^Ιψοηλοΐ Aeech. 

? §ιψόψ9αλμος die Augen wie- 
derholt auf etwas werfend 
Ptol. 

^ογχιβάας Glose. C^-of, βοη). 

^οβοαάχηλος Hom. Hee. u. a. 

^οδόχο^ος Poet, bei Stob. 

^οόόπΐαλος Qu. Sm. 

^ίθΛ5;ρ'ς, (lor. -παχικ, aeol, 
ßqoSön• h. Hom. Hee, Sapph. 
Theoer. u. a. 

^οόοτινγος Anth. mit roeigem 
Hintern. 

^οάόαφνροΐ Qu. Sm. 



^oioxet^ Schöl, Theoer. 

^oi]o;C0ooc Anth. Opp. Anacre- + ft 

ont. DioBC. 
^6;(ρωζ, lof Theoer. 
^»γχιλίφας mit Elephantenrüe- 

sei Anth. 

* ^σίβωρος die Altäre rettend 
Aeech. (^vffic erst Eust.] 

* ^tyiveähK. 

* ^αϋιφςος Pind. 

* ^Ιχοβμοζ. 

* ξναίΐίολις Aescb. σ. a. 

* ^ναΐπονος Anth. 

* ifaivlgiuQog mit Geschenken 
schmeichelnd , kom. Aus• 
drnok des Epikur, Diog. L. 

* ααινολόγος. 

* ααΙνοΒ^ς Eust. Lexx. 

* ααοαίμβροτος Hesych, (die 
Comp, mit einfachem fao- 
haben wahrecbeinlicb das 
Adj. ϋάος im 1. Gl.) 

* σαράπους plautus {aalqui) AI- 
cae. bei Diog. L. 

βαρχόρρι^τ); mit fleischiger Wur- 
zel Theophr. 

ααρχίψοΙΧος Theophr. 

αΐΐαίχ&ω» Find. Dion. H. Luc. 
u. a. {αεϊαις Gal-) 

σηαοΐΛψις den Helmbnsch 
schwingend Hesych. 

αίΐβόψολΧας laubschüttelad 
Eaet. 

αιϋηροδάχιυΧητ Anth. 

tstiηQόStσμoς. 

σιίηρο&ώί^αξ Scbol. II. 

D,g,t7cdb/GOOgIC 



m Bnktt. ^ 

-f- Sakit. σιόηρόπονς Nono. dion. 

βιόηρόπτερος Schol. Ap. Rh. 

αιδη^ι^τζοχος Suid. 

σιδηρόχαλχος TOD Είββη and 
Kupfer Luc. 

αΐδηςοχά^μης, αν Piud. 

α*δη^χΙτί^ν Nonn. dion. 

αινόδονς mit den Zähnen ecba- 
dend Hesfch. 

? ffiTiiTVivoczar Speise der Men- 
schen geechaffen. 

ατόχροος weizenfarbig Opp. 
n. Sp. 

? βκαφψιλοοζ mit Nachen oder 
Schiffen befahren ßyz. 

αχαψιόχουρος der sich ein σχά- 
5M0V (Art Toneurl echeeren 
läeet Pbot. (xotißa = das 
Scheeren, die Schur). 

α»οτοδαανκνκνο9ς(ξ dunkel, 
dicht α. feet behaart, kom. 
W. bei AriBtoph. 

OKojodetirrog im Dunkeln essend 
Hesych. 

Σιτν&όγλωσσος Byz. 

iJrtiö-ii^jjrgef, τέοωι• von skyth. 
Müttern Tzetz. 

αχιηοβραχίιον mit ledernem Arm 
Ath. 

σ(ΐα(ΐαγαότηιοΐ Soviel werth wie 
Smaragd Theod. Stud. 

? αοψόύιυρος Weisheit schen- 
kend Dion. Areop. 

? απαί^όφνλλης Theophr, nach 
Conj. 



απίΐροδβαχοντόζωνος ί^ΰχρΐ^,ί^ά- 
χων, ζώ^η] mit Schlangea- 
windungen umgQrtet Anoa. 
in Cram. An. 

? απε^μογόίΌς Samen zeu- 
gend KS. Byz. 

σπληνοάάπανος milzverzehrend. 

σηονόΐργος werkeifrig Anna 
Comn. (beim Werke anov- 
δην habend, zeigend). 

ηανρόμορφος von Krenzesge- 
stalt. 

ιηανρόίνηος Greg. Naz. He- 
sych. ES. 

αταχνό&ριξ Anth. 

οταχοοπλΑχαμοΐ ährenlockig 
Orph. 

Οταχνοντίψανος Anth. 

ΰτίΧΐχόχαρπος am Stamme 
Frucht tragend Theophr. 

Στΐντα^όφωνος KS. 

* ffregjOgiifittvos den BettgenoB- 
sen liebend Lyc. 

βτΐρνόψΆαλμος mit den Augen 
auf der Brust Aesch. 

ΰτίΐΐ'ί'Απΐπλης mit Leder, Ffli 
bekleidet Lyc. (σΓί!ΐι/-«5, mX 

ατ^ΐΐψιιηχην mit gewundenem 
Halse Theop. com. bei Ath. 
{στρί'ψΐί Aristot. ) 

στρίψίμαλλος mit krauser Woll^ 
listig Phot. Hesych. 

? atijiißtXotik^tfiuiioc Orph, 

βτβονϋοχίψαλος Plut. 

ατρονΟ-ιΊπους Schol. Aristopb. 

aivfcdE^foi das Ehebett b•*' 



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send Anth. {ατν/ος, «ος = 
Haee, Abscheu Aesch. ; also 
= Abscheu habend gegen 
d. E.). 

ανχάβίος Et. M. 

ανχόπι/ωίηος Heejcb. 

? αυίόινξ die Nägel raubend 
Antb. {<βλον = der Raub; 
etwa = Mftgelranb vollfüh- 
rend). 

* αυμβαλλομαχος den Kampf 
eröffnend Et. Gud. 

σνοφαρβός (φ-η) Scbweioe füt- 
ternd oder hütend PoLHion. 
Ξ. Hesych, 

σνζΐγ]τόψ(ονος. 

? νφΜροάζόμος Tzetz. 

σψαίζόμο^ος Sp. 

σφηνοχίψαλοζ {αψήν) mit kegel- 
förmigem Kopfe Strab. 

σφψΌπωγων Bpitzb&rtig Artem. 
Luc. 

αφ(γγάπΐ}νς Callix. bei Ath. 

σφνζόχτνπος Theod. Prodr. 

* σχιζόπονς Aristot. 

* σχιζόπτίρος mit gespaltenen 
Flügeln Arietot. 

* σχινοκέψαλοΐ mit einem Kopf 
wie die Meerzwiebel (βχΓ- 
νος) Cratia. bei Plut. 

? σχοινοόρ&μος auf dem Seil 

laufend Hesych. 
σχοινοχαλινος Strab. 

* αωζόποΧίς die Stadt rettend 
8chol. Pind. 

Σωχρατό^ομψος eokratiaoh zu- 



aammengenagelt Teleclid. "'*'?■,'*?* 
bei Diog. L. + »int 

αωματόψοχος mit Leib u. Seel 
KS. 

βωαΐβιος das Leben rettend He- 
sych. (cröH»; Cram. An.). 

σωσίχοαμος KS. Byz. 

σωαίοιχος Hesycb. 

'}*ταΧαεζϊός Honi.Hes.Theocr. 
u. a. 

? • ταΛαχάξαΜς standheften Sin- 
nes Hes. Soph. 

* ταμεαίχζως Hom. u. a. 

** ταννάτηίζΟζ Hom. Hes. u. a. 

ταξίΧοχος die Heerschaaren ord- 
nend Anth. 

ταξΙψ}λλος mit geordneten, in 
einer Reihe stehenden Blät- 
tern Theopbr. 

τ«ραξιχ(ίς^(οΐ das Herz beun- 
ruhigend Arietoph, 

ταραζιττπόσίζατύς die Ritter- 
schaar in Unruhe bringend 
Aristoph. 

? τανρό&ςοος wie ein Stier brül- 
lend Tzetz. 

ταοροχάρηνος. 

τανξοχ^αλος Schol. Lycophr. 

τανρόχρανος Eor. Anth. 

τανςομέιωηος Orph. 

τανρομορφος Eur. Plut. Π. Sp, 

τανρόπονς- Eur. 

τανραπζόαωπος Schol. Ap. Rh. 

τανρόφ9ογγος Aeech. bei Strab. 

τανρώψ, 

? TBxvoyiviK Aeecb. 



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l.ionti τβχν&τιοινος ilache nehmend l'ür 
- Snkit ein Kind Äeecb. 

? τίχνοσπόρος Man. 

τΐλ§σΙΛζομος den Lauf voUen- 
dend Stob, (die Vollendang, 
τέλος, Βος, des Laufee, άνο- 
μος, bewirkend oder = den 
Lauf zur Vollendung brin- 
gend). 

TsXtaixa^jtoi Strab. 

τίλεΛονςγής Plat. u. a. 

τΐλΐΟίΗγαμος Nonn. dion. 

χΐλΐοιήγιινος Nonn. dion. Orph. 

τίλβοαίμορος (τέλος, eog•, für die 
Form dee 1, Gl. vgl. ορέσα- 
»νλος). 

τΐλΐοσίνοος seinen Sinn durch- 
setzend Orph. 

τβλεσσϊτοχος die Gebart vollen- 
dend Nonn. dion. 

τίρατόμορφος wunderbar ge- 
staltet Tzetz. 

τβρα τοτ!^ omoTiog. 

* τερπιχέραυίΌς Hom. Hes. 
τερψίμβζοτος Hom. Orph. 
τ^ςφίνοος Anth. 
Τ£ζψίχοροζ Änth. 
TtpväiaiTog in der Kunst le- 
bend Orph. 

? τηξίπο&οι; durch Sehnsucht 
abzehrend Ιτηζις = das 
Schmelzen, die Auflfieung; 
etwa ^ d. A. bewirkend). 

* τΜοπώγων (τίλλω) der sich 
den Bart ausrupft Bekk. An. 

* τ^ήανμας,άογ.τία-Ρϊαά, Anth, 



* ιίηχά^άως Tzetz. 

? τληίnxάρόιoςA^Bcb.Qreg.^Λl. 
(τλησις Heeych.J 

? τλησίπόλεμος Et. M. zur Ab- 
leitung von Tii!7f'(m&a eiebt 
dase ιλψτι- zur Erläaternn^ 
des in seinem Charakter 
nicht mehr yerstäadlichen 
τλη- gebraucht wird). 

τ^ι^Φίπονος Opp. 

τμησίχρως Schol. II. 

τοξοβέλεμνος Beiwort des Apoll, 
Orph. 

τοξοχίτων Poet, bei Schol. 
IL 

τραγομάαχαλος (ji-n^ unter den 
Achseln wie ein Bock rie- 
chend Aristoph. 

τραγόπονς Antb. Greg. 
Naz. 

τραγοπρόσωποΐ Said, 

* τρεχέαειπνος zum Gastmahl 
laufend Ath. Plut. 

? τρεψϊχροίς, ιος die Färbt 
wechselnd Arietot. bei Atb. 
ίτρέψις Diog. L.) 

tρtχόφι^λL•ς Theopbr. 

? τρνγόβιος. 

* τ^νσίμοχ^ος von Mühsal auf- 
gerieben Eur. (r^K He- 
sych.) 

* τρυαίβιος das Leben aufrei- 
bend Aristoph. 

τομπανΑδονίΐος Orph. 
ιοραννοίάιμαη' despotisch ood 
diimonisdi Hesych. 



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ηζόνωτίκ mit eioem Rücken 
TOD Käse Aristoph. 

ίαλότυπος glasähnlich. 

haUxQoa Acc. S. glasfarbig 
Antb. 

hßqlysXoiq äbermüthig lachend 
(S/Sgif, ϊ^^^^, eig. = mit 
dem Lachen des Ueber- 
mutbs, Han. 

^αατόχΧοος waesergrQn Hipp. 

νδατΑχολος gatleDwftaerig Hipp. 

iSaroxpoog Erotian. 

? υδρόδρομος Orpb. 

häpopiXaSqoi Emped. 

νόζοπόρος Noon. u. a. 

? νόζοφόβος Arr. waeeer- 
ecbea. 

νλόβΜζ Strab. 

ίλοίΐαηος Synes. h. 

? νΧοδρόμος Aristoph. 

ίιλόχομοζ mit Wald bewachsen 
Eur. 

ίλοχουρός (χουρα) Holz abscbee- 
rend Lfcophr. Arcad. 

1 νλοψοξβός Eur. 

νμ^νόπτβζος mit häutigen Flü- 
geln Strab. Luc. 

ίιμενόιηραχος Luc. 

vOltQttlQQQ Ρ Int. 

7 ^T^iv^KK Plat. com. 

* φαγάν9ρωπος^α-ψΐ/οςΡ\ίθΙ. 
Hesych. 

ψαεαίμβροτος Hom. Hes. Eur. 
Orph. n. a. (φ«ος, βος; = 
den Sterblichen Licht brin- 
gend, offenbar besser, als 



constr.). 

* φαΐνοψ Man. 

ψαόμορφος mit leuchtender Oe- 

etalt, mit Lichtgestalt Aoon. 

{φαβς-, nicht φάω). 
? ψεγγατόχος Licht erzeugend 

Ephipban. 
? ψ^ιΛάΧψηος Gerstengranpen 

Bcbonend Said, {ψειαώ). 

* φέραοπίς h. Rom. Aeach. 
Antfa. u. Λ. 

* ψεοίβοιρνί Nonn. 

* 9)β/>^}γνο( Aeech.Soph.Thnc. 
Hdt. 

* ψΐρέδειπνοζ Konn. 

* φβρέζυγας dae Joch tr^end 
Ibyc. (eigentlich vielleicht 
= lastjocbig, ein Jocb zur 
Last habend). 

* ψΐρέζωας, Leben bringend 
Nonn. ■ 

* ψΐρέχαχυς Pol. 

* fKGßatofMroc Orpb. Anth. 
Plut. 

* ψΐρεμμΐϋης Mimn. 

* ψεοέο(χος das Haus mit sich 
tragend Hdt. 

* ψερέηοΧις Pind. und φερέπτ- 
Opp. Nonn. 

* ψΐρέπονης Pind. Themist. 

* φβ^έπτιροι;. 

* ftpiaßtoz Leben herrorbrin- 
gend, Nahrung habend b. 
Hom. Hes. Orph. d. a. 

* ψΐςΒοαΙαονοζ, 



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^ ψβ^ίστάψνλος AuÜ). Orph. 

u. a. 
" ψΐζέσταχύς NoDD. 

* ψέ^Ομβςος Diosc 

* φiQ^mL•ς. 

* fdeQoißqaxoq Anth. Flut. Lys. 
{^φΆεΙζω). (Die Comp, mit 
f&ivo- enlbaltes vielleicht 
dae Adj- φ&ινάά- unter Wecb- 
get TOD αδ nnd o, ich stelle 
sie daher anter ß}. 

* ψ9ισίβζοτος und ψ&κάμβ^οτος 
Hom. u. a. 

ψίΛησίμολαος den Gesang lie- 
bend Pind. (.φίλησις Aristot.) 

φιλησιστέφανος. 

? {ΐιΛ])'οτρ(!ρος Flamme nährend 
Greg. Nyse. 

φL•γώψ Aesch. 

? φοβίσι^ατος Ues. Gal. u. a. 

ψοβοδίψις Cael. Aijrel. 

ψοίνίχώ'9Βμος Find, 

φοιηχοίώαν^ς Aristot. 

ψοίνιχόχςοχος Find. 

ψοινιχόΧεγνοζ Tzetz. 

ψo^vιx6λoφoς^\lt. Theocr. Geop. 

φοινιχοπάςΐίος Hom. u. a. 

φανιχοπά^φος Dion. H. Polt. 

φοοΊχότίΒόος Aeech. 

ψΟινιχόηΐζα Find. 

ψίηνιχότπίρος Craün. bei 
Ath. 

^ιν^χόρβόος Flut. 

tpoiyixomeQOnui Find. 

1 ψ^ενόβλαβος. 



* ψθ'ξαύχην mit sich eträuben- 
dem Nacken Arion fr. bei 
Flut. 

* ψ^ιξ6»ρίξ Said. Clem. AI. 

* ψqι%ox6μης Anth. Fl. 

? φρουζοόόμοζ das Haue be- 

wachend Anth. 
? ψν/αίχμης Aeech. CalUm. 
? φύ^δργος die Arbeit fliehend 

Aristoph. bei Et. M. 
? ψνγοαέμνιΟς Antb, 
? ψνγόλΐχτρος Orph. 
? ψνγόμαχος Simon, bei Stob. 
? φνγάξΐνος Find. 
? φνγοπόίΐμος Schol. 
? φνγόπολις Et. M. 
? ρυ/ώτονος Pol. 
7 ψνγοπτόλεμος Hom. α. &. 
1 ψνγόπτόλις. 
ψυχιοχαΐτι^ς mit Haaren wie 

Meertang Hesycb. 
ψνχόα^ιξ, 

ψνλλαχαναος Theophr. 
ψνλλοχίμος Aristoph. 
? ψνΙηΧίος iψύξις Hom. u. a.). 
? φνξίπολις Opp. 

* {ί>Βα:(;να9ος die Backen auf- 
blasend. 

* ψΌΐήζοος Hom. Aeseh. s. a. 
φ-ζωος Sp. 

* ^{«(/ΐόίαχος Foll. 
Pfri^xafnrirPind.Bur. Soph. u. a. 
χαλχέμβολος mit . eherneoi 

Schiffsschnabel Plut. Diod. 
S. DioD. H. 



b, Google 



χαλχέντεςος Suid. 
χαΧχίναος Hesyoh. 
χαίχΙοΜος Eur. Thuc. Plut. Lyc. 

u. a. 
χαλχίσηχος Anon. 
χαλχοβόας Soph. 
XaXxoj^eiiK Anth. 
χαλχόγεννς, νος Piod. 
jiaXxoj-iüjjliv Hom. Hesycb. 
χαϊΐχό&ονς Hesych. 
χα3ί*ο9^^/ιε&λος Tzetz, 
? χαλχό^ροος Nonn. 
χαλχο&ωράξ Soph. Luc. 
χαλχοχ4ραμος Endoc. 
χαλχοχίραννος AcFch. 
χαΧχοχνήμις, iJo? Hom. 
χαΧχόχροτος Find. Aristopb. 

Eur. u. a. 
χαλχόχτντιο!, 
χαλ3ΐόλογΌς Hesych. 
χαΧχομΙτρας Pinil. 
χαίχόμηρος Lycophr, 
/aix6fo/ioi Eur. 
χαλκοττιίρΐΐοΐ Hom. Pind. 
χα^χόηείος Find. 
χαίχοπίταΛος Scho). za Eur. 
χαλχόπλεν^ος Soph. 
χαίχόηοος Hom. Eur. Soph. 

α. a. 
χαΧχοπρ οσίαηο ς . 
χαλχόπρωρος PoU. 
;(aht(nivkog Hdt. Eur, 
Xahioaayoalog Porph. Euseb. 
χαλχοστίφανος Anth. 
χαίχότο'ξος Pind. 



χαλχοφωνος Plin. 
χαλχοχάςμης Pind. 
χαΧχοχΙτων Hom. Plut. 
XcihcoxQovg Diosc. 
Xahciaäutv Hesych. 
χαλχύΐννξ Schol. Ap, Rh. 
χαμαΐΐίνης IL Ael. 
χαμκίζηλος Plut. Geop. Luc. 

α. a. 
χαμηίκανλος Theophr. 
χαμαιχόιτης Sopb. 
χαμάιπονς PoU. 
χάμεννος. 

χαμόχοιχσς Hesych. 
χαρηοβλέψΛροζ anmuthig bli- 
ckend Antb. Eubnl. bei Ath. 

Diog. L. Inscr. 
χαρίτοπροαιαπος Manass. chron. 
χαρη!>φωνος Pbiloxen. bei Ath. 
χειρόβιος Suid. 
χειροαίχης, ου der sein Recht 

io Händen hat, Faustrecht 

Übt Hes. 
χΐΐαοόράχων schlangenarmig 

Eur. 
χειροχτνπος Melanipp. bei Ath. 
χειρόπους PoU. 
χβΧωνόπονΐ. 
χε^σόβ^ς auf dem Festland 

lebend. 
? χεραομάχοΐ Theod, Prodr. 
χερσοπάρος Manass. chron. 
χηλόπονς Schol. Anth. 
χιονοβϋψαρος. 
χίονόχτνπος Sopb. 
;i;(Ofon££'a Nonu. 



37 



b,GoogIc 



/ίονόχροος Philoi, bei Ath. 
Sskat. χιονοχζΜζ Elir. 

•(ΐρόπους Hesycb. 

;ΐ;λιι)'ω>'όποκ mit Schmuck an 
den Fassen Hesych. 

χΧοΒννης, 

χλοόχαζπος grüne Frttcbte zeu- 
gend Orph. 

χλοόμορψος wie (rras gestaltet 
Orph. 

χοιρόβιος Manaes. chron. Eiist. 
Od. 

χοίροχ^ψαλος. 

χονδράχαν&ος (^ofigof Knorpel) 
Aristot. Gal. 

χονδ^τνπος wie ein Knorpel 
gebildet Aristot. 

? Χριατόγονος yon Chr. stam- 
mend hymn. bei Olem. AI. 

Χριστοτ^χλίνος Anth. 

Xqwäxxtv, ινος Et. M. Arcad. 

χρνσάμττν^ Hom, u. a. 

χρνοάνα'ΐμος Hesych, 

χρΜασπις Eui•. Pind. Anth. 

χρνσαστράγαλοζ Sapph. bei PoU. 

χροσΒλΐψανιήλίΧτροΐ. 

χροαέρως Choerob. Bekk. 

/ρυσίϊλάπΓος Hom. Soph. Pind. 

χρίΐαήΐΊος Hom. Soph. 

χρwtιoßόστρvχoς{χ4ov)mίtgo\d- 
geechmUckten Locken Phi- 
los. bei Ath. 

χρναοβέλ^μΐΌς Anth. 

χροαοβόστρνχος Ath. 

χουσόβωλος Eur. 

χρνβόι-ίωττος Tzetz. 



? χρυσόγονης Aeech. 

χριχτόγραμμος. 

χροσνόακτίΑιος Ν. Τ. Hesych. 

χρνααδίι/ηζ. 

χρναόάιψροΐ Man&ss. cbron. 

/ρυΛΟί'ϊίίροζ. 

χρυσόζυγος h. Hom, Xen. 

χρνσόζωνος Anon, bei Scfaol. 

Pind. 
χρυσοηλιος Hesych. 
χρναόι;λος Eust. zu Π. 
χρνσό^ριξ Nicet. Eug. 
χρνσό&ρονος Hom. Pind. Ari- 

stoph. u. a. 
χροαο&ώρΐίξ. 
χρυσοχάρηνος Eur. 
χρνσόχαρηοί Pind. bei PlnL 
χρυσοχέρας Eur. häufiger χ-ροΚ, 

χροβοχέψαλος Pbryn. bei Ath. 

χρναοχίααρος Suid. 

χρνοάχοχχος. 

χρνσόχσλ^ς mit Gold gelöthet 
Soph. Eur. 

χρνοοχόμης Eur. Hes. Aristoph. 
u. a. 

χρνοόχομοζ Anth. Hdt. α. a. 

χρναοχρόταλος TOD Gold klin- 
gend Anth. 

χρυσόχροτος Theod. Prodr. 

χρνσόΧογχος Eur. Aristoph. 

χρνσοίοηος Hesycb. 

χροαόλοφος Aristoph. Hesych. 

χρνσολνρης Aristoph. Orph. 
n. a. 

χροσόμαλΧος Eur. Plat. n. a. 



b, Google 



}τρΜομΙτρη Ορρ. und 


-μίτρης 


χρυσοτριαίνης AristOph. arek.Miitet» 


Sopb. Ath, 






χζναόμορφος Soph. 




χρνσοιρίχλινος. 


χονσόμφαλοΐ Ρ oll. 




χρυοόνΧος. 


χρνσόνωιος Soph. Said. 


η. a. 










χρνσοπ^όιλος Hom. Hee 


Anth. 


χρνσοφάσγανος. 


χροαόαδπλος Pind. Anacr. Si- 


χρνσοχΜτης Pind. Anacr. 


mon, bei Plnt. 




χρνσοχάΧινοζ Xen. Arietoph. 


χςνσοπήληξ Aesch. Ear. 




Plut. Anth. u. a. 


χρυαοπΚόχαμος h. Hom. 




χρνσίχΒΐρ Luc. 


χζϋαοπλος Tzetz. 




χρναοχίτων Pind. Paul. Sil. 


«υσόποχος Nonn. 




Anth. 






χρνσοχροος Anth. 


^:ρμσοΛ•ό(ΐ5ρΐίρος. 




χρνσώψ Eur. 


jfguffo^ouc Pol. Stob. 




χώρavL•ς auf dem Lande woh- 


χρνβΐιπ^μνας Plut. Αγγ. 




nend Suid. 


;|;ρΒβόπ^(οροί Philostr. 




ψνχόχομπος den Geist stolz er- 


χρνσόπτΐρας Hom. u. a. 




hebend. 


χρναοτηέροξ Manass. 




ψνχοχρύσταλλος von Frost be- 


χρ^οραβδος. 




eist. 


χρυαόραπκ Pind. 




? ψνχροφόβοζ Gal. kaltesWaeser 


χρυσόρΒία^ρος Manase. 




scheuend. 


χ^υαόρρατίίς Hom. 




* ύίεσίβαιλος Erdschollen zer- 


;(efffopoyog Luc. Plut. 


Anth. 


malmend Anth. 


χρναοαπάταλος Manass. 


chron. 


* ωλΐσί9νμίΐς. 






• ώλΐοίχαρπος Hom. u. a. 


};Qveö<nsyog. 




* άλεσίοιχας Aesch. u. a. 


χρναοατέψανοζ h. Hom 


Hes. 


• <uXeaiiexfoi Nonn. 


Pind. Eur. Pol. 




άιράρι&μος Stunden zählend 




Haufen 


Schol. Pind. 


Tzetz. 




ωρεΰίδονπας auf den Bergen 


χρυβότο^ος Pind. 




lärmend Anth. 



Im Ganzen griech, Mut. von Subst. + Subet. io diesem 
Verzeichniss c. 1340, von denen aber c. 255 mit " bezeichnet 
sind nud aleo fortfallen j ausserdem fraglich c. 158, also sicher 



b, Google 



c 925 (Immat. c. 1170, eiohere auch über 900, also etebea sie 
eich ziemlich gleich, bei Homer wie 1 : S'/a)• 



ß) Adj. 
αβςόβιος Plut. 
αβζοβόστρνχος Tzetz. 
aßqiiaK mit [ρα;Γε£α delikater 

Tisch Ath. 
αβροόϊαυος AeBCh. 
άβςόχαςπος Hesych. 
άββοχ&μης, ov Anth. 
SψqoπdόιL•ς Meleag. 
ίιβζοπίτηλος Jü. Gaz. 
&βρόίΐλοϋτος Eur. 
&βρόπονς £pigr. adcsp. 
αβ^ΙηιμΛς zart und prachtroU 

Aesch. 
αβζοχαΐτης Anacr. 
αβροχίτων Aeech. 
? άβρόχροος Aesch. 
&/ανοβλέψαρος Ibyc. 
αγ*υί&βουλος Tzetz. 
άρινλόόΐίρος Opp, 
αγχνλόαους Anth, 
ά^χυλόχ<ύλοζ Ath, 
άγιιοΧόμιιτις. 
άγηλόπονς Plat. 
άγχνλότοξοζ Hom. 
αγχνλοχή^ης, ov (χ- η) Batr, 

krum mscheerig. 
άγχυλώι^ΐξ Nicet. Eug. 
αγλαέ&ειρος h. Hom. 
&γλαόβοτρνς Nonn. 
αγ^6γν(ος Pind. 
αγλα&άενίζος Pind. 
&γΧαίίωρος h. Hom. 



- Subst. 
αγλαό3ρονος Pind• 
aYXaoStaxog Pind. 
αγλαόχαςπος Hom. 
αγίαόχοηος Said. 
α/-λοιώίθ»ρος Pind. 
άγλαόχρανος Find. 
άγλαόχωμος Pind. 
αγλαόμιμις Tryph. 
άγλαόμορφος Orph. 
αγίίαόπαις Opp. 
άγλαόηΐπΧος Qu. Sm. 
(Jj-ieoffUg;•»? Tzetz. 
άγλαότιμος Orph. 
αγλαοτρίαιναν Acc. Sg. masc. 

glänzend mit dem Dreizack 

Pind. 
ΰγλαόφημος Orph. 
Άγλαόφορτος etolz auf die Last 

NOUD. 
αγία&φ<υνος, 
άγλαώψ Soph. 
αγριό^νμΟΐ Orph. 
αγριόμορφοί Orph. 
άγριόψωνος Hom. 
αάαμαντοτιέόι^ος feetbegrttDtJet 

Pind. 
άΛχότρίίπος Bekk. An. voo 

angerechtem Sinn. 
αδιχόχΗρ. 
ΰύρόβωλος aus festen Klnmpeo 

bestebesd Diosc. 



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ίιίζ6μίβ9ος starken , Tollen 

Lohn bekommend. 
α&ίΟμόβιος Hipp, 
α&6σμόλ$χτ(>οί Lycophr, 
advQÖy^omoq UDverech&mt, 
ohne Thflr vor der Zunge 
Tbeogn. Eur. 
άϊόζοόίκης, otj kein Recht ken- 
nend Find. 
αΐναρέτης, ov II, 
άινοβίηζ, oi> Anth. 
άινόγαμος EuF- 
αΐνογένΐαλικ Man. 
αινογίνειος Callim. 
αινόλεχτζος Äescb. Lycophr. 

Orph. 
αΐνόλινος vom Faden der Parze 

Anth. 
αινόμορος Hom. 
αΧνόποτμος Orph. 
αίολόβονλος Opp. 
ιχΜλοβζόντη': den Donnerkeil 
im Zickzack schwingend 
Find. (/Ϊ-Ι?). 
atoXaäeiQaq Ath. Nonn. 
αίολόόωρος Schol. Soph. 
αίολο&ωρηξ 11, 
αίολόμητις, ιος Hes. Aeech. 
αϊοίομίτςης II. Theocr. 
αΙολόμοΧ-πος Nonn. 
αϊολόμα^ψος Orph. 
αίολόμν&ος Nonn. 
ΗΪολόνωτος Opp. 
αϊολδπΐπλος Nonn. 
αίολόηοίλος II. Theocr. 
αΙολόψοΧος Opp- 



αίολόψωνος Opp. 

αϊοΧοχαΙτψιΐ. 

αίολόχρως, τος Eur. 

αΐτήλοφος Konn. 

αϊτιννωτος auf hohem Berg- 
rücken liegend Aeech. 

αίαχςόβιος Liban. 

αίσχβόγ-ελως, τος Man. 

αΐϋχςόμηης, ως Aeech. 

αϊαχ^οπρόσωποζ Said, 

ΐΐ1ψηροχ^λίο&•οί schnell wan- 
delnd Hes. 

αχαμαντολόγχης, ov nnermüdlich 

mit der Lanze Find. 
άχαμαντόπους Find. 
αχρέστιερος am späten Abend 

Hipp. Theocr. n. a. 
αχρηβος in 1. Jugend Theocr. 

Anthol. 
äxQiTÖßoviog Man. 
axQnoiaxQVi Paul. Sil, 
αχριτόμν^οΐ Hom. 
αχριτόγνΗος Hom. mit dichtem 

Laub. 
αχριτόφωνος mit undeutlicher 

Sprache Hesych, 
äxQoj-^vfiog mit vorstehendem 

Kinn Aristot, 
άχρόζνμος leicht gesäuert Gal. 
αχρόλοφος Anth. Opp. 
άχρόμαΧλης langzottig Strab. 

αλη»ΟμΒ»θς Gal. 

άλιτρόβιος frevelhaft lebend 

Nonn, 
αλιτρόνοος Nonn. und sp. 

Dichter. 



flnh-HltaU 
T>n AdJ. 
■i- SobiL 



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* ä^OT-AtiMTffof^emdepracbigHdt. 
4• ΒβΜ. αλλόαημοζ fremd Poll. 

αίλοό'ίχης, m dem Recht ent- 

ft-emdet Or. Sib. 
α}Λό»(ΐοος Hom. Hdt. Aeech. 

Soph. 
äλL•^όστQo^ιoς Hephaest. 
αίΧοιόιοοπος Greg. Nyee. 
äiλo^(^ρooς Sext. Emp. 
άλλόμοςφος Ηίρρ. 
ΐίΛλοτριομοςφοαίΐίηος ID immer 

andrer Gestalt lebend Orph. 
äil^or^töj^lMuc Anth, 
ά^οτρι6χ(υβθς. 
(JUffitwroc Hesych. Et. M. 
α'Ι^όφνλος Attik. von Tbuc. 

&a. 
äX^carog Hesych. 
αλλόχροος Env, 
αλλόχρακ Eur. Tbeophr. 
αλψοπ()όσ<ιΐ7Γος mit weissem Ge- 
eicht Hippiatr. 
αμανζόβιος im Dunkeln lebend 

Arietoph. 
άμανρόχαρπος mit dunkeln 

Früchten. 
αμβλνγώνιος stumpfwinklig 

Polyb. 
αμβλώ-ψ stumprsichtig. 
αμετρόβιος Anth. Man. 
α(ΐιμητόβιας Plut. 
? αμψοτ$ζ<ιγΧωααος, 
άνΆηςόττοος mit kräftigen FUä- 

seo Scbol. Aristoph. 
άνιπτοπονς Uom. Eubul. 



αξι^αινοζ des Lobes werth 
Xen. Dem. 

ά^^όερτΌ? Xen. der Arbeit ge- 
wachsen. 

&ξιί^ηΧι>ς beoeidenswerth 
Ael. 

αξιοΆάνανοζ Schol. Aeech. 

&ξιο& φίνος Enr. 
νίξίόλογος&ίΐ. Pros ronThuC. aD. 
άξώνιχος Xen. Luc 
αξιόποινος gerecht vei^ltend. 
άξιοατςάχηγος werth Feldherr 

za sein Xen. 
αξιότιμος Xen. Appian. 
αξίύχςβως Xen. u. a. 
ίίπαΧόχρως h. Hom. The<^. 

Hes. 
ΰπειρσ/'αμοΐ die Ehe noch nicht 

genossen habend Eubul. bei 

Ath. 
άπειςόδαχοος Α es eh. 
αη$ΐ(ΐό^ροσος Eur. 
απΐΐ(ΐο&άλασσος nukuadig des 

M. Philostr. 
απδίροχαχος Thuc. Eur. 
ατκιρομάχης Pind. 
άηει^ΰχαΧος Xen. Plat. 
άτΐΐΐρόμο&ος Nonn. 
άπΐΐρόπλους Luc. 
απίΐροπόλψος DiOD. H. App. 
άπΗςότιονσς Liban. 
άπειράτσχος. 
αττΧήστοινος unersättlich im 

Wein, Timon bei Ath. 
απΛόΰ()(^ Aristot. 



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^aio^otfC mit dtton stehendea 

Zähnen AHstot. 
άργΜοφος mit, weissem Httgel 

Find. 
αργιχίραννος Hom. 
αζχιόαοος Hom. 

έρίβτα^^οίΐΜ Eampf der beste 

Arobias ep. 
ä^nntQÖxeiQ iinkbändig Syaes. 

άριστογίνΐ&Χος die besten Κΐα- 
der zeugend Ep. adesp. 

άριατόνιχοζ Manaes. chron. Ath. 

αρκηάνοοζ lüp, adesp. 

Άρκηοπόης Find, 

αξίατόχβιρ Soph. 

äQtttTiaitv am trefflichetea ge- 
bärend Antb. 

ά^ΐνόμορφος Orph. 

άρρίνώιαις Anth. 

άρτίπος Hom. (αρηο;). 

άρτίψωνας deutlicli redend Polt. 

αρχαιόγονος au3 altem Ge- 
schlecht Soph. 

αρχαιόνομος Dach alter Sitte 
Said. 

αρχαιόπλοντοΐ τοη Alters her 
reich Aeech. Soph. Arietot. 
α. a. 

άρχαι^ροπος Thuc. 

άςωγονώ^της den SchiGTern hel- 
fend Philipp. These. 

άοα^ενάρριζος mit schwacher 
Wurzel Theophr• 



ατνΛόφι^ος weichherzig. • 

αυ);μηροι<όμιις mit s trappigem 

Haar Anazandrid. bei Ath. 
αφοβόσπλαγχνοζ furchtlosen 

Herzens Aristoph. 
αίορο^άνατοζ Bekk. An. 
ββί9ΰβονλος von tiefem Rath, 

Einsicht Aesch. 
βαϋυγΐνηος mit vollem Bart. 
βΛ^ύάΐνόρος Flut. 
ßadvolnjz Hom. 
ßaSväo^tK Find. 
βα&νζωνοζ Find. Aeech. Hom, 
βα9ύ»ριζ Opp. h. Hom. 
ßaSvxXtjQog Hom, ep. Hdt Co- 

luth. PoU. 
βα&νκολπος h. Hom, Pind. 

Aesch. α. a. 
βα&νχψης nnd -xo/io?. 
βα&ύκρημνος Find. Dion. Per. 
βα^χρηπις tiefbegräodet Nonn. 
βα^χρόστιΜος Faul. Sil. 
βα9νχτέανος Anth. Nonn. 
βα^ολέψων Find. 
βαΆοληίος Hom. Ap. Rh. Anth. 
βα9ψ,αλλ/κ Find. App. 
βααύνοος Anth. 
βα9ύξνλος Arietot. Enr. 
βα^ύπεαος zwischen Bei^O 

Find. 
βα^νπΐπίος Qu. Sm. 
βα^υπλΐορος Geop. 
βα^υπλόχαμος Αρ. Rh. u. a. 
/JaUWT^otnotTragg. AriBtoph.Sp. 
^α^lOT<U£μoΐtiefim Kriege Find. 
βα3ί)τη>9μην Theogn. Et. M. 



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tk.XMM» βα9νπώτων Luc. Plat Diod. 

h 8atat βα&ύρριζος Theophr. Soph. 

βα3νορωχμος Qq, Sm. (p-ij) tief- 
klaftig. 

ßa&wrxtiK h. Hom. Theoer, u. a. 

βΛ^σχόπβλος Orph. Qu. Sm. 

βα9νσμηςΐϊ:ξ langborstig Nonn. 

βα&υσπηλιγζ Μοαη. 

βααύστε^νος Pind. 

βα&ΰατοΧμος mit langem Ober- 
kleid Antb. 

βα^ύοχοινοζ h. Hom. Nonn. 

βα^όϋηνος. 

βα9ύφολλος, 

βα9^ν)τάιτης Hes. Orph, 

βα»ΐχ&ων Aesch. 

βα3^ζοος Diosc. 

? ßa^QoμcςEaτ.Aή8topb.a.&. 

ßoQtyäoKTK. 

ßoQÖyXaaooi Nonn. Boet. 

^ορήνιος Anth. Opp. 

βα^άιμων Arietopb. Enr. α. a. 

ßaQOäeaegtK Nono. u. a. 

βαρνάΐομος Nonn. 

βα^ιχος schwere Rache Übend 
Aesch. 

ßaQBζηλoς Lyc. Anth. Nonn. 

? βαρό9ροος. 

βιφνθνμος Enr. Flut. u. a. 

βαρνχάραιος LXX. Hesych. 
Nonn. 

βαρυχέφαΚος KS. 

βαρύχομπος Find, 

βαρύχοτος Aesch. 

βαρολαΐλαψ furchtbar stürmend 
Anth. 



βαρνλογος von beschwerlicher 
Rede Find. 

βαρνλύπος Flut. 

βαρνμαστος mit starken Brü- 
sten Strab. 

βαρνμψίς, toi oder ιδας Aesch. 
Orph. 

βαρύμισ^ος Anth. 

βαρψϋχ&ος Soph. Anth. Nonn. 

βαρννοηος Empedocl. bei Plat. 

βαρνοδμος Plut. Gal. 

βαρνπάΧαμος Pind. 

βαρνιτοτμοζ Soph. Eur. Anth. 
Plut. 

βαρναίδηρος Plnt. 

βαρνσχίηων mit schwerem 
Stabe. 

βαρναμάραγος Nonn. 

βαρΰ^πλαγχνος Philo. 

βαρησνμψορος von schwerem 
Unglack getroffen Hdt. App. 
Dio C. 

βαρύιψος Strab. Aesch. 

ßapvömog Nonn. 

βαρνφ&-ογγος h. Hom. Find. n.a. 

βαρύφλοίσβος Anth, 

βαρύφορτος Nonn. 

βαρνφωνος Hippocr. Plat. u. a. 

βαρύχορδος Anth. 

βαρνψνχοζ Soph. 

βνφνωίννος Nonn. 

ßtuio&ayaTOQ, 

βΧαισόπονς mit auswärts ge- 
krümmten Füssen Hesyck. 

βραδνγαμος. 

βραδνγλωσσος Luc. 



b,GoogIc 



βραόίκαρττοΐ Tbeophr. 

βραδνναοΐ KS. 

βζαόίπονς Eur. Antli. 

βραχύβιος Fiat. Aristot. α. a. 

βραχόβωλος Anth. 

βζαχνδρομΛς Χβπ. 

βραχοχέφαλοΐ. 

β((αχ6χωλος Strab. 

βραχόνωιος Orac. bei Strab. 

βραχν6ν£ΐρος Plat. Plat. 

βραχύπτβρος Arietot. 

βραχνρριζος Theopbr. 

βραχναίόηρας Find. 

βραχίσχίος. 

βραχαανΧλαβοΐ Dioa. HaL 

βραχοτράχηίος Fiat. Aristot. 

βραχύνπνος Arie tot. 

βραχύψυλΚος Anth. 

βρι9ύνοος Anth. 

γιραιόφλοιοί Anth. 

γλαΌχόφ9αλμθί Diosc. 

γλαυχοχαΐτηζ Choerob. 

^τλανχόχζύ/ς, τος Find. 

γλαοχιάψ Orph. 

γλισχρόχολος ecbleimig und gal- 
lig Hippocr. 

γλυχεροστάφνλος Opp. 

γλνχβρόχρως Meleag. in Anth. 

γλν^όαχρυς Meleeg. 

γλυχίιάωρος Anth. Opp. 

γλνχνθν/ιος Rom, huc, Aristoph. 
n. a. 

γλνχνχαρπος Theoer. 

γΧυχύμοίος Meleag. in Anth. 

γλνχννους, 

γλνχύπαις Meleag. in Anth. 



γλνκέφ&ογ/ος Sdiol. Find. 

γλmc6φωι'oς Pol!. 

γΚνχόχϋλος Hippocr. 

γνμνοχαρτιος Theophr. 

γυμνίπονς Strab. 

9αιδαλέο9μος Empedool. bd 
Ath. 

ίαρ6βιος Aeaoh. 

? όάσχιος Hom. d. a., viel- 
leicht ans δασνσ: 



βα<κγίνίΜς Tzetz. 
δααο&ριξ Nonn. Geop. Anth. 
^ανύχβρχος Theocr. 
δαανχνημκ Konn. 
ίαούίΐνημος Anth. 
ίαϋίμαλίος Hom. Ear. 
όασνμέτωτιος Geop. 
ίαανπρωχτοςΡΙβΛ. com. bei Ath. 
δααίτηγας Schol. Theoor. 
δαανπωγων Aristoph. 
δασΰσχκις Gramm. 
άασύ^τερνος Hes. Soph. 
ίααΰτρωγλος Anth. 
ίασνψλοιος. 
ααονχαΐτης Anth. 
δΐΐνοβίης, 00 Orph. 
(Tfivejrovc Soph. 
άεινώψ Soph. 
άεντίράτΓοτμος Hesych. 
όίντερόφωνος widerballead 

Nonn. 
1 δίδομόζογος Nonn. 
? Άάνμά&ροος Nonn. 
όιόνμόχτνπος Nonn. 
όιάομόχροος Musae. 



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ereweut• αιχαιάπολις Find. 

TM A4|. 

4• 8tHt inrXo9Qt$ Opp. 

όολιόπονς Soph. 

δολιχα^ον lang lebend Smped. 

δολίχαυλος Hom. 

βο^χαόχην Enr. 

όολιχήπους. 

ίοΧιχήζίτμος Hom. Piod. 

fwXtxoieiQog Hom. 

αοχμόλοψοΐ mit schrägem Helm- 

bueoh Aeech. 
? ίγγαστρίμν&ος bauchredend 

Hipp. Sp. 
ΙγγΒΐόφυίλοι; mit den Bl&ttera 

auf der Erde Theopbr. 
eheatoßooX^i. 
εΙκΜόμν&ος nobedacbt redend 

ES. 
shcsXafsiQiK trsnmähnlich Ari- 

Btoph. 
είκΐλόφωτος Antb. 
ίλαψριίνοος leichtsinnig Phocyl, 

bei Stob. 
ίίαφρόττοος Hesych. 
ελα^ρτη^ςυζ kleinflit gelig Find, 
ίΧίν^ερόπαις Antb. PI. 
Ηιχάμτηιζ Pind. bei Dion. H. 
ίλιχοβί^αρος h, Hom. Η es. 

Pind. 
ίλιχοβόσι^χος Äristopb. 
ίλιχόμορφος von gewnadner 

Gestalt Opp. 
ίλίχωψ Hom. 

ίμπΐίόχαρπος stets Frucht tra- 
gend Theophr. 
ίμαΐίόκνχλος Nonn. 



ίμπΜμψις Testen Entschlneaes 
Nonn. 

ΐμηΐά6μν9•ος Nonn. 

ίμπΐΐςόπλονς der SchiflTahrt 
kundig TzetK. 

ίμπεφοπόλεμος kriegserüüiren 
DioD. H. Plut. App. 

ίναντιόφημος sich widerspre- 
chend Scbol. Pind. 

ίναντιόφωνος Hesych. 

? εννομοΧέαχης nach den Ge- 
setzen schwatzend. 

? έπαλλόχαρκος Theophr. 

ίίίαΧΧόχανλος den Stengel auf 
einen andern lehnend Theo- 
pbrast. 

? ίπετειόχαρπος j&briich Fracht 
tragend Theophr. 

έπΐταόχαολος Theophr. 

ίπετειόφνλίίος Theophr. 

hιιy€t6φυλλoς mit den Blatten 
auf der Erde Theophr. 

ίίΐιχαυλόφνλλος mit Stengel- 
blültern Theophr. 

ΐπιφολλόχαρπος Theophr. 

ίρατοηλόχαμος Orph. 

Ιρατόχροος Anth. 

ίρημοχόμης Bnd ^χομο? ΔηΙΙι. 
von Haar entblösst. 

ίρν^ρόβωλος rolhscboUig. 

ίρν&ρόγραμμος Ath. 

ίρο3•ροίάχτνλος Aristot. 

epväpoxäpdioq Theopbr. 

ipvd -ρόχομος Plin. 

ίρνθ-ρόαοκ Arie tot. Ari- 
stoph. 



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Ιρυαροπρόαοιαας Anon. bei 

Suid. 
ίpo^QόχpoιK Dio C. 
ίρνμνόνΐιηος mit gepanzertem 

Racken Antb. 
ίσ&λόγαμος wohlverheirathet 

Greg. Nez. 
ίτίράρια^μοςνοη verschiedenem 

Numerus Phoebamm. 
ετερψίρος Od. Orpb. 
έτψόβουλος KS. 
έτΒρόγλωοσοζ. 
hepop-a&oQ Xen, 
hepayorog Hippiatr. 
ΐΤ£ρόάοξι>ς Arr. Luc. 
έτε^ζηλος EuEt. Anth. Hes. 
? ετψόζογος. 
έτερώαρπος Kipp. 
ίτερόμαλΧος Strab. 
έτερομώτχαλος mit eioem Aer- 

mel Poll. Lex. 
Ηερόμετρος Hephaest. 
ετερόμορψος Ael. and 8p, 
ίτερόπλοος Dem. für eine 

Fahrt allein. 
ίτβρόπορπος. 
ειερόαΟυς, 

Ηεροπρόΰωηος Phoebamm. 
ίτερότττοΧις von einer andern 

St. Nenn. 
ίτεράρρν&μος Gal. 
ειερόσχιος Strab. Ptol. 
ίτερόστοιχος Lexic. KS. 
ετερόβτροφος Hepbaest. Schol. 

Aristoph. 
Βτέροννς und ετερόνας. 



έτερούαιος von andrem Wesen βτΛ.χ•Μ* 

ίΐίρ6φ9αλμος Aristo t. Dem. 
Geop. 

ετΐράψ&ογγος Syaee. hymn. 

ετερόφυλος Ael. 

hsp άφωνος Α es eh. 

^ερόχηλος Hippiatr. 

ίτερόχροιος Suid. 

ετερ^χροοζ Theophr. PoU. u. a. 

έτερόχρως, ιος KS. Luc, 

ετοιμόααχρος zu Thr&oen be- 
reit Eust. 

ί:ιοψο9άν<αος Strab. KS. 

ετοψολόγος Phot. Suid. 

^ι^ύγλωασος Pind. 

εΐ9νγραμμος Arietot. Theophr. 
£ug1. 

ev&vätxog Aesch. Anth. 

ευΒνέντεροζ Arie tot. 

ε19ν&άνατος Plut. 

εΐΆύΰριξ Arietot. Poll. 

βΐ^νχανλος Theophr. 

ενβνχέλευΆος Α rat. 

ε69νόνεφας Aristot. Plut. 

tv&vjtopoi mit geraden Poren 
Theophr. 

εί&ι^ρί^ς Theophr. 

εν&νρριν und -ρρις. 

εν^ντράχηΧος, 

εΐ^νωνοξ Aristot. 

ενρνάγνια Hom. u. a. 

είρνάιχμας Pind bei Strab. 

^ρόαΧύΐς, ωος Nonn. 

ΐ^ρνβέρε&ρος Tzetz. 

είρνγίνειος Opp. 



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Βέρύζνγος Piad. sein Joch weit- 
81M. Β treckend. 

βίρνα^έμβ^^λος Greg. Naz. 
ίίροχάρηνας Opp. Nona. 
eipvxiiev&oz Sopfa. 
είρνχοίλιοςΉίρρ. and sp. Aerzt. 
ΐίρνχολπος Pind. 
£4>/>ι>λ^ιμων Pind. 
εύρναμην, ίνας. 
ίίρ^ιέιωτιος Hom. Hes. Opp. 

Ώ. a. 
έίρύνωτος Soph. 
ΐΰρνπέίιλος Opp. 
ίίρντΐΐόος. 

ίίρύπορος Hom. α. α. 
sipAiiptoKiog Aristoph. 
ε^κπώγων Tzetz. 
εΙρυρέ(&ρας Hom. 
βίρύσορος mit breitem Grabe 

Antb. 
tipwsrspyoz Theoer. Orph. Hes. 

Ώ. a. 
είρύτιμος Pind. 
ΐΐρϋψαρέτρας Pind. 
fivjoti^wiv; Eluat. 
e^oiij'eiJra; Pind. 
βίρύχορος Hom. Anacr. Pind. 

Q. a. 
βίρύχωρος Aristot. LXX. 
^/>o ι^κΊμων uDgtückeelig Sopb. 
έχ&ρόζΐνος Aeech. Kur. 
ζίήϊίοί• KS. 

ηόν/ΜΟΐ. 

ηδν/αμος Antb. 

^oj-iXoK, ταζ h. Hom. Anth. 

^ίδϋγίωοοος Find. 



ηδΜΐΐίΐνος. 
ηδνκαρπος Theophr. 
ijdvxmtxo^. 

ηβύχωμοζ Atb. Poll. 
^νλύρης, ov Anth. 
ηόύοόμος Hipp. Simon, fr, 
^dotvo; Xen. Luc. PoU. α. a. 
ηάνόνειροζ. 
ηάνοσμος Aristoph. 
ηόνόψίαλμος Hesycb. 
^ύπολις der Stadt, den Bfir- 

gern angenehm Sopb. 
^ίνπρόσωπος Orph. 
ηόνραβόος Hesych. 
ηάυφάρνγξ angenebm für die 

Kehle Pbilox. bei Atb. 
ίΐόύχροος Anth. 
ημίβιος Man. 

ημίβροιος Opp. halbmeaechhch. 
ημίγαμος Philostr. 
ημιγένΐίος Tbeocr. 
? ημίζωος halblebendig Olose. 
ημί9ψ balbthierisch Philostr. 
ημίχερχος. 

ψιχράιπαλος halbberaoscht. 
ημίχνχλος. 
ημιτάριχος balbeingepökelt Ar- 

cbeetr. bei Ath. 
ημίνπνος Oloss. 
ημίψωνοι; Arietot. Dion. H. Plat. 

Luc. u. a. 
ημίχρυσος Anaxandr. bei PolL 
^möSwpoi Hom. u. a. 
^πιόβνμος Anth. PI. Orph. KS. 
}ρνιή/ιοφο<: von mildem Ge- 

scbick Poet, bei Ath. 



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iprt^etp Änth. 

9ιpμ6ß^wL•ς hitzigea Sinnes 
Eur. 

^ερμοχόιλιας Uippocr. 

^ΐρμάνους Aesch. 

οηλογΧωααος Anth. 

^λνμίτρης Luc. 

θ^ιΛύμορφος Eur. 

&ηΚν>•οος Aeecb. 

Äij^iiwaif die eine Tochter ge- 
boren hat Lyc. 

^ι^^ιίπονς Enr. 

dijitwr/iaffftHroc Suid- 

&ηλνφίανος Ael. 

^ηλύχαρ Eust. 

9ηλυχίτων Anth. 

^ηλύψνχοζ ΡίοΙ. tetrab. 

9ραβύ}•Χωϋαοζ. 

^ραβύγυιος Pind. 

9ρασνϋνμος Man. 

&pa»Fvxapäiog Hom. Hee. 

9ραανμήχανος Pind. 

&ρασύμν9ος Pind. 

^/^«σνπόλΕμο? Anth. 

9•ρααναονος Pind. 

&ραΰνβηλαγχνος Eur. Aeech. 

&ραανχάρμης Qu. Sm. 
Qpaaöxsip Anth- 
? Ιύιόβιος für sich lebend Eust. 
tdtoj-AttKrcO; Strab. 
(d'iOKoio; Hesych. 
ϊόιόμορψκ Strab. Plut. 
lutoapiaomoi Ptol. tetrab. KS. 
Ιδίύρρο9μος Byz. Thom. M. 



ΪΛιίτροπος Strab. Sp. "^"^" 

lotoivifog von besondrer Form, -t- β«*«- 
ί^(02/»>0; Ptol. tetrab. 

Up6Seog Qott heilig Byz. 
ίερίψωνος Phot. Said. 
ίερόχθίαν Anth. 

ϊ&ίιγρΆμμος gradlinig. 

Ιΰνόίχης nnd SiioK. 

10ν3ριζ geradtaaarig Hdt. Hip- 
pocr. 

ldvx4iev&oi Konn, 

19οχρη^(μνος. 

i^vwog. 

Ιβάητβλος engelgleich KS. 

ϊβάίΒλφος brudergleich Eur. 

Ισάμ^λλος gleich im Wettkampf. 

ϊσαναφορος von gleichem Auf- 
steigen, Richtung. 

Ιαάνεμος Eur. 

Ιαάν9ρωποί ES. 

ϊααπ&στολος ^S, 

Ισάργνρος Aeech. 

Ιαάρι&μος Plat. Aristot. Plut. 
und Sp. 

Ισηρετμος Eur. mit gleichviel R. 

IfjoßaatUvQ dem König gleich 
Plut. 

Ιαογαιος Lac. 

ΙοογΧώχιν gleichwinklig Nonn. 

ϊβογιάνιος Arietot. Plut. 

Ισοδώμοη• gottgleich Aesoh. 
2) gleich an Geschick Pind. 

itsItisvSpoi Pind. baamgleioh, 

ϊαοϋαηας Thuc. Luc. 



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' Ισό^οζος Lexx. 
. ΙσΜονλας sklBvengleich. 
? Ιαόζογος. . 
Ιαο^άνατος Soph. dem Tode 

gleich. 
Ιαόϋΐος Aescb. Plat. Eur. 

Isoer. n. a. 
? ϊβόΆροας Nonn. 
ΙαΙί&Όμος Schol. 
ϊαοχύμπανος einem Stater gleich 

Schol. Od. (χ-ος). 
Ιύοχέλεν&ος Jo. Gaz. Monn. 

Greg. Naz, 
ϊαοχέψΆλος Ibyc. bei Ätb. 
}αοκΙνδυνος der Gefahr gewach- 

een Thuc. 2) von gleicher 

Gefahr Dio C. 
Ιΰόχληρος Flut, 
Ισοχόροφος DiOD. H. 
ϊαόχραψος Nonn. 
Uföxpi&o! Pol. 
ίαύχτνπος Nonn. 
ϊαόχωλος Aristot. u. a. 
lii6ii»og ES. 
Ισόλνρος leiergleich Schol. 

Soph. 
Ισόμετρος. 
Ιαομέιωπος Xen. 
Ισίμοιρος Aescb. Xen. Soph. 

Isae. α. a. 
ία&μορος II. Anth. u. b. 
iaavetpoi; Iraumgleieh Aesch. 
Ιβόξνλος dem Holz gleich He- 

eych. 
Ιαόηαις einem K. gleich 
Aesch. 



Ισοπάλαιοτος einer η-τη gleicft 

Anth. 
ίσόπαϋος Luc. Dio C. 
ϊοόαΒάος Luc. Hdt. u. a. 
ΙαοπέλεΆρκ von ebeaeoviel 

Auedebnung Hesych. 
ΙαοαβρΙμίτρος^Ι&ΐίΛι^ an UrnfJang. 
ΐσίπηροΐ Schol. Soph. 
iffOTiij^w; Opp. 
Ιαοηλάτΐιΐν dem PI. gleich. 
ΙαοπΧ&ιρος Fiat. Euclid. 
Ισοτίολίτης Dion, H. 
Ισότνρεσβνς Aesch. 
Ιαοτηερος Schol. 
Ινόπυργος Hesych. 
Ισόρροποι Plat. Aesch. Ear. 

Thuc. Aristot. u. a. {^οπή) 

gleich an Gewicht. 
ϊΰόαηριος gleich einer Bohne 

Soph. 
Ιαόστα&μος Gal. u. a. 
Ισόστοιχος. 
ΙσοοΜαβος Flut. 
ϊσοτάΧαντοί Eust. 
Ιαότΐχνος. 

Ιαόημος Flui. Luc. α. β. 
ισάτοιχος mit gleichen Wändw 

Hesych. 
ίσστράτΐίζοί tifichgleicb Pbilox. 

und Antiph. bei Ath. 
Ισότνπος Nonn. KS. 
Ιαοτνραννος Arietot. DioD, H. 
? ϊνόψ^ογγος Konn. 
ϊαόχ^φ. 

Ιΰόχνοος gleichTvolüg Anth. 
Ιοί^ορόος Hesych. 



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Ισόχρονος Theophr. 

ϊαόχρνοοΐ. 

ϊσόφαμμος Byz. dem Sande 

gleich. 
ϊαόψηψος Aeech. Enr. Thno. 

Plat. Dion. H. 
ϊσόφρχος Aesoh. EuBt. 
Ισχνόχωλοζ mit zarten Gliedern, 
ΙσχνοτιάρΒίος Antll. 
Ιαχνόπονς Schol. Od, 
Ιαχνόφωνος Hdt. Arifltot. Plut. 

n. a. 
Ισχορα&άραξ Heeych, 
ϊβχοροχάρδιος Heeycb. 
ϊα^ριρόπους Heeych. Scholl. 
Ισχορόρριζος Theopbr. 
Ιαχυρόφωνοζ. 
ϊαχνρόχρως Sohol. II. 
ϊαχορΑψνχικ Heeych. 
χα&αρηδίααος KS. 
χΜνΑιροπος τΰη neuer Art. 
χαινόψίλος die Freunde oft 

wecbeelnd Phot. Suid. 
χαινοψίονος Enst. 
MKxipwg, τος unglüeklicb lie- 
bend. 
χαχόβίος Hdt. Arietot. Xen. n. a. 
χαχόβοολος Plat. Arietoph. Enr. 
χαχ^αμας mit γάμος = Un- 

glückeheirath Schol. Soph. 

2) der auf schlechte Weise 
eine Heirath encht Euet. 
xaxoyhsiog Suid. 
χαχ6γλω<κος Ear. 
χαχοαίάμωνΥ^αχ. Arietoph. Plat. 

Luc. u. a. 



χάχοαμος Hipp. ^' 

xax6io%rK Sen. Enr. Plat. ' 
Theogn. 

χαχόάωρος Suid. 

χαχόζηίος schlecht nachahmend 
Di(^. L. 

? xaxrSt;;fo; Suid. 

χιχχο&ανατος schlechten Tod 
bringend Plat. 

καχόβΐος Theophr. Schol. 
Soph. 

? χαχό&ροος Soph. 

χαχό9νμος, 

χαχί&νρβος Schol. Enr. 

χαχόχαρπος. 

χαχΟχΟαδοζ. 

χαχόχνημοί Theocr. α. a. 

xaxährrpoi Opp. 

χαχάμίτρος Schol. II. Plut. 

χαχομ^ανος Hom. α. a. 

χαχόμιν9σς Schol, Aesch. 

xaxόμo^poς Anth. 

χαχόμορος Suid. 

χαχόμορφος Antb. 

χοιχόμονσος Schol. Enr. 

χαχ6μοχ&ος LXX. 

χαχόνομος mit ecbleobten Ge- 
setzen Hdt. Philo. 

χαχσννμψβς Eur. 

χαχύνωτος. 

χαχίξβνος 1} nngastlich Enn 
Lyc. 2) schlechte Gäete 
habend Hom. 

χαχόπηρος mit schlechtem Ran- 
zen Heeych. 

χηχότΐοτμβςΕητ. Aesch. Arietot, 



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xaxoirmig Xen. Aristot. 

xtaitMip6aiim<K. 

χαχόατίρος Ael. Anth. 

χαχόρρυ&μος Gal. 

χίΐχέβαος ohne Eeelaet EabaU 

bei Ath. daher ekel Plnt. Ael. 
χώισιψος Arietoph. Aescb. 

Soph. bei Atb. 
χαχόα7ΐλα}χνος Aeecb. 
χ(ΐχ94ηόμαχος Anth. Ath. n. a. 
χαχόυφαιρος Tzetz. 
χαχόαχολος Axt. Aesch. Hesych. 

Anth. Schol. Aristoph. Enet. 
Kcatar^vog Hom. n. a. 
»ίίχοτρο^ηλος. 
ααχντροπος Dio C. E9. 
χαχάκινος Heeycb. 
χαχίφιιμος, 
χαχόφ^ιος. 
»αχόχϋλος. 
χαχόχομΛζ, 
χβααάλΐδρος seht verderblich 

Schol. Soph.. 
χαλήμΒρος Aoth. 
xaiiiainpayaioQ Arietot. 
xaλi^ßλdψapoς Ear. nach Conj., 

Hesyoh. 
χαλΙΙβηος mit schSoer Weide 

(ß-iry 
χαΧλίβοτρνς Soph. 
xaiJißwhK Edt. 
χά)ιΧίγόΛψ<κ TOQ anmuthiger 

Heiterkeit Eur. 
χαλϋγαμος Anth. 
χαΧΧίγένΒ&λκ SchSnes erzea- 

gend Corinn. fr. 



χαΧΚιγέφνρος Ear. 
χαΙιΧΙγλονιος, 
χαλΧΙγλίιητος Bf2. 
χα3ΧΙγομψ>ς Theod. Prodr. 
χαλλιγννια'ξ Hom. Hes. α. a. 
χαλΚίόενίρος Byz, Pol. 
χαϊΐίδιψρος Enr. 
xaX)L.tS!mt^ Ear, 
χαΌ.ίδο>ρος. 
xaiXii0eipa NonD. 
χαΧϋζωνος Hom. 
χαλίίιαέμίδλος Musae. 
xuXU&ptli Hom. 
χαλ^χαρπος Aeech. Eur. Theo- 

phraet. Flut. u. a. 
χαλλιχ^Χαάος Snid. 
χαλλίχοχχος Theophr. 
χαλΜχομος Hom. Hes. Pind. 

Anth. u. a. 
χαλ^χρήαεμνος Hom. 
χαλλίχρηνος mit schöner Qaelle 

oder wae eine schÖDe Qaelle 

ist, Τιλφώσβα, Find, bei Ath. 
χαλλίκροονος. 

χα^ίμασαος und χαλΜμαΟτος. 
χαλλίμηροζ Poll. 
χαΧΚίμορψος Ear. 
χαλϋνιχος Pind. Arcbil. (τ. 

Fiat. Eiir. a. a. 
χαΧλίπαις Aesch. Eur. Arietot. 

Fiat. u. a. 
χαλλιπάρεως PolL 
χαίΧιπάρ^ος Hom. Anth. 
χαλλίίΐάρ&ενος Enr. 
χαϋλιπϋιλος h. Hom. 
χαλΧΙηεπλος Find. Eur. 



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χαϋιπέταΛος DiOBC. und -πί• 

τιιλος Änth. 
ΜοΧλΙτζηχυς Enr. 
ίιa^hπλixaμoς Hom. Pind. Eur. 
χαλλίπλοντος Piad. 
χαίλίπονος, 
χαλΧιπόταμος ΕυΓ. 
χά^ιτητος. 

χαΐίΑιης&βατος Hesyeh. 
χεΛλΙποωρος Enr. Äesch. 
χαλΧΙπν/οΐ Ath. 
xaiJimiiog Anth. 
χαλυπιι^/οΐ ΈιΐΓ. Anstoph. 
χαλΛϊπωλος Pind. 
xaλX^^s&ρoς Hom. Hes. Ear. 

χαίΧί^ραβδος Hee7Cb. 
xaXiiinaotog Ecr. 
χΐίλλ*ατάφολος Hesych. 
χαίΛΙσταχος Or. Sib. 
χαλλίστβ^νος Νοηπ. 
χαλ^ΜΤτήρανο; h. Hom. Eur. 

Aristot. α. a. 
χαλλίσφν^ος Hom. Hes. 
xaXklitxfOt Orph. Lac. Plat. 
χαλλίτβχνος Strab. 
χοΛ-Ιίτοξος Eur. 
χαλλιτράιτΐζος. 
χαλλΙψΧοζ Ear. 
χαλίίψολ^ος Anacr. 
χαλλίφωνος Plat. Plnt. 
χαλλίχειρ. 
xaiAtjcilonOg. 
χαλλίχοιςος Arietot. 
χαΙΜχορος Hom. Pind. Ear. 

Arietoph. 
χαλλίχροος βρ. 



καλόβιος. Λκ 

χ€ΛογένΒΐος Hesych. ^ 

χαλόγλωαοας Byz. 

χαλ63•ριξ Lexic, 

καλομήχανος Heeyoh. 

χαλοπζοοωαχκ SchoL Ώ. 

χα^όπ^μνος Scbol. Hom. 

χαΧόφ&αΙμος Byz. 

ζκλόψυ^ος Heeyoh. 

χαμπυλίπρομνος. 

χαμίτυΧόρριν oder -ρ^ι^ Et. U. 

Heeych. 
xajunti^ojj'o; mit krummen Rä- 
dern. 
χα^βράιχμης Pind. 
χαρΐ£ρ«^ΐ7ν Hipp. Gftl. 
χαρτ8ρ69ρμος Hom. Ηββ. Anth. 

PI. 
χαρτβζόμητις Greg, Naz. 
xu^Tf ρ άπονος. 

χαρτΐρόχειρ h. Hom. Anth. 
χαρτερόψνχος. 
χαρτ£ρω»νξ Siiid. 
χαρχαρόΔουζ scharfzahnig II. 

Hee. Aristot. Aristoph. Ath. 
χαοχαρόόων Theoer, 
χελαινόρρινοζ mit schwarzer 

Haut, Opp. Nonn. 
χίλαινόχραοζ Man. 
χελαινοχρώς, ώτ:ς Anth. Byz. 
χελαινώψ Pind, 
χενεριράνϊος leer an Qehirn 

Schol. 
χένΐλίηζ mit eitler Hoffnung 

Enet. op. 
χβνόύοζος Polyb. Diod. KS. 



3Θ 



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χενίσηοοόος Plat, Diog. L. 

χενόψοβος. 

χηρινόχροος citronenfarbig 

Achmet. ODir. 
χ)ιηόβονλος ratbberehmt Opp. 
xX^aSeviqaq Anth. 
χΧνιοίβγός Od. Aath. 
χΧνταχα^πος Pind. 
χΧϋΐόμψίς durch EiDsicbt be- 
rühmt h. Hom. Anth. Plan. 

Philoetr. 
)Λυτψοχ»ος Antb. Plan. 
χλνιόνους Aoth. 
xXtjiiraatq Anth. 
χλντόηοιΧος Hom. 
χΧνιΑτοξΰς Hom. 
χΧντόφημκ Orph. 
χίύΜηομαλλος als Erklärung von 

στρεψίμ- Eust 
χοιΧογ^νΐίος. 
χοίΧοχρόταφος. 
χοιλ^ιρχος inwendig hohl 

Tbeophr. 
χοιλόπεόοΐ in hohler Ebene 

liegend Pind. 
χοίλόατα&'μος KS. 
χοιλοσ^όμαχος. 

χοΛόψ9αΧ^ος Xen. Aristot. Poll. 
χο*λάφυΧΧος Theophr. 
χοιΧωννξ Stesich. 
χΜνάβιος Ptol. tetrab. 
xoty^ooXog Schol. Aristoph. 
χοίνόίημκ Philo t. 1 p. 678. 
χοινόάιχος mit gemeinsamem 

Recht. 



Μιιηπονς Soph. 

»οίοβο3ι4ξο{ος einen reretttm- 

melten Durchgang habend 

Ptol. 
ΗοΛίφόχερχος ES. 
xoioßijtoK Tzetz. 
χοΧοβάρριν. 
χολοβστράχηΧος . 
χαΧαβονρας mit verstümmeltem 

Scfawuiz Hesych. 
χοΧοβόχΜίρ. 
χοίονροτιυραμί^, Ιίός statz- 

sehwänzig. 
«(ίλονρο; Suid. Plot. 
χονψόνοος Aesch. Soph. App. u.a. 
χονφόττοκ Hesycb. 
χοοψίτηερος Orph. 
χραναηαιίος mit hartem Boden 

b. Hom. 
χρκτΜβίος übermächtig Bekk. 

Aq. EuBt (xgctcatöc). 
xQaτa^γΰaL•ς mit starker Wöl- 
bung II. 
χρατ<Ίιπεδοζ mit festem Boden 

Od. 
χρατάιπους ep, Hom. Pind. 
χρατάιριν<Κ. 
χρατίρα{ιχην Plat. 
χρατερόχειρ Anth. 
χρζίτερώίοος Hesycb. 
χρατερωννξ Hom. u. a. 
? χρειαοότεχνος lieber als die 

Rinder Aesob. xw. 
χρνψΙΐΌος, χρνψόν-, •ναος Ueeycb. 

Et. U. {χρέψιος Terborgen). 
χναναιγίς, όος Pind. 



b,GoogIc 



χνανάμπνξ Piiid. Theoer. Nonn. 

χνανάιηνξ Synes. h. (ϊΐηνξ die 
RnoduDg). 

χοανανλαξ. 

χοανέ9ίίρος Tzetz. 

χυανέμβολος Eur. Ariatoph. 

χοανοβΧέψαζος Äntfa. 

ίκανοβοϋτ^χος KS. 

xtfuvotfßtf Anlh. Orph. 

ίκανοχ^^ηδερνος Qu. Sm. 

χνανόαΐζα fiom. 

xvttvόπεnL•ς b, Hom. Hes. 

χνη>Όπ^όχαμος Qu. Sm. 

tcvavaagüi^og HoiQ. 

xvufömsqw; Hee. £ur. 

χνανόστολος ie -η) Bion, dunkel- 
blau gekleidet. 

χυανόψρνζ Tb 60 Cr. 

χυανοχάίτης Hom. Heg. n. a. 

xtiavöji^oo; Eur. Opp. 

χνανόχοιαί, τος Eur. υ. a. 

χολλόπονς krumm füssig. 

χοξτνίχηκ 

χνψόναηος mit krummem Ra- 
cken Antiphan. bei Atb. 

λαγαρόχνχλης flachrund Euet. 
Od. 

λαιψηροχΆευ&ος Hee. schnell 
gehend oder reisend. 

λαμπρόβιος. 

λαμίτρόζύΐνος Hesycb. 

Λαμπ()οπον; Schol. II- 

λαμηρ&ΐθξοί Euet. ZU Π. 1, 37. 

λαμα^οψ&αλμος Hesycb. 

Xttpitqo^vo% Plut. Dem. 

Χαμπ^ο^χος. 



Χαααύχφ> h. Hom. Soph. Ari- *^\'^** 

stoph. Theoer. + 8«Nt 

Χασιό^ριζ Opp. Nonn. d. 
λαακχνημος Opp. 
XuatöaisQyog Anth. 
λασ*όφ^ mit dichten Aagea- 

branen Heeych. 
ΧΛσιοχάηηζ. 
λΐΐογ4νείας mit glattem Eion 

Hdt. 
ίΐίάγλωοσος. 
λΒίοχίϊρηης PoU. 
λίίύχανλος Theopbr. 
λειόμιτος die Fäden glättend 

Anth. 
λειόπονς Heeych. 
λειάσιραχος Aristot. 
ίΐΐόφ^ικ Theopfar. 
Χειόχρως Aristot. 
Χετηοβάης, 
Ιΐπτύβνςσος mit dttnnem Fell 

Scfaol. Ariatoph. 
λβητόγραμμος feingesohi'ieben 

Luc. 
λεητοδάχινλος, 
λε3ηο9ριζ Hesycb. 
λβτηόαρισς feinblättrig Nicand. 

th. 
λαττοχιΆαμος Theopbr. Schol. 

Arietoph. 
λΐπτόχαρπος Dioac. 
Χεπτόχνημος Adsmant. phys. 
λεπτόμηης Heeych. 
λετιτόμίτος Eur. Anth. 
Χετιτόνενρος Adamant. phys. 
ΧβπτΑπονς Schol. Arietoph. 



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ίΐτηόρφζος Sohol. Theocr. 
BNbiL ίΐΛητσιρά)^Χος Atistot. 
λβπτόψλοιος Theopbr. 
Χΐπτόχοξϋς^ τος, 
λ€πτόχoL•ς Theopbr. 
? λίχτοψάμα&ος Äescb. na«h 

Conj. 
XeoitakpiTog Sopat. bei Atb. 
λίνχαμτη'ξ Opp. 
λΐυχά^γιλίος Strab. 
λβύχασπις Hom. Xen, Plut. 

Äescb. Soph. Eur. 
XtmtrptetQog Geop. mit weissem 

Boden. 
λευχηρετμος Eur. 
XevxiniToi Piod. Ibyc. bei Ath. 

Soph. Eur. Theocr. 
λενκαβραχίων welssarmig Byz. 

Lexic. 
L•vxoS(iιxτvL•ς Nicet. Eag. 
lsvxa&Qi$Ear. Aristopb. Strab. 
Xtvxo^tÖQa^ Xeu. 
λίνχόχα^ος Theopbr. 
XfvxoxavXog Tbeopbr. 
ievxoxiqttTeZfOi weiesbörnig He- 

sych. (cf, auch vftxd^attt acc. 

Ss). 
λtvxoxέψaL•ζ Hesych. 
λΐυχόχομος und -χόμης. 
? λευχόχρας, τος Hesych; 
Xsvxohd^og Strab. Inscr. 
jlGvxtiAoyor Aristopb. 
ίενχόμαλΧος Eust. II. 
λκνχομέτ<απος Hippiatr. Et. M. 
Xevxo&jttuQOQ Aotb, 
λΐΟχοπάζΐΜς Aotb, 



/1$νχοπάρ)φος. 

i£vx6πtπL•ς Corinna bei He- 
phaest. Hippon. bei Tzetz. 

ίΐνχοηέιηλος. 

λευχόπηχνς Eur. 

λΐνχόπΧΐνρος Scbol. Theocr. 

λΐνχόίζοος Eur, Aristopb. Anacr. 

λίνχάπξωχτος Alexis bei Ε ast. U. 

λενχότηβρος Aesob. Eur. 

λ6θχα7ΐτέρνζ Jon bei Sohol. 
Aristopb. 

λενχάτιωίίος Find. Eur. Aeecb. 
Soph. Flut. 

^νχόστολος (ff-i)) Orph. bei 
Clem. AI. 

isvxoffjvQog Theocr. 

λευχόταραος Nicet. Eng. 

Λένχονροΐ Hesych. 

ίΐοχόψλοκ>ς. 

? λενχοψορινόχροοζπιϊίνβϊββΐατ- 
biger Schwarte (φορίνη) Phi- 
lox. bei Atb. (merkwürdige 
Stellung der Glieder}. 

Ιώιχοψρνς Orac. bei Hdt. 

λβνχόφνλλος DiOBC. Plnt. 

Ϊ λεοχοχίτων Batr. 

λευχόχροιοΐ Hipp. 

λβυχίχροος Aristot, Byz. u. Acc 
λΐνχόχροα Eur. 

^χ{^ροσος weise und goldfar- 
big Phn. 

λεοχόχρως Eubnl. und Alexis 
bei Ath. Theocr. 

λίκιώλενος Hom. Pind. 

? λι?'υ5'ροος. 

Xtjix^oToi Suid. 



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? Χιγ6μοίπος h. Hom. 
λιγίμοχ^ος eich mit hellem Qe- 

eang mühend Arietoph. 
λιγύπνοιος h. Hom. 
? Ιιγνρό9ροος Orae. Sib. 
λιγνρόφωνος. 

λ^γcψ9of]Ίiς Hom . Theogn. Anth. 
Χιγύφωνος Hom. Heg. Tbeoor. 

n. a. 
λιηαοάμπνξ Find. Arietoph. 
Αιπαρο/ίιϋΑαξ Byz. 
Χυταρόζωνος Eur. 
Χιπαρό&ζονος Aeech. 
ΧίΛαροχρηίβμψοΐ Ήονα. h. Hom. 

α. α. 
λρηαροηλα(βιμικ Hom. Find. 
Xtifaqa^Qoog und -;r{>wc. 
λίπαςώψ Philox, bei Ath. 
λιράφ^αλμοςίΩϋίτϋΰύ^η Augen. 
Χισπόπνγος mit glattem Hintern 

Pol). Behk. Ad. 
^rtf^io; einfach lebend Strab. 
λιτοβόρος (βοριΐ) mit einfacher 

Eoet zufrieden Heeych. 
λιτοίίαιτοζ Dion. H. 
Χίχνοβόρος lecker im Essen 

Anth. 
λοξόφ9αλμος Procl. paraphr. 
λνπρόβιος Strab. 
^Λ/πρόχίορσς Strab. 
μαίαροχ^φαλοΐ kablkOpSg 

Tzetz. 
? μαά)ΐγ4νειος mit kahlem Rinn 

Arietot. 
μαχρ/ύων lenglebend Aeacb. 

Soph. Plat. Ap. Rh. 



μ(^ρώ>χην Eur. ^ ^^ 

μακρόβιος Arietot. Theophr. -h ettat 

Diod. Luc. II. a. 
μοαιροβίοτος Aeech. 
μαχρογΑΐΒίος Poll. 
μαχρό}^ννς Adamant. phys. 
μαχροίήχινΧος Arietot. 
μαχροήμβρος Eust. II. 
μαχρό$ρ»ξ Geop. Schol. Pind. 
μαχρό&ομος Anth. 
/laxpoxfE/tirolfio/iiv mit langem, 

krummem Halse Epicharm, 

bei Ath. 
μαχράχεντρης Arietot. 
μαχρόχΐρχος Arietot. Geop. 
μαχροχ^φαλος Strab. Hipp. 
μαχράχωίος Geop. Strab. Ari- 

etot. 
μαχρόχωποζ Et. M. 
? μαχροΧύγος Plat 
μαχρόζνίος EoBt. It. 
μαχρόπθΤτΧος Eust. II. 
μαχροιτΐρίοόος. 
μΜχρόανοος von langem At^em 

Hipp. Gal, mit ζωά langee 

Leben Enr. 
μαχρσπρόοοηιος Arr. Insor. 
μαχρόπτεροζ AristOt. 
μαχρόπυλος. 
μαχροπώγων Poll. 
μαχρόρρίζοί Theophr. 
μαχρόρρις nnd -((«ι ι•. 
μαχροσί^ηροζ Eust. Od. 
μαχρίχπιχος Phot. 
μαχροανΚλαβος Dion. Η. 
μαχ^τράχιιΧος Diod. Ajith. 



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μαχραφαρνγξ Antb. 
(ΜίΧοοφνλλος Sohol. Od. 
μαχΐ(όφω»ος Hesycb. 
μιχχρίχίΐρ PluL Strab. 
μαχρόχηλος langhufig Strab. 
μαχ^^ζονος Tzetz. 
μάχροιρίζ mit langem Gesicht 

Tzetz. 
μηλαχάίκονς Theocr. (bem. «t 

fOr von μαλαχί-). 
7 μα)ίαχορ'α9σς• 
μαλαχά&ριξ Arietot. 
μαλαχόστςαχος Aristot. 
μαλοχό(ρΧα%<κ Thec^hr. Pbilox. 

bei Ath. 
μαίΜχόφηνος Dion. H. 
μαίαχίχί^ρ Pind. 
μαλαχοψνχος. 
μαλ^αχίψωννς Find. 
μανόψολλος Tbeopbi-. mit düiHi 

etebenden Blättern. 
μανύχροος Theophr. 
? ματΜοπ&»ος uDOtttz arbeitend. 
ματαιο7τ.ά}νηι dem sein Bart 

nichts hilft Scbol. Theocr. 
ματαιήΐχης Hesycb. Et. M. 
ματαιόφωνος Hesfch. 
μΒγα^νμοΐ Hom. Hee. 
μΐγάχνχίος Tzetz. 
? μειταλάμψοάος Heeych. grosse 

Wege herum habend. 
μΐγάλαρτος mit grossen Broten. 
μείνιίαύ^ην. 
μιγαλόβίος• 
μίγαίόβοολας Scbol. Aesch. 

Tbeod. 6tad. 



μβγαλόβωλος Scholt. 
μeγttλQiά7$uyOς Inscr. Byz. 
μΐ/αλϋίνόρος Strab. 
μεγαΐόόοίξος Find. Plnt. u. a. 
μΒγαΧόίοος Trfpbo bei Et. H. 
μα}-αΧόδωρος Pol. Plnt. Ari- 

stoph. u. a. 
μ€]•αλόζηλος sehr eifrig Et. H. 
μ£ρ(Χ6ζωνος Schol. Ear. 
μΐγαλάηχος Heeych. Scholl. 
μΐγαλό9ριξ ΟΙοββ. 
? μίγαλό&ροος Greg. Nyss. 
μιγαλ&»νμοΐ Plat. Plot. 
μίγΰλοιτος Theocr. 
μεγαΧαχαζπος Theophr. 
μιγνίλόχαολος Theophr. 
μΐγαΐαχέψαλος AristoL Gal. 
μίγαίοχίνδυνος Aristot. 
μεγαλόχλονκ grosses Geräusch 

machend Clem. AI. 
με/αλοχόι^οζ Aristot. 
μεγαλόχυΧπος Bacchyl. bei 

Schol. Ap. Rh. 
μεγαλύχοοος {χόρη) mit grosser 

Sehe im Auge Afit. 
μΐγαλοχόζνψος Lycophr. 
μεγαλόχοτος Lex. 
μεγαλόχτυπος Heeych. 
με}νλ6μαζος. 
μΒγαλομαα^οζ θθορ. 
μεγαλόμηης Aeseh. 
μεγαλάμισαος Lac. Ath. 
μεγαλοηκος herrlich eiegend 

ES. 
/i«;xi^o>rtTeo?Ari6loph. mitgros- 

sen Felsen. 



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μίγαλόπλονηζ Enbul. bei Ath. 

μβγαλι>ηόλΐμος, 

μβγαΧάαοίΙίς, ιος nnd ewg gross- 

st&dtisch Find. Enr. By z. KS. 
με/αλό«ονος Byz. 
μίγαΧάποΌς Ans tot. 
μΐ^αλοπτίριξ Byz, 
μίγαίόητολις Piod. Antfa. app. 
μίγαλάττνλος Hesych. 
μtγa}Lύπ^ό):wy Mala!, 
/le/nlo^ag grossbeerig Strab. 
μΐγαλόρςιζος Theophr. Dioec 
μ€γαλόζζΐνοζ Schol. Aristopb. 
μεγαλόσχιος Et. M. 
μΒγαΧοομα^ογος Luc. 
μ^αλόσπλαγ^ιγος Hipp, α, βρ. 

Aerzt. Enr. 
με■ξa.λocτάψ^ιL•ς Schol, Od. 
μιγαΙόΟτβρνος Byz, 
μιγαλόατονοί sehr eeafzend 

Hesych. 2) starke Seufzer 

erpressend Aesch. 
μερχΙΑτίχνιχ; Arie tot. 
μεγάλύτιμαι: Hesycb. Diog. L. 
μίγαΧ6το\ος Et. M. 
μεγαλοτςάχηλοζ Et. H. 
μΐ^ταλόψ&αλμος Aristot. Ptol, 
μεγαλόψίλοζ grosse B^ennde 

habend. 
μεγαλ6ψηΧΧ<Κ Theophr. 
μβγαλόψωνος Flut. Hipp. Dem. 

Ath. KS. n. a. 
μεγαλίψογος Hesycb. 
μεγαΧοφοχος Aristot. Isoer. Dem. 

Plat. u. a. 
μβ]νλώΛη»κ Hesyeh. 



μίγάτψος ΑβΙ. eretietiti 

μιγκηίβίοΧις SUdte am gross- 4. sikd. 

ten, glückliebsten machend 

Find. 
μΐγιστοτιμος Aescb. 
μΐγιστογωνος^ 
μί^βοχόίταβος sich beim Kot- 

taboe beranechend Aristoph. 

ίμί^ναος = trunken ; hier 

hatten wir ein Adj. anf d» 

im 1. ei.l) 
μΐίλιχοβοΏλκ. 
μβιλιχόριρνς Tyrt, 
μ£*)ίιχόΟωοαΐ. 
μ^ιίιχίμητις Hesycb. 
μuL•χ6μΌ9^oς Greg. Naa. 
μΐΛιχόψιονοζ Sapph. bei Ari- 

staen. 
μέιονςος ku rasch wänzig, 
μβίάιγΜος, -γγΐίος, att. -γγεωζ 

Hdt. Tbeophr. Oeop. 
μΐίάγγοιος Paul. Sil. 
μ^Ιάγχνφτος Emped. bei Plnt 
μεΐάγκολκος Nonn. dion. 
μίΐάγχορος (χ-η) Byz, 
μίλάγχξαιρα mit schwarzem 

Haupt Lyc. 
μsL•yxρήieμtΌς Paul. Sil. Nonn. 

par. 
μίΧαγνρηπιζ. 

μΐίάγκωπος Schol. Eur. 
μΐλαγχάιτης Hes. Soph. Enr, 
μίλαγχΙτο>ν Aesch. 
μίλάγχλαινοζ Mosch. 
μΐλ&γχολος Soph. 
μιλάγχζΜος Plnt. Lno, 



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* μΐ^ίγχ/ζοκ, τος Εοε, Plat. Ari- 

etot. Diog. L. 
μΛΐάγχοίύς Theod. Prodr. 
μΐλάμβιοζ Hesych. 
μίΧάμβζοικ Enr. 
μίίάμβωλος Opp. Änth. 
μίλάμπίπλος Eur. Antb. Alexis 

bei AUl. 
ψιβΪΛψπίνβύιΛς Anth. 

μβλαμπόρ^^ρος Pol Ι. 

μβλάμτΐονς. 

μβΛάμίΐτβςοζ Byz. 

μεΧάμπνγος Aristoph. 

μ^λάμψιλΚος Pind. Soph. Ari- 
stoph. Änacr. Theoer. n. a. 

μβλάμφωνος Gftl. 

μελαμφήφκ. 

μΐ^ναίγΐΐ, δος Aesch. Schol. 
Aristoph. Pans. Nouq. dion. 

μίλανδίνης DiOD. P. 

μΐλύνζοψος Et. 21. 

μελάνζωνος Nonn. dion. 

μβλάνθ-^'ξ Aristot. 

μεΧάνίτητος Aesch. 

μβ/ανό^οίψμος Aristot. 

μίίανό&φξ Hipp. 

μΒία*οΐ(ά^ιος Aristoph. 

μβ^ΟΌκόμης Poll. 

μίλανόχίοΧος Zonsr. 

μβλανάμαλίος Eaet. II. 

μ^ίανοπλόχαμος Scbol. 

μείανόπονς Hesych. 

μελανόπτίζος Eur. Geop. Ari- 
stoph. 

μβίανοτπ^^ξ Eiir. Aristoph. 



μβίανό^ερνοζ Aeech. 

μίλανόατολος Plut. 

μεΧανοσυςμαΐοζ kom. W. Ari- 
stoph. Thesm. 857 mit Dop- 
pelsinDTOn αύρμα^ Schiepp- 
kleid und σνρμάκ* Ραι^τ- 
mittel; sehwarzröckig and 
echwansdreckig, nach Rie- 
mer. 

μΐλανόφ&αΛμος Anth. Sext. 
Emp. 

μΐλβα^ψίβψ Aretae. 

μίλάνοφρνς Hesych. 

μΐλανόφολλοζ. 

juf^ovoj^ßooc Od. Opp. (PI. μ-βί( 

π.). 

μελανοχρως, τος Ariatot. Theocr. 

Aaacr. Ear. Theophr. 
μεΧάνστΐ^νος Jo. Gaz. - 
μίλάο^ίνος NoQn. dion. 
μsL•όπovoς Unglück] itdi ans 

Drangaal Aesch. 
μ^σαχτοΐ zwischen 2 Ufern 

Aesch, 
? μΐΟΐο^νς Clem. AI. 
μ«<Γι^«ρος mittelländisch 

Dion. P. 
μεσόγαιος Pol. Paus. Strab. 
μεσά^ριζ τοη mittlerem Haar- 
wuchs ProcL par. Ptol. 
Τ μεσάχοορος (χονρά) in der 

llitte geschoren Poll. 
μεαόμφαλος Aesch. Soph. Eor. 

u. a. 
μεαόπίευρος. 
μεσόπΧουτος halbreich AIciphr. 



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μβνόιτοο/κ in der Mitte befah- 
ren, begangen Ear. Opp. 

μΒσοπόρφνρος Plnt. Dio C. 

μεσόρρ«ν, νος von mittlerer 
Nase. 

μίνά^α^μος Procl. par. 

μεσό^^ων mittellftudiech Diou. 
Ξ. 

μεαύχλοος halbgränend. 

? μίσόχρρος in der Mitte des 
Chors stehend Plin. Phot. 

μΐοάχ^ς Procl. par. 

? μεσνχωρος mitten im Lande. 

μέσωβος τοη mittlerem Alter 
Heeych. Poll. 

μετΐοΐβοπόρος Greg. Nyss. BasU, 

μεΐίωρόρςιζος Theopbr. 

/ieT(i(uir Λίντο; mäesig reich 
Achmet. 

μετο^όσιτος massig essend Poll. 

μΐ]Λιν6χρους Phot. 

μκιςόγλωσσος von unreiner 
Znnge Anth. 

μίχραοπις Plat. Poll. 

μιχζανλαξ klelnfurchig Anth. 

μιχ^όβοτρις Hesych. 

μιχρογένίίος. 

μιχςογιννς Adamant. phys. 

μικρόδνμος Dion. H. 

μίχζόχααηος East. Schol. Plat. 

μιχ^έφαλος Aristot. Geop. 

μιχ^οχίνίννος Arietot. 

μίχραχοϋΜΐς Aristot. 

μιχρόχομχρος kleinlich geputzt 
DioD. H. 

? μίχρόλοπος Flut. 



μιχ^μαατος Tzetz. errt.M«t•» 

μιχρόμνρτος kleine Uyrtben- ^ gi^. 

beeren tragend Theophr. 
μιχρόπονς, 

μίχροπρόοωτΐας Aristot. 
μιχξότηΐρος Byz. 
μιχζθ7η4^ξ Sohöl. Pind. 
μιχρόρραξ kleinbeerig Dioec. 
μtxq6qQιv Suid. . 

μιχςορροπνγωΐ mit kl. Steiss 

Aristot. 
? μιχρόαηος Hesych. Said. 
μιχρόαπλαγχνος Ga). 

μΛΧζοτζαΐίΐζοί Antiphau. bei 

Ath. 
μιχρόψ&αΧμος. 

μ*χρ6ψωνος Gal. Diou. H. n. a. 
μιχρόχωρος Streb. 
μιχζόψοχος Dem. Aristot. 

Isocr. 
μ^xτόχ(>ooς von gemischter 

Farbe. 
μιviωQoi kurzlebig Anth. (μι- 

ννς}. 
μονα'χανΰοΐ Aristot. bei Ath. 
μονάμιινξ £ur. 
μονψιεροζ Αθί. Gew. μονοήμερος 

Batrach. Byz. 
μόνιτιπος. 

μονοβάΛανος Schol. Aristoph. 
μονόβιος Eust. 
μονά^αμος KS. 

μονόγληνας Anth. Lyc. Nonn. . 
μονόγλωσαος KS. 
μονόγραμμοζ. 
μονοόάχτυλος Luc. 



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enk.HmteU μονάδουπος Anth. 
+ SmUL μονίδονζ Aeech. 

μονόΟ^νος ßchol. Soph. 
μονόζωος, 

μονό&ρονσς Greg. Naz. 
μονό9νροζ Porphyr. Arietot. 
μονοχάλαμος At^. 
μονόκανλος Theophr. 
μονοχέψαλύς Hesych. 
μοψοχόιλιος Arie tot. 
μονόχοιτος Schol. Ljc. 
μον&χοχ»ος GlosB. 
μoyoxöτoL•ς Arie tot. 
μονοχβήπΐΐ Pind. Lyc, Anth. PI. 
μονόχροτας durch einen Schlag 

bewegt Xen. Strab. 
μονίχοχίος Po II. 
μονόχωλος Theophr. Hdt. Ari- 
etot. Plut. u. &. 
μονόχωτΐοί Eur. , 
lutvoU*t»oi eindotferig Schol, 

Eur. 
μονολι^Φ&ος allein mit der Oel- 

flaeche. 
μονοΚίθυς Hdt. Strab. u. a. 
μονόλοττοζ Theophr. 
μονέλωπος (Juwnj) mit einem 

EJeide Zonar. 
μονόμΐτρος Dion. H, Metriker. 
μονόμιτος Gloes. 
μονόμοιρος Heeych. 
μονόμοαχοί einetengelig, eia- 

zweigig Diese. 
μονόξολος Xen, Pol. Arr. Ari- 

stot. Plat. 
μονοόοσιος £S. 



μwo^tάJίης, ob im Zweikampf 

ringend. 
μονοπέαιλας, 
μοτοπέιρας allein anf ein Uo- 

temehmeo, besonders Banb 

ausgehend Meuiuider bei 

Phot. Arietot. 
μονώτΕπλο; Enr. 
μονόττηρος Et. M. 
μονόπλενροΐ Arr. 
μονόιτονς Anth. Man. PolL 
μοναπράαωπος KS. Diog. L. 
7 μονόπτνχος Thom. M, 
μονόπωΧκ Enr. 
μονόρριζος Theophr. 
μοψόρρυ9•μΛς Aeech. 
μόνορχις, βως Plat. Hippiatr. 
μονοΰάνάαΧος. 
μονόαχητΣτρος Aescb. 
μονόστεγος Dion. Η. 
μονόσιεος Arietot- 
μονό<ηιχος Anth. 
μονοστόρ^γ-ξ ans einem Block 

Anth. 
μονοανλλαβος Schot. Aristoph. 

u. a. 
μονότΐχνος Eur. 
μονότονος, 
μονοτρώιεζος Eur. 
μΛ»6ίροαος Eur. Ael. RS, Dion. 

H. Plut. 
μσνόψϋαλμοζ, μοον- Hdt. Strab. 
μονόφα^ογγος mit einfachem 

Laut. 
? μονόψύρβος allein weidend 

Heeych. 



b, Google 



μονόφρονρος allein w&chend 

Aeech. 
μονΑφνλλος Theophr. 
μονό^Χος Opp. 
μονόψοηιος Hipp. 
μονοχάΧινος 8chol. Piod. 
μΛνόχηρ. 
μονόχηλος Eur. 
μονοχίτων Luc. PoL α. a. 
μονόχοονος Bekk. An. Arietipp. 

bei Ath. 

μ<η'όχρθίος. 

μονόχροος Aristo t. 

μονόχρως Aristot. 

μονΖψηφος Aegch. Piod. 

μονώψ und μοονώφ Enr. Aesch. 

νΐογάίαξ, χΐος Choerob. 

? νίό^νμος Aesch. Enr. Hdt. 

Xen. 
vsajviog Pisd. 
νεόόο^ξος eben erst berühmt 

Tzetz. 
νεόζυμος frisch gesäuert (C-t) 

Schol. Lyc. 
ve^Qt$ Nonn. dion. 
? νύ>ίχοΐ neu angebaut Pind. 

νίόχοβμος einer neuen Welt ge- 
hörig Orac. 8ib. 

νεόιηυπος neu ertOnend Greg. 
Naz. 

νβόνυμφος DeuTennäblt Luc. 
u. a. 

vfoifXomoQ eben eret reich ge- 
worden Dem. Aristot. Plat. 
2) einem solchen zugehörig, 



nach seiner Art Arietoph. 

Plnt. 
νε^ίΐπσλις mit πόίί»ς verbuDden, 

Aesch. 
ν6άπτορ9ος mit jungem Trieb 

Choerob. 
vi6jp/oo7 mit jungem Flaum 

Anth. 
νηλίό§νμος. 
νηλεόποίνοζ Hes. 
νομαάόστοιχος reihenweis von 

der Weide zurückkehrend 

Pbot. Heeych. 
wxtsQOßiog nächtliches Leben 

fahrend Aristot. 
vffi^ooßoc (_νω&ής) tri^cbwän- 

zig Eust. IL 
νωθ^ροχάρόως trägen Herzens 

ES. 
ξαν&αβόστρνχος. 
Ιξανθ-ογίνειος Tzetz. 
gayS-Q^&ei/xjC Tzetz. 
ξαν^ό&ριξ Theoor. 
ζ«ν9οχάρηνος Anth. 
ξαν&οχόμης Pind. Theocr. Opp. 
^av^ohfoi Et. M.Snid.Hesych. 
ξαν&οχίτων Anth. 
•ξανΗχολας Schol. II. 
%αν&6χροος Moscb. Nonn. dion. 

%ΐνοηοιχΛότίτψος mit fremden 
bunten Fedein geschmttckt 
Tzetz. 

"ξενΑσπορος ausfremdem Samen. 

"ξενύψωνος Poll. 

ζηρόχαρπος Theophr. 



b, Google 



eh.lit«te ΐηροχέψαΧος. 

Ι- Sikat ξηρόφλοιος ΟβΟρ. 

ξηρόφωνος Enat. Od. 

"ξηρ&χΐφ Theod. Prodr. 

ζσοαόπτίρος mit gelben oder 
bi^nnlichen Federe £ur. 

όβρψό^νιος Opp. 

ΙβρψόΆυμος Hes. h. Hom. Luc. 

ίβρψάπαις Nonn. dioD. 

ίβριμόψωνος Tzetz. 

&9Ύίόινρβος Maneth. (o^vcibf). 

οίχτρόβιος Paul. Alex. Tzetz. 

οίχτρόγηος jämmerlich klagend 
Plat. iyaog). 

olxipoxsXevdot Maoeth. 

οίχτρομίλααρος Maneth. 

οίχτρόψωνος Schol. U, 

οΐόβκς Hesych. 

Οίόγαμος Aath. 

οΐόζωνος Soph. 

αίοαίίιλος Αρ. Rb. 

οίοχίτων bloss mit einem Leib- 
rock Od. Nono. dion. ; He- 
sych. erklärt es dnrch irqa- 

αλάργυρος ganz silbern Ath. 
ύλβίύαάψων glückselig II. 
ολβιόίωρος Ένα. Anth. 
l\ß^ό^μoς Orph. 
D.ßt!tpotpoi Orph. 
iUßiOTtlovTOt durch Reichtbum 

glücklich Philox. fr. 
ϋβιότοφος beglückt in seinem 

Stolz Diog. L. 
ίλι^-αμπελοΐ' Anth. 
Ιλιγώι^ρωαος Xen. Dion. Ξ. 



Ιλιγάνλαξ von wenig Acker- 
land Anth. 

Ηιγψερος Hippocr. Gast. II. 

ίλιρισίπυος (mnva) mit kleinem 
Brodkorb Anth. 

^'h^ößioQ Sext. £mp. Arietot. 

? iityöyovoQ unfruchtbar Hdt 
Aristot. 

ίλιγοίάπανος KS. 

Οιγόόινόρος. 

iλtyι^Sianoς Ath. 

6λιγό3ονίος Strab. 

ίλιγόζωοΐ Achmet. {ζωή^ kan- 
lebig. 

^Χιγό&ΐρμης von wenig Wärme 
Aristot. (*-i;). 

UiYO»pt^. 

όλιγόχαιςος Hipp. 

όλιγοχάλαμος Theophr. 

όλι,γόχαρπο'; Βίοη. Η. 

όλίγ&χαυ^ος Theophr. 

όλιγόχλαόος Theophr. 

όλΐ}•όχληρος Gast Od. 

όίίγόμισ»οζ Plat. Poll. 

όλιγ&μ»&ϋς wenig Mythe ent- 
haltend Eust. op. 

OXtYovetQoi. 

όλίγόξολος Anth. 

Ο?αγόπαις Plat. 

όλιγόπνονς Hesych. 

? όλιγύπονος Dion. H. wenig 
arbeitend. 

iXtYÖjnsQo^ Aristot. 

όλιγοηναμηγ von geringer Tiefe. 

&λίγ6!ΐνβος Theophr. 

όΧι•γόρριζας Theophr. Oeop. 



b,GoogIc 



^λι^-όοΐτης Plierecr. bei Äth. 
άλιγοοτάόίος Euet. DioQ. Per. 

όλιγοσνίλαβος Eust. H. 
όλίγοσύναίομος Dion, Η. 
όλιγΑτίΧϋος Max. Tyr. 
? όλιγάτοχος wenig gebärend 

Äristot. 
όλιγόϋλος Eust. op, Π. Od. 
όλιγύνπνικ App. 
όλιγόφνλίος Theopbr. 
όλιγόψύΐνος, 
ίλιγόχοοσος Poll. 
ολιγόχνλος Diphil. bei Äth. 
ίλι^-όχνμος. 
νλιγόψοχοΐ KS. 
ίλίγωρος Hdt. Dem. Isocr. 

Plat. Xen. leae. u. a. 
όλοαώιτνλος ganz daktylisch 

Euet. 11. 

όλάχνημος Pberecrat. bei Ath. 

OXoxvicXoi. 

&λόλί9ος Strab. 

8λον&ος ganz kothig Euet. 

Od. (bVöoeJ. 
6λθ7ί&ρφνροΐ Xen. Plut. 
όλότηερος Strab. 
όλάτηρος Äth. 
δλόςςιζος Theophr. Oeop. 
όλοσϋη^ος Plüt. Poll. 
? ÄJeimWiioi Eust. II. 
δϋνφνρος. 
όλύψνλος Suid. 
όλ6φωνος mit ganzer Stimme 

Cratin. bei Ath. 



oiöyaXxoi Schol. Enr. Schol. eMli.itmtiU 

* «n idj, 

Ap. Rh. 4. gäbet. 

έλ(ί;ϊ^ηος ganz ron einer Farbe 

Äristot. 
όλόχρναος Ath. Plnt. Lac. 
i^oVitfj-ög Eust, Od. mit ganzer, 

ToUer Seele. 
βμαιχμος gemeinsam kämpfend 

Thnc. 
όμαϋλαΐξ, dor. -ωλαξ Αρ. Rh. 

Anth. 
δμαυλος Hesycb. Soph. fr. nach 

Dind. Phot. {ανλη). 
δμαυλοί zneammen fiötend, 

einstimmig Soph. 
ύμ^ιττιυς Soph. Polyb. u. a. 
όμόβιος. 
όμάβονλος KS. 
όμόβ^ομος zugleich tfinend 

Heeych. 
όμόγλωσυοςΕάί. Xen, Pol. Luc. 
όμόγνωμος Poll. 
όμόγονος Pind. Plat. Äristot. 

Xen. 

όμόγραμμΟί LuC. 

δμόδαις mitspeisend Choerob.; 

ύαίς = gemeinsch. llahl 

Choerob. 
δμόίπιηας Poll. Byz. 
0|initJi?/toc Pind. 
ομοαϊαιτος Luc. Qal. 
ομόδιψ^ας Nonn. dion. 
αμόαοξαι: Luc. Poll. KS. Qreg. 

Kaz. 
ομόβοναος Nonn. diOD. 



b,GoogIc 



ομόζηίίος Philo. 

? ομόζυγος zueammeogejocht 

Plnt. Man. ES. 
OjLwfufog in derselbea Zone. 
ομόηχος ungleich tfinend Jo. 

Damaeo. Heeych. 
ομο&άλαμος Pind. in demselbea 

Gemach wohnend. 
ομόαεαμος von gleichem Ge- 
setz Or. Sib. 
ομό^^ηΧος Hesych. 
ίμό&^ηρος miljagend. 
ομό&ρηοχος KS. von gleichem 

Ootteedieneb. 
ομά9ριζ Sophron bei Demetr. 

Phal. 
ομόθ^ρονος Pind. 
ομό&ροος Schol. O. K. Nonn. 

par. 
ομο'^μοΐ Lexx. 
%μοιόβιος Arietot. 
^μοιοβίοτος Arietot. 
ομοιόΰοζος Athaoas. 
όμοιό&ριξ Et. M. 
ομοιόχρι&ος der Gerste ähnlich 

Theopbr. 
ομοώμορψοί Diog. L. 
hμoίόvoμoς. 

^οιοοόαιος nnd ομοιόυνιος K&. 
ομοιόίΐοϋς. 

ομοιοπρόαίοτιοζ Et. Μ. 
ομοιόπτιρος Aristot. Hesych. 
ομοίόηορος waizenähnlich 

Theophr. 
ομοιόρροπος {^οπη} Gal. 
ίιμοιόρρν^μοΐ Aristid. 



ομοιόρρυνμοί Hipp. 

ίμοιόαχΒβος von ähnliebem 
Anzog, Pnt2 Strab. 

ίμοιοστάόιοζ Tzets. 

ομ^όαροψος gleicbstrophig 
Scholl. 

ίμοΜΟύΌΜβος. 

ομοιοτ4λΐυτος sich gleich endi- 
gend Sext. Emp. Arietot. 
Diod. 

hμ<ί^Aτψoς Heayob. 

ομοιότανος Dion. H. EosL 

ομοιότροπκ Hipp. Tfaoe. Plat. 
Aristot. 

^μοι6φ9ογγος Et. M. 

ομοίόψλοιος Theophr, 

ομο)4χρονος Dion. H. 

ομοιόχροος. 

αμοιόχωροζ. 

ομοχέλβν&ος Plat. 

ομόκεντρος Streb. Ptol. 

ομόχΧηρος von gleichem An• 
Üieil, Pind. 

ομόχλινος Hdt. znsammenli^ 
gend, im Bett oder bei 
Tisch. 

ομοχοίλιος. 

ίμόχοιτος Man. Justin. H. 

ομόχραφος Nonn. dion. 

ομόΚΐχτρος Eur. Plat. 

ομόναος Hesych. 

ομόνομος Ton gleichen Gese- 
tzen Plat. 

ομ<ΐ)Όος gleichgesinnt Poll. 
Oloes. Xen. Tnog. L. Sp. 

ομόννμψος Or. Sib. Scbol. Od. 



b,GoogIc 



ύμόοίχοζ Lexx. 

ίμοούοίος ES. 

ομόπ-Μ/ος aus demselben Fle- 
cken Dion. H. 

ίμόπβύος von gleieher Ebene 
Schol. Tbuc. 

? ομόπλοος zaataamen. sebif- 
fend. 

ίμότητοος Byz., meton. con- 
epirane. 

όμοηοΊΐΕ auB demselben Staat, 
Stadt Soph. Plut. u. a. 

ίμΑτηΐβος Plat. Äesch. Enr. 

όμοιος Tbuc. Xen. Isocr. Dem. 

hμόρQe^9^qoς Pandect, 

ίμόρρυ&μος Hipp. 

όμοβίπυος. 

αμόσιτος Hdt. Plat. 

ομόσχενος Tbuc. Lac. 

ομόσχηνος DiOQ. H. KS. 

ίιμόσχοκκ Greg. Naz. 

4(HJ(nrJa;'/vof Aeeoh. 

ομόσπονδος Hdt. Dem. Phano- 
deni. bei Atb. 

? ομόσπορος zusammetigesäet, 
blutsverwandt h. Hont. 
Tragg. Find. 2) zub. be- 
säet Sopb. (ρη/ή) 3] ziu. 
säend Soph. 

«μό(ττ<;Όΐ ES. 

ομόατιχος, 

ομόσιοιχος Theopbr. KS. 

iμόστoQγoΐ Ton gleicher Liebe 
Nonn. dion. par. (,α-ή). 

όμόσφνρος mit gehend Lezz. 

Μμοιάλαγτος Schol. IL 



ομόταφος zaBammen b^raben 

Äes^in. Plnt. 
ίμ&τίχψος Hd4. Hipp. Plat. 

Antti. Dem. 
^ότη9•ος Phot. Hesycb. 
ομ&χψος II. Theoer. Konn. 

diOD. 
ομάιιτ&ος Phot. 
^^M/oc Aesch. leae. Plat. u. a. 
ομότανος 1) gleichtttnend Plat. 

Longin. 2) mit gleichem Ao- 

cent Gramm. 3) mit gl. An- 
spannung Suid. 
ομοτράαεζος Hdt. Xen. Plat. 
ομότροπος mit gleicher Art 

Pind. Plat Hdt. Aescbin. 

Diog. L. 
ομαλός• 

δμουραζ Hdt, Dion. P. 
ομόφ&ογγοζ Νοαη. 
ομόψνλος ΈοΓ. Plat. Isocr. π. a. 
ομόφωνος Hdt. Aesch. u. a. 
ομοχοΐνιξ Plut. 
ομόχορος Plut, 
αμΛχ^σνσς Byz. n. a. 
O|ti<>;(;t?oo£ Arietot. Theopbr. 

Luc. Sp, 
ομόχρως Aristot. Paus. 
ομόχωρος Dlo C, 
δμόφΐ7(ΕΌς Lys. Diod. Lac. Hdt. 
bμόψ1>χoζ KS. 
όμπνίόχειρ mit reicher Hand 

spendend Hesych. 
ίξιητ^ειος mit scbarfem Kinn 

Poll. 
οζίγοος Aesch. 



b, Google 



Αξιγώπος Aristot. Euclid. 

όξΜοοΛος Anth. 

o^vdd-eiQog Νοαα. ρΛτ.; mit 

metaplast. Plur. iJ-ocq Nodii. 

dion. 
όξνήχοος soharf oder fein h&- 

reod (lixtjii} Aristot. Lac. 

Zonar. 2) toq echarfeD Sid- 

nen Plat. 
όξνηχας EL H. 
όξν&άνατος Strab. 
όξό9νμσς Aeach. Eur. Aristoph. 

Aristot. 
O^tacä^Stog Aeech. Aristoph. 
όζνχά^ηνος Dion. P. 
όξνχ^λενί^οί NoQD. dion. 
όξνχίψα^ος PoU. Schol. Ari- 
stoph. 
όξνχομος Opp. Anth. 
όξομέζψνος scharfe Sorge, 

Sorgfalt erregend Aristoph. 
όζίμολπος Aeech, 
αξύμορφος Jo. Damaec. 
όξύνοος, -νονς By». 
ίίξΜονς Nonn. dion. Bekk. 

Ad. 
ίξρόστ^αχος Lac. Lexiph. 
ί^ίινης heisehungrig; •π«>Ό; 

Koni, bei Äth. Aristot. u. a. 
&ξρπό^ς Opp. BioBC. 
οξΐηιονς Snr. 
il^ijtQioQiK Aeech. Opp. 
ίζντηερος. 
ίξοπννίαζ mit spitzigem Boden 

Enbal. bei Ath. 
ίξνοβις Hippocr. 



? Ιξύρροηος Plat α. a. 

ίξήονος Dion. U. Oramm. 

οζΌψ9θ•{γυς Anth. Ath. 

ίξίιρνλΑος Ach m et. 

&ξύψωνος Soph. Babr. AristoL 

ο$νχΗζ Alexis bei Poll. Tbeocr. 
epigr. Lys. Lac. Aeech. 

οζίχολος SoloD fr. Anth. Lac 
Soph. 

ίρ9ιόχωπος aufrecht mdemd 
Hesych. 

io^oaxai^oQ mit gradea Dor- 
nen Theophr. 

ίρίίόβονΚοςϊβοίιίύα Rath gebend 
Find. Aesch. 

&ρ9ογίύνιοΐ Aristot. n. a. 

iq&ojwvoz Gloss. 

ίζ&οάίχας Pind. 

ίρ&όίοξος Said. KS. 

oQ&oiä^siQog Orph. 

ig»09qti Aeech. 

ίρ9οχά&εάρος aafrecht sitzend 
Faal. Aeg. 

ίρ&οκάζτινος. 
i^axauXog Theophr. 
ίρ9οχέφαλος Apoll, lex. 
ίρ9όχορος Hesych. 
ίςαόχραιρος Hom. 
ίρθ-όχζανος Soph. 
&^όχωΧος. 
ζρ&όχωμος das Fest leitend 

Phot. 
i^όμφ(lL•ς Ins er. 
ίρ^όνοος, -νονς Clem. AI. 
? iρ&όπλo^^ς Hippodaia. bei 

Stob. 



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^Ο^όποΛις St. anfVecht halteod 

Pind. 
ίρθ^όηονς Soph. 
ißä-owQOatimoi K8. 
ίς96!ΐφ>μνος Hesych. 
α^&όίΐτεςος mit hoher Säalen- 

reihe Soph. fr. 

βρ96τιτ&ος Suid. 

6ρ&οχάηηζ Hesych. 

oUaä»eiQog Tzetz. 

oH&»Qti Hdt. AriatoL Strab, 

οίλό&νμος Heeych. 

αϋοκάρηνος krausktipfig 
Hom. 

οίλοχίφα/Ιοι: Pol). 

οίλοιώμης Plnt. 

of^ox^atOf Arr. 

oiiόγυXL•ς Theophr. 

? οίβιοαρόμος. 

πά/χαρπος Pind. Soph. Anth. 

πάp(^l7^C Eur. KS. 

παγχόιτης der alles aur Ruhe 
bringt Soph. 

7 τιάγζενοΐ allen Fremden hold 
Sopb. 

χάγχαλχος Aeecb. Sopb. Enr. 

πάγχορτος alle Nahrung bie- 
tend Soph. 

πάγχρως Synes. 

? παλαΐβιος lang lebend Theod. 
Prodr. (wohl ans πα- 
λαιόβ-, ef. die Comp, mit 
χςαται-). 

? παλαίτΌΜ; Pind. 



τίοΧαιόιροπος naoh alter Art er«h,Kiit«u 

Jambl. T. Pyth. + entit 

ΛοίαΙχ^Μ' Aesch. 
τταλκιχρονος Tzetz. 
ηαμβίας allgewaltig Pind. 
ζάμμηρος in allerlei Maaeee» 

Diog. L. 
πιψμήτις allkundig SimOQ tr. 
Λαμμήχανος Eust. II. 
ηάμμορος ganz nngl(KkIlch 

Soph. 
πάμμο^φος. 
πάμμουσος Ov. Slb. 
πάμηλουτας Soph. fr. θ&1βΒ. 

Man. 
πάμιτο^ΐΐ Soph. 
παμπόρψνρος Pind. 
πάμτηος ganz eitrig Hipp. 
παμφάρμαχοΐ Pind. 
ίΐάμφθ-ιγγος alltönend He- 
sych. 
πΰμψολος Aristoph. Plat. u• a. 
πύμγωroς Pind. Anth. PI. n. a. 
πάμψογος Ptol. tetr. 
πάμψιχος ganz beseelt, nn- 

sterbUch Soph. 
πανύμΐζος dnrchaus an diesem 

Tage Soph. 
πανάν9^πος ΚΘ. 
πανάργυρος ganz aus Silber 

Od. Soph. 
πηνίρετος ganz tugendhaft Luc. 

Inscr. 
7 τιαναχαιάί, ü, Ar von allen 

Achäem verehrt Paus. 

(fem. -ίς). 



nigiUrrlbyGOOgIC 



^^*"^»• ffttfrfijpic Soph. Enr. Plnt. 
i-eabiL Aristot. α. a. 

näväiitoi ganz gerecht Sopfa, 

Aeech. 
TravSotQog ep.Hom.Opp.Bacchyl. 
πανίο^ιος Philo, KS. 
πανίσπεςος «Jen ganzen Abend 

danemd Anth. 
navfattaq mit dem ganzen 

Hanee Flut. 
πάνζηψος ganz finster. 
πανήμεροί Aescb. Hdt. Ldc. 
πάν^ο$νος Opp. Snid. 
παννύψελης Orph. 
■ηανάϊζνς ganz unglücklich, 

Aesch. Choeph. 49 , wo 

π-ζύς betont ist. 
τιάνολβος Aesch. 
πανόΧεβζοΐ Hesych. 
πάνοπλος ganz gerüstet Aeech. 

Eur. 
πάνορμο•: beqaem zum Landen 

Od. 
τίάνσχιοζ ganz schattig Geop. 
πάντΐχνος alle Künste verste- 
hend Aesch. 
πάντιμος Soph. Orph, Luc. Byz, 
παντοκ'ηροπύΐβ,ιιίΛ\\βΐ\α&ΗΚ8. 
παηόμοςψοζ Soph. Hipp. Ly- 

cophr. 
παντόγ9αλμος von allen Seiten 

mit Angen Aristoph. 
παντόχζΟ'Κ Orph. 
χανωάυνος sehr schmerzlich 

Epiphaa. 
πανώΧΐ&ςος 1) ganz verderbt 



Hdt. Aesch. Soph. Eur. Ari- 
stoph. Pol. 2) ganz verder- 
bend Hdt. Aesch. Lyc. 

πάνωρος aus allen Jahreszeiten 
Aesch. 

ηαραδοζονίχης wider Erwarten 
siegend Plut. 

πασίρροπος mit ganzer Wucht 
Byz. 

πασίρρωμος mit ganzer Gewalt 
Byz. 

πασαίληνος Aristot. 

παυρολόγος von wenig Worten. 

παχνδάχτνλος. 

παχόίεναρος dicht mit Bäomeo. 

παχν^ριζ Aristot. 

ιια^(ΐ"(ύλαμος Theophr. 

παχνχάρδιοζ. 

τιαχρχανλος. 

παχόχνημοΐ Aristoph. 

παχννοοζ. 

παχόπονς Hesych. 

παχνρρί'βαος. 

παχνιιριζος. 

παχίρρι^. 

παχνσχοινος Νοηη. 

παχοτρ&χηΧος Geop. Adement, 
phys. 

παχί'ψλοιος Theophr. 

παχνφνλλης Const. Man. chrOD. 

παχνχομοΐ Gal. U. 8. AerzL 

? πεζομάχης, ov Pind. nnd -«»- 
χος Luc. Plut, 

πιοιαΧλόχανΧος mit dem Stengel 
sich um andre windend 
Theophr. 



b,GoogIc 



περισαοίάχτυλος mit üb er flils ei- 
gen, fiberzähligea Fiagern 
Geop. 

ττερισσόχομος flbermäseig haa- 
rig Opp. 

ηερισσόλοψος mit flbermäseig 
grossem Federbuech Opp. 

τιεριοσόμοΟ^ος mit λόγος = Über- 
flüssige Rede Eur. fr. 

jieQiooovoog von vorzüglichem 
Oeist Opp. Nonn. 

περισαόϋονζ Nonn. dion. Tzetz. 

περισσοσΜαβος Stepb. Byz. 
Et. M. 

ιηριααόχρονος Theophr. 

περισσόφνχος KS. 

πιχρόγαμας Hom. u. a- 

πιχρόγλωασος Aescb. 

πιχρο^άνατος Byz. 

ίτικρόαυμος Theod. Prodr. Byz. 

πιχρόχαρπος Aesüh. 

πίχρόλιοτος Qal. 

ηιχρόψνλλος KS. Byz. 

ηιχζόχοΧος Hipp. Gal. « a. 

ηιχρόχνμος Tzetz. Theod. Prodr. 

πιναροχάίίης mit schmutzigem 
Haar Tzetz. 

ηλαγιόχαρπος mit Früchten aaf 
der Seite Theophr. 

ηλαμόχαυίος Theophr. 

π^α^ιοχαΐτης Hesych. 

πλασιοχόμηζ mit falechen Haar- 
locken Man. 

πλαηάμψοόος Lexx. Schol. 

πλατναύχΐ]ν Man. 

η^ατύ]τλωααος Arietot. 



πλατιί/να9ο;. 

πλιlιτv9άL•βσoς Et. M. 

ηλατνίνχκκ G&l. 

πΐατνχαρπος Di ose. 

πL•τwcavλoς Theophr. 

πλζίτύχερχοΐ Arie tut. 

πίατνχ^φαλος, 

πλατύχομος Tzetz. 

τιλ<ιπνλογχος Arietoph. 

ηλατύκοτος Batrach. Qeop. 
Greg. Naz. 

ηλατϋουρος Opp. 

πλατυοφ9αΧμος. 

ΐΐλατνοψς mit breitem Ange- 
sicht Byz. 

ηλατύπεόος Schol. Hes. 

πλα,τνηιλος mit breitem Filz 
Schol. Soph. 

πλατυηόρψνροζ. 

ηλατνπονζ